Des lycéennes de Chibok libérées à Abuja---

Boko Haram: 82 entführte Schulmädchen in Nigeria freigelassen – Sozialpsychologische Analyse

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ALL PHOTOS © afp.com: Die freigelassenen Chibok-Mädchen in Abuja
Des lycéennes de Chibok libérées à Abuja, au Nigeria, le 8 mai 2017

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Deutscher Text AFP: Von mir verbesserte Google-Übersetzung

1. Entführte Mädchen in Nigeria – Wiedersehen mit den Eltern 2 Artikel aus Der Standard und die taz – LESEN
1. Tausch: Boko Haram ließ 82 entführte Mädchen frei
Johannes Dieterich, 6. Mai 2017, 22:54 – http://derstandard.at/r652/Afrika
Sie wurden zum Symbol für den Konflikt Nigerias mit der Terrormiliz Boko Haram: Nun wurden wieder mehr als 80 der im Jahr 2014 entführten Chibok-Mädchen mithilfe internationaler Vermittler befreit
Abuja/Johannesburg – Nach langen Verhandlungen mit der nigerianischen Regierung hat die Extremistengruppe Boko Haram am Wochenende 82 weitere der über 200 Mädchen freigelassen, die vor mehr als drei Jahren in dem Städtchen Chibok im Nordosten des Landes entführt worden waren. Im Gegenzug ließ die Regierung mehrere Boko-Haram-Kämpfer frei, über deren Zahl und Identität in der Hauptstadt Abuja keine Angaben gemacht wurden. Nach einem Bericht von Sahara Reporters handelte es sich bei den ausgetauschten Boko-Haram-Mitgliedern um zwei führende Kommandanten der Miliz. Sie seien am Samstag mit einem Helikopter aus Maiduguri, der Hauptstadt der Borno-Provinz, in das an der Grenze zu Kamerun gelegene Städtchen Banki geflogen worden. Dort wurden sie gegen die 82 ehemaligen Schülerinnen ausgetauscht, die das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) zuvor in einem Konvoi nach Banki befördert hatte. Zu dem Deal gehörte angeblich auch die Zahlung einer Geldsumme seitens der Regierung, deren Höhe allerdings nicht bekannt sei.
In einer Pressemitteilung dankte die Regierung in Abuja neben den eigenen Sicherheitsdiensten auch dem IKRK und der Schweizer Regierung für deren Anstrengungen beim Zustandekommen des Deals. Auf STANDARD -Nachfrage bestand ein IKRK-Sprecher allerdings darauf, dass das Komitee lediglich beim Transport der Befreiten behilflich gewesen sei. Die “unpolitische und neutrale Tätigkeit” des humanitären Hilfswerks erlaube die Einmischung in politische Verhandlungen nicht, sagte der Sprecher. Zuerst an geheimem Ort Wo die Mädchen genau abgeholt wurden, wollte das IKRK nicht mitteilen. Es soll sich jedoch um einen Ort in der nigerianischen Borno-Provinz und nicht im benachbarten Kamerun gehandelt haben.
Es ist das zweite Mal, dass die Extremisten eine Gruppe der sogenannten Chibok-Mädchen entlässt – bereits im Oktober waren 21 junge Frauen freigelassen worden. Die 82 jetzt Befreiten wurden noch am Sonntag in die Hauptstadt Abuja geflogen: Dort sollen sie alsbald mit Präsident Muhammadu Buhari zusammentreffen, hieß es. Vermutlich werden die jungen Frauen – wie ihre Vorgängerinnen im vergangenen Oktober – danach noch monatelang an einem geheim gehaltenen Ort vom Geheimdienst vernommen: Dabei soll ermittelt werden, ob die zum Übertritt zum Islam gezwungenen Christinnen von der Extremistengruppe indoktriniert oder gar “umgedreht” worden sind.
Unterdessen fehlt von mehr als hundert der Chibok-Mädchen weiter jede Spur. Wie viele von ihnen noch am Leben sind, ist nicht bekannt: Augenzeugenberichten zufolge kamen zumindest einige der Mädchen während ihrer Gefangenschaft ums Leben. Nach Angaben der Regierung in Abuja sollen die Verhandlungen mit Boko Haram über die Freilassung der noch gefangenen Frauen fortgesetzt werden. Außer den in Chibok entführten Mädchen halten die Extremisten noch mehrere tausend andere Kinder und Frauen fest. Die Regierung hatte jüngst bereits mehrfach ihren vermeintlichen Sieg über Boko Haram bekanntgegeben. Tägliche Überfälle und Selbstmordattentate in der Borno-Provinz sprechen allerdings eine andere Sprache. (7.5.2017)
https://twitter.com/BashirAhmaad/status/865937102860636160

2. Entführte Mädchen in Nigeria – Wiedersehen mit den Eltern
21. 5. 2017 – http://www.taz.de/Politik/Afrika/!p4621/
ABUJA afp/dpa | Nach dreijähriger Geiselhaft haben 82 freigelassene nigerianische Schülerinnen das erste Mal ihre Eltern wiedergetroffen. Die Eltern der Mädchen und jungen Frauen trafen ihre Töchter am Samstag in der Hauptstadt Abuja.
Auf einem kurzen Videoclip des Wiedersehens waren emotionale Szenen zu sehen – innige Umarmungen, Schluchzen und Freudentränen. Bashir Ahmad, ein Berater von Präsident Muhammadu Buhari, veröffentlichte das Video über Twitter.
„Alle haben heute getanzt. Sogar die Alten“, sagte Yakubu Nkeki der Nachrichtenagentur AFP. Seine Nichte Maimuna, die er wie seine eigene Tochter aufgezogen hatte, war zusammen mit 276 anderen Mädchen im April 2014 von der Islamistengruppe Boko Haram in Chibok im Nordosten des Landes entführt worden.

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Boko Haram hatte vor wenigen Tagen 82 Schülerinnen nach längeren Verhandlungen unter internationaler Vermittlung freigelassen, im Gegenzug entließ die Regierung inhaftierte Boko Haram-Kämpfer. Die Mädchen waren nach ihrer Freilassung zunächst in einer Einrichtung des nigerianischen Inlandsgeheimdiensts am Stadtrand untergebracht.
Die Entführung der Schülerinnen vor rund drei Jahren hatte international für Entsetzen gesorgt, das Schicksal der Mädchen wurde zu einem Symbol für den Konflikt mit der Dschihadistengruppe in Nigeria. Zahlreiche Prominente setzten sich unter dem Slogan „BringBackOurGirls“ für ihre Freilassung ein, darunter auch die damalige First Lady der USA, Michelle Obama.
Derzeit werden aber immer noch mehr als hundert Mädchen vermisst. Boko Haram kämpft seit Jahren für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias.
https://twitter.com/hashtag/BringBackOurGirls?src=hash

2. Boko Haram: die komplexe Beziehung von Frauen mit ihren Entführern LESEN
2017.11.05 09.55 – Von Phil HAZLEWOOD und Sophie Bouillon – AFP
„Ich bin verheiratet, mir geht es gut“: Eine der von Boko Haram aus Chibok entführten nigerianischen Schülerinnen hat sich geweigert, mit 82 ihrer Kameradinnen freigelassen zu werden, sagte die nigerianische Präsidentschaft. Dieses Phänomen ist nach Meinung von Experten unter den Opfern der Dschihad-Gruppe nicht ungewöhnlich.
Entführt von den Kämpfern von Boko Haram während ihrer Prüfungen, blieben mehr als 200 Mädchen zwischen 12 und 15 Jahren mehr als drei Jahre in den Händen der Gruppe, in einer „relativen Isolation“, stellt Mausi Segun von Human Rights Watch in Abuja fest.
„Nach so langer Zeit ist es nicht überraschend für Gefangene, das Stockholm-Syndrom zu entwickeln“, sagt die Forscherin, die als Gründe für die Ablehnung zurückzukehren auch die „Traumata aufgrund von Gewalt“, die „religiöse Verwirrung“ und Angst vor „Verdächtigungen“ der Gemeinschaft aufzählt.
Zannah Mustapha, ein Unterhändler des Austauschs, sagt in einer lokalen Zeitung, dass viele von ihnen noch nicht zurück wollen. Sie sind immer noch gut hundert, die nicht gefunden worden sind.
Der Boko Haram- Führer Abubakar Shekau verkündete kurz nach ihrer Entführung, die Chibok-Mädchen mit Kämpfern„verheiratet“ zu haben, und für die Christinnen, sie „zum Islam konvertiert“ zu haben.
In dieser extrem armen Region Nigerias ist das Versprechen einer Ehe eines der Mittel der Islamisten für die Rekrutierung von Männern. Massen-Entführungen auch.
Tausende von Kindern, Männern aber auch junge Frauen wurden, freiwillig oder unfreiwillig, zum Extremismus konvertiert. Zum Extremismus dessen, was lange Zeit eine rigorose islamistische Sekte gewesen war, bevor sie allmählich zu einer blutigen Dschihad-Bewegung mutierte.
Die Entführung von 276 Schülerinnen aus Chibok im April 2014 löste eine weltweite Welle der Empörung und Freigabeforderungen aus, die um die Welt weitergeleitet wurde mit Hashtags wie #bringbackourgirls, bis hin zu Michelle Obama. Sie sind das Symbol der Entführungen von Zivilisten in diesem Konflikt in der großen Region des Tschadsees geworden.
Das Mädchen, das nicht freigelassen werden wollte, zeugt somit von den „komplexen Beziehungen“ der Opfer „mit ihren Entführern“, sagt Elizabeth Pearson, ein Spezialistin für die Rolle der Frauen in dem Konflikt.
– Kinder beteiligt –
„Nach Zeugenaussagen, die wir gesammelt haben, sind nicht alle Kämpfer von Boko Haram gewalttätig mit den Frauen des Lagers. Aufrichtige Verbindungen können entstehen, vor allem, wenn Kinder beteiligt sind“, sagte diese Forscher vom Royal United Services Institute (RUSI) in London gegenüber AFP.
„Es ist viel komplexer als die Erzählung von ‚Opfer-Entführung-Rettung‘, die man manchmal hören kann“, sagt Frau Pearson.

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Boko Haram kann mit seiner anti-Regierungs- und anti-Militär-Rhetorik, welche in einem seit Jahrzehnten vom Staat vernachlässigten Gebiet manchmal von schwarzer Magie durchzogen ist, eine nicht ausgebildete Bevölkerung verführen.
„Frauen sind nicht nur Opfer, sondern auch Akteure in diesem Krieg“, konnte in eine Bericht der International Crisis Group vom Dezember 2016 gelesen werden.
Nach sieben Jahren des Krieges „wurden die Männer überproportional getötet“, so der Bericht, und die Frauen, entführt oder der Dschihad-Gruppe durch Überzeugung verbunden, werden seit fast zwei Jahren regelmäßig als menschliche Bomben benutzt.
– Puzzle der Wiedereingliederung –
Alle diese Nuancen machen die Rehabilitation der entführten Frauen noch schwieriger: sie werden abgelehnt von einer Gemeinschaft, die sie der Miteinbeziehung in der Gruppe verdächtigt. Schlimmer noch, die Kinder aus einer Vereinigung mit Kämpfern werden manchmal in Flüchtlingslagern zurückgelassen.
Während die nigerianische Armee jede Woche neue Dörfer einnimmt, ist die Wiedereingliederung dieser Bevölkerungsgruppen für die Behörden ein echter Kopfschmerz.
Jeder, der in den Dörfern im Besitz von Boko Haram lebte oder durch die Gruppe entführt wurde, muss sich Prüfungen durch die Armee unterziehen, manchmal für einen Zeitraum von mehreren Monaten.
Amnesty International forderte am Sonntag von den nigerianischen Behörden für die 82 Schülerinnen angemessene psychologische Unterstützung und nicht die traditionelle militärische Untersuchung, um ihre Treue zur Dschihad-Gruppe zu beurteilen.
Anfang April hatte UNICEF auch die Inhaftierung von Hunderten von Kindern angeprangert, die von der Armee über Boko Haram und ihre angebliche Mitgliedschaft in der Dschihad-Organisation befragt werden.
„Wir müssen den unschuldigen Kindern Liebe zeigen und ihren Müttern, auch sie unschuldig unsere Unterstützung geben,“, hatte der Gouverneur von Borno, Kashim Shettima, nach den ersten Befreiungen im Jahr 2015 beschworen. Mit der Warnung, dass sie sonst riskieren, „den Hass ihrer Väter zu erben“. Eine Situation, die zwei Jahre später noch nicht gelöst ist. „Das Kind einer Schlange ist eine Schlange“, sagt ein lokaler Spruch.
© 2017 AFP

1. Nigeria: les lycéennes libérées attendent de retrouver leurs familles LIRE
10.05.2017 à 16:00 – AFP 
Les 82 écolières nigérianes qui ont été libérées du groupe jihadiste Boko Haram après plus de trois ans de captivité, devront patienter avant de retrouver leurs familles, a déclaré mercredi à l’AFP un représentant des parents.
Yakubu Nkeki, chef du “collectif des parents des filles kidnappées de Chibok”, a affirmé que ces derniers ne pourraient voir leurs filles que sur autorisation du gouvernement.
“Cela peut prendre du temps, car les filles sont actuellement soumises à des tests médicaux et psychologiques pour s’assurer qu’elles sont dans le meilleur état”, a-t-il déclaré à l’AFP.
Les adolescentes ont été libérées samedi après des semaines de négociations, en échange de plusieurs combattants jihadistes détenus par les autorités nigérianes.
“Ça ne nous dérange pas d’attendre … Leur santé et leur bien-être sont notre priorité et une telle évaluation prend du temps, en particulier avec un si grand nombre de filles”, a-t-il ajouté.
M. Nkeki a affirmé avoir pu rencontrer brièvement les 82 jeunes filles libérées, dont sa nièce, “en bon état et de très bonne humeur”. Selon lui, toutes font bien partie du groupe de lycéennes enlevées en 2014.
Des photographies des filles libérées ont par ailleurs été envoyées à Chibok et dans les villages environnants pour permettre à leurs parents de vérifier leur identité. La suspicion est généralement très forte dans les communautés pour connaître leur degré de sympathie et d’affiliation au groupe jihadiste.
Toute personne qui a vécu dans des villages tenus par Boko Haram, ou kidnappée par le groupe doit procéder à des “screenings” (vérifications) par l’armée, pour des durées aléatoires et durant parfois plusieurs mois.
Selon la présidence nigériane, une lycéenne de Chibok a refusé d’être libérée, déclarant qu'”elle était bien” et “mariée” à un combattant de Boko Haram.
Au total, 276 filles avaient été enlevées en avril 2014 dans leur lycée à Chibok (nord-est), suscitant une vague d’indignation internationale.
Après cette nouvelle libération – 21 d’entre elles ont été échangées en octobre 2016, 3 ont été retrouvées par l’armée et 57 s’étaient échappées -, 113 jeunes filles sont toujours retenues par le groupe jihadiste.
Boko Haram, qui utilise les enlèvements de masse comme forme de recrutement, a enlevé des dizaines de milliers de personnes, que l’armée nigériane libère au fur et à mesure de leur incursion dans des territoires.
Depuis 2009, le conflit a fait au moins 20 000 morts et 2,6 millions de déplacés au Nigeria.
© 2017 AFP
2. Boko Haram: le rapport complexe des femmes avec leurs ravisseurs LIRE
11.05.2017 à 09:55 – Par Phil HAZLEWOOD, Sophie BOUILLON – AFP 
“Je suis mariée. Je suis bien”: l’une des lycéennes nigérianes de Chibok enlevées par Boko Haram, a refusé d’être libérée avec 82 autres de ses camarades, a affirmé la présidence nigériane. Un phénomène qui n’est pas rare chez les victimes du groupe jihadiste, selon les experts.
Enlevées par des combattants de Boko Haram au moment de leurs examens, plus de 200 jeunes filles de 12 à 15 ans sont restées entre les mains du groupe pendant plus de trois ans, dans un “isolement relatif”, note Mausi Segun de Human Right Watch à Abuja.
“Après une période aussi longue, il n’est pas étonnant pour les captives de développer le syndrome de Stockholm”, explique la chercheuse, qui souligne aussi les “traumatismes dus aux violences”, la “confusion religieuse” et la peur des “suspicions” de la communauté comme raison du refus de rentrer.
Zannah Mustapha, un négociateur de l’échange, cité par les journaux locaux affirme que plusieurs d’entre elles ne souhaitent toujours pas rentrer. Elles sont toujours une centaine à n’avoir pas été retrouvées.
Le leader de Boko Haram, Abubakar Shekau avait annoncé peu de temps après leur enlèvement avoir “marié” les filles de Chibok à des combattants, et, pour les chrétiennes, les avoir “converties à l’Islam”.
Dans cette région extrêmement pauvre du Nigeria, la promesse d’un mariage fait partie des moyens de recrutement pour les hommes. Les enlèvements de masse également.
Des milliers d’enfants, d’hommes, mais aussi de jeunes femmes ont été convertis, de gré ou de force, à l’extrémisme de ce qui a longtemps été une secte islamiste rigoriste avant de se transformer peu à peu en mouvement jihadiste sanglant.
L’enlèvement des 276 lycéennes de Chibok en avril 2014 avait déclenché une vague d’indignation mondiale, et leur demande de libération avait été relayée partout dans le monde à coups de hashtags #bringbackourgirls, jusqu’à Michelle Obama. Elles sont devenues le symbole des kidnappings de civils dans ce conflit qui ravage la vaste région du lac Tchad.
La jeune fille qui a refusé d’être libérée porte ainsi témoignage des “relations complexes” qu’entretiennent les victimes “avec leurs ravisseurs”, note Elizabeth Pearson, spécialiste du rôle des femmes dans le conflit.
– ‘enfants impliqués’ –
“Selon les témoignages que nous avons recueillis, les combattants de Boko Haram ne sont pas tous violents avec les femmes du camp. Des unions sincères peuvent voir le jour, surtout lorsqu’il y a des enfants impliqués”, explique à l’AFP la chercheuse pour le Royal United Services Institute (RUSI) de Londres.
“C’est beaucoup plus complexe que la narration de ‘victime-kidnapping-sauvetage’ que l’on peut entendre parfois”, poursuit Mme Pearson.
Boko Haram, dans sa rhétorique anti-gouvernementale, anti-armée, parfois empreinte de magie noire dans une région abandonnée par l’Etat pendant des décennies, peut séduire une population non-éduquée.
“Les femmes ne sont pas seulement victimes mais aussi actrices dans cette guerre”, pouvait-on lire dans un rapport d’International Crisis Group de décembre 2016.
Après sept ans de guerre, “les hommes ont été tués de manière disproportionnée”, souligne le rapport, et les femmes, kidnappées ou qui ont choisi de rejoindre le groupe jihadiste par conviction, sont régulièrement utilisées comme bombes humaines depuis près de deux ans.
– réintégration casse-tête –
Toutes ces nuances rendent la réhabilitation des femmes enlevées encore plus difficiles: elles sont rejetées par une communauté suspicieuse de leur implication dans le groupe. Pire, les enfants issus d’union avec des combattants sont parfois abandonnés dans les camps de déplacés.
Alors que l’armée nigériane prend chaque semaine de nouveaux villages, la réintégration de ces populations est un vrai casse-tête pour les autorités.
Toute personne qui a vécu dans des villages tenus par Boko Haram, ou kidnappée par le groupe, doit se soumettre à des vérifications par l’armée, pour des durées parfois de plusieurs mois.
Amnesty International a demandé dimanche aux autorités nigérianes d’apporter aux 82 lycéennes libérées un soutien psychologique adéquat et de ne pas prolonger la traditionnelle enquête militaire devant évaluer leur allégeance au groupe jihadiste.
Début avril, l’Unicef avait également dénoncé la mise en détention de centaines d’enfants par l’armée qui les interroge sur Boko Haram et leur appartenance présumée à l’organisation jihadiste.
“Nous devons montrer de l’amour aux enfants innocents et apporter notre soutien à leur mère, innocentes elles-aussi”, avait imploré le gouverneur du Borno, Kashim Shettima, dès les premières libérations en 2015, prévenant que, sinon, ils risquaient “d’hériter” de la haine de leurs pères. Une situation qui, deux années plus tard, n’a toujours pas été résolue. “L’enfant d’un serpent est un serpent”, dit un adage local.
© 2017 AFP

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