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Wahlen Kenia 2017: Vier Hintergrundreportagen – Betrug, Gewalt 2007 – Portrait Kenyatta

Kenya, élections / 4 reportages
TOP-PHOTO afp.com by ROBERTO SCHMIDT: Ein Wahllokal in Magadi, Kenia
Un bureau de vote à Magadi, au Kenya, le 27 décembre 2007

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Deutsche Texte: Von mir verbesserte Google-Übersetzungen

Wahlergebnis und Wahlfolgen => siehe unten in Kommentar #2
Résultat et suites => voir ci-dessous commentaires #1

1. Kenyatta, der Multimillionen-Erbe, der Präsident wurde LESEN
2017.08.05 10:00 – AFP
Kenia’s Präsident Uhuru Kenyatta, der Hoffnungen hat, am Dienstag für eine zweite fünfjährige Amtszeit wiedergewählt zu werden, ist in erster Linie der Erbe des Gründungsvaters der Nation und der Vertreter der Eliten des Landes.
Uhuru, 55, ein in den USA ausgebildeter Multi-Millionär, wurde im Jahr 2013 zum Präsidenten gewählt, ein halbes Jahrhundert nach seinem Vater Jomo Kenyatta, dem ersten Staatschef (1964-1978) des unabhängigen Kenia.
Als ein Führer der Kikuyu-Gemeinschaft hatte er ein Bündnis mit seinem Stellvertreter William Ruto, einem Kalenjin, gegründet, welches vergessen ließ, dass die beiden ethnischen Gruppen während Gewalt nach den Wahlen von 2007-2008 (mehr als 1.100 Tote) sich blutig bekämpft hatten.
Beide Männer wurden durch den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) für ihre Rolle in der Gewalt mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit belastet, dann später rehabilitiert aus Mangel an Beweisen und nach dem Rückzug vieler Zeugen.
Im Jahr 2013 hatten sie geschickt diese Anklage in politische Trümpfe umgemünzt, indem sie viele Wähler davon überzeugten, dass sie Opfer eines „neokolonialen“ Gerichts waren.
Charismatisch und modern für die einen, dilettantischer Erbe für die anderen, verbrachte Kenyatta einen guten Teil seines Mandates damit, sich von Anschuldigungen des ICC zu befreien, die viele westliche Länder dazu führten, sich von ihm abwenden.
Nach der Verfahrenseinstellung gegen Ende 2014 ist Kenia wieder salonfähig worden. Es begrüßte US-Präsident Barack Obama und Papst Franziskus sowie eine Reihe von internationalen Veranstaltungen und Konferenzen.
– Finanzimperium –
Seine erste Amtszeit hat zu großen Infrastrukturprojekten geführt, unter anderem der neuen Eisenbahnlinie zwischen der Hauptstadt Nairobi und dem Hafen von Mombasa Port (im Südosten) am Indischen Ozean, und zu einem starken Wirtschaftswachstum. Aber die öffentliche Verschuldung hat sich erhöht, wie auch die Ungleichheit.
Der Terrorismus ist eine ständige Bedrohung gwesen, mit tödlichen Angriffen durch somalische militante Shebab-Islamisten, wie gegen die Westgate Mall in Nairobi im Jahr 2013 oder gegen die Universität von Garissa (Osten) im Jahr 2015.
Uhuru ( „Freiheit“ in Swahilisprache) ist das zweite Kind und erster Sohn des Paares von Jomo Kenyatta und dessen vierter Frau „Mama“ Ngina. Er wurde am 26. Oktober 1961 geboren, ein paar Monate nach der Freilassung senes Vaters, der fast ein Jahrzehnt lang von der britischen Kolonialmacht gefangen gehalten worden war.

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Das Finanzimperium der Familie Kenyatta, eine der reichsten in Afrika, schließt den Milchkonzern Brookside, die CBA Bank (Commercial Bank of Africa), die Mediengruppe Mediamax und eine Gruppe von Luxus-Hotels ein.
Sie ist vor allem der größte Großgrundbesitzer in Kenia, an der Spitze von mehr als 200.000 Hektar Land, die von Jomo zum Zeitpunkt der Unabhängigkeit gekauft worden waren, mithilfs eines Land-Transfer-Programmes zu niedrigen Preisen, von dem nach Ansicht von Kritikern allem ein paar Privilegierte profitiert hatten.
Im Jahr 2011 schätzte das Forbes-Magazin den Reichtum Uhuru’s auf 500 Mio. Dollar. Aber trotz seiner elitären Ausbildung bleibt nahe an den Menschen, zögert nicht, zu Jugendlichen in Umgangssprache zu sprechen oder ein paar Tanzschritte zu skizzieren.
– Schlacht zwischen Dynastien –
Sein Ruf aus seiner Jugend als Partylöwe war nie wirklich verschwunden. „Kenyatta’s handicaps sind mindestens so wichtig wie seine Stärke. Er trinkt zu viel und ist kein Workaholic“, schrieb Mitte 2009 der US-Botschafter in Nairobi in einem von WikiLeaks veröffentlichten Telegramm. Durch tiefe Taschen unter den Augen beschwerter Blick, verheiratet, Vater von drei Kindern… Uhuru verdankt seinen Aufstieg allerdings nicht seinem Vater, der starb als er Teenager war, sondern dessen Nachfolger, dem Autokraten Daniel arap Moi (1978 -2002).
Dieser fördert ihn zum Kandidaten seiner Kanu-Partei in den 2002er Präsidentschaftswahlen und weckte damit den Zorn der Getreuen der ehemaligen Einheitspartei. Geschlagen, wurde er dann der Führer der Opposition, bevor er bei den Präsidentschaftswahlen vom 27. Dezember 2007 gegenüber Raila Odinga die Wiederwahl von Mwai Kibaki unterstützte.
Der knappe Sieg von Kibaki wurde bestritten und führte zu politischen und ethnischen Tötungen.
Nach der Vereinbarung zur Machtteilung, die die Gewalt beendete, wurde er stellvertretender und Finanzminister der Koalitionsregierung von Odinga.
Letzterer ist wieder sein Gegner, wie im Jahr 2013, als er seinen Sieg vor Gericht anfocht. Aber Odinga kann diesmal auf einer hinter ihm vereinigte Opposition zählen, und beide Seiten liegen in den Umfragen Kopf an Kopf.
Raila, 72, ist der Sohn von Oginga Odinga, der nach der Unabhängigkeit kurz Vizepräsident war, bevor er von Jomo Kenyatta von der Macht entfernt wurde. Und diese Wahl wird wohl die letzte Schlacht zwischen diesen beiden großen kenianischen Dynastien sein.
© 2017 AFP

2. Kenia: 10 Jahre des Leidens für die Opfer der Gewalt 2007 LESEN
08.04.2017 um 10:00 Uhr – Von Cyril BELAUD – AFP
In einem Tal des Rift Valley hat Peninah Wahito ein winziges Stückchen Land besetzt. Zehn Jahre nach der Gewalt nach den Wahlen, in denen sie ihren Mann verlor, wartet die 53 Jahre alte Kenianerin immer noch darauf, richtig umgesiedelt zu werden.
Mit ein paar Dutzend anderer Familien lebt Peninah in einer um drei alte Lagerhallen gebauten illegalen Siedlung inmitten von Maisfeldern in der Gemeinde Njoro, etwa 25 km abseits der Stadt Nakuru im mittleren Westen von Kenia.
Diese Mitglieder der Kikuyu-Ethnie waren aus ihren Ländereien im nördlichen Rift Valley von der politischen und ethnischen Gewalt nach den Präsidentschaftswahlen vom Dezember 2007 vertrieben worden.
Peninah verlor ihren Mann in den Auseinandersetzungen insbesondere zwischen den rivalisierenden ethnischen Gruppen Kikuyu und Kalenjin: innerhalb von zwei Monaten gab es 1.100 Tote und insgesamt 600.000 Verschobene.
Nach den ersten Ausschreitungen im Januar 2008 musste sie aus dem landwirtschaftlichen Betrieb, in dem sie arbeitete, fliehen. Beim Versuch, in Nakuru Zuflucht zu nehmen, verlor sie ihren Mann.
„Wir sind dort in einen Hinterhalt geraten, eine große Menschenmenge war plötzlich vor uns“, erinnert sich Peninah, die als einzigen Schutz drei Zelte unter einem Blechdach hat, in einem kleinen, mit Stöcken abgegrenzten Hof.
„Mein Mann wurde mit Pfeilen angegriffen, einen erhielt er in den Arm, einen anderen in den Magen und zwei weitere in den Rücken“, erzählt, mit großen Schwierigkeiten, ihre Tränen zurückzuhalten, diese Mutter von zehn Kindern. Fünf von ihnen gehen noch zur Schuleund leben bei ihr während der Ferien.
– Mangelnde Transparenz –
Peninah hat wie durch ein Wunder überlebt. Aber ihre Probleme waren damit noch nicht beendet. Sie hat sicherlich teilweise am Entschädigungs- und Umsiedlungprogramm der damaligen Regierung aus dem Jahr 2008 teilheben können.
Sie erhielt 35.000 Schilling (280 Euro), bevor sie Zuflucht im Lager Pipeline in der Nähe von Nakuru fand. Sie widmete diesen Betrag im Wesentlichen der Schulbildung ihrer Kinder.

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Die Regierung kaufte dann ein 450 Hektar großes Gelände in Njoro, das rund 2.000 Menschen beherbergen sollte. Aber die Verteilung von Land wird seit Jahren von einem Rechtsstreit um Land-Eigentum blockiert.
Peninah ist seit 2013 in Njoro Landbesetzerin, um zu versuchen, den Prozess zu beschleunigen. Jetzt leidet sie an einer Lungenentzündung und sieht kein Ende des Tunnels mehr. „Es war eine Erfahrung des Leidens“, sagte sie gegenüber AFP.
Von Anfang an wurde das Kompensationsprogramm der Regierung für seine mangelnde Transparenz kritisiert. Und Zehntausende von Opfern, die Zuflucht in ihrer Familie genommen hatten und nicht in Lagern, warten noch auf eine Entschädigung.
Im März 2015 versprach Präsident Uhuru Kenyatta, 10 Milliarden Schilling (81 Millionen Euro) für die von den verschiedenen Episoden der Gewalt (einschließlich derer vor 2007) Verschobenen zu entsperren. Aber die Regierung hat nie erklärt, wie und womit sie diesen Fonds schaffen würde.
– ‚Es ist die Hölle geworden‘ –
Im Vorfeld allgemeinen Wahlen vom 8. August hat die Regierung Entschädigungen für Vertriebene dieser oder jener Region ausbezahlt, eine undurchsichtige Praxis, die die Bitterkeit von denen akzentuiert hat, die davon nicht profitiert haben.
An diese Wahlen denken, lässt Peninah schaudern, auch wenn sie nicht direkt bedroht fühlt, wo sie heute lebt. „Es kann nur Angst machen, wenn Sie die Erklärungen der Politiker im Radio hören“, sagt sie.
Sie weiß zu gut, wie sich die Dinge schnell ändern können. „Wir hatten davor noch nie eine solche Gewalt gesehen. Nur im Fernsehen“, stellt sie fest bei ihrer Erinnerung an die Ereignisse von vor zehn Jahren.
„Ich sah dann, wie jemand mit Macheten zerhackt wurde, mein Mann angegriffen wurde, sah einen Pfeil in den Kopf einer Frau landen und sie sterben. Ich selbst hatte einen offenen Schädel durch einen Stein“.
„Man hätte nie gedacht, dass sie (Kalenjin) uns etwas antun würden. Wir hatten gemeinsam gegessen, zusammen gearbeite, aber in zwei Tagen war es die Hölle geworden und alles ging in Rauch auf einschließlich der Nahrung und der Häuser“.
Peninah wird ihr Misstrauen gegenüber der Politik überwinden, um wählen zu gehen. Und ganz gleich, wer gewinnt, Präsident Kenyatta oder sein Hauptgegner Raila Odinga. Der Schlüssel für sie ist, dass alles friedlich bleibt. „Die Kenianer sollten sich nur auf eine Person einigen, uns zu führen.“
© 2017 AFP

3. Kenia, das Land, wo die Toten wählen können LESEN
10.00 2017.08.01 – Von Nicolas DELAUNAY – AFP
„In Kenia sag man, dass die Toten zur Wahl wiederkommen und dann wieder in ihre Gräber zurückkehren“, frotzelt George Morara, stellvertretender Vorsitzender der Kenianischen Nationalen Menschenrechtekommission.
Zehn Jahre nach der schlimmsten Nachwahl-Gewalttätigkeit in der Geschichte des Landes (1100 Tote), angetrieben von Streitigkeiten um das Ergebnis, werden die Kenianer am 8. August gebeten, ihren Präsidenten, Abgeordnete und Gouverneure zu wählen. Und nach Herrn Morara sind diese Wahlen, wie die vorherigen, nicht immun gegen verschiedene Unregelmäßigkeiten.
Verjagen, einschüchtern, kaufen
Sicherstellen, dass bestimmte Gruppen der Wähler nicht mitstimmen, ist eine pragmatische Strategie, und Anfang Juli dokumentierte Human Rights Watch Fälle von Einschüchterung im Bereich Naivasha (Mitte).
Viele Beobachter zeigten sich in letzter Zeit auch besorgt über die Gewalt in den Landkreisen Laikipia und Baringo im Rift Valley, die Verdrängungen der Bevölkerung verursachte. Einige verweisen auf politische Spielereien, weil die Vertriebenen jetzt weit von dem Wahlbüro sind, in dem sie registriert sind.
Ein weiterer Trick ist „Miete“ von Personalausweisen während der Wahlen. „Jemandes Ausweis haben ist die Garantie, dass diese Person nicht abstimmen kann“, sagte George Morara: es gäbe in Kenia viele arme Menschen ist, für die „1.000 Schilling (9 Euro ) ausreichend sind.”
Sich an der richtigen Stelle registrieren lassen
Ein Wähler hat keine Verpflichtung, sich in dem Bezirk registrieren zu lassen, in dem er lebt, eine Regel, die das Potential hat, die Wahl der Gouverneure und Abgeordnete zu beeinflussen.
„In einigen Wahlkreisen ist die Wählerregistrierungsrate ungewöhnlich hoch“, sagt Kelly Lusuli von der Kenianischen Menschenrechtskommission (KHRC). „Wir befürchten, dass manche Kandidaten die Wähler bezahlen, dass sie in einen anderen Wahlkreis gehen.“
Technologie
Kenia hat im Jahr 2013 ein elektronisches System mit Fingerabdruckerkennung eingeführt, um sicherzustellen, dass nur registrierte Menschen abstimmen, und die elektronische Übermittlung der Ergebnisse einer Umfrage soll die Manipulationen beim Transport der Wahlergebnisse verhindern.

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Die Verwendung eines elektronischen System bedeutet aber auch, dass die Ergebnisse gehackt werden können, um sie zu ändern oder einfach unbrauchbar zu machen, sagen Analysten. Ein großer Systemausfall im Jahr 2013 hatte die Wahlkommission gezwungen, in ein manuelles System zu wechseln.
Nic Cheeseman, Afrika-Politik-Professor an der University of Birmingham, ist jedoch der Ansicht, dass eine viel einfachere Regelung existiert. „Der lokale Wahlleiter kann hier auch eine Ausrede finden, um die biometrischen zu verwenden Kits nicht, weil seines fehlerhaft oder die Batterie leer sei.“
Die Toten wählen lassen
Sobald das elektronische System vom Kurs abgekommen ist, existieren mehrere Methoden, um die Wahlurnen mit illegalen Stimmzetteln zu füllen, unter anderem durch Abstimmung im Namen von Verstorbenen, deren Namen im Wählerregister immer noch enthalten sind.
Eine Anfang Juni veröffentlichte Prüfung durch KPMG ergab eine auf mehr als eine Million Menschen geschätzte potenzielle Zahl von Verstorbenen in schlampig geführten Registern. Nur ein kleiner Teil von ihnen ist seither entfernt worden.
Im Jahr 2013 gewann Präsident Uhuru Kenyatta die Wahl mit etwa 800.000 Stimmen Vorsprung.
„Es ist auch möglich, Stimmzettel im Namen von Personen zu füllen, die nicht zur Wahl gekommen sind,“ sagt ein afrikanischer Diplomat unter der Bedingung der Anonymität. „Man erwartet das Ende des Tages, schaut auf andere Umfrageergebnisse und passt auf subtile Weise die erforderliche Anzahl von Stimmen an.“
Beobachter merken an, dass in der Vergangenheit Wahlurnen manchmal derb mit während des Tages nicht benutzten Stimmzetteln gefüllt wurden, ohne dass die Täter des Betrugs sich auch nur um das Geringste um Unstimmigkeiten mit der Anwesenheitsliste scherten. Und in den letzten Wochen hat die Wahlkommission einige Kandidaten beschuldigt, mehr Stimmzettel als nötig gedruckt zu haben.
Bastionen
Die Wahlen werden von Tausenden von lokalen und ausländischen Beobachtern überwacht werden, aber sie können nicht in jedem der fast 41.000 Wahllokale dabei sein.
„In den Bastionen der Kandidaten gibt es Wahllokale in dem alle Wahlhelfer für ihre Sache gewonnen werden“, sagt Kelly Lusuli. Und die durch die gegnerischen Parteien geschickten Kontrolleure, um die Wahlen in diesen Bastionen zu überwachen, können gekauft oder eingeschüchtert werden.
Im Jahr 2013, sagt Herr Lusuli, war die Wahlbeteiligung an manchen Orten höher als 100%, was die von der Opposition eingeschaltete Justiz nicht daran hinderte, die Wahl zu bestätigen. „Man annulliert keine Wahl einfach nur so. Voraussetzung ist, dass die Justiz glaubt, dass die Manipulationen schwerer wogen als der Wille des Volkes.“
© 2017 AFP

4. In Kenia „kann das BIP nicht gegessen werden“ LESEN
11.00 2017.08.02 – Von Nicolas DELAUNAY – AFP
Das Timing war perfekt. Zwei Monate vor einer möglichen zweiten Amtszeit am 8. August startete Präsident Uhuru Kenyatta das größte Projekt in der Geschichte des Landes, eine hochmoderne Eisenbahnstrecke zwischen Nairobi und dem Hafen von Mombasa, wie eine Fahne seines Mandates.
Aber während die Fanfaren tönten, wurde auch ein anderes Ereignis zum Symbol: eine Nahrungsmittelkrise sah den Preis von Maismehl explodieren, einem Grundnahrungsmittel der meisten Kenianer, und verursachte das Murren der ärmsten Bürger.
„Auf der einen Seite gibt es das Kenia, das um den Preis von Verschuldung die dynamischste Wirtschaft in Ostafrika bleibt“, sagte Francis Mwangi, Analyst bei der Standard Investment Bank. „Auf der anderen Seite gibt es das Kenia, das vom Wachstum fast nichts hat.“
Das schwankte zwischen 5,4 und 5,9% seit 2013, angetrieben vom Konsum von mehr und mehr Haushalten und von öffentliche Investitionen, aber die wirtschaftliche Bilanz von Mr. Kenyatta, die als einer der Höhepunkte seiner vier Jahre angesehen wird, muss nuanziert betrachtet werden.

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An der Spitze eines Landes atypischen Profils in Afrika – relativ wenigen natürlichen Ressourcen, aber die Stabilität, wirtschaftliche Dynamik und herausragende Dienstleistungsbranche – der Präsident vor allem für die Entwicklung der Infrastruktur gelobt wird, geplant einige vor seiner Ankunft .
Neben der Eisenbahn von Nairobi zum größten ostafrikanischen Hafen, wurden im ganzen Land Flughäfen, Straßen und Brücken gebaut, die Stromproduktion erhöht, unter anderem durch Wind und Geothermie, und der Bau eines neuen Hafens in Lamu (Osten) begann.
– Zwanghaftes Unternehmertum –
Äthiopien, mit seiner Bevölkerung von 100 Millionen – zweimal Kenia – und seinen billigen Arbeitskräften, hat nunmehr das größte BIP von Ostafrika, aber der größte Tee-Exporteur der Welt bleibt das wichtigste kommerzielle Zentrum der Region.
Wie so oft in Afrika ist die Landwirtschaft der größte Arbeitgeber im Land, aber Kenia unterscheidet sich von seinen regionalen Rivalen durch qualifiziertere Arbeitskräfte, besseres Internet und ein fast zwanghaftes unternehmerisches Denken.
Der durch den Angriff auf das Westgate Shopping- Zentrum betroffene Tourismussektor (in Nairobi, 67 Todesfälle im Jahr 2013) nahm seinen Marsch nach vorne wieder auf, während allgemein „das Geschäftsklima sich verbessert hat“, sagt auch Armando Morales, Vertreter des Internationalen Währungsfonds in Kenia.
Nur eben, dass der kenianische Präsident sich in erster Linie in der Kontinuität seiner Vorgänger eingeschrieben hat und während seiner Amtszeit von sehr niedrigen Ölpreisen profitierte, temperieren Analysten.
Laut Winnie Mitulah, Spezialistin für Entwicklungsfragen an der Universität von Nairobi, hat mancherorts die Dezentralisierung der Budgets und wichtiger Kompetenzen dazu geführt, die Gesundheits-Infrastruktur und den Bau von Brunnen und Staudämmen zu verbessern.
Unvermeidliche Folge des massiven Ausbaus der Infrastruktur: die Schulden haben sich unter Kenyatta auch um mehr als zehn Punkte erhöht und überschreiten 50% des BIP. Das besorgt, vor allem, weil sie großteils aus China kontraktiert wurden, unter schlechten Bedingungen.
„Ich denke, dass Kenia investieren musste“, behauptet jedoch Aly Khan Satchu, Kenia-Analyst. „Aber von jetzt an geht es darum, die nächsten Investitionen richtig zu staffeln.“ „Der nächste Schritt dann ist es, die Vorteile der Investitionen zu ernten.“
– Endemische Korruption –
Beobachter sprechen auch nur ungern über Wirtschaft, ohne die weitgehend negative Bilanz Kenyatta’s im Kampf gegen die weit verbreitete Korruption in Kenia zu erwähnen. „Sehen Sie, wo Kenia steht und stellen Sie sich vor, wo es stünde ohne all dieses Geld, das einfach so verschwindet“, bedauert Mr. Satchu.
Schließlich, und das ist vielleicht der Hauptkritikpunkt an der Administration Kenyatta’s, ist das Wachstum nicht ausreichend den Armen zugute gekommen, sagte Francis Mwangi. Vor allem, wo Kenia nicht über eine bedeutende Fertigungsindustrie verfügt, die viele Arbeitsplätze schaffen könnte.
Und als Kenia Ende 2016 bis Anfang 2017 eine Dürre traf, symbolisierte die folgende Nahrungsmittelkrise in den Augen vieler dieses Gefühl. Die Ernten waren schlechter und der Preis vieler Lebensmittel hatte zugenommen, vor allem der von Maismehl.
Die Behörden wurden von Spekulationen der Produzenten kalt erwischt. Ergebnis: auf der Höhe der Krise im Mai kostete das Paket von zwei Kilo Mehl bis zu 180 Schilling (1,5 Euro), bis zu 50% gegenüber dem Vorjahr.
Im Vorfeld der Wahlen haben mehrere Umfragen die Lebenshaltungskosten als die Sorge Nummer eins der Kenianer identifiziert, die jetzt auch einen in Afrika oft gehörten Spruch aufsagen: “Das BIP kann man nicht essen!” © 2017 AFP

1. Kenyatta, l’héritier multi-millionnaire devenu président LIRE
05.08.2017 à 10:00 – AFP
Le président kényan Uhuru Kenyatta, qui espère être réélu mardi pour un second mandat de cinq ans, est avant tout l’héritier du père fondateur de la nation et le représentant des élites du pays.
Uhuru, 55 ans, un multi-millionnaire éduqué aux États-Unis, avait été élu président en 2013, un demi-siècle après son père Jomo Kenyatta, le premier chef d’État (1964-1978) du Kenya indépendant.
Chef de file de la communauté kikuyu, il avait noué une alliance avec son vice-président William Ruto, un Kalenjin, qui avait fait oublier que les deux ethnies s’étaient entretuées lors des violences post-électorales de 2007-2008 (plus de 1.100 morts).
Les deux hommes avaient été inculpés de crimes contre l’humanité par la Cour pénale internationale (CPI) pour leur rôle dans ces violences, avant d’être plus tard exonérés, faute de preuves et après la rétractation de nombreux témoins.
En 2013, ils avaient habilement transformé cette inculpation en atout politique, en convainquant nombre d’électeurs qu’ils étaient victimes d’un tribunal “néo-colonial”.
Charismatique et moderne pour les uns, héritier dilettante pour les autres, Kenyatta a passé une bonne partie de son mandat à se dépêtrer des accusations de la CPI, qui avaient amené de nombreux pays occidentaux à se détourner de lui.
Après l’abandon des poursuites à son encontre fin 2014, le Kenya est redevenu fréquentable. Il a accueilli le président américain Barack Obama puis le pape François, et toute une série d’événements internationaux et de conférences.
– Empire financier –
Ce premier mandat a débouché sur de grands projets d’infrastructures, dont la nouvelle ligne ferroviaire entre la capitale Nairobi et le port de Mombasa (sud-est) sur l’océan Indien, et une solide croissance économique. Mais la dette publique s’est accrue, comme les inégalités.
Le terrorisme a été une menace constante avec les attaques meurtrières des militants islamistes somaliens shebab contre le centre commercial Westgate à Nairobi en 2013 et contre l’université de Garissa (est) en 2015.
Uhuru (“liberté” en swahili) est le deuxième enfant et premier fils du couple formé par Jomo Kenyatta et sa quatrième épouse “Mama” Ngina. Il est né le 26 octobre 1961, quelques mois après la libération de son père, emprisonné pendant près de dix ans par le pouvoir colonial britannique.
L’empire financier de la famille Kenyatta, une des plus riches d’Afrique, comprend notamment l’entreprise laitière Brookside, la banque CBA (Commercial Bank of Africa), le groupe de média Mediamax et un groupe d’hôtels de luxe.
Elle est surtout le principal propriétaire terrien du Kenya, à la tête de plus de 200.000 hectares de terres achetées par Jomo au moment de l’indépendance, via un programme de transfert foncier à bas prix qui, selon ses détracteurs, a surtout profité à quelques privilégiés.
En 2011, le magazine Forbes avait estimé la fortune d’Uhuru à 500 millions de dollars (423 millions d’euros). Mais malgré son éducation élitiste, il reste proche des gens, n’hésitant pas à parler aux jeunes en argot ou à esquisser quelques pas de danse.
– Bataille entre dynasties –
La réputation de fêtard de sa jeunesse n’a jamais vraiment disparu. “Les handicaps de Kenyatta sont au moins aussi importants que ses forces. Il boit trop et n’est pas un bourreau de travail”, écrivait mi-2009 l’ambassadeur américain à Nairobi dans un télégramme publié par Wikileaks.
Regard alourdi par de profondes poches sous les yeux, marié et père de trois enfants, Uhuru ne doit pas son ascension à son père, mort alors qu’il était adolescent, mais au successeur de ce dernier, l’autocrate Daniel arap Moi (1978-2002).
Celui-ci le propulse candidat de la Kanu à la présidentielle de 2002, suscitant l’ire des caciques de l’ex-parti unique. Battu, il devient le chef de l’opposition, avant de soutenir la réélection de Mwai Kibaki à la présidentielle du 27 décembre 2007, face à Raila Odinga.
La courte victoire de Kibaki est contestée et débouche sur des tueries politico-ethniques qu’on le soupçonne à l’époque d’avoir alimentées en mobilisant le gang criminel kikuyu des Mungiki contre des communautés rivales.
Après l’accord de partage du pouvoir qui a mis fin aux violences, il devient vice-Premier ministre et ministre des Finances du gouvernement de coalition formé par Odinga.
Ce dernier est à nouveau son adversaire, comme en 2013 lorsqu’il avait contesté sa victoire en justice. Mais Odinga peut compter cette fois-ci sur une opposition unie derrière lui et les deux camps sont donnés au coude à coude par les sondages.
Raila, 72 ans, est le fils de Jaramogi Oginga Odinga, lequel fut brièvement vice-président après l’indépendance avant d’être écarté du pouvoir par Jomo Kenyatta. Et cette élection s’annonce comme la dernière bataille entre ces deux grandes dynasties kényanes.
© 2017 AFP
2. Kenya, le pays où les morts peuvent voter LIRE
01.08.2017 à 10:00 – Par Nicolas DELAUNAY – AFP
“Au Kenya, on raconte que les morts reviennent pour voter, puis s’en retournent dans leurs tombes”, explique amèrement George Morara, vice-président de la Commission nationale kényane pour les droits de l’Homme.
Dix ans après les pires violences électorales de l’histoire du pays (1.100 morts), alimentées par des contestations du résultat, les Kényans sont appelés à élire leur président, députés et gouverneurs le 8 août. Et selon M. Morara, ces élections, comme les précédentes, ne sont pas à l’abri de diverses irrégularités.
Chasser, intimider, acheter
S’assurer que des groupes d’électeurs ne votent pas est une stratégie des plus pragmatiques, et début juillet, Human Rights Watch assurait avoir documenté des cas d’intimidation dans la région de Naivasha (centre).
De nombreux observateurs se sont également inquiétés dernièrement de violences dans les comtés de Laikipia et Baringo, dans la vallée du Rift, ayant provoqué des déplacements de population. Certains évoquent des manigances politiques, car les déplacés sont désormais loin des bureaux où ils sont inscrits.
Un autre stratagème consiste à “louer” des cartes d’identité pendant les élections. “Avoir la carte d’identité de quelqu’un, c’est la garantie que cette personne ne peut pas aller voter”, note George Morara, selon lequel il y a au Kenya beaucoup de gens pauvres pour qui “1.000 shillings (9 euros) suffisent”.
S’inscrire au bon endroit
Un électeur n’a aucunement l’obligation de s’inscrire dans la circonscription dans laquelle il habite, une règle qui offre la possibilité d’influencer l’élection des gouverneurs ou des députés.
“Dans certaines circonscriptions, le taux d’enregistrement des électeurs est anormalement élevé”, constate Kelly Lusuli, de la Commission kényane des droits de l’Homme (KHRC). “Nous craignons que certains payent des électeurs pour aller s’inscrire dans une autre circonscription que la leur.”
La technologie
Le Kenya a introduit en 2013 un système électronique prévoyant une reconnaissance des empreintes digitales, pour s’assurer que seules les personnes enregistrées puissent voter, et la transmission électronique devant témoins du résultat d’un bureau de vote, afin d’éviter que le messager chargé de transmettre le document ne le modifie.
L’utilisation d’un système électronique implique qu’il peut être piraté, afin de modifier les résultats ou simplement le rendre inutilisable, estiment les analystes, rappelant qu’en 2013, une défaillance majeure du système avait contraint la Commission électorale à basculer sur un système manuel.
Nic Cheeseman, professeur de politique africaine à l’université de Birmingham, estime toutefois qu’un stratagème bien plus simple existe. “Le chef du bureau peut très bien trouver une excuse pour ne pas utiliser les kits biométriques, dire que le sien est défectueux ou que sa batterie est vide”.
Faire voter les morts
Une fois le système électronique hors course, plusieurs méthodes existent pour remplir les urnes de bulletins illégaux, notamment en votant au nom de défunts dont les noms figurent encore par erreur sur le registre des électeurs.
Un audit par la société KPMG, publié début juin et évoquant des manquements dans l’enregistrement des décès, a estimé à plus d’un million le nombre potentiel de défunts se trouvant encore sur le registre. Seule une petite partie d’entre eux a depuis été retirée.
En 2013, le président Uhuru Kenyatta avait gagné l’élection avec environ 800.000 voix d’avance.
“Il est également possible de remplir des bulletins au nom de ceux qui ne sont pas venus voter”, soutient un diplomate africain sous couvert d’anonymat. “On attend la fin de la journée, on regarde les résultats d’autres bureaux de vote et on ajuste subtilement en fonction du nombre de votes nécessaires”.
Par le passé, notent les observateurs, les urnes étaient parfois grossièrement remplies de bulletins qui n’avaient pas été utilisés pendant la journée, sans que les auteurs de la fraude ne se soucient d’incohérences avec la liste d’émargement. Et ces dernières semaines, la Commission électorale a été accusée par certains candidats d’avoir imprimé bien plus de bulletins que nécessaire.
Les bastions
Les élections seront surveillées par des milliers d’observateurs, locaux et étrangers, mais ils ne peuvent pas être présents dans chacun des près de 41.000 bureaux de vote du pays.
“Dans les bastions des candidats, il y a des bureaux de vote où tous les assesseurs sont acquis à leur cause”, souligne Kelly Lusuli. Quant aux agents envoyés par les partis adverses pour surveiller le déroulement des élections dans ces bastions, ils peuvent être achetés, ou intimidés.
En 2013, souligne M. Lusuli, le taux de participation a été par endroits supérieur à 100%, ce qui n’a pas empêché la justice, saisie par l’opposition, de valider l’élection. “On n’annule pas une élection juste comme cela. La condition, c’est que la justice estime que les irrégularités ont pesé plus lourd que la volonté du peuple.”
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3. Kenya: 10 ans de souffrances pour les victimes des violences de 2007 LIRE
04.08.2017 à 10:00 – Par Cyril BELAUD – AFP
Au creux d’un vallon de la vallée du Rift, Peninah Wahito squatte un minuscule lopin de terre. Dix ans après les violences post-électorales dans lesquelles elle a perdu son mari, cette Kényane attend toujours, à 53 ans, d’être convenablement relogée.
Avec quelques dizaines d’autres familles, Peninah habite un campement illégal construit autour de trois vieux hangars au milieu de champs de maïs dans la commune de Njoro, à environ 25 km de la ville de Nakuru, dans le centre-ouest du Kenya.
Ces membres de l’ethnie kikuyu avaient été chassés des terres qu’ils occupaient dans le nord de la vallée du Rift par les violences politico-ethniques ayant suivi l’élection présidentielle de décembre 2007.
Peninah a perdu son époux dans ces affrontements qui avaient notamment opposé les Kikuyu à l’ethnie rivale des Kalenjin, et fait en deux mois plus de 1.100 morts et 600.000 déplacés au total.
Après les premières exactions en janvier 2008, elle avait dû fuir l’exploitation de sisal dans laquelle elle travaillait. C’est en tentant de se mettre à l’abri à Nakuru qu’elle a perdu son mari.
“Nous sommes tombés dans une embuscade, il y avait une large foule devant nous”, se rappelle Peninah qui, pour tout abri, dispose de trois tentes surmontées d’un toit en tôle, dans un petit enclos démarqué par des bouts de bois.
“Mon mari a été attaqué par des flèches, il en reçu une dans le bras, une autre dans l’estomac et deux de plus dans le dos”, enchaîne, en retenant à grand-peine ses pleurs, cette mère de dix enfants, dont les cinq encore scolarisés vivent avec elle pendant les vacances.
– Manque de transparence –
Peninah en a réchappé miraculeusement. Mais ses déboires ne se sont pas arrêtés là. Elle a certes partiellement bénéficié du programme de dédommagement et de réinstallation mis en place dès 2008 par le gouvernement de l’époque.
Elle a reçu 35.000 shillings (280 euros), avant de trouver refuge dans le camp de Pipeline, aux environs de Nakuru. Elle a consacré cette somme essentiellement à payer l’éducation de ses enfants.
Le gouvernement a ensuite racheté un terrain de 450 hectares à Njoro, prévu pour abriter quelque 2.000 personnes. Mais la répartition des parcelles est bloquée depuis des années par un litige judiciaire portant sur la propriété du terrain.
Peninah squatte depuis 2013 à Njoro pour tenter d’accélérer le processus. Souffrant maintenant d’une pneumonie, elle se désespère de voir un jour le bout du tunnel. “Ça a été une expérience de souffrance”, raconte-t-elle à l’AFP.
Dès le départ, le processus gouvernemental de dédommagement a été critiqué pour son manque de transparence. Et des dizaines de milliers de victimes qui avaient trouvé refuge dans leur famille et non dans des camps, attendent toujours une quelconque indemnisation.
En mars 2015, le président Uhuru Kenyatta avait promis de débloquer 10 milliards de shillings (81 millions d’euros) pour les personnes déplacées par les différents épisodes de violences (dont ceux précédant 2007). Mais le gouvernement n’a jamais expliqué comment il allait créer ce fond.
– ‘C’est devenu l’enfer’ –
A l’approche des élections générales du 8 août, les pouvoirs publics ont accordé des dédommagements aux déplacés de telle ou telle région, une pratique opaque qui a encore accentué la rancoeur de ceux qui n’en ont pas bénéficié.
Penser à ces élections donne froid dans le dos à Peninah, même si elle ne se sent pas directement menacée là où elle habite désormais. “Il ne peut y avoir que de la peur quand vous entendez les déclarations des hommes politiques à la radio”, confie-t-elle.
Elle sait trop bien combien les choses peuvent basculer rapidement. “Nous n’avions jamais connu une telle violence avant. On voyait ça seulement à la télévision”, observe-t-elle en repensant aux événements d’il y a dix ans.
“J’ai vu quelqu’un être découpé à la machette, mon mari être attaqué, j’ai vu une flèche atterrir dans la tête d’une femme et elle en est morte. Moi-même, j’ai eu le crâne ouvert par une pierre”, dit-elle.
“Vous n’auriez jamais imaginé qu’ils (les Kalenjin) nous feraient quoi que ce soit. Nous avions l’habitude de manger ensemble, travailler ensemble, mais en deux jours c’est devenu l’enfer et tout est parti en fumée, y compris la nourriture et les maisons”, ajoute-t-elle.
Peninah surmontera sa défiance envers la politique pour aller voter. Et peu importe qui l’emporte du président Kenyatta ou de son principal opposant Raila Odinga. L’essentiel pour elle est que la paix soit au rendez-vous. “Les Kényans devraient juste s’accorder sur une personne pour nous diriger”.
© 2017 AFP
4. Au Kenya, “le PIB, ça ne se mange pas” LIRE
02.08.2017 à 11:00 – Par Nicolas DELAUNAY – AFP
Le timing était parfait. Deux mois avant de briguer un second mandat le 8 août, le président kényan Uhuru Kenyatta a inauguré le plus grand projet de l’histoire du pays, une ligne ferroviaire ultra-moderne reliant Nairobi au port de Mombasa, brandie comme étendard de son mandat.
Mais alors que les fanfares s’époumonaient, un autre évènement venait lui aussi de s’ériger en symbole: une crise alimentaire ayant vu exploser le prix de la farine de maïs, nourriture de base d’une majorité de Kényans, et provoquant dans son sillage la grogne des citoyens les plus pauvres.
“D’un côté, il y a le Kenya qui se développe, quitte à s’endetter, et qui reste l’économie la plus dynamique d’Afrique de l’Est”, souligne Francis Mwangi, analyste pour la Standard Investment Bank. “De l’autre côté, il y a le Kenya qui bénéficie à peine de la croissance”.
Cette dernière a bien oscillé entre 5,4 et 5,9% depuis 2013, portée par la consommation de ménages de plus en plus nombreux et les investissements publics, mais le bilan économique de M. Kenyatta, considéré comme un des points forts de son mandat de quatre ans, doit être nuancé.
A la tête d’un pays au profil atypique en Afrique – relativement peu de ressources naturelles, mais une stabilité, un dynamisme économique et une industrie des services remarquables – le président est surtout salué pour le développement des infrastructures, certaines en projet avant son arrivée.
Outre le train reliant Nairobi au plus important port d’Afrique de l’Est, des aéroports, des routes et des ponts ont été construits à travers le pays, la production électrique a augmenté, notamment grâce à l’éolien et la géothermie, et la construction d’un nouveau port à Lamu (est) a débuté.
– Entrepreneuriat compulsif –
L’Ethiopie, avec sa population de 100 millions d’habitants – deux fois le Kenya – et sa main d’œuvre bon marché, a désormais le PIB le plus important d’Afrique de l’Est, mais le premier exportateur mondial de thé reste bien la principale plateforme commerciale de la région.
Comme souvent en Afrique, l’agriculture est le premier employeur du pays, mais le Kenya se démarque de ses rivaux régionaux par une population active plus qualifiée, un meilleur réseau internet et une mentalité entrepreneuriale quasi compulsive.
Le secteur touristique, affecté par l’attaque du centre commercial Westgate de Nairobi (67 morts en 2013), a repris sa marche en avant, tandis que “le climat pour les affaires s’est amélioré”, remarque également Armando Morales, représentant du Fonds monétaire international au Kenya.
Sauf que le président kényan s’est inscrit avant tout dans la continuité de ses prédécesseurs, et a notamment bénéficié durant son mandat de prix pétroliers très bas, tempèrent les analystes.
Selon Winnie Mitulah, spécialiste des questions de développement à l’université de Nairobi, c’est la décentralisation d’importants budgets et compétences qui a mené par endroits à l’amélioration des infrastructures de santé ou la construction de puits et barrages.
Conséquence inévitable du développement massif d’infrastructures, la dette a par ailleurs augmenté de plus de dix points sous Kenyatta pour dépasser les 50% du PIB, et inquiète, notamment parce qu’elle a été contractée pour des parts importantes auprès de la Chine, à des conditions peu avantageuses.
“Je pense que le Kenya se devait d’investir”, soutient toutefois Aly-Khan Satchu, analyste kényan. “Mais à partir de maintenant, il s’agit d’échelonner correctement les prochains investissements”. “Il s’agira ensuite de récolter les bénéfices des investissements réalisés”.
– Corruption endémique –
Les observateurs rechignent par ailleurs à parler économie sans évoquer le bilan largement négatif de M. Kenyatta dans la lutte contre une corruption endémique au Kenya. “Regardez où le Kenya se trouve, et imaginez où il se trouverait sans tout cet argent qui disparaît”, peste M. Satchu.
Enfin, et c’est peut-être le principal reproche adressé à l’administration Kenyatta, la croissance n’a pas bénéficié suffisamment aux pauvres, estime Francis Mwangi. Surtout que le Kenya ne dispose pas d’une industrie manufacturière importante, qui permettrait de générer de nombreux emplois.
Et lorsqu’une sécheresse est venue frapper le Kenya fin 2016-début 2017, la crise alimentaire qui a suivi a symbolisé pour beaucoup ce sentiment. Les récoltes ont été moins bonnes et le prix de nombreux aliments a augmenté, en particulier celui de la farine de maïs.
Les autorités ont été prises de court sur fond de spéculation des producteurs. Résultat: au plus fort de cette crise, en mai, le paquet de deux kilos de farine pouvait être vendu jusqu’à 180 shillings (1,5 euro), soit jusqu’à 50% de plus qu’un an plus tôt.
A l’approche des élections, plusieurs sondages d’opinion ont identifié le coût de la vie comme la préoccupation numéro un des Kényans, qui reprennent désormais à l’envi une rengaine maintes fois entendue en Afrique: “le PIB, ça ne se mange pas!”
© 2017 AFP

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Excision/ FGM: Tolle Kampagne für Migrantenkinder in Frankreich

MGF: Chouette campagne pour les filles de migrants en France

Diaryatou, mit 8 Jahren beschnitten: es ist „ein Schrei, den man nie vergisst“
2017.07.05 10:00 – Von Jessica LOPEZ – AFP
Mit 8 Jahren in Guinea beschnitten, mit 13 zwangsverheiratet, streitet Diaryatou Bah heute in Frankreich gegen sexuelle Gewalt und die Genitalverstümmelungen, die die Mädchen zerstören: sie warnt vor den Risiken für Jugendliche, die ihre Ferien im Herkunftsland ihrer Eltern verbringen wollen….
AUF DEUTSCH (VON MIR ETWAS VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITERLESEN UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

=>> WEBSITE Excision parlons-en! http://www.alerte-excision.org/fr/

Diaryatou, excisée à 8 ans: c’est “un cri que l’on n’oublie jamais”
05.07.2017 à 10:00 – Par Jessica LOPEZ – AFP
Excisée à 8 ans en Guinée, mariée de force à 13 ans, Diaryatou Bah milite contre les violences et les mutilations sexuelles qui détruisent des fillettes, alertant sur les risques que peuvent encourir des adolescentes qui passent les vacances dans le pays d’origine de leurs parents.

Diaryatou Bah, Botschafterin der Präventionskampagne”Excision, parlons-en!” (“FGM, lass uns darüber reden!”) in Montreuil bei Paris – PHOTO afp.com by Jessica LOPEZ
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Nigeria: Boko Haram- Kämpfer geben sich als Flüchtlinge aus

Nigeria: des combattants de Boko Haram se font passer pour des réfugiés

Nigeria: Boko Haram-Kämpfer stellen sich als Flüchtlinge dar
2017.07.01 19:00 – AFP
Kämpfer von Dschihad-Gruppe Boko Haram sind unter Flüchtlingen entdeckt worden, die aus Kamerun nach Nigeria kamen, sagte am Samstag gegenüber AFP der Leiter einer amtlichen Stelle des Staates Borno (Nordosten)…..
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Nigeria: des combattants de Boko Haram se font passer pour des réfugiés
01.07.2017 à 19:00 – AFP
Des combattants du groupe jihadiste Boko Haram ont été découverts parmi des réfugiés qui venaient de passer du Cameroun au Nigeria, a annoncé samedi à l’AFP le responsable d’un organisme officiel de l’Etat du Borno (nord-est).
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Kongo-Brazzaville: Gravierende Unterernährung bei vertriebenen Kindern in Pool-Region

Congo: malnutrition grave des enfants déplacés du Pool

Kongo-Brazzaville: Unterernährung von vertriebenen Kindern in der Pool-Region über Notfallschwellen
23/06/2017 19:00 – AFP
Die Unterernährungsraten bei den unter der Gewalt im Pool, dieser unruhigen Region des südlichen Kongo, vertriebenen Kinder haben die Notfallschwellenüberschritten, laut einer gemeinsamen Untersuchung von der Regierung und den Vereinten Nationen, veröffentlicht am Freitag in Brazzaville….
AUF DEUTSCH (VON MIR ETWAS VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITERLESEN UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Congo: la malnutrition des enfants déplacés du Pool au-delà des seuils d’urgence
23.06.2017 à 19:00 – AFP
Les taux de malnutrition parmi les enfants déplacés par les violences dans le Pool ont dépassé les seuils d’urgence dans cette région troublée du sud du Congo, selon une enquête conjointe du gouvernement et de l’ONU publiée vendredi à Brazzaville.

Vertriebene Frauen und Kinder in Kindamba, in der Pool-Region im Kongo – PHOTO afp.com by DESIREY Minkoh
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Eritrea, Dschibuti: Eskalation im Grenzkonflikt

Regain de tension entre Djibouti et l’Erythrée
ALL PHOTOS afp.com by ASHRAF SHAZLY/ On Top: Sudanesische Patrouille an der Grenze zu Eritrea
Patrouille soudanaise à la frontière avec l’Erythrée, le 2 mai 2017

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Deutsche Texte AFP: Von mir verbesserte Google-Übersetzungen

1. Afrikanische Union besorgt über die erneuten Spannungen zwischen Dschibuti und Eritrea 2 Artikel – LESEN
1. Die Afrikanische Union besorgt über die erneuten Spannungen zwischen Dschibuti und Eritrea
17/06/2017 12:00 – AFP
Die Afrikanische Union hat am Samstag ihree Besorgnis über die Spannungen mitgeteilt, die durch das Wiederaufleben eines territorialen Streites zwischen Dschibuti und Eritrea nach dem Rückzug von Soldaten aus Katar, welchem umstrittenen Gebiet zwischen den beiden Nachbarn am Horn von Afrika eingesetzt waren.
Der Präsident der AU-Kommission, Moussa Faki Mahamat, rief in einer Erklärung zu „Ruhe und Zurückhaltung“ auf, nachdem Dschibuti Eritrea beschuldigt hatte, Vorteile aus dem Rückzugs des katarischen Kontingents gezogen und einen Teil des von beiden Ländern beanspruchten Gebietes an ihrer Grenze besetzt zu haben.
Der von Katar am Mittwoch angekündigte Rückzug folgt der Krise, die zwischen dem kleinen gasfördernden Golfemirat und Saudi-Arabien und seinen Verbündeten ausgebrochen war, die es beschuldigen, islamistischen „Terrorismus“ zu unterstützen. Katar, das diese Anschuldigungen zurückweist, hat nicht angeben, aus wie vielen Soldaten ihre im Jahr 2010 gebildete Beobachtertruppe zwischen Eritrea und Dschibuti besteht.
Dschibuti wie Eritrea unterhalten gute Beziehungen zu Saudi-Arabien und dessen Verbündeten der Vereinigten Arabischen Emirate und nahmen im Konflikt mit Katar ihre Position ein.
Am Donnerstag beschuldigte der dschibutische Außenminister Mahmoud Ali Youssouf Eritrea, in der zwischen den beiden Ländern am Roten Meer umstrittenen Region Doumeira „seine Kräfte zu entfalten“.
„Dschibuti ist ein friedliches Land und wir ziehen diplomatische Lösungen vor“, fügte der Minister bei einer Pressekonferenz im Fernsehen hinzu. „Aber wenn Eritrea weiterhin auf seiner Suche nach militärischen Lösungen besteht, ist Djibouti für diesen Fall bereit.“
Eritrea hat bisher auf diese Aussagen nicht reagiert.
Die beiden Nachbarn haben sehr unterschiedliche Beziehungen mit externen Mächten. Dschibuti beherbergt französische und US-Militärbasen und China baut momentan eine auf dem kleinen Gebiet.
Eritrea jedoch wird weithin als Paria-Staat angesehen, während der Hafen von Dschibuti Äthiopien, dem großem regionalem Feind Eritreas, für seine Einfuhren und Ausfuhren dient.
„Die Kommission der AU begann in enger Abstimmung mit dschibutischen und eritreischen Behörden, eine Mission an der eritreischen-dschibutischen Grenze zu stationieren, um Fakten zu schaffen“, sagte am Samstag die panafrikanische Organisation.
„Der Präsident der Kommission stellt sich Dschibuti und Eritrea zur Verfügung, um ihre Beziehungen normalisieren zu helfen und gutnachbarliche Beziehungen zu fördern“, so die Erklärung.
Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern am Horn von Afrika wurden im April 2008 nach einer Razzia eritreischer Truppen nach Ras Doumeira, einem strategischen Vorgebirge mit Blick auf den Eingang zum Roten Meer nördlich der Hauptstadt von Dschibuti, belastet. Die beiden Länder standen sich für diesen Bereich in den Jahren 1996 und 1999 zwei Mal gegenüber.
Eritrea und Dschibuti hatten im Juni 2010 unter der Schirmherrschaft von Katar eine Vereinbarung unterzeichnet, eine Verhandlungslösung für den territorialen Streit zu finden, und die katarischen Truppen wurden in den umstrittenen Gebieten bis zu einer endgültigen Einigung zwischen Dschibuti und Asmara eingesetzt.
© 2017 AFP


Grafik: infotext-berlin.de

2. Reaktion des isolierten Golfstaates Katar – Truppenabzug mit Folgen
20.06.2017 – http://www.taz.de/Politik/Afrika/!p4621/
Katar zieht seine Truppen zwischen Eritrea und Dschibuti ab. Die UN und die AU machen sich Sorgen wegen eines neu entfachten Grenzkonflikts.
BERLIN taz | Der Grenzkonflikt zwischen Dschibuti und Eritrea gehört zu den obskureren der Welt. Die beiden Staaten am Roten Meer streiten sich um 165 Quadratkilometer heiße Wüste, die die beiden einstigen Kolonialmächte Frankreich (Dschibuti) und Italien (Eritrea) erst im Jahr 1900 zum damaligen Französisch-Somaliland geschlagen hatten, dann aber 1935 zum Afrikareich des Italieners Mussolini, in einem nie ratifizierten Abkommen.
Die Grenzziehung von 1900 gilt als die gültige, da 1954 ein neues Grenzprotokoll zwischen Frankreich und Äthiopien – damals die Besatzungsmacht in Eritrea – sie bestätigte. Aber sie wurde nie am Boden vollständig demarkiert, sie teilt eine schmale Halbinsel in zwei, und seit 1900 ist ein Teil davon zu einer Insel geworden, deren Zugehörigkeit offen ist. So gibt es viel Streitpotential. Nun erwacht dieses zu neuem Leben: Eritrea hat den umstrittenen Grenzstreifen besetzt, nachdem eine dort stationierte Überwachungstruppe aus Katar abzog.
Das ist eine kuriose Konsequenz der Golfkrise, die mit der Isolierung Katars durch die anderen arabischen Staaten wegen angeblicher Unterstützung des internationalen Terrorismus und des Iran aufgebrochen ist. Katar unterhält seit 2010 eine Truppe von nach eritreischen Angaben 450 Soldaten im umstrittenen Grenzgebiet, infolge einer erfolgreichen Vermittlung zur Beendigung eines Grenzkrieges im Jahr 2008, als Eritrea die Mussolini-Grenze in der Wüste militärisch durchzusetzen versuchte.
Am vergangenen Mittwoch verkündete Katar den Abzug dieser Truppe. Kurz darauf erklärte Eritreas Vertretung bei der Afrikanischen Union (AU), Eritrea habe die Pufferzone besetzt. Nun ist Dschibuti empört und am Montagnachmittag sollte sich der UN-Sicherheitsrat mit der Lage befassen.
Unklarheit über Militärbasen in Eritrea
Denn so klein das Streitobjekt erscheint, so groß ist seine Bedeutung. Dschibuti ist ein wichtiger Verbündeter des Westens im Kampf gegen islamistischen Terror am Horn von Afrika; es beherbergt Militärbasen Frankreichs, der USA, Chinas, Japans und Saudi-Arabiens, und auch Kriegsschiffe aus Deutschland und der EU zur Bekämpfung der Piraterie vor Somalia machen hier Station.
Eritrea hingegen ist international ein Pariastaat – nicht nur, weil es eine finstere Diktatur ist, aus der zahlreiche Menschen Richtung Europa fliehen, sondern auch, weil es von UN-Experten verdächtigt wird, in Somalia Islamisten zu unterstützen – als Gegengewicht zur somalischen Regierung, die dem großen Nachbarn Äthiopien nahesteht, von dem sich Eritrea einst in einem jahrzehntelangen Guerillakrieg freikämpfte.

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Welche Länder alles in Eritrea Militärbasen unterhalten oder planen, vor allem auf Inseln im Roten Meer, ist nicht völlig klar: genannt wurden in den letzten fünf Jahren Iran, Israel, Ägypten, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Von den Arabischen Emiraten ist bekannt, dass sie am ost­eritreischen Hafen Assab eine große Marinebasis errichtet haben, von der aus sie als Verbündeter Saudi-Arabiens Krieg in Jemen gegen die dortigen proiranischen Huthi-Rebellen führen.
Mehrheitlich Position für Saudi-Arabien bezogen
Doch Dschibuti ist ebenfalls mit der saudischen Koalition verbündet. Nachdem Saudi-Arabien nun die Initiative ergriffen hat, Katar politisch und ökonomisch zu isolieren, fühlen sich katarische Truppen offensichtlich nicht wohl in einer Pufferzone zwischen zwei saudischen Freunden in Afrika.
Afrikanische Staaten haben mehrheitlich Position für Saudi-Arabien im Streit mit Katar bezogen. Lediglich Sudan hat die Blockade gegen Katar „bedauert“. Als neutral gilt auch Äthiopien, das zwar 2008 seine Beziehungen zu Katar wegen dessen Freundschaft mit Eritrea abbrach, aber 2016 neue Partnerschaftsabkommen unterzeichnete und vor zwei Monaten den Emir von Katar empfing.
Eine Konfrontation zwischen Eritrea und Dschibuti ist keine Übertragung des saudisch-katarischen Konflikts auf Afrika, weil beide Länder in diesem auf einer Seite stehen. Sie zeigt aber, was alles passieren kann, wenn Katar – das über Investitionen und den TV-Sender al-Jazeera in Afrika sehr präsent ist – sich zurückzieht. Und ein Konflikt zwischen Eritrea und Dschibuti hat das Potential, mehr militärisch bereits präsente Verbündete der beiden Länder auf den Plan zu rufen als so ziemlich jeder andere Grenzkonflikt der Welt.

2. Sudan, für eritreische MigrantInnen eine Kreuzung und feindliches Terrain LESEN
06.13.2017 um 15:00 Uhr – Von Jay DESHMUKH – AFP
Es ist ein tiefes Verlangen nach Freiheit, das Efrem Desta dazu führte, Eritrea zu entfliehen und illegal in den benachbarten Sudan zu gehen, in der Hoffnung, eines Tages nach Europa weiterzukommen.
Aber seine Reise wurde abgekürzt, als er und andere eritreische Migranten nach der Überquerung der Grenze vom Stamm Rashaida im östlichen Sudan entführt wurden, in der Nähe der Ortschaft Al-laffa.
„Wir waren ausEritrea geflohen, weil wir die Freiheit anstrebten, aber als wir hier ankamen , wurden wir von den Rashaida gefangen genommen“, sagt Efrem Desta, 20, in seiner Muttersprache Tigrinya.
Nach fünf Tagen Gefangenschaft wurden sie von sudanesischen Truppen, die entlang der 600 km langen Grenze zu Eritrea patrouillieren, um die illegale Einwanderung einzudämmen, gerettet.
Efrem Desta und andere wurden in Handschellen gelegt und mit Ketten gefesselt aufgefunden, nach den Beamten. Sie schlossen sich nach ihrer Freilassung den rund 30.000 Flüchtlingen in Wadi Sherifay, einem großen Lager aus Hütten mit Strohdach in der Nähe der Grenze, an.
Die meisten geretteten Eritreer sagen, dass sie ihr Land verlassen haben, um den Militärdienst zu vermeiden, aber andere geben zu, im Ausland einen besseren Job anzustreben.
Dutzende von Eritreern versuchen täglich, den Sudan illegal zu betreten, laut Polizei und Agenten des mächtigen sudanesischen Geheimdienstes National Intelligence and Security (NISS).
„Sie können über verschiedene Wege hereinkommen, vor allem entlang des Gash Flusses“ im Grenzgebiet des östlichen Bundesstaat Kassala, sagte ein Sicherheitsbeamter gegenüber AFP.
– Schleuser mit High-Tech –
Die Migranten überqueren nach einigen Tagen, manchmal Wochen Marsch die Grenze zu Fuß. „Sie sind meist in der Nacht unterwegs und tagsüber versteckt auf Farmen, Plantagen oder in Wäldern“, fügte der Beamte hinzu.
In den Wirren einer schweren Wirtschaftskrise und mehrerer bewaffneter Konflikte zwischen Regierung und Rebellen, ist der Sudan, ein armes afrikanisches Land, für die Migranten ein wichtiger Knotenpunkt auf dem Weg nach Europa.
Nach Einschätzung von Experten versuchen eine große Anzahl von Eritreern, die europäischen Küsten über dieses Land zu erreichen.
„Im Jahr 2016 reisten rund 100.000 Migranten über den Sudan, meist Eritreer“, sagte Waqar Asfand, Analyst bei der Internationalen Organisation für Migration (IOM).
Vom Sudan aus versuchen es die Migranten nach Libyen oder Ägypten, von sie in Kontakt mit Schleusern treten, die sie vor einer gefährlichen Überquerung des Mittelmeers in Richtung Europa in behelfsmäßige Boote stopfen.
Im Sommer ist es in der Nacht, dass mehr Migranten die Grenze entlang des Gash Flusses überqueren. „Wir patrouillieren noch nicht in der Nacht, so ist es einfach für sie, sich im Dunkeln zu bewegen“, sagte der Beamte.
Hinter ihm, in der schwülen Hitze, bewacht eine mit Maschinengewehren bewaffnete Patrouille an Bord von Pickups auf der Suche nach Migranten den ausgetrockneten Grenzfluss.
Die erhöhten Patrouillenfrequenzen führten zur Verhaftung von mehreren Schleppern, nach Offizieren.
„Aber die Schmuggler, meist selbst Eritreer, haben ein exzellentes Netz und High-Tech-Kommunikations-Ausrüstung“, sagt einer von ihnen.
– Angst –
Menschenschmuggel ist ein Geschäft geworden, das Milliarden von Dollar generiert, sagen Experten.
„Das ist ein Ausbeutungssystem“ mit Preisen von Hunderten und Tausenden von Dollar, sagt Herr Waqar. Eine eritreische Migrantin, die von Khartoum aus nach Europa wollte, musste $ 2.500 bezahlen.

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Für den Leiter der Kassalaer Polizei, General Yahia Soleimane, kann der Sudan die illegale Einwanderung an der Grenze nicht allein stoppen.
„Wir brauchen internationale Hilfe, High-Tech-Kommunikations-Ausrüstung, Fahrzeuge, Kameras und sogar Drohnen, um die Grenze zu überwachen“, sagt er gegenüber AFP und betont, dass „die Patrouillen von der Polizei, dem NISS und der Armee durchgeführt werden.”
Laut Enough Project, einem Think Tank mit Sitz in Washington, haben die Europäer Khartum Millionen Euro ür den Kauf von Ausrüstung gegeben, die den Fluss der Migration eindämmen helfen sollen.
Hoffnungsvoll von zu Hause fortgegangen, sprechen viele Eritreer über Angst in den Lagern im Sudan, wie Wadi Sherifay.
„Die eritreische Armee hat überall Agenten. Sie verhaften uns und nehmen uns nach Eritrea zurück“, sagt einer von ihnen, der nach wie vor Europa zu erreichen hofft. „Es wäre gefährlich für uns, lange dort zu bleiben.“
© 2017 AFP

3. Nicht das Gesetz, die Angst regiert Eritrea LESEN
9.6.2015 – von Markus Schönherr – https://www.aargauerzeitung.ch/ausland
Folter und Unterdrückung sind an der Tagesordnung in Eritrea. Das zeigt ein UNO-Bericht. Hunderttausende flüchten – auch in die Schweiz.
6923 Menschen aus Eritrea haben im vergangenen Jahr in der Schweiz um Asyl nachgesucht. Im laufenden Jahr ist die Zahl rückläufig: Bis Ende April hatten 894 Eritreer Asyl beantragt. Doch auch so ist Eritrea das wichtigste Herkunftsland in der Schweizer Asylstatistik. Mit aktuell rund 23 000 Personen bilden die Eritreer die grösste Flüchtlingsgruppe in der Schweiz, noch vor den Syrern.
Weil im Land am Horn von Afrika ausserdem kein offener Krieg tobt, stehen die Eritreer immer mal wieder im Zentrum der politischen Diskussion. In einem Mitte März eingereichten Vorstoss fragt etwa die Zürcher FDP-Nationalrätin Doris Fiala: «Aus welchen Gründen wird die Anerkennung als Flüchtling ausgesprochen, statt im Rahmen einer vorläufigen Aufnahme zu prüfen, ob eine Rückführung der eritreischen Asylsuchenden zukünftig wieder möglich wird?» Einige Monate zuvor hatte FDP-Präsident Philipp Müller zumindest insinuiert, dass die Menschen wegen der zuvorkommenden Asylpraxis in die Schweiz reisten und weniger wegen der Menschenrechtslage in Eritrea selbst. In einem gestern publizierten Bericht der UNO wird diese Ansicht Lügen gestraft.
«Ein totalitärer Staat»
Auf knapp 500 Seiten wird in dem Report eine Geschichte von Unterdrückung, Flucht und menschlichem Leid erzählt. Die Vereinten Nationen üben scharfe Kritik an Eritrea – einem «totalitären Staat, darauf ausgerichtet, die Bevölkerung durch einen ausgedehnten Sicherheitsapparat zu kontrollieren.» Verschleppungen, Zwangsarbeit und Folter stünden in der ostafrikanischen Nation an der Tagesordnung. Der Bericht stammt aus der Feder von Sheila B. Keetharuth, UNO-Sonderermittlerin für Eritrea und seit 2014 Chefin der «UNO-Untersuchungskommission für Menschenrechte in Eritrea». Die Kommission wurde ins Leben gerufen, um die zahlreichen Vorwürfe von illegalen Tötungen, aussergerichtlichen Festnahmen und Unterdrückung der Pressefreiheit zu untersuchen.
Das Ergebnis hätte für Eritreas langjährigen Präsidenten, Isaias Afewerki, kaum vernichtender ausfallen können. «Die Regierung ist verantwortlich für systematische, weitreichende und schwerwiegende Menschenrechtsvergehen, die ein Klima der Angst geschaffen haben. Widerspruch wird unterdrückt, ein Grossteil der Bevölkerung findet sich in Gefangenschaft oder Zwangsarbeit, und Tausende Flüchtlinge haben das Land verlassen.» Eritreas Geheimdienst, das Militär, und das für Zensur zuständige Informationsministerium – sie alle befinden sich im Griff von Afewerkis eiserner Faust.
Kriegsrecht statt Verfassung
Afewerki führte Eritrea 1993 nach einem 30-jährigen Freiheitskampf in die Autonomie. In der Hauptstadt Asmara tanzten und besangen die Menschen den Vater der Demokratie. Doch der ehemalige Rebellenführer hatte andere Pläne. Eritrea hat keine Verfassung; bis heute regiert Afewerki durch das Kriegsrecht. Eine funktionierende Gesetzgebung oder eine unabhängige Justiz fehlen. Ziel des Regimes sei es, «die Bevölkerung in einem Dauerzustand der Angst» zu halten. «Es ist nicht das Gesetz, das die Eritreer regiert – sondern Angst», so der Bericht der UNO.

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Unter den grausamen Methoden prangert die UNO-Menschenrechtskommission vor allem den «Staatsdienst» an. Dieser steht allen Männern und unverheirateten Frauen ins Haus und ist eine bürokratische Umschreibung für Zwangsarbeit. Obwohl der Dienst für den Staat auf 18 Monate beschränkt ist, verbringen nach Angaben der «Organisation Human Rights Watch» etliche Eritreer den Grossteil ihres Arbeitslebens damit, Müll aufzusammeln oder fristen in Verwaltungsbüros. Während der Pflichtzeit erwarte die Jugendlichen oft «Folter, unmenschliche Lebensbedingungen und sexueller Missbrauch».
Über die Lebensbedingungen zu reden oder Kritik an der Regierung zu üben, bedeutet in Eritrea Hochverrat. Die Presse des Landes gilt als unterdrückt. 2001 stürmte Eritreas Sicherheitsdienst die Redaktionen unabhängiger Zeitungen und Radios, verhaftete ihre Reporter und verbot den Medien jede weitere Berichterstattung. Die staatlichen Medien stehen unter strenger Zensur. Als «grösstes Gefängnis für Journalisten» bezeichnete die Organisation «Reporter ohne Grenzen» das Land am Roten Meer. In ihrer Rangliste der Pressefreiheit stufte sie Eritrea zum achten Mal in Folge auf dem letzten Platz ein.
Wer kann, wagt die Flucht – trotz Afewerkis «shoot to kill»-Gesetz, das es Soldaten erlaubt, Eritreer auf ihrer Flucht zu erschiessen. Überlebenden droht die Inhaftierung in einem der illegalen Gefangenenlager. Diese bestehen meist aus Schiffscontainern in der abgelegenen Steppe. Trotz der Gefahren von Verdursten in der Wüstenhitze und Bürgerkrieg im Transitland, handelt es sich bei den Flüchtlingen längst nicht mehr um Einzelfälle. «Einer scheinbar hoffnungslosen Situation gegenüberstehend, fliehen Hunderttausende Eritreer aus ihrem Land», so der UNO-Bericht.

1. L’Union africaine inquiète du regain de tension entre Djibouti et l’Erythrée LIRE
17.06.2017 à 12:00 – AFP
L’Union africaine a fait part de son inquiétude, samedi, face à la tension provoquée par la résurgence d’un différend territorial entre Djibouti et l’Erythrée à la suite du retrait de soldats du Qatar déployés dans le secteur disputé entre les deux voisins de la Corne de l’Afrique.
Le président de la commission de l’UA, Moussa Faki Mahamat, a appelé dans un communiqué au “calme et à la retenue” après que Djibouti eut accusé l’Erythrée d’avoir profité du retrait du contingent du Qatar pour occuper la partie de territoire revendiquée par les deux pays à leur frontière.

Grafik: infotext-berlin.de
Le retrait annoncé mercredi par le Qatar fait suite à la crise qui a éclaté entre le petit émirat gazier du Golfe et l’Arabie saoudite et ses alliés qui l’accusent de soutenir le “terrorisme” islamiste. Le Qatar qui rejette ces accusations n’a pas précisé de combien de soldats sa force d’observation déployée en 2010 entre l’Érythrée et Djibouti est formée.
Djibouti comme l’Erythrée entretiennent de bonnes relations avec l’Arabie et ses alliés des Emirats arabes unis et ont pris leur parti dans le conflit avec le Qatar.
Jeudi, le ministre djiboutien des Affaires étrangères Mahmoud Ali Youssouf a accusé Asmara de “déployer ses forces” dans la région de Doumeira disputée entre les deux pays sur la mer Rouge.
“Djibouti est un pays pacifique et nous donnons la priorité aux solutions diplomatiques”, avait ajouté le ministre lors d’une conférence de presse télévisée. “Mais, avait-il ajouté, si l’Erythrée persiste dans sa recherche de solutions militaires, Djibouti est prêt à cette éventualité”.
L’Erythrée n’a pour l’instant pas réagi à ces déclarations.
Les deux voisins entretiennent des relations très différentes avec les puissances extérieures. Djibouti abrite des bases militaires française et américaine et la Chine en construit une à son tour sur le petit territoire.
L’Erythrée en revanche est largement considérée comme un Etat paria tandis que le port de Djibouti sert de débouché aux importations et exportations de l’Ethiopie, grand ennemi régional de l’Erythrée.
“La commission de l’UA, en étroites consultations avec les autorités djiboutiennes et érythréennes a entrepris de déployer une mission à la frontière érythréo-djiboutienne pour établir les faits”, a ajouté samedi l’organisation panafricaine.
“Le président de la commission se tient à la disposition de Djibouti et de l’Erythrée pour les aider à normaliser leurs relations et promouvoir des relations de bon voisinage”, selon le communiqué.
Les relations entre les deux pays de la Corne de l’Afrique s’étaient tendues après une incursion en avril 2008 de troupes érythréennes vers Ras Doumeira, promontoire stratégique surplombant l’entrée de la mer Rouge au nord de la capitale, Djibouti. Les deux pays s’étaient opposés à deux reprises en 1996 et 1999 pour cette zone.
L’Erythrée et Djibouti avaient signé en juin 2010 un accord sous les auspices du Qatar pour résoudre par un accord négocié leur conflit territorial et des soldats qataris avaient été déployés dans les zones disputées dans l’attente d’un accord final entre Djibouti et Asmara.
© 2017 AFP
2. Le Soudan, carrefour et terrain hostile pour les migrants érythréens LIRE
13.06.2017 à 15:00 – Par Jay DESHMUKH – AFP
C’est un profond désir de liberté qui a poussé Efrem Desta à fuir l’Erythrée et entrer illégalement au Soudan voisin, dans l’espoir de rallier un jour l’Europe.
Mais son voyage a tourné court lorsque lui et d’autres migrants érythréens ont été enlevés après avoir traversé la frontière par la tribu des Rashaida dans l’est du Soudan, près du village d’Al-Laffa.
“Nous avons fui l’Erythrée car nous aspirons à la liberté, mais à notre arrivée ici nous avons été capturés par les Rashaida”, raconte Efrem Desta, 20 ans, dans sa langue maternelle, le Tigrinya.
Après cinq jours de captivité, ils ont été secourus par les forces soudanaises qui ont renforcé les patrouilles le long des 600 km de frontière avec l’Erythrée, afin d’endiguer l’immigration clandestine.
Efrem Desta et les autres ont été retrouvés menottés et attachés avec des chaînes, selon des responsables. Ils ont rejoint après leur libération les quelque 30.000 réfugiés à Wadi Sherifay, un vaste camp aux cabanes au toit de chaume près de la frontière.
La majorité des Erythréens sauvés disent avoir fui leur pays pour échapper au service militaire mais d’autres admettent aspirer à un meilleur emploi à l’étranger.
Des dizaines d’Erythréens tentent quotidiennement d’entrer illégalement au Soudan, selon la police et les agents du puissant Service national du renseignement et de la sécurité (NISS) soudanais.
“Ils peuvent entrer par diverses routes, notamment en longeant la rivière Gash”, indique un responsable de la sécurité à l’AFP dans la région frontalière de l’Etat oriental de Kassala.
– Passeurs high-tech –
Les migrants traversent la frontière à pied après avoir marché pendant des jours, parfois des semaines. “Ils voyagent d’ordinaire la nuit, se cachant la journée dans des fermes, des plantations ou des forêts”, ajoute le responsable.
En proie à une grave crise économique et à plusieurs conflits armés impliquant régime et rebelles, le Soudan, pays pauvre d’Afrique, est un carrefour clé sur la route de l’Europe.
Selon les experts, un grand nombre d’Erythréens tentent de gagner les côtes européennes via ce pays.
“En 2016, quelque 100.000 migrants ont voyagé via le Soudan, en grande majorité des Erythréens”, indique Asfand Waqar, analyste à l’Organisation internationale pour les migrations (OIM).
A partir du Soudan, les migrants rejoignent la Libye ou l’Egypte, d’où ils entrent en contact avec des passeurs qui les entassent sur des embarcations de fortune avant une périlleuse traversée en mer Méditerranée, en direction de l’Europe.
En été, c’est la nuit que les migrants sont plus nombreux à traverser la frontière le long du fleuve Gash. “Nous ne patrouillons pas encore la nuit, alors il est facile pour eux de se déplacer dans l’obscurité”, selon le responsable.
Derrière lui, sous une chaleur écrasante, une patrouille de gardes-frontière armés de mitrailleuses traverse à bord de pick-up le fleuve asséché à la recherche de migrants.
La multiplication des patrouilles a permis l’arrestation de plusieurs passeurs, selon des officiers.
“Mais les passeurs, en majorité des Erythréens, ont un excellent réseau et des équipements de communication high-tech”, explique l’un d’eux.
– Peur –
Le trafic de migrants est devenu un business générant des milliards de dollars, disent des experts.
“C’est un système d’exploitation” avec des coûts oscillant entre des centaines et des milliers de dollars, estime M. Waqar. Une Erythréenne souhaitant se rendre en Europe depuis Khartoum s’est vu ainsi réclamer 2.500 dollars.
Pour le chef de la police de Kassala, le général Yahia Soleimane, le Soudan ne peut à lui seul stopper l’immigration clandestine le long de la frontière.
“Nous avons besoin d’une aide internationale, d’équipements de communication high-tech, de véhicules, de caméras et même de drones pour surveiller la frontière”, dit-il à l’AFP en soulignant que “les patrouilles sont menées par la police, le NISS et l’armée”.
Selon Enough Project, un think tank basé à Washington, les Européens ont versé des millions d’euros à Khartoum pour l’achat d’équipements qui aideraient à juguler le flux migratoire.
Partis plein d’espoir de chez eux, de nombreux Erythréens disent vivre dans la peur dans les camps du Soudan, comme celui de Wadi Sherifay.
“L’armée érythréenne a des agents partout. Ils peuvent nous arrêter et nous ramener en Erythrée”, assure l’un d’eux qui espère toujours rejoindre l’Europe. “Il serait dangereux pour nous de rester là longtemps”.
© 2017 AFP

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Eritreische Flüchtlinge in Wadi Sherifay, einem großen Lager aus Hütten mit Strohdach in der Nähe der Grenze
Des réfugiés érythréens à Wadi Sherifay, un vaste camp aux cabanes au toit de chaume près de la frontière, le 2 mai 2017

Nord-Nigeria: Geflohene Bauern wollen zurück / Bedrohung Agrobusiness / FAO-Felder

Afrique: la sécurité alimentaire menacée par l’agrobusiness
ALL PHOTOS afp.com by PIUS UTOMI EKPEI: Felder der UNO Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO in Nigeria
Des champs de l’Organisation des Nations Unies pour l’alimentation et l’agriculture (FAO) au Nigeria, le 6 avril 2017

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1. Afrika: Agribusiness bedroht die Lebensmittelsicherheit LESEN
13/06/2017 22:00 – AFP
In Afrika kann die Multiplikation von „landwirtschaftlichen Wachstumspolen“ oder „agropoles“ durch Investitionen der internationalen Lebensmittel-Unternehmen, die damit steuerliche Anreize genießen, die Ernährungssicherheit des Kontinents gefährden, kritisieren drei NGOs in einem Bericht.
Diese Projekte – insbesondere Grow Africa und Nouvelle alliance pour la sécurité alimentaire et la nutrition (Nasan, Neue Allianz für Nahrungsmittelsicherheit und Ernährung)– führen dazu, „eine Landwirtschaft mit zwei Geschwindigkeiten zu fördern, in der zu Lasten der Familienbetriebe, die Afrika doch ernähren, nationale und internationale Investoren bevorteilen“, unterstreichen Action contre la Faim (ACF), CCFD Terres Solidaires und Oxfam France in einem Bericht, der anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg veröffentlicht wurde.
Auf landwirtschaftlichen Flächen mit hohem Potential gestartet, profitieren diese Zonen, die internationale private Investitionen anziehen sollen, von erleichterten Regelungen in Gesetzgebung, Zoll und Steuer und von der Unterstützung internationaler Gremien wie der Weltbank oder der Afrikanischen Entwicklungsbank (ADB).

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Nach der globalen Krise der Agrarpreise von 2007-2008 und den „Hungerrevolten“ in einigen afrikanischen Ländern zu diesem Zeitpunkt wurden sie eingeführt, um im Kampf gegen den Hunger die Landwirtschaft auf dem Kontinent durch öffentlich-private Partnerschaften zu entwickeln.
„Wir kämpfen schon lange für Landbesitz- und Steuerreformen zum Wohle der Landwirtschaft in Afrika, aber wir sehen, dass die umgesetzten Logiken in erster Linie multinationalen Unternehmen zu Gute kommen mehr als der Bauernschaft, insbesondere mit Landraub und Vertreibungen der Bevölkerung“, so Maureen Jorand von CCFD Terres solidaires , eine der Autoren des Berichts, gegenüber AFP.
„Die Landwirtschaft ist kein Geschäft wie jedes andere, sie ist von vitaler Bedeutung für einen Kontinent, wo ein Viertel der Bevölkerung unter Hunger leidet, und wo einige Länder ihre Nahrungsmittelkrise bis Ende des Sommers sich noch verschlimmern sehen“, fügte sie hinzu.
Die NGOs haben solcherweise 43 Bereiche oder Projekte für „Wachstum in der Landwirtschaft“ in 24 Ländern im subsaharischen Afrika identifiziert, die von internationalen Gremien (Weltbank, ADB) und oder von Agenturen für nationale Zusammenarbeit unterstützt werden. Das am weitesten fortgeschrittene, im Jahr 2005 ins Leben gerufene, ist in Madagaskar.
„Die Menschen dort sind oft ausgeschlossen, verlieren ihre Einnahmen, und die Staaten verlieren ihre Investitionskraft durch die Gewährung erheblicher Steuervorteile und die Finanzierung der Straßen- und Telekommunikationsinfrastrukturen, um den Multis ihre Installation zu ermöglichen“, sagte Frau Jorand.
Ihre zufolge zielen die Projekte oft auf Exporte statt auf lokale Ernährung: zum Beispiel in Gabun, wo zwei Pole von der Regierung mit der singapurischen Gruppe OLAM Palmöl betreffen, „während gleichzeitig Demonstrationen gegen die hohen Lebenshaltungskosten in Gabun stattfinden“, sagt sie.
© 2017 AFP

2. Die Bauern im Nordosten von Nigeria wollen nach Hause gehen LESEN
2017.11.06 12:00 – Von Aminu ABUBAKAR und Phil HAZLEWOOD – AFP
Die durch Angriffe von Boko Haram im Nordosten Nigeria verschobenen Bauern und Fischer fragen jetzt darum, wieder nach Hause und an die Arbeit zu gehen, um die schwere Nahrungsmittelknappheit in der Region zu reduzieren.
Die Subsistenzlandwirtschaft und -fischerei waren schon immer die wirtschaftlichen Säulen dieser abgelegenen Region in der Nähe des Tschadsees, aber acht Jahre Gewalt und Massenvertreibungen haben alle ihre Ressourcen zerstört.
Heute leiden hier Millionen von Menschen an Hunger, und in einigen Bereichen des Staates Borno, die humanitären Helfern immer noch nicht zugänglich sind, könnten in Hungersnot geraten.
Von den 2,6 Millionen vertriebenen Menschen leben Hunderttausende, wenn sie dort keine Familie haben, sie zu beherbergen, immer noch in Lagern, wo sie um zu überleben fast ausschließlich auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.
Allerdings haben humanitäre Organisationen vor kurzem angekündigt, dass Haushaltskürzungen zur Revision und manchmal Abbrüchen von Nahrungsmittelprogrammen geführt haben, trotz der sehr hohen Raten von Unterernährung, vor allem bei Kindern.
Und für den Direktor des Fischerverbandes Labbo Tahrir „wird keine Menge an Nahrung der NGOs ausreichen, um ‘uns’ alle zu ernähren“.
„Der einzige Weg, diese Hungersnot zu beenden, ist, dass wir nach Hause gehen, anbauen und unser Leben wieder aufbauen können“, sagte er zu AFP.
Mammadu Ibrahim, ehemaliger Landwirt, der Reisfelder im fruchtbaren Land entlang des Sees besaß, arbeitet jetzt in einer großen Tomatenfarm, für $ 13 pro Monat (11,6 Euro), eine nicht ausreichende Menge um seine Familie zu ernähren.
„Wenn ich auf meine Farm zurückkehren kann, wären alle meine Probleme in einem Jahr vorbei“, sagte der 35-jährige Vater. „Ich will nicht arm oder abhängig sein. Farming ist alles, was ich tun kann.“
An den Ufern des Tschadsees ist das Land so fruchtbar, dass es ein Viertel des nigerianischen Weizens produzieren könnten, bis zum Jahr 2014 waren es etwa 90.000 Tonnen pro Jahr (offizielle Zahlen). Man fing auch 300.000 Tonnen Fisch im See. Aber Fischerei und Landwirtschaft sind zurückgegangen, vor allem weil die nigerianischen Militärs Bauern und Fischer verdächtigen, ihre Produktion an die Aufständischen Boko Haram zu verkaufen, oder dass diese Ressourcen genutzt werden, um die Dschihad-Gruppe zu finanzieren.
Kamai Nkike, Koordinator für das International Institute of Tropical Agriculture (IITA), schätzt, dass die Aktivität seit etwa drei aufeinander folgenden Regenzeiten nicht wieder aufgenommen wurde. Die nächste, die gerade beginnt, wird auch nichts erbringen.
„Es ist jetzt fast unmöglich geworden, zu den Feldern im Norden von Borno State zurückzukehren“, erklärt er.
– „Halbe Rationen“ –
Nach Angaben der Vereinten Nationen sind fast 2 Millionen Menschen in einer Situation drohender Hungersnot und bis August 5,2 Millionen werden Hilfe benötigen. Zu Beginn dieses Jahres hatte die internationale Organisation die Geber um eine Milliarde Dollar gebeten, hat aber bisher nur ein Viertel dieses Betrags erhalten.

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Elizabeth Bryant vom Welternährungsprogramm (WFP) in Westafrika bedauert, dass dieser Mangel an Finanzierung „während der Regenzeit, der schlimmsten Zeit“, erfolgt.
Die Situation wird auch durch die Massenrückkehr von 12.000 nigerianischen Flüchtlingen aus Kamerun verschlimmert.
WFP, die geplant hatten, Nahrungsmittelhilfe für 1,8 Millionen Menschen zu bringen, hat sein Programm auf für nur 1,3 Millionen senken müssen.
„Wir zielen jetzt auf die am stärksten gefährdeten Gruppen: Kinder unter 2 Jahren eher als unter 5,“ Frau Bryant. „Und wir verteilen halbe Rationen.“
Die Heimkehr der Verdrängten ist hauptsächlich abhängig vom Sicherheitsniveau in der Region. Die nigerianische Regierung und die Armee versichern, dass Ruhe zurückgekehrt ist, aber der Mangel an Zugang zu vielen Bereichen sowie Angriffe auf Dörfer dementieren regelmäßig ihre triumphalistischen Erklärungen.
Am ersten Mai töteten 20 Dschihadisten sechs Bauern auf ihren Feldern in der Nähe von Maiduguri, der Hauptstadt von Borno. Aber die meisten Angriffe bleiben in ihrer überwiegenden Mehrheit unbekannt: der Mangel an Kommunikation und Erreichbarkeit machen es unmöglich, erschöpfende Zählungen zu machen.
Und für Herr Nkike von IITA sollten die Bemühungen, die Landwirtschaft zu beleben, sich nun auf den ruhigeren Süden von Borno konzentrieren, „bis Frieden im Bereich des Tschad-Sees zurückgekehrt ist“.
© 2017 AFP

3. PHOTOS WATCH
Eine Frau erntet Paprika in einem Feld der FAO in einem Dorf des Bezirks Jere, 11 km von Maiduguri, im Bundesstaat Borno State (Nordosten), 6. April 2017.
Une femme récolte des piments dans un champ de l’Organisation des Nations Unies pour l’alimentation et l’agriculture (FAO) dans un village du gouvernement local de Jere, à 11 km de Maiduguri, dans l’État de Borno (nord-est), le 6 avril 2017.

Ein Mann bei der Bewässerung eines Feldes der FAO
Un homme s’occupe de l’irrigation d’un champ

Eine Frau nach der Ernte des FAO-Feldes

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1. Afrique: la sécurité alimentaire menacée par l’agrobusiness LIRE
13.06.2017 à 22:00 – AFP
La multiplication en Afrique de “pôles de croissance agricoles” ou “agropoles”, via l’investissement de groupes agroalimentaires internationaux bénéficiant d’aides fiscales, met en danger à terme la sécurité alimentaire du continent, dénoncent trois ONG dans un rapport.
Ces projets –Grow Africa, Nouvelle alliance pour la sécurité alimentaire et la nutrition (Nasan), notamment– conduisent “à promouvoir une agriculture à deux vitesses qui favorise les investisseurs nationaux et internationaux au détriment des exploitations familiales qui, pourtant, nourrissent l’Afrique” soulignent Action contre la Faim (ACF), CCFD Terres Solidaires et Oxfam France dans un rapport rendu public à l’occasion du sommet du G20 à Hambourg.
Lancées sur des terres agricoles à fort potentiel, ces zones destinées à attirer l’investissement privé international bénéficient de facilités réglementaires, législatives, douanières ou fiscales et du soutien des instances internationales comme la Banque mondiale ou la Banque africaine de développement (BAD).
Après la crise mondiale des prix agricoles de 2007-2008 et les “émeutes de la faim” traversées par certains pays africains à cette époque, elles ont été initiées afin de développer l’agriculture sur le continent par des partenariats public-privé pour lutter contre la faim.
“Nous militons depuis longtemps pour des réformes foncières ou fiscales au bénéfice de l’agriculture en Afrique, mais nous voyons que les logiques mises en oeuvre bénéficient surtout aux multinationales plus qu’à la paysannerie, via l’accaparement de terres et des déplacements de population notamment” a indiqué à l’AFP Maureen Jorand, du CCFD Terres solidaires, l’une des auteurs du rapport.
“L’agriculture n’est pas un business comme les autres, elles est vitale pour un continent où un quart de la population souffre de la faim, et où certains pays vont voir s’accentuer la crise alimentaire qu’ils connaissent d’ici la fin de l’été” a-t-elle ajouté.
Les ONG ont ainsi recensé 43 zones ou projets de “croissance agricole” situés dans 24 pays d’Afrique sub-saharienne, soutenus par des instances internationales (Banque Mondiale, BAD) ou agences de coopération nationales. Le plus avancé, lancé en 2005, est situé à Madagascar.
“Les gens sur place sont souvent exclus, perdent leurs revenus, et les États perdent leur pouvoir d’investissement en accordant des avantages fiscaux importants et en finançant des infrastructures routières et de télécoms pour permettre les installations des multinationales”, souligne Mme Jorand.
Selon elle, les projets sont souvent plus liés à l’exportation qu’à l’alimentation locale: par exemple, au Gabon, deux pôles développés par le gouvernement avec le groupe singapourien OLAM portent sur l’huile de palme “alors qu’il y a en ce moment des manifestations contre la vie chère au Gabon”, dit-elle.
© 2017 AFP
2. Les agriculteurs du nord-est du Nigeria veulent rentrer chez eux LIRE
11.06.2017 à 12:00 – Par Aminu ABUBAKAR, Phil HAZLEWOOD – AFP
Les agriculteurs et pêcheurs déplacés par les attaques de Boko Haram, dans le nord-est du Nigeria, demandent désormais à pouvoir rentrer chez eux et reprendre leur travail, ce qui réduirait les graves pénuries alimentaires de la région.
L’agriculture et la pêche de subsistance ont toujours été les piliers économiques de cette région reculée des contours du lac Tchad, mais huit années de violences et de déplacements massifs de population ont détruit toutes ses ressources.
Aujourd’hui, des millions de personnes souffrent de la faim, et certaines zones de l’État du Borno, toujours non-accessibles aux humanitaires, pourraient être en situation de famine.
Sur les 2,6 millions de personnes déplacées, plusieurs centaines de milliers vivent toujours dans des camps, où ils dépendent presque exclusivement de l’aide humanitaire pour survivre, lorsqu’ils n’ont pas de famille sur place pour les héberger.
Toutefois, les organisations humanitaires ont annoncé dernièrement que les réductions des budgets avaient entraîné la révision, voire parfois l’annulation, des programmes alimentaires, malgré les taux très élevés de malnutrition, notamment chez les enfants.
Et pour le directeur du syndicat des pêcheurs, Labbo Tahrir, “aucune quantité de nourriture -distribuée par les ONG- ne sera suffisante pour tous +nous+ nourrir”.
“Le seul moyen d’en finir avec cette famine c’est que nous puissions rentrer chez nous, cultiver et reconstruire nos vies” confie-t-il à l’AFP.
Ibrahim Mammadu, ancien agriculteur qui avait des rizières dans les terres fertiles en bordure du lac, travaille désormais dans une grande exploitation agricole de tomates, pour 13 dollars par mois (11,6 euros): une somme insuffisante pour nourrir sa famille.
“Si je pouvais retourner dans ma ferme, en un an, tous mes problèmes seraient finis”, dit le jeune père de famille de 35 ans. “Je ne veux plus être pauvre ni dépendant. L’agriculture, c’est tout ce que je sais faire.”
Sur les bords du Lac Tchad, la terre est si fertile qu’elle pouvait produire un quart du blé nigérian, soit environ 90.000 tonnes par an, jusqu’en 2014 (chiffres officiels). On pêchait aussi 300.000 tonnes de poissons dans le lac. Mais pêche et agriculture ont décliné, notamment car l’armée nigériane soupçonne agriculteurs et pêcheurs de vendre leur production aux insurgés de Boko Haram, ou bien que ces ressources soient utilisées pour financer le groupe jihadiste.
Kamai Nkike, coordinateur pour l’Institut international d’agriculture tropicale (IITA), estime que l’activité n’a pas repris depuis environ trois saisons des pluies consécutives. La prochaine, qui commence tout juste, ne donnera rien non plus.
“Cela est devenu quasiment impossible désormais de retourner aux champs dans le nord du Borno”, explique-t-il.
– “Moitiés de rations” –
Selon les Nations unies, près de 2 millions de personnes sont dans une situation de famine imminente, et 5,2 millions auront besoin d’assistance d’ici le mois d’août. En début d’année, l’organisation internationale avait demandé aux donateurs un milliard de dollars, mais elle n’a reçu pour l’instant qu’un quart de cette somme.
Elizabeth Bryant, du Programme Alimentaire Mondial (PAM) en Afrique de l’Ouest, regrette que ce manque de financements survienne “pendant la saison des pluies, le pire moment”.
La situation est également aggravée par le retour en masse de 12.000 Nigérians, réfugiés au Cameroun.
Le PAM, qui avait prévu de porter une assistance alimentaire à 1,8 million de personnes, a revu son programme à la baisse, avec seulement 1,3 million.
“On vise désormais les groupes les plus vulnérables: les moins de 2 ans, plutôt que les moins de 5 ans”, explique Mme Bryant. “Et on distribue des moitiés de rations.”
Le retour des déplacés chez eux dépendra surtout du niveau de sécurité dans la région. Le gouvernement nigérian et l’armée assurent que le calme est revenu, mais le manque d’accès à de nombreux territoires, ainsi que les attaques contre les villages, viennent régulièrement démentir leurs annonces triomphalistes.
Le 20 mai, les jihadistes ont abattu six agriculteurs qui travaillaient dans leurs champs, à proximité de Maiduguri, la capitale du Borno. Mais la plupart des attaques restent, dans leur grande majorité, inconnues: le manque de communication et d’accessibilité rend leur recensement exhaustif impossible.
Et pour M. Nkike de l’IITA, les efforts pour relancer l’agriculture devraient aujourd’hui se concentrer dans le sud du Borno, plus calme, “en attendant que la paix revienne dans la région du lac Tchad”.
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