Eritrea, Dschibuti: Eskalation im Grenzkonflikt

Regain de tension entre Djibouti et l’Erythrée
ALL PHOTOS afp.com by ASHRAF SHAZLY/ On Top: Sudanesische Patrouille an der Grenze zu Eritrea
Patrouille soudanaise à la frontière avec l’Erythrée, le 2 mai 2017

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Deutsche Texte AFP: Von mir verbesserte Google-Übersetzungen

1. Afrikanische Union besorgt über die erneuten Spannungen zwischen Dschibuti und Eritrea 2 Artikel – LESEN
1. Die Afrikanische Union besorgt über die erneuten Spannungen zwischen Dschibuti und Eritrea
17/06/2017 12:00 – AFP
Die Afrikanische Union hat am Samstag ihree Besorgnis über die Spannungen mitgeteilt, die durch das Wiederaufleben eines territorialen Streites zwischen Dschibuti und Eritrea nach dem Rückzug von Soldaten aus Katar, welchem umstrittenen Gebiet zwischen den beiden Nachbarn am Horn von Afrika eingesetzt waren.
Der Präsident der AU-Kommission, Moussa Faki Mahamat, rief in einer Erklärung zu „Ruhe und Zurückhaltung“ auf, nachdem Dschibuti Eritrea beschuldigt hatte, Vorteile aus dem Rückzugs des katarischen Kontingents gezogen und einen Teil des von beiden Ländern beanspruchten Gebietes an ihrer Grenze besetzt zu haben.
Der von Katar am Mittwoch angekündigte Rückzug folgt der Krise, die zwischen dem kleinen gasfördernden Golfemirat und Saudi-Arabien und seinen Verbündeten ausgebrochen war, die es beschuldigen, islamistischen „Terrorismus“ zu unterstützen. Katar, das diese Anschuldigungen zurückweist, hat nicht angeben, aus wie vielen Soldaten ihre im Jahr 2010 gebildete Beobachtertruppe zwischen Eritrea und Dschibuti besteht.
Dschibuti wie Eritrea unterhalten gute Beziehungen zu Saudi-Arabien und dessen Verbündeten der Vereinigten Arabischen Emirate und nahmen im Konflikt mit Katar ihre Position ein.
Am Donnerstag beschuldigte der dschibutische Außenminister Mahmoud Ali Youssouf Eritrea, in der zwischen den beiden Ländern am Roten Meer umstrittenen Region Doumeira „seine Kräfte zu entfalten“.
„Dschibuti ist ein friedliches Land und wir ziehen diplomatische Lösungen vor“, fügte der Minister bei einer Pressekonferenz im Fernsehen hinzu. „Aber wenn Eritrea weiterhin auf seiner Suche nach militärischen Lösungen besteht, ist Djibouti für diesen Fall bereit.“
Eritrea hat bisher auf diese Aussagen nicht reagiert.
Die beiden Nachbarn haben sehr unterschiedliche Beziehungen mit externen Mächten. Dschibuti beherbergt französische und US-Militärbasen und China baut momentan eine auf dem kleinen Gebiet.
Eritrea jedoch wird weithin als Paria-Staat angesehen, während der Hafen von Dschibuti Äthiopien, dem großem regionalem Feind Eritreas, für seine Einfuhren und Ausfuhren dient.
„Die Kommission der AU begann in enger Abstimmung mit dschibutischen und eritreischen Behörden, eine Mission an der eritreischen-dschibutischen Grenze zu stationieren, um Fakten zu schaffen“, sagte am Samstag die panafrikanische Organisation.
„Der Präsident der Kommission stellt sich Dschibuti und Eritrea zur Verfügung, um ihre Beziehungen normalisieren zu helfen und gutnachbarliche Beziehungen zu fördern“, so die Erklärung.
Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern am Horn von Afrika wurden im April 2008 nach einer Razzia eritreischer Truppen nach Ras Doumeira, einem strategischen Vorgebirge mit Blick auf den Eingang zum Roten Meer nördlich der Hauptstadt von Dschibuti, belastet. Die beiden Länder standen sich für diesen Bereich in den Jahren 1996 und 1999 zwei Mal gegenüber.
Eritrea und Dschibuti hatten im Juni 2010 unter der Schirmherrschaft von Katar eine Vereinbarung unterzeichnet, eine Verhandlungslösung für den territorialen Streit zu finden, und die katarischen Truppen wurden in den umstrittenen Gebieten bis zu einer endgültigen Einigung zwischen Dschibuti und Asmara eingesetzt.
© 2017 AFP


Grafik: infotext-berlin.de

2. Reaktion des isolierten Golfstaates Katar – Truppenabzug mit Folgen
20.06.2017 – http://www.taz.de/Politik/Afrika/!p4621/
Katar zieht seine Truppen zwischen Eritrea und Dschibuti ab. Die UN und die AU machen sich Sorgen wegen eines neu entfachten Grenzkonflikts.
BERLIN taz | Der Grenzkonflikt zwischen Dschibuti und Eritrea gehört zu den obskureren der Welt. Die beiden Staaten am Roten Meer streiten sich um 165 Quadratkilometer heiße Wüste, die die beiden einstigen Kolonialmächte Frankreich (Dschibuti) und Italien (Eritrea) erst im Jahr 1900 zum damaligen Französisch-Somaliland geschlagen hatten, dann aber 1935 zum Afrikareich des Italieners Mussolini, in einem nie ratifizierten Abkommen.
Die Grenzziehung von 1900 gilt als die gültige, da 1954 ein neues Grenzprotokoll zwischen Frankreich und Äthiopien – damals die Besatzungsmacht in Eritrea – sie bestätigte. Aber sie wurde nie am Boden vollständig demarkiert, sie teilt eine schmale Halbinsel in zwei, und seit 1900 ist ein Teil davon zu einer Insel geworden, deren Zugehörigkeit offen ist. So gibt es viel Streitpotential. Nun erwacht dieses zu neuem Leben: Eritrea hat den umstrittenen Grenzstreifen besetzt, nachdem eine dort stationierte Überwachungstruppe aus Katar abzog.
Das ist eine kuriose Konsequenz der Golfkrise, die mit der Isolierung Katars durch die anderen arabischen Staaten wegen angeblicher Unterstützung des internationalen Terrorismus und des Iran aufgebrochen ist. Katar unterhält seit 2010 eine Truppe von nach eritreischen Angaben 450 Soldaten im umstrittenen Grenzgebiet, infolge einer erfolgreichen Vermittlung zur Beendigung eines Grenzkrieges im Jahr 2008, als Eritrea die Mussolini-Grenze in der Wüste militärisch durchzusetzen versuchte.
Am vergangenen Mittwoch verkündete Katar den Abzug dieser Truppe. Kurz darauf erklärte Eritreas Vertretung bei der Afrikanischen Union (AU), Eritrea habe die Pufferzone besetzt. Nun ist Dschibuti empört und am Montagnachmittag sollte sich der UN-Sicherheitsrat mit der Lage befassen.
Unklarheit über Militärbasen in Eritrea
Denn so klein das Streitobjekt erscheint, so groß ist seine Bedeutung. Dschibuti ist ein wichtiger Verbündeter des Westens im Kampf gegen islamistischen Terror am Horn von Afrika; es beherbergt Militärbasen Frankreichs, der USA, Chinas, Japans und Saudi-Arabiens, und auch Kriegsschiffe aus Deutschland und der EU zur Bekämpfung der Piraterie vor Somalia machen hier Station.
Eritrea hingegen ist international ein Pariastaat – nicht nur, weil es eine finstere Diktatur ist, aus der zahlreiche Menschen Richtung Europa fliehen, sondern auch, weil es von UN-Experten verdächtigt wird, in Somalia Islamisten zu unterstützen – als Gegengewicht zur somalischen Regierung, die dem großen Nachbarn Äthiopien nahesteht, von dem sich Eritrea einst in einem jahrzehntelangen Guerillakrieg freikämpfte.

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Welche Länder alles in Eritrea Militärbasen unterhalten oder planen, vor allem auf Inseln im Roten Meer, ist nicht völlig klar: genannt wurden in den letzten fünf Jahren Iran, Israel, Ägypten, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Von den Arabischen Emiraten ist bekannt, dass sie am ost­eritreischen Hafen Assab eine große Marinebasis errichtet haben, von der aus sie als Verbündeter Saudi-Arabiens Krieg in Jemen gegen die dortigen proiranischen Huthi-Rebellen führen.
Mehrheitlich Position für Saudi-Arabien bezogen
Doch Dschibuti ist ebenfalls mit der saudischen Koalition verbündet. Nachdem Saudi-Arabien nun die Initiative ergriffen hat, Katar politisch und ökonomisch zu isolieren, fühlen sich katarische Truppen offensichtlich nicht wohl in einer Pufferzone zwischen zwei saudischen Freunden in Afrika.
Afrikanische Staaten haben mehrheitlich Position für Saudi-Arabien im Streit mit Katar bezogen. Lediglich Sudan hat die Blockade gegen Katar „bedauert“. Als neutral gilt auch Äthiopien, das zwar 2008 seine Beziehungen zu Katar wegen dessen Freundschaft mit Eritrea abbrach, aber 2016 neue Partnerschaftsabkommen unterzeichnete und vor zwei Monaten den Emir von Katar empfing.
Eine Konfrontation zwischen Eritrea und Dschibuti ist keine Übertragung des saudisch-katarischen Konflikts auf Afrika, weil beide Länder in diesem auf einer Seite stehen. Sie zeigt aber, was alles passieren kann, wenn Katar – das über Investitionen und den TV-Sender al-Jazeera in Afrika sehr präsent ist – sich zurückzieht. Und ein Konflikt zwischen Eritrea und Dschibuti hat das Potential, mehr militärisch bereits präsente Verbündete der beiden Länder auf den Plan zu rufen als so ziemlich jeder andere Grenzkonflikt der Welt.

2. Sudan, für eritreische MigrantInnen eine Kreuzung und feindliches Terrain LESEN
06.13.2017 um 15:00 Uhr – Von Jay DESHMUKH – AFP
Es ist ein tiefes Verlangen nach Freiheit, das Efrem Desta dazu führte, Eritrea zu entfliehen und illegal in den benachbarten Sudan zu gehen, in der Hoffnung, eines Tages nach Europa weiterzukommen.
Aber seine Reise wurde abgekürzt, als er und andere eritreische Migranten nach der Überquerung der Grenze vom Stamm Rashaida im östlichen Sudan entführt wurden, in der Nähe der Ortschaft Al-laffa.
„Wir waren ausEritrea geflohen, weil wir die Freiheit anstrebten, aber als wir hier ankamen , wurden wir von den Rashaida gefangen genommen“, sagt Efrem Desta, 20, in seiner Muttersprache Tigrinya.
Nach fünf Tagen Gefangenschaft wurden sie von sudanesischen Truppen, die entlang der 600 km langen Grenze zu Eritrea patrouillieren, um die illegale Einwanderung einzudämmen, gerettet.
Efrem Desta und andere wurden in Handschellen gelegt und mit Ketten gefesselt aufgefunden, nach den Beamten. Sie schlossen sich nach ihrer Freilassung den rund 30.000 Flüchtlingen in Wadi Sherifay, einem großen Lager aus Hütten mit Strohdach in der Nähe der Grenze, an.
Die meisten geretteten Eritreer sagen, dass sie ihr Land verlassen haben, um den Militärdienst zu vermeiden, aber andere geben zu, im Ausland einen besseren Job anzustreben.
Dutzende von Eritreern versuchen täglich, den Sudan illegal zu betreten, laut Polizei und Agenten des mächtigen sudanesischen Geheimdienstes National Intelligence and Security (NISS).
„Sie können über verschiedene Wege hereinkommen, vor allem entlang des Gash Flusses“ im Grenzgebiet des östlichen Bundesstaat Kassala, sagte ein Sicherheitsbeamter gegenüber AFP.
– Schleuser mit High-Tech –
Die Migranten überqueren nach einigen Tagen, manchmal Wochen Marsch die Grenze zu Fuß. „Sie sind meist in der Nacht unterwegs und tagsüber versteckt auf Farmen, Plantagen oder in Wäldern“, fügte der Beamte hinzu.
In den Wirren einer schweren Wirtschaftskrise und mehrerer bewaffneter Konflikte zwischen Regierung und Rebellen, ist der Sudan, ein armes afrikanisches Land, für die Migranten ein wichtiger Knotenpunkt auf dem Weg nach Europa.
Nach Einschätzung von Experten versuchen eine große Anzahl von Eritreern, die europäischen Küsten über dieses Land zu erreichen.
„Im Jahr 2016 reisten rund 100.000 Migranten über den Sudan, meist Eritreer“, sagte Waqar Asfand, Analyst bei der Internationalen Organisation für Migration (IOM).
Vom Sudan aus versuchen es die Migranten nach Libyen oder Ägypten, von sie in Kontakt mit Schleusern treten, die sie vor einer gefährlichen Überquerung des Mittelmeers in Richtung Europa in behelfsmäßige Boote stopfen.
Im Sommer ist es in der Nacht, dass mehr Migranten die Grenze entlang des Gash Flusses überqueren. „Wir patrouillieren noch nicht in der Nacht, so ist es einfach für sie, sich im Dunkeln zu bewegen“, sagte der Beamte.
Hinter ihm, in der schwülen Hitze, bewacht eine mit Maschinengewehren bewaffnete Patrouille an Bord von Pickups auf der Suche nach Migranten den ausgetrockneten Grenzfluss.
Die erhöhten Patrouillenfrequenzen führten zur Verhaftung von mehreren Schleppern, nach Offizieren.
„Aber die Schmuggler, meist selbst Eritreer, haben ein exzellentes Netz und High-Tech-Kommunikations-Ausrüstung“, sagt einer von ihnen.
– Angst –
Menschenschmuggel ist ein Geschäft geworden, das Milliarden von Dollar generiert, sagen Experten.
„Das ist ein Ausbeutungssystem“ mit Preisen von Hunderten und Tausenden von Dollar, sagt Herr Waqar. Eine eritreische Migrantin, die von Khartoum aus nach Europa wollte, musste $ 2.500 bezahlen.

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Für den Leiter der Kassalaer Polizei, General Yahia Soleimane, kann der Sudan die illegale Einwanderung an der Grenze nicht allein stoppen.
„Wir brauchen internationale Hilfe, High-Tech-Kommunikations-Ausrüstung, Fahrzeuge, Kameras und sogar Drohnen, um die Grenze zu überwachen“, sagt er gegenüber AFP und betont, dass „die Patrouillen von der Polizei, dem NISS und der Armee durchgeführt werden.”
Laut Enough Project, einem Think Tank mit Sitz in Washington, haben die Europäer Khartum Millionen Euro ür den Kauf von Ausrüstung gegeben, die den Fluss der Migration eindämmen helfen sollen.
Hoffnungsvoll von zu Hause fortgegangen, sprechen viele Eritreer über Angst in den Lagern im Sudan, wie Wadi Sherifay.
„Die eritreische Armee hat überall Agenten. Sie verhaften uns und nehmen uns nach Eritrea zurück“, sagt einer von ihnen, der nach wie vor Europa zu erreichen hofft. „Es wäre gefährlich für uns, lange dort zu bleiben.“
© 2017 AFP

3. Nicht das Gesetz, die Angst regiert Eritrea LESEN
9.6.2015 – von Markus Schönherr – https://www.aargauerzeitung.ch/ausland
Folter und Unterdrückung sind an der Tagesordnung in Eritrea. Das zeigt ein UNO-Bericht. Hunderttausende flüchten – auch in die Schweiz.
6923 Menschen aus Eritrea haben im vergangenen Jahr in der Schweiz um Asyl nachgesucht. Im laufenden Jahr ist die Zahl rückläufig: Bis Ende April hatten 894 Eritreer Asyl beantragt. Doch auch so ist Eritrea das wichtigste Herkunftsland in der Schweizer Asylstatistik. Mit aktuell rund 23 000 Personen bilden die Eritreer die grösste Flüchtlingsgruppe in der Schweiz, noch vor den Syrern.
Weil im Land am Horn von Afrika ausserdem kein offener Krieg tobt, stehen die Eritreer immer mal wieder im Zentrum der politischen Diskussion. In einem Mitte März eingereichten Vorstoss fragt etwa die Zürcher FDP-Nationalrätin Doris Fiala: «Aus welchen Gründen wird die Anerkennung als Flüchtling ausgesprochen, statt im Rahmen einer vorläufigen Aufnahme zu prüfen, ob eine Rückführung der eritreischen Asylsuchenden zukünftig wieder möglich wird?» Einige Monate zuvor hatte FDP-Präsident Philipp Müller zumindest insinuiert, dass die Menschen wegen der zuvorkommenden Asylpraxis in die Schweiz reisten und weniger wegen der Menschenrechtslage in Eritrea selbst. In einem gestern publizierten Bericht der UNO wird diese Ansicht Lügen gestraft.
«Ein totalitärer Staat»
Auf knapp 500 Seiten wird in dem Report eine Geschichte von Unterdrückung, Flucht und menschlichem Leid erzählt. Die Vereinten Nationen üben scharfe Kritik an Eritrea – einem «totalitären Staat, darauf ausgerichtet, die Bevölkerung durch einen ausgedehnten Sicherheitsapparat zu kontrollieren.» Verschleppungen, Zwangsarbeit und Folter stünden in der ostafrikanischen Nation an der Tagesordnung. Der Bericht stammt aus der Feder von Sheila B. Keetharuth, UNO-Sonderermittlerin für Eritrea und seit 2014 Chefin der «UNO-Untersuchungskommission für Menschenrechte in Eritrea». Die Kommission wurde ins Leben gerufen, um die zahlreichen Vorwürfe von illegalen Tötungen, aussergerichtlichen Festnahmen und Unterdrückung der Pressefreiheit zu untersuchen.
Das Ergebnis hätte für Eritreas langjährigen Präsidenten, Isaias Afewerki, kaum vernichtender ausfallen können. «Die Regierung ist verantwortlich für systematische, weitreichende und schwerwiegende Menschenrechtsvergehen, die ein Klima der Angst geschaffen haben. Widerspruch wird unterdrückt, ein Grossteil der Bevölkerung findet sich in Gefangenschaft oder Zwangsarbeit, und Tausende Flüchtlinge haben das Land verlassen.» Eritreas Geheimdienst, das Militär, und das für Zensur zuständige Informationsministerium – sie alle befinden sich im Griff von Afewerkis eiserner Faust.
Kriegsrecht statt Verfassung
Afewerki führte Eritrea 1993 nach einem 30-jährigen Freiheitskampf in die Autonomie. In der Hauptstadt Asmara tanzten und besangen die Menschen den Vater der Demokratie. Doch der ehemalige Rebellenführer hatte andere Pläne. Eritrea hat keine Verfassung; bis heute regiert Afewerki durch das Kriegsrecht. Eine funktionierende Gesetzgebung oder eine unabhängige Justiz fehlen. Ziel des Regimes sei es, «die Bevölkerung in einem Dauerzustand der Angst» zu halten. «Es ist nicht das Gesetz, das die Eritreer regiert – sondern Angst», so der Bericht der UNO.

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Unter den grausamen Methoden prangert die UNO-Menschenrechtskommission vor allem den «Staatsdienst» an. Dieser steht allen Männern und unverheirateten Frauen ins Haus und ist eine bürokratische Umschreibung für Zwangsarbeit. Obwohl der Dienst für den Staat auf 18 Monate beschränkt ist, verbringen nach Angaben der «Organisation Human Rights Watch» etliche Eritreer den Grossteil ihres Arbeitslebens damit, Müll aufzusammeln oder fristen in Verwaltungsbüros. Während der Pflichtzeit erwarte die Jugendlichen oft «Folter, unmenschliche Lebensbedingungen und sexueller Missbrauch».
Über die Lebensbedingungen zu reden oder Kritik an der Regierung zu üben, bedeutet in Eritrea Hochverrat. Die Presse des Landes gilt als unterdrückt. 2001 stürmte Eritreas Sicherheitsdienst die Redaktionen unabhängiger Zeitungen und Radios, verhaftete ihre Reporter und verbot den Medien jede weitere Berichterstattung. Die staatlichen Medien stehen unter strenger Zensur. Als «grösstes Gefängnis für Journalisten» bezeichnete die Organisation «Reporter ohne Grenzen» das Land am Roten Meer. In ihrer Rangliste der Pressefreiheit stufte sie Eritrea zum achten Mal in Folge auf dem letzten Platz ein.
Wer kann, wagt die Flucht – trotz Afewerkis «shoot to kill»-Gesetz, das es Soldaten erlaubt, Eritreer auf ihrer Flucht zu erschiessen. Überlebenden droht die Inhaftierung in einem der illegalen Gefangenenlager. Diese bestehen meist aus Schiffscontainern in der abgelegenen Steppe. Trotz der Gefahren von Verdursten in der Wüstenhitze und Bürgerkrieg im Transitland, handelt es sich bei den Flüchtlingen längst nicht mehr um Einzelfälle. «Einer scheinbar hoffnungslosen Situation gegenüberstehend, fliehen Hunderttausende Eritreer aus ihrem Land», so der UNO-Bericht.

1. L’Union africaine inquiète du regain de tension entre Djibouti et l’Erythrée LIRE
17.06.2017 à 12:00 – AFP
L’Union africaine a fait part de son inquiétude, samedi, face à la tension provoquée par la résurgence d’un différend territorial entre Djibouti et l’Erythrée à la suite du retrait de soldats du Qatar déployés dans le secteur disputé entre les deux voisins de la Corne de l’Afrique.
Le président de la commission de l’UA, Moussa Faki Mahamat, a appelé dans un communiqué au “calme et à la retenue” après que Djibouti eut accusé l’Erythrée d’avoir profité du retrait du contingent du Qatar pour occuper la partie de territoire revendiquée par les deux pays à leur frontière.

Grafik: infotext-berlin.de
Le retrait annoncé mercredi par le Qatar fait suite à la crise qui a éclaté entre le petit émirat gazier du Golfe et l’Arabie saoudite et ses alliés qui l’accusent de soutenir le “terrorisme” islamiste. Le Qatar qui rejette ces accusations n’a pas précisé de combien de soldats sa force d’observation déployée en 2010 entre l’Érythrée et Djibouti est formée.
Djibouti comme l’Erythrée entretiennent de bonnes relations avec l’Arabie et ses alliés des Emirats arabes unis et ont pris leur parti dans le conflit avec le Qatar.
Jeudi, le ministre djiboutien des Affaires étrangères Mahmoud Ali Youssouf a accusé Asmara de “déployer ses forces” dans la région de Doumeira disputée entre les deux pays sur la mer Rouge.
“Djibouti est un pays pacifique et nous donnons la priorité aux solutions diplomatiques”, avait ajouté le ministre lors d’une conférence de presse télévisée. “Mais, avait-il ajouté, si l’Erythrée persiste dans sa recherche de solutions militaires, Djibouti est prêt à cette éventualité”.
L’Erythrée n’a pour l’instant pas réagi à ces déclarations.
Les deux voisins entretiennent des relations très différentes avec les puissances extérieures. Djibouti abrite des bases militaires française et américaine et la Chine en construit une à son tour sur le petit territoire.
L’Erythrée en revanche est largement considérée comme un Etat paria tandis que le port de Djibouti sert de débouché aux importations et exportations de l’Ethiopie, grand ennemi régional de l’Erythrée.
“La commission de l’UA, en étroites consultations avec les autorités djiboutiennes et érythréennes a entrepris de déployer une mission à la frontière érythréo-djiboutienne pour établir les faits”, a ajouté samedi l’organisation panafricaine.
“Le président de la commission se tient à la disposition de Djibouti et de l’Erythrée pour les aider à normaliser leurs relations et promouvoir des relations de bon voisinage”, selon le communiqué.
Les relations entre les deux pays de la Corne de l’Afrique s’étaient tendues après une incursion en avril 2008 de troupes érythréennes vers Ras Doumeira, promontoire stratégique surplombant l’entrée de la mer Rouge au nord de la capitale, Djibouti. Les deux pays s’étaient opposés à deux reprises en 1996 et 1999 pour cette zone.
L’Erythrée et Djibouti avaient signé en juin 2010 un accord sous les auspices du Qatar pour résoudre par un accord négocié leur conflit territorial et des soldats qataris avaient été déployés dans les zones disputées dans l’attente d’un accord final entre Djibouti et Asmara.
© 2017 AFP
2. Le Soudan, carrefour et terrain hostile pour les migrants érythréens LIRE
13.06.2017 à 15:00 – Par Jay DESHMUKH – AFP
C’est un profond désir de liberté qui a poussé Efrem Desta à fuir l’Erythrée et entrer illégalement au Soudan voisin, dans l’espoir de rallier un jour l’Europe.
Mais son voyage a tourné court lorsque lui et d’autres migrants érythréens ont été enlevés après avoir traversé la frontière par la tribu des Rashaida dans l’est du Soudan, près du village d’Al-Laffa.
“Nous avons fui l’Erythrée car nous aspirons à la liberté, mais à notre arrivée ici nous avons été capturés par les Rashaida”, raconte Efrem Desta, 20 ans, dans sa langue maternelle, le Tigrinya.
Après cinq jours de captivité, ils ont été secourus par les forces soudanaises qui ont renforcé les patrouilles le long des 600 km de frontière avec l’Erythrée, afin d’endiguer l’immigration clandestine.
Efrem Desta et les autres ont été retrouvés menottés et attachés avec des chaînes, selon des responsables. Ils ont rejoint après leur libération les quelque 30.000 réfugiés à Wadi Sherifay, un vaste camp aux cabanes au toit de chaume près de la frontière.
La majorité des Erythréens sauvés disent avoir fui leur pays pour échapper au service militaire mais d’autres admettent aspirer à un meilleur emploi à l’étranger.
Des dizaines d’Erythréens tentent quotidiennement d’entrer illégalement au Soudan, selon la police et les agents du puissant Service national du renseignement et de la sécurité (NISS) soudanais.
“Ils peuvent entrer par diverses routes, notamment en longeant la rivière Gash”, indique un responsable de la sécurité à l’AFP dans la région frontalière de l’Etat oriental de Kassala.
– Passeurs high-tech –
Les migrants traversent la frontière à pied après avoir marché pendant des jours, parfois des semaines. “Ils voyagent d’ordinaire la nuit, se cachant la journée dans des fermes, des plantations ou des forêts”, ajoute le responsable.
En proie à une grave crise économique et à plusieurs conflits armés impliquant régime et rebelles, le Soudan, pays pauvre d’Afrique, est un carrefour clé sur la route de l’Europe.
Selon les experts, un grand nombre d’Erythréens tentent de gagner les côtes européennes via ce pays.
“En 2016, quelque 100.000 migrants ont voyagé via le Soudan, en grande majorité des Erythréens”, indique Asfand Waqar, analyste à l’Organisation internationale pour les migrations (OIM).
A partir du Soudan, les migrants rejoignent la Libye ou l’Egypte, d’où ils entrent en contact avec des passeurs qui les entassent sur des embarcations de fortune avant une périlleuse traversée en mer Méditerranée, en direction de l’Europe.
En été, c’est la nuit que les migrants sont plus nombreux à traverser la frontière le long du fleuve Gash. “Nous ne patrouillons pas encore la nuit, alors il est facile pour eux de se déplacer dans l’obscurité”, selon le responsable.
Derrière lui, sous une chaleur écrasante, une patrouille de gardes-frontière armés de mitrailleuses traverse à bord de pick-up le fleuve asséché à la recherche de migrants.
La multiplication des patrouilles a permis l’arrestation de plusieurs passeurs, selon des officiers.
“Mais les passeurs, en majorité des Erythréens, ont un excellent réseau et des équipements de communication high-tech”, explique l’un d’eux.
– Peur –
Le trafic de migrants est devenu un business générant des milliards de dollars, disent des experts.
“C’est un système d’exploitation” avec des coûts oscillant entre des centaines et des milliers de dollars, estime M. Waqar. Une Erythréenne souhaitant se rendre en Europe depuis Khartoum s’est vu ainsi réclamer 2.500 dollars.
Pour le chef de la police de Kassala, le général Yahia Soleimane, le Soudan ne peut à lui seul stopper l’immigration clandestine le long de la frontière.
“Nous avons besoin d’une aide internationale, d’équipements de communication high-tech, de véhicules, de caméras et même de drones pour surveiller la frontière”, dit-il à l’AFP en soulignant que “les patrouilles sont menées par la police, le NISS et l’armée”.
Selon Enough Project, un think tank basé à Washington, les Européens ont versé des millions d’euros à Khartoum pour l’achat d’équipements qui aideraient à juguler le flux migratoire.
Partis plein d’espoir de chez eux, de nombreux Erythréens disent vivre dans la peur dans les camps du Soudan, comme celui de Wadi Sherifay.
“L’armée érythréenne a des agents partout. Ils peuvent nous arrêter et nous ramener en Erythrée”, assure l’un d’eux qui espère toujours rejoindre l’Europe. “Il serait dangereux pour nous de rester là longtemps”.
© 2017 AFP

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Eritrea
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Eritreische Flüchtlinge in Wadi Sherifay, einem großen Lager aus Hütten mit Strohdach in der Nähe der Grenze
Des réfugiés érythréens à Wadi Sherifay, un vaste camp aux cabanes au toit de chaume près de la frontière, le 2 mai 2017

Nord-Nigeria: Geflohene Bauern wollen zurück / Bedrohung Agrobusiness / FAO-Felder

Afrique: la sécurité alimentaire menacée par l’agrobusiness
ALL PHOTOS afp.com by PIUS UTOMI EKPEI: Felder der UNO Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO in Nigeria
Des champs de l’Organisation des Nations Unies pour l’alimentation et l’agriculture (FAO) au Nigeria, le 6 avril 2017

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Deutsche Texte AFP: Von mir verbesserte Google-Übersetzungen

1. Afrika: Agribusiness bedroht die Lebensmittelsicherheit LESEN
13/06/2017 22:00 – AFP
In Afrika kann die Multiplikation von „landwirtschaftlichen Wachstumspolen“ oder „agropoles“ durch Investitionen der internationalen Lebensmittel-Unternehmen, die damit steuerliche Anreize genießen, die Ernährungssicherheit des Kontinents gefährden, kritisieren drei NGOs in einem Bericht.
Diese Projekte – insbesondere Grow Africa und Nouvelle alliance pour la sécurité alimentaire et la nutrition (Nasan, Neue Allianz für Nahrungsmittelsicherheit und Ernährung)– führen dazu, „eine Landwirtschaft mit zwei Geschwindigkeiten zu fördern, in der zu Lasten der Familienbetriebe, die Afrika doch ernähren, nationale und internationale Investoren bevorteilen“, unterstreichen Action contre la Faim (ACF), CCFD Terres Solidaires und Oxfam France in einem Bericht, der anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg veröffentlicht wurde.
Auf landwirtschaftlichen Flächen mit hohem Potential gestartet, profitieren diese Zonen, die internationale private Investitionen anziehen sollen, von erleichterten Regelungen in Gesetzgebung, Zoll und Steuer und von der Unterstützung internationaler Gremien wie der Weltbank oder der Afrikanischen Entwicklungsbank (ADB).

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Nach der globalen Krise der Agrarpreise von 2007-2008 und den „Hungerrevolten“ in einigen afrikanischen Ländern zu diesem Zeitpunkt wurden sie eingeführt, um im Kampf gegen den Hunger die Landwirtschaft auf dem Kontinent durch öffentlich-private Partnerschaften zu entwickeln.
„Wir kämpfen schon lange für Landbesitz- und Steuerreformen zum Wohle der Landwirtschaft in Afrika, aber wir sehen, dass die umgesetzten Logiken in erster Linie multinationalen Unternehmen zu Gute kommen mehr als der Bauernschaft, insbesondere mit Landraub und Vertreibungen der Bevölkerung“, so Maureen Jorand von CCFD Terres solidaires , eine der Autoren des Berichts, gegenüber AFP.
„Die Landwirtschaft ist kein Geschäft wie jedes andere, sie ist von vitaler Bedeutung für einen Kontinent, wo ein Viertel der Bevölkerung unter Hunger leidet, und wo einige Länder ihre Nahrungsmittelkrise bis Ende des Sommers sich noch verschlimmern sehen“, fügte sie hinzu.
Die NGOs haben solcherweise 43 Bereiche oder Projekte für „Wachstum in der Landwirtschaft“ in 24 Ländern im subsaharischen Afrika identifiziert, die von internationalen Gremien (Weltbank, ADB) und oder von Agenturen für nationale Zusammenarbeit unterstützt werden. Das am weitesten fortgeschrittene, im Jahr 2005 ins Leben gerufene, ist in Madagaskar.
„Die Menschen dort sind oft ausgeschlossen, verlieren ihre Einnahmen, und die Staaten verlieren ihre Investitionskraft durch die Gewährung erheblicher Steuervorteile und die Finanzierung der Straßen- und Telekommunikationsinfrastrukturen, um den Multis ihre Installation zu ermöglichen“, sagte Frau Jorand.
Ihre zufolge zielen die Projekte oft auf Exporte statt auf lokale Ernährung: zum Beispiel in Gabun, wo zwei Pole von der Regierung mit der singapurischen Gruppe OLAM Palmöl betreffen, „während gleichzeitig Demonstrationen gegen die hohen Lebenshaltungskosten in Gabun stattfinden“, sagt sie.
© 2017 AFP

2. Die Bauern im Nordosten von Nigeria wollen nach Hause gehen LESEN
2017.11.06 12:00 – Von Aminu ABUBAKAR und Phil HAZLEWOOD – AFP
Die durch Angriffe von Boko Haram im Nordosten Nigeria verschobenen Bauern und Fischer fragen jetzt darum, wieder nach Hause und an die Arbeit zu gehen, um die schwere Nahrungsmittelknappheit in der Region zu reduzieren.
Die Subsistenzlandwirtschaft und -fischerei waren schon immer die wirtschaftlichen Säulen dieser abgelegenen Region in der Nähe des Tschadsees, aber acht Jahre Gewalt und Massenvertreibungen haben alle ihre Ressourcen zerstört.
Heute leiden hier Millionen von Menschen an Hunger, und in einigen Bereichen des Staates Borno, die humanitären Helfern immer noch nicht zugänglich sind, könnten in Hungersnot geraten.
Von den 2,6 Millionen vertriebenen Menschen leben Hunderttausende, wenn sie dort keine Familie haben, sie zu beherbergen, immer noch in Lagern, wo sie um zu überleben fast ausschließlich auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.
Allerdings haben humanitäre Organisationen vor kurzem angekündigt, dass Haushaltskürzungen zur Revision und manchmal Abbrüchen von Nahrungsmittelprogrammen geführt haben, trotz der sehr hohen Raten von Unterernährung, vor allem bei Kindern.
Und für den Direktor des Fischerverbandes Labbo Tahrir „wird keine Menge an Nahrung der NGOs ausreichen, um ‘uns’ alle zu ernähren“.
„Der einzige Weg, diese Hungersnot zu beenden, ist, dass wir nach Hause gehen, anbauen und unser Leben wieder aufbauen können“, sagte er zu AFP.
Mammadu Ibrahim, ehemaliger Landwirt, der Reisfelder im fruchtbaren Land entlang des Sees besaß, arbeitet jetzt in einer großen Tomatenfarm, für $ 13 pro Monat (11,6 Euro), eine nicht ausreichende Menge um seine Familie zu ernähren.
„Wenn ich auf meine Farm zurückkehren kann, wären alle meine Probleme in einem Jahr vorbei“, sagte der 35-jährige Vater. „Ich will nicht arm oder abhängig sein. Farming ist alles, was ich tun kann.“
An den Ufern des Tschadsees ist das Land so fruchtbar, dass es ein Viertel des nigerianischen Weizens produzieren könnten, bis zum Jahr 2014 waren es etwa 90.000 Tonnen pro Jahr (offizielle Zahlen). Man fing auch 300.000 Tonnen Fisch im See. Aber Fischerei und Landwirtschaft sind zurückgegangen, vor allem weil die nigerianischen Militärs Bauern und Fischer verdächtigen, ihre Produktion an die Aufständischen Boko Haram zu verkaufen, oder dass diese Ressourcen genutzt werden, um die Dschihad-Gruppe zu finanzieren.
Kamai Nkike, Koordinator für das International Institute of Tropical Agriculture (IITA), schätzt, dass die Aktivität seit etwa drei aufeinander folgenden Regenzeiten nicht wieder aufgenommen wurde. Die nächste, die gerade beginnt, wird auch nichts erbringen.
„Es ist jetzt fast unmöglich geworden, zu den Feldern im Norden von Borno State zurückzukehren“, erklärt er.
– „Halbe Rationen“ –
Nach Angaben der Vereinten Nationen sind fast 2 Millionen Menschen in einer Situation drohender Hungersnot und bis August 5,2 Millionen werden Hilfe benötigen. Zu Beginn dieses Jahres hatte die internationale Organisation die Geber um eine Milliarde Dollar gebeten, hat aber bisher nur ein Viertel dieses Betrags erhalten.

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Elizabeth Bryant vom Welternährungsprogramm (WFP) in Westafrika bedauert, dass dieser Mangel an Finanzierung „während der Regenzeit, der schlimmsten Zeit“, erfolgt.
Die Situation wird auch durch die Massenrückkehr von 12.000 nigerianischen Flüchtlingen aus Kamerun verschlimmert.
WFP, die geplant hatten, Nahrungsmittelhilfe für 1,8 Millionen Menschen zu bringen, hat sein Programm auf für nur 1,3 Millionen senken müssen.
„Wir zielen jetzt auf die am stärksten gefährdeten Gruppen: Kinder unter 2 Jahren eher als unter 5,“ Frau Bryant. „Und wir verteilen halbe Rationen.“
Die Heimkehr der Verdrängten ist hauptsächlich abhängig vom Sicherheitsniveau in der Region. Die nigerianische Regierung und die Armee versichern, dass Ruhe zurückgekehrt ist, aber der Mangel an Zugang zu vielen Bereichen sowie Angriffe auf Dörfer dementieren regelmäßig ihre triumphalistischen Erklärungen.
Am ersten Mai töteten 20 Dschihadisten sechs Bauern auf ihren Feldern in der Nähe von Maiduguri, der Hauptstadt von Borno. Aber die meisten Angriffe bleiben in ihrer überwiegenden Mehrheit unbekannt: der Mangel an Kommunikation und Erreichbarkeit machen es unmöglich, erschöpfende Zählungen zu machen.
Und für Herr Nkike von IITA sollten die Bemühungen, die Landwirtschaft zu beleben, sich nun auf den ruhigeren Süden von Borno konzentrieren, „bis Frieden im Bereich des Tschad-Sees zurückgekehrt ist“.
© 2017 AFP

3. PHOTOS WATCH
Eine Frau erntet Paprika in einem Feld der FAO in einem Dorf des Bezirks Jere, 11 km von Maiduguri, im Bundesstaat Borno State (Nordosten), 6. April 2017.
Une femme récolte des piments dans un champ de l’Organisation des Nations Unies pour l’alimentation et l’agriculture (FAO) dans un village du gouvernement local de Jere, à 11 km de Maiduguri, dans l’État de Borno (nord-est), le 6 avril 2017.

Ein Mann bei der Bewässerung eines Feldes der FAO
Un homme s’occupe de l’irrigation d’un champ

Eine Frau nach der Ernte des FAO-Feldes

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1. Afrique: la sécurité alimentaire menacée par l’agrobusiness LIRE
13.06.2017 à 22:00 – AFP
La multiplication en Afrique de “pôles de croissance agricoles” ou “agropoles”, via l’investissement de groupes agroalimentaires internationaux bénéficiant d’aides fiscales, met en danger à terme la sécurité alimentaire du continent, dénoncent trois ONG dans un rapport.
Ces projets –Grow Africa, Nouvelle alliance pour la sécurité alimentaire et la nutrition (Nasan), notamment– conduisent “à promouvoir une agriculture à deux vitesses qui favorise les investisseurs nationaux et internationaux au détriment des exploitations familiales qui, pourtant, nourrissent l’Afrique” soulignent Action contre la Faim (ACF), CCFD Terres Solidaires et Oxfam France dans un rapport rendu public à l’occasion du sommet du G20 à Hambourg.
Lancées sur des terres agricoles à fort potentiel, ces zones destinées à attirer l’investissement privé international bénéficient de facilités réglementaires, législatives, douanières ou fiscales et du soutien des instances internationales comme la Banque mondiale ou la Banque africaine de développement (BAD).
Après la crise mondiale des prix agricoles de 2007-2008 et les “émeutes de la faim” traversées par certains pays africains à cette époque, elles ont été initiées afin de développer l’agriculture sur le continent par des partenariats public-privé pour lutter contre la faim.
“Nous militons depuis longtemps pour des réformes foncières ou fiscales au bénéfice de l’agriculture en Afrique, mais nous voyons que les logiques mises en oeuvre bénéficient surtout aux multinationales plus qu’à la paysannerie, via l’accaparement de terres et des déplacements de population notamment” a indiqué à l’AFP Maureen Jorand, du CCFD Terres solidaires, l’une des auteurs du rapport.
“L’agriculture n’est pas un business comme les autres, elles est vitale pour un continent où un quart de la population souffre de la faim, et où certains pays vont voir s’accentuer la crise alimentaire qu’ils connaissent d’ici la fin de l’été” a-t-elle ajouté.
Les ONG ont ainsi recensé 43 zones ou projets de “croissance agricole” situés dans 24 pays d’Afrique sub-saharienne, soutenus par des instances internationales (Banque Mondiale, BAD) ou agences de coopération nationales. Le plus avancé, lancé en 2005, est situé à Madagascar.
“Les gens sur place sont souvent exclus, perdent leurs revenus, et les États perdent leur pouvoir d’investissement en accordant des avantages fiscaux importants et en finançant des infrastructures routières et de télécoms pour permettre les installations des multinationales”, souligne Mme Jorand.
Selon elle, les projets sont souvent plus liés à l’exportation qu’à l’alimentation locale: par exemple, au Gabon, deux pôles développés par le gouvernement avec le groupe singapourien OLAM portent sur l’huile de palme “alors qu’il y a en ce moment des manifestations contre la vie chère au Gabon”, dit-elle.
© 2017 AFP
2. Les agriculteurs du nord-est du Nigeria veulent rentrer chez eux LIRE
11.06.2017 à 12:00 – Par Aminu ABUBAKAR, Phil HAZLEWOOD – AFP
Les agriculteurs et pêcheurs déplacés par les attaques de Boko Haram, dans le nord-est du Nigeria, demandent désormais à pouvoir rentrer chez eux et reprendre leur travail, ce qui réduirait les graves pénuries alimentaires de la région.
L’agriculture et la pêche de subsistance ont toujours été les piliers économiques de cette région reculée des contours du lac Tchad, mais huit années de violences et de déplacements massifs de population ont détruit toutes ses ressources.
Aujourd’hui, des millions de personnes souffrent de la faim, et certaines zones de l’État du Borno, toujours non-accessibles aux humanitaires, pourraient être en situation de famine.
Sur les 2,6 millions de personnes déplacées, plusieurs centaines de milliers vivent toujours dans des camps, où ils dépendent presque exclusivement de l’aide humanitaire pour survivre, lorsqu’ils n’ont pas de famille sur place pour les héberger.
Toutefois, les organisations humanitaires ont annoncé dernièrement que les réductions des budgets avaient entraîné la révision, voire parfois l’annulation, des programmes alimentaires, malgré les taux très élevés de malnutrition, notamment chez les enfants.
Et pour le directeur du syndicat des pêcheurs, Labbo Tahrir, “aucune quantité de nourriture -distribuée par les ONG- ne sera suffisante pour tous +nous+ nourrir”.
“Le seul moyen d’en finir avec cette famine c’est que nous puissions rentrer chez nous, cultiver et reconstruire nos vies” confie-t-il à l’AFP.
Ibrahim Mammadu, ancien agriculteur qui avait des rizières dans les terres fertiles en bordure du lac, travaille désormais dans une grande exploitation agricole de tomates, pour 13 dollars par mois (11,6 euros): une somme insuffisante pour nourrir sa famille.
“Si je pouvais retourner dans ma ferme, en un an, tous mes problèmes seraient finis”, dit le jeune père de famille de 35 ans. “Je ne veux plus être pauvre ni dépendant. L’agriculture, c’est tout ce que je sais faire.”
Sur les bords du Lac Tchad, la terre est si fertile qu’elle pouvait produire un quart du blé nigérian, soit environ 90.000 tonnes par an, jusqu’en 2014 (chiffres officiels). On pêchait aussi 300.000 tonnes de poissons dans le lac. Mais pêche et agriculture ont décliné, notamment car l’armée nigériane soupçonne agriculteurs et pêcheurs de vendre leur production aux insurgés de Boko Haram, ou bien que ces ressources soient utilisées pour financer le groupe jihadiste.
Kamai Nkike, coordinateur pour l’Institut international d’agriculture tropicale (IITA), estime que l’activité n’a pas repris depuis environ trois saisons des pluies consécutives. La prochaine, qui commence tout juste, ne donnera rien non plus.
“Cela est devenu quasiment impossible désormais de retourner aux champs dans le nord du Borno”, explique-t-il.
– “Moitiés de rations” –
Selon les Nations unies, près de 2 millions de personnes sont dans une situation de famine imminente, et 5,2 millions auront besoin d’assistance d’ici le mois d’août. En début d’année, l’organisation internationale avait demandé aux donateurs un milliard de dollars, mais elle n’a reçu pour l’instant qu’un quart de cette somme.
Elizabeth Bryant, du Programme Alimentaire Mondial (PAM) en Afrique de l’Ouest, regrette que ce manque de financements survienne “pendant la saison des pluies, le pire moment”.
La situation est également aggravée par le retour en masse de 12.000 Nigérians, réfugiés au Cameroun.
Le PAM, qui avait prévu de porter une assistance alimentaire à 1,8 million de personnes, a revu son programme à la baisse, avec seulement 1,3 million.
“On vise désormais les groupes les plus vulnérables: les moins de 2 ans, plutôt que les moins de 5 ans”, explique Mme Bryant. “Et on distribue des moitiés de rations.”
Le retour des déplacés chez eux dépendra surtout du niveau de sécurité dans la région. Le gouvernement nigérian et l’armée assurent que le calme est revenu, mais le manque d’accès à de nombreux territoires, ainsi que les attaques contre les villages, viennent régulièrement démentir leurs annonces triomphalistes.
Le 20 mai, les jihadistes ont abattu six agriculteurs qui travaillaient dans leurs champs, à proximité de Maiduguri, la capitale du Borno. Mais la plupart des attaques restent, dans leur grande majorité, inconnues: le manque de communication et d’accessibilité rend leur recensement exhaustif impossible.
Et pour M. Nkike de l’IITA, les efforts pour relancer l’agriculture devraient aujourd’hui se concentrer dans le sud du Borno, plus calme, “en attendant que la paix revienne dans la région du lac Tchad”.
© 2017 AFP

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Nigeria, Menschenhandel: Benin City und seine Schleusernetze in die Prostitution

Nigeria: Le trafic facile de jeunes femmes vers la prostitution en Europe
ALL PHOTOS afp.com by PIUS UTOMI EKPEI/ On TOP: Dirnen in Benin City, Nigeria
Des prostituées à Benin City, au Nigeria, le 29 mars 2017

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Deutsche Texte: Von mir verbesserte Google-Übersetzungen

1. Die nigerianischen Mädchen „rennen“ zu Schleusern, um Europa zu erreichen LESEN
06.13.2017 um 14:00 Uhr – Von Sophie BOUILLON – AFP
In Benin City, Nigeria Hauptstadt der Abreisen zur illegalen Einwanderung, sagt man nie das Wort „Prostitution“. In der Alltagssprache werden die Mädchen, die nach Italien oder Frankreich gehen, nicht den Gehsteig machen. Sie gehen fort, um „sich durchzuwursteln.“
Nigeria, der Riese von mehr als 190 Millionen Einwohnern, hält den traurigen Rekord der Zahl der per Boot am italienischen Ufer angekommenen afrikanischen Migranten. Im Jahr 2016 waren es 37.500, nach der Internationalen Organisation für Migration (IOM).
Die überwiegende Mehrheit von ihnen stammte aus Benin City (Bundesstaat Edo im Landessüden). Die IOM notiert eine Explosion der Zahlen über den Frauenhandel (433 Nigerianerinnen im Jahr 2013 angekommen, fast 5000 im Jahr 2014, die neuesten verfügbaren Zahlen) und bemerkt eine „signifikante Zunahme der Anzahl von leicht zu manipulierenden Minderjährigen.“
„Die überwiegende Mehrheit von ihnen waren zum Zweck der sexuellen Ausbeutung bestimmt“, sagt die UN-Agentur.
„Warum Edo, warum Benin City? Ich drehe Frage in meinem Kopf herum. Es macht mir Kopfschmerzen“, klagt Schwester Bibiana. Die Nonne versucht, jungen Frauen nach ihrer Rückkehr aus Europa, sei es repatriiert oder freiwillig, zu helfen. „Aber sie haben einen Juckreiz, wieder fortzugehen“, seufzt sie.
Im Sitzungsraum ihres kleinen Vereins thront Jesus’ Gesicht. Lächelnd. Schützend und leuchtend. „In Europa sind die Menschen gut. Sie sind wie Jesus“, rechtfertigt Miracle ihre Abreise im Jahr 2012: „Ich bete jeden Tag zu Gott, dass ich einen Weg finde, fort zu gehen.“

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Miracle kam vor 2 Jahren zurück aus Italien. Die Geschichte, die sie Reportern erzählt, ist verschwommen: sie habe sich nur einige Wochenprostituiert, bevor eine NGO sie aus der Affäre gezogen hätte. Aber die Nonne, der ihre Akte kennt, ist unnachgiebig: Miracle war von A bis Z eine Prostituierte.
– Kartelle –
Die Frauen aus armen Verhältnissen und mit sehr wenig Bildung haben nicht die Mittel, Italien zu erreichen. Aber in Benin City sind die „Kartelle“ der Menschenhändler weit verbreitet. Es reicht, eine „Madame“ (Chefin) zu finden, um die Reise, falsche Dokumente und das Versprechen eines „Jobs“ zu organisieren. Einige denken, sie werden Friseure, andere, dass sie sich in großen Hotels prostituieren. Viele stellen gar keine Fragen.
In Europa angekommen, werden sie mehrere Jahre auf den Straßen von Palermo oder Paris für zwischen 5 und 15 Euro pro Akt arbeiten gehen, um ihre Schulden zurückzuzahlen: zwischen 20.000 und 50.000 Euro.
Divinity war nicht nach Italien, sondern nach Dubai gegangen. Ihre Schulden waren „nur“ 15.000 Euro, um endlich ihren Traum zu verwirklichen: „Mein ganzes Leben hatte ich davon geträumt, ins Ausland zu reisen“, sagt sie. Sie war damals 18.
„Ich zog auf Kundenfang durch die Diskotheken, ich war müde. Und eines Tages hörte ich meine Madame am Telefon mit dem Vater eines der Mädchens sprechen“.
„Sie sagte ihm, dass die Juju (schwarzmagische Zeremonie, der die Schleuser die Migrantennin vor der Abreise unterziehen) nicht funktioniert und dass das Mädchen nach Nigeria zurückkehren musste, bevor sie nach Dubai zurückkomme. Sie hatte alles wieder von vorn anzufangen und einen neuen Schuldenberg zu bezahlen. ”
Divinity versteht, dass sie ihre Menschenhändlernetze nie loswerden würde und beschließt, sie bei der Polizei zu melden. Sie wurde von den Behörden abgeschoben. Zurück aufs Startfeld.
In den Straßen der Stadt mischt sich die ambiente Armut mit unzähligen evangelistischen Kirchen und Western Union- Büros, wo man Geld von den sich im Ausland „durchwurstelnden“ Kinder erhält.
– Den Gipfel erreichen –
Frauen, die „nicht bestanden haben“ (ihr Europaabenteuer), gehen oft auf den Straßenstrich der Stadt und erzählen ihre europäische Hölle: die zig Kunden pro Nacht, die man entlang der Landstraßen erwartete, die „sexuellen Praktiken der Weißen“, die in Bahnhöfen verbrachten Nächte. Schlimmer noch, die Reise quer durch Libyen.
Immer mehr Frauen in Benin City haben von der Rückseite der Kulissen gehört, und die Menschenhändler bevorzugen jetzt, Europa den Teenagern auf den Dörfern zu versprechen.
Die kennen nicht einmal die Existenz von Lagos, Nigeria kommerzieller Hauptstadt, 300 Kilometer entfernt. Sie haben nur eine vage Vorstellung davon, was die Welt ist, sind sich aber sicher, dass es an anderer Stelle viel besser ist.
Patience versichert, auch in Dubai gewesen zu sein, „allein, mit dem Auto.“ Ihre Freundinnen ersticken ihr spöttisches Gekicher.
„Jede will reisen, wichtig werden, jede will den Gipfel erreichen“, setzt Patience nach.
„Es ist wegen dem Wert des Geldes dort. Die Währung hat hier nicht den gleichen Wert (mit dem Wechselkurs)“, flüstert sie.
Mit der Rezession in Nigeria seit über einem Jahr, die zu dem Zusammenbruch der nationalen Währung (Naira) führte, sind 30 Euro jetzt eine große Summe. Ein Mindestlohn, um seiner Familie zu schicken und diejenige geworden zu sein, die „erfolgreich war und die andere respektieren.“
Eine Beobachtung, die Professor Edoja Okyokunu, Soziologin an der Universität von Benin City, teilt: „Sie wollen um jeden Preis weg, und sie sind nicht zufrieden, wenn NGOs den Menschenhandel bekämpfen wollen“, erzählt er.
„In der Regel sieht hier niemand, wo das Problem liegt. Diese Frauen sind nicht Opfer des Menschenhandels. Sie laufen hinein. Sie sind Opfer der Armut.“
© 2017 AFP

2. „Meine Tochter ist in Europa, sie ist es, die sich um mich sorgen sollte“ LESEN
„Meine Tochter ist in Europa, sie ist es, die sich um mich sorgen sollte“
20.00 Uhr 15/06/2017 – Von Sophie BOUILLON – AFP
Das Haus von Grace und Sunday ist das letzte noch stehende auf der Bata Road. Alle Nachbarn sind weg und das nigerianische Paar im Ruhestand hofft, das gleiche zu tun: mit dem Geld ihrer beiden nach Italien migrierten Kinder bauen sie ein neues Zuhause.
Dieser von Sümpfen verschluckte Weg war einmal eine Autobahn, über die jeden Tag Dutzende von Lastwagen zur Bata-Schuhfabrik fuhren, einem der industriellen Flaggschiffe von Benin City, einer Stadt von etwa 10 Millionen Menschen im südlichen Nigeria.
In den frühen 2000er Jahren jedoch verlagerte der globale Riese seine Anlage nach Ghana, weil man hier nicht mehr in der Lage war, den konstanten Mangel an Elektrizität zu bewältigen: 3.000 meist junge Menschen haben ihre Arbeit verloren.
Seitdem wurden die Entwässerungssysteme in der Umgebung nicht mehr repariert und das Wasser hat seine Rechte zurückerobert, jedes Haus auf seinem Weg verschlungen.
„Wir haben nichts. Nichts zu essen“, sagt Grace Otoide gegenüber AFP, auf einem großen Sofa sitzend, das frühere Einkommen widerspiegelt. Die Rente ihres Mannes, eines ehemaligen Beamten, hat die Abwertung des Naira, der nigerianischen Währung, auch nicht überlebt.
Zwei ihrer sechs Kinder gingen vor wenigen Jahren illegal nach Italien. Seitdem schicken sie, wenn sie können, ein paar hundert Euro, damit die Familie ein neues zu Hause bauen kann, denn das alte droht jederzeit zusammenbrechen.
„Ich weiß nicht, was sie da macht. Aber sie arbeitet, ihr geht es gut. Sie ist es, die sich eher um mich Sorgen machen sollte“, sagt die gut sechzigjährige Grace, ihren letzten Enkel in den Armen. „Wenn ich in ihrem Alter wäre, würde ich auch fortgehen.“
– Der Zusammenbruch der Währung –
Im Jahr 2016 kamen 37.500 Nigerianer mit dem Boot an italienische Ufer, nach der Internationalen Organisation für Migration (IOM). Die überwiegende Mehrheit war aus Benin City.
Die Stadt ist verseucht mit Schleusernetzen mit „Madams“ an der Spitze, die die Kandidatinnen auf den Weg ins Exil schicken.
„Dort angekommen, werden sie im Austausch für ihre Passage eine Schuld in Höhe von 20 bis 50.000 Euro zurückzahlen müssen“, sagt die UN-Organisation.
Für IOM kamen im Jahr 2015 mehr als 5.000 Nigerianerinnen in Italien an, „und die überwiegende Mehrheit von ihnen zum Zweck der sexuellen Ausbeutung.“ Die Männer hingegen werden oft in lokale Mafia-Netzwerke gezwungen, die dieses System kontrollieren.
Das Phänomen wurde in den späten 1980er Jahren geboren, im Moment des industriellen Zusammenbruchs der Region. Militärdiktaturen und Strukturanpassungsprogramme waren für die nigerianische Wirtschaft fatal gewesen, hatten einen schweren Sturz seiner Währung verursacht.
Seit fast 30 Jahren überlebt der Bundesstaat Edo dank des Geldes von seinen an die Nordküste des Mittelmeers migrierten Kindern. Nunmehr stellen auch kleine Mengen einen reale Monatslohn für die Familien dar, sofern sie in Fremdwährung geschickt werden.
In der Umgebung von Benin City sprießen Backsteinhäuser wie Pilze zwischen meist aufgegebenen Feldern.
Emmanuel Otoide, ein junger Baustellenchef, baut ein großes Haus für seine Kundin. Sie lebt seit zehn Jahren in Italien und hat nie einen Fuß in Nigeria gesetzt.
An die Wände klebte die Mutter der Besitzerin Poster ihrer Pfingstgemeinde: „2017 ist das Jahr meines Lichts.“
„Ihree Mutter verkauft Wasser in Tüten auf dem Markt. Ohne Geld von dort, glaube ich nicht, dass es möglich gewesen wäre, ein Haus zu bauen“, sagt der Bauingenieur. Hinter ihm graben Arbeiter mit Schaufeln die Grundlagen eines anderen Hauses. Unter einer erstickenden Hitze schwitzen sie überschwänglich 10 Stunden am Tag für einen Lohn von 3.000 Naira ($ 9).
– „Attrappenhafte“ Entwicklung –
Der dank der Emigranten gewonnene Anschein wirtschaftlicher Entwicklung ist jedoch „künstlich und kurzlebig“, sagt die Soziologin Kokunre Eghafona-Agbontaen von der Universität Benin City.
Das an oft sehr arme und ungebildete Familien geschickte Geld wird nicht in „nachhaltige Unternehmungen“ investiert oder um „Agrarland zu kaufen.“
„Das Geld wird für persönliche Zwecke verwendet, und das macht keinen sichtbaren Beitrag zur Transformation der Gesellschaft“, so die Forscherin zu AFP.

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Schlimmer noch, sie glaubt, dass die illegale Migration zu einem Rückgang des Niveaus der Ausbildung im Staat Edo geführt hat, da junge Menschen eher fortgehen wollen als ihre Ausbildung fortzusetzen, davon überzeugt, dass ihre berufliche Zukunft in Nigeria nicht passieren wird.
Eine von Philip Shaibu, dem stellvertretenden Gouverneur von Edo, geteilte Beobachtung: „Die Eltern suchten die besten Schleuser, um ihre Kinder nach Europa zu schicken, wie wenn sie die beste Schule für ihre Ausbildung gesucht hätten!“
Nach Jahren der Untätigkeit auf der politischen Ebene versichert der neue Gouverneur, er wolle diese „gefährlichen Kartelle“ durch Boosten Industrie ausrotten und 200.000 Arbeitsplätze schaffen. Eine große und fast utopische Herausforderung in einem Land, in dem die Energieprobleme der Alptraum eines jeden Investoren sind.
Aber seit 2016 macht die EU Druck auf die Herkunftsländer der Migranten, unter anderem durch finanzielle Unterstützung für Entwicklungsprojekte. Eine „weiche Diplomatie“, wie M. Shaibu das nennt, welche die Politik zu Problembewusstsein ermutige.
„Wir wollen, dass unsere Jugend im Ausland für ihre hier in Nigeria erworbenen Fähigkeiten anerkannt wird“, wünscht sich der stellvertretende Gouverneur. „Nicht, dass sie abhaut, um in libyschen Gewässern zu ertrinken. Nein, das wollen wir nicht mehr.“
© 2017 AFP

3. PHOTOS WATCH
In der Umgebung von Benin City sprießen Backsteinhäuser wie Pilze zwischen meist aufgegebenen Feldern
Dans la périphérie de Benin City, les maisons en brique poussent comme des champignons au milieu de champs laissés pour la plupart à l’abandon.
 

Prostituierte in Benin City, Nigeria

Das Haus von Grace und Sunday

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1. Les jeunes Nigérianes “courent” vers les trafiquants pour rejoindre l’Europe LIRE
13.06.2017 à 14:00 – Par Sophie BOUILLON – AFP
A Benin City, la capitale nigériane de départ de l’immigration clandestine, on ne prononce jamais le mot “prostitution”. Dans le langage courant, les jeunes filles qui partent vers l’Italie ou la France ne vont pas faire le trottoir. Elles partent “se débrouiller”.
Le Nigeria, géant de plus de 190 millions d’habitants, détient le triste record du nombre de migrants africains arrivés par bateau sur les côtes italiennes. En 2016, ils étaient 37.500, selon l’Organisation Internationale pour les Migrations (OIM).
L’immense majorité d’entre eux étaient originaires de Benin City (Etat d’Edo, dans le sud du pays). L’OIM note une explosion des chiffres concernant le trafic de femmes (433 nigérianes sont arrivées en 2013, près de 5.000 en 2014, derniers chiffres disponibles), et remarque une “augmentation importante du nombre de mineures, facilement manipulables”.
“La grande majorité d’entre elles étaient destinées à l’exploitation sexuelle”, note l’agence onusienne.
“Pourquoi Edo? Pourquoi Benin City? Je retourne cette question dans ma tête. Ça me donne des migraines”, se lamente soeur Bibiana. La religieuse tente d’aider les jeunes femmes à leur retour d’Europe, rapatriées volontaires ou expulsées. “Mais ça les démange de repartir”, soupire-t-elle.
Dans la salle de réunion de sa petite association, trône le visage de Jésus. Souriant. Protecteur et lumineux. “En Europe, les gens sont bons. Ils sont comme Jésus”, justifie Miracle pour expliquer son départ en 2012. “Je prie Dieu tous les jours pour qu’il me trouve un moyen de repartir.”
Miracle est rentrée d’Italie il y a deux ans. L’histoire qu’elle narre aux journalistes est floue: elle ne se serait prostituée que quelques semaines avant qu’une association ne la tire d’affaire. Mais la religieuse qui connaît son dossier, est catégorique: Miracle s’est prostituée de A à Z.
– Cartels –
Les femmes, issues de milieux pauvres et très peu éduquées, n’ont pas les moyens de rejoindre l’Italie. Mais à Benin City, les “cartels” de la traite humaine pullulent. Il suffit de trouver une “madame” (patronne) pour organiser le voyage, des faux papiers et la promesse d’un “emploi”. Certaines pensent devenir coiffeuses, d’autres qu’elles se prostitueront dans de grands hôtels. Beaucoup ne posent pas de questions.
Arrivées en Europe, elles travailleront plusieurs années sur les trottoirs de Palerme ou de Paris, entre 5 et 15 euros la passe, pour rembourser leur dette: entre 20.000 et 50.000 euros.
Divinity, elle, n’est pas partie en Italie mais à Dubaï. Sa dette n’était “que” de 15.000 euros pour pouvoir enfin réaliser son rêve: “Toute ma vie j’ai rêvé de voyager à l’étranger”, dit-elle. Elle avait 18 ans.
“J’arpentais les boîtes de nuit, j’étais fatiguée. Et un jour, j’ai surpris ma madame parler au téléphone avec le père d’une des filles”, raconte la jeune fille.
“Elle lui disait que le juju (cérémonie de magie noire que les trafiquants font passer aux migrants avant le départ) ne fonctionnait plus et que la fille devait rentrer au Nigeria pour revenir ensuite à Dubaï. Elle devait tout recommencer à zéro et payer une nouvelle dette”.
Divinity comprend qu’elle ne sortira jamais des réseaux de ses trafiquants et décide d’aller les dénoncer à la police. Elle a été expulsée par les autorités. Retour à la case départ.
Dans les rues de la ville, la pauvreté ambiante se mêle aux innombrables églises évangélistes et aux bureaux Western Union, d’où l’on reçoit l’argent des enfants partis “se débrouiller” à l’étranger.
– Atteindre les sommets –
Les femmes qui ont “échoué”, elles, rejoignent souvent les trottoirs de la ville et racontent leur enfer européen: les dizaines de clients par nuit attendus le long des routes de campagne, les “pratiques sexuelles des Blancs”, les nuits passées dans les gares. Pire, le passage par la Libye.
De plus en plus de femmes, à Benin City, ont entendu parlé de l’envers du décors, et les trafiquants préfèrent désormais promettre l’Europe aux adolescentes des villages.
Elles ne connaissent pas même l’existence de Lagos, la capitale économique du Nigeria, à 300 kilomètres de là. Elles n’ont qu’une vague idée de ce qu’est le monde, mais sont certaines qu’il est bien mieux ailleurs.
Patience assure qu’elle est déjà allée à Dubaï elle aussi, “toute seule, en voiture”. Ses amies étouffent leurs rires moqueurs.
“Tout le monde veut voyager, devenir important, tout le monde veut atteindre les sommets”, se rattrape la jeune Patience.
“C’est à cause de la valeur de l’argent de là-bas. La monnaie ici n’a pas la même valeur (avec les taux de change)”, souffle-t-elle.
Avec la récession qui frappe le Nigeria depuis plus d’un an, entraînant l’effondrement de la monnaie nationale (naira), 30 euros représentent désormais une somme importante. Un salaire minimum à envoyer à sa famille, et devenir ainsi celui qui “a réussi et que les autres respectent”.
Un constat que partage le professeur Edoja Okyokunu, sociologue à l’Université de Benin City. “Elles veulent partir à tout prix et elles ne sont pas contentes quand des ONG veulent lutter contre les trafics”, relate-t-il.
“En général, personne ici ne voit où est le problème. Les femmes ne sont pas victimes de la traite humaine. Elles courent dedans. Elles sont victimes de la pauvreté.”
© 2017 AFP
2. Au Nigeria: “Ma fille est en Europe, c’est elle qui devrait s’inquiéter pour moi” LIRE
15.06.2017 à 20:00 – Par Sophie BOUILLON – AFP
La maison de Grâce et Sunday est la dernière encore debout sur Bata Road. Tous les voisins sont partis et ce couple de retraités nigérians espère en faire de même: avec l’argent de leurs deux enfants allés vivre en Italie, ils construisent une nouvelle maison.
Ce sentier avalé par les marécages était autrefois une voie rapide par où transitaient chaque jour des dizaines de camions vers l’usine de chaussures Bata, un des fleurons industriels de Benin City, ville de quelque 10 millions d’habitants du sud du Nigeria.
Au début des années 2000, le géant mondial a délocalisé son usine au Ghana, ne pouvant plus faire face aux pénuries constantes d’électricité: 3.000 personnes, essentiellement des jeunes, ont perdu leur emploi.
Depuis, les systèmes d’irrigation qui entouraient le quartier n’ont plus été réparés et l’eau a repris ses droits, engloutissant chaque maison sur son passage.
“On n’a rien. Rien à manger”, explique à l’AFP Grâce Otoide, installée dans un grand canapé qui témoigne des revenus d’antan. La retraite de son mari, ancien fonctionnaire, n’a pas survécu non plus à la dévaluation du naira, la monnaie nigériane.
Deux de leurs six enfants sont partis clandestinement en Italie il y a quelques années. Depuis, ils envoient quelques centaines d’euros quand ils le peuvent pour faire construire une nouvelle maison familiale, l’actuelle menaçant de s’effondrer à tout moment.
“Je ne sais pas ce qu’elle fait là-bas. Mais elle travaille, elle est bien. C’est elle qui devrait plutôt s’inquiéter pour moi”, tranche Grâce, une soixantaine d’année et son dernier petit-enfant dans les bras. “Si j’avais son âge, je partirais aussi”.
– Effondrement de la monnaie –
En 2016, 37.500 Nigérians sont arrivés par bateau sur les côtes italiennes, selon l’ Organisation internationale pour les migrations (OIM). L’immense majorité étaient originaires de Benin City.
La ville est gangrénée par les réseaux de traite avec à leur tête des “madames” qui envoient les candidats sur le chemin de l’exil.
“Une fois sur place, en échange de leur passage, ils devront repayer une dette qui s’élève de 20 à 50.000 euros”, note l’organisation des Nations unies.
Pour l’OIM, plus de 5.000 Nigérianes sont arrivées en Italie en 2015, “et la grande majorité d’entre elles étaient destinées à l’exploitation sexuelle”. Les hommes, eux, sont souvent enrôlés de force dans les réseaux mafieux locaux qui encadrent le système.
Le phénomène est né à la fin des années 1980, au moment de l’effondrement industriel de la région. Les dictatures militaires et les programmes d’ajustement structurel ont été fatals à l’économie nigériane, entraînant une grave chute de sa monnaie.
Depuis près de 30 ans, l’Etat d’Edo survit grâce à l’argent de ses enfants partis sur la rive nord de la Méditerranée: désormais, même les petites sommes représentent un vrai salaire mensuel pour les familles, tant qu’elles sont envoyées en devises étrangères.
Dans la périphérie de Benin City, les maisons en brique poussent comme des champignons au milieu de champs laissés pour la plupart à l’abandon.
Emmanuel Otoide, jeune chef de chantier, construit une grande maison pour sa cliente. Elle vit en Italie depuis dix ans et n’a jamais remis le pied au Nigeria.
Sur les murs, la mère de la propriétaire a collé des affichettes de son église pentecôtiste: “2017 est l’année de ma lumière”.
“Sa mère vend de l’eau en sachet sur le marché. Sans l’argent de là-bas, je ne pense pas que ça aurait été possible de construire une maison”, explique l’ingénieur du bâtiment. Derrière lui, des ouvriers creusent à la pelle les fondations d’une autre habitation. Sous une chaleur suffocante, ils transpirent à grosses gouttes 10 heures par jour pour un salaire de 3.000 nairas (9 dollars).
– Développement “factice” –
Le semblant de développement économique gagné grâce aux émigrés est pourtant “factice et de courte durée”, note la sociologue Kokunre Eghafona-Agbontaen, de l’Université de Benin City.
L’argent envoyé à des familles souvent très pauvres et peu éduquées n’est pas investi dans des “entreprises viables” ou “pour acheter des terres à cultiver”.
“Cet argent est utilisé à des fins personnelles et n’apporte aucune contribution visible à la transformation de la communauté”, explique la chercheuse à l’AFP.
Pire selon elle, la migration clandestine a entraîné une chute du niveau d’éducation dans l’Etat d’Edo, puisque les jeunes cherchent à partir plutôt que de poursuivre leurs études, convaincus que leur avenir professionnel ne se fera pas au Nigeria.
Un constat que partage Philip Shaibu, vice-gouverneur d’Edo: “Les parents cherchaient les meilleurs trafiquants pour envoyer leurs enfants en Europe, comme on chercherait la meilleure école pour leur éducation!”
Après des années d’inaction au niveau politique, le nouveau gouverneur assure vouloir éradiquer ces “cartels dangereux” en dynamisant l’industrie et créer 200.000 emplois. Un défi immense et quasiment utopique dans un pays où les problèmes énergétiques sont le cauchemar de tout investisseur.
Mais depuis 2016, l’Union européenne fait pression sur les pays de départ, notamment par des appuis financiers à des des projets de développement. Une “diplomatie douce”, comme l’appelle M. Shaibu, qui encourage les politiques à prendre conscience du problème.
“Nous voulons que notre jeunesse soit reconnue à l’étranger pour leurs talents acquis ici, au Nigeria”, ambitionne le vice-gouverneur. “Pas qu’elle parte se noyer dans les eaux libyennes. Non, ça, nous ne le voulons plus.”
© 2017 AFP

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Zentralafrika: Neuer Friedensvertrag und schon gebrochen

Centrafrique: très fragile espoir de paix, mais déjà rompu
TOP-PHOTO afp.com by SABER JENDOUBI: Blauhelmpatrouille in Bria
Des casques bleus du Gabon patrouillent à Bria en Centrafrique, le 12 juin 2017

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1. In Zentralafrika sollen die Waffen schweigen LESEN
20.06.2017 – Deutsche Welle http://www.dw.com/de/themen/afrika/s-12324
Die Regierung der Zentralafrikanischen Republik und die Rebellen im Land haben eine “sofortige Waffenruhe” vereinbart. Das Abkommen wurde nach fünftägigen Verhandlungen in Rom unterzeichnet.
In dem Vertrag, der unter Vermittlung der Katholischen Kirche zustande kam, heißt es: “Wir verpflichten uns zur unverzüglichen Implementierung einer landesweiten Waffenruhe durch die politisch-militärischen Gruppen.” Die Waffenruhe solle von der internationalen Gemeinschaft überwacht werden. Es gehe darum, den Weg zu einem endgültigen Frieden zu ebnen. Die Vereinbarung wurde von 13 der insgesamt 14 Gruppen unterzeichnet, die sich in der Zentralafrikanischen Republik bekämpfen.
Aus Rebellen sollen Regierungssoldaten werden
Den bewaffneten Gruppierungen wird in dem Abkommen im Gegenzug für ein Ende von Angriffen und Blockaden die Möglichkeit einer politischen Beteiligung zugesprochen. Ihre Mitglieder sollen in die Streitkräfte des Landes aufgenommen werden.

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“Die Regierung stellt sicher, dass die militärischen Gruppierungen auf allen Ebenen repräsentiert sind”, heißt es in der Vereinbarung, in der sich die Unterzeichner zudem verpflichten, die Staatsgewalt im ganzen nationalen Territorium durchzusetzen.
Die Zentralafrikanische Republik ist eines der ärmsten Länder der Welt. Bei Massakern von konkurrierenden Milizen wurden in den vergangenen Jahren tausende Menschen getötet. Trotz eines fast drei Jahre währenden französischen Militäreinsatzes und der Präsenz von 12.500 UN-Soldaten befinden sich große Teile des Landes unter der Kontrolle bewaffneter Gruppen.
Bei Gefechten im Mai waren zuletzt mindestens 300 Menschen getötet worden. Die Vereinten Nationen hatten daraufhin vor einem erneuten Aufflammen des religiös und ethnisch motivierten Konflikts in der Zentralafrikanischen Republik gewarnt. Es gehe darum, eine neue Eskalation des Konflikts zu verhindern, hatte Najat Rochdi, die humanitäre Koordinatorin und Leiterin der UN-Mission in Bangui, erklärt.
In der Zentralafrikanischen Republik hatten 2013, nach dem Sturz des christlichen Präsidenten François Bozizé, muslimische Rebellen die Macht übernommen. In der Folge kam es in der Hauptstadt Bangui und in anderen Orten zu Auseinandersetzungen mit Milizen-Gruppen, deren Kämpfer sich mehrheitlich zum Christentum bekennen.
haz/cw (rtre, afp)

2. Nach Friedensvertrag mehr als 100 Tote bei Kämpfen in Zentralafrika LESEN
Mittwoch, 21. Juni 2017 – https://www.stol.it/Artikel/Politik-im-Ueberblick/Politik
Kurz nach Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen Regierung und Rebellen in der Zentralafrikanischen Republik ist es zu Gefechten mit mehr als 100 Toten gekommen.
Milizen hätten in der zentralen Stadt Bria von Dienstag bis Mittwochmorgen gekämpft, sagte der Vertreter des Roten Kreuzes, Richard Pali.
Die Bevölkerung der Stadt sei geflohen und Häuser seien verbrannt und geplündert worden, berichtete der Pfarrer der katholischen Kirche in Bria, Gildas Gbenou.
Die Vereinten Nationen riefen zur Einhaltung des Abkommens auf. Erst am Montag hatten Vertreter der Regierung und 13 Rebellengruppen in Rom einen Friedensvertrag unterschrieben, der unter anderem einen sofortigen Waffenstillstand beinhaltet. Das Abkommen wurde von der katholischen Hilfsorganisation Sant’Egidio vermittelt.
Das Land war 2013 in einen Bürgerkrieg gerutscht, in dem sich Milizen der christlichen Mehrheit und jene der muslimischen Minderheit gegenüberstanden. In Folge einer französischen Militärintervention und später einer UN-Friedensmission stabilisierte sich die Lage. In den vergangenen Wochen ist die Gewalt jedoch wieder aufgeflammt. UN-Angaben zufolge sind rund eine Million Menschen vor der Gewalt geflohen – etwa jeder fünfte Bewohner des Landes.
apa/dpa

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1. Centrafrique: très fragile espoir de paix avec l’accord de Sant’Egidio LIRE
19.06.2017 à 23:00 – Par Saber JENDOUBI avec le bureau de Libreville – AFP
Un très fragile espoir de paix et de répit pour les civils en Centrafrique s’est levé lundi à Rome avec la signature d’un accord de paix pour tenter d’éviter l'”embrasement généralisé” que redoutent les Nations unies depuis la reprise mi-mai des violences communautaires.
Au total 13 groupes rebelles ou milices, principalement anti-Balaka prochrétiens ou ex-Séléka prominorité musulmane, ont paraphé avec les autorités cet accord prévoyant un cessez-le-feu immédiat sur tout le territoire.
Une question se pose après ces cinq jours de discussions sous le parrainage de la communauté catholique Sant’Egidio: cet engagement va-t-il mettre un terme aux affrontements qui ravagent l’ex-colonie française depuis 2013 et le renversement de l’ex-président François Bozizé?
Plusieurs tentative de médiation africaine ont déjà tenté de pacifier ce pays pauvre de 4,5 millions d’habitants, dont 900.000 déplacés et réfugiés du fait du conflit (forum de Brazzaville en juillet 2014, forum de Bangui en mai 2015…).
“La crise centrafricaine ne manque pas d’accords de paix, mais de forces pour les faire respecter”, commente à l’AFP le chercheur de l’Institut français des relations internationales (Ifri), Thierry Vircoulon.
Ces initiatives, ainsi que l’intervention de la France (2013-2016) et de la Mission des Nations unies (Minusca, quelque 12.500 hommes) ont permis début 2016 l’élection d’un nouveau président, Faustin-Archange Touadéra, la fin des massacres de masse et le retour au calme dans la capitale, Bangui.
“Force est de constater malheureusement que tous ces investissements sont demeurés insuffisants. Les groupes armés contrôlent toujours une grande partie du pays, le maintenant ainsi dans une instabilité permanente malgré la présence de la Minusca”, déplorait récemment l’ambassadeur de la Centrafrique aux Nations unies, Léopold Ismael Samba.
– “Restauration de l’État” –
Le cessez-le-feu immédiat doit intervenir “sous le contrôle de la communauté internationale”, alors que la Minusca mettait publiquement en garde il y a six jours un des groupes signataires, la fraction ex-Séléka du Front populaire pour la renaissance de Centrafrique (FPRC), contre “tout projet d’attaque sur Bangassou”, à 470 km à l’est de Bangui.
“Le gouvernement se charge d’obtenir la représentativité des groupes militaires à tous les niveaux” dans le processus de désarmement, poursuit l’accord, alors que, sur le terrain, ce processus patine.
Des membres de ces groupes armés feront l’objet d’une “insertion (…) dans les forces de défense” du pays, suivant des “critères préétablis” et suite à une “mise à niveau”.
Ce point répond à une revendication des ex-Séléka, qui affirment lutter contre la marginalisation des musulmans (20% de la population) dans la société, les institutions et l’armée.
Les signataires s’engagent à “la restauration de l’État sur toute l’étendue du territoire national”. Mais pour l’instant, la Centrafrique ne dispose que d’un embryon d’armée réduite à deux ou trois bataillons formées par une mission de l’UE. En dehors de Bangui, l’État ne fait que de timides incursions quand il le peut sous la protection de la Minusca, dans un pays grand comme la France et la Belgique réunis (plus de 600.000 km2).
“Sur les 16 préfectures que compte la République centrafricaine, 14 se trouvent sous l’occupation des groupes armés. Tout effort du gouvernement tendant à déployer l’administration dans l’arrière-pays est aliéné”, selon l’ambassadeur centrafricain à l’ONU.
“Il n’y a jamais eu un contrôle de tout le territoire par l’autorité centrale centrafricaine, c’est utopique”, indiquait récemment à l’AFP une source française.
L’accord ne dit en revanche rien sur la Cour pénale spéciale (CPS), qui doit prochainement commencer à instruire les crimes de guerre commis en Centrafrique depuis 2003.
“Nous saluons un accord historique pour la République centrafricaine, un accord plein d’espoir”, s’est félicité le président de Sant’Egidio, Marco Impagliazzo.
Le ministre des Affaires étrangères, Charles Armel Doubane, a évoqué “une journée d’espoir” à l’issue de ces négociations en présence du patron de la Minusca, Parfait Onanga-Anyanga.
“Il faut s’assurer que toutes les parties vont respecter cet accord. A la Minusca, nous allons travailler avec tous les partenaires pour la cessation, tout de suite, des hostilités, pour que cesse les violences contre les populations”, a indiqué à l’AFP un porte-parole de la force onusienne, Vladimir Monteiro.
La violence avait repris de plus belle mi-mai quand la Minusca avait perdu six Casques bleus dans des affrontements à Bangassou. Des dizaines de civils avaient été tués dans l’attaque du quartier musulman par un groupe armé inconnu, des anti-Balaka d’après la Minusca. Des dizaines d’autres avaient péri dans des affrontements à Bria ou Alindao. Le patron des Nations unies, Antonio Guterres, avait exprimé la crainte d’un “embrasement généralisé”.
© 2017 AFP
2. Centrafrique: une centaine de tués à Bria LIRE
21.06.2017 à 18:00 – Par Saber Jendoubi à Bangui, Amaury Hauchard à Libreville – AFP
L’accord de cessez-le-feu immédiat en Centrafrique signé lundi à Rome par les groupes armés et le gouvernement aura duré moins de 24 heures. Dès mardi matin, de violents combats entre milices ont fait une centaine de morts à Bria (centre).
“On dénombre une centaine de morts, la population de Bria est effrayée, elle est dans la psychose. La situation humanitaire est alarmante”, a expliqué mercredi par téléphone l’abbé Gildas, de la paroisse Saint-Louis de Bria à l’AFP, confirmant un chiffre communiqué à l’AFP par le maire, Maurice Belikoussou.
Ces affrontements surviennent alors que 13 groupes rebelles ont signé lundi à Rome un accord prévoyant un cessez-le-feu immédiat, sous le parrainage de la communauté catholique Sant’Egidio.
Mais celui-ci a été signé dans un contexte sécuritaire compliqué, avec le retour des violences depuis novembre, entrainant des centaines de morts dans le centre du pays en mai (Bria, Bangassou, Alindao) dans des régions aux richesses minières très convoitées (or, diamants…).
“Nous savons que beaucoup reste à faire”, avait communiqué mardi le représentant spécial du secrétaire général des Nations unies en Centrafrique, Parfait Onanga-Anyanga, appelant à l’entrée en vigueur du cessez-le-feu.
“La crise centrafricaine ne manque pas d’accords de paix, mais de forces pour les faire respecter”, avait pour sa part commenté lundi à l’AFP Thierry Vircoulon, chercheur de l’Institut français des relations internationales (Ifri).
La force armée de la Mission des Nations unies (Minusca), présente de façon permanente à Bria, “est intervenue” mardi matin et a “sécurisé le camp de déplacés mais aussi du côté de l’hôpital”, a précisé mercredi son porte-parole Vladimir Monteiro.
Les tensions étaient encore présentes mercredi à Bria selon des sources concordantes sur place, et, mardi, des tirs ont été entendus à Bangassou et Alindao (centre) selon des ONG.
“S’il existait un prix Nobel pour les accords de paix sans lendemain, la Centrafrique le gagnerait à coup sûr”, a ironisé mardi par téléphone Djamil Babanani, un porte-parole du Front populaire pour la renaissance de la Centrafrique (FPRC), l’un des principaux groupes armés pro-musulmans du pays.
Critiquant les “pressions internationales” autour de la signature de l’accord, il a néanmoins précisé que le FPRC ne se retirerait pas de celui-ci.
– Luttes internes –
Aux alentours de 6 heures mardi, les affrontements meurtriers dans Bria, ville stratégique pour le contrôle des ressources minières, ont opposé différents membres du FPRC.
“Il y a un +petit+ désaccord entre les leaders du FPRC, c’est une question de pouvoir, chacun veut asseoir sa puissance”, explique un membre influent de ce groupe armés.
Les combats de Bria auraient eu lieu entre des miliciens FPRC, proches pour les uns de la milice pro-chrétienne des anti-Balaka, et pour les autres de la branche musulmane du mouvement, emmenée par Abdoulaye Hissène.
Ancré depuis 2013 dans l’opposition entre l’ex rébellion Séléka (prétendant défendre les musulmans) et les anti-Balaka (chrétiens, animistes), le conflit entre groupes armés en Centrafrique évolue.
Une coalition créée en février regroupant le FPRC de Nourredine Adam, des anti-Balaka, le Renouveau de la Centrafrique (RPRC) et une partie du Mouvement Patriotique pour la Centrafrique (MPC) d’Al-Khatim, combat aujourd’hui une autre faction du MPC.
“Les alliances et coalitions sont faites pour renforcer leur pouvoir de négociation sur des enjeux collectifs, comme l’amnistie. Dès que les intérêts communs disparaissent, ils sont de nouveau prêt à s’entre-tuer”, explique Nathalia Dukhan, spécialiste de la Centrafrique à Enough Project.
“L’arrivée de la Cour Pénale Spéciale (CPS) n’est pas anodine dans le regain de violences, tout le monde veut être bien placé”, analyse Florent Geel, de la Fédération Internationale des Droits de l’Homme (FIDH).
La CPS, qui n’est pas encore opérationnelle mais s’est installée fin mai à Bangui, doit instruire et juger les crimes contre l’humanité et les crimes de guerre commis en Centrafrique depuis 2003.
En mai, l’ONU avait publié un rapport recensant douze ans de crimes parmi “les plus abominables” commis par l’armée ou des groupes armés en Centrafrique entre 2003 et 2015.
“14 préfectures sur les 16 que compte la République centrafricaine se trouvent sous l’occupation des groupes armés”, déplorait récemment l’ambassadeur centrafricain à l’ONU, Léopold Ismael Samba, estimant que “tout effort du gouvernement tendant à déployer l’administration dans l’arrière-pays est aliéné”.
La Centrafrique a basculé dans les massacres de masse en 2013 avec le renversement du président Bozizé par l’ex-Séléka, entraînant une contre-offensive des anti-Balaka.
© 2017 AFP

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Ramadan 2017: Nicht-Fasten in Tunesien, Giftfleisch in Niger

Ramadan: non-jeûne en Tunisie, boûcheries clandestins au Niger
TOP-PHOTO afp.com by BOUREIMA HAMA: Ein Metzgerlehrling in Maradi, Niger
Un apprenti boucher le 22 avril 2010 à Maradi au Niger

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1. Tunesien: Protest für die Freiheit des Essens in der Öffentlichkeit während des Ramadan LESEN
2017.11.06 20:00 – AFP
Dutzende von Menschen demonstrierten Sonntag in Tunis für das Recht, während des muslimischen Fastenmonats Ramadan in der Öffentlichkeit zu trinken und zu essen, und um gegen die Verhaftung von Nicht-Fastern zu protestieren, eine Premiere in Tunesien.
Kein tunesisches Gesetz verbietet das Essen oder Trinken in der Öffentlichkeit während des Ramadan aber die Debatte über diese Frage kommt jedes Jahr wieder auf.
Die tunesische Verfassung garantiert „die Freiheit des Glaubens und des Gewissens“, aber der Staat wird dort auch als „Hüter der Religion“ definiert.
Nach Aufruf der Bewegung „Mush Bessif“ ( „nicht gegen unseren Willen“ auf Arabisch) versammelten sich die Demonstranten in der Innenstadt von Tunis und riefen insbesondere „die individuelle Freiheit ist durch die Verfassung gewährleistet.“
„Was stört Dich daran, wenn Du fastest und ich esse?“, „Die Terroristen stoppen und die Nicht-Faster in Ruhe lassen“, „Keine Verhaftungen von Nicht-Fastern!“, das war auf Plakaten von Demonstranten zu lesen.

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Anfang Juni sind vier Männer wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ verhaftet und zu einem Monat Gefängnis verurteilt worden, nachdem sie mitten im Ramadan in einem Garten gepicknickt hatten.
„Wir sind hier, um gegen die Strafverfolgung gegen Nicht-Faster zu protestieren und Achtung für die individuelle Freiheit zu fordern. Wer fasten will, der fastet, und wer nicht, macht es nicht“, so der dreißigjährige Demonstrant Karim Chaïr.
„Ich faste und ich nehme an dieser Veranstaltung teil, um mit diesen Menschen zum Respekt der Freiheit des Glaubens und des Gewissens aufzurufen“, sagt Kamel Jalouli, ein Sechziger.
Dies ist das erste Mal, dass es in Tunesien eine Demonstration mit einem solchen Anspruch gibt.
Seit der Revolution 2011 wurden Stimmen laut, das Recht auf Nicht-Fasten zu fordern, aber noch nie in Form einer Demonstration.
Während des Ramadan verzichten gläubige Muslime bis Einbruch der Dunkelheit auf Essen und Trinken, wie der Koran es gebietet.
In Tunesien, sinddie meisten Cafés und Restaurants während des Tages geschlossen. Diejenigen, die offen bleiben, tun es diskret.
In den ersten Tagen des Ramadan in diesem Jahr ging ein sehr medialisierter Prediger in tagsüber offene Cafés, um Kunden zu filmen und sie zu schmähen, ein Verfahren, das auf sozialen Netzwerken heftig kritisiert wurde.
© 2017 AFP

2. Ramadan in Niger: dreißig illegale Metzger verhaftet LESEN
2017.06.18 um 14:00 Uhr – AFP
Rund dreißig Menschen sind in Niamey im Rahmen einer großen Operation gegen illegales Schlachten verhaftet worden, um das Risiko des Konsums faulen Fleisches in dieser Zeit des Ramadan zu verhindern, sagten die Behörden am Sonntag.
„Während die Operationen gegen illegales Schlachten wurden dreißig Personen verhaftet und sind deswegen kurz vor der Staatsanwaltschaft erschienen“, sagte Sani Gambo, Regionaldirektor für Vieh in Niamey im Ministerium für Viehzucht und Landwirtschaft, im lokalen Fernsehen.
Die Verhafteten riskieren Gefängnisstrafen und Geldbußen, sagte er.
Diese Vorgänge wurden am Freitag und Samstag in der nigerianischen Hauptstadt von der Polizei und Tierärzten durchgeführt, auch in privaten Haushalten. Man beschlagnahmte „fünfzig geschlachtete Schafe und Ziegen“, sagte M. Gambo.
Er forderte die Menschen auf, „wachsam zu sein“ und die Täter solcher für die öffentliche Gesundheit schädlicher Praktiken zu „denunzieren“.

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„Kein Fleisch aus einer illegalen Schlachtung wurde von uns geprüft, und deshalb können die Verbraucher ernste Krankheiten, einschließlich Tuberkulose, einfangen“, warnte er.
Die Verhaftungen kommen im Monat Ramadan in Niger, einem überwiegend muslimischen Land, wo die Gläubigen abends ihr Fasten brechen, indem sie eine hauptsächlich aus Fleisch bestehende Mahlzeit einnehmen.
Le Niger, État sahélien, compte quelque 40 millions de têtes de bétail.
„Betrügerische Metzger“ ziehen Vorteile aus dem Ramadan, einer Zeit der hohen Nachfrage, und „überfluten die Märkte mit Gammelfleisch“, bezeugt Fatuma, eine Bewohnerin von Niamey, gegenüber AFP.
Niger, ein Sahelland, zählt etwa 40 Millionen Stück Vieh.
© 2017 AFP

1. Tunisie: manifestation pour la liberté de manger en public durant le ramadan LIRE
11.06.2017 à 20:00 – AFP
Des dizaines de personnes ont manifesté dimanche à Tunis pour réclamer le droit de manger et de boire en public durant le ramadan, le mois de jeûne musulman, et pour protester contre l’arrestation des non-jeûneurs, une première en Tunisie.
Aucune loi n’interdit de manger ou de boire en public pendant le ramadan en Tunisie mais le débat sur cette question revient chaque année.
La Constitution tunisienne garantit “la liberté de croyance et de conscience” mais l’Etat est aussi décrit comme “gardien de la religion”.
A l’appel du mouvement “Mouch Bessif” (“pas contre notre volonté”, en arabe), les manifestants se sont rassemblés au centre de Tunis criant notamment “la liberté individuelle est garantie par la constitution”.
“En quoi ça te dérange si tu jeûnes et si je mange?”, “Arrêtez les terroristes et laissez tranquilles les non-jeûneurs”, “Non aux arrestations des non-jeûneurs”, pouvait-on lire sur des affiches brandies par les protestataires.
Début juin, quatre hommes avaient été arrêtés puis condamnés à un mois de prison pour “outrage public à la pudeur” après avoir mangé dans un jardin en plein ramadan.
“Nous sommes ici pour protester contre les poursuites judiciaires contre les non-jeûneurs et pour réclamer (le respect de) la liberté individuelle. Celui qui veut jeûner, il jeûne, et celui qui ne veut pas, il ne jeûne pas”, a dit à l’AFP Karim Chaïr, la trentaine.
“Je jeûne et je suis venu pour participer à cette manifestation et appeler avec ces gens au respect de la liberté de la croyance et de la conscience”, a affirmé Kamel Jalouli, un sexagénaire.
C’est la première fois qu’a lieu en Tunisie une manifestation avec une telle revendication.
Depuis la révolution de 2011, des voix se sont élevées pour revendiquer le droit à ne pas jeûner mais cela n’avait jamais pris la forme d’une manifestation.
Lors du ramadan, les fidèles musulmans s’abstiennent de boire et de manger jusqu’à la tombée du jour, comme le préconise le Coran.
En Tunisie, la plupart des cafés et restaurants ferment ainsi pendant la journée. Ceux qui restent ouverts le font discrètement.
Durant les premiers jours du ramadan cette année, un prédicateur très médiatique s’était rendu dans des cafés ouverts pendant la journée pour filmer les clients et jeter l’opprobre sur eux, une intervention qui a été très critiquée sur les réseaux sociaux.
© 2017 AFP
2. Ramadan au Niger: une trentaine de bouchers clandestins arrêtés LIRE
18.06.2017 à 14:00 – AFP
Une trentaine de personnes ont été arrêtées lors d’une vaste opération contre les abattages clandestins à Niamey, visant à prévenir les risques de consommation de viande avariée en cette période de ramadan, ont annoncé dimanche les autorités.
“Lors des opérations contre les abattages clandestins, une trentaine de personnes ont été arrêtées et doivent comparaître prochainement devant le procureur de la République”, a expliqué sur une télévision locale Sani Gambo, directeur régional de l’Élevage à Niamey au sein du ministère de l’Élevage et de l’Agriculture.
Les personnes interpellées encourent des peines de prison et des amendes, a-t-il précisé.
Ces opérations ont été menées vendredi et samedi par les forces de l’ordre et des vétérinaires, jusque dans des domiciles privés de la capitale nigérienne. Elles ont permis de saisir “une cinquantaine de carcasses de moutons et de chèvres”, a précisé M. Gambo.
Le responsable a “appelé la population à être vigilante” et “à dénoncer” les auteurs de ces pratiques néfastes pour la santé publique.
“Toute viande issue d’un abattage clandestin n’est pas inspectée par nos services et donc les consommateurs peuvent contracter des maladies graves, dont la tuberculose”, a-t-il prévenu.
Ces arrestations interviennent en plein mois de ramadan au Niger, pays majoritairement musulman où les fidèles rompent le jeûne en consommant un repas principalement constitué de viande.
“Des bouchers véreux” profitent actuellement du ramadan, période de forte demande, pour “inonder les marchés avec de la viande avariée”, a ainsi témoigné auprès l’AFP Fatouma, une habitante de Niamey.
Le Niger, État sahélien, compte quelque 40 millions de têtes de bétail.
© 2017 AFP

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Demonstration in Tunis für das Recht, während des Ramadan in der Öffentlichkeit zu trinken und zu essen – PHOTO afp.com by Sofienne Hamdaoui
Manifestation pour réclamer le droit de manger et de boire en public durant le ramadan, le mois de jeûne musulman, et pour protester contre l’arrestation des non-jeûneurs, le 11 juin 2017 à Tunis

Archäologie, Neue Funde: Homo sapiens stammt aus Marokko

Homo sapiens plus ancien et originaire du Maroc

Fossilienfunde in Marokko: Homo sapiens womöglich schon 300.000 Jahre alt
Von Michael Stang – 08.06.2017 – http://www.deutschlandfunk.de/forschung-aktuell.675.de.html
Vor rund 200.000 Jahren, so die bisherige Lehrmeinung, habe sich im Osten Afrikas binnen kurzer Zeit der Homo sapiens entwickelt. Neuere Untersuchungen an einer alten Ausgrabungsstätte in Marokko könnten aber einen anderen Schluss zulassen – Forscher datierten hier nun eine Fundstelle auf ein Alter von 300.000 Jahre……
DEUTSCHEN ARTIKEL WEITERLESEN UNTER DEM FOTO UNTER DEM FRANZÖSISCHEN

Homo sapiens: une découverte qui bouleverse notre vision de l’évolution
08.06.2017 à 19:00 – Par Mariëtte Le Roux, Laurence COUSTAL – AFP
La découverte des plus anciens représentants connus de notre espèce, vieux de 300.000 ans, met à mal l’idée d’une évolution humaine linéaire issue d’Afrique de l’Est: l’homme d’aujourd’hui serait plutôt le fruit de groupes dispersés dans toute l’Afrique.
Grafik: afp.com by John SAEKI, Adrian LEUNG, Deutsche Texte Afrikanews Archiv
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