Category Archives: Justice

Gabun, Nachwahlen-Gewalt 2016: Untersuchung wg Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Frankreich

Violences post-électorales au Gabon en 2016: enquête en France sur d’éventuels crimes contre l’humanité

Gewalt nach den Wahlen in Gabun im Jahr 2016: Untersuchung in Frankreich in mögliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit
2017.07.01 um 14:00 Uhr – AFP
Eine französische Untersuchungsrichterin hat beschlossen, mögliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der Unruhen nach dem Sieg von Ali Bongo bei den Präsidentschaftswahlen in Gabun im Jahr 2016 zu untersuchen, hieß es am Samstag aus einer mit der Materie vertrauten Quelle. Plünderungen, stark unterdrückte Demonstrationen, Verhaftungen zu Hunderten: Gabun war für mehrere Tage Schauplatz von Gewalt, nach der Ankündigung des Sieges des scheidenden Staatschefs Ali Bongo am 31. August 2016, der immer noch vom Gegner Jean Ping bestritten wird…..
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Violences post-électorales au Gabon en 2016: enquête en France sur d’éventuels crimes contre l’humanité
01.07.2017 à 14:00 – AFP
Une juge d’instruction française a décidé d’enquêter sur d’éventuels crimes contre l’humanité perpétrés lors des violences post-électorales au Gabon en 2016 après la victoire d’Ali Bongo à la présidentielle, a-t-on appris samedi de source proche du dossier.

Unterstützer des Oppositionsführers Jean Ping von Gabun, in Weiß gekleidet und die Handfläche als Friedenszeichen weiß bemalt, demonstrieren in Libreville – PHOTO afp.com by FLORIAN PLAUCHEUR
Des partisans du leader de l’opposition gabonaise Jean Ping, habillés en blanc et la paume de la main peinte en blanc en signe de paix, manifestent à Libreville le 10 septembre 2016

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Anlagebetrug in Afrika: Großer Prozess in Benin – “Affäre Madoff”

Escroqueries en Afrique: procès de l'”affaire Madoff à la béninoise”

Sieben Jahre später, der Prozess gegen den „Madoff in Benin“
2017.07.01 11:00 – Von Joshua MEHOUENOU, Célia LEBUR Lagos – AFP
Sieben Jahre nach dem größten Finanzskandal in der Geschichte Benins versucht die Justiz zu verstehen, wie ICC-services Zehntausende von Menschen betrügen konnten, die ihnen ihre Ersparnisse anvertraut hatten. Eine auf dem afrikanischen Kontinent fast alltäglich gewordene Geschichte. Der Prozess, der in dieser Woche vor dem Schwurgericht von Cotonou begann, wurde in dem kleinen Land in Westafrika mit Spannung erwartet….
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Sept ans après, procès de l'”affaire Madoff à la béninoise”
01.07.2017 à 11:00 – Par Josué MEHOUENOU, Célia LEBUR à Lagos – AFP
Sept ans après le plus gros scandale financier de l’histoire du Bénin, la justice tente de comprendre comment ICC-services a pu escroquer des dizaines de milliers de gens qui lui avaient confié leurs économies. Une histoire devenue presque banale sur le continent africain.

Topka Markt in Cotonou, Benin – PHOTO afp.com by ALAIN JOCARD
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Togo, Vergangenheitsbewältigung: Erinnerung an politische Gewalt 2005

Togo: cérémonies de “purification” en mémoire des violences politiques

Togo: „Reinigungs“-Zeremonien in Erinnerung an politische Gewalt
23/06/2017 19:00 – AFP
Für die „Förderung des Geistes der Befriedung“ und „Toleranz“ nach der politischen Gewalt in der jüngeren Geschichte des Landes, vor allem im Jahr 2005, werden in Togo vom 03-09 Juli „Reinigungs“-Zeremonien stattfinden, so die Regierung am Freitag. Diese Zeremonien werden auch „einen Beitrag leisten zur Konsolidierung des Klimas vor dem Reparaturprogramm (Entschädigung) für die Opfer“, wurde in den staatlichen Medien verlesen……
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Togo: cérémonies de “purification” en mémoire des violences politiques
23.06.2017 à 19:00 – AFP
Des cérémonies de “purification” se dérouleront au Togo du 3 au 9 juillet pour “promouvoir l’esprit d’apaisement” et de “tolérance”, après les violences politiques commises dans l’histoire récente du pays, notamment en 2005, a indiqué vendredi le gouvernement.

Togolesische Soldaten patrouillieren durch die Straßen von Lomé nach den Ergebnissen der Präsidentschaftswahlen, 7. Februar 2005 – PHOTO afp.com by PIUS UTOMI EKPEI
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Südafrika: Justiz blickt endlich auf dunkle Seiten der Apartheid

Afrique du Sud: la justice rouvre un dossier sombre de l’apartheid

Südafrika: Wiedereröffnung einer dunklen Akte der Apartheid durch die Justiz
10.00 Uhr 24/06/2017 – Von Philippe ALFROY – AFP
Es ist ein Dossier aus einer anderen Zeit, dessen Wahrheit lange auf dem Altar der Post-Apartheid Versöhnung geopfert worden ist. Fast ein halbes Jahrhundert nach der Tat wird die südafrikanische Justiz es dennoch wieder öffnen, auf die Gefahr hin, die Wunden der Vergangenheit wiederzubeleben. Der Aktivist der illegalen Kommunistischen Partei (SACP) Ahmed Timol, 30, wurde am Abend des 22. Oktober 1971 in Johannesburg verhaftet. Nach fünf Tagen Haft wurde er für tot erklärt, als Opfer eines Sturzes aus dem zehnten Stock des Polizeihauptquartiers.
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Afrique du Sud: la justice rouvre un dossier sombre de l’apartheid
24.06.2017 à 10:00 – Par Philippe ALFROY – AFP
C’est un dossier criminel d’un autre temps, dont la vérité a été longtemps sacrifiée sur l’autel de la réconciliation post-apartheid. Près d’un demi-siècle après les faits, la justice sud-africaine va pourtant le rouvrir, au risque de raviver des blessures du passé.

Ahmed Timol, Anti-Apartheid-Aktivist, starb plötzlich in Haft bei der südafrikanischen Polizei in Oktober 1971
Imtiaz Cajee montre le 25 mai 2017 à Pretoria une photo de son oncle, Ahmed Timol, militant anti-apartheid, mort brutalement pendant sa détention par la police sud-africaine en octobre 1971
afp.com – GIANLUIGI GUERCIA

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Missbrauchsvorwürfe: Kongo-Brazzaville zieht UN-Soldaten aus Zentralafrika ab

Centrafrique: les Casques bleus congolais accusés d’abus sexuels vont quitter le pays

Missbrauchsvorwürfe – Kongo zieht UN-Soldaten aus Zentralafrika ab
22.06.2017 14:16 Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe http://www.tt.com/
New York/Kinshasa/Bangui (APA/AFP) – Nach Missbrauchsvorwürfen zieht die Republik Kongo rund 600 Soldaten vom UN-Einsatz in Zentralafrika (MINUSCA) ab. Die Regierung von Präsident Denis Sassou Nguesso habe die Entscheidung zum Rückzug getroffen, teilte die UNO am Mittwoch (Ortszeit) mit……
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Centrafrique: les Cas d’abus sexuels vont quitter le paysques bleus congolais accusés
21.06.2017 à 23:00 – AFP
Environ 600 Casques bleus congolais déployés en Centrafrique vont être rapatriés après des accusations d’abus sexuels et de manquements, a annoncé l’ONU mercredi. Le gouvernement du président congolais Denis Sassou Nguesso “a décidé de retirer” ses troupes déployées dans le cadre de la Minusca après que le chef militaire de cette mission onusienne s’est plaint du comportement du bataillon congolais, précise un communiqué de l’ONU.

Sexueller Aggressionen angeklagte kongolesische Minusca-Soldaten vor einem Militärgericht in Kinshasa, DR Kongo – PHOTO afp.com by EDUARDO SOTERAS
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Affären „Unrechtmäßige Gewinne“: Erster Prozess eröffnet – Teodorin Obiang, Äquatorialguinea

Minidossier deutsch & francais
“Biens mal acquis”: le procès du fils du président de Guinée équatoriale est ouvert
TOP-PHOTO afp.com by JEROME LEROY: Der Vizepräsident von Äquatorial-Guinea Teodorin Obiang
Le vice-président de Guinée équatoriale Teodorin Obiang le 25 juin 2013 à Malabo

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Deutsche Texte: Von mir verbesserte Google-Übersetzungen

1. „Unrechtmäßige Gewinne“: der Sohn des Präsidenten von Äquatorialguinea abwesend bei seinem Prozess LESEN
16/06/2017 20:00 – AFP
Der Sohn des Präsidenten von Äquatorialguinea, Teodorin Obiang, der von Montag an in Paris in der als „unrechtmäßig erworbene Gewinne“ bekannten Prozedur über betrügerische Bereicherung in Frankreich verhandelt wird, wird in seinem Prozess nicht anwesend sein, sagte am Freitag der Botschafter seines Landes und denunzierte „eine große Verschwörung“
„Es stellt sich heraus, dass wir vor einem echten Willen stehen, dem Bild von Äquatorial-Guinea als Staat und seiner Vertreter zu schaden“, sagte Miguel Oyono Ndong Mifumu, Botschafter in Frankreich, auf einer Pressekonferenz. Diese Prozedur sei eine „große Verschwörung“ und eine „große Operation der Dämonisierung“ .
Von seinem Vater Teodoro Obiang, der Äquatorial-Guinea seit 1979 beherrscht, im Juni 2016 zum Vizepräsidenten gefördert, wird Teodorin Obiang folgender Punkte beschuldigt: Vernebeln der Missbräuche von Vermögen der Gesellschaft (Geldwäsche), Veruntreuung öffentlicher Gelder, Vertrauensmissbrauch und Korruption.
Er riskiert bis zu zehn Jahren Haft und eine Geldstrafe, die insgesamt rund 50 Millionen Euro erreichen könnte, aber er bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.
Der Fall Teodorin Obiang ist der erste der so genannten „unrechtmäßig erworbene Gewinne“-Verfahren (- welche auf die Aneignungsbedingungen immenser Vermögenswerte in Frankreich durch mehrere afrikanische Führer fokussiert sind -) , das in die Prozessphase gekommen ist.
Teodorin Obiang besitzt insbesondere eine Wohnung in der Avenue Foch, einer der reichsten Gegenden von Paris, mit Wasserhähnen in Blattgold und einer Garage voller Luxusautos (Porsche, Ferrari, Bentley, Bugatti), sowie eine auf 100 Millionen Dollar geschätzte Yacht.

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„Diese Akte ist leer“, donnerte der Botschafter und denunzierte eine „Instrumentalisierung der französischen Justiz“ durch die „so genannten NGOs“ Transparency International und Sherpa, die beide in diesem Verfahren Zivilparteien (Nebenkläger) sind.
Der Anwalt für Äquatorial-Guinea, Jean-Charles Tchikaya, sagte, dass sein Land ein Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof eingeleitet hatte, um die Legitimität Frankreichs in Frage zu stellen, Teodorin Obiang zu beurteilen.
Er glaubt, dass die französische Justiz „internationales Recht verletzt“, und dass dieses Verfahren „nicht grotesker sein könnte als es ist.“
Laut Miguel Oyono Ndong Mifumu kann dieser Fall „Auswirkungen auf die bilateralen Beziehungen“ zwischen seinem Land und Frankreich haben.
Unter Berufung auf französische Unternehmen in Äquatorial-Guinea wie Bouygues, Total, Vinci und Accor sagte der Botschafter: „Die alle sind besorgt.“
„Man will all das wegen eines alten Gebäudes in Frage stellen,“ wegen einer „hohlen Geschichte“, sagte er weiter.
© 2017 AFP

2. Von den ersten Klagen bis zum Prozess Obiang, die Affäre der „unrechtmäßigen Gewinne“ Chronik – LESEN
17/06/2017 12:00 – AFP
Wesentliche Etappen in der als „unrechtmäßig erworbene Gewinne“ bekannten Prozedur über betrügerische Bereicherung mehrerer afrikanischer Führer in Frankreich mit veruntreuten öffentlichen Geldern aus ihren Ländern.
– Die Kläger: das Hindernisrennen –
– 27. März 2007: Drei Gruppen (Sherpa, Survie et la Fédération des Congolais de la diaspora) reichen Klagen gegen afrikanische Staatsoberhäupter ein und beschuldigen sie, mit unterschlagenen öffentlichen Geldern Vermögen in Frankreich aufgebaut zu haben. Die Voruntersuchung wird im November folgenlos geschlossen.
– 2. Dezember 2008: Neue Klage, eingereicht von Transparency International, Sherpa und einem gabunischen Bürger. Die Klage mit ihrer Erklärung zur Zivilpartei richtet sich gegen Gabuns Omar Bongo (der 2009 starb), Denis Sassou Nguesso (Republik Kongo) und Teodoro Obiang Nguema, Äquatorialguinea.
– 9. November 2010: Nach einigem Zögern über die Zulässigkeit der Klage von Anti-Korruptions-NGOs und widersprüchlichen Entscheidungen zwischen Untersuchungsrichter, Staatsanwalt und Berufungsgericht, urteilt das Kassationsgericht, das höchste französische Gericht, dass die Justiz über das Vermögen der drei Staatschefs und einige ihrer Verwandten untersuchen darf. Zwei Untersuchungsrichter werden ernannt.
– Sicherstellungen und Beschlagnahmen –
– 28. September 2011: Fahrzeuge der Familie von Obiang Nguema wurden nach einer Durchsuchung eines Gebäudes einer ihm nahestehenden Person beschlagnahmt.
– 14-24 Februar 2012: Durchsuchung einer Pariser Villa. Über 200 Kubikmeter von Objekten der Obiang Nguema Familie wurden beschlagnahmt.
– 13. Juli 2012: Ein internationaler Haftbefehl gegen Teodorin Obiang, den Sohn des Präsidenten von Äquatorialguinea, der der Vorladung der Ermittlungsrichter zu folgen verweigert.
– 19. Juli 2012: Justiz beschlagnahmt in Paris die Villa von Teodorin Obiang im Wert von 100 bis 150 Millionen Euro.

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– 18. März 2014: Teodorin Obiang wird angeklagt: Verschleierung von Unterschlagungen, Veruntreuung von öffentlichem Vermögen und Vertrauensmissbrauch.
– 29. September 2015: Die Richter beschlagnahmen mehrere Objekte, darunter ein Luxus-Haus in der Gegend von Paris, denn sie verdächtigen einen Neffen von Sassou Nguesso, der wahre Eigentümer zu sein. Ein gutes Dutzend Luxusfahrzeuge wurden bereits im Februar in einem noblen Vorort von Paris bei Familienmitgliedern beschlagnahmt.
– 2 fév 2016: Le président Sassou Nguesso contre-attaque, portant plainte à Paris pour “escroquerie au jugement”.
– Juristische Schlachten –
– 15. Dezember 2015: Der Kassationshof weist den Widerspruch Teodorin Obiangs zurück, der die Aufhebung seiner Anklage suchte, unter Berufung auf seine Immunität als zweiter Vizepräsident seines Landes seit Mai 2012.
– 2. Februar 2016: Präsident Sassou Nguesso startet einen Gegen-Angriff: Klage in Paris wegen „Betrug im Urteil.“
– 22. April 2016: Beschlagnahme von Immobilien der Familie des gabunischen Präsidenten Ali Bongo in Paris und Nizza. Zwei Wohnungen in Paris unter dem Namen von Antoinette Sassou Nguesso, der Ehefrau des kongolesischen Präsidenten, wurden ebenfalls beschlagnahmt.
– 23. Mai 2016: Die National Finanz-Staatsanwaltschaft fordert, Teodorin Obiang vor die Strafkammer zu stellen.
– 14. Juni 2016: Äquatorial-Guinea fordert den Internationalen Gerichtshof (IGH) auf, dass Frankreich das Verfahren gegen den Präsidentensohn beendet, unter Berufung auf seine Immunität.
– 5. September 2016: Teodorin Obiang, 47, Ende Juni von seinem Vater zum Vizepräsidenten befördert, wird an das Pariser Strafgericht überwiesen, wegen Verschleierung von Missbräuchen von Volksvermögen (Geldwäsche), Veruntreuung öffentlicher Gelder, Vertrauensmissbrauch und Korruption.
– 4. Januar 2017: Bei der Eröffnung des Prozesses. Obiang bekommt Zeit, um seine Verteidigung vorzubereiten. Der Prozess wurde bis zum 19. Juni verschoben
© 2017 AFP

3. Teodorin Obiang, der verlorene Sohn von Äquatorialguinea Portrait – LESEN
17/06/2017 12:00 – Von Samuel OBIANG in Malabo, Samir tounsi Libreville – AFP
„Ich versuche immer etwas Besonderes“, sagt er unverblümt. Teodorin Obiang, der älteste Sohn des Präsidenten von Äquatorialguinea, wird ab Montag von der französischen Justiz verhandelt, die ihn verdächtigt, durch große Griffe in die Kassen seines kleinen Ölstaates, wo viele Menschen mit weniger als zwei Dollar pro Tag überleben, seine Luxusgeschmäcker gestillt zu haben.
Villas, Renn- und Luxusauto, Markenanzüge zu Dutzenden, Privatjets, verrückte Partys und schöne Frauen … Teodorin Obiang, 47 und seit Juni letzten Jahres Vice President , ist der erste, der vor Gericht erscheint in der als „unrechtmäßig erworbene Gewinne“ bekannten Prozedur über betrügerische Bereicherung mehrerer afrikanischer Führer in Frankreich mit veruntreuten öffentlichen Geldern aus ihren Ländern.
Aber er wird bei seinem Prozess nicht anwesend sein, sagte am Freitag der Botschafter von Äquatorialguinea in Frankreich, und denunzierte eine „Verschwörung“.
Der 1969 geborene Teodorin ist zehn Jahre alt, als sein Vater Teodoro Obiang seinen Onkel, den verrückten, blutrünstigen und reaktionären Diktator Francisco Macias Nguema stürzt. Das „einzige Wunder von Äquatorialguinea“, wie Macias Nguema sich nennen ließ, hatte in dem seit 1968 unabhängigen, ehemaligen spanischen Besitztum Schulen und Krankenhäuser abgeschafft, die Eisenbahn demontiert und das Tragen von Schuhen verboten.
In den 1980er Jahren absolviert der Sohn des Präsidenten seiner Schulzeit in Frankreich an der sehr selekten Schule von Roches in der Normandie (Nordwesten), die den Nachwuchs „der Führer der Welt“ zu unterrichten sich rühmt.
Teodorin, ein verlorener Sohn, der bereits Liebhaber von Partys und Dolce Vita in Paris, Rio oder Malibu geworden ist, zählt mehr als 30 Jahre, als er von seinem Vater im Jahr 1997 an die Spitze des Ministeriums für Forstwirtschaft gesetzt wird. Es ist zu der Zeit, als sein früher ressourcenloses Land sich plötzlich dank des Öls heftig bereichert. „In den 2000er Jahren hatte sich das BIP um mehr als das 10fache erhöht“, laut dem französischen Schatzamt.

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Im Amt bis 2012 wird Teodorin also zum Paten des Holzes, dem anderen Reichtum Äquatorialguineas, das aufgespreizt zwischen Insel Malabo und seinem Festland im Golf von Guinea zwischen Gabun und Kamerun liegt.
Zu dieser Zeit, an der Wende der Jahre 1990/2000, öffnet Teodorin auch die Tür seiner Suite im Hotel Bristol in der Nähe seines Lieblingsviertels in Paris, den Champs-Elysées, einem französischen Fernsehteam.
– Auf einen Schlag dreißig Anzüge –
Die besten Weine, Ausflüge am Steuer seiner Bentleys, Rolls, Ferraris, Lamborghinis, auf einen Schlag dreißig Anzüge von berühmten Schneidern kaufen … „Ich suche immer etwas Besonderes“, sagt er vor der Kamera zu einem Juwelier, der ihm eine Uhr zu 146.000 Francs (damals heutige 22.250 Euro) anbietet.
Fünfzehn Jahre später wird der ewige Junggeselle mit dem Aussehen eines Rockstars (dunkle Brille, glattes Haar, gestutzter Bart) in Frankreich strafverfolgt, sich dort ein eines modernen Pharaos würdiges Vermögen angehäuft zu haben.
Im Mittelpunkt: eine Villa von 4000 m2 in der Pariser Avenue Foch – das Champs-Elysées Viertel, schon wieder …-, wo der Preis pro m2 zwischen 10.000 und 15.000 Euro liegt.
Der auch in der Schweiz in Frage gestellte Teodorin pflegt seine Popularität in seinem Land, wo das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen – $ 14.000 pro Jahr, zu dem höchsten in Afrika zählend – große Ungleichheiten maskiert. Viele der 800.000 Menschen leben immer noch unterhalb der Armutsgrenze, von weniger als zwei Dollar pro Tag, nach mehreren Indikatoren.
Der Dienstälteste der afrikanischen Staats- und Regierungschefs, sein Vater, beförderte im Juni, kurz nach seiner Wiederwahl mit dem üblichen Wert von mehr als 90% der Stimmen, seinen Sohn zum Ersten Vizepräsidenten.
Mit der Einschätzung, dass dieser Status ihm diplomatische Immunität gäbe, versuchte Obiang Sohn vergeblich per Eingabe beim Internationalen Gerichtshof (IGH) die französischen Gerichte zu vermeiden.
Die Gerichtsbarkeit in Den Haag verordnet dennoch Frankreich, die Villa Avenue Foch, die von Malabo als Sitz seiner diplomatischen Mission präsentiert wird, zu schützen.
Am Freitag wiederholte die äquatorialguineische Regierung, dass ein solcher Prozess „inakzeptabel“ sei.
Der große Musikliebhaber – „Groove, Acid Jazz, Soul, Reggae, vor allem Musik, die bewegt“, sagte er dem französischen Fernsehen – Teodorin organisiert oft große Sylvester-Konzerte mit namhaften afrikanischen Musikern, um sein Bild unter der Jugend zu polieren.
Er ist auch Leiter des Asonga Radio und Fernsehen, das zwischen zwei Newsblocks hippe Clips sendet und hält ein Auge auf die Aktivitäten des Vereins der Söhne Obiangs (ASHO), einer Jugendorganisation zum Ruhme seines Vaters.
Für die Feiertage wurde Teodorin auch seinem Spitznamen Santa Claus gerecht, indem er Geschenke an seine Mitbürger verteilte. Ohne pingelig zu zählen, wie üblich.
© 2017 AFP

4. „Unrechtmäßige Gewinne“: Die Verteidigung von T. Obiang versucht, die Klage zu Fall zu bringen LESEN
22.00 Uhr 19/06/2017 – Von Sylvain PEUCHMAURD – AFP
In einem überhitzten Anhörungsraum kämpfte die Verteidigung Teodorin Obiangs am Montag, um zu versuchen, den Prozess des Vizepräsidenten von Äquatorial-Guinea zu vereiteln, in dem er beschuldigt wird, in Frankreich in betrügerischer Weise ein beträchtliches Vermögen aufgebaut zu haben.
Anklagen: Verschleierung von Missbräuchen sozialer Güter (Geldwäsche), Unterschlagung öffentlicher Gelder, Vertrauensmissbrauch und Korruption.
Mr. Obiang, der vor Gericht nicht erschienen ist, riskiert bis zu zehn Jahren Haft und eine Geldstrafe, die rund 50 Millionen Euro erreichen könnte.
Vor 6 Monaten hatte Teodorin Obiang einen ersten Aufschub erhalten, um seinen Anwälten Zeit zu geben, seine Verteidigung vorzubereiten.
Sein Anwalt Emmanuel Marsigny hat am Montag ohne Erfolg eine weitere Verzögerung des Prozesses bis zum Abschluss des Verfahrens vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag (Niederlanden) gefordert.
Nach Klage von Äquatorial-Guinea, das die französischen Verfolgungen gegen seinen Stellvertreter in Frage stellt, verordnete der IGH am 7. Dezember 2016 Frankreich,, bis zum Ausgang des Verfahrens die Unverletzlichkeit der von der französischen Justiz beschlagnahmten luxuriösen Gebäude Avenue Foch (Paris) sicherzustellen. Malabo präsentiert dieses Gebäude als diplomatische Räumlichkeit.
Bei der Ablehnung des Aufschubantrags stellte das Gericht fest, dass die derzeitigen Verfahren vor dem IGH es „unmöglich“ machen, eine Konfiszierung der Gebäude gegebenenfalls zu implementieren, nicht aber, diese auszusprechen.

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Aber die Verteidigung erhebt weitere Argumente: nach Mr. Marsigny ist die Verordnung an das Gericht ungültig, weil Teodorin Obiang kraft seines Status als Vizepräsident, solange im Amt, eine Immunität habe.
„Das ist ein falscher Vizepräsident“, der Titel sei ihm von seinem „Vater“ gegeben worden, um ihm eine „Flucht“ vor der französischen Justiz zu ermöglichen, antwortete Jean-Pierre Spitzer, Rechtsanwalt von Cored ( Koalition zur Restauration des demokratischen Staates) Gegner der Regierung an der Macht, deren Mitglieder „gefoltert“ worden seien.
“Karnevalsimmunität”, “Bazar”, fügte William Bourdon, Anwalt von Transparency, hinzu.
Das Gericht wird Mittwoch bei der Wiederaufnahme der mündlichen Verhandlung mitteilen, ob es diese Nachfrage befriedigen will.
– Ausgaben für Luxus –
Vor allem glaubt die Verteidigung, dass, um Teodorin Obiang für Geldwäsche richten zu können, die französische Justiz entscheiden muss, ob das für alle verwendete Einkäufe Geld eine legale Herkunft hatte oder nicht. Das heißt, versuchen, einen ausländischen Angeklagten für im Ausland begangene Handlungen nach französischem Recht zu richten. Das liefe darauf hinaus, „hier eine Kompetenz der universellen Gerichtsbarkeit zu schaffen“, plädierte Marsigny . „Das ist ein großes, übergeordnetes rechtliches Problem.“
Ihm zufolge setzt sich Frankreich „einer Überantwortungan den UN-Sicherheitsrat aus.“
Gefühl von „Übelkeit, Ekel“, antwortete Bourdon, unterbrochen von Marsigny, der den „politischen Prozess“ beschimpfte.
Bourdon fuhr fort mit dem Vorwurf an die Verteidigung, „das Grab dieses Prozesses graben“ und zu ein „Mausoleum der Straflosigkeit“ bauen zu wollen.
Darauf antwortete Herr Sergio Tomo, ein weiterer Anwalt von Mr. Obiang, mit mehreren Pfeilen auf seinen Gegner und verglich ihn nach einem afrikanischen Sprichwort mit einer Krabbe, die „schlecht tanzen kann“, weil sie „zu viele Beine hat“. Oder mit dem Vorwurf, auf die Einziehung des Vermögens der Avenue Foch zu warten, um seine Honorare zu bekommen.
Der Prozess soll bis zum 6. Juli dauern.
© 2017 AFP

1. “Biens mal acquis”: le fils du président de Guinée équatoriale absent à son procès LIRE
16.06.2017 à 20:00 – AFP
Le fils du président de Guinée équatoriale, Teodorin Obiang, jugé à Paris à partir de lundi dans la procédure dite des “biens mal acquis” portant sur un enrichissement frauduleux en France, sera absent de son procès, a annoncé vendredi l’ambassadeur de son pays, dénonçant “un vaste complot”.
“Il s’avère que nous sommes devant une réelle volonté de nuire à l’image de la Guinée équatoriale en tant qu’État et à ses représentants”, a déclaré lors d’une conférence de presse Miguel Oyono Ndong Mifumu, ambassadeur en France, qualifiant de “vaste complot” et de “vaste opération de diabolisation” cette procédure.
Promu fin juin 2016 au poste de vice-président par son père Teodoro Obiang, qui dirige la Guinée équatoriale depuis 1979, Teodorin Obiang est poursuivi pour blanchiment d’abus de biens sociaux, de détournement de fonds publics, d’abus de confiance et de corruption.
Il encourt jusqu’à dix ans d’emprisonnement et une amende qui pourrait atteindre quelque 50 millions d’euros, mais conteste les infractions qui lui sont reprochées.
L’affaire Teodorin Obiang est la première des procédures dites de “biens mal acquis” – portant sur les conditions d’acquisition de riches patrimoines en France par plusieurs dirigeants africains – à atteindre le stade du procès.
Teodorin Obiang possède notamment un appartement avenue Foch, dans l’un des quartiers les plus riches de Paris, aux robinets recouverts de feuilles d’or et dont le garage est rempli de voitures de luxe (Porsche, Ferrari, Bentley, Bugatti) et un yacht d’une valeur estimée à 100 millions de dollars.
“Ce dossier est vide”, a tonné l’ambassadeur dénonçant une “instrumentalisation de la justice française” par les “soi-disant” ONG Transparency International et Sherpa, parties civiles dans cette procédure.
L’avocat de la Guinée équatoriale, Me Jean-Charles Tchikaya, a précisé que son pays avait engagé une procédure devant la Cour de justice internationale, contestant la légitimité de la France à juger Teodorin Obiang.
Il estime que la justice française “viole le droit international” et que cette procédure est “on ne peut plus ubuesque”.
Selon Miguel Oyono Ndong Mifumu, cette affaire risque d’avoir “des conséquences sur les relations bilatérales” entre son pays et la France.
Citant des entreprises françaises présentes en Guinée équatoriale comme Bouygues, Total, Vinci ou Accor, l’ambassadeur a déclaré: “tout ce monde-là est inquiet”.
“On veut remettre tout ça en cause à cause d’un vieil immeuble”, d’une “affaire bidon”, a-t-il encore dit.
© 2017 AFP
2. Des premières plaintes au procès Obiang, l’affaire des “biens mal acquis” Chronologie – LIRE
17.06.2017 à 12:00 – AFP
Principales étapes de l’affaire dite des “biens mal acquis” qui porte sur les conditions d’acquisition de riches patrimoines en France par plusieurs dirigeants africains, au moment où reprend lundi un premier procès, celui de Teodorin Obiang, fils du président de Guinée équatoriale.
– Plaignants: le parcours du combattant –
– 27 mars 2007: Trois associations (Sherpa, Survie et la Fédération des Congolais de la diaspora) déposent des plaintes visant des chefs d’Etat africains accusés d’avoir bâti en France une fortune avec de l’argent public détourné. L’enquête préliminaire est classée sans suite en novembre.
– 2 déc 2008: Nouvelle plainte déposée par Transparency International, Sherpa et un ressortissant gabonais. La plainte avec constitution de partie civile vise le Gabonais Omar Bongo (décédé en 2009), le Congolais Denis Sassou Nguesso et l’Equato-Guinéen Teodoro Obiang Nguema.
– 9 nov 2010: Après des hésitations sur la recevabilité de la plainte d’une ONG anticorruption et des décisions contradictoires entre juges d’instruction, parquet et cour d’appel, la Cour de cassation, la plus haute juridiction française, annonce que la justice peut enquêter sur le patrimoine des trois chefs d’Etat et de certains de leurs proches. Deux juges d’instruction sont désignés.
– Saisies et perquisitions –
– 28 sept 2011: Des véhicules de la famille d’Obiang Nguema sont saisis après une perquisition dans un immeuble appartenant à son entourage.
– 14-24 fév 2012: Perquisition dans un hôtel particulier parisien. Environ 200 m3 de biens de la famille Obiang Nguema sont saisis.
– 13 juil 2012: Un mandat d’arrêt international est lancé contre Teodorin Obiang, fils du président équato-guinéen, qui refuse de répondre à la convocation des juges d’instruction.
– 19 juil 2012: La justice saisit à Paris l’hôtel particulier de Teodorin Obiang, d’une valeur de 100 à 150 millions d’euros.
– 18 mars 2014: Teodorin Obiang est mis en examen pour blanchiment de détournement de fonds publics, abus de biens sociaux et abus de confiance.
– 29 sept 2015: Les juges saisissent plusieurs propriétés, dont une luxueuse demeure dans la région parisienne, soupçonnant un neveu de Sassou Nguesso d’en être le véritable propriétaire. Ils ont déjà saisi une quinzaine de véhicules de luxe en février dans une banlieue huppée de Paris chez des membres de la famille.
– Batailles juridiques –
– 15 déc 2015: La Cour de cassation rejette le pourvoi de Teodorin Obiang, qui demandait l’annulation de sa mise en examen, invoquant son immunité de deuxième vice-président de son pays depuis mai 2012.
– 2 fév 2016: Le président Sassou Nguesso contre-attaque, portant plainte à Paris pour “escroquerie au jugement”.
– 22 avr 2016: Des biens immobiliers à Paris et Nice, appartenant à la famille du président gabonais Ali Bongo, sont saisis. Deux appartements à Paris au nom d’Antoinette Sassou Nguesso, l’épouse du président congolais, ont également été confisqués.
– 23 mai 2016: Le parquet national financier requiert le renvoi en correctionnelle de Teodorin Obiang.
– 14 juin 2016: La Guinée équatoriale demande à la Cour internationale de justice (CIJ) que la France mette fin aux procédures contre le fils du président, invoquant son immunité.
– 5 sept 2016: Teodorin Obiang, 47 ans, promu vice-président fin juin par son père, est renvoyé devant le tribunal correctionnel de Paris pour blanchiment d’abus de biens sociaux, de détournement de fonds publics, d’abus de confiance et de corruption.
– 4 jan 2017: A l’ouverture du procès, Obiang obtient un délai pour préparer sa défense. Le procès est reporté au 19 juin.
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3. Teodorin Obiang, le fils prodigue de la Guinée équatoriale Portrait – LIRE
17.06.2017 à 12:00 – Par Samuel OBIANG à Malabo, Samir TOUNSI à Libreville – AFP
“Je cherche toujours quelque chose d’exceptionnel”, dit-il sans détour. Teodorin Obiang, fils aîné du président de la Guinée équatoriale, est jugé à partir de lundi par la justice française, qui le soupçonne d’avoir assouvi ses goûts de luxe en puisant dans les caisses de son petit État pétrolier, où bien des habitants survivent avec moins de deux dollars par jour.
Hôtel particulier, voitures de course et de luxe, costumes de marque par dizaine, jets privés, fêtes déjantées et jolies femmes… Teodorin Obiang, 47 ans, vice-président depuis juin dernier, est le premier dirigeant africain appelé à comparaître à partir de lundi dans l’affaire dite des “Bien mal acquis”.
Mais il sera absent de son procès, a annoncé vendredi l’ambassadeur de Guinée équatoriale en France, dénonçant “un complot”.
Né en 1969, Teodorin a dix ans quand son père Teodoro Obiang renverse son oncle, le dictateur loufoque, sanguinaire et rétrograde Francisco Macias Nguema. Le “miracle unique de la Guinée équatoriale”, comme Macias Nguema se faisait appeler, avait supprimé l’école et les hôpitaux, démantelé les chemins de fer et interdit le port des chaussures dans l’ex-possession espagnole, indépendante depuis 1968.
Dans les années 80, le fils du président suit sa scolarité en France à la très sélect école des Roches en Normandie (nord-ouest), qui se targue d’accueillir les rejetons “des dirigeants du monde entier”.
Teodorin, fils prodigue déjà amateur de fêtes et de dolce vita à Paris, Rio ou Malibu, n’a pas 30 ans quand il est propulsé par son père à la tête du ministère des Forêts en 1997. C’est l’époque où son pays, jadis sans ressource, s’enrichit brutalement grâce au pétrole. “Au cours de la décennie 2000, le PIB a été multiplié par plus de 10”, d’après une note du Trésor français.
En poste jusqu’en 2012, Teodorin passe alors pour le parrain du bois, l’autre richesse de la Guinée équatoriale, à cheval sur l’île de Malabo et sa partie continentale dans le golfe de Guinée, entre le Gabon et le Cameroun.
C’est aussi à cette époque, au tournant des années 1990/2000, que Teodorin ouvre sa porte à une équipe de télévision française à Paris dans une suite de l’hôtel Bristol, près de son quartier préféré, les Champs-Élysées.
– Trente costumes d’un coup –
Grands crus, escapade au volant de ses Bentley, Rolls, Ferrari, Lamborghini, achat de 30 costumes d’un coup chez des tailleurs célèbres… “Je cherche toujours quelque chose d’exceptionnel”, lance-t-il devant la caméra à un joaillier qui lui propose une montre à 146.000 francs de l’époque (22.250 euros).
Quinze ans plus tard, l’éternel célibataire au look de rock-star (lunettes noires, cheveux lisses, barbe taillée) est poursuivi pour s’être constitué en France un patrimoine digne d’un pharaon moderne.
Pièce maîtresse: un hôtel particulier de 4.000 m2 à Paris avenue Foch – le quartier des Champs-Élysées, encore…-, où le prix du m2 se négocie entre 10.000 et 15.000 euros.
Également mis en cause en Suisse, Teodorin soigne sa popularité dans son pays, où le revenu moyen par habitant – 14.000 dollars par an, un des plus élevés en Afrique – masque d’énormes inégalités. Une grande partie des quelque 800.000 habitants vit encore sous le seuil de la pauvreté, avec moins de deux dollars par jour, d’après plusieurs indicateurs.
Doyen des chefs d’État africains en fonction, son père a promu son fils aîné vice-président en juin dernier, juste après sa réélection avec le score habituel de plus de 90% des voix.
Estimant que ce statut lui conférait l’immunité diplomatique, Obiang fils a tenté d’éviter la justice française, en saisissant en vain la Cour internationale de justice (CIJ).
La juridiction de La Haye demande tout de même à la France de protéger l’hôtel particulier de l’avenue Foch, présenté par Malabo comme le siège de sa mission diplomatique.
Vendredi, le gouvernement équato-guinéen a répété qu’un tel procès était “inacceptable”.
Grand amateur de musique – “groove, acid jazz, soul, reggae, surtout de la musique qui bouge”, confiait-il à la télévision française -, Teodorin organise souvent des grands concerts de fin d’année avec des musiciens africains de renom pour soigner son image auprès de la jeunesse.
Il est également à la tête de la radio-télévision Asonga, qui diffuse des clips branchés entre deux bulletins d’information et garde un oeil sur les activités de l’Association des fils d’Obiang (ASHO), une organisation de jeunesse à la gloire de son père.
Pour les fêtes de fin d’année, Teodorin devait aussi faire honneur à son surnom de Père Noël en distribuant à tour de bras des cadeaux à ses concitoyens. Sans compter, comme à son habitude.
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4. “Biens mal acquis”: la défense de T. Obiang tente de mettre en échec le procès LIRE
19.06.2017 à 22:00 – Par Sylvain PEUCHMAURD – AFP
Dans une salle d’audience surchauffée, la défense de Teodorin Obiang a bataillé lundi pour tenter de mettre en échec le procès du vice-président de la Guinée équatoriale, accusé de s’être bâti frauduleusement en France un patrimoine considérable.
Fils du président Teodoro Obiang, l’ancien ministre de l’Agriculture et des Forêts promu vice-président par son père, Teodorin Obiang, bientôt 48 ans, est poursuivi devant le tribunal correctionnel de Paris pour blanchiment d’abus de biens sociaux, de détournement de fonds publics, d’abus de confiance et de corruption.
M. Obiang, qui ne s’est pas présenté devant le tribunal, encourt jusqu’à dix ans d’emprisonnement et une amende qui pourrait atteindre quelque 50 millions d’euros.
L’enquête, ouverte après des plaintes des associations Sherpa et Transparency International, a mis au jour son patrimoine considérable: immeuble avenue Foch, dans l’un des quartiers les plus huppés de Paris, estimé à 107 millions d’euros, voitures de luxe et de sport (Porsche, Ferrari, Bentley, Bugatti).
Au terme de l’instruction, les juges ont estimé que son patrimoine, évalué à une centaine de millions d’euros, ne pouvait avoir été financé par ses seuls revenus officiels, mais était issu “des détournements de fonds publics”, de la corruption.
Il y a six mois, Teodorin Obiang avait obtenu un premier report afin d’accorder un délai à ses avocats pour préparer sa défense.
Son avocat, Me Emmanuel Marsigny, a demandé lundi, en vain, un nouveau report, en attendant l’issue d’une procédure en cours devant la Cour internationale de justice (CIJ) à La Haye (Pays-Bas).
Saisie par la Guinée équatoriale, qui conteste les poursuites françaises contre son vice-président, la CIJ a rendu le 7 décembre 2016 une ordonnance selon laquelle la France doit assurer, jusqu’à l’issue de la procédure, l’inviolabilité du luxueux immeuble de l’avenue Foch saisi par la justice française. Malabo présente cet immeuble comme des locaux diplomatiques.
Rejetant la demande de renvoi, le tribunal a estimé que l’instance en cours devant la CIJ rendait “impossible” de mettre en oeuvre une éventuelle confiscation, mais pas de la prononcer.
Mais la défense soulève d’autres arguments: selon Me Marsigny, l’ordonnance qui saisit le tribunal est nulle, car Teodorin Obiang bénéficie selon lui d’une immunité de juridiction octroyée par son statut de vice-président, le temps de ses fonctions.
“C’est un faux vice-président”, titre donné par son “papa”, pour “échapper” à le justice française, a rétorqué Me Jean-Pierre Spitzer, avocat de la Cored (Coalition restauratrice de l’État démocratique), opposants au pouvoir en place, dont les membres ont été “torturés”.
“Immunité de carnaval”, “de bazar”, a renchéri Me William Bourdon, avocat de Transparency.
Le tribunal dira mercredi à la reprise de l’audience ce qu’il entend faire face à cette demande.
– Dépenses somptuaires –
Surtout, la défense estime que pour juger Teodorin Obiang pour blanchiment, la justice française va devoir juger si l’argent qui a servi à financer tous les achats a une origine licite ou non. C’est à dire juger un prévenu étranger pour des faits commis à l’étranger selon la loi française. Ce qui “revient de fait à créer une compétence de juridiction universelle”, a plaidé Me Marsigny, “c’est un problème juridique majeur”.
Selon lui, la France “s’exposerait à une saisine du Conseil de sécurité des Nations unies”.
Sentiment de “nausée, d’écœurement”, a répliqué Me Bourdon, interrompu par Me Marsigny, qui crie au “procès politique”.
Me Bourdon a poursuivi en reprochant à la défense de Teodorin Obiang de vouloir “creuser le tombeau de ce procès” et ériger le “mausolée de son impunité”.
Ce à quoi Me Sergio Tomo, autre conseil de M. Obiang, a répondu en décochant à son adversaire plusieurs flèches, le comparant, proverbe africain à l’appui, à un crabe qui aurait “du mal à danser” car il a “trop de pattes”. Ou encore l’accusant d’attendre la confiscation de l’immeuble de l’avenue Foch pour toucher ses honoraires.
Le procès est prévu jusqu’au 6 juillet.
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