Category Archives: AU-UA

Eritrea, Dschibuti: Eskalation im Grenzkonflikt

Regain de tension entre Djibouti et l’Erythrée
ALL PHOTOS afp.com by ASHRAF SHAZLY/ On Top: Sudanesische Patrouille an der Grenze zu Eritrea
Patrouille soudanaise à la frontière avec l’Erythrée, le 2 mai 2017

Kapitel per Klick Öffnen/Schließen – Ouvrir/ Fermer en cliquant sur les tîtres
Deutsche Texte AFP: Von mir verbesserte Google-Übersetzungen

1. Afrikanische Union besorgt über die erneuten Spannungen zwischen Dschibuti und Eritrea 2 Artikel – LESEN
1. Die Afrikanische Union besorgt über die erneuten Spannungen zwischen Dschibuti und Eritrea
17/06/2017 12:00 – AFP
Die Afrikanische Union hat am Samstag ihree Besorgnis über die Spannungen mitgeteilt, die durch das Wiederaufleben eines territorialen Streites zwischen Dschibuti und Eritrea nach dem Rückzug von Soldaten aus Katar, welchem umstrittenen Gebiet zwischen den beiden Nachbarn am Horn von Afrika eingesetzt waren.
Der Präsident der AU-Kommission, Moussa Faki Mahamat, rief in einer Erklärung zu „Ruhe und Zurückhaltung“ auf, nachdem Dschibuti Eritrea beschuldigt hatte, Vorteile aus dem Rückzugs des katarischen Kontingents gezogen und einen Teil des von beiden Ländern beanspruchten Gebietes an ihrer Grenze besetzt zu haben.
Der von Katar am Mittwoch angekündigte Rückzug folgt der Krise, die zwischen dem kleinen gasfördernden Golfemirat und Saudi-Arabien und seinen Verbündeten ausgebrochen war, die es beschuldigen, islamistischen „Terrorismus“ zu unterstützen. Katar, das diese Anschuldigungen zurückweist, hat nicht angeben, aus wie vielen Soldaten ihre im Jahr 2010 gebildete Beobachtertruppe zwischen Eritrea und Dschibuti besteht.
Dschibuti wie Eritrea unterhalten gute Beziehungen zu Saudi-Arabien und dessen Verbündeten der Vereinigten Arabischen Emirate und nahmen im Konflikt mit Katar ihre Position ein.
Am Donnerstag beschuldigte der dschibutische Außenminister Mahmoud Ali Youssouf Eritrea, in der zwischen den beiden Ländern am Roten Meer umstrittenen Region Doumeira „seine Kräfte zu entfalten“.
„Dschibuti ist ein friedliches Land und wir ziehen diplomatische Lösungen vor“, fügte der Minister bei einer Pressekonferenz im Fernsehen hinzu. „Aber wenn Eritrea weiterhin auf seiner Suche nach militärischen Lösungen besteht, ist Djibouti für diesen Fall bereit.“
Eritrea hat bisher auf diese Aussagen nicht reagiert.
Die beiden Nachbarn haben sehr unterschiedliche Beziehungen mit externen Mächten. Dschibuti beherbergt französische und US-Militärbasen und China baut momentan eine auf dem kleinen Gebiet.
Eritrea jedoch wird weithin als Paria-Staat angesehen, während der Hafen von Dschibuti Äthiopien, dem großem regionalem Feind Eritreas, für seine Einfuhren und Ausfuhren dient.
„Die Kommission der AU begann in enger Abstimmung mit dschibutischen und eritreischen Behörden, eine Mission an der eritreischen-dschibutischen Grenze zu stationieren, um Fakten zu schaffen“, sagte am Samstag die panafrikanische Organisation.
„Der Präsident der Kommission stellt sich Dschibuti und Eritrea zur Verfügung, um ihre Beziehungen normalisieren zu helfen und gutnachbarliche Beziehungen zu fördern“, so die Erklärung.
Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern am Horn von Afrika wurden im April 2008 nach einer Razzia eritreischer Truppen nach Ras Doumeira, einem strategischen Vorgebirge mit Blick auf den Eingang zum Roten Meer nördlich der Hauptstadt von Dschibuti, belastet. Die beiden Länder standen sich für diesen Bereich in den Jahren 1996 und 1999 zwei Mal gegenüber.
Eritrea und Dschibuti hatten im Juni 2010 unter der Schirmherrschaft von Katar eine Vereinbarung unterzeichnet, eine Verhandlungslösung für den territorialen Streit zu finden, und die katarischen Truppen wurden in den umstrittenen Gebieten bis zu einer endgültigen Einigung zwischen Dschibuti und Asmara eingesetzt.
© 2017 AFP


Grafik: infotext-berlin.de

2. Reaktion des isolierten Golfstaates Katar – Truppenabzug mit Folgen
20.06.2017 – http://www.taz.de/Politik/Afrika/!p4621/
Katar zieht seine Truppen zwischen Eritrea und Dschibuti ab. Die UN und die AU machen sich Sorgen wegen eines neu entfachten Grenzkonflikts.
BERLIN taz | Der Grenzkonflikt zwischen Dschibuti und Eritrea gehört zu den obskureren der Welt. Die beiden Staaten am Roten Meer streiten sich um 165 Quadratkilometer heiße Wüste, die die beiden einstigen Kolonialmächte Frankreich (Dschibuti) und Italien (Eritrea) erst im Jahr 1900 zum damaligen Französisch-Somaliland geschlagen hatten, dann aber 1935 zum Afrikareich des Italieners Mussolini, in einem nie ratifizierten Abkommen.
Die Grenzziehung von 1900 gilt als die gültige, da 1954 ein neues Grenzprotokoll zwischen Frankreich und Äthiopien – damals die Besatzungsmacht in Eritrea – sie bestätigte. Aber sie wurde nie am Boden vollständig demarkiert, sie teilt eine schmale Halbinsel in zwei, und seit 1900 ist ein Teil davon zu einer Insel geworden, deren Zugehörigkeit offen ist. So gibt es viel Streitpotential. Nun erwacht dieses zu neuem Leben: Eritrea hat den umstrittenen Grenzstreifen besetzt, nachdem eine dort stationierte Überwachungstruppe aus Katar abzog.
Das ist eine kuriose Konsequenz der Golfkrise, die mit der Isolierung Katars durch die anderen arabischen Staaten wegen angeblicher Unterstützung des internationalen Terrorismus und des Iran aufgebrochen ist. Katar unterhält seit 2010 eine Truppe von nach eritreischen Angaben 450 Soldaten im umstrittenen Grenzgebiet, infolge einer erfolgreichen Vermittlung zur Beendigung eines Grenzkrieges im Jahr 2008, als Eritrea die Mussolini-Grenze in der Wüste militärisch durchzusetzen versuchte.
Am vergangenen Mittwoch verkündete Katar den Abzug dieser Truppe. Kurz darauf erklärte Eritreas Vertretung bei der Afrikanischen Union (AU), Eritrea habe die Pufferzone besetzt. Nun ist Dschibuti empört und am Montagnachmittag sollte sich der UN-Sicherheitsrat mit der Lage befassen.
Unklarheit über Militärbasen in Eritrea
Denn so klein das Streitobjekt erscheint, so groß ist seine Bedeutung. Dschibuti ist ein wichtiger Verbündeter des Westens im Kampf gegen islamistischen Terror am Horn von Afrika; es beherbergt Militärbasen Frankreichs, der USA, Chinas, Japans und Saudi-Arabiens, und auch Kriegsschiffe aus Deutschland und der EU zur Bekämpfung der Piraterie vor Somalia machen hier Station.
Eritrea hingegen ist international ein Pariastaat – nicht nur, weil es eine finstere Diktatur ist, aus der zahlreiche Menschen Richtung Europa fliehen, sondern auch, weil es von UN-Experten verdächtigt wird, in Somalia Islamisten zu unterstützen – als Gegengewicht zur somalischen Regierung, die dem großen Nachbarn Äthiopien nahesteht, von dem sich Eritrea einst in einem jahrzehntelangen Guerillakrieg freikämpfte.

Werbung by Afrikanews Archiv // Clever Schenken…..

…. für alt:


…. für alle:

…. für jung:

Welche Länder alles in Eritrea Militärbasen unterhalten oder planen, vor allem auf Inseln im Roten Meer, ist nicht völlig klar: genannt wurden in den letzten fünf Jahren Iran, Israel, Ägypten, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Von den Arabischen Emiraten ist bekannt, dass sie am ost­eritreischen Hafen Assab eine große Marinebasis errichtet haben, von der aus sie als Verbündeter Saudi-Arabiens Krieg in Jemen gegen die dortigen proiranischen Huthi-Rebellen führen.
Mehrheitlich Position für Saudi-Arabien bezogen
Doch Dschibuti ist ebenfalls mit der saudischen Koalition verbündet. Nachdem Saudi-Arabien nun die Initiative ergriffen hat, Katar politisch und ökonomisch zu isolieren, fühlen sich katarische Truppen offensichtlich nicht wohl in einer Pufferzone zwischen zwei saudischen Freunden in Afrika.
Afrikanische Staaten haben mehrheitlich Position für Saudi-Arabien im Streit mit Katar bezogen. Lediglich Sudan hat die Blockade gegen Katar „bedauert“. Als neutral gilt auch Äthiopien, das zwar 2008 seine Beziehungen zu Katar wegen dessen Freundschaft mit Eritrea abbrach, aber 2016 neue Partnerschaftsabkommen unterzeichnete und vor zwei Monaten den Emir von Katar empfing.
Eine Konfrontation zwischen Eritrea und Dschibuti ist keine Übertragung des saudisch-katarischen Konflikts auf Afrika, weil beide Länder in diesem auf einer Seite stehen. Sie zeigt aber, was alles passieren kann, wenn Katar – das über Investitionen und den TV-Sender al-Jazeera in Afrika sehr präsent ist – sich zurückzieht. Und ein Konflikt zwischen Eritrea und Dschibuti hat das Potential, mehr militärisch bereits präsente Verbündete der beiden Länder auf den Plan zu rufen als so ziemlich jeder andere Grenzkonflikt der Welt.

2. Sudan, für eritreische MigrantInnen eine Kreuzung und feindliches Terrain LESEN
06.13.2017 um 15:00 Uhr – Von Jay DESHMUKH – AFP
Es ist ein tiefes Verlangen nach Freiheit, das Efrem Desta dazu führte, Eritrea zu entfliehen und illegal in den benachbarten Sudan zu gehen, in der Hoffnung, eines Tages nach Europa weiterzukommen.
Aber seine Reise wurde abgekürzt, als er und andere eritreische Migranten nach der Überquerung der Grenze vom Stamm Rashaida im östlichen Sudan entführt wurden, in der Nähe der Ortschaft Al-laffa.
„Wir waren ausEritrea geflohen, weil wir die Freiheit anstrebten, aber als wir hier ankamen , wurden wir von den Rashaida gefangen genommen“, sagt Efrem Desta, 20, in seiner Muttersprache Tigrinya.
Nach fünf Tagen Gefangenschaft wurden sie von sudanesischen Truppen, die entlang der 600 km langen Grenze zu Eritrea patrouillieren, um die illegale Einwanderung einzudämmen, gerettet.
Efrem Desta und andere wurden in Handschellen gelegt und mit Ketten gefesselt aufgefunden, nach den Beamten. Sie schlossen sich nach ihrer Freilassung den rund 30.000 Flüchtlingen in Wadi Sherifay, einem großen Lager aus Hütten mit Strohdach in der Nähe der Grenze, an.
Die meisten geretteten Eritreer sagen, dass sie ihr Land verlassen haben, um den Militärdienst zu vermeiden, aber andere geben zu, im Ausland einen besseren Job anzustreben.
Dutzende von Eritreern versuchen täglich, den Sudan illegal zu betreten, laut Polizei und Agenten des mächtigen sudanesischen Geheimdienstes National Intelligence and Security (NISS).
„Sie können über verschiedene Wege hereinkommen, vor allem entlang des Gash Flusses“ im Grenzgebiet des östlichen Bundesstaat Kassala, sagte ein Sicherheitsbeamter gegenüber AFP.
– Schleuser mit High-Tech –
Die Migranten überqueren nach einigen Tagen, manchmal Wochen Marsch die Grenze zu Fuß. „Sie sind meist in der Nacht unterwegs und tagsüber versteckt auf Farmen, Plantagen oder in Wäldern“, fügte der Beamte hinzu.
In den Wirren einer schweren Wirtschaftskrise und mehrerer bewaffneter Konflikte zwischen Regierung und Rebellen, ist der Sudan, ein armes afrikanisches Land, für die Migranten ein wichtiger Knotenpunkt auf dem Weg nach Europa.
Nach Einschätzung von Experten versuchen eine große Anzahl von Eritreern, die europäischen Küsten über dieses Land zu erreichen.
„Im Jahr 2016 reisten rund 100.000 Migranten über den Sudan, meist Eritreer“, sagte Waqar Asfand, Analyst bei der Internationalen Organisation für Migration (IOM).
Vom Sudan aus versuchen es die Migranten nach Libyen oder Ägypten, von sie in Kontakt mit Schleusern treten, die sie vor einer gefährlichen Überquerung des Mittelmeers in Richtung Europa in behelfsmäßige Boote stopfen.
Im Sommer ist es in der Nacht, dass mehr Migranten die Grenze entlang des Gash Flusses überqueren. „Wir patrouillieren noch nicht in der Nacht, so ist es einfach für sie, sich im Dunkeln zu bewegen“, sagte der Beamte.
Hinter ihm, in der schwülen Hitze, bewacht eine mit Maschinengewehren bewaffnete Patrouille an Bord von Pickups auf der Suche nach Migranten den ausgetrockneten Grenzfluss.
Die erhöhten Patrouillenfrequenzen führten zur Verhaftung von mehreren Schleppern, nach Offizieren.
„Aber die Schmuggler, meist selbst Eritreer, haben ein exzellentes Netz und High-Tech-Kommunikations-Ausrüstung“, sagt einer von ihnen.
– Angst –
Menschenschmuggel ist ein Geschäft geworden, das Milliarden von Dollar generiert, sagen Experten.
„Das ist ein Ausbeutungssystem“ mit Preisen von Hunderten und Tausenden von Dollar, sagt Herr Waqar. Eine eritreische Migrantin, die von Khartoum aus nach Europa wollte, musste $ 2.500 bezahlen.

Werbung by Afrikanews Archiv // Clever Schenken…..

…. für alt:


…. für alle:

…. für jung:

Für den Leiter der Kassalaer Polizei, General Yahia Soleimane, kann der Sudan die illegale Einwanderung an der Grenze nicht allein stoppen.
„Wir brauchen internationale Hilfe, High-Tech-Kommunikations-Ausrüstung, Fahrzeuge, Kameras und sogar Drohnen, um die Grenze zu überwachen“, sagt er gegenüber AFP und betont, dass „die Patrouillen von der Polizei, dem NISS und der Armee durchgeführt werden.”
Laut Enough Project, einem Think Tank mit Sitz in Washington, haben die Europäer Khartum Millionen Euro ür den Kauf von Ausrüstung gegeben, die den Fluss der Migration eindämmen helfen sollen.
Hoffnungsvoll von zu Hause fortgegangen, sprechen viele Eritreer über Angst in den Lagern im Sudan, wie Wadi Sherifay.
„Die eritreische Armee hat überall Agenten. Sie verhaften uns und nehmen uns nach Eritrea zurück“, sagt einer von ihnen, der nach wie vor Europa zu erreichen hofft. „Es wäre gefährlich für uns, lange dort zu bleiben.“
© 2017 AFP

3. Nicht das Gesetz, die Angst regiert Eritrea LESEN
9.6.2015 – von Markus Schönherr – https://www.aargauerzeitung.ch/ausland
Folter und Unterdrückung sind an der Tagesordnung in Eritrea. Das zeigt ein UNO-Bericht. Hunderttausende flüchten – auch in die Schweiz.
6923 Menschen aus Eritrea haben im vergangenen Jahr in der Schweiz um Asyl nachgesucht. Im laufenden Jahr ist die Zahl rückläufig: Bis Ende April hatten 894 Eritreer Asyl beantragt. Doch auch so ist Eritrea das wichtigste Herkunftsland in der Schweizer Asylstatistik. Mit aktuell rund 23 000 Personen bilden die Eritreer die grösste Flüchtlingsgruppe in der Schweiz, noch vor den Syrern.
Weil im Land am Horn von Afrika ausserdem kein offener Krieg tobt, stehen die Eritreer immer mal wieder im Zentrum der politischen Diskussion. In einem Mitte März eingereichten Vorstoss fragt etwa die Zürcher FDP-Nationalrätin Doris Fiala: «Aus welchen Gründen wird die Anerkennung als Flüchtling ausgesprochen, statt im Rahmen einer vorläufigen Aufnahme zu prüfen, ob eine Rückführung der eritreischen Asylsuchenden zukünftig wieder möglich wird?» Einige Monate zuvor hatte FDP-Präsident Philipp Müller zumindest insinuiert, dass die Menschen wegen der zuvorkommenden Asylpraxis in die Schweiz reisten und weniger wegen der Menschenrechtslage in Eritrea selbst. In einem gestern publizierten Bericht der UNO wird diese Ansicht Lügen gestraft.
«Ein totalitärer Staat»
Auf knapp 500 Seiten wird in dem Report eine Geschichte von Unterdrückung, Flucht und menschlichem Leid erzählt. Die Vereinten Nationen üben scharfe Kritik an Eritrea – einem «totalitären Staat, darauf ausgerichtet, die Bevölkerung durch einen ausgedehnten Sicherheitsapparat zu kontrollieren.» Verschleppungen, Zwangsarbeit und Folter stünden in der ostafrikanischen Nation an der Tagesordnung. Der Bericht stammt aus der Feder von Sheila B. Keetharuth, UNO-Sonderermittlerin für Eritrea und seit 2014 Chefin der «UNO-Untersuchungskommission für Menschenrechte in Eritrea». Die Kommission wurde ins Leben gerufen, um die zahlreichen Vorwürfe von illegalen Tötungen, aussergerichtlichen Festnahmen und Unterdrückung der Pressefreiheit zu untersuchen.
Das Ergebnis hätte für Eritreas langjährigen Präsidenten, Isaias Afewerki, kaum vernichtender ausfallen können. «Die Regierung ist verantwortlich für systematische, weitreichende und schwerwiegende Menschenrechtsvergehen, die ein Klima der Angst geschaffen haben. Widerspruch wird unterdrückt, ein Grossteil der Bevölkerung findet sich in Gefangenschaft oder Zwangsarbeit, und Tausende Flüchtlinge haben das Land verlassen.» Eritreas Geheimdienst, das Militär, und das für Zensur zuständige Informationsministerium – sie alle befinden sich im Griff von Afewerkis eiserner Faust.
Kriegsrecht statt Verfassung
Afewerki führte Eritrea 1993 nach einem 30-jährigen Freiheitskampf in die Autonomie. In der Hauptstadt Asmara tanzten und besangen die Menschen den Vater der Demokratie. Doch der ehemalige Rebellenführer hatte andere Pläne. Eritrea hat keine Verfassung; bis heute regiert Afewerki durch das Kriegsrecht. Eine funktionierende Gesetzgebung oder eine unabhängige Justiz fehlen. Ziel des Regimes sei es, «die Bevölkerung in einem Dauerzustand der Angst» zu halten. «Es ist nicht das Gesetz, das die Eritreer regiert – sondern Angst», so der Bericht der UNO.

Werbung by Afrikanews Archiv // Clever Schenken…..

…. für alt:


…. für alle:

…. für jung:

Unter den grausamen Methoden prangert die UNO-Menschenrechtskommission vor allem den «Staatsdienst» an. Dieser steht allen Männern und unverheirateten Frauen ins Haus und ist eine bürokratische Umschreibung für Zwangsarbeit. Obwohl der Dienst für den Staat auf 18 Monate beschränkt ist, verbringen nach Angaben der «Organisation Human Rights Watch» etliche Eritreer den Grossteil ihres Arbeitslebens damit, Müll aufzusammeln oder fristen in Verwaltungsbüros. Während der Pflichtzeit erwarte die Jugendlichen oft «Folter, unmenschliche Lebensbedingungen und sexueller Missbrauch».
Über die Lebensbedingungen zu reden oder Kritik an der Regierung zu üben, bedeutet in Eritrea Hochverrat. Die Presse des Landes gilt als unterdrückt. 2001 stürmte Eritreas Sicherheitsdienst die Redaktionen unabhängiger Zeitungen und Radios, verhaftete ihre Reporter und verbot den Medien jede weitere Berichterstattung. Die staatlichen Medien stehen unter strenger Zensur. Als «grösstes Gefängnis für Journalisten» bezeichnete die Organisation «Reporter ohne Grenzen» das Land am Roten Meer. In ihrer Rangliste der Pressefreiheit stufte sie Eritrea zum achten Mal in Folge auf dem letzten Platz ein.
Wer kann, wagt die Flucht – trotz Afewerkis «shoot to kill»-Gesetz, das es Soldaten erlaubt, Eritreer auf ihrer Flucht zu erschiessen. Überlebenden droht die Inhaftierung in einem der illegalen Gefangenenlager. Diese bestehen meist aus Schiffscontainern in der abgelegenen Steppe. Trotz der Gefahren von Verdursten in der Wüstenhitze und Bürgerkrieg im Transitland, handelt es sich bei den Flüchtlingen längst nicht mehr um Einzelfälle. «Einer scheinbar hoffnungslosen Situation gegenüberstehend, fliehen Hunderttausende Eritreer aus ihrem Land», so der UNO-Bericht.

1. L’Union africaine inquiète du regain de tension entre Djibouti et l’Erythrée LIRE
17.06.2017 à 12:00 – AFP
L’Union africaine a fait part de son inquiétude, samedi, face à la tension provoquée par la résurgence d’un différend territorial entre Djibouti et l’Erythrée à la suite du retrait de soldats du Qatar déployés dans le secteur disputé entre les deux voisins de la Corne de l’Afrique.
Le président de la commission de l’UA, Moussa Faki Mahamat, a appelé dans un communiqué au “calme et à la retenue” après que Djibouti eut accusé l’Erythrée d’avoir profité du retrait du contingent du Qatar pour occuper la partie de territoire revendiquée par les deux pays à leur frontière.

Grafik: infotext-berlin.de
Le retrait annoncé mercredi par le Qatar fait suite à la crise qui a éclaté entre le petit émirat gazier du Golfe et l’Arabie saoudite et ses alliés qui l’accusent de soutenir le “terrorisme” islamiste. Le Qatar qui rejette ces accusations n’a pas précisé de combien de soldats sa force d’observation déployée en 2010 entre l’Érythrée et Djibouti est formée.
Djibouti comme l’Erythrée entretiennent de bonnes relations avec l’Arabie et ses alliés des Emirats arabes unis et ont pris leur parti dans le conflit avec le Qatar.
Jeudi, le ministre djiboutien des Affaires étrangères Mahmoud Ali Youssouf a accusé Asmara de “déployer ses forces” dans la région de Doumeira disputée entre les deux pays sur la mer Rouge.
“Djibouti est un pays pacifique et nous donnons la priorité aux solutions diplomatiques”, avait ajouté le ministre lors d’une conférence de presse télévisée. “Mais, avait-il ajouté, si l’Erythrée persiste dans sa recherche de solutions militaires, Djibouti est prêt à cette éventualité”.
L’Erythrée n’a pour l’instant pas réagi à ces déclarations.
Les deux voisins entretiennent des relations très différentes avec les puissances extérieures. Djibouti abrite des bases militaires française et américaine et la Chine en construit une à son tour sur le petit territoire.
L’Erythrée en revanche est largement considérée comme un Etat paria tandis que le port de Djibouti sert de débouché aux importations et exportations de l’Ethiopie, grand ennemi régional de l’Erythrée.
“La commission de l’UA, en étroites consultations avec les autorités djiboutiennes et érythréennes a entrepris de déployer une mission à la frontière érythréo-djiboutienne pour établir les faits”, a ajouté samedi l’organisation panafricaine.
“Le président de la commission se tient à la disposition de Djibouti et de l’Erythrée pour les aider à normaliser leurs relations et promouvoir des relations de bon voisinage”, selon le communiqué.
Les relations entre les deux pays de la Corne de l’Afrique s’étaient tendues après une incursion en avril 2008 de troupes érythréennes vers Ras Doumeira, promontoire stratégique surplombant l’entrée de la mer Rouge au nord de la capitale, Djibouti. Les deux pays s’étaient opposés à deux reprises en 1996 et 1999 pour cette zone.
L’Erythrée et Djibouti avaient signé en juin 2010 un accord sous les auspices du Qatar pour résoudre par un accord négocié leur conflit territorial et des soldats qataris avaient été déployés dans les zones disputées dans l’attente d’un accord final entre Djibouti et Asmara.
© 2017 AFP
2. Le Soudan, carrefour et terrain hostile pour les migrants érythréens LIRE
13.06.2017 à 15:00 – Par Jay DESHMUKH – AFP
C’est un profond désir de liberté qui a poussé Efrem Desta à fuir l’Erythrée et entrer illégalement au Soudan voisin, dans l’espoir de rallier un jour l’Europe.
Mais son voyage a tourné court lorsque lui et d’autres migrants érythréens ont été enlevés après avoir traversé la frontière par la tribu des Rashaida dans l’est du Soudan, près du village d’Al-Laffa.
“Nous avons fui l’Erythrée car nous aspirons à la liberté, mais à notre arrivée ici nous avons été capturés par les Rashaida”, raconte Efrem Desta, 20 ans, dans sa langue maternelle, le Tigrinya.
Après cinq jours de captivité, ils ont été secourus par les forces soudanaises qui ont renforcé les patrouilles le long des 600 km de frontière avec l’Erythrée, afin d’endiguer l’immigration clandestine.
Efrem Desta et les autres ont été retrouvés menottés et attachés avec des chaînes, selon des responsables. Ils ont rejoint après leur libération les quelque 30.000 réfugiés à Wadi Sherifay, un vaste camp aux cabanes au toit de chaume près de la frontière.
La majorité des Erythréens sauvés disent avoir fui leur pays pour échapper au service militaire mais d’autres admettent aspirer à un meilleur emploi à l’étranger.
Des dizaines d’Erythréens tentent quotidiennement d’entrer illégalement au Soudan, selon la police et les agents du puissant Service national du renseignement et de la sécurité (NISS) soudanais.
“Ils peuvent entrer par diverses routes, notamment en longeant la rivière Gash”, indique un responsable de la sécurité à l’AFP dans la région frontalière de l’Etat oriental de Kassala.
– Passeurs high-tech –
Les migrants traversent la frontière à pied après avoir marché pendant des jours, parfois des semaines. “Ils voyagent d’ordinaire la nuit, se cachant la journée dans des fermes, des plantations ou des forêts”, ajoute le responsable.
En proie à une grave crise économique et à plusieurs conflits armés impliquant régime et rebelles, le Soudan, pays pauvre d’Afrique, est un carrefour clé sur la route de l’Europe.
Selon les experts, un grand nombre d’Erythréens tentent de gagner les côtes européennes via ce pays.
“En 2016, quelque 100.000 migrants ont voyagé via le Soudan, en grande majorité des Erythréens”, indique Asfand Waqar, analyste à l’Organisation internationale pour les migrations (OIM).
A partir du Soudan, les migrants rejoignent la Libye ou l’Egypte, d’où ils entrent en contact avec des passeurs qui les entassent sur des embarcations de fortune avant une périlleuse traversée en mer Méditerranée, en direction de l’Europe.
En été, c’est la nuit que les migrants sont plus nombreux à traverser la frontière le long du fleuve Gash. “Nous ne patrouillons pas encore la nuit, alors il est facile pour eux de se déplacer dans l’obscurité”, selon le responsable.
Derrière lui, sous une chaleur écrasante, une patrouille de gardes-frontière armés de mitrailleuses traverse à bord de pick-up le fleuve asséché à la recherche de migrants.
La multiplication des patrouilles a permis l’arrestation de plusieurs passeurs, selon des officiers.
“Mais les passeurs, en majorité des Erythréens, ont un excellent réseau et des équipements de communication high-tech”, explique l’un d’eux.
– Peur –
Le trafic de migrants est devenu un business générant des milliards de dollars, disent des experts.
“C’est un système d’exploitation” avec des coûts oscillant entre des centaines et des milliers de dollars, estime M. Waqar. Une Erythréenne souhaitant se rendre en Europe depuis Khartoum s’est vu ainsi réclamer 2.500 dollars.
Pour le chef de la police de Kassala, le général Yahia Soleimane, le Soudan ne peut à lui seul stopper l’immigration clandestine le long de la frontière.
“Nous avons besoin d’une aide internationale, d’équipements de communication high-tech, de véhicules, de caméras et même de drones pour surveiller la frontière”, dit-il à l’AFP en soulignant que “les patrouilles sont menées par la police, le NISS et l’armée”.
Selon Enough Project, un think tank basé à Washington, les Européens ont versé des millions d’euros à Khartoum pour l’achat d’équipements qui aideraient à juguler le flux migratoire.
Partis plein d’espoir de chez eux, de nombreux Erythréens disent vivre dans la peur dans les camps du Soudan, comme celui de Wadi Sherifay.
“L’armée érythréenne a des agents partout. Ils peuvent nous arrêter et nous ramener en Erythrée”, assure l’un d’eux qui espère toujours rejoindre l’Europe. “Il serait dangereux pour nous de rester là longtemps”.
© 2017 AFP

=> MORE DE+FR ON
Eritrea
OR Djibuti in Archiv Afrikanews 2009-2014
OR HERE in AFRIKANEWS-2 Eritrea
OR Djibuti

– AFRIKANEWS ARCHIV –
jetzt auch auf
FACEBOOK

Eritreische Flüchtlinge in Wadi Sherifay, einem großen Lager aus Hütten mit Strohdach in der Nähe der Grenze
Des réfugiés érythréens à Wadi Sherifay, un vaste camp aux cabanes au toit de chaume près de la frontière, le 2 mai 2017

Entwicklungshilfe für Migrationsbremse: Zum Afrika-Gipfel der G20 in Berlin

Le G20 lie investissements en Afrique et frein aux migrations

Kapitel per Klick Öffnen/Schließen – Ouvrir/ Fermer en cliquant sur les tîtres

1. Afrika-Gipfel in Berlin – Der „Merkelplan“ aus taz.de – LESEN
12.06.2017 – http://www.taz.de/Politik/Afrika/!p4621/
Investitionen statt Entwicklungshilfe sehen die Staatschefs als Zukunft Afrikas. Von Menschenrechten reden sie nicht.
BERLIN taz | Es kam wie bestellt: Am Montag stellte der Industriestaatenverband OECD seine Wachstumsprognose für Afrika vor. Verdoppeln soll sich dieses im kommenden Jahr – auf 3,4 Prozent. Wie ein guter Wetterbericht vor einem Ausflug dürften diese Zahlen die Stimmung gehoben haben, als am Montagnachmittag fast ein Dutzend afrikanischer Staatschefs im Berliner Gasometer eintrafen.
Zwei Tage diskutieren sie auf Einladung der deutschen G20-Präsidentschaft über die Förderung von Investitionen in Afrika. Privates Kapital statt Entwicklungshilfe – das ist die Idee. Grundlage ist eine vom Bundesfinanzministerium entwickelte Reforminitiative namens „Compact with Africa“.
Merkel wies zur Eröffnung der Konferenz darauf hin, dass Sicherheit die Voraussetzung für Entwicklung sei – und diese somit auch eine militärische Seite habe. Sicherheit sei in Afrika vielfach nicht gewährleistet. „Da müssen wir auch neu denken lernen“, so Merkel. Fragen der Sicherheit hätten in der Entwicklungspolitik in der Vergangenheit keine ausreichende Rolle gespielt. „Viele Jahre haben wir uns gut gefühlt, wenn wir uns nicht mit militärischer Ausrüstung beschäftigt haben“, sagte sie. „Wir müssen uns ehrlich machen.“
Die afrikanischen Staatschefs überhäuften sie mit Danksagungen: Dafür, dass sie das Jahr 2017 unter der deutschen G20-Präsidentschaft zum Afrika-Jahr auserkoren hat. Einen Marshallplan mit Afrika hatte dazu Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ausgerufen. Alassane Ouattara, Präsident der Elfenbeinküste taufte diesen Plan am Montag glattweg um: „Merkelplan“ nennt er ihn und bekommt lauten Beifall im Saal. Merkel lacht. Sie wirkt etwas gerührt.
Niger sahnt ab
Für den ursprünglichen Marshallplan für Westeuropa habe die USA nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges rund vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Vereinigten Staaten aufgebracht. Für einen Marshallplan mit Afrika – „beziehungsweise Merkelplan“ – würde dies bei weitem nicht ausreichen, sagte Mahamadou Issoufou, Präsident des bettelarmen Wüstensstaats Niger an. Bis zu 600 Milliarden Dollar seien jährlich auf dem afrikanischen Kontinent nötig, betont er – und das bis 2030. Niger zählt zu denjenigen Ländern, die in der neuen EU-Politik gegenüber Afrika bislang am meisten abgesahnt hat. Bis zu 700 Millionen Euro will die EU in Niger investieren, um die Migration in diesem Haupttransitland zu stoppen. Als „Compact“-Staat ist Niger noch nicht im Gespräch, dennoch war Nigers Präsident in Berlin dabei.
Die Zeit klassischer Entwicklungsprojekte sei vorbei – es handele sich vielmehr um den Aufbruch in eine neue Epoche, hieß es in Berlin von allen Seiten. Jetzt gehe es um direkte und private Investitionen, um die Entwicklung voranzutreiben. „Ein nachfrageorientierter Ansatz“, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schhäuble (CDU). „Es geht nicht mehr darum, Afrika helfen zu wollen, sondern darum, Geschäfte und Profite zu machen“, bringt Marokkos Finanzminister Mohamed Boussaid es auf den Punkt.
Mittlerweile sieben Länder haben seit Anfang des Jahres ihr Interesse an einem Compact angemeldet: Senegal, Tunesien, Elfenbeinküste, Ruanda, Marokko, Äthiopien und Ghana. Die Staatschefs dieser Länder bekamen am Montag in Berlin die Gelegenheit, ihr Interesse an den Compacts noch einmal kundzutun. Alle betonten die Notwendigkeit von Investitionen in ihre Infrastruktur: Straßen, Eisenbahnen, Brücken, Sozialwohnungen, Energie- und Stromerzeugung. Alle betonten die Vorteile der Integration ihrer Wirtschaften in regionale Bündnisse wie die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS. Und alle betonten auch das Humankapital Afrikas: Die rasch wachsende Bevölkerung und die Masse junger Arbeiter. Also genau die Menschen, die die EU als illegale Migranten fürchtet. Anstatt sie auf ihrer Suche nach dem Glück in der EU im Mittelmeer ertrinken zu sehen, könnten sie die Garantie für eine positive Zukunft Afrikas sein, sagte Nana Addo Dankwa Akufo-Addo, Präsident von Ghana: „Wenn wir ihnen ein positives Berufsumfeld ermöglichen, können sie Afrika wieder groß machen“.
Wesentlich dazu sei Bildung: vor allem von Jugendlichen und Frauen. Die meisten der Compact-Staaten streben an, in den nächsten zehn Jahren zu einem Mittelstandsland zu werden. Dazu müssen afrikanische Unternehmen konkurrenzfähig werden, internationale Firmen müssen Afrika als Standort attraktiv finden, betonen die meisten afrikanischen Staatschefs. Dafür müssten sie notwendige Reformen umsetzen, wird zugegeben: „Wenn wir es als Afrikaner nicht schaffen, gerechte Verträge zu unterschreiben, gehen unsere Ressourcen verloren“, mahnt Senegals Präsident Macky Sall selbstkritisch. Afrika dürfe nicht für alle Zeit „nur ein Rohstoffreservat zu sein“, mahnt auch Nigers Präsident Mahamadou Issoufou. Es sei vielmehr an der Zeit, den „Handel auf einer fairen Grundlange zu entwickeln“.
Der Wachstumskontinent
Neu war auf dem Partnerschaftsgipfel: Afrika wurde als Wachstumskontinent dargestellt. Mit Wachstumsraten von mehr als sieben Prozent rühmten sich die Regierungschefs von Senegal, Ruanda oder Ghana.

Werbung by Afrikanews Archiv // Clever Schenken…..

…. für alt:


…. für alle:

…. für jung:

Neben dem enormen Potenzial gebe es aber auch enorme Herausforderungen: Sicherheit, Terrorismus und Migration werden hier einstimmig genannt. Auch hier würden die Compacts helfen, so Malis Präsident Ibrahim Boubacar Keita, denn der Nährboden für den zunehmenden Terrorismus sei die Armut.
Die „Compact“–Initiative habe das Zeug zu einem „Motor für neue Arbeitsplätze und Armutsminderung“ zu werden, sagte die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde. „Millionen von Menschen könnten handfeste wirtschaftliche Vorteile durch das Vorhaben erlangen.“ Angesichts des Bevölkerungswachstums in Afrika müssten nach Berechnungen des Fonds jährlich etwa 20 Millionen neue Jobs auf dem Kontinent geschaffen werden, so Lagarde.
Erst als letzter durfte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) das Wort ergreifen. Die Präsidenten waren da längst weg – zum Kuchenessen bei Angela Merkel im Kanzleramt. Am Vormittag hatte Müller noch schnell selbst die drei afrikanischen Länder benannt die Deutschland im Compact-Prozess besonders unterstützen wolle: Tunesien, die Elfenbeinküste und Ghana. 300 Millionen macht das BMZ dafür in diesem Jahr locker. „Die deutsche Entwicklungspolitik geht voran und setzt die Investitionspartnerschaften um,“ hieß es aus dem BMZ – die Ressortkonkurrenz zu Schäuble war offensichtlich.
Der Verbrauch globaler Ressourcen
Am Abend erinnerte Müller daran, dass Afrika jährlich 80 Milliarden Euro Steuereinnahmen durch „Gewinnverlagerung“ verliert und die G-20-Staaten 90 Prozent der globalen Ressourcen verbrauchen. „Wollten alle so leben, wie wir, wir bräuchten drei mal den Planeten“, sagte Müller. Entsprechend sollte bei allen Entwicklungsbemühungen auf Ressourcenverbauch geachtet werden. Dazu, freilich, findet sich in den „Compact“-Dokumenten kaum etwas.
Die Grünen übten deshalb scharfe Kritik. Die Strategie, in erster Linie privates Kapital zu mobilisieren, greife zu kurz, heißt es in einem Positionspapier. Nur mit verbindlichen Menschenrechts- und Nachhaltigkeitskriterien sowie Transparenz und Kontrolle könnten private Investitionen zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.
Ähnlich kritisch äußerte sich der Entwicklungsexperte der Linksfraktion im Bundestag, Niema Movassat. Die Konferenz diene lediglich dazu, die Wirtschaftsinteressen reicher Staaten und ihrer Konzerne auf den afrikanischen Märkten abzusichern, erklärte er. Menschenrechte würden an keiner Stelle erwähnt.
Die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks „Brot für die Welt“, Cornelia Füllkrug-Weitzel, forderte, die staatliche Unterstützung von privaten Investitionen an Bedingungen zu knüpfen. „Für den Abschluss der Partnerschaften werden keine Sozial- und Umweltkriterien und auch keine Bindung an menschenrechtliche Sorgfaltspflichten genannt“, kritisierte sie.

2. Mehr Geld für afrikanische Länder – Belohnung für „Reformchampions“ aus taz.de – LESEN
13.06.2017 – http://www.taz.de/Politik/Afrika/!p4621/
Deutschland will Ghana, der Elfenbeinküste und Tunesien mehr Entwicklungshilfe zahlen. Dafür müssen sie aber auch etwas tun.
BERLIN taz | Ghana, die Elfenbeinküste und Tunesien bekommen künftig zusätzliche Entwicklungshilfegelder aus Deutschland. Mit bis zu 300 Millionen Euro zusätzlich fördert das Bundesentwicklungsministerium nach eigenen Angaben in diesem Jahr diese Staaten, die Ressortchef Gerd Müller (CSU) als „Reformchampions“ bezeichnet.
Diese Vorzugsbehandlung bekommen die drei afrikanischen Länder, weil Deutschland sogenannte Reformpartnerschaften mit ihnen eingeht. Sie sind Teil der G-20-Initiative „Compact with Africa“, die darauf abzielt, bessere Bedingungen für private Investoren zu schaffen, und im Mittelpunkt der bis Dienstag andauernden Afrika-G-20-Konferenz in Berlin steht. Neben Ghana, der Elfenbeinküste und Tunesien sind Marokko, Ruanda, Senegal und Äthiopien nun offizielle Compact-Länder.
Dafür müssen sie aber etwas tun: wirtschaftsfreundliche Reformen anstreben, etwa öffentlich-private Partnerschaften fördern oder die Gesetze ändern, um Investoren anzusprechen. Am Dienstag sollen die Staaten sich auf der Konferenz vor Investoren feilbieten und ihre Pläne erläutern.

Werbung by Afrikanews Archiv // Clever Schenken…..

…. für alt:


…. für alle:

…. für jung:

Diesen Fokus bemängeln sowohl Entwicklungsorganisatio­nen als auch Oppositionspolitiker. So kritisiert etwa Linken-Entwicklungsexperte Niema Movassat die G-20-Afrikakonferenz scharf: Diese sei „brandgefährlich“, weil es nur darum gehe, die Interessen reicher Staaten und ihrer Konzerne abzusichern.
Dagegen hält die Entwicklungsorganisation One die Compact-Initiative zwar für einen sinnvollen Ansatz. „Genau wie die Löwenstaaten müssen jedoch auch die am wenigsten entwickelten Länder eingebunden werden“, sagt One-Direktor Stephan Exo-Kreischer. Bisher nehmen vor allem Entwicklungsländer teil, die nicht zu den Ärmsten gehören. Nur Ruanda und Senegal werden zu den am wenigsten entwickelten Staaten der Welt gezählt.
Entwicklungsminister Müller sieht derweil Ägypten als potenziellen Kandidaten für das Programm. Nach einem Gespräch mit dessen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi sagte er am Montag, er sei optimistisch, dass Ägypten in einigen Monaten dazustoßen könne. Dafür sei es aber notwendig, dass der Staat bestimmte, auch menschenrechtliche Standards einzuhalten.

3. Entwicklungshilfe: 300 Millionen Euro für Afrika aus zeit.de – LESEN
12. Juni 2017, 8:21 Uhr – http://www.zeit.de/politik/ausland/
Entwicklungshilfeminister Müller will afrikanische Staaten fördern, die sich gegen Korruption und für Menschenrechte engagieren. In Berlin beginnt der G20-Afrikagipfel.
Marokko, Tunesien, Äthiopien und andere afrikanische Staaten werden von Deutschland in diesem Jahr mit zusätzlichen 300 Millionen Euro finanziell unterstützt. “Die, die den Weg gegen Korruption, für Transparenz und Umsetzung der Menschenrechte mitgehen mit uns”, werde man besonders fördern, kündigte Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) am Sonntag in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin an.
Um die Hilfen zu erhalten, müssen die Staaten Müller zufolge mehrere Bedingungen erfüllen. Dazu zählen etwa der Kampf gegen Korruption, der Aufbau von Rechnungshöfen und Steuerverwaltungen. Der Entwicklungsminister versicherte aber zugleich, dass Deutschland nicht aus der Förderung der “ganz armen und schwierigen Länder” aussteigen werde.
Am heutigen Montag wird Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin einen zweitägigen G20-Afrikagipfel eröffnen. Auf der Konferenz sollen die Partnerschaften mit den reformorientierten Staaten geschlossen werden, die Geld aus dem Etat des Bundesentwicklungsministeriums bekommen sollen. Zunächst sind das Ruanda, der Senegal, Marokko, Tunesien, Äthiopien, die Elfenbeinküste und Ghana. Das Angebot stehe aber allen afrikanischen Staaten offen, sagte Müller.

Werbung by Afrikanews Archiv // Clever Schenken…..

…. für alt:


…. für alle:

…. für jung:

Von anderen westlichen Staaten forderte er mehr Gelder für die Entwicklungshilfe, die nach einer UN-Vorgabe 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen soll. Müller kritisierte US-Präsident Donald Trump, der die europäischen Nato-Staaten und damit auch Deutschland wiederholt aufgefordert hatte, ihre Zusage von 2,0 Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. “Wer 2,0 bei Verteidigung und Militär fordert, der muss erst mal 0,7 bei Entwicklung einlösen. Die Amerikaner sind bei 0,2”, sagte Müller.
Auf dem Afrikagipfel soll es neben der Entwicklungshilfe vor allem darum gehen, die Privatwirtschaft davon zu überzeugen, mehr in Afrika zu investieren. Ziel sei, angesichts eines starken Bevölkerungswachstums Perspektiven für junge Menschen auf dem Nachbarkontinent zu schaffen und den Migrationsdruck zu mindern, hieß es.
Abschottung gegen Einwanderung?
Der Passauer Neuen Presse sagte Müller am Samstag, dass sich Afrikas Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten verdoppeln werde. Etwa 20 Millionen junge Menschen kämen daher jedes Jahr neu auf den Arbeitsmarkt. Für sie sollen die wirtschaftlichen Initiativen Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen. Ähnlich äußerte sich Günter Nooke, der Afrika-Beauftragte der Bundesregierung. Er sagte im ZDF, es sei “in unserem Interesse, dass es Afrika gut geht”. Viele kämen nach Europa, weil sie für ihr Leben in Afrika keine Perspektive sähen.
Kritiker werfen den Politikern vor, sie wollten mit den Maßnahmen nicht wirklich den Menschen vor Ort helfen, sondern vor allem die westlichen Staaten gegen Einwanderung abschotten. Mit Entwicklungsgeldern etwa sollten Flüchtlingsrouten geschlossen werden. Am Samstag protestierten Hunderte Menschen unter dem Motto “Für globale Bewegungsfreiheit und selbstbestimmte Entwicklung” in Berlin. Für Montag sind weitere Demonstrationen geplant.

1. Le G20 lie investissements en Afrique et frein aux migrations LIRE
13.06.2017 à 08:00 – Par Frank ZELLER, Marie JULIEN – AFP
La chancelière Angela Merkel, profitant de sa présidence du G20, a lancé lundi, aux côtés de dirigeants africains, un appel à investir en Afrique pour notamment limiter l’émigration vers l’Europe.
“S’il y a trop de désespoir en Afrique, alors évidemment des jeunes vont se dire qu’ils vont aller chercher une nouvelle vie ailleurs”, a déclaré Angela Merkel, appelant à la fois à “un partenariat économique avec l’Afrique” et à oeuvrer à la paix et la sécurité sur le continent.
La dirigeante allemande a donné ainsi le coup d’envoi à deux jours de conférence, où responsables africains et investisseurs sont censés oeuvrer de concert pour stimuler l’investissement privé dans le cadre d’une initiative du G20 baptisée “Compact with Africa”.
“C’est l’opportunité de mieux identifier les mesures adéquates et surmonter ainsi les obstacles à une croissance économique durable et de créer des flux d’investissements plus importants et plus stables”, a mis en avant le président guinéen Alpha Condé, à la tête de l’Union africaine.
En mars, lors d’un sommet du G20 Finances, les grands argentiers des principales économies du monde avaient déjà convié leurs homologues de Côte d’Ivoire, du Maroc, du Rwanda et de Tunisie.
– Appel à un ‘Plan Merkel’ –
Cette fois-ci, dans une démarche qui se veut ouverte “à tous les pays africains”, le Ghana et l’Ethiopie se sont joints à cette initiative et les dirigeants du Niger, d’Egypte ou encore du Mali sont aussi venus s’exprimer à Berlin devant une centaine d’investisseurs.
Si le ministère allemand du Développement a annoncé lundi 300 millions d’euros d’aides supplémentaires aux pays notamment soucieux de lutter contre la corruption, la priorité à l’Afrique voulue par Mme Merkel ne se veut pas un plan d’aide.
Il s’agit plutôt de rendre les pays africains plus attirants à l’investissement par le biais du soutien politique des pays du G20 et technique des institutions financières internationales.
Le ministère allemand des Finances Wolfgang Schäuble a souligné que “les Etats africains vont décider eux-mêmes de la façon dont ils veulent travailler”.
Cela n’a pas empêché plusieurs dirigeants africains d’appeler de leurs voeux un “plan Merkel” en référence au “plan Marshall” de prêts américains qui avait aidé à la reconstruction de l’Europe d’après-guerre.
“L’Afrique a besoin de l’Europe qui a à son tour a besoin de l’Afrique. Il est donc normal que les deux continents investissent dans un avenir commun, cela nécessitera des efforts de part et d’autres dans le cadre d’un partenariat gagnant-gagnant”, a réclamé Mahamadou Issoufou, le président du Niger.
Mais selon le président rwandais, Paul Kagame, “si l’aide traditionnelle est utile, elle ne va jamais être suffisante pour un développement durable” et pour cela “le secteur privé est absolument essentiel”.
– Réduire les migrations –
Derrière ce souhait d’un développement économique d’un continent dont la croissance démographique explose, se trouve l’idée de s’attaquer aux causes de la migration.
Le sujet est d’autant plus important pour l’Union européenne qu’elle ne semble pas en mesure de stopper l’afflux des migrants, pour beaucoup subsahariens, rejoignant les côtes italiennes depuis l’instable Libye.
“Pour efficacement s’attaquer au problème des déplacements forcés et des migrations, nous devons soutenir un développement durable et stimuler les investissements dans les pays d’origine”, a insisté Paolo Gentiloni, dirigeant de l’Italie et actuel président du G7.
“En réalité, les Africains et les jeunes Africains surtout se sentiront mieux en Afrique qu’ailleurs”, a assuré Alassane Ouattara, président de Côte d’Ivoire, mais cela passe par “la création massive d’emplois”.
Pour Friederike Röder de l’ONG One, l’initiative allemande est à saluer mais “cela nécessite des actions et des investissements” considérables, d’autant que d’ici à 50 ans, le continent africain comptera plus de jeunes que tous les pays du G20 réunis.
“Pour garantir un partenariat gagnant-gagnant (…), l’investissement privé est crucial mais l’investissement public l’est tout autant”, a ajouté Mme Röder, appelant à des contributions concrètes lors du sommet du G20 qui se déroulera début juillet à Hambourg (nord).
© 2017 AFP

– AFRIKANEWS ARCHIV –
jetzt auch auf
FACEBOOK

Alpha Condé, Präsident von Guinea und der AU, beim G20-Gipfel in Berlin – PHOTO afp.com
Le président de la Guinée et de l’Union africaine, Alpha Condé, s’exprime lors du G20 Afrique à Berlin, le 12 juin 2017

Friedenssicherung: Kurze Geschichte der Militärinterventionen der Afrikanischen Union

Deutsch, francais, english
Promouvoir la paix par la guerre : l’interventionnisme africain
Promoting peace by waging war: African interventionism

TOP PHOTO by Steve Cockburn/Amnesty International: Gambia’s Oppositionswähler feiern Sieg //
En Gambie, les partisans de l’opposition célèbrent la victoire électorale //
opposition supporters celebrate election victory.

Clic = Öffnen/schließen – ouvrir/fermer – open/close

DEUTSCH Unsere (Schnell)Übersetzung – LESEN
Friedensförderung durch Kriegführung: Afrikanischer Interventionismus
Http://www.irinnews.org/ Von Obi Anyadike, Herausgeber von Editor-at-Large und Afrika, NAIROBI, 20. Januar 2017
Afrika, der ärmste Kontinent der Welt, steht vor zahlreichen Sicherheitsproblemen. Aber ihre Führer zögern nicht, in Krisen zu intervenieren, wenn sie können, wie Yahya Jammeh im Gambia jetzt entdeckt.
Seine Ablehnung, die Wahlniederlage am 1. Dezember zu akzeptieren, gipfelte in einer Koalition westafrikanischer Truppen, die die Grenze zum Senegal überquerten, und einem Ultimatum, dass der Vormarsch bis zur Hauptstadt Banjul fortgesetzt wird, es sei denn, er geht.
Es gab Wochen intensiver diplomatischer Aktivität, mit Delegationen von Führern, die nach Banjul flogen mit Angeboten von Amnestie und Exil als Gegenleistung für seine friedliche Abreise aus dem Staatshaus.
Seine Ablehnung führte zu bedeutenden Ereignissen am Donnerstag: Zuerst gab es den Amtseid des Wahlsiegers Adama Barrow in der Gambischen Botschaft in Senegal; Als nächstes eine Resolution des UN-Sicherheitsrats, die militärische Maßnahmen billigt; und schließlich die Überquerung der Grenze, nur wenige Stunden später, von senegalesischen Truppen und nigerianischen Flugzeugen.
Im politischen wie im militärischen Handeln der westafrikanischen Staaten herrschten sowohl Grundsatz als auch Zweckmäßigkeit, obwohl bei dieser Gelegenheit die Intervention dadurch erleichtert wird, daß die gambischen Streitkräfte nur 1.000 Mann zählen.
Aber wenn Jammeh endlich gegangen sein wird, sollte man sich daran erinnern, dass er der letzte verbliebene westafrikanische Führer war, der in einem Putsch an die Macht gekommen war, in einer Region, die in zwei wichtigen Ländern, Nigeria und Ghana, einen friedlichen politischen Transfer über die Wahlurne erlebt hat.
Seit den neunziger Jahren hat die 15-köpfige Wirtschaftsgemeinschaft der westafrikanischen Staaten ( ECOWAS) in Liberia, Sierra Leone und Mali komplexe und umstrittene militärische Interventionen gestartet und nach den Staatsstreichen in Guinea, Niger und Guinea-Bissau Sanktionen verhängt.
Die ECOWAS ist ebenso wie andere regionale Organisationen Teil der Sicherheitsarchitektur der Afrikanischen Union, des übergeordneten politischen Gremiums des Kontinents, das afrikanische Lösungen für afrikanische Probleme sucht.
Die AU verfügt über ein ehrgeiziges (und unterfinanziertes) Krisenmanagementsystem, das Konfliktverhütung, Vermittlung und, wenn nicht, Interventionen beinhaltet. Aber diese endgültige Option bedarf der Zustimmung der Mitgliedsstaaten, vorzugsweise der Unterstützung durch die Vereinten Nationen und der Finanzierung durch Geber – Bedingungen, die nicht immer erfüllt sind.
Die militärische Intervention ist kein Selbstzweck und sollte Teil einer politischen Regelung sein, wo die harte Arbeit oft auseinanderfallen kann.
Trotzdem hat sich Afrika bemerkenswert proaktiv entwickelt. Im Folgenden finden Sie Beispiele für einige der wichtigsten Friedenssicherungseinsätze des Kontinents:

Werbung by Afrikanews Archiv:






Liberia
1990-1997: Um einen brutalen und regional zerstörerischen Bürgerkrieg zu beenden, haben die westafrikanischen Länder den damals noch nie da gewesenen Schritt unternommen, eine Friedenstruppe, die Economic Community Cease-Fire Monitoring Group (ECOMOG), zu entsenden.
Diese sicherte Monrovia und installierte eine Übergangsregierung, aber der Rest des Landes wurde von Kriegsherrn Charles Taylor’s NPFL kontrolliert. Nach mindestens 13 fehlgeschlagenen Friedensversuchen wurde 1996 schließlich ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen. Es legte den Grundstein für die Wahlen im Jahr 1997, die Taylor gewann, weitgehend in der Hoffnung, dass ihn wählen das Blutvergießen beenden würde. Trotz der vielen Probleme der ECOMOG, einschließlich des Rufes von Plünderungen, hatte sie beträchtliche Unterstützung unter den Liberiern. Nigeria schulterte viel von der finanziellen und militärischen Belastung.
=> MORE DE+FR ECOMOG in Archiv Afrikanews 2009-2014
Sierra Leone
1997-1999: Sierra Leone hatte einen ähnlichen Konflikt, aber eine weniger erfolgreiche Intervention der ECOMOG. Die RUF-Rebellion, berüchtigt für ihr Handabschneiden, begann 1991 von Taylor unterstützt. Ein Putsch 1997 brachte Mitglieder der RUF an die Macht. Es war eine Zeit der Gesetzlosigkeit und des Chaos. ECOMOG intervenierte, aber die RUF startete die “Operation No Living Thing” und marschierte 1999 in Freetown ein. ECOMOG zwang sie schließlich hinaus, aber die endgültige Niederlage der RUF lag an britischen Streitkräften, die im Jahr 2000 eingriffen.

AMISOM-Truppen in Somalia

Lesotho
1998: Die Unruhen nach den Wahlen führten zu einer Meuterei der LesothoerVerteidigungskräfte, die durch eine Intervention von südafrikanischen und botswanischen Truppen niedergeschlagen wurde. Aber die Aktion war umstritten. Während Südafrika behauptete, die Intervention sei eine Friedensmission der Südlich-afrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC), hatte diese regionale Körperschaft in ihrem Regierungsvertrag noch keine Vorschläge bezüglich Staatsstreichen vereinbart. Südafrika begründete die Intervention damit, dass es und andere Nachbarländer vom Lesotho-Ministerpräsidenten eingeladen worden seien.
=> MORE DE+FR Lesotho in Archiv Afrikanews 2009-2014
or HERE in AFRIKANEWS-2

Somalia
2007-heute: Die Mission der Afrikanischen Union in Somalia oder AMISOM ist eine Friedensdurchsetzungsmission. Sie ist beauftragt, die somalische Regierung im Kampf gegen die islamistischen al-Shabab-Kämpfer zu unterstützen und die somalischen Sicherheitskräfte zu trainieren. AMISOM hat das Gebiet unter al-Shabab-Kontrolle erfolgreich zusammengedrückt, aber die Militanten sind weit davon entfernt, besiegt zu werden. AMISOMs 22.000 Soldaten Solltruppe, die derzeit aus Uganda, Burundi, Dschibuti, Kenia und Äthiopien gezogen werden, ist unterbesetzt und unter-ausgestattet. Abhängig von der internationalen Finanzierung der Soldatengehälter und von der logistischen Unterstützung der Vereinten Nationen, haben sich mehrere Länder infolge der von der Europäischen Union verhängten Lohnkürzungen zurückgezogen.
=> MORE DE+FR AMISOM in Archiv Afrikanews 2009-2014
or HERE in AFRIKANEWS-2

Die Komoren
2008: Afrikanische Truppen aus Tansania und Sudan machten eine amphibische Landung auf der Komoreninsel Anjouan, um einen abtrünnigen Militärführer zu stürzen. Er hatte sich geweigert, unter der Schirmherrschaft der AU Wahlen abzuhalten, und stattdessen erklärte er sichtrotz der Bundesstaatlichkeit zum Präsidenten von Anjouan. Die Wahlen fanden Ende des Jahres statt. Die AU-Kontingente wurden trotz der Forderungen der Zentralregierung, dass sie als stabilisierende Präsenz bleiben, zurückgezogen.
=> MORE DE+FR Komoren/ Comores in Archiv Afrikanews 2009-2014
or HERE in AFRIKANEWS-2

Guinea-Bissau
2012-2017: Die ECOWAS-Mission in Guinea-Bissau, die als ECOMIB bekannt ist, wurde nach einem Militärputsch entsandt und sollte dazu beitragen, eine zivile Übergangsregierung in diesem notorisch instabilen Land zu gründen. Die Wahlen fanden im Jahr 2014 statt, und die 650-köpfige ECOMIB-Mission sollte zunächst im Juni 2016 enden. Der Einsatz, bestehend aus Truppen aus Nigeria, Burkina Faso, Senegal, Togo und Niger, wurde für eine Umschulung des Bissau-Guineischen Militärs verlängert.
=> MORE DE+FR ECOMOIB in Archiv Afrikanews 2009-2014
or HERE in AFRIKANEWS-2

Mali
2013: Nach wiederholten Scheitern von Friedensinitiativen setzte die ECOWAS die von Afrika geführte Internationale Unterstützungsmission für Mali (AFISMA) ein, um die Regierung zu unterstützen, welche von separatistischen Rebellen und islamistischen Militanten im Norden Malis bedroht war. Es war kein Erfolg. Die UN war lauwarm über die Intervention. AFIMSA erreichte nie die erforderliche Truppenstärke und wurde durch logistische Probleme behindert. Der eigentliche Wendepunkt im Konflikt war die Intervention von französischen und tschadischen Streitkräften. AFISMA wurde anschließend zu einer wesentlich größeren und besser eingesetzten UN-Operation umgebaut.
=> MORE DE+FR Krieg – Guerre in Partnerblog MALI-INFORMATIONEN

Tschadsee-Becken
2015-Gegenwart: Die multinationale gemeinsame Task Force wurde von den Tschadsee-Becken-Ländern gegründet, um Boko Haram anzugreifen. Mit Nigeria, Kamerun, Tschad, Niger und Benin hat sie sich trotz logistischer, technischer und finanzieller Herausforderungen allmählich bewährt.
Oa / ag
=> MORE DE+FR Boko Haram, Lac Tchad HERE in AFRIKANEWS-2

FRANCAIS Traduction originale IRIN – LIRE
Promouvoir la paix par la guerre : l’interventionnisme africain
http://www.irinnews.org/fr by Obi Anyadike Rédacteur pour l’Afrique, NAIROBI, 20 janvier 2017
L’Afrique, le continent le plus pauvre du monde, est confrontée à de nombreux enjeux sécuritaires. Ses chefs d’État ne tardent cependant pas à intervenir dans les crises lorsqu’ils peuvent le faire. C’est ce qu’a découvert récemment Yahya Jammeh en Gambie.
À la suite du refus du chef d’État sortant d’accepter sa défaite au scrutin du 1er décembre dernier, une coalition de soldats ouest-africains a franchi la frontière sénégalo-gambienne. L’avancée se poursuivra jusqu’à la capitale, Banjul, à moins que M. Jammeh se résigne à quitter ses fonctions. La menace militaire a finalement suffi à le convaincre.
Ces dernières semaines ont été marquées par une intense activité diplomatique : des délégations de leaders se sont rendues à Banjul pour offrir l’amnistie ou l’exil à M. Jammeh en échange de son départ pacifique du palais présidentiel.
Jeudi dernier, les événements se sont précipités : le vainqueur du scrutin, Adama Barrow, a prêté serment à l’ambassade de la Gambie au Sénégal ; le Conseil de sécurité des Nations Unies a adopté une résolution appuyant l’intervention militaire ; et, quelques heures plus tard, les troupes sénégalaises ainsi que des unités de l’armée de l’air nigériane ont franchi la frontière sénégalo-gambienne.
Les actions politiques et militaires mises en oeuvre par les États d’Afrique de l’Ouest ont été guidées par des principes, mais aussi par un certain opportunisme. Dans ce cas, toutefois, l’intervention a été facilitée par le fait que les forces armées gambiennes ne comptaient que 1 000 hommes.
M. Jammeh s’est finalement envolé pour la Guinée équatoriale samedi dernier. Selon certaines informations, il aurait dérobé plus de 11 millions de dollars dans les caisses de l’État avant de partir en exil. Rappelons que l’ancien président gambien était le dernier leader ouest-africain à avoir obtenu le pouvoir à la suite d’un coup d’État. Par ailleurs, deux pays importants de la région – le Ghana et le Nigeria – ont récemment connu un transfert pacifique du pouvoir politique par les urnes.
Depuis les années 1990, les 15 membres de la Communauté économique des États de l’Afrique de l’Ouest (CEDEAO) ont lancé des interventions militaires complexes et controversées au Liberia, au Mali et en Sierra Leone et imposé des sanctions à la Guinée, à la Guinée-Bissau et au Niger à la suite de coups d’État.
Comme d’autres organisations régionales, la CEDEAO fait partie de l’architecture sécuritaire de l’Union africaine (UA). L’UA, le principal organe politique du continent, s’est donné pour mandat de chercher des solutions africaines aux problèmes africains.
L’UA a mis en place d’un système de gestion de crise ambitieux – mais sous-financé – qui s’appuie sur la prévention des conflits, la médiation et, lorsque tout le reste échoue, l’intervention. Cette option finale exige cependant l’accord des États membres, l’appui des Nations Unies et le financement des bailleurs de fonds, des conditions qui ne sont pas toujours réunies.
L’Afrique s’est malgré tout montrée remarquablement proactive. Voici quelques exemples des principales opérations de maintien de la paix menées sur le continent :

Liberia
1990-1997 : Pour mettre fin à une guerre brutale qui déstabilise la région, les pays d’Afrique de l’Ouest prennent l’initiative sans précédent d’envoyer une force de maintien de la paix, le Groupe de contrôle du cessez-le-feu de la CEDEAO (Economic Community Cease-Fire Monitoring Group, ECOMOG).
L’ECOMOG réussit à empêcher la prise de Monrovia et à y installer un gouvernement transitoire, mais le reste du pays est toujours sous le contrôle du Front national patriotique du Liberia (NPFL, selon le sigle anglais) du seigneur de guerre Charles Taylor. Après au moins 13 tentatives de paix ratées, un accord de cessez-le-feu est conclu en 1996. Il permet de jeter les bases pour le scrutin de 1997, que Taylor remporte. La population espère en effet que son élection permettra de mettre un terme au bain de sang. En dépit de ses nombreux problèmes, et notamment de sa mauvaise réputation liée aux pillages dont se sont rendues coupables ses troupes, l’ECOMOG bénéficie d’un soutien considérable de la part des Libériens. Le Nigeria a assumé la majeure partie du fardeau financier et militaire de cette opération.
=> MORE DE+FR ECOMOG in Archiv Afrikanews 2009-2014
Sierra Leone
1997-1999 : Le conflit en Sierra Leone est lié à celui du Liberia, mais l’intervention menée par l’ECOMOG dans ce pays a eu moins de succès. La rébellion du Front révolutionnaire uni (Revolutionary United Front, RUF), tristement célèbre pour sa pratique de couper des mains, commence en 1991 avec le soutien de Charles Taylor. En 1997, un coup d’État porte au pouvoir des membres du RUF. Cette période est marquée par l’anarchie et le chaos. L’ECOMOG intervient, mais le RUF riposte en lançant l’opération « No Living Thing » [plus rien de vivant]. Il marche sur Freetown en 1999. Le bras armé de la CEDEAO réussit finalement à l’en chasser, mais ce sont les troupes britanniques, arrivées en 2000, qui infligent au RUF sa défaite finale.

Des soldats de l’AMISOM en Somalie.

Lesotho
1998 : Une mutinerie menée par la Force de défense du Lesotho éclate à la suite de troubles postélectoraux. La rébellion est finalement matée par les forces sud-africaines et botswanaises, mais l’intervention ne fait pas l’unanimité. L’Afrique du Sud affirme en effet que l’intervention est une mission de maintien de la paix de la Communauté de développement d’Afrique australe (SADC, selon le sigle anglais) alors que l’organe régional n’a pas encore accepté de propositions en lien avec les coups d’État dans son traité constitutif. Pretoria justifie l’intervention en disant que ses forces armées et celles d’autres pays voisins ont été invitées par le Premier ministre du Lesotho.
=> MORE DE+FR Lesotho in Archiv Afrikanews 2009-2014
or HERE in AFRIKANEWS-2

Somalie
2007 à aujourd’hui : La Mission de l’Union africaine en Somalie (AMISOM) est une mission d’imposition de la paix. Elle a pour mandat de soutenir le gouvernement somalien dans sa lutte contre les combattants d’Al-Shabab et d’entraîner les forces de sécurité somaliennes. L’AMISOM a réussi à réduire la superficie du territoire contrôlé par Al-Shabab, mais la victoire est loin d’être acquise. La mission, qui compte actuellement 22 000 soldats originaires du Burundi, de Djibouti, de l’Éthiopie, du Kenya et de l’Ouganda, est en sous-effectif et sous-équipée. Elle dépend par ailleurs du soutien logistique des Nations Unies et de la générosité des bailleurs de fonds internationaux, notamment pour le versement des salaires. Plusieurs pays ont ainsi menacé de se retirer à la suite des baisses de salaire imposées par l’Union européenne (UE).
=> MORE DE+FR AMISOM in Archiv Afrikanews 2009-2014
or HERE in AFRIKANEWS-2

Comores
2008 : Des soldats de l’Union africaine originaires de la Tanzanie et du Soudan font un assaut amphibie sur l’île comorienne d’Anjouan pour y renverser un chef militaire rebelle. Ce dernier a en effet refusé d’organiser un scrutin sous l’égide de l’UA et s’est lui-même déclaré président d’Anjouan, au mépris du gouvernement fédéral. Des élections sont finalement organisées à la fin de l’année. Les contingents de l’UA se retirent en dépit des demandes du gouvernement central, qui souhaite bénéficier plus longtemps de leur présence stabilisatrice.
=> MORE DE+FR Komoren/ Comores in Archiv Afrikanews 2009-2014
or HERE in AFRIKANEWS-2

Guinée-Bissau
2012-2017 : La mission de la CEDEAO en Guinée-Bissau, connue sous le nom d’ECOMIB, est déployée à la suite d’un coup militaire. Elle a pour mandat de contribuer à l’établissement d’un gouvernement de transition civil dans ce pays notoirement instable. Des élections ont finalement lieu en 2014. La mission de l’ECOMIB, forte de 650 soldats originaires du Burkina Faso, du Niger, du Nigeria, du Sénégal et du Togo, devait initialement prendre fin en juin 2016, mais elle est prolongée pour permettre l’entraînement de l’armée bissau-guinéenne.
=> MORE DE+FR ECOMOIB in Archiv Afrikanews 2009-2014
or HERE in AFRIKANEWS-2

Mali
2013 : Après l’échec de plusieurs initiatives de paix, la CEDEAO déploie la Mission internationale de soutien au Mali sous conduite africaine (MISMA) pour aider le gouvernement à faire face aux menaces des rebelles séparatistes et des combattants islamiques dans le nord du pays. L’opération n’est pas un succès et les Nations Unies se montrent tièdes face à l’intervention. La MISMA ne réussit pas à atteindre les effectifs requis et ses opérations sont paralysées par des problèmes logistiques. L’intervention des forces françaises et tchadiennes marque un réel tournant dans le conflit. La MISMA est par la suite intégrée à une opération onusienne beaucoup plus vaste et mieux dotée.
=> MORE DE+FR Krieg – Guerre in Partnerblog MALI-INFORMATIONEN

Bassin du Lac Tchad
2015 à aujourd’hui : La Force multinationale conjointe (Multinational Joint Task Force, MNJTF) a été créée par les pays du bassin du Lac Tchad – le Bénin, le Cameroun, le Niger, le Nigeria et le Tchad – pour lutter contre Boko Haram. Elle gagne progressivement du terrain en dépit de difficultés logistiques, techniques et financières.
oa/ag-gd/amz
=> MORE DE+FR Boko Haram, Lac Tchad HERE in AFRIKANEWS-2

ENGLISH Original – READ
Promoting peace by waging war: African interventionism
http://www.irinnews.org/ By Obi Anyadike , Editor-at-Large and Africa Editor , NAIROBI, 20 January 2017
Africa, the world’s poorest continent, faces many security challenges. But its leaders are not slow to intervene in crises when they can, as Yahya Jammeh in the Gambia is now discovering.
His refusal to accept electoral defeat on 1 December has culminated in a coalition of West African troops crossing the border from Senegal, and an ultimatum that the advance will continue to the capital, Banjul, unless he steps down.
There have been weeks of intense diplomatic activity, with delegations of leaders flying into Banjul with offers of amnesty and exile, in return for his peaceful departure from state house.
His refusal led to momentous events on Thursday. First, there was the swearing in of election winner Adama Barrow in the Gambian embassy in Senegal; next a UN Security Council resolution endorsing military action; and finally the crossing of the border, just hours later, by Senegalese troops and Nigerian aircraft.
There has been both principle and expediency in the political and military action by West African states, although intervention on this occasion is made easier by the fact that the Gambian armed forces number just 1,000 men.
But, when Jammeh finally goes, it should be remembered that he was the last remaining West African leader to have come to power in a coup, in a region that has now witnessed peaceful political transfer via the ballot box in two key countries, Nigeria and Ghana.
Since the 1990s, the 15-member Economic Community of West African States has launched complex and controversial military interventions in Liberia, Sierra Leone, and Mali, and imposed sanctions following coups in Guinea, Niger, and Guinea-Bissau.
ECOWAS, as with other regional organisations, is part of the security architecture of the African Union, the continent’s overarching political body, which seeks African solutions for African problems.
The AU has an ambitious – and underfunded – crisis management system that includes conflict prevention, mediation, and, when all else fails, intervention. But that final option requires agreement by member states, preferably endorsement by the UN, and funding from donors – conditions that are not always fulfilled.
Military intervention is not an end in itself and should be part of a political settlement, which is where the hard work can often fall apart.
Nevertheless, Africa has proved remarkably pro-active. The following are examples of some of the continent’s key peacekeeping operations:

Werbung by Afrikanews Archiv:






Liberia
1990–1997: To end a brutal and regionally destabalising civil war, West African countries took the then-unprecedented step of sending in a peacekeeping force, the Economic Community Cease-Fire Monitoring Group (ECOMOG).
It secured Monrovia and installed an interim government, but the rest of the country was controlled by warlord Charles Taylor’s NPFL. After at least 13 failed peace attempts, a ceasefire agreement was finally reached in 1996. It laid the groundwork for elections in 1997, which Taylor won, largely in the hope that electing him would end the bloodshed. Despite ECOMOG’s many problems, including a reputation for looting, it had considerable support among Liberians. Nigeria shouldered much of the financial and military burden.
=> MORE DE+FR ECOMOG in Archiv Afrikanews 2009-2014
Sierra Leone
1997-1999: Sierra Leone was a related conflict, but a less successful intervention by ECOMOG. The RUF rebellion, infamous for its hand-cutting, began in 1991 supported by Taylor. A coup in 1997 brought members of the RUF into power. It was a period of lawlessness and chaos. ECOMOG intervened, but the RUF launched “Operation No Living Thing” and in 1999 entered Freetown. ECOMOG eventually forced them out, but the final defeat of the RUF was down to British forces who arrived in 2000.


AMISOM troops in Somalia
Lesotho
1998: Post-election unrest led to a mutiny by the Lesotho Defence Force, which was put down by an intervention by South African and Botswanan forces. But the action was controversial. While South Africa claimed the intervention was a Southern African Development Community (SADC) peacekeeping mission, the regional body has not yet agreed proposals related to coups in its governing treaty. South Africa justified the intervention on the grounds that it, and other neighbouring countries, had been invited in by the Lesotho prime minister.
=> MORE DE+FR Lesotho in Archiv Afrikanews 2009-2014
or HERE in AFRIKANEWS-2

Somalia
2007–present: The African Union Mission in Somalia, or AMISOM, is a peace enforcement mission. It is mandated to support the Somali government in its battle against al-Shabab militants and train the Somali security forces. AMISOM has successfully squeezed the territory under al-Shabab control, but the militants are far from defeated. AMISOM’s 22,000-soldiers, currently drawn from Uganda, Burundi, Djibouti, Kenya, and Ethiopia, are under-manned and under-equipped. Dependent on international funding for salaries and UN logistical support, several countries have threatened to withdraw as a result of pay cuts imposed by the European Union.
=> MORE DE+FR AMISOM in Archiv Afrikanews 2009-2014
or HERE in AFRIKANEWS-2

The Comoros
2008: African Union troops from Tanzania and Sudan made an amphibious landing on the Comorian island of Anjouan to topple a renegade military leader. He had refused to hold elections under the auspices of the AU and instead declared himself president of Anjouan, in defiance of the federal government. Elections were subsequently held at the end of the year. The AU contingents were withdrawn, despite requests by the central government for them to stay as a stabilising presence.
=> MORE DE+FR Komoren/ Comores in Archiv Afrikanews 2009-2014
or HERE in AFRIKANEWS-2

Guinea-Bissau
2012-2017: The ECOWAS Mission in Guinea-Bissau, known as ECOMIB, was deployed in the aftermath of a military coup to help establish a civilian-led transitional government in this notoriously unstable country. Elections were held in 2014, and the 650-strong ECOMIB mission was initially meant to end in June 2016. The deployment, made up of troops from Nigeria, Burkina Faso, Senegal, Togo, and Niger, was extended to allow for the retraining of the Bissau-Guinean military.
=> MORE DE+FR ECOMOIB in Archiv Afrikanews 2009-2014
or HERE in AFRIKANEWS-2

Mali
2013: After repeated failed peace initiatives, ECOWAS deployed the African-led International Support Mission to Mali (AFISMA) to support the government threatened by separatist rebels and Islamic militants in northern Mali. It was not a success. The UN was lukewarm about the intervention. AFIMSA never reached the required troop strength and was hamstrung by logistical problems. The real turning point in the conflict was the intervention of French and Chadian forces. AFISMA was subsequently folded into a much larger and better-resourced UN operation.
=> MORE DE+FR Krieg – Guerre in Partnerblog MALI-INFORMATIONEN

Lake Chad Basin
2015–present: The Multinational Joint Task Force was established by Lake Chad Basin countries to tackle Boko Haram. Comprising Nigeria, Cameroon, Chad, Niger, and Benin, it has gradually gained ground despite logistical, technical, and financial challenges.
oa/ag
=> MORE DE+FR Boko Haram, Lac Tchad HERE in AFRIKANEWS-2

=> MORE DE+FR Afrikanische Union / Union Africaine in Archiv Afrikanews 2009-2014
or HERE in AFRIKANEWS-2

– AFRIKANEWS ARCHIV –
jetzt auch auf
FACEBOOK

Aufrufe: Habré-Urteil soll afrikanische Justiz ankurbeln

La justice africaine est demandé de profiter du procès Habré

Justiz: Afrika soll den Prozess gegen Habré verallgemeinern
2016.06.01 10:30 – Von Selim Saheb Ettaba – AFP
Die Verurteilung des ehemaligen tschadischen Präsidenten Hissène Habré durch ein afrikanisches Sondergericht in Dakar wurde als Umsetzung des Prinzips “Afrika richtet Afrika” begrüßt. Die Verallgemeinerung davon wird nun von Menschenrechteaktivisten und Anwälten in der Form einer “permanenten afrikanischen Gerichtsbarkeit” gefordert.
AUF DEUTSCH (VON MIR ETWAS VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITERLESEN UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

SIEHE AUCH – DOSSIER- VOIR AUSSI:
Regimeterror Tschad 1990er: Prozess gegen Ex-Diktator Habré in Dakar
Le Procés de Hissène Habré pour torture et crimes contre l’humanité

Justice: l’Afrique appelée à transformer l’essai du procès Habré
01.06.2016 à 10:30 – Par Selim SAHEB ETTABA – AFP
La condamnation de l’ex-président tchadien Hissène Habré par un tribunal spécial africain à Dakar a été saluée comme l’application du principe que “l’Afrique juge l’Afrique”, dont la généralisation est désormais exigée par militants des droits de l’Homme et juristes sous la forme d’une “justice africaine permanente”.

Senegalesische Sicherheitskräfte vor Gericht, Prozess Habre in Dakar, 30. Mai 2016
Continue reading Aufrufe: Habré-Urteil soll afrikanische Justiz ankurbeln