Category Archives: Justice

Illegaler Edelholzhandel: Verhaftungen hoher Beamter in GABON – trafic de bois précieux: arrestations de hauts fonctionnaires

Gabun: Hohe Regierungsbeamte in einer Affäre illegalen Edelholzhandels festgenommen
2015.11.27 um 13:30 Uhr – AFP
Mehrere leitende gabunische Beamte, darunter ein ehemaliger Minister für Wasser und Wald und aktueller Präsidentenberater, wurden in dieser Woche in einem Fall von Edelholzschmuggel in Gewahrsam genommen oder gehört, sagte am Freitag gegenüber AFP eine Quelle nah an der Regierung. Das vor kurzem gegründete Sondergericht für finanzielle und Tierwelt-Verbrechen eröffnete in dieser Woche eine “Voruntersuchung” über die illegale Ausbeutung des Kevazingo, eine seltene Art von Holz, die in Asien teuer verkauft wird, sagte diese Quelle der Bedingung der Anonymität.
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HINTERGRUND/ LES DESSOUS: Abholzung: Heiliges Holz in Gefahr in Gabun – Déforestation: Kevazingo, bois sacré du Gabon, en danger

Gabon: des hauts fonctionnaires interpellés dans une affaire de trafic de bois précieux
27.11.2015 à 13:30 – AFP
Plusieurs hauts fonctionnaires gabonais, dont un ancien ministre des Eaux et Forêts et actuel conseiller présidentiel, ont été entendus ou placés en garde à vue cette semaine dans une affaire de trafic de bois précieux, a déclaré vendredi à l’AFP une source proche du gouvernement. Le tribunal spécial, récemment créé pour traiter notamment les affaires de criminalité financière et faunique, a ouvert cette semaine une “enquête préliminaire” liée à l’exploitation illégale de kevazingo, une essence de bois rare qui se vend cher en Asie, a affirmé cette source sous couvert d’anonymat.

Exploitation forestière au GabonHolzwirtschaft in Gabun

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Südafrika: Bildungspolitik vor Gericht – Afrique du Sud: procès du système éducatif

Südafrika: Prozess des Bildungssystems
2015.11.24 http://www.bbc.com/afrique/region
Seit drei Jahren verklagt die NGO § 27 (Section 27) das südafrikanische Bildungsministerium, weil Tausende von Schulkindern keine Lehrbücher haben, während die südafrikanische Verfassung festlegt, dass jedermann Anspruch auf Grundbildung hat. Die Nichtregierungsorganisation hatte in erster Instanz gewonnen und ein Richter entschieden, dass die Regierung jedem Schüler ein Lehrbuch pro Thema geben muss. Aber die Regierung ging in Berufung, und der Prozess wurde am Dienstag wieder aufgenommen.
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Afsud: procès du système éducatif
24.11.2015 http://www.bbc.com/afrique/region
Depuis trois ans, l’ONG Section 27 poursuit en justice le ministère sud-africain de l’éducation, estimant que des milliers d’écoliers n’ont pas de manuels scolaires alors que la constitution sud-africaine stipule que chacun a droit à une éducation de base. L’ONG a gagné en première instance et un juge a décidé que le gouvernement devait fournir à chaque écolier un manuel scolaire par matière. Mais le gouvernement a fait appel et le procès doit reprendre ce mardi.

schule südafrika
Ländliche Schule in Südafrika

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IStGh/ ICC: Kriegsverbrecher-Prozess BOSCO NTAGANDA (DR CONGO) – procés devant la CPI

Dossier Part I, de+fr, Eröffnung/ ouverture
L'ex-chef de guerre Bosco Ntaganda devant la Cour pénale internationale, le 2 septembre 2015 à La HaEx-Warlord Bosco Ntaganda vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGh – ICC) in Den Haag

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Deutsche Texte AFP: Von mir verbesserte Google-Übersetzungen

DRC: der ehemalige Rebell Ntaganda “befahl” Angriffe gegen Zivilisten, laut ICC LESEN
2015.02.09 13:00 – Von Maude BRULARD – AFP
Bosco Ntaganda war einer der wichtigsten Architekten der Gewalt, die den Nordosten der Demokratischen Republik Kongo im Jahr 2002 und 2003 “dezimierte”, sagte am Mittwoch der Staatsanwalt des Internationalen Strafgerichtshofs im Prozess der Verbrechen gegen die Menschlichkeit des ehemaligen Kriegsherren.
“Bosco Ntaganda war einer der wichtigsten Kommandeure und befahl die Angriffe gegen und Tod” von Zivilisten, sagte die Staatsanwältin des Internationalen Strafgerichtshofs Fatou Bensouda vor dem Gericht in Den Haag: “Dieser Fall betrifft die Gewalt, die die Ituri-Region dezimierte, indem Hunderte von Zivilisten getöte wurden und Tausende zum Leben mit Nichts in den Wald getrieben wurden. ”
“Die Bevölkerung wurde von sexueller Gewalt traumatisiert,” fügte sie hinzu, unter dem teilnahmslosen Blick des Angeklagten, der ein weißes Hemd und eine gestreifte graue Krawatte trug.
Zwei Tage sind für die Eröffnung des Prozesses geplant: Frau Bensouda spricht als Erste, dann die Anwälte der Opfer, dann die von Herrn Ntaganda und schließlich der Angeklagte selbst.
“Es ist nicht der Prozess einer ethnischen Gruppe, sondern der Prozess gegen eine Person, die für persönlichen Gewinn Vorteile aus den ethnischen Spannungen in Ituri zog, um Macht und Reichtum zu erreichen”, fügte Frau Bensouda hinzu.
Bosco Ntaganda, 41, werden 13 Kriegsverbrechen vorgeworfen und 5 Verbrechen gegen die Menschlichkeit, einschließlich Mord, Plünderungen, Angriffe gegen Zivilisten, Vergewaltigungen und sexuelle Sklaverei.
Der Angeklagte war stellvertretender Chef des Generalstabs der Patriotischen Kräfte für die Befreiung des Kongo (FPLC), eine Miliz überwiegend aus Hema (Ethnie), welche laut Staatsanwältin vor allem die Menschen ins Visier nahm, die sie den ethnischen Lendu, Bira und Nande zuordnete.
Die Rebellengewalt hatte die an Mineralien reiche Ituri-Region zerrissen und mehr als 60.000 Menschenleben gekostet, nach NGOs.
Ntaganda ist der erste Angeklagte im internationalen Strafrecht, der sich für Vergewaltigungen und sexuelle Sklaverei gegen Kinder, die seine eigenen Milizen begangen hatten, wird antworten müssen.
“Ntaganda und seine Milizen haben Kinder gezwungen zu töten, sie behandelten sie grausam und vergewaltigten die Mädchen”, so die Assistentin von Fatou Bensouda, Nicole Samson.
Während des Prozesses wird die Staatsanwaltschaft voraussichtlich mehr als 8.000 Dokumente, Gutachten, Videoclips und Erklärungen präsentieren. Über 70 “Tatzeugen” und ein Dutzend Sachverständige werden erscheinen.
– “Nicht schuldig” –
Bei der Eröffnung der mündlichen Verhandlung wiederholte Bosco Ntaganda mit fast unhörbarer Stimme und in seiner Muttersprache Kinyarwanda, er plädiere er auf “nicht schuldig in allen Anklagepunkten.”
Der ehemalige Kriegsherr, der seinen ikonischen Schnurrbart behalten hat, wird sprechen, wenn sein Anwalt, der Kanadier Stephane Bourgon, seine Eröffnungsrede abgeschlossen, hat.
Ntaganda “unterhält seine Unschuld angesichts jedes der gegen ihn erhobenen Vorwürfe und beabsichtigt, eine umfassende Verteidigung zu präsentieren”, so sein Anwalt am Dienstag. “Er wartet dringend auf eine Chance, sich zu verteidigen.”
General in der kongolesischen Armee 2007-2012, war Bosco Ntaganda der meistgesuchte Flüchtling in der Region der Großen Seen, bis er sich unerwartet in der US-Botschaft in Kigali, Ruanda, im März 2013 stellte und seinen Transfer zum ICC forderte.
Vom Völkermord an den Tutsi in Ruanda (1994) bis zum letzten Aufstand der Bewegung vom 23. März (M23) im Osten der DRK hatte dieser opportunistische Abenteurer an allen Kriegen in der Region teilgenommen, die zu einer beispiellosen Gewalt an Zivilisten führten.
Groß, mittlere Statur, heller Teint, von sich selbst erfüllt: Ntaganda ist bekannt dafür, wohin er auch ging, am Abzug den “lockeren Finger” zu haben. Er erhielt die Spitznamen “Terminator”, “Marschall” oder “Tango Romeo”.
Die Rechtsanwälte für die in 2149 im Rahmen der Verfahren anerkannten Opfer haben auch das Wort: “Unsere Klienten waren zwischen siebeneinhalb und fünfzehn Jahren alt, als sie rekrutiert wurden”, sagte am Dienstag eine der Anwälte, Sarah Pellet. “Ihre Rekonstruktion erfordert die Anerkennung der Verbrechen, die sie erlitten haben.” © 2015 AFP

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2015.03.09 00:00 – Von Maude BRULARD – AFP

Ein Lendu-Zivilist, der Zeuge P-106, der im Februar 2003 in einem Bananenfeld die Körper seiner Frau und ihrer vier Kinder entdeckte, sagte der Staatsanwältin: sein kleiner Sohn war geschlachtet und dann ausgeweidet worden, wie seine Frau. Ihrer Tochter, einem Kind von sieben Monaten, hatte man den Kopf zerschlagen.
– ‘Groß angelegte Vergewaltigung’-
“Die Bevölkerung wurde von sexueller Gewalt traumatisiert”, sagte Fatou Bensouda unter dem teilnahmslosen Blick des Angeklagten.
Ntaganda ist der erste Angeklagte im internationalen Strafrecht, der sich für Vergewaltigungen und sexuelle Sklaverei gegen Kinder, die seine eigenen Milizen begangen hatten, wird antworten müssen.
Die Vergewaltigungen wurden in “großem Maßstab” organisiert, beispielsweise wurden Antibiotika gegen sexuell übertragbare Krankheiten mehrmals an die Soldaten verteilt, sagte Nicole Samson, eine Vertreterin der Staatsanwaltschaft.
Für die NGO Human Rights Watch “wurden Vergewaltigung, sexuelle Gewalt, sexuelle Sklaverei wirklich als Waffe des Krieges im Kongo eingesetzt”, sagte Géraldine Mattioli-Zeltner gegenüber AFP.
“Sexuelle Gewalt ist schwer nachzuweisen, weil es schwierig ist, das Zeugnis der Opfer, die Stigmatisierung in ihren Gemeinden fürchten, zu erhalten”, sagte diese Expertin für internationale Gerechtigkeit.
Die Anklage stützt sich insbesondere auf Video-Clips aus der Zeit, Bilder, Karten und forensische Analysen, darunter der Schädel eines Kindes im Alter von 12-17 Jahren zur Zeit seines Todes.
Der erste Zeuge wird am 15. September erscheinen.
© 2015 AFP

Ntaganda vor Gericht – Werdegang eines Warlords Portrait – LESEN
Dem Milizenführer Bosco Ntaganda wird in Den Haag der Prozess gemacht. Tausende sind ihm zum Opfer gefallen, seine Brutalität machte ihn berühmt.
von David Signer, 3.9.2015, 15:08 Uhr, NZZ, http://www.nzz.ch/international/
Wie so oft war der Warlord Bosco Ntaganda zuerst Opfer, bevor er zum Täter wurde. Der Rwander wurde 1973 geboren und gehörte zur Tutsi-Minderheit. Nach Pogromen musste er schon als Teenager nach Kongo-Kinshasa flüchten und schloss sich mit 17 den Kämpfern unter Paul Kagame an. Diese stoppten 1994 den Genozid, den die Hutu an den Tutsi verübten.
Ntaganda war dabei, als die Völkermörder in den Osten von Kongo-Kinshasa vertrieben wurden, von wo aus sie weiter den Kleinstaat Rwanda bedrohten. Kagame wurde Präsident und liess Rwanda in Kongo-Kinshasa einmarschieren. Das war die Ausgangssituation des ersten Kongokrieges, der von 1996 bis 1997 dauerte. Ntaganda, gerade einmal 23, war dabei und erhielt den Übernamen «Terminator». Aber es war erst der Anfang.
Systematische Einschüchterung
Auch am zweiten Kongokrieg von 1998 bis 2003 nahm Ntaganda teil. Zuletzt war er dort stellvertretender Chef der Miliz Forces patriotiques pour la Liberation du Congo (FPLC). Die Rebellengruppe bestand vor allem aus Hema-Nomaden. Die FPLC wüteten in der Region Ituri im Nordosten von Kongo-Kinshasa, wo sie die sesshaften Lendu bekämpften.
Wenn Ntaganda nun in Den Haag vor dem Internationalen Strafgerichtshof (ICC) der Prozess gemacht wird, so geht es um die Massaker, die er zu jener Zeit, also zwischen 2002 und 2003, begangen oder in Auftrag gegeben hat. 8000 Menschen soll die Miliz damals ermordet haben, hinzu kommen die Anklagepunkte Rekrutierung von Kindersoldaten, deren sexuelle Versklavung, Angriffe auf die Zivilbevölkerung sowie Vergewaltigungen.
Die ICC-Chefanklägerin Bensouda erklärte zum Prozessauftakt kurz und bündig, worum es ging: Das Ziel der FPLC sei es gewesen, die Lendu aus der rohstoffreichen Provinz zu vertreiben. «Ntaganda hat die ethnischen Spannungen so gut wie möglich zu nutzen versucht, um sich mit Greueltaten Macht und ein Vermögen anzueignen.»
Mit anderen Worten: Die Brutalität war ein Zeichen von Enthemmung und Straflosigkeit, sie war aber auch systematisch und taktisch. Es ging darum, Angst und Schrecken zu verbreiten, um die Bevölkerung zu vertreiben. Die Rechnung ging auf: Über 100 000 Bewohner ergriffen die Flucht.
Friedenstreffen als Falle
Am ersten Prozesstag erwähnte Bensouda, wie die FPLC eines Tages die Lendu zu einem «Friedenstreffen» einluden. Das Angebot zu Verhandlungen war eine fiese Falle. Die unbewaffneten Lendu wurden allesamt umgebracht. Man fand die vierzig Leichen später in einem Bananenhain. «Vier Frauen wurden die Bäuche aufgeschlitzt», sagte Bensouda, «vielen Kindern der Hals durchgeschnitten, anderen die Geschlechtsteile verstümmelt.»
Es heisst, dass Ntaganda die Mörder in seiner Miliz belohnte und als «richtige Männer» lobte. Frauen und Mädchen wurden laut Bensouda als «Schüsseln» betrachtet, an denen sich jeder nach Lust und Laune bedienen konnte.
Ntaganda selber behauptet, er habe nichts mit solchen Brutalitäten zu tun gehabt. Es dürfte allerdings schwierig werden für ihn. Seinen Unschuldsbeteuerungen stehen achtzig Überlebende und ehemalige Kindersoldaten entgegen, die als Zeugen auftreten werden, sowie rapportierte Aussagen von 2149 Opfern. Als Beweismittel beigezogen wird auch ein Logbuch, in dem sämtliche Funksprüche Ntagandas an seine Soldaten registriert wurden.
Vom Milizionär zum General
Anfang 2009 wurde Ntaganda Stabschef der Miliz Congrès national pour la défense du peuple (CNDP), die überwiegend aus Tutsi bestand. Er fädelte die Absetzung des Anführers Laurent Nkunda ein, schloss Frieden mit der Regierung von Kongo-Kinshasa und erreichte, dass der CNDP in die reguläre Armee des Landes eingegliedert wurde. Er erhielt den Rang eines Generals und lebte bis 2012 in Goma im Luxus, mit Weinkeller und Tennisplatz. Der Milizionär war zum Millionär geworden. Innerhalb des Militärs baute er eine Parallelhierarchie auf und konnte unbehelligt seinen dubiosen Geschäften nachgehen – vor allem dem Handel mit Gold aus illegalen Minen und Waffenschieberei.
Irgendwann wurde es aber auch der Regierung in Kinshasa zu bunt. Sie wollte die CNDP-Strukturen innerhalb der Armee zerschlagen. Ntaganda reagierte, indem er eine Meuterei anzettelte. Unter dem Namen M23 entstand eine neue Rebellengruppe. Ntaganda war eine der mutmasslichen Führungsfiguren.
Geschützt im Gefängnis
Inzwischen übten jedoch die USA zunehmend Druck aus auf die Regierungen in Rwanda und den andern Nachbarländern, sich aus dem Konflikt in Kongo-Kinshasa herauszuhalten. Kagame in Kigali zog seine schützende Hand über Ntaganda zurück. Der M23 spaltete sich in zwei Fraktionen, für den «Terminator» wurde es zunehmend eng. Am Ende konnte er sich nicht mehr anders retten als durch ein Anklopfen an die Türe der amerikanischen Botschaft in Kigali. Das war am 18. März 2013. Er bat mehr oder weniger um seine Verhaftung und um die Überstellung nach Den Haag, um wenigstens mit dem Leben davonzukommen.
Die Alternativen waren: Entweder wird er durch eine rivalisierende Rebellengruppe umgebracht, oder er landet in einem Gefängnis in Kongo-Kinshasa. Aufgrund seiner Kenntnisse der schmutzigen Geschäfte der dortigen Regierung wäre es allerdings mehr als wahrscheinlich gewesen, dass man ihn auch dort eines Morgens tot aufgefunden hätte. Obwohl er vermutlich viele Jahre in Den Haag bleiben muss, kann er damit rechnen, dass nicht nur Kongo-Kinshasa vor ihm geschützt wird, sondern auch umgekehrt.

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DRC: Ntaganda sagte zum ICC, dass er ein “Soldat”, kein “Terminator”, war LESEN
2015.03.09 18:30 – Von Jan HENNOP und Maude BRULARD – AFP
Der ehemalige kongolesische Warlord Bosco Ntaganda lehnte am Donnerstag vor dem IStGH die Vorwürfe gegen ihn ab und sagte bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit seiner Übergabe im Jahr 2013, nur ein “Soldat, kein Verbrecher” gewesen zu sein.
“Ich werde als ‘Terminator’ beschrieben, als ein berühmter Mörder, aber das bin ich nicht”, sagte er am zweiten Tag seines Prozesses in Den Haag. “Ich bin nicht der Bosco Ntaganda, wie er von der Staatsanwaltschaft beschrieben wird“, fügte er hinzu.
Bosco Ntaganda, 41, werden 13 Kriegsverbrechen vorgeworfen und 5 Verbrechen gegen die Menschlichkeit, einschließlich Mord, Plünderungen, Angriffe gegen Zivilisten, Vergewaltigungen und sexuelle Sklaverei.
Der Angeklagte war stellvertretender Chef des Generalstabs der Patriotischen Kräfte für die Befreiung des Kongo (FPLC), eine Miliz überwiegend aus Hema (Ethnie), welche laut Staatsanwältin vor allem die Menschen ins Visier nahm, die sie den ethnischen Lendu, Bira und Nande zuordnete.
Er hatte Mittwoch, am ersten Tag des Prozesses, auf nicht schuldig plädiert.
– “Berufssoldat” –

“Ich werde Ihnen die andere Seite der Geschichte darstellen, die wir gestern gehört haben (von der Anklage), denn das war nur eine Geschichte, meine Herren: alles bleibt zu beweisen”, sagte der Verteidiger, der kanadische Stephane Bourgon.
“Die Realität von dem, was in den Jahren 2002-2003 passierte, ist anders”, fügte er hinzu, “Ntaganda ist kein Politiker, und war es nie: es ist ein professioneller Soldat”.
Sein Mandant habe nie Zivilisten als Ziel genommen, sagte Bourgon und verwies er auf die Vergangenheit von Bosco Ntaganda in Ruanda. Dieser hatte dort gekämpft, um den Völkermord an den Tutsis durch Hutus im Jahr 1994 zu beenden, bevor er der Rebellion von Laurent Kabila in der Demokratischen Republik Kongo beitrat, die im Jahr 1997 mit der langen Diktatur von Mobutu Sese Seko Schluss machte.
Um die Schuld von Herrn Ntaganda zu beweisen, wird die Staatsanwaltschaft voraussichtlich mehr als 8.000 Dokumente einbringen, darunter Gutachten, Videoclips und Erklärungen. Über 70 “Tatzeugen” und ein Dutzend Experten werden aufgerufen.
– “Suche nach Frieden” –

Den gestrigen Vorwürfen der Anklage widerspricht der ehemalige Milizionär. “Für alle Opfer des Konflikts in Ituri seit 1998, einem Konflikt, der bis heute andauert, habe ich Mitgefühl”, sagte er.
“Mein Ziel war es, den Frieden wieder herzustellen, ohne Unterschiede zwischen ethnischen Gruppen”.
Der erste Zeuge der Anklage soll am 15. September sprechen.
© 2015 AFP
DR Kongo: der erste Zeuge gegen den ehemaligen Kriegsherren Ntaganda vor dem ICC LESEN
2015.09.15 um 16:30 Uhr – AFP
Der erste Zeuge der Anklage im Prozess gegen den ehemaligen kongolesischen Warlord Bosco Ntaganda, der wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt ist, begann seine Aussage am Dienstag mit der Versicherung, dass die Rebellen in sein Dorf gekommen waren, um “Krieg zu führen”.
In Rahmen der Schutzmaßnahmen verdeckt und mit verzerrter Stimme, hat der anonyme Zeuge langsam in seiner Muttersprache, Kiswahili gesprochen. Er hatte oft Angst, Informationen preiszugeben, die ihn identifizieren könnten.
Die Staatsanwaltschaft beschwerte sich übrigens bei den Richtern, dass Herrn Ntaganda’s Verteidigungs-Team in Kontakt mit Zeugen der Anklage in ihren Dörfern in der Demokratischen Republik Kongo gewesen waren.
Die Verteidigungsermittler trafen vier Zeugen “durch Zufall”, versicherte der Anwalt von Mr. Ntaganda, Stephane Bourgon.
Der Zeuge erzählte den Richtern, wie die Rebellen der Union kongolesischer Patrioten (UPC) in sein Dorf Mongbwalu in Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo gekommen waren, um “Krieg zu führen”.
Bosco Ntaganda, 41, werden 13 Kriegsverbrechen vorgeworfen und 5 Verbrechen gegen die Menschlichkeit, einschließlich Mord, Plünderungen, Angriffe gegen Zivilisten, Vergewaltigungen und sexuelle Sklaverei.
Der Angeklagte war stellvertretender Chef des Generalstabs der Patriotischen Kräfte für die Befreiung des Kongo (FPLC), eine Miliz überwiegend aus Hema (Ethnie), welche laut Staatsanwältin vor allem die Menschen ins Visier nahm, die sie den ethnischen Lendu, Bira und Nande zuordnete.
Die FPLC war der bewaffnete Flügel der UPC.
Der von den Richtern „Herr Zeuge“ genannte Mann, der sich als Bauer bezeichnet, erzählte, wie er im Jahr 2002 in der nahe gelegenen Gemeinde Yedi Handel betrieb, als die Rebellen in sein Dorf kamen.
“Ich sah Menschen fliehen und Zuflucht in Yedi suchen”, versicherte er und bemerkte, dass er “Kugeln und das Geräusch von schweren Waffen” gehört hatte.
“Ich hatte Angst, sie würden mich umbringen, weil, wie Sie sehen, ich Lendu bin” fügte er hinzu und bestätigte, es sei eine “Stammeskrieg” gewesen.
In einem für seine Goldminen bekannten Gebiet versicherte der Zeuge, dass die UPC Soldaten ihm 4.920 Dollar (4.352 €) und 53,5 Gramm Gold gestohlen hatten. Zwölf Hosen, 14 Hemden und mehrere Paar Schuhe wurden ebenfalls von ihm gestohlen.
Bosco Ntaganda hatte auf nicht schuldig plädiert am ersten Tag der Verhandlung und wies den Spitznamen “Terminator” zurück, mit dem er wegen seiner Bekanntheit oft bezeichnet wird.
Ein General in der kongolesischen Armee geworden von 2007-2012, war Bosco Ntaganda der meistgesuchte Flüchtling in der Region der Großen Seen bis er sich unerwarteterweise in der US-Botschaft in Kigali , Ruanda, im März 2013 stellte und seinen Transfer zum ICC.
Der Konflikt im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, der auch die Armeen von zumindest sechs afrikanischen Staaten in dieser an Mineralien reichen Region anzog, hatte in beispielloser Gewalt an Zivilisten drei Millionen Menschen getötet, nach NGOs, und tiefe Instabilität im Osten des Kongo erzeugt.
© 2015 AFP
DR Kongo: Rebell, der königliche Weg an die Macht? Analyse – LESEN
09.15.2015 um 14:00 Uhr – Von Habibou Bangre – AFP
Präsident, Minister, Abgeordnete, Senatoren oder Generäle: viele ehemalige Rebellen besetzen Schlüsselpositionen in der Demokratischen Republik Kongo zu einem Zeitpunkt, wo der Internationale Strafgerichtshof (ICC) Bosco Ntaganda richtet.
Seit September 2 ist mit ihm ein ehemaliger Milizenführer in Den Haag wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in den Jahren 2002-2003 in Kongo’s Nordosten angeklagt.
Mit Spitznamen “Terminator” weil als gnadenlos bekannt, entwickelte Ntaganda sich in mehreren Aufständen bis zu seiner Integration in die kongolesische Armee im Jahr 2009 mit dem Rang eines Generals, dies dank einer Amnestie für mehrere bewaffnete Gruppen. In Kinshasa war diese war der Preis, der für den Frieden zu zahlen war.
Das Rezept diente der Beendigung des zweiten Kongo-Krieges (1998-2003), der mehrere ausländische und kongolesische bewaffnete Aufstände in Stellung gegen die Zentralgewalt brachte, die von einem anderen ehemaligen Rebellen, Laurent-Désiré Kabila, gehalten wurde.
Der wurde in Kinshasa im Jahr 2001 ermordet und ersetzt von seinem Sohn Joseph, dem derzeitigen Präsidenten, der seine Zähne in der Allianz der Demokratischen Befreiungskräfte (AFDL) geschärft hatte, jener Rebellion, mit der sein Vater im Jahr 1997 den Diktator Mobutu Sese Seko verjagte.
Dem zweiten Kongo-Krieg folgte ein Übergangszeitraum. Die Führung des Landes hatte Präsident Joseph Kabila, umgeben von vier Vizepräsidenten, davon zwei aus Rebellionen: Jean-Pierre Bemba von der Bewegung für die Befreiung des Kongo (MLC) und Azarias Ruberwa von der Kongolesischen Sammlung für Demokratie RCD.
Von Joseph Kabila bei der Präsidentschaftswahl 2006 geschlagen, steht Bemba jetzt vor Gericht beim ICC für die in CAR begangenen Verbrechen, aber das ist eher eine Ausnahme, und er ist immer noch ein Senator.
Von den etwa 40 Ministern der derzeitigen Regierung sind ein Dutzend ehemalige RCD und MLC (die sich in politische Parteien entwickelt haben). In der Armee gibt es unzählige Offiziere, die durch den RCD gingen.
– ‘Schlucht der Straflosigkeit’ –

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“Rebellieren war immer positiv”, sagte Kin Tryphon Kiey, Minister für die Beziehungen zum Parlament und ehemaliger RCD, dort für die Kommunikation verantwortlich. “Es hilft voranzuschreiten“, sagte er, „und wenn Frankreich da ist, wo es heute ist, dann weil es Aufstände gab.”
Zu den Waffen gehen “war nützlich”, aber “die bewaffnete Rebellion ist nie eine angesehene Marke,” nuanciert Olivier Kamitatu, ehemaliger MLC-Planungsminister, “Es tut mir leid für die, die gelitten haben.”
“Das einzige Sprungbrett”, um an die Verantwortungsebene zu kommen, “bleibt das Volk”, sagt der Politiker, Mitglied einer kleinen Gruppe der Mehrheit von Kabila, die diesen aber aufruft, nicht der Versuchung der Macht zu erliegen und im Jahr 2016 kein weiteres, verfassungswidriges Mandat anzustreben.
Im Jahr 2010 veröffentlichte die UN einen monumentalen Bericht, eine Bestandsaufnahme von 617 schweren Verbrechen mit Zehntausende von zivilen Toten zwischen 1993, dem Beginn der ethnischen geprägten Konflikte im Osten der DRK, und 2003. Fast alle diese Verbrechen blieben bislang ungestraft.
Trotz “Fortschritten” “bleibt eine große Lücke der Straffreiheit für schwere Menschenrechtsverletzungen” aller Konfliktparteien in dem schwarzen Jahrzehnt, bedauert José Maria Aranaz, Leiter in Kinshasa des Büros der Vereinten Nationen für Menschenrechte.
Nach der Integration in die Armee stand Ntaganda für mehrere Jahre unter dem Schutz der Macht, die sich geweigert hatte, ihn an den IStGH auszuliefern.
Er fühlte die diesbezügliche Entschlossenheit der Behörden schwächen und ging im Jahr 2012 für ein paar Monate in die Abenteuer der Bewegung 23. März (M23), neueste Inkarnation des Tutsi dominierten Aufstandes im Osten des Kongo, zu starten, bevor er sich selbst gezwungen sah, sich dem ICC zu stellen.
© 2015 AFP

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RDC: l’ex-rebelle Ntaganda a “ordonné” des attaques contre des civils, selon la CPI LIRE
02.09.2015 à 13:00 – Par Maude BRULARD – AFP
Bosco Ntaganda a été l’un des principaux artisans des violences qui ont “décimé” le nord-est de la République démocratique du Congo en 2002 et 2003, a affirmé mercredi la procureure de la Cour pénale internationale à l’ouverture du procès pour crimes contre l’humanité de l’ancien chef de guerre.
“Bosco Ntaganda était l’un des commandants les plus importants et a ordonné des attaques et la mort” de civils, a affirmé la procureure de la CPI Fatou Bensouda devant la cour à La Haye: “cette affaire concerne la violence qui a décimé la région de l’Ituri, tuant des centaines de civils, laissant des milliers vivre de rien dans la forêt”.
“La population a été traumatisée par les violences sexuelles”, a-t-elle ajouté, sous le regard impassible de l’accusé, vêtu d’une chemise blanche et d’une cravate grise rayée.
Deux jours sont prévus pour l’ouverture du procès : Mme Bensouda s’exprimait la première, puis l’accusation laissera la parole aux avocats des victimes, à l’avocat de M. Ntaganda et enfin à l’accusé lui-même.
“Il ne s’agit pas du procès d’un groupe ethnique, c’est le procès d’un individu qui a profité des tensions ethniques en Ituri à des fins personnelles, pour atteindre le pouvoir et la richesse”, a ajouté Mme Bensouda.
Bosco Ntaganda, 41 ans, est accusé de 13 crimes de guerre et cinq crimes contre l’humanité, dont des meurtres, pillages, attaques contre des civils, viols et esclavage sexuel.
L’accusé était chef adjoint de l’état-major général des Forces patriotiques pour la libération du Congo (FPLC), milice à prédominance Hema qui visait, selon l’accusation, les populations perçues comme appartenant aux ethnies Lendu, Bira et Nande.
Les violences ayant déchiré l’Ituri, région riche en minerais, ont coûté la vie à plus de 60.000 personnes, d’après les ONG.
M. Ntaganda est le premier accusé en droit pénal international qui doit répondre de viols et esclavage sexuel commis sur des enfants de sa propre milice.
“Ntaganda et sa milice ont forcé des enfants à tuer, ils les ont traités de manière cruelle et ont violé les filles”, a ajouté l’adjointe de Fatou Bensouda, Nicole Samson.
Au cours du procès, l’accusation devrait présenter plus de 8.000 documents, dont des rapports d’experts, extraits vidéo et déclarations. Plus de 70 “témoins de faits” et une dizaine d’experts témoins seront cités.
– ‘Non coupable’ –
A l’ouverture de l’audience, Bosco Ntaganda a répété, d’une voix presque inaudible, et dans sa langue maternelle, le kinyarwanda, qu’il plaidait “non coupable de toutes les charges retenues”.
L’ancien chef de guerre, qui a gardé sa fine moustache emblématique, prendra la parole lorsque son avocat, le Canadien Stéphane Bourgon, aura terminé sa déclaration liminaire, probablement jeudi.
M. Ntaganda “maintient son innocence face à chacune des accusations portées contre lui et il entend présenter une défense exhaustive”, avait indiqué son avocat mardi: “il est impatient d’avoir une chance de se défendre”.
Général dans l’armée congolaise de 2007 à 2012, Bosco Ntaganda était le fugitif le plus recherché dans la région des Grands Lacs jusqu’à ce qu’il se rende, de manière inopinée, à l’ambassade américaine de Kigali, au Rwanda, en mars 2013, pour demander son transfert à la CPI.
Du génocide des Tutsis au Rwanda (1994) à la dernière rébellion du Mouvement du 23 mars (M23) dans l’est de la RDC, cet aventurier opportuniste aura été de toutes les guerres qui ont déchiré la région, entraînant des violences inouïes sur les civils.
Grand, de corpulence moyenne, teint clair, imbu de lui-même, Ntaganda est réputé, partout où il est passé, pour avoir la “gâchette facile”. Il a été surnommé “Terminator”, “Maréchal” ou encore “Tango Roméo”.
Les avocats des 2.149 victimes reconnues dans le cadre des procédures auront également la parole: “nos clients avaient entre 7 ans et demi et quinze ans quand ils ont été enrôlés”, avait affirmé mardi l’une des avocates, Sarah Pellet. “Leur reconstruction passe par la reconnaissance des crimes qu’ils ont subis”. © 2015 AFP
03.09.2015 à 00:00 – Par Maude BRULARD – AFP

Un civil lendu, le témoin P-106, a ainsi découvert en février 2003 dans un champ de bananes les corps de sa femme et de ses quatre enfants, raconte la procureure : son jeune fils avait été éviscéré et égorgé, tout comme sa femme. Sa fille, un bébé de sept mois, avait la tête fracassée.
– ‘Viols à grande échelle’ –
“La population a été traumatisée par les violences sexuelles”, a ajouté Fatou Bensouda, sous le regard impassible de l’accusé, qui a gardé sa fine moustache emblématique.
M. Ntaganda est le premier accusé en droit pénal international qui doit répondre de viols et esclavage sexuel commis sur des enfants de sa propre milice.
Les viols étaient organisés à “si grande échelle” que des antibiotiques contre les maladies sexuellement transmissibles ont été distribués à plusieurs reprises aux soldats, a affirmé Nicole Samson, une représentante du bureau du procureur.
Pour l’ONG Human Rights Watch, “le viol, les violences sexuelles, l’esclavage sexuel sont vraiment utilisés comme une arme de guerre au Congo”, a affirmé à l’AFP Géraldine Mattioli-Zeltner.
“Les violences sexuelles sont difficiles à prouver parce qu’il est difficile d’obtenir le témoignage de victimes, qui peuvent faire face à une stigmatisation dans leurs communautés”, a ajouté cette experte en justice internationale.
L’accusation s’appuie notamment sur des extraits vidéos de l’époque, des photos, des cartes et des analyses médico-légales, dont celle du crâne d’un enfant âgé de 12 à 17 ans au moment de sa mort.
Le premier témoin comparaîtra le 15 septembre.
© 2015 AFP
RDC: Bosco Ntaganda, au gré des guerres de l’Est congolais Portrait – LIRE
03.09.2015 à 02:00 – Par Habibou BANGRE – AFP
Surnom : “Terminator”. Bosco Ntaganda, dont le procès s’ouvre mercredi à la Cour pénale internationale (CPI), est réputé pour avoir été un chef de guerre opportuniste et sans pitié au sein des rébellions où il a évolué dans l’est de la République démocratique du Congo.
Âgé de 41 ans, il est le cinquième ex-chef rebelle congolais à être jugé à La Haye. Il est aussi le premier à y avoir été transféré à sa demande début 2013, après la débâcle d’une frange de la rébellion Mouvement du 23 Mars (M23) qu’il menait au Nord-Kivu, dans l’est du Congo.
Grand, de corpulence moyenne, teint clair, très imbu de lui-même et connu pour avoir la “gâchette facile”, M. Ntaganda est accusé d’avoir joué un rôle central dans les crimes “ethniques” commis en 2002 et 2003 dans le district de l’Ituri (nord-est de la RDC).
Il doit répondre de 18 chefs de crimes contre l’humanité et crimes de guerre commis par les Forces patriotiques pour la libération du Congo (FPLC), milice dont il était le chef militaire. Il est notamment accusé d’avoir lui-même violé et réduit en esclavage sexuel des filles de moins de 15 ans.
Son avocat, Stéphane Bourgon, le présente aujourd’hui comme un père de famille nombreuse séparé de ses enfants “depuis plus de deux ans” qui n’a pas vu sa femme depuis plus de neuf mois, ce qui est “très dur pour lui”.
A la prison de la CPI, assure Me Bourgon, M. Ntaganda “ne reste pas inoccupé”: “il participe régulièrement aux activités sportives, lit beaucoup et prend des cours d’anglais”. “Il apprend aussi à jouer du piano.”
Issu d’une famille tutsie de six enfants, Bosco Ntaganda est né en 1973 au Rwanda, qu’il a quitté dans le milieu des années 1980 pour s’installer dans le Masisi, territoire de la province du Nord-Kivu où vit une importante communauté rwandophone.
Non diplômé, d’expérience exclusivement militaire, il fait ses armes avec le Front patriotique rwandais (FPR): il participe au Rwanda aux combats qui mettront fin au génocide des Tutsis par les Hutus en 1994. Deux ans plus tard, en RDC, il rejoint la rébellion de Laurent-Désiré Kabila qui mettra fin en 1997 à la longue dictature de Mobutu Sese Seko.
Pendant la deuxième guerre du Congo (1998-2003), il devient un moment le garde du corps d’Ernest Wamba dia Wamba, président du Rassemblement congolais pour la démocratie (RCD), groupe rebelle à dominante tutsi-congolaise soutenu par le Rwanda.
M. Ntaganda combat plus tard en Ituri, cette fois comme chef d’état-major des FPLC, et les méfaits qui lui sont alors attribués lui valent en 2006 un premier mandat d’arrêt de la CPI, resté secret. En 2008, la Cour révèle l’existence de son mandat dans le but de faire pression sur les autorités congolaises pour qu’elles arrêtent M. Ntaganda.
Celui-ci est alors chef d’état-major général de la branche armée du Congrès national pour la défense du peuple (CNDP). Entré en dissidence, il contribue à la chute, début 2009, de Laurent Nkunda, chef charismatique de ce nouvel avatar du RCD au Kivu et négocie avec Kinshasa l’intégration du CNDP au sein des forces armées gouvernementales.
Chargé de superviser cette opération, il rallie l’armée nationale avec un grade de général, et est nommé commandant en second des opérations au Kivu.
Selon diverses ONG et des rapports internationaux, il profite de ses fonctions pour s’enrichir à l’aide de divers trafics, notamment de minerais, dont regorge la région.
En mars 2012, la CPI condamne Thomas Lubanga, ancien chef de M. Ntaganda dans les FPLC et accusé des mêmes crimes que lui. Sentant faiblir la détermination de Kinshasa à le protéger des poursuites du tribunal de La Haye, le général Ntaganda fait défection de l’armée le mois suivant avec des dizaines d’anciens du CNDP.
Ces désertions contribueront à la naissance au M23, qui sévira au Nord-Kivu 18 mois durant avant d’être vaincu en novembre 2013. Mais pour M. Ntaganda, visé en juillet 2012 par un nouveau mandant de la CPI, l’aventure cessera plus tôt.
A la suite de dissensions accompagnées de combats au sein du mouvement, il est contraint à fuir au Rwanda, et à se réfugier à l’ambassade des États-Unis à Kigali, d’où il demandera son transfert à la CPI.
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RDC: Ntaganda affirme à la CPI qu’il n’était qu’un “soldat”, pas un “Terminator” LIRE
03.09.2015 à 18:30 – Par Jan HENNOP, Maude BRULARD – AFP
L’ancien chef de guerre congolais Bosco Ntaganda a rejeté jeudi les accusations portées contre lui devant la CPI, affirmant au cours de sa première intervention publique depuis sa reddition en 2013, n’être qu’un “soldat, pas un criminel”.
“Je suis décrit comme le ‘Terminator’, comme un célèbre tueur, mais cela n’est pas moi”, a-t-il affirmé au deuxième jour de son procès à La Haye où siège la Cour pénale internationale. “Je ne suis pas le Bosco Ntaganda décrit par le procureur”, a-t-il ajouté.
M. Ntaganda, 41 ans, est accusé de 13 crimes de guerre et cinq crimes contre l’humanité, dont des meurtres, pillages, attaques contre des civils, viols et esclavage sexuel en Ituri, dans le nord-est de la République démocratique du Congo.
L’accusé était chef adjoint de l’état-major général des Forces patriotiques pour la libération du Congo (FPLC), milice à prédominance Hema qui visait, selon l’accusation, les populations perçues comme appartenant aux ethnies Lendu, Bira et Nande.
Il avait plaidé non coupable mercredi lors de la première journée du procès.
-“Un soldat professionnel”-
Devenu général dans l’armée congolaise de 2007 à 2012, Bosco Ntaganda était le fugitif le plus recherché dans la région des Grands Lacs jusqu’à ce qu’il se rende, de manière inopinée, à l’ambassade des Etats-Unis à Kigali, au Rwanda, en mars 2013, pour demander son transfert à la CPI.
La procureure Fatou Bensouda avait détaillé mercredi les accusations retenues contre M. Ntaganda, qui a gardé sa fine moustache emblématique, et notamment évoqué l’organisation “à grand échelle et systématique” de viols sur la population civile et au sein de sa propre milice.
M. Ntaganda est le premier accusé en droit pénal international qui doit répondre de viols et esclavage sexuel commis sur ses propres troupes.
“Je vais vous raconter l’autre facette du récit que nous avons entendu hier, car c’était bien un récit, Messieurs les juges : tout reste à prouver!”, avait déclaré dans la matinée l’avocat de la défense, le Canadien Stéphane Bourgon.
“La réalité de ce qu’il s’est passé en 2002-2003 est tout autre”, avait-il ajouté : “M. Ntaganda n’est pas un politicien, et ne l’a jamais été : c’est un soldat professionnel”.
Affirmant que son client n’avait jamais pris de civils pour cible, il a évoqué le passé de Bosco Ntaganda au Rwanda. Celui-ci s’y est battu pour mettre fin au génocide des Tutsis par les Hutus en 1994, avant de rejoindre la rébellion de Laurent-Désiré Kabila en RDC qui mettra fin en 1997 à la longue dictature de Mobutu Sese Seko.
Pour prouver la culpabilité de M. Ntaganda, l’accusation devrait présenter plus de 8.000 documents, dont des rapports d’experts, des extraits vidéos et des déclarations. Plus de 70 “témoins de faits” et une dizaine d’experts seront cités à comparaître.
-“Recherche de la paix”-
L’accusation avait notamment évoqué mercredi un civil lendu qui avait découvert en février 2003 dans un champ de bananes les corps de sa femme et de ses quatre enfants : son jeune fils avait été éviscéré et égorgé, tout comme sa femme. Sa fille, un bébé âgé de sept mois, avait la tête fracassée.
“Il ne s’agit pas du procès d’un groupe ethnique, c’est le procès d’un individu qui a profité des tensions ethniques en Ituri à des fins personnelles, pour atteindre le pouvoir et la richesse”, avait affirmé la procureure.
Des accusations que réfute l’ancien milicien. “A toutes les victimes du conflit en Ituri depuis 1998, un conflit qui dure jusqu’à aujourd’hui : j’ai de l’empathie”, a-t-il affirmé.
“Mon objectif était de restaurer la paix sans faire de différences entre les ethnies”, a-t-il également déclaré.
Le premier témoin de l’accusation doit s’exprimer le 15 septembre.
Ces conflits, qui ont impliqué les armées d’au moins six nations africaines dans cette région riche en minerais, ont entraîné des violences inouïes sur les civils, causant la mort de trois millions de personnes, selon les ONG, et créé une instabilité profonde dans l’Est congolais.
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RDC: le premier témoin contre l’ex-chef de guerre Ntaganda dépose devant la CPI LIRE
15.09.2015 à 16:30 – AFP
Le premier témoin à charge dans le procès de l’ancien chef de guerre congolais Bosco Ntaganda, accusé de crimes contre l’humanité, a commencé à déposer mardi, assurant que les rebelles étaient venus “faire la guerre” dans son village.
Caché à la vue du public et la voix déformée dans le cadre de mesures de protection, le témoin anonyme s’exprimait lentement dans sa langue natale, le kiswahili, souvent effrayé de dévoiler des informations qui permettraient de l’identifier.
L’accusation s’est d’ailleurs plainte aux juges que l’équipe de défense de M. Ntaganda ait été en contact avec des témoins de l’accusation dans leurs villages en République démocratique du Congo.
Les enquêteurs de la défense ont rencontré quatre témoins “par accident”, a assuré l’avocat de M. Ntaganda, Stéphane Bourgon.
Le témoin a raconté aux juges comment les rebelles de l’Union des patriotes congolais (UPC) étaient venus “faire la guerre” dans son village de Mongbwalu, en Ituri, dans le nord-est de la République démocratique du Congo.
M. Ntaganda, 41 ans, est accusé de 13 crimes de guerre et cinq crimes contre l’humanité, dont des meurtres, pillages, attaques contre des civils, viols et esclavage sexuel dans cette région.
L’accusé était chef adjoint de l’état-major général des Forces patriotiques pour la libération du Congo (FPLC), milice à prédominance Hema qui visait, selon l’accusation, les populations perçues comme appartenant aux ethnies Lendu, Bira et Nande.
Les FPLC était le bras armé de l’UPC.
Appelé “Monsieur le témoin” par les juges, l’homme, qui se dit agriculteur, a raconté comment il faisait du commerce en 2002 dans la communauté voisine de Yedi quand les rebelles sont arrivés dans son village.
“J’ai vu les gens fuir et se réfugier vers Yedi”, a-t-il assuré, soulignant qu’il avait pu entendre “les balles et le bruit des armes lourdes”.
“J’avais peur qu’il ne me tuent parce que vous voyez, je suis Lendu”, a-t-il ajouté, affirmant qu’il s’agissait d’une “guerre tribale”.
Dans une région connue pour ses mines d’or, le témoin a assuré que les soldats de l’UPC lui avaient volé 4.920 dollars (4,352 euros) ainsi que 53,5 grammes d’or. Douze pantalons, 14 chemises et plusieurs paires de chaussures lui ont également été dérobées.
Bosco Ntaganda avait plaidé non coupable au début du mois lors de la première journée du procès, rejetant le surnom de “Terminator” dont il est souvent affublé en raison de sa réputation.
Devenu général dans l’armée congolaise de 2007 à 2012, Bosco Ntaganda était le fugitif le plus recherché dans la région des Grands Lacs jusqu’à ce qu’il se rende, de manière inopinée, à l’ambassade des Etats-Unis à Kigali, au Rwanda, en mars 2013, pour demander son transfert à la CPI.
Les conflits dans le nord-est de la RDC, qui ont impliqué les armées d’au moins six nations africaines dans cette région riche en minerais, ont entraîné des violences inouïes sur les civils, causant la mort de trois millions de personnes, selon les ONG, et créé une instabilité profonde dans l’Est congolais.
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RDC: rebelle, la voie royale vers le pouvoir? Analyse – LIRE
15.09.2015 à 14:00 – Par Habibou BANGRÉ – AFP
Président, ministres, députés, sénateurs ou généraux : nombre d’anciens rebelles occupent des postes clefs en République démocratique du Congo à l’heure où la Cour pénale internationale (CPI) juge Bosco Ntaganda.
Depuis le 2 septembre, cet ancien chef de milice comparaît à La Haye pour des crimes de guerre et crimes contre l’humanité commis en 2002-2003 dans le nord-est du pays.
Surnommé “Terminator”, car réputé sans pitié, M. Ntaganda a évolué dans plusieurs rébellions jusqu’à être intégré dans l’armée congolaise en 2009 avec le grade de général à la faveur d’une amnistie accordée à plusieurs groupes armés. Pour Kinshasa, c’était alors le prix à payer pour la paix.
La recette avait servi à l’issue de la deuxième guerre du Congo (1998-2003) ayant opposé plusieurs armées étrangères et rébellions congolaises au pouvoir central tenu par un ancien rebelle, Laurent-Désiré Kabila.
Assassiné en 2001 à Kinshasa, celui-ci fut remplacé par son fils Joseph, l’actuel président, qui avait fait ses armes dans l’Alliance des forces démocratiques de libération (AFDL), la rébellion de son père ayant chassé en 1997 le dictateur Mobutu Sese Seko.
La deuxième guerre du Congo a été suivie d’une période de transition confiant la direction du pays à un président, Joseph Kabila, entouré de quatre vice-présidents, dont deux issus des rebelles : Azarias Ruberwa, du Rassemblement congolais pour la démocratie (RCD) et Jean-Pierre Bemba, du Mouvement de libération du Congo (MLC).
Battu par Joseph Kabila à la présidentielle de 2006, M. Bemba est aujourd’hui jugé par la CPI pour des crimes commis en Centrafrique, mais il fait plutôt figure d’exception, et est toujours sénateur.
Sur la quarantaine de ministres que compte le gouvernement actuel, une dizaine sont d’anciens du RCD ou du MLC (qui se sont mués en partis politiques). Dans l’armée, on ne compte plus les officiers supérieurs ou généraux passés par le RCD.
– ‘Fossé d’impunité’ –
“La contestation a toujours été positive”, estime Tryphon Kin Kiey, ministre des Relations avec le Parlement et ancien chargé de la communication du RCD. “Elle permet de faire évoluer, dit-il, la France, si elle est là où elle est aujourd’hui, c’est parce qu’il y a eu des contestations.”
Prendre les armes “fut utile”, mais “la rébellion armée n’est jamais une marque honorable”, nuance Olivier Kamitatu, ex-MLC ministre du Plan, “je regrette pour ceux qui en ont souffert”.
“Le seul tremplin” pour accéder aux responsabilités “demeure le peuple”, assure cet homme politique membre d’un petit groupe de la majorité appelant M. Kabila à ne pas céder à la tentation du pouvoir et à céder sa place fin 2016 comme la Constitution l’y oblige.
En 2010, l’ONU a publié un rapport monumental dressant l’inventaire de 617 crimes graves ayant fait des dizaines de milliers de morts civils entre 1993, date du début des troubles à caractère ethniques dans l’est de la RDC, et 2003. La quasi-totalité de ces crimes est restée impunie à ce jour.
En dépit de “progrès”, “il reste un grand fossé d’impunité pour les graves violations des droits humains” commises par toutes les parties en conflit durant cette décennie noire, regrette José Maria Aranaz, chef du Bureau conjoint des Nations unies pour les droits de l’Homme à Kinshasa.
Après son intégration dans l’armée, M. Ntaganda a bénéficié pendant plusieurs années de la protection du pouvoir, qui a refusé de céder aux injonctions internationales pressant de le livrer à la CPI.
Sentant faiblir la détermination des autorités, il désertera en 2012 pour se lancer quelques mois dans l’aventure du Mouvement du 23 Mars (M23), dernier avatar des rébellions à dominante tutsi dans l’Est congolais, avant d’être contraint de se livrer à la CPI.
Depuis l’adoption de la loi de réforme de l’armée de 2011, Kinshasa refuse catégoriquement d’offrir l’amnistie en bloc aux dizaines de groupes armés congolais encore présents dans l’est et d’intégrer leurs combattants en son sein.
L’amnistie n’offre aucune “garantie par rapport à la récidive” alors “jamais on ne reviendra en arrière”, affirme François Muamba, ex-MLC chargé de suivre l’accord ayant mis fin à la rébellion du M23, vaincue en novembre 2013.
Certains chefs rebelles ont tenté en vain de négocier leur reddition en échange d’une intégration dans l’armée : ils sont aujourd’hui morts ou en prison.
D’autres n’ont jamais été inquiétés. Ainsi Sheka Ntabo Ntaberi, dont la milice est accusée d’avoir commis des viols en masse en 2010 dans l’est : il a battu librement campagne pendant les législatives de 2011. Non élu, il continue de sévir en brousse.
© 2015 AFP

=> DE+FR RUBRIK PROZESSE/URTEILE – PROCÈS/JUGEMENTS HIER/ ICI in Afrikanews Archiv No2

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Erste Auslieferung wg Diamantenschmuggel in SIERRA LEONE – trafic de diamants, 1ère extradition d’un homme d’affaires

Sierra Leone: Erste Auslieferung eines Geschäftsmannes wegen illegalem Diamantenhandel und Sklaverei
2015.01.09 um 06:30 Uhr – AFP
Ein belgischer-amerikanischer Geschäftsmann, dem Sklaverei und Diamantenschmuggel während des Bürgerkriegs in Sierra Leone vorgeworfen wird, wird nach Belgien ausgeliefert werden, sagte am Montag die spanische Justiz. Michel Desaedeleer, 64, wurde Freitag im Flughafen Malaga in Südspanien festgenommen, als er in die Vereinigten Staaten, wo er wohnt, reisen wollte. Er wollte seiner Auslieferung nicht widersprechen, sagte ein Sprecher des Gerichts, dem er präsentiert wurde.
AUF DEUTSCH (VON MIR VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITERLESEN UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Un homme d’affaires soupçonné de trafic de diamants et esclavage au Sierra Leone
01.09.2015 à 06:30 – AFP
Un homme d’affaires belgo-américain accusé d’esclavage et de trafic de diamants pendant la guerre civile au Sierra Leone va être extradé vers la Belgique, a annoncé lundi la justice espagnole. Michel Desaedeleer, 64 ans, avait été interpellé vendredi à l’aéroport de Malaga au sud de l’Espagne, alors qu’il s’apprêtait à partir aux Etats-Unis, où il réside. Il ne s’est pas opposé à son extradition, a annoncé un porte-parole du tribunal devant lequel il a été présenté.

des prospecteurs de diamants en sierra leoneDiamantensucher in Koidu, Sierra Leone

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Ägypten: Hartes Berufungs-Urteil gegen Al-Dschasira-Journalisten – Egypte: trois ans de prison pour les journalistes d’Al-Jazeera

Ägypten – Entsetzen über Urteil gegen Al-Dschasira-Journalisten
29.08.2015 – Deutsche Welle http://www.dw.com/de/themen/afrika/s-12324
In Ägypten sind drei Journalisten des Fernsehsenders Al-Dschasira zu je drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil entspricht der harten Linie der ägyptischen Justiz gegen Journalisten.
“Wir sind in Ägypten. Alles ist möglich”: Vielleicht hatte Baher Mohammed den schlechten Ausgang des Prozesses erahnt.

DEUTSCHEN ARTIKEL WEITERLESEN UNTER DEM FRANZÖSISCHEN

Egypte: trois ans de prison pour les journalistes d’Al-Jazeera
29.08.2015 à 11:23 – Par Tony GAMAL-GABRIEL – AFP
La justice égyptienne a rendu samedi son verdict dans le nouveau procès des trois journalistes de la chaîne qatarie Al-Jazeera : trois ans de prison ferme pour chacun. Une première condamnation à des peines allant jusqu’à 10 ans de prison avait provoqué un tollé international.

VerurteilteFoto ap: Verurteilte Fahmi, Greste, Mohammed: Drei Jahre Gefängnis für kritische Journalisten

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Tschad’s Ex-Diktator Habré endlich vor Gericht in SENEGAL – le bourreau tchadien Habré enfin devant les juges

Minidossier – News – Portrait
L'ex président tchadien Hissène Habré escorté par des gardiens de prison arrive au tribunal pour le Hissène Habré, mit Gewalt ins Gericht geführt, 20. Juli 2015 in Dakar

AKTUELL 07.09.2015
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COMMENT AFRIKANEWS ARCHIV. Kriegsverbrecherprozess nach dreimonatiger Vertagung begonnen: Habré musste mit Gewalt in den Gerichtssaal geführt werden..
L’ancien président tchadien Hissène Habré, jugé lundi devant la Chambre Africaine Extraordinnaire à Dakar, a refusé de comparaître. Le juge burkinabé Gberdao Gustave Kam a demandé de l’amener de force. (article en francais => au commentaire)

Kriegsverbrecherprozess: Habré führte im Tschad von 1982 bis 1990 ein totalitäres Regime an. 25 Jahre später muss sich…

Posted by Afrikanews Archiv on Montag, 7. September 2015

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Prozess gegen Tschads Ex-Diktator Habré vertagt bis September Top-Aktuell – LESEN
21. Juli 2015, 15:00 http://derstandard.at/r652/Afrika
Gericht im Senegal gibt Pflichtverteidigern Zeit für Vorbereitung
Dakar/N’Djamena – Der vor einem internationalen Gericht im Senegal begonnene Prozess gegen den früheren Diktator des Tschads ist auf den 7. September vertragt worden. Das Sondergericht der Afrikanischen Union (AU) erklärte am Dienstag in Dakar, die Verteidiger von Hissene Habré sollten Vorbereitungszeit erhalten. Dem Angeklagten waren zuvor drei Pflichtverteidiger zur Seite gestellt worden.
Diese sollen laut dem Gericht 45 Tage Zeit bekommen, um sich in die Akten einzuarbeiten. Demzufolge werde der Prozess am 7. September fortgesetzt. Habré hatte es abgelehnt, sich verteidigen zu lassen und vor dem Gericht, das er nicht anerkennt, zu erscheinen. Zum Prozessauftakt am Montag war er unter Zwang erschienen. Auch am Dienstag wurde Habré gegen seinen Willen in den Gerichtssaal gebracht.
Kritik an Richter Kam
Ein Mitglied des Kollektivs der Opferanwälte, Georges-Henri Beauthier, kritisierte die Entscheidung des aus Burkina Faso stammenden Richters Gberdao Gustave Kam. “Wir wären dazu gerne gefragt worden”, sagte er. Habré habe das Recht zu schweigen, “aber wir haben das Recht auf eine Rechtsprechung”. Richter Kam sagte, ein Angeklagter habe Anspruch auf Rechtsbeistand während eines Prozesses. Da Habré ohne Anwälte vor Gericht erschienen sei, habe das Gericht Verteidiger aus Dakar dazu bestimmt.
Habré muss sich 25 Jahre nach seinem Sturz wegen Kriegsverbrechen, Folter und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Der 72-Jährige hatte den Tschad von 1982 bis 1990 regiert und galt in Anspielung an den einstigen chilenischen Diktator als “Afrikas Pinochet”. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden während seiner achtjährigen Herrschaft 40.000 Oppositionelle und Angehörige ethnischer Gruppen getötet.
Es ist das erste Mal, dass ein ehemaliger afrikanischer Staatschef in einem anderen afrikanischen Land wegen Menschenrechtsverbrechen vor Gericht steht. Im Senegal, wo Habré seit seiner Flucht aus dem Tschad lebt, wurde aufgrund einer Vereinbarung zwischen der AU und dem westafrikanischen Land das Sondertribunal eingesetzt. Seit dem Jahr 2013 befindet sich der Ex-Diktator in Dakar in Hausarrest. (APA, 21.7.2015)
Prozessbeginn 3 Artikel – LESEN
1. Prozess gegen Ex-Diktator Habre: „Wendepunkt für Justiz in Afrika“
Mo, 20.07.2015 15:56 TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe http://www.tt.com/politik/konflikte
40.000 Oppositionelle wurden während der Herrschaft von Hissene Habre im Tschad der Achtzigerjahre getötet. Jetzt muss er sich im Senegal vor einem Sondertribunal verantworten. UNO-Menschenrechtskommissar Al Hussein würdigt das Verfahren als „Wendepunkt“.
Dakar – 25 Jahre nach seinem Sturz muss sich der frühere Diktator des Tschad, Hissene Habre, wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Folter vor Gericht verantworten. Der 72-Jährige wurde am Montag von Gefängniswärtern auf die Anklagebank eines Sondergerichts der Afrikanischen Union (AU) in der senegalesischen Hauptstadt Dakar geführt.
Habre, der ein weißes Gewand und einen Turban trug, reckte eine Faust in die Höhe und rief „Gott ist groߓ. Es ist das erste Mal, dass ein ehemaliger afrikanischer Staatschef in einem anderen afrikanischen Land südlich der Sahara wegen Menschenrechtsverbrechen vor Gericht steht. Dem früheren liberianischen Kriegsherrn und Staatschef Charles Taylor war von einem Sondertribunal in Den Haag der Prozess gemacht worden.
„Afrikas Pinochet“
Habre hatte den Tschad von 1982 bis zu seinem Sturz 1990 mit harter Hand regiert und galt als „Afrikas Pinochet“. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden während seiner achtjährigen Herrschaft 40.000 Oppositionelle und Angehörige ethnischer Gruppen getötet. Sie sehen in dem Prozess gegen Habre ein wichtiges Signal dafür, dass Verbrechen früherer oder amtierender afrikanischer Machthaber nicht ungesühnt bleiben.
Habre ist in seiner Heimat schon in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden. Da der Tschad aber nie die Auslieferung Habres beantragt hat, wurde der Senegal selbst aktiv. Die Jahre zuvor hatte aber auch der Senegal den Prozess verschleppt. Erst nach dem Amtsantritt von Präsident Macky Sall im Jahr 2012 kam Bewegung in das Verfahren. Im Dezember 2012 vereinbarte Dakar mit der AU die Einrichtung eines Sondertribunals. Im Juni 2013 wurde Habre festgenommen, seitdem steht er in seinem Haus in der senegalesischen Hauptstadt unter Arrest.
Nach Angaben seines Anwalts wollte Habre nicht zur Verhandlung erscheinen, weshalb er zwangsweise vorgeführt werden musste. Habre hatte schon im Vorfeld verkündet, dass er das Gericht nicht anerkennt und er sich nicht an dem Prozess beteiligen wird. Der Richter Gberdao Gustave Kam aus Burkina Faso sagte bei der Eröffnung des Verfahrens, dass sich Habre in dem Prozess nicht von Verteidigern vertreten lässt.
Anhänger Habres protestierten vor dem Gerichtsgebäude
In der Eingangshalle des Gerichtsgebäudes protestierten mehrere Anhänger Habres. Die Demonstranten riefen Sprechchöre, bis sie von der Polizei hinausgeworfen wurden. Einer der Unterstützer sagte, er sei „traurig“ und „beschämt“ über den Prozess gegen den „Befreier des Tschad“. Ein anderer bezeichnete das Verfahren als „westliche Verschwörung“.
Der UNO-Menschenrechtskommissar Zeid Ra‘ad Al Hussein würdigte das Verfahren dagegen als „einen Wendepunkt für die Justiz in Afrika“. Der Prozess vor einem Sondergericht sei ermöglicht worden durch Habres Opfer und „ihre unermüdliche und bemerkenswerte Suche nach Gerechtigkeit“, erklärte er in Genf. Der Prozess zeige, dass Politiker, denen Menschenrechtsverbrechen zur Last gelegt würden, der Justiz nicht dauerhaft entkommen könnten. (APA/AFP/dpa)

2. Prozess gegen Tschads Ex-Diktator: Auftakt mit Eklat

20.07.2015 – Deutsche Welle – http://www.dw.com/search/de/hiss%c3%a8ne+habr%c3%a9/category/9077/
Hissène Habré gilt als einer der brutalsten Staatsoberhäupter der jüngeren afrikanischen Geschichte. Politische Morde, Folter, Misshandlungen: Die Liste der Vorwürfe ist lang. Verantworten will er sich dafür nicht.
Gerade erst hatte das Verfahren gegen Tschads Hissène Habré im Senegal begonnen, da musste der ehemalige Diktator schon den Gerichtssaal verlassen. Laut Beobachtern hatte er den Prozess gegen ihn lautstark als Farce verurteilt. Sein Vorwurf: Das Gericht in der senegalischen Hauptstadt Dakar sei von den USA manipuliert. Habré hatte sich vorher geweigert, überhaupt zum Verfahren zu erscheinen und musste daher zwangsweise vorgeführt werden. Im Vorfeld kündete er außerdem an, das Gericht nicht anzuerkennen.
Es ist das erste Mal, dass ein afrikanischer Ex-Staatschef wegen Menschenrechtsverbrechen vor dem Gericht eines anderen afrikanischen Landes steht. Habré hatte von 1982 bis zu seinem Sturz 1990 im Tschad für Angst und Schrecken gesorgt. Das Sondertribunal der Afrikanischen Union (AU) wirft ihm Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Folter vor. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden während seiner achtjährigen Diktatur 40.000 politische Gegner und Angehörige ethnischer Gruppen getötet. Außerdem habe das ehemalige Staatsoberhaupt Zehntausende Menschen foltern lassen. Beim Prozessauftakt erklärte eine Anwältin, 4445 Menschen zu vertreten, die in den Jahren von Habrés Herrschaft Opfer staatlicher Gewalt geworden seien.
Gerechtigkeit nach 25 Jahren
Nachdem der heutige Präsident Idriss Déby sich 1990 im Tschad an die Macht geputscht hatte, suchte Habré im Senegal Zuflucht. Das westafrikanische Land hat seitdem den Prozess jahrelang verschleppt. Erst seit dem Amtsantritt des senegalesischen Präsidenten Macky Sall im Jahr 2012 nahm der Fall Habré an Fahrt auf. Seit Juni 2013 steht er in Dakar unter Hausarrest.
Mehrere Anhänger des Ex-Staatschefs zeigten in der Eingangshalle des Gerichtsgebäudes ihren Unmut gegen den Prozess. Ein Unterstützer sagte, er sei “traurig” und “beschämt” über das Verfahren gegen den “Befreier des Tschad”.
Die Pariser Zeitung “Libération” hingegen bezeichnete den Prozess gegen Habré als “Wendepunkt beim Kampf gegen Straflosigkeit”. Menschenrechtsorganisationen haben sich fast 25 Jahre lang dafür eingesetzt, dass der Ex-Diktator sich nun vor Gericht verantworten muss.
An Habrés brutaler Diktatur waren westliche Mächte nicht ganz unschuldig. Sowohl Paris als auch Washington unterstützten den ehemaligen Staatschef. Sie hatten gehofft, er könne eine Vormacht von Libyens prosowjetischem Machthaber Muammar al-Gaddafi in Afrika verhindern. Mit Erfolg: Habrés Truppen schlugen 1983 Gaddafis Armee im Norden des Tschad. Zu dieser Zeit hatte Habré bereits die Macht in Tschads Hauptstadt N’Djamena übernommen – angeblich mithilfe des US-Geheimdienstes CIA und der französischen Regierung.
ms/rb (afp, dpa, epd)

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Die Deutsche Welle- Redaktion empfiehlt
Kein Ende in Sicht – Afrikas machtgierigste Staatsoberhäupter
Habrés Opfer erwarten Gerechtigkeit

3. Hissène Habré vor Gericht – Ex-Diktator beschimpft seine Richter

20.07.2015 tageszeitung http://www.taz.de/Politik/Afrika/!p4621/
Tumulte und der Rauswurf des Angeklagten begleiten den Auftakt des historischen Prozesses gegen Tschads Ex-Diktator Hissène Habré.
BERLIN taz | Auf spektakuläre, aber nicht besonders konstruktive Weise hat am Montag in Senegals Hauptstadt Dakar der Prozess gegen Tschads Ex-Diktator Hissène Habré vor einem Sondertribunal begonnen. Der 72-Jährige, gekleidet in ein weißes Gewand mit einem Turban auf dem Kopf, wurde gegen seinen Willen von Gefängniswärtern in den Gerichtssaal geführt und wenig später wieder hinausgebracht, nachdem er erklärte, das Gericht nicht anzuerkennen.
„Nieder mit den Verrätern, nieder mit den Imperalisten!“ rief Habré, wie anwesende Journalisten auf Twitter berichteten. „Es ist eine Farce verkommener senegalesischer Politiker! Afrikanische Verräter! Lakaien Amerikas!“ Dann wurde er unsanft wieder aus dem Saal befördert und in seine Zelle im Justizpalast von Dakar gebracht. Als er später wieder hineingeführt werden sollte, weigerte er sich, und die Verhandlung musste unterbrochen werden.
Zuvor hatten Habré-treue Demonstranten im Saal und in der Eingangshalle des Gerichtsgebäudes Sprechchöre gerufen, bis sie von der Polizei hinausgeworfen wurden. Einer sagte, er sei „traurig“ und „beschämt“ über den Prozess gegen den „Befreier des Tschad“. Ein anderer bezeichnete das Verfahren als „westliche Verschwörung“.
In Abwesenheit des Angeklagten sowie seiner Anwälte, die die Eröffnung der Hauptverhandlung sowieso boykottierten, verlas der Chefankläger die wesentlichen Punkte der Vorbereitung des Prozesses: Anhörung von 2.000 überlebenden Opfern der Habré-Diktatur, Begehung der Folterstätten im Tschad, Auswertung der Akten von Habrés gefürchteter Geheimpolizei DDS.
„Ihre Abwesenheit wird nicht verhindern, dass es ein faires Verfahren gibt“, sagte er Habré, der aber nicht da war. „Ich lade Sie ein, zu erscheinen und Ihr Schweigen zu brechen, denn dieses entlastet Sie nicht.“
Habrés Anwälte waren auf seine Instruktion hin der Eröffnungssitzung ferngeblieben. Es gilt nun als wahrscheinlich, dass das Gericht Pflichtverteidiger benennt, mit denen der Angeklagte dann die Zusammenarbeit verweigert. Die Strategie des Exdiktators besteht nach Meinung von Beobachtern darin, die Verhandlung gar nicht erst unter geordneten Umständen stattfinden zu lassen.
Jacqueline Moudeina, tschadische Menschenrechtsanwältin und Vertreterin der Opfer bei dem Prozess, gab zur Eröffnung eine aufwühlende Erklärung ab. „Wir geben den Stimmlosen eine Stimme“, sagte sie. „Wir vertreten 4.445 Opfer. Sie kämpfen mit der Kraft ihres Gewissens. Diesen Prozess führt die gesamte Menschheit“. Moudeina leitet im Tschad das Kollektiv der Opfer der Habré-Diktatur und setzt sich seit dem Sturz des Diktators 1990 dafür ein, ihn zur Rechenschaft zu ziehen.
40.000 Tote in acht Jahren
Habré wird Folter und Mord sowie eine Reihe weiterer Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Menschenrechtsgruppen zufolge fielen 40.000 Menschen im Tschad der achtjährigen Herrschaft Habrés zum Opfer, viele davon auf bestialische Weise zu Tode gefoltert. Sein Regime wurde damals von Frankreich und den USA als Bollwerk gegen Gaddafis Libyen unterstützt.
Die Foltermethoden werden im Prozess gegen Habré zur Sprache kommen, der unter dem Mandat der Afrikanischen Union (AU) stattfindet, in einem eigens von der AU gegründeten und von westlichen Gebern finanzierten Sondertribunal. Viele überlebende Habré-Opfer sollen anreisen oder befinden sich bereits in Dakar. Neben dem Vorsitzenden Richter Gberdao Gustave Kam aus Burkina Faso werden zwei Richter aus Senegal den Prozess führen.
In Senegal lebt Habré seit seinem Sturz durch Tschads heutigen Herrscher Idriss Déby Ende 1990; jahrzehntelang wähnte er sich dort vor juristischer Verfolgung sicher und um so enttäuschter ist er nun, dass Senegals neugewählter Präsident Macky Sall eingewilligt hat, ihn vor Gericht zu stellen.

PORTRAIT LESEN
Hissène Habré, der Wüstenstratege, der ein unerbittlicher Henker wurde
2015.07.19 um 02:30 Uhr – AFP
Der ehemalige tschadische Präsident Hissène Habré, ein Stratege des Wüstenkrieges, ergriff die Macht mit Gewalt im Jahr 1982 und wurde dann rasch zu einem gnadenlosen Henker und einem Architekten einer schrecklichen Repression, die die acht Jahre seiner Herrschaft markieren wird.
“Wüstenkrieger”, “Mann des Maquis (Untergrunds)”, “Kriegsherr (Warlord)”: Qualifikanten im Überfluss, um die militärischen Qualitäten dieses Mannes mit scharfen Gesichtszügen und Blick zu beschreiben, der von Montag an in Dakar (Senegal) für “Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Verbrechen der Folter” vor Gericht steht.
Seine Karriere in den 1970er und 1980er Jahren schreibt sich in die turbulenten Geschichte des unabhängigen Tschad ein, wo er der dritte Präsident war.
Geboren 1942 in Faya (Norden), wuchs er in der Wüste von Djourab inmitten nomadischer Hirten auf. Intelligent, wurde er von seinen Lehrern bemerkt.
Er wurde Unterpräfekt, ging nach Frankreich im Jahr 1963, um am Institut für Höhere Studien der Überseegebiete zu studieren. Dann studierte er Rechtswissenschaften in Paris, ebenfalls besuchte er das Institut für politische Studien und macht seine politische Bildung durch Verschlingen der Werke von Frantz Fanon, Ernesto “Che” Guevara, Raymond Aron.
Zurück im Tschad im Jahr 1971, trat er in die Nationale Befreiungsfront des Tschad (FROLINAT) ein, die er führte, bevor er mit einem anderen Nordländer, Goukouni Weddeye, den Rat der Streitkräfte des Nordens (FAN) gründete.
Von 1974 an wurde er im Ausland bekannt für die Geiselnahme – für drei Jahre – der französischen Anthropologin Françoise Claustre – und damit zwang er Frankreich, mit den Rebellen zu verhandeln.
Es wird dann Premierminister von Präsident Malloum, mit dem er bricht, dann Verteidigungsminister von Goukouni Weddeye, Präsident der Regierung der Nationalen Einheit aus dem Jahr 1979.
Als überzeugter Nationalist und standhaft opoositionell zu Libyens Staatschef Muammar Gaddafi, der zu der Zeit die Sympathien Weddeyes hatte, brach er kurz nachdem auch mit seinem ehemaligen Verbündeten, löst einen Bürgerkriegs in N’Djamena aus, das er Ende 1980 zu evakuieren hat.
Vom Osten des Tschad aus, wo er in den Untergrund ging, bekämpfte er das Regime von Goukouni Weddeye, das von Tripoli unterstützt wurde, um dann im Jahr 1982 siegreich in N’Djamena einzukehren.
Ein Jahr später profitiert Goukouni Weddeye von einer libyschen Intervention, auf die französische und zairische Truppen zur Unterstützung der Regierung Habré antworten.
Hissène Habré setzt sich nach mehreren Vermittlungen und Kämpfen durch, aber neue Kämpfe werden in 1986 und 1987 wieder aufgenommen.

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– Die Gegner verhaftet, gefoltert und hingerichtet –
Die acht Jahre seiner Herrschaft wurden von einer schrecklichen Repression gekennzeichnet: Gegner – echte oder vermeintliche – wurden von der Dokumentations- und Sicherheitsdirektion (DDS, der politischen Polizei) verhaftet, gefoltert und oft hingerichtet.
Eine Untersuchungskommission bezifferte auf mehr als 40.000 die Zahl der Todesfälle in Haft oder während seiner Herrschaft hingerichtet, darunter 4.000 namentlich Identifizierte.
Ende 1990 verließ Habré eilig N’Djamena: er floh vor den angreifenden Rebellen von Idriss Deby (derzeitiger Präsident des Tschad), einem seiner Generäle, der 18 Monate vorher dissidiert war und das Land vom Sudan aus überfiel.
Habré findet Zuflucht in Dakar für ein Exil, das für mehr als zwanzig Jahre friedlich sein wird.
Nach Angaben des amerikanischen Anwalts Reed Brody, Forschungsleiter der Organisation Human Rights Watch (HRW) zu diesem Thema, hatte es der ehemalige Diktator geschafft, vorsichtshalber “die Kassen zu leeren”, bevor er sein Land verließ, und dann im Senegal “ein Netzwerk von Schutz aufzubauen”
In seinen Memoiren aus dem Jahre 2014 sagte der zu der Zeit senegalesische Präsident Abdou Diouf, dass er alle Mühe hatte, damit Habré das Flugzeug, das ihn nach Dakar gebracht hatte, dem tschadischen Staat zurückzugeben.
In Senegal hat der Mann dann Kampfuniform und Khaki-Kappe gegen eine große weiße Robe und Kappe getauscht. Praktizierender Muslim, wird er von seinen Nachbarn geschätzt, mit denen er während der religiösen Feste betet. Er zeigt sich diskret und großzügig an der Teilnahme an den Bau von Moscheen …
Im Sommer 2011, als der damalige senegalesische Präsident Abdoulaye Wade alle schließlich überraschte, Habré schließlich in den Tschad ausweisen zu wollen, demonstrierten die Bewohner des Ouakam Bezirks ihre Unterstützung für Habré und betonten, dass er eine Frau und Kinder in Senegal habe.
Er wurde schließlich am 30. Juni 2013 in Dakar festgenommen und durch ein von der Afrikanischen Union (AU) etabliertes Sondergericht wegen “Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen Verbrechen der Folter” angeklagt und in Untersuchungshaft genommen.
© 2015 AFP

CHRONOLOGIE 1990-2015 LESEN
Hissène Habré, von der Justiz eingeholt nach 20 Jahren im Exil
2015.07.20 um 07:30 Uhr – AFP
Erinnerung an wichtige Daten seit der Ankunft des abgesetzten tschadischen Präsidenten Hissène Habré im Exil in Senegal im Jahr 1990, dessen Prozess für “Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Verbrechen der Folter” am Montag in Dakar eröffnete.
– 1990: Habré im Exil in SENEGAL
– 11. Dezember: Hissène Habré, der nach Kamerun floh vor den vorrückenden Rebellen des Idriss Deby, Tschads neuem Hernn, kommt in Dakar an, wo er politisches Asyl erhält.
Seinem Regime wird vorgeworfen, Gegner brutal unterdrückt, und von der Dokumentations- und Sicherheitsdirektion (DDS, politische Polizei) festgenommen, gefoltert und manchmal hingerichtet gelassen zu haben.
– 1992: Untersuchungskommission –
– 21. Mai: Eine Untersuchungskommission über “Verbrechen und Missbrauch” von Habré schätzt bei 40.000 die Zahl der Todesfälle, in Haft gestorben oder hingerichtet. Sie behauptet, 4.000 der Opfer nach Namen identifiziert haben.
– 2000-2005: Klagen im Senegal und in Belgien –
– 27. Januar 2000: Eine gerichtliche Untersuchung wurde in Dakar gegen Habré eröffnet, für “Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Folter” nach der Einreichung einer Klage von Tschadern und NGOs. Sie waren inspiriert von der “Affäre Pinochet”: Festnahme des ehemaligen chilenischen Diktators in London im Jahr 1998 nach dem Grundsatz der “universellen Gerichtsbarkeit.”
Am 3. Februar wird Habré der “Komplizenschaft bei Folter” angeklagt. Im November wird eine Klage mit der Zivilpartei von einem Dutzend Opfern in Belgien eingereicht , das ein Gesetz zur “universellen Gerichtsbarkeit” verabschiedet hat.
– 19. September 2005: Belgien startet einen internationalen Haftbefehl gegen Habré für “schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht” und ein Auslieferungsersuchen. Am 15. November wird er in Dakar festgenommen, aber am 25. erklärt das Berufungsgericht sich inkompetent, und er kann zu seinem Haus in Dakar zurück.
– 2008: Habré verurteilt in TSCHAD –
– 15. August: Hissène Habré und elf Rebellenführer werden im Tschad in Abwesenheit zum Tode verurteilt für “Gefährdung der Staatssicherheit” und für seine “Unterstützung für die Rebellen” nach seinem Sturz. Ein Verfahren unterschiedlich zudem in Dakar.
– 2012: Schaffung des Sondergerichtes –
– 25. Juni: Der neue senegalesische Präsident Macky Sall versichert, dass Habré in Senegal vor Gericht gestellt werden wird und schließt dessen Auslieferung aus. Im Juli fordert der Internationale Gerichtshof (IGH) einen Prozess im Senegal zu verfolgen oder ihn auszuliefern.
Der Senegal wurde seit 2006 von der Afrikanischen Union (AU) beauftragt, Habre zu richten, aber Macky Sall’s Vorgänger Abdoulaye Wade ein Verfahrenhatte nie organisiert und versuchte vergeblich, den Abgang Habrés zu erhalten Chad -Präsident oder die Akte auf die AU abzuwälzen.
– 22. August: Der Senegal und die AU haben eine Vereinbarung unterzeichnet, die vom Parlament im Dezember ratifiziert werden wird, zur Schaffung von vier “Extraordinary African Chambers” (EAC, außerordentliche Afrikanische Gerichtskammern), zwei für die Untersuchung und die Strafverfolgung, ein Schwurgericht und ein Berufungsgericht.
– 2013: Festnahme und Anklage –
– 30. Juni: Hissène Habré wird in Dakar verhaftet. Zwei Tage später wird Anklage wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Folter erhoben, mit fünf anderen Führern der Repression unter ihm, von den Richtern des EAC, die ihn in Gewahrsam platzieren.
– 2015: Verurteilung in TSCHAD der für die DDS Verantwortlichen-
– 25. März: Die tschadische Justiz verurteilt zu lebenslanger Haft, für “Töten” und “Folter”, sieben Führer der DDS unter den 28 seit November vor dem Sonderstrafgericht in N’Djamena erschienenen Angeklagten.
– 2015: Prozess Habré in Senegal –
– 13. Februar: Nach 19 Monaten der Untersuchung wird der ehemalige tschadische Präsident wider an das EAC Gericht überwiesen. Im Mai kündigt das Sondergericht an, dass der Prozess am 20. Juli beginnen soll.
– 20. Juli: Beginn des Prozesses, die Anhörungen sollten drei Monate dauern.
© 2015 AFP

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Le procès de l’ex-président tchadien Hissène Habré ajourné au 7 septembre Top-Actuel – LIRE
21.07.2015 à 17:33 – Par Coumba SYLLA – AFP
Au lendemain même de son ouverture, le procès de l’ex-président tchadien Hissène Habré, jugé par un tribunal spécial africain à Dakar pour crimes contre l’humanité, a été ajourné mardi au 7 septembre, l’accusé refusant de se défendre devant une juridiction qu’il récuse.
Face à la volonté affichée de Hissène Habré de boycotter un procès qui se veut exemplaire pour la lutte contre l’impunité en Afrique, la Cour s’est résolue à commettre d’office trois avocats sénégalais, auxquels elle a accordé 45 jours pour leur “permettre de s’approprier l’entièreté de ce dossier”.
Le président tchadien déchu, 72 ans, en boubou et turban blancs, qui comme la veille avait été conduit de force au palais de justice de Dakar, a aussitôt pavoisé.
Dès l’annonce de l’ajournement, Hissène Habré, qui avait fustigé lundi un tribunal “illégitime et illégal” et “l’impérialisme”, s’est levé sous les acclamations de ses partisans, qui ont crié: “Allah akbar!” (Dieu est le plus grand, en arabe). Il leur a souri, a levé le poing, les a salués en serrant les deux mains, et a fait le “V” de la victoire.
Les avocats des parties civiles ont mis en garde le tribunal contre le risque que ce délai de 45 jour ne permette à l’accusé de “prendre en otage ce procès”, notamment en récusant ses avocats commis d’office à la reprise des audiences.
Cet ajournement pourrait lui permettre “de saboter, paralyser, asphyxier une justice dont il ne veut pas, tant il redoute le verdict qui le menace”, a averti l’avocat français William Bourdon, au nom du collectif de défense des parties civiles.
En détention depuis deux ans au Sénégal, où il avait trouvé refuge après avoir été renversé par l’actuel président tchadien Idriss Deby Itno, Hissène Habré est poursuivi pour “crimes contre l’humanité, crimes de guerre et crimes de torture”.
La répression sous son régime (1982-1990) a fait 40.000 morts, selon les estimations d’une commission d’enquête tchadienne. Il encourt entre 30 ans de prison ferme et les travaux forcés à perpétuité.
– ‘L’Afrique juge l’Afrique’ –
Mbacké Fall, le procureur général des Chambres africaines extraordinaires (CAE), tribunal spécial créé en vertu d’un accord entre le Sénégal et l’Union africaine (UA), a rappelé que, depuis le début, la ligne de défense du prévenu était “la négation même de la Chambre. Il n’a jamais voulu collaborer à l’œuvre de justice”.
“Il ne lui appartient pas de récuser qui que ce soit”, a assuré M. Fall.
Le président du tribunal, le Burkinabè Gberdao Gustave Kam, a expliqué que les avocats commis d’office auraient le devoir de “sauvegarder les intérêts de Hissène Habré, même contre son gré”.
“On veut un procès équitable”, a souligné le magistrat, précisant qu’il incombait à la Cour d’assurer un procès “impartial, équitable, où les règles de droit et de procédure soient respectées”.
Le dispositif de sécurité avait été renforcé par rapport à lundi, alors que les partisans de l’accusé avaient déclenché un incident juste avant l’ouverture du procès, scandant des slogans hostiles à la Cour avant d’être évacués.
Les gendarmes étaient présents en plus grand nombre et les agents pénitentiaires affectés à la sécurité du prévenu avaient pris position non plus du côté du box des accusés, comme la veille, mais dans la salle même, faisant un barrage entre l’assistance et la table à laquelle était installé Hissène Habré, face à la Cour.
Ce procès inédit doit aussi permettre à l’Afrique, où la Cour pénale internationale (CPI) est fréquemment accusée de ne poursuivre que des dirigeants africains, de montrer l’exemple.
Selon le ministre sénégalais de la Justice, Sidiki Kaba, s’exprimant lundi à Dakar lors d’une rencontre internationale sur la création de la CPI, le procès de Hissène Habré marque “un signal très fort” pour la justice internationale. A travers lui, “c’est l’Afrique qui juge l’Afrique”.
Plus de 4.000 victimes “directes ou indirectes” se sont constituées parties civiles. Le tribunal spécial a prévu d’entendre 100 témoins.
En cas de condamnation, l’accusé pourra purger sa peine au Sénégal ou dans un autre pays de l’Union africaine.
© 2015 AFP
Ouverture du procès 2 articles – LIRE
1. L’ex-président tchadien Habré jugé au Sénégal, un procès “historique”
19.07.2015 à 03:00 – Par Coumba SYLLA – AFP
L’ex-président tchadien Hissène Habré est jugé à partir de lundi au Sénégal lors d’un procès “historique”: pour la première fois un ancien chef d’Etat africain devra répondre de ses actes devant un tribunal d’un autre pays d’Afrique.
Hissène Habré, 72 ans, en détention depuis deux ans au Sénégal où il a trouvé refuge après avoir été renversé par l’actuel président Idriss Deby Itno, est poursuivi pour “crimes contre l’humanité, crimes de guerre et crimes de torture” sous son régime (1982-1990).
Il sera jugé par les Chambres africaines extraordinaires (CAE), tribunal spécial créé par l’Union africaine (UA) en vertu d’un accord avec le Sénégal, comprenant des magistrats sénégalais et africains, dont le Burkinabè Gberdao Gustave Kam, qui présidera les débats.
Ce procès inédit doit aussi permettre au continent, où les griefs se multiplient contre la Cour pénale internationale (CPI) siégeant à La Haye, accusée de ne poursuivre que des dirigeants africains, de montrer l’exemple, soulignent des organisations de défense des droits de l’Homme.
“C’est la première fois au monde – pas seulement en Afrique – que les tribunaux d’un pays, le Sénégal, jugent l’ancien président d’un autre pays, le Tchad, pour des violations présumées des droits de l’Homme”, a déclaré à l’AFP Reed Brody, cheville ouvrière de cette procédure au sein de Human Rights Watch (HRW).
Mais l’unique accusé “ne reconnaît pas cette juridiction, ni dans sa légalité, ni dans sa légitimité” et “a décidé de renoncer à participer à ce procès”, a indiqué jeudi à l’AFP un de ses avocats, Me Ibrahima Diawara, en précisant: “Comparaître dans un procès est un droit, pas une obligation”.
Selon lui, Hissène Habré – qui “va mieux”, après une attaque cardiaque en juin – n’entend pas comparaître et a demandé à ses avocats de ne pas assister non plus aux audiences.
En vue de ce procès, le Sénégal a modifié ses lois pour adopter la compétence universelle permettant de juger un étranger pour des actes commis hors de son territoire. Le Tchad a de son côté autorisé les magistrats des CAE à enquêter sur place.
– ‘Procès pour l’Afrique’ –
Depuis l’ouverture de l’instruction, en juillet 2013, “il y a eu quatre commissions rogatoires ayant permis d’entendre presque 2.500 victimes et une soixantaine de témoins”, a précisé cette semaine le procureur général des CAE, Mbacké Fall.
Plus de 4.000 victimes “directes ou indirectes” se sont constituées parties civiles. Le tribunal spécial a prévu d’entendre 100 témoins. Les audiences seront “filmées et enregistrées” pour être diffusées en différé et “permettre à un maximum de personnes de suivre” le procès, d’après Mbacké Fall.
Seule une sélection des débats sera montrée par la télévision publique sénégalaise RTS, “le diffuseur hôte”, qui mettra gratuitement un signal à la disposition des médias, a-t-il précisé.
Les audiences sont prévues du 20 juillet au 22 octobre. Si l’accusé est reconnu coupable, s’ouvrira une autre phase durant laquelle seront examinées d’éventuelles demandes de réparation au civil.
En cas de condamnation, Hissène Habré, qui encourt entre 30 ans de prison ferme et les travaux forcés à perpétuité, pourra purger sa peine au Sénégal ou dans un autre pays membre de l’UA, mais il n’est prévu “aucune mesure d’assouplissement de la peine”, ni grâce, ni amnistie, a précisé M. Fall.
Le budget du tribunal spécial “avoisine les 6 milliards de FCFA” (près de 9,15 millions d’euros), financés par plusieurs bailleurs: France, Belgique, Pays-Bas, Etats-Unis, UA, Union européenne, Tchad, a-t-il ajouté.
Pour Assane Dioma Ndiaye, un avocat des parties civiles, ce procès sera “historique”. “Il ne pouvait pas y avoir d’impunité dans cette affaire”, a dit Me Ndiaye, soulignant les “attentes grandissimes des victimes”.
Parmi elles, Clément Abaïfouta, présent à Dakar, espère comprendre enfin les motifs de son arrestation il y a 30 ans et de ses quatre effroyables années de détention.
“Je veux poser cette question à Habré: pour quelle raison ai-je été arrêté? Pour quelle raison ai-je souffert?”, a expliqué à l’AFP M. Abaïfouta, président de l’Association des victimes contre la répression politique au Tchad (AVCRP).
Lors d’une visite début juillet à Conakry, la procureure de la CPI, Fatou Bensouda, a invité les Africains à “donner la priorité aux victimes”, qui se comptent souvent par “centaines ou milliers”, plutôt que de “protéger les auteurs des crimes”.
“C’est l’Afrique qui est venue à la CPI, ce n’est pas la CPI qui est allée en Afrique”, a-t-elle dit, en réaction aux critiques contre cette juridiction internationale, rappelant que la plupart des enquêtes ouvertes sur le continent l’avaient été à la demande des Etats concernés.
Pour Alioune Tine, directeur d’Amnesty pour l’Afrique de l’Ouest et du Centre, pouvoir faire “juger un président de la République par un tribunal africain pour crimes de guerre, contre l’humanité” marquera “le début d’une longue marche” du continent vers sa “souveraineté judiciaire”.
© 2015 AFP

2. Sénégal: l’ex-président tchadien Habré amené de force à son procès “historique”
20.07.2015 à 18:30 – Par Coumba SYLLA – AFP
Le président tchadien déchu Hissène Habré a été amené de force au tribunal spécial de Dakar où il est jugé depuis lundi pour crimes contre l’humanité, dans un procès qui aura valeur de test pour la justice en Afrique.
Hissène Habré, en détention depuis deux ans au Sénégal, où il a trouvé refuge après avoir été renversé en 1990 par l’actuel président Idriss Deby Itno, est poursuivi pour “crimes contre l’humanité, crimes de guerre et crimes de torture” sous son régime (1982-1990) qui ont fait quelque 40.000 morts, selon les organisations de défense des droits de l’Homme.
Le prévenu, 72 ans, qui avait annoncé son refus de comparaître, vêtu de blanc et coiffé d’un turban, a été amené de force et porté dans le box des accusés au palais de justice de Dakar par des agents de l’administration pénitentiaire.
Chapelet de prière à la main, l’ancien président tchadien a seulement levé le poing et crié “Allah akbar” (Dieu est le plus grand).
Le procès, devant les Chambres africaines extraordinaires (CAE), tribunal spécial créé par l’Union africaine (UA) en vertu d’un accord avec le Sénégal, s’est ouvert peu après 10H00 (locales et GMT), après l’évacuation par les gendarmes de partisans de l’accusé, qui ont hurlé des slogans hostiles à la Cour.
“Même s’il ne parle pas, il faut qu’il écoute ce que nous avons à dire et qu’il nous voie de ses propres yeux”, avait déclaré la semaine dernière Souleymane Guengueng, détenu pendant plus de deux ans et président fondateur de l’Association des victimes de crimes du régime de Hissène Habré (AVCRHH).
Le président du tribunal, le Burkinabè Gberdao Gustave Kam, a constaté à l’ouverture du procès que la défense n’était “pas représentée”, avant de poursuivre la séance, en présence d’environ un millier de personnes, sans affluence particulière autour du palais de justice.
L’accusé, qui “ne reconnaît pas cette juridiction, ni dans sa légalité, ni dans sa légitimité”, selon un de ses avocats, Me Ibrahima Diawara, avait donné instruction à ses conseils de ne pas assister non plus aux audiences.
– ‘A l’Afrique de juger ses enfants’ –
Le procureur général des CAE, le Sénégalais Mbacké Fall, a rendu hommage aux survivants “qui ont eu le mérite de porter et de poursuivre le combat contre l’impunité”.
“Le chemin parcouru pour arriver devant ce prétoire a été long”, mais le travail de la cour “n’est point un acharnement contre la personne de l’accusé”, a-t-il assuré.
Auparavant, interrogée par l’AFP sur ce qu’elle attendait du procès, une partisane de Hissène Habré avait répondu: “Rien, ils ont déjà jugé et condamné le président. C’est un complot de l’Occident”.
Ce procès inédit doit aussi permettre au continent, où la Cour pénale internationale (CPI) est fréquemment accusée de ne poursuivre que des dirigeants africains, de montrer l’exemple.
“L’Afrique doit donner la preuve qu’elle est capable de juger ses propres enfants pour que d’autres ne le fassent pas à sa place”, a souligné dimanche le porte-parole des CAE, Marcel Mendy.
“C’est la première fois au monde – pas seulement en Afrique – que les tribunaux d’un pays, le Sénégal, jugent l’ancien président d’un autre pays, le Tchad, pour des violations présumées des droits de l’Homme”, a souligné Reed Brody, cheville ouvrière de cette procédure au sein de Human Rights Watch (HRW).
Ce procès montre que “les dirigeants accusés de crimes graves ne devraient pas supposer qu’ils pourront indéfiniment échapper à la justice”, s’est félicité lundi le Haut-Commissaire de l’ONU aux droits de l’Homme Zeid Ra’ad Al Hussein.
Jusqu’à sa chute, Hissène Habré a bénéficié du soutien américain et français contre la Libye du colonel Kadhafi, considéré comme un “parrain du terrorisme”.
Plus de 4.000 victimes “directes ou indirectes” se sont constituées parties civiles. Le tribunal spécial a prévu d’entendre 100 témoins. Afin de permettre au plus grand nombre de suivre les audiences, elles seront filmés puis diffusées en léger différé.
Les audiences sont prévues jusqu’au 22 octobre. En cas de condamnation, Hissène Habré, qui encourt entre 30 ans de prison ferme et les travaux forcés à perpétuité, pourra purger sa peine au Sénégal ou dans un autre pays membre de l’UA.
© 2015 AFP

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Hissène Habré, stratège du désert devenu un bourreau implacable
19.07.2015 à 02:30 – AFP
Stratège de la guerre du désert, l’ex-président tchadien Hissène Habré s’est emparé du pouvoir par les armes en 1982, devenant rapidement un bourreau implacable, architecte d’une répression terrible qui marquera les huit années de son règne.
“Combattant du désert”, “homme des maquis”, “chef de guerre”: les qualificatifs abondent pour décrire les qualités militaires de cet homme aux traits et au regard acérés, jugé à partir de lundi à Dakar pour “crimes contre l’humanité, crimes de guerre et crimes de torture”.
Son parcours dans les années 1970 et 1980 s’inscrit dans l’histoire agitée du Tchad indépendant dont il a été le troisième président.
Né en 1942 à Faya-Largeau (nord), il grandit dans le désert du Djourab, au milieu de bergers nomades. Intelligent, il est remarqué par ses maîtres.
Devenu sous-préfet, il part étudier en France en 1963, à l’Institut des hautes études d’Outre-mer. Il étudie ensuite le droit à Paris, y fréquente l’Institut d’études politiques et fait son éducation politique en dévorant Frantz Fanon, Ernesto “Che” Guevara, Raymond Aron.
De retour au Tchad en 1971, il rejoint le Front de libération nationale du Tchad (Frolinat), dont il prend la tête, avant de fonder avec un autre nordiste, Goukouni Weddeye, le conseil des Forces armées du Nord (Fan).
A partir de 1974, il se fait connaître à l’étranger en retenant en otage – durant trois ans – l’ethnologue française Françoise Claustre, obligeant la France à négocier avec la rébellion.
Il sera ensuite Premier ministre du président Félix Malloum, avec qui il rompra, puis ministre de la Défense de Goukouni Weddeye, président du Gouvernement d’union nationale créé en 1979.
Nationaliste convaincu et farouchement opposé au dirigeant libyen de l’époque Mouammar Kadhafi, qui a les sympathies de Weddeye, il rompt peu après avec son ancien allié, déclenchant une guerre civile à N’Djamena, qu’il doit évacuer fin 1980.
Depuis l’est du Tchad où il a repris le maquis, il combat le régime de Goukouni Weddeye soutenu par Tripoli, pour rentrer victorieusement à N’Djamena en 1982.
Un an plus tard, Goukouni Weddeye bénéficie d’une intervention libyenne, à laquelle répond celle de troupes françaises et zaïroises en faveur du gouvernement Habré.
Hissène Habré s’impose après plusieurs médiations et de nouvelles batailles, mais les combats reprendront en 1986 et 1987.
– Opposants arrêtés, torturés, exécutés –
Les huit années de son régime sont marquées par une terrible répression: les opposants – réels ou supposés – sont arrêtés par la Direction de la documentation et de la sécurité (DDS, police politique), torturés, souvent exécutés.
Une commission d’enquête estimera à plus de 40.000 le nombre de personnes mortes en détention ou exécutées sous son règne, dont 4.000 identifiées nommément.
Fin 1990, Habré quitte précipitamment N’Djamena: il fuit l’attaque éclair des rebelles d’Idriss Déby Itno (l’actuel président tchadien), un de ses généraux qui a fait défection 18 mois plus tôt et a envahi le pays depuis le Soudan.
Habré trouve alors refuge à Dakar pour un exil qui sera paisible pendant plus de vingt ans.
Selon l’avocat américain Reed Brody, principal enquêteur de l’organisation Human Rights Watch (HRW) sur ce dossier, l’ex-dictateur a pris la précaution de “vider” les coffres” avant son départ du Tchad et su se construire, au Sénégal, “un réseau de protection”.
Dans ses Mémoires parues en 2014, le président sénégalais de l’époque Abdou Diouf raconte avoir eu toutes les peines du monde à lui faire restituer à l’Etat tchadien l’avion qui l’avait amené à Dakar.
Au Sénégal, l’homme a troqué treillis et casquette kaki pour un grand boubou et un calot blanc. Musulman pratiquant, il se fait apprécier de ses voisins, avec lesquels il prie lors des fêtes religieuses, se montre discret et généreux en participant à la construction de mosquées…
A l’été 2011, quand le président sénégalais Abdoulaye Wade crée la surprise en voulant finalement l’expulser à N’Djamena, des habitants du quartier de Ouakam manifestent leur soutien à Habré, en soulignant qu’il a une femme et des enfants sénégalais.
Il est finalement arrêté le 30 juin 2013 à Dakar, puis inculpé par un tribunal spécial créé par l’Union africaine (UA) pour “crimes contre l’humanité, crimes de guerre est crimes de torture”, et placé en détention provisoire.
© 2015 AFP
CHRONOLOGIE 1990-2015 LIRE
Hissène Habré, rattrapé par la justice après plus de 20 ans d’exil
20.07.2015 à 07:30 – AFP
Rappel des dates-clés depuis l’arrivée en exil en 1990 au Sénégal du président tchadien déchu Hissène Habré, dont le procès pour “crimes contre l’humanité, crimes de guerre et crimes de torture” s’ouvre lundi à Dakar.
– 1990: HABRE EN EXIL AU SENEGAL
– 11 déc: Hissène Habré, qui a fui au Cameroun l’avancée des troupes rebelles d’Idriss Deby, nouveau maître du Tchad, arrive à Dakar, où il obtient l’asile politique.
Son régime est accusé d’avoir brutalement réprimé tous ses opposants, arrêtés par la Direction de la documentation et de la sécurité (DDS, police politique), torturés, parfois exécutés.
– 1992: COMMISSION D’ENQUETE –
21 mai: Une commission d’enquête sur “les crimes et détournements” commis par Habré estime à 40.000 le nombre de personnes mortes en détention ou exécutées. Elle affirme avoir nommément identifié 4.000 de ces victimes.
– 2000-2005: Plaintes au Senegal et en Belgique –
– 27 jan 2000: Une information judiciaire est ouverte à Dakar contre Habré pour “crimes contre l’humanité et actes de torture” après le dépôt d’une plainte par des Tchadiens et des ONG, inspirés par “l’affaire Pinochet”, l’arrestation à Londres en 1998 de l’ex-dictateur chilien, au nom du principe de “compétence universelle”.
Le 3 février, Habré est inculpé pour “complicité d’actes de tortures”. En novembre, une plainte avec constitution de partie civile est déposée par une vingtaine de victimes en Belgique, où a été adoptée une loi de “compétence universelle”.
– 19 sept 2005: La Belgique lance un mandat d’arrêt international contre Habré pour “violations graves du droit humanitaire international” et une demande d’extradition. Le 15 novembre, il est arrêté à Dakar, mais le 25, la Cour d’appel se déclare incompétente, et il regagne son domicile dakarois.
– 2008: HABRE CONDAMNE AU TCHAD –
– 15 août: Hissène Habré et onze chefs rebelles sont condamnés à mort par contumace au Tchad pour “atteinte à la sécurité de l’Etat”, une procédure visant son “soutien aux rebelles” après sa chute, et donc distincte de celle engagée à Dakar.
– 2012: CREATION D’UN TRIBUNAL SPECIAL –
– 25 juin: Le nouveau président sénégalais Macky Sall assure que Habré sera jugé au Sénégal et exclut son extradition. En juillet, la Cour internationale de justice (CIJ) met en demeure le Sénégal de le poursuivre ou de l’extrader.
Le Sénégal avait été mandaté dès 2006 par l’Union africaine (UA) pour juger M. Habré mais le prédécesseur de Macky Sall, Abdoulaye Wade, n’a jamais organisé de procès, tentant en vain d’obtenir le départ de l’ex-président tchadien ou de se décharger du dossier sur l’UA.
– 22 août: Le Sénégal et l’UA signent un accord qui sera ratifié en décembre par le Parlement, portant création de quatre “Chambres africaines extraordinaires” (CAE): deux pour l’instruction et l’accusation, une Cour d’assises et une Cour d’appel.
– 2013: ARRESTATION ET INCULPATION –
– 30 juin: Hissène Habré est placé en garde à vue à Dakar. Deux jours plus tard, il est inculpé de crimes de guerre, crimes contre l’humanité et tortures, avec cinq autres responsables de la répression sous son régime, par des juges des CAE, qui le placent en détention provisoire.
– 2015: CONDAMNATION AU TCHAD DE RESPONSABLES DE LA DDS –
– 25 mars: La justice tchadienne condamne à la réclusion à perpétuité, pour “assassinats” et “tortures”, sept responsables de la DDS, parmi 28 prévenus comparaissant depuis novembre devant la Cour criminelle spéciale de N’Djamena.
– 2015: PROCES HABRE AU SENEGAL –
– 13 février: Au terme de 19 mois d’instruction, l’ex-président tchadien est renvoyé devant la Cour d’assises des CAE. En mai, ce tribunal spécial annonce que le procès s’ouvrira le 20 juillet.
– 20 juillet: ouverture du procès, dont les audiences doivent durer trois mois.
© 2015 AFP

HINWEIS:
Die Anklage scheint gut vorbereitet, die Anhörungen dauern 3 Monate. Afrikanews Archiv sammelt währendessen relevante Prozessberichte und veröffentlicht sie in Minidossiers zwischendurch bzw. danach. Und vor allem das URTEIL!!!!!
Annotation:
L’accusation semble être bien préparée, les audiences prendront 3 mois. Entretemps, Afrikanews Archiv va rassembler et publier des reportages relevants dans des Minidossiers, surtout la SENTENCE à la fin!!!!

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