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Afrika, Bildung: Pädagogischer Einsatz von Digital- und Kommunikationstechniken in Schulen – Analyse

Le numérique peut-il réinventer l’éducation de base en Afrique?
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Kann die digitale Informationstechnik die Bildung in Afrika neu erfinden? Unsere Schnellübersetzung – LESEN
31. Mai 2017 21.59 BST – https://theconversation.com/uk/education
Erwan Lequentrec (Orange Labs) und Francesc Pedró (Unesco) sind Co-Autoren dieses Artikels.

Wenn die Bemühungen der afrikanischen Länder den Zugang zu Grundbildung auch stark verbessert haben, sorgen die die anfängliche Verzögerung und das sehr hohe Bevölkerungswachstum im subsaharischen Afrika doch dafür, dass noch 29.600.000 Kinder im Grundschulalter und 21,1 Millionen im Alter der Sekundarbildung nicht in die Schule gehen. ZU diesen immer noch erheblichen Schwierigkeiten beim Zugang zur und beim Bleiben in der Schule kommen sehr starke Bedenken hinsichtlich der Fairness und Qualität der Lehre.
Die in der Region im Gang befindliche digitale Revolution führt zu einer Flut von Experimenten, um innerhalb wie außerhalb des Unterrichts die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in die Ausbildung zu integrieren. Eine => Studie von der Agence française de développement (AFD), der Agence universitaire de la Francophonie (AUF), Orange und Unesco erarbeitet ein Update zu diesem Thema.

Die unaufhaltsame digitale Revolution
Zugang zu den Medien ist heute ein fester Bestandteil des Alltags der großen Mehrheit der Afrikaner. Der Rückgang der Preise bei den mobilen Endgeräten und der Kosten für die Kommunikation hat die Penetrationsrate der Mobiltelefonie von 5% im Jahr 2003 auf 73% im Jahr 2014 erhöht.
Der Kontinent hat jetzt 650 Millionen Handy-Besitzer (mehr als die USA und Europa kombiniert) und 3G-Mobilfunknetze sind in sehr starker Expansion. Dank der Seekabel, die Afrika mit optischen Fasern und neuesten Satellitenverbindungen verknüpfen, sinken die Kosten und die ländlichen Gebiete werden bald daran angeschlossen sein.
Wenn der LAN-Zugang mit 11% der angeschlossenen Haushalte auch noch niedrig bleibt, so ermöglicht der Zugriff auf das mobile Internet der Region bereits, die Verspätung aufzuholen; die Smartphone-Penetrationsrate wird im Jahr 2017 voraussichtlich 20% betragen. Diese schnelle Verbreitung der mobilen Internet-Dienste trägt bereits zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Region bei, insbesondere durch gezielte Maßnahmen für finanzielle Eingliederung (mobile banking), im Bereich Gesundheit oder der Produktivität der Bauern.

Mobilfunk bietet große Chancen in der Bildung. Aufgrund seiner breiten Verfügbarkeit in der Bevölkerung und der Funktionen von Mobiltelefonen (Stimmen, SMS) und Smartphones (Text- und Dokumentenreader, mp3, Bild und Video), sind die pädagogischen Einsatzmöglichkeiten sehr wichtig für die Verbesserung des Zugangs zu und der Qualität der Bildungsdienstleistungen.
Die m-Lernen (m-learning) – also Bildungsdienstleistungen über ein verbundenes mobiles Gerät – sind der Haupthebel der Dynamik der IKT, Inhalte bereitzustellen, ob für das Lernen (Lehrerausbildung, auf Lernende zentrierte Pädagogik, Auswertungen) oder für das Fehlen von Daten für die Verwaltung des Bildungssystems.

Neue Technologien für das Lernen
Massenkommunikationstechnologien wurden in den späten 1960er Jahren als ein erster Bildungs ​-Vektor verwendet.
Länder wie die Elfenbeinküste, Niger und Senegal hatten große nationale Programme entwickelt, um den Einsatz von Radio (Schulradios) und Fernsehen (ITV) in der Grundbildung zu fördern, also die Lehrerausbildung zu verbessern oder die Kinder direkt zu unterrichten. Wenn diese Programme auch eine sehr große Anzahl von Individuen zu einem anfangs relativ niedrigen Preis erreicht haben, bleiben die Ergebnisse im Hinblick auf die schulischen Leistungen doch schwer zu beurteilen.

Die digitale Informationstechnik im Dienst der Bildung in Afrika.
Die massive Verbreitung von EDV-Anlagen übernahm dann in den 1990er Jahren den Stab. Zahlreiche nationale und internationale Programme konzentrierten sich auf die Ausstattung von Schulen mit Computerhardware (Computerräume), um Ausbildung in EDV zu ermöglichen und neue Bildungsmedien anzubieten über pädagogische Software und CD-ROMs. Die Anwendungen waren da vor allem auf die Schule konzentriert, aber die Versuche wurden jedoch oft ohne klare Bildungsziele und Rahmenbedingungen seitens der Staaten unternommen.

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Das Aufkommen von Personalcomputern in den 2000er Jahren hat dann dazu beigetragen, die Informatik in der Schule nach und nach zu individualisieren. Beispielsweise sollte das amerikanische Projekt “One Laptop per Child” (OLPC), im Jahr 2005 in mehreren afrikanischen Ländern ins Leben gerufen, Schulen zu geringen Kosten mit Laptops auszustatten. Fast 2 Millionen Lehrer und Schüler sind jetzt weltweit im Programm und mehr als 2,4 Millionen Computer (zu etwa 200 Dollar jeweils, inklusive einer freien Bildungsplattform) wurden ausgegeben.

Die Operation „Ein Laptop pro Kind“ stattet seit 2005 Tausende von afrikanischen Schulkindern aus.
Die Einschätzungen zum Thema zeigen jedoch, dass die Verwendung von festen oder tragbaren Computern im Rahmen des Unterrichts wenig Wirkung auf die schulischen Leistungen der Schüler hat, sich aber positiv auf bestimmte kognitive Fähigkeiten auswirken kann, wenn die Schüler ihre Computer auch abends zu Hause benutzen können.

Inhalt und Zweck
Seit 2010 transformiert die massive Verbreitung mobiler Kommunikationstechnologie sowohl in der Schule wie in der außerschulischen Umgebung die Praktiken mit vereinfachtem Zugang in Bildungsressourcen. Die Ankunft von Smartphones und Tablets mit niedrigen Kosten und geringem Stromverbrauch ermöglicht, die pädagogischen IKT schrittweise aus der Schule zu entfernen.
Von einem auf das Werkzeug zentrierten Ansatz bewegen wir uns zu auf einen Ansatz zum Inhalt und zur Verwendung. Diese mobilen Tools (insbesondere Tablets) bieten große Chancen, insbesondere den Mangel an Lehrbüchern und Büchern zu kompensieren. So hat die Verteilung von E-Readern (wie Kindle) an 600 000 Kinder in neun Ländern in Afrika einen erheblichen Einfluss auf das Lesen und die Leistungen der Kinder unter Beweis gestellt. Das Senden von SMS mit kurzen Lektionen, von MCQ oder Audioaufnahmen zeigten auch erhebliche Auswirkungen auf die Lehrer, wie auch die auf die Bedürfnisse und Kapazitäten der afrikanischen Länder zugeschnittenen MOOC (massive offene Online-Kurse, massive open online courses).

Die Hybridisierung von Bildungsmodellen und -Werkzeugen erweitert heute das Potenzial von IKT im Bildungskontext. Einige als veraltet wahrgenommene Technologien erleben jetzt eine Renaissance, dank der Kombination verschiedener Medien im gleichen Projekt.
So können die Kurse auch auf verschiedenen Medien kombiniert angeboten werden. Preiswert und mit beträchtlichem Publikum, zeigen Schulfunk- und Bildungsfernsehprogramme in Verbindung mit Internet und Mobiltelefonie vielversprechende Ergebnisse. Das => Cross-Media-Lernprogramm der englischen BBC Janala in Bangladesch ist ein besonders symbolträchtiges Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen einer Vielzahl von Akteuren.
Die Vielfalt der Multimedia-Tools vervielfacht die pädogogischen Möglichkeiten mit den Schülern, wie mit Lernenden im Allgemeinen. Allerdings hängt die Integration von IKT nicht so sehr vom technologischen Fortschritt wie von der ​​lern- bzw. lehrorientierten Aneignung dieser Technologien durch die Nutzer.

Wie erklärt sich der Erfolg?
Wenn auch die überwiegende Mehrheit der afrikanischen Länder ein Interesse an IKT ausdrückt, muss doch eine Reihe von Bedingungen erfüllt werden, um einen fairen und effektiven Einsatz dieser Technologien in der Bildungslandschaft zu gewährleisten.
Damit die PädIKT eine echte Chance für die Entwicklung in Afrika darstellen, erscheint es daher notwendig, den technischen und wirtschaftlichen Zwängen gerecht zu werden, auf die Bedürfnisse der Benutzer zu reagieren und Kapazitäten aufzubauen; nachhaltige Finanzierungsmodelle zu finden und eine wirksame und nachhaltige Multi-Akteure-Zusammenarbeit zu erleichtern.

Session digitale Initiation Elfenbeinküste. Issouf Sanogo / AFP
Die PädIKT im Allgemeinen und insbesondere das mobile-Learning bieten Zugang zu Bildungsressourcen zu niedrigen Preisen, einen Mehrwert verglichen mit der traditionellen Lehre und eine ergänzende Lösung für die Lehrerausbildung.
Ein großes Potenzial besteht, die Ausgeschlossenen der Bildungssysteme zu erreichen und die Qualität der übertragenen Kenntnisse und Fähigkeiten zu verbessern. Die dramatischen Kostensenkungen und die Hybridisierung der Bildungsmodelle und -Werkzeuge bieten neue Möglichkeiten.
Wenn die Zeit der Innovation durch Experimente auch nie fertig ist, ist es doch Zeit, an Ort und Stelle die Mechanismen und Strategien einzusetzen, die einer Änderung der Skala ermöglichen, unter anderem durch die Schaffung von Koalitionen von Akteuren. Die PädIKT werden nicht alle Probleme der Bildung in Afrika lösen, aber können sich beteiligen, die aktuellen Paradigma der Kompetenzschaffungssysteme grundlegend zu ändern.

Dieser Text basiert auf der No. 17 der Reihe Savoirs Communs, „IKT im Dienst der Bildung in Afrika“, geschrieben von David Ménascé und Flore Clément.
Ce texte s’appuie sur le n°17 de la publication Savoirs Communs, « Le numérique au service de l’éducation en Afrique », rédigé par David Ménascé et Flore Clément.

EN FRANCAIS Original – LIRE
Le numérique peut-il réinventer l’éducation de base en Afrique ?
May 31, 2017 9.59pm BST – https://theconversation.com/uk/education
Erwan Lequentrec (Orange Labs) et Francesc Pedró (Unesco) sont co-auteurs de cet article.

Si les efforts des pays africains ont permis d’améliorer grandement l’accès à l’éducation de base, le retard initial et la très forte croissance démographique font que l’Afrique subsaharienne compte encore 29,6 millions d’enfants non-scolarisés en âge d’être au primaire et 21,1 millions en âge de l’être au secondaire. À ces difficultés encore importantes d’accès et de rétention se rajoutent les très fortes inquiétudes concernant l’équité et la qualité des enseignements dispensés aux élèves.
La révolution numérique en cours dans la région entraîne un foisonnement d’expérimentations intégrant les technologies de l’information et de la communication en éducation (TICE) dans les classes comme hors des classes. Une => étude pilotée par l’Agence française de développement (AFD), l’Agence universitaire de la francophonie (AUF), Orange et l’Unesco permet de faire le point sur le sujet.

L’irrésistible révolution numérique
L’accès aux moyens de communication fait aujourd’hui partie intégrante du quotidien de la grande majorité des Africains. La baisse du prix des terminaux mobile et du coût des communications a fait passer le taux de pénétration de la téléphonie mobile de 5 % en 2003 à 73 % en 2014.
Le continent africain compte aujourd’hui 650 millions de détenteurs de téléphone portable (soit plus que les États-Unis et l’Europe réunis) et les réseaux mobiles 3G y sont en très forte expansion. Grâce aux câbles sous-marins reliant l’Afrique à la fibre optique et aux plans récents de connexion satellitaire, les coûts sont en baisse et les zones rurales vont bientôt pouvoir être atteintes.
Si avec 11 % des ménages connectés, le taux d’accès à l’Internet câblé reste encore faible, l’accès à l’Internet mobile permet déjà à la région de rattraper son retard ; le taux de pénétration du smartphone devrait y atteindre les 20 % en 2017. Cette rapide diffusion de services Internet sur mobile contribue déjà au développement économique et social de la région, notamment à travers d’activités ciblant l’inclusion financière, la santé ou encore la productivité des agriculteurs.

La téléphonie mobile offre des opportunités importantes dans le domaine éducatif. Étant donné sa large disponibilité dans la population et les fonctions des téléphones mobiles (échange voix, SMS) et des smartphones (lecteur de textes et documents, mp3, image et vidéo), les potentialités d’utilisations éducatives sont très importantes pour améliorer l’accès et la qualité des services éducatifs.
Le m-learning (ou m-éducation) – soit les services éducatifs via un appareil mobile connecté – constitue le principal levier de la dynamique des TICE pour mettre à disposition des contenus que ce soit pour les apprentissages (formation des enseignants, pédagogie centrée sur les apprenants, évaluations) ou encore pallier le manque de données pour la gestion du système éducatif.

Des nouvelles technologies pour apprendre
Les technologies de communication de masse ont été utilisées comme un premier vecteur éducatif dès la fin des années 1960.
Des pays comme la Côte d’Ivoire, le Niger et le Sénégal ont ainsi développé de grands programmes nationaux qui ont utilisé la radio (radios scolaires) puis la télévision (télévision éducative) pour faire la promotion de l’éducation de base, améliorer la formation des maîtres, voire enseigner directement aux enfants. Si ces programmes ont permis de toucher un très grand nombre d’individus pour un coût au départ assez faible, les résultats en termes de performances scolaires restent difficiles à évaluer.

Le numérique au service de l’éducation en Afrique.
La distribution massive de matériel informatique a ensuite pris le relais à partir des années 1990. Beaucoup de programmes nationaux et internationaux se sont alors concentrés sur l’équipement des écoles en matériels informatiques (laboratoires informatiques) pour permettre la formation à l’informatique et offrir de nouveaux supports éducatifs via des logiciels et des CD-ROM éducatifs. Les usages étaient alors principalement centrés sur l’école, mais les expérimentations ont toutefois été souvent lancées sans objectifs pédagogiques clairs et cadre d’action fixé par l’État.
L’apparition des ordinateurs individuels dans les années 2000 a permis d’individualiser progressivement l’informatique scolaire. Ainsi, le projet américain « One laptop per child » (OLPC), lancé dans plusieurs pays africains en 2005, visait à équiper à bas coût les écoles en ordinateurs portables. Près de 2 millions d’éducateurs et d’élèves sont aujourd’hui impliqués dans ce programme à travers le monde et plus de 2,4 millions d’ordinateurs (au prix d’environ 200 dollars l’unité incluant une plateforme pédagogique libre) ont été délivrés.

L’opération « One laptop per child » équipe depuis 2005 des milliers d’écoliers africains. One laptop per child/Flickr
Les évaluations sur le sujet montrent toutefois que l’usage des ordinateurs fixes ou portables dans le cadre de la classe n’a que peu d’effets sur les performances académiques de l’élève, mais peut impacter positivement certaines capacités cognitives si les élèves peuvent utiliser leurs ordinateurs à la maison le soir.
Des contenus et des usages
Depuis 2010, la diffusion à grande échelle de technologie mobile de communication transforme les pratiques avec un accès facilité à des ressources éducatives tant à l’école que dans l’environnement extrascolaire. L’arrivée des smartphones et tablettes à bas coûts et à faible consommation d’énergie permet de faire progressivement sortir les TICE du cadre scolaire.
D’une approche centrée sur l’outil, on passe à une approche sur le contenu et sur l’usage. Ces outils nomades (tablettes en particulier) offrent notamment des opportunités importantes pour faire face à la pénurie de manuels scolaires et de livres. Ainsi la distribution de liseuses (de type Kindle) à 600 000 enfants dans neuf pays d’Afrique a démontré un impact important sur la lecture et sur les résultats des enfants aux tests éducatifs. L’envoi de SMS contenant de courtes leçons, des QCM ou des enregistrements audio ont également montré des effets importants sur les enseignants de même que les MOOC (les massive open online courses) adaptés aux besoins et capacités des pays africains.

L’hybridation des modèles pédagogiques et des outils élargit aujourd’hui les potentialités des TICE dans le cadre éducatif. Certaines technologies, perçues comme désuètes connaissent aujourd’hui un certain renouveau, grâce à la combinaison de différents médias au service d’un même projet.
Des cours peuvent ainsi être offerts sur différents médias combinés. Peu cher et avec des audiences considérables, les radios éducatives et les émissions de télévision éducatives associées à Internet et à la téléphonie mobile donnent des résultats prometteurs. Le => programme cross media d’apprentissage de l’anglais BBC Janala, au Bangladesh, constitue notamment un exemple emblématique de coopérations entre des acteurs très divers.
La diversité des outils multimédia multiplie les possibilités pédagogiques avec les élèves comme avec les apprenants en général. Pour autant, l’intégration des TICE ne dépend pas tant des avancées technologiques que de l’appropriation pédagogique de ces technologies par les usagers.

À quoi tient la réussite ?
Si la grande majorité des pays africains exprime un intérêt pour les TICE, un ensemble de conditions doivent être réunies pour garantir un déploiement efficace et équitable de ces technologies dans le paysage éducatif.
Pour que les TICE puissent être un véritable levier de développement en Afrique, il apparaît ainsi nécessaire de répondre aux contraintes technico-économiques, de répondre aux besoins des utilisateurs et de renforcer leurs capacités ; de trouver des modèles de financement soutenables et de faciliter une collaboration multi-acteurs efficace et pérenne.

Session d’initiation au numérique en Côte d’Ivoire. Issouf Sanogo/AFP
Les TICE en général et le mobile-learning en particulier offrent un accès à des ressources pédagogiques à bas prix, une plus-value par rapport à l’enseignement traditionnel et une solution complémentaire à la formation des maîtres.
Un potentiel immense existe pour toucher les exclus des systèmes éducatifs et améliorer la qualité des savoirs et compétences transmis. La baisse spectaculaire des coûts et l’hybridation des modèles pédagogiques et des outils offrent de nouvelles possibilités.
Si le temps de l’innovation par les expérimentations n’est jamais terminé, il est temps de mettre en place les mécanismes et stratégies qui permettent un changement d’échelle, notamment grâce à la création de coalitions d’acteurs. Les TICE ne régleront pas tous les problèmes de l’éducation en Afrique mais peuvent participer à modifier en profondeur le paradigme actuel des systèmes d’acquisition des compétences.

Ce texte s’appuie sur le n°17 de la publication Savoirs Communs, « Le numérique au service de l’éducation en Afrique », rédigé par David Ménascé et Flore Clément.

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50 Jahre Lagos, Megalopolis und Moloch in Nigeria

Nigeria: 50 ans Lagos, mégalopole et moloch
ALL PHOTOS afp.com by MARCO LONGARI: 50 years Lagos

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Deutscher Text: Von mir verbesserte Google-Übersetzung

1. Nigeria: Lagos, 20 Millionen Einwohner und 50 Jahre urbanes Chaos LESEN
05.26.2017 um 15:00 Uhr – Von Sophie BOUILLON – AFP
Nur wenn die dicke Schicht von Feuchtigkeit und Verschmutzung sich auflöst, zeigt Lagos seine Unermesslichkeit: aus der Luft gesehen, erstreckt sich die Megalopolis von rund 20 Millionen Einwohnern bis ins Unendliche. Nichts, nicht einmal der Atlantischen Ozean, kann ihr exponentielles Wachstum stoppen.
Am 27. Mai 1967 , gerade mal 50 Jahre her, wurde Nigeria zum Bundesstaat und schaffte den Lagos State. Zu dieser Zeit ist die „Stadt der Seen“, eine ruhige Landes-Hauptstadt am Rande einer großen, grünen Lagune, die Heimat einer kleinen Million Menschen.
Aber bald explodiert das Bevölkerungswachstum in Nigeria, und aus dem ganzen Land kommt man hierher, um in der westafrikanischen wirtschaftlichen Hauptstadt, einer Megalopolis des ‘alles ist möglich’, sein Glück zu versuchen.
Fünfzig Jahre später variieren Schätzungen zwischen 17 und 22 Millionen. Die zehntgrößte Stadt der Welt zählt nicht mal mehr die Kinder mit.
Wie Heim, Nahrung, Transporte, Wasser und Strom anbieten für die im Durchschnitt seit 50 Jahren 900 neuen Einwohnern pro Tag?
„Jedes Jahr ist es das Äquivalent von zweimal der Metropole Toulouse, die nach Lagos kommen“, sagte Guillaume Josse, ein Geograph für die Groupe Huit, einem in der Entwicklung von Städten spezialisierten Marktforschungsunternehmen.
– das Unmögliche anpacken –
„Alle afrikanischen Städte stehen vor den gleichen Problemen. Gewaltige Urbanisierung, Landnutzung, Umweltverschmutzung … Aber Lagos ist eine Karikatur davon. Die Herausforderungen sind so groß, dass sie unüberwindbar erscheinen“, fährt er fort.
Ayo Assaf hat trotzdem beschlossen, das Unmögliche zu bewältigen. Seit fast sieben Jahren durchstreift der nigerianische Planer, der seine Zähne in New York geschärft hat, auf Antrag der lokalen Regierung die Straßen von Lagos Island, wo die Dichte 12.000 Menschen pro km2 ist, in einem Versuch, das historische Herz von Lagos neu zu denken.
In Jeans und weißem T-Shirt, lässig, beginnt er den Weg durch die überfüllten Straßen des alten Geschäftsviertels, das sich in einen riesigen Markt verwandelt hat.
Nicht ein Quadratzentimeter ist leer. Eine Schmuckverkäuferin benutzt die Gitter der Moschee als Aushang für ihre Halsketten, eine ehemalige Bibliothek wurde in einen Brautkleid-Shop umgewandelt, Gehwege wurden von Kopiergeräten erstürmt, von Mechanikern, oder mit mobilen Küchen ausgestattet, von wo man nigerianisches Essen zum Mitnehmen verkauft.
„Es gibt eine solche Energie, einen Handel, der Millionen von Naira zieht, das kann man nicht einfach abrasieren, aber wir müssen hier aus Gründen der Sicherheit und Hygiene viel verbessern“, sagt der Planer.
„Man muss den informellen Handel formalisieren, deren Arbeitsbedingungen verbessern, Wohnungen für die Ober-, die mittlere und die arme Schicht bauen, um die soziale Vielfalt zu fördern.“
„Dort stelle ich mir eine große Straße mit kleinen Läden vor, unsere Champs Elysées!“, spaßt er. „Und hierhin möchte ich eine große Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs machen.“

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Es gibt keinen Busbahnhof auf Lagos-Insel: Hunderte von Danfos, den berühmten gelben Kleinbusssen, verstopfen stundenlang die Straßen und entladen ihre Passagiere in einem stetigen Strom in der Mitte der Straße.
M. Assaf hat seinen Bericht an den Gouverneur Babatunde Fashola gesandt, der ihn in Auftrag gegeben hatte, aber nach den Kommunalwahlen im Jahr 2015 hat die Verwaltung sich geändert und wenige seiner Ideen wurden umgesetzt.
– Unglaubliche Belastbarkeit –
Die politischen Eifersüchteleien zwischen den aufeinanderfolgenden Regierungen, aber auch zwischen der Bundesregierung – die heute in Abuja sitzt – und der wirtschaftlichen Hauptstadt Lagos selber verlangsamen oder vernichten die Ambitionen.
Aber die Lagosians zeigen Einfallsreichtum, um die Nachteile eines oft abwesenden Staates, darunter zwei Jahrzehnte der Militärdiktatur (1975-1999), zu überwinden.
Kein Bauland mehr? Die reichsten Leute bauen Deiche, trocknen Sümpfe aus oder versanden den Ozean, um das „Dubai von Afrika“ zu bauen. Die Ärmsten bauen sich Parzellen auf der Lagune, mit mit Sand gemischten Tonnen von Müll.
Das Viertel Ilaje-bariga wurde so gebaut, während der letzten fünfzig Jahre. Die Straßen sind zufällig gezogen, im Takt der Neuankömmlinge, und es gibt kein Entwässerungssystem für die Abwässer.
Heute ist der Quadratmeter überall in Lagos Gold wert, und Zehntausende von Ilaje-bariga Einwohnern erhielten ihren Räumungsbefehl: sie haben 8 Tage, um zu gehen, im Auftrag der lokalen Regierung.
Die Polizei ist bereits gekommen, um die Boote der Fischer und der „Sandsammler“, die wichtigste wirtschaftliche Aktivität des Viertels, zu zerstören, und das erschwert die schon sehr hohe Arbeitslosigkeit und Kriminalität. Eine Möglichkeit, natürlich, um sie zum Verschwinden zu bringen.
„Aber wo wollen sie, dass wir hingehen?“, fragt der Einwohner Oladipupo Aiveomiye, während eine Frau schreit und ein alter Mann Stücke Schrott zwischen den Trümmern sucht.
Guillaume Josse, der speziell diese Nachbarschaft untersucht hat, war von den „basic“ Wünschen dieser Lagosians überrascht, die „sich kaum beschweren.“
„Was sie wollten, war einfach, nicht mehr mit den Füßen im Wasser zu stehen,“ erinnert sich der Geograph. „Aber wenn sie eines Tages ihre Fähigkeit zu unglaublicher Elastizität verlieren, wird es eine reale Gefahr von Unruhen geben.“
2017 AFP

2. Sie machen Lagos: wie stellen sie sich die Megalopolis in 50 Jahren vor? 7 Promis träumen – LESEN
18.00 Uhr 26/05/2017 – Von Sophie BOUILLON – AFP
Mit rund 20 Millionen Menschen ist Lagos die größte Stadt in Afrika. Die Metropole, die so viele Faszinationen wie Ängste inspiriert, feiert heute ihren 50. Geburtstag. Wie stellen die Bewohner sie sich in den nächsten 50 Jahren vor?
– Leye Adenle –
Leye Adenle wurde in Nigeria im Jahr 1975 geboren. Sein erster Roman, Lady Lagos, ist ein Thriller, dessen Handlung zwischen den anrüchigen Vororten von Lagos und dem maßlosen Highlife auf den Inseln angesiedelt ist:
„In 2067 nimmt der Planeten wegen der globalen Erwärmung von allen Seiten Wasser. Aber die riesige Küstenstadt Lagos hat eine geniale Lösung entwickelt.
Auf den abgeschnittenen Inseln in der Lagune schwimmen rohrförmig gebaute Boulevards mit einem 360-Grad-Blick auf dem Meer und trotzen Regeln der Schwerkraft. Im Inneren fahren alle Reichen dieser Welt herum: Filmstars, Rapper, Fußballer, Musiker, Blogger …
Während der Hochwasser, wenn die Inseln in den Atlantik gleiten und von den türkisblauen Wellen angesaugt werden, wirbeln die Straßen in ihren glänzenden Glaswänden umher und Touristen aus der ganzen Welt strömen nach Lagos.
Lagos, „die Stadt, um die uns selbst die Götter beneiden“, ist die Welthauptstadt der Innovation, der Banken, der Kunst und des Tourismus. Aber bald wird der reichste Staat des Kontinents sich um ein Referendum über seine Autonomie zerreißen: wird er bei Nigeria bleiben, oder wird er die jüngste und reichste Nation der Welt? Dies wird der LAGXIT sein. ”
– Aliko Dangote –
De laut Spitznamen ‚reichste Mann von Afrika’ ist aus dem Norden, aber lebt in Lagos:
„In 50 Jahren, so stelle ich mir vor, wird Lagos seine Position als Industriezentrum Afrikas konsolidiert haben, dank der Freihandelszone Lekki Free Trade – die Dangote-Gruppe führt ein Raffinerie-Projekt von 9 Mrd Dollar am Stadtrand von Lagos an, das die Stadt und das Land von den ernste Energiekrisen und ihren unaufhörlichen Stromausfälle wie in 2018 entlasten soll.
Verbesserter Zugang zu Energie, eine einzigartige geographische Lage, internationale Häfen, Flughäfen und Respekt für die Umwelt, das alles wird der Stadt in ihrer wirtschaftlichen Dynamik helfen.
Lagos enthüllt sein Wachstumspotenzial. Der Staat hat eine stetige wirtschaftliche Entwicklung bewiesen, auch während der Rezessionen. Investitionen in Energie und Infrastruktur werden die Stadt boomen lassen. ”
– Françoise Aramid Akinosho –
Nach dem Studium von Architektur in Paris und New York ließ die Franco-Nigerianerin sich im Land ihrer Eltern nieder. Sie „erschafft, entwickelt und stellt sich Räume vor“ in einer Stadt, die nicht viele mehr viele davon hat:
Lagos „ist ein bisschen wie New York, aber schlimmer und in tropischer Version.
Wir werden auch weiterhin die alltäglichen Schmerzen erleiden, wie die unaufhörlichen Staus. Aber die Leute werden sich private Inseln bauen, noch schönere, noch teurere. Alles wird kostenpflichtig werden, auch auf einem Gehweg zu Fuß laufen.
Es wird ausgewiesene Bereiche von und für einige reiche Leute geben, die vor der Rückkehr ins Chaos ihre hygienisierte Blase genießen. ”
– Bruce Onobrakpeya –
Mit 84 ist Bruce Onobrakpeya einer der berühmtesten nigerianischen Künstler. In seinem neuesten Werk, ein Triptychon aus behauenem Stein, wird Lagos wie eine Spielerin einer Zauberflöte dargestellt, wo alle Einwohner von Nigeria hinströmen, um in ihrem Schoß zu leben:
„Als ich in Lagos im Jahr 1962 ankam, existierte die Stadt noch nicht. Es waren viele kleine Städte, die im Laufe der Zeit zusammengewachsen sind. Alles war sehr grün und überall war Wasser. Den Paare promenierten entlang der Strände. Jetzt ist davon nichts mehr übrig.

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Ich denke, in 50 Jahren wird Lagos eine Riesenstadt sein, die Badagry (im Westen) geschluckt hat, Epe (im Osten), und sich bis nach Ibadan (große Stadt von etwa 4 Millionen Einwohnern 130 km entfernt von Lagos) erstreckt. Lagos wird auch in der Höhe wachsen mit Wolkenkratzern. Wir werden immer noch die Probleme in Transport, Wasser und Bevölkerungskontrolle haben.
Ich denke, dass die Kunst in 50 Jahren eine große Rolle in der Stadt spielen wird. ”
– Ono Bello –
Mit seinen 159.700 „followers“ auf Instagram und seinem Online-Magazin onobello.com diktiert dieses Ex-Model und Ex-Journalist in Nigeria die Mode.
„In 50 Jahren wird die Modewoche Lagos der unumstößliche Treffpunkt der afrikanischen Mode sein.
In 2067 wird, glaube ich, die Mode zu den Jahren 1950 bis 1960 , zur Postkolonialzeit zurückkommen, mit traditionellen Stoffen. Das kommt schon viel zurück, aber in 50 Jahren, Gucci, Armani, wird es all das nicht mehr geben. Alles wird nigerianisch, alles afrikanisch sein. ”
– Femi Kuti –
Der Sohn des Königs des Afrobeat Fela Kuti produziert sich jeden Sonntag Abend im Shrine, dem legendären Konzertsaal in Lagos. Zwanzig Jahre nach dem Tod des revolutionärsten Künstlers aus Nigeria prangert Sohn Femi die gleiche Geißelan , die das Land plagt: Korruption.
„Lagos ist alles für mich. Aber ehrlich gesagt, es mir in 50 Jahren vorstellen, das macht mir Sorgen. (…) es gibt zu viel Unsicherheit, die Bevölkerung ist viel zu groß.
Jeden Tag um 15 Uhr sehe ich Wolken von Kindern aus der Schule strömen und ich sage mir: Wie schaffen wir Arbeitsplätze für all diese Kinder? Kriminalität, Armut und Verkehr werden zunehmen.
Wir brauchen eine Politik, die etwas völlig anderes zu tun wagt, sonst werden wir große, große Probleme haben. Diese Stadt ist dabei zu explodieren. Aber ich hoffe wirklich, falsch zu liegen.
– Kemi Adetiba –
Diese ehemalige Radiomoderatorin, eine 37-jährige Lagosienne, ging dann in die Filmregie und drehte lange Zeit über Musikvideos. Im Jahr 2016 kommt die Widmung: ihr erster Film, „The Wedding Party“, bricht alle Rekorde an den Kinokassen von Nigeria. Sie wurde zu einer Ikone von Nollywood, der lokalen Filmindustrie.
Lagos „ ist das New York von Nigeria. Manchmal kann ich nicht umhin, mir vorstellen, wie Lagos in der Zukunft aussehen wird. Was wird es sein, dort zu leben? Wonach wird diese Stadt riechen? Wird sie immer noch die gleichen hartnäckigen Geister und die Bis-Zum-Ende-Geher beherbergen? Wird Lagos noch eine Mischung aus Farben und Kulturen sein, die alle in einer einzigen Stimme aufsteigen?
Egal, was passiert. Egal, was es werden wird. Ich bete, dass Lagos noch ein Land der Hoffnungen und Träume sein wird. Ein Land mit Menschen mit einem unzerbrechlichen Geist. Eine Stadt, in der jeder weiß, dass „wenn man hier überleben kann … dann kann man überall überleben.“
© 2017 AFP
(Anm.: Anspielung auf Sinatra’s Lied „New York, New York“)

3. PHOTOS WATCH
Eko Atlantic City

Volksviertel – quartier populaire

Ein Motorrad-Taxifahrer erhält den Preis für seine Tour
Un chauffeur de moto-taxi reçoit le prix de sa course, le 23 mai 2017

Verkäufer auf dem Markt von Balogun in Lagos
Des vendeurs au marché de Balogun, le 23 mai 2017


Panoramen

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1. Nigeria: Lagos, 20 millions d’habitants et 50 ans de chaos urbain LIRE
26.05.2017 à 15:00 – Par Sophie BOUILLON – AFP
© Ce n’est que lorsque l’épaisse couche d’humidité et de pollution se dissipe que Lagos dévoile son immensité: depuis les airs, la mégalopole de quelque 20 millions d’habitants s’étale à l’infini. Rien, pas même l’océan Atlantique, ne peut arrêter sa croissance exponentielle.
Le 27 mai 1967, il y a tout juste 50 ans, le Nigeria devient un état fédéral et crée l’Etat de Lagos. A cette époque, la “ville des lacs” est une capitale tranquille, au bord d’une grande lagune verdoyante, où vivent un petit million d’habitants.
Mais rapidement, la croissance démographique du Nigeria explose, et l’on accourt de tout le pays pour venir tenter sa chance dans la capitale économique d’Afrique de l’ouest, mégalopole de tous les possibles.
Cinquante ans plus tard, les estimations diffèrent entre 17 et 22 millions d’habitants. La dixième plus grande ville du monde ne compte même plus ses enfants.
Comment loger, nourrir, transporter, apporter l’eau courante et l’électricité à 900 nouveaux habitants par jour, en moyenne, depuis 50 ans ?
“Chaque année, c’est l’équivalent de deux fois la métropole de Toulouse qui arrive à Lagos”, explique Guillaume Josse, géographe pour le Groupe Huit, cabinet de recherche spécialisé sur les villes en développement.
– S’attaquer à l’impossible –
“Toutes les villes africaines sont confrontées aux mêmes problèmes: urbanisation violente, gestion du foncier, pollution,… Mais Lagos est une caricature. Ses défis sont tellement immenses qu’ils paraissent insurmontables”, poursuit-il.
Ayo Assaf a pourtant décidé de s’attaquer à l’impossible. Pendant près de 7 ans, à la demande du gouvernement local, l’urbaniste nigérian qui a fait ses armes à New York, a arpenté les rues de Lagos Island, où la densité atteint 12.000 habitants au km2, pour tenter de repenser le coeur historique de Lagos.
En jean et chemise blanche, décontracté, il ouvre la marche dans les ruelles bondées de cet ancien quartier d’affaires reconverti en un marché géant.
Pas un seul centimètre carré n’est laissé au vide. Une vendeuse de bijoux utilise les grilles de la mosquée comme présentoir pour ses colliers, une ancienne bibliothèque a été transformée en magasin de robe de mariée, les trottoirs sont pris d’assaut par des photocopieuses, des mécaniciens, ou aménagés en cuisine où l’on vend des plats nigérians à emporter.
“Il y a une telle énergie, un commerce qui draine des millions de nairas, on ne peut pas tout raser, mais il faut l’améliorer pour des raisons de sécurité et d’hygiène”, explique l’urbaniste.
“Il faut formaliser le commerce informel, améliorer leur condition de travail, construire des logements pour la classe supérieure, moyenne et pauvre pour favoriser la mixité sociale.”
“Là, j’imagine une immense rue avec des petits commerces, ce sera nos Champs Elysées!”, s’amuse-t-il. “Et là, je veux faire un grand hub de transports publics”.
Il n’y a aucune gare routière sur Lagos Island: des centaines de danfos, les célèbres minibus jaunes, embouteillent les rues des heures durant et déversent leurs passagers au milieu de la voie dans un flot continu.
M. Assaf a rendu son rapport au gouverneur Babatunde Fashola qui lui avait commandé, mais en 2015, après les élections locales, l’administration a changé et peu de ses idées ont été mises en place.
– Incroyable résilience –
Les jalousies politiques entre les gouvernements successifs, mais aussi entre le pouvoir fédéral – désormais basé à Abuja – et la capitale économique ralentissent ou annihilent les ambitions.
Mais les Lagosiens font preuve d’une ingéniosité à toute épreuve pour palier les défaillances d’un Etat souvent absent, notamment pendant deux décennies de dictatures militaires (1975-1999).
Plus de terrains constructibles ? Les plus riches construisent des digues, assèchent les marécages ou ensablent l’océan pour construire le “Dubaï de l’Afrique”. Les plus pauvres se construisent des parcelles de terre sur la lagune avec des tonnes de déchets mélangés à du sable.
Le quartier d’Ilaje-Bariga a été construit ainsi, pendant les cinquante dernières années. Les rues se sont dessinées au hasard, au fil des nouveaux arrivants, il n’y a aucun système d’évacuation des eaux usées.
Aujourd’hui, partout dans Lagos, le mètre carré vaut de l’or, et les dizaines de milliers d’habitants de d’Ilaje-Bariga ont reçu leur avis d’expulsion: ils ont huit jours pour quitter les lieux, sur ordre du gouvernement local.
La police est déjà venue pour détruire les bateaux des pêcheurs et des “ramasseurs de sable”, l’activité économique principale du quartier, aggravant de fait un chômage et une criminalité déjà très importants. Une manière, sans doute, de les pousser à partir.
“Mais où est-ce qu’ils veulent qu’on aille?”, s’interroge Oladipupo Aiveomiye, un résident, pendant qu’une femme hurle en soulevant les planches de bateaux détruits et qu’un vieillard tente de récupérer des morceaux de ferrailles au milieu des décombres.
Guillaume Josse, qui a étudié spécifiquement ce quartier, s’est étonné des demandes “basiques” des Lagosiens, qui “se plaignent finalement peu.”
“Ce qu’ils voulaient, c’était juste ne plus avoir les pieds dans l’eau”, se souvient le géographe. “Mais le jour où ils perdront leur capacité de résilience incroyable, il y aura un vrai risque d’émeutes.”
© 2017 AFP
2. Ils font Lagos: comment imaginent-ils la mégapole dans 50 ans? LIRE
26.05.2017 à 18:00 – Par Sophie BOUILLON – AFP
Avec ses quelque 20 millions d’habitants, Lagos est la plus grande ville du continent africain. La mégalopole, qui inspire autant de fascinations que de craintes, fête aujourd’hui ses 50 ans. Comment ses habitants l’imaginent dans les 50 prochaines années?
– Leye Adenle –
Leye Adenle est né au Nigeria en 1975. Son premier roman, Lagos Lady, est un polar dont le coeur de l’intrigue se situe entre les faubourgs malfamés de Lagos et la highlife démesurée des îles:
“En 2067, la planète prend l’eau de toutes parts à cause du réchauffement climatique. Mais Lagos, ville côtière géante, a développé une solution ingénieuse.
Sur les îles découpées dans l’entrelacs de la lagune, les boulevards construits en tubes avec une vue à 360 degrés sur l’océan, flottent et défient les règles de la gravité. A l’intérieur, circulent tous les plus riches de ce monde: stars du cinéma, rappeurs, footballeurs, musiciens, blogueurs…
Lors des grandes marées, lorsque les îles glissent sur l’Océan Atlantique et se font aspirer par les vagues bleues turquoises, faisant tournoyer les routes dans leurs murs de verre étincelants, les touristes du monde entier accourent vers Lagos.
Lagos, “la ville que même les dieux nous envient”, est devenue la capitale mondiale de l’innovation, des banques, de l’art et du tourisme. Mais, bientôt, l’Etat le plus riche du continent, se déchirera autour d’un referendum pour décider de son autonomie: devra-t-elle rester avec le Nigeria, ou devenir la plus jeune et la plus riche nation du monde? Ce sera le LAGXIT.”
– Aliko Dangote –
Surnommé ‘L’homme le plus riche d’Afrique’, il est originaire du Nord, mais vit à Lagos:
“Dans 50 ans, j’imagine Lagos ayant consolidé sa position de hub industriel de l’Afrique, grâce à la zone de Libre-Echange de Lekki – le groupe Dangote est à la tête d’un projet de raffinerie de 9 milliards de dollars à la périphérie de Lagos, qui devrait soulager la ville et le pays de sa grave crise énergétique et de ses incessantes coupures d’électricité d’ici 2018-.
Un meilleur accès à l’énergie, une position géographique exceptionnelle, des ports internationaux, des aéroports, et le respect de l’environnement auront aidé la ville dans son dynamisme économique.
Lagos a dévoilé son potentiel de croissance. L’Etat a démontré un développement économique constant, même pendant les récessions. Investir dans l’énergie et les infrastructures va booster la ville.”
– Françoise Aramide Akinosho –
Après avoir étudié l’architecture à Paris et à New York, la Franco-nigériane s’est installée dans le pays de ses parents. Elle “crée, développe et imagine” les espaces dans une ville qui n’en compte plus beaucoup:
Lagos “c’est un peu comme New York mais en pire et en version tropicale.
On va continuer à subir des douleurs au quotidien, comme les embouteillages incessants. Mais les gens vont se construire des îlots privatifs, encore plus beaux, encore plus chers. Tout sera payant, même marcher sur un trottoir.
Il y aura des zones dessinées pour et par quelques êtres humains riches, qui pourront profiter de leur bulle assainie avant de retourner dans le chaos.”
– Bruce Onobrakpeya –
A 84 ans, Bruce Onobrakpeya est l’un des plus célèbres artistes nigérians. Dans sa dernière oeuvre, un tryptique en pierre sculptée, Lagos est représentée comme une joueuse de flûte magique, où tous les habitants du Nigeria accourent pour vivre dans son giron:
“Quand je suis arrivé à Lagos en 1962, la ville n’existait pas encore. C’était plein de petites villes, qui se sont rejointes au fil du temps. Tout était très vert et il y avait de l’eau partout. Les couples se balladaient le long des plages. Maintenant il n’y a plus rien de tout ça.
Je pense que dans 50 ans, Lagos sera une cité géante qui aura avalé Badagry (à l’ouest), Epe (est), et qui s’étendra jusqu’à Ibadan (grande ville d’environ 4 millions d’habitant à 130 km de Lagos). Lagos grossira aussi en hauteur avec des gratte-ciel. Nous aurons toujours des problèmes de transports, d’eau et de contrôle des populations.
Je pense que dans 50 ans, l’art jouera un grand rôle dans la ville.”
– Ono Bello –
Avec ses 159.700 “followers” sur Instagram et son magazine en ligne onobello.com, l’ancienne mannequin et ex-journaliste, dicte la mode au Nigeria:
“Dans 50 ans, la Lagos fashion week sera le rendez-vous incontournable de la mode en Afrique.
En 2067, je pense que la mode reviendra aux années 1950-1960, à l’époque post-coloniale, avec des tissus traditionnels. Ca revient déjà beaucoup, mais dans 50 ans, Gucci, Armani, tout ça, ça n’existera plus. Tout sera nigérian, tout sera africain.”
– Femi Kuti –
Le fils du roi de l’afrobeat Fela Kuti se produit chaque dimanche soir au Shrine, la salle de concert mythique de Lagos. Vingt ans après la mort de l’artiste le plus révolutionnaire du Nigeria, Femi dénonce le même fléau qui gangrène le pays: la corruption
“Lagos, c’est tout pour moi. Mais franchement, l’imaginer dans 50 ans, ça m’inquiète (…). il y a trop d’incertitudes ici, la population est beaucoup trop nombreuse.
Tous les jours, à 15 heures, je vois des nuées d’enfants sortir de l’école et je me dis: comment allons-nous créer des emplois pour tous ces enfants? La criminalité, la pauvreté et la circulation vont augmenter.
Il faut que les politiques fassent quelque chose de drastiquement différent, sinon nous aurons de gros, gros problèmes. Cette ville est sur le point d’exploser. Mais, j’espère vraiment avoir tort.”
– Kemi Adetiba –
Ancienne animatrice radio, cette Lagosienne de 37 ans reconvertie dans la réalisation a longtemps tourné des clips musicaux. En 2016, c’est la consécration: son premier film, “The Wedding Party”, bat tous les records du box office nigérian. Elle devient une icône de Nollywood – l’industrie cinématographique locale.
Lagos est “le New York du Nigeria. Parfois, je ne peux m’empêcher d’imaginer à quoi ressemblera Lagos dans le futur. Qu’est-ce que ça fera d’y vivre? Quelles odeurs aura cette ville? Est-ce qu’elle abritera toujours les mêmes esprits tenaces et jusqu’au-boutistes? Sera-t-elle encore un mélange de couleurs et de cultures, toutes s’élevant d’une seule et même voix?
Peu importe ce qu’il adviendra. Peu importe ce qu’elle deviendra. Je prie pour que Lagos soit toujours une terre d’espoir et de rêves. Une terre avec des gens à l’esprit incassable. Une ville où tout le monde sait que “si tu peux survivre ici… tu peux survivre n’importe où ailleurs.”
© 2017 AFP

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Tunesien: Historische Kontroverse um Helden Bourguiba

Tunisie: héro Bourguiba controversé

Tunesien: Bourguiba entfesselt immer noch die Leidenschaften
2017.09.04 13:00 – Von Ines Bel Aiba und Guillaume KLEIN – AFP
Vater der Unabhängigkeit und des modernen tunesischen Staates, „Befreier der Frauen“, aber auch ein Autokrat, der sich selbst zum lebenslangen Präsidenten ausgerufen hatte: 17 Jahre nach seinem Tod entfesselt Habib Bourguiba immer noch die Leidenschaften in Tunesien…..
AUF DEUTSCH (VON MIR ETWAS VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITERLESEN UNTER DEM FOTO UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Tunisie: Bourguiba déchaîne toujours les passions
09.04.2017 à 13:00 – Par Ines BEL AÏBA et Guillaume KLEIN – AFP
Père de l’indépendance et de l’Etat tunisien moderne, “libérateur de la femme” mais aussi autocrate qui s’était proclamé président à vie: 17 ans après sa mort, Habib Bourguiba déchaîne toujours les passions en Tunisie. C’est après des témoignages de victimes de son régime, fin mars, dans le cadre des auditions publiques de l’Instance vérité et dignité (IVD), que le débat sur son héritage a été relancé.

Habib Bourguiba (M) am 1. Juni 1955 in Tunis, nach seiner Rückkehr aus dem Exil in Frankreich – PHOTO afp.com –
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Studien in Afrika: Humanitärhilfe bar auszahlen ist effizient!

Africa: aid in cash is efficient!
ALL PHOTOS by BBC – ON TOP: Was passiert, wenn die Hilfe in bar gegeben wird? Wie würden Sie 1.000 Dollar ausgeben?
What happens when aid is given in cash? How would you spend $1,000?

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DEUTSCH Unsere Schnellübersetzung – LESEN
Was passiert, wenn Beihilfen als direkte Geldtransfers gegeben werden?
1 märz 2017, Von Alastair Leithead BBC Nachrichten, Afrika Korrespondent http://www.bbc.com/news/world/africa
Was ist der beste Weg, um sicherzustellen, dass Hilfsmittel effektiv und effizient genutzt werden? In Kenia experimentieren Wohltätigkeitsorganisationen mit direkten Bargeldtransfers, so dass einzelne Empfänger das Geld für alles ausgeben können, wofür sie wollen.
Tausende von Gruppen geben jedes Jahr Milliarden von Dollar aus, um Dutzenden von Millionen von Menschen zu helfen.
Ob es sich um eine Antwort auf eine humanitäre Krise handelt oder ob man versucht, Gemeinden aus der Armut zu heben: Hilfen sind ein kräftiges Stück der Budgets von Regierungen, UN-Agenturen und internationalen Organisationen.
Sie nimmt viele verschiedene Formen an: Getreidesäcke für hungrige Menschen, Zelte für Obdachlose oder Vertriebene, und zunehmend ist es Bargeld – elektronisch an ein Telefon oder eine Kreditkarte überwiesen.
Einiges Bargeld kommt mit Bedingungen – so dass der Empfänger nur bestimmte Dinge kaufen kann, aber es gibt einen Anstieg von Unterstützungen mit bedingungslosen direkten Bargeldtransfers, weil die Forschung zeigte, dass das unglaublich effektiv sein kann.

Joseph Ombimbo Nyakwaka und seine Frau Beatrice nutzten ihre Geldüberweisung, um Samen zu kaufen und ihr Zuhause zu verbessern.
“Bargeldtransfers sind eines der sozialen Programme, die am intensivsten studiert wurden und wir wissen, dass sie sehr effektiv sein können”, sagte Francesca Bastagli vom Overseas Development Institute, das einen ausführlichen Bericht über das Thema veröffentlichte.
“Bargeldtransfers erhöhen das Einkommen der Menschen, den Konsum der Menschen, insbesondere den Nahrungsmittelkonsum, aber auch die Ernährungsdiversität.

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“Wir finden starke Beweise, die Bargeldtransfers an steigende Schulbesuche, Gesundheitspflege, Haushaltseinsparungen und steigende Investitionen in produktive Vermögenswerte knüpfen.”
In Kisumu, West-Kenia, hat eine Wohltätigkeitsorganisation namens GiveDirectly mehr als fünf Jahre lang große Summen direkt verteilt.
Mit der strapline “Wir zielen darauf ab, das internationale Geben neu zu gestalten” (“We aim to reshape international giving”), wurde es von einer Gruppe von Harvard- und MIT-Volkswirtschaftsstudenten begonnen, und ihre Auswirkungen wurden genau erforscht.
Jedem Empfänger werden über $ 1.000 in zwei oder drei Raten geschickt und sie können das Geld ausgeben, wofür auch immer sie mögen.


“Wir finden starke Beweise, dass Bargeldtransfers sich mit zunehmendeM Schulbesuch, Gesundheitspflege, Haushaltseinsparungen und steigenden Investitionen in produktive Vermögenswerte verknüpfen.”
Francesca Bastagli, Übersee-Entwicklungsinstitut

Ein neues Dach war ein beliebter Kauf im Dorf Kakojo vor zwei Jahren, als das Geld auf den Telefonen der Ausgewählten auftauchte.
“Wir verwenden eine Vielzahl von verschiedenen Indikatoren wie Vermögensbesitz, Größe des Hauses, Anzahl der Kinder, diese Art von Dingen”, sagte Will Lee, der Charity-Chef für Kenia.
Emily Aeino Otienos neues Blechdach hilft ihr nicht nur, das Abflusswasser zu sammeln, wenn es regnet, aber es spart ihr das Geld, das sie benutzt hat, um das Strohdach zweimal im Jahr zu reparieren.
“Ich bin froh, weil ich kein Geld mehr auf mein Dach verwende”, sagte sie.
“Ich kann das Geld benutzen, um meine Kleider zu kaufen, Essen, Schulgeld und andere Ausgaben zu bezahlen.”
Und sie hat auch ein kleines Geschäft: sie kauft Fett en gros und verkauft es in kleinen Päckchen.
Joseph Ombimbo Nyakwaka und seine Frau Beatrice kauften einige Samen und Dünger und pflanzten Mais, um es zu essen und zu verkaufen.

Sie bezahlten auch zwei Kühe und zwei Kälber als Investition, einige Holzbalken, um ihr Zuhause zu verbessern, Schulgeld für eines der Kinder und etwas war sogar übrig geblieben, um eine Mitgift zu bezahlen – mehr als 30 Jahre nachdem sie verheiratet waren.
GiveDirectly sagt, 91% der Geldspenden gehen direkt an Menschen in Not – und übernehmen viele Gemeinkosten.
Wassersuche
Und es sind nicht nur Wohltätigkeitsorganisationen oder Nichtregierungsorganisationen, die sich zunehmend auf den direkten Zahlungsweg beziehen.
Das britische Department für internationale Entwicklung (DfID) finanziert damit woanders in Kenia – in den Dürre-Grafschaften im trockenen Norden und Nordosten.
In Wajir Countygrast das Vieh auf was sie an Grashalmen finden können, während sie unter einer brennenden Sonne durch Sand weiterziehen.
Die Hirten hier sind hauptsächlich Nomaden, die ihr Vieh, Schaf, Ziegen und Kamele, zu den Wasserlöchern führen, aber sie haben zunehmend zu kämpfen, um welche zu finden.
Abdullahi Haji Abdi pflegte, 100 Kopf von Rindern zu haben, aber die letzte große Dürre nahm viele von ihnen, und jetzt versucht er, an den wenigen zu halten, die er verlassen hat.

Wenn die Zeiten hart sind, werden die Tiere verkauft, um die Rechnungen zu bezahlen – oft, wenn der Preis am niedrigsten ist – und wenn die Regenfälle zurückkehren, sind die Vermögenswerte weg und die Leute werden nur ärmer.
“Wenn es diese Barzahlungen nicht gegeben hätte, würde ich das Vieh verkaufen müssen, um für Schulgebühren zu zahlen, Nahrung für die Familie und die grundlegenden Sachen “, sagte er mir. Wenn die Gutschrift auf seiner Plastikkarte ist, steckt er sie in eine jener Maschinen, deren Besitzerin seine Identität durch Scannen seines Fingerabdruckes überprüft. Dann übergibt sie ihm die $ 25 oder so, die er jeden Monat bekommt, aus einer schwarzen Plastiktüte voller Bargeld.
Es heißt das Hunger Safety Net Programm und bietet mehr als einer halben Million Menschen regelmäßige Zahlungen – 34% dieses Geldes wurde von Kenia im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellt, der Rest von DfID finanziert.
Die Anti-Dürre-Agentur der kenianischen Regierung macht auch Zahlungen an Hunderte von Tausenden Menschen mehr, wenn Dürre zu beißen beginnt – all das Geld wird von britischen Steuerzahlern zur Verfügung gestellt.
In Großbritannien gibt es Kritik an solchen staatlichen Beihilfen – vor allem in Bezug auf direkte Bargeldtransfers – mit Ansichten, die Menschen würden das Geld verschwenden oder das System missbrauchen.
“Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Empfänger von Bargeldtransfers mit diesem Bargeld Waren wie Alkohol oder Tabak kaufen”, sagt jedoch Frau Bastagli aus dem Overseas Development Institute. “Es gibt eine allgemeine Behauptung, dass Bargeld-Transfers die Menschen faul machen oder sie weniger arbeiten machen können, aber es gibt keine Beweise dafür.”

EMPFEHLUNG: Kritische Bilanz Humanitäre Hilfe, Afrika – bilan critique de l’aide humanitaire, Afrique

ENGLISH Original BBC – READ
What happens when aid is given as direct cash transfers?
1 march 2017, By Alastair Leithead BBC News, Africa correspondent http://www.bbc.com/news/world/africa
What is the best way of ensuring aid money is used effectively and efficiently? In Kenya, charities are experimenting with direct cash transfers, allowing individual recipients to spend the money on whatever they like.
Thousands of groups spend billions of dollars every year helping tens of millions of people.
Whether it’s a response to a humanitarian crisis or trying to lift communities out of poverty, aid accounts for a hefty chunk of the budgets of governments, UN agencies and international organisations.
It takes many different forms: sacks of grain delivered to hungry people, tents provided to the homeless or displaced, and increasingly it’s cash – delivered electronically to a phone or credit card.
Some cash comes with conditions – allowing the bearer to buy only certain things for example, but there’s a surge of support for unconditional direct cash transfers, because the research shows it can be incredibly effective.

Joseph Ombimbo Nyakwaka and his wife Beatrice used their cash transfer to buy seeds and improve their home.
“Cash transfers are one of the social programmes that have been most extensively studied and we know that they can be very effective,” said Francesca Bastagli from the Overseas Development Institute, which published a detailed report on the subject.
“Cash transfers increase people’s income, people’s consumption, particularly food consumption, but also improve dietary diversity.
“We find strong evidence linking cash transfers to increasing school attendance, health care visits, household savings, and increasing investments in productive assets.”
In Kisumu, western Kenya, a charity called GiveDirectly has spent more than five years giving out large lump sums of money.
With the strapline “We aim to reshape international giving”, it was started by a group of Harvard and MIT economics students and its impact has been closely researched.
Each recipient is sent about $1,000 (£800) in two or three instalments and they can spend the money on whatever they like.


“We find strong evidence linking cash transfers to increasing school attendance, health care visits, in household savings, and increasing investments in productive assets.”
Francesca Bastagli, Overseas Development Institute

A new roof was a popular purchase in Kakojo village two years ago when the cash popped up on the phones of those selected.
“We use a variety of different indicators like asset ownership, the size of the house, the number of kids, that kind of thing,” said Will Lee, the charity’s country director for Kenya.
Emily Aeino Otieno’s new tin roof not only helps her collect runoff water when it rains, but it saves her the money she was using to repair thatch twice a year.
“I’m happy because I’m not using any more money on my roof,” she said.
“I can use that money to buy my clothes, food, pay school fees and other expenses.”
And she also has a little business buying cooking fat in bulk and selling it off in small packets.
Joseph Ombimbo Nyakwaka and his wife Beatrice bought some seed and fertiliser and were harvesting maize to eat and sell.

They also paid for two cows and two calves as an investment, some wooden beams to improve their home, school fees for one of the children and even had some left over to pay a dowry – more than 30 years after they were married.
GiveDirectly claims 91% of the money people donate goes directly to those in need – taking out many of the overheads.
Water search
And it’s not just charities or non-governmental organisations which are increasingly turning to the direct payment route.
The UK government’s Department for International Development (DfID) funds them elsewhere in Kenya – in the drought-hit counties in the arid north and north-east.
In Wajir County, the cattle graze on whatever scraps of grass they can find as they plod through sand under a burning sun.
The pastoralists here are mainly nomads, leading their cattle, sheep, goats and camels to the water holes, but struggling to find them pasture.
Abdullahi Haji Abdi used to have 100 head of cattle, but the last big drought took many of them, and now he’s trying to hold on to the few he has left.

When times are tough the animals are sold to pay the bills – often when the price is at its lowest – and when the rains return the assets are gone and people just get poorer.
“If it wasn’t for these cash payments I’d have to sell the livestock to pay for school fees, food for the family and the basic things,” he told me.
When the credit is remotely added to his plastic card he pops it into one of those machines that normally takes debit card payments, and the teller checks his identity by scanning his fingerprint.
She then hands over the $25 or so he receives each month from a black plastic bag full of cash.
It’s called the Hunger Safety Net Programme and provides regular payments to more than half a million people – 34% of that money was provided by Kenya last year, the rest funded by DfID.
The Kenyan government’s National Drought Management Authority also makes payments to hundreds of thousands more people when drought starts to bite – all that money is provided by UK taxpayers.
In the UK, there has been criticism of government aid payments – especially in relation to direct cash transfers – with suggestions people would waste it or abuse the system.
“There is no evidence that recipients of cash transfers are using this cash on goods such as alcohol or tobacco,” said Ms Bastagli from the Overseas Development Institute.
“There’s a common claim that cash transfers can make people lazy or make them work less, but there’s no evidence to suggest cash transfers lead to a reduction in people working.”

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Background: Massive Betrüge bei Abschlussprüfungen in Kenia und Algerien

Minidossier – 3 articles
L’Algérie bloque les réseaux sociaux pour contrer la fraude au bac
Les écoles brûlent au Kenya et le pays se demande pourquoi

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Deutsche Texte: Von mir verbesserte Google-Übersetzungen

1. Algerien blockiert soziale Netzwerke, um Betrug beim Abitur entgegenzuwirken LESEN
19/06/2016 18:00 – AFP
Algerien hat den Zugriff auf soziale Netzwerke im ganzen Land vorübergehend gesperrt, um zu versuchen, die Wiederholung von Betrügen beim Abitur zu verhindern, die mehr als 550.000 Studenten gezwungen haben, die Prüfungen am Sonntag erneut abzulegen.
Anfang Juni hatten viele Kandidaten für diese Prüfung, die Eintrittskarte für Hochschulbildung, auf ihren Facebook-Konten direkten Zugriff auf die Themen vor den Tests, was einen nationalen Skandal auslöste.
In einem Versuch, ein neues Leck der Probanden vor der Untersuchung zu vermeiden, blockierten die Behörden seit Samstag, 20.00 Uhr (1900 GMT) den Zugang zu Facebook und Twitter. Der Schnitt sollte bis zum Ende der neuen Prüfungen am 23. Juni in Kraft bleiben.
Als Ergebnis haben Millionen Algerier sich von den sozialen Netzwerken getrennt gesehen.
Auch das Internet war gestört. Am Sonntagmorgen erschien Verbindungs-Schwierigkeiten mit der Google-Suchmaschine, obwohl die Behörden gestern versichert hatten, dass nur soziale Netzwerke gesperrt werden würden.
Von Algeriens 40 Millionen Menschen sind zwei Millionen Abonnenten von ADSL und 16 Millionen von 3G-Internet, nach offiziellen Angaben.
Die Behörden “haben sich für die einfachste Lösung entschieden”, ärgert sich der Experte in der Informations- und Kommunikationstechnologie, Younes Grar.
“Und wenn sie in der Zeit gefangen wurden, hätten sie zum Beispiel verschlüsselte und gedruckte Themen in jedem Prüfungszentrum gehabt, anstatt sie von Algier aus zu anderen Teilen des Landes zu transportieren”, wodurch das Risiko von Leckagen in einem wie viermal Frankreich großen Land begrenzt gewesen wäre, sagte er gegenüber AFP.
– Internetuser bestraft –
Die Entscheidung, soziale Netzwerke zu blockieren, “bestraft Millionen von Internet-Nutzern”, klagt er.
Die meisten Kandidaten, die von staatlichen Fernsehen interviewt wurden, akzeptieren jedoch die Maßnahme durch die Behörden.
“Es ist eine kluge Entscheidung, da sie die tatsächlichen Fähigkeiten der Abiturienten rettet. Der Betrug verfälscht alles”, sagte eine Kandidatin im privaten Kanal Echorouk.
Nach offiziellen Zahlen vom Sonntag müssen mehr als 550.000 Kandidaten auf rund 800.000, die ihr Abitur Anfang Juni machten, die Prüfungen wiederholen. Insbesondere sind es High-School-Studenten in den naturwissenschaftlichen Fächern, Mathematik und Management.
Der Skandal der Themenlecks wurde an der höchsten Spitze des Staates angeprangert, der Premierminister Abdelmalek Sellal nannte den Betrug eine “Gefährdung der nationalen Sicherheit”.
Die Ministerin für Bildung Nouria Benghabrit war öffentlich in Tränen ausgebrochen, nachdem sie das Ausmaß des Betrugs erfahren hatte.

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Ihr zufolge erfüllt die Entscheidung der Regierung, teilweise die Tests neu zu machen, die “durch die Verfassung garantierten Kriterien Fairness und Chancengleichheit.”
Der Generalstabschef der Präsidentschaft, Ahmed Ouyahia, hatte eine “Verschwörung” gegen die Ministerin für Bildung angeprangert.
Die reputierte Akademikerin und manchmal für ihre Entschlossenheit mit Bundeskanzlerin Angela Merkel verglichene Frau Benghabrit wurde Ministerin im Jahr 2014 und schnell zur Zielscheibe für die Konservativen aller Couleur, da sie einen kaputten Lehrbetrieb zu reformieren begann.
Die Untersuchung durch die Polizei führte zur Verhaftung von Dutzenden von Menschen, darunter Führungskräften der National Education, wegen ihrer angeblichen Beteiligung an dem Skandal.
Sie erlaubte auch “Beschlagnahmen von Computern, CDs und anderem”. Die Cyber-Kriminalitäts-Brigade hat “verdächtige Personen, die (…) Themen in sozialen Netzwerken veröffentlichten”, identifiziert und auch “beteiligte Vermittler.”
Mehrere Länder in Nordafrika waren in diesem Jahr durch Betrugsskandale beim Abitur betroffen. In Marokko sind sieben Menschen vor dem Test am 6. Juni wegen Betrugsverdachtes festgenommen worden.
In Ägypten haben solche Prüfungsthemen-Lecks in sozialen Netzwerken auch einen Skandal verursacht.
© 2016 AFP

2. Die Schulen in Kenia brennen und das Land fragt sich warum LESEN
2016.07.29 um 15:30 Uhr – AFP – Fotos © afp.com
Kenia steht einer noch nie dagewesenen Epidemie von Brandstiftungen in den öffentlichen Schulen gegenüber, deren mögliche Motive ein grelles Licht auf das Bildungssystem des am weitesten entwickelten Landes in Ostafrika werfen.
In einem Zeitraum von drei Monaten wurden 113 weiterführende Schulen, mit Schülern zwischen 13 und 18 Jahren oder 20 Jahren bei Wiederholern, durch Brandstiftung teilweise zerstört.
Repressalien gegen ein “Kartell” im Zusammenhang mit einem lukrativen Handel von Prüfungsaufgaben, Knurren bei der Änderung des Schulkalenders, Aufstand gegen die autoritären Methoden des Ministers für Bildung: die kenianische Gesellschaft ist verstört und sucht Erklärungen für den Ausbruch, der zur nationalen Krise geworden ist.
Allein in einer Nacht, von Mittwoch auf Donnerstag, sind fünf Schulen in Rauch aufgegangen. Donnerstagmorgen war die Reihe an der Garbatullah Schule in Isiolo (Mitte).
Rund 150 Schüler wurden in den letzten drei Monaten verhaftet und krimineller Brandstiftung beschuldigt, desgleichen zehn Lehrer.

Ein Schüler versucht zu retten, was übrig ist nach einem Brand in einer Schule im Bezirk Kisii, 26. Juni, 2016
“Die Feuer treffen vor allem die Schlafsäle und scheinen in dem Maße gut vorbereitet, dass bisher die Schüler nie im Feuer gefangen waren, das heißt, sie den Ort im Voraus frei geräumt hatten, wohl wissend, dass dies geschehen würde”, hieß es in einem vertraulichen Bericht der Polizei und des Ministeriums für Bildung, den AFP gelesen hat.
Die Krise der verbrannten Schulen macht jetzt die Schlagzeilen der Tageszeitungen, welche die Sorgen der Eltern über die Sicherheit ihrer Kinder weiterleiten. Am Donnerstag forderte „The Star“ auf der Titelseite Präsident Uhuru Kenyatta auf, “diesen Wahnsinn zu beenden”.
Schulbrände gab es dann und wann immer ein wenig an den vier Ecken von Kenia und die aktuelle Krise zeichnet sich durch ihren nationalen Charakter aus, weil hinweggehend über die üblichen ethnischen, geografischen oder sozioökonomischen Trennlinien des Landes.
Die Treffen haben in den letzten Tagen in Nairobi multipliziert, der Minister für Bildung Fred Matiang’i Vertreter der Lehrer, religiöse Führer, Führer von Umfragen empfangen, etc …
– Das Kartell der Prüfungsthemen –
Aber wenn das Bewusstsein für das Problem auch real ist – Eltern haben sogar ihre Schüler aus einigen Schulen für ihre Sicherheit zurückgezogen – hat die kenianische Gesellschaft zu kämpfen, um das Phänomen zu erklären.
Für die Regierung ist alles in Bezug auf die jüngsten drastischen Maßnahmen gegen Betrug in Prüfungen, der in den letzten Jahren dramatische Ausmaße angenommen hat.
Im März 2015 hat das Ministerium für Bildung den Nationalrat verantwortlich gemacht für die Organisation der Prüfungen, mehrere ehemalige Beamte wurden wegen des Verdachts auf organisierten, massiven Verkauf von Prüfungsthemen angeklagt.
Für die Regierung steht das “Kartell” dieser Lecks hinter der aktuellen Welle von Brandstiftungen.

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Kenianische Medien argumentieren auch, dass die Eltern von Studenten bereits im Voraus für die Prüfungsaufgaben bezahlt hatten, ihre Kinder aber nicht beliefert wurden, weil die Behörden das Netz auswarfen.
Übrigens hat der Minister für Bildung Fred Matiang’i seit seinem Amtsantritt im November 2015 Reformen multipliziert, den Schulekalender geändert (was de facto die Urlaubszeit reduziert) , gleichermaßen die Verwaltung der öffentlichen Mittel für Schulbedarf, was viele Empfindlichkeiten berührte.
Dieser muskulöse Ansatz hat ihm den Spitznamen “Matufuli” beschert, der sich auf den neuen tansanischen Präsidenten John Magufuli bezieht, bekannt durch radikale Aktionen in der Verwaltung seines Landes.
Herr Matiang’i selbst hat mehrere Überraschungsbesuche in Schulen gemacht, Lehrer an die Seite genommen, die diese Episode als eine echte Demütigung erlebten.
Und in mehreren Institutionen im Land haben Schüler im Abschlussjahr (Form Four) in den letzten Tagen die Teilnahme an den Testprüfungen in Vorbereitung auf jene am Jahresende im Oktober verweigert. Mehrere von ihnen, die anonym bleiben wollen, sagten gegenüber AFP, dass sie wegen eines Lehrerstreiks im Oktober 2015 eine Verschiebung von Prüfungen aufgrund von Lernverzögerungen verursachen wollten.
“Ein Bildungssystem, wo die Schüler jeden Tag Schlafsäle abfackeln und ihre Schulen zerstören, kommt einer ernsten Befragung des kollektiven Geistes der Nation gleich. Es ist eine Schande, und das ist das Spiegelbild einer Gesellschaft, die aus dem Gleis geraten ist”, schätzte Donnerstag die Daily Nation in ihrem Leitartikel.
© 2016 AFP

3. Was Prüfungsbetrug uns über Misstrauen in Kenia sagt LESEN!!! – “Briefe aus Afrika”
15. Oktober 2016, von Joseph Warungo Aus http://www.bbc.com/news/world/africa
In unserer Serie von Briefen von afrikanischen Journalisten untersucht Joseph Warungu, ein ehemaliger Gymnasiallehrer, die Maßnahmen, die die kenianische Regierung eingesetzt hat, um in den nationalen Prüfungen, die Anfang November beginnen, Betrug zu verhindern:

Schiffscontainer sind ein gemeinsames Merkmal der kenianischen Landschaft.
Sie finden diese Stahlboxen in komfortable Häuser, Kliniken und Büros umgewandelt.
Andere werden in Läden und Kornspeicher verwandelt, um landwirtschaftliche Produkte zu lagern.
Aber jetzt sind die Container in die Sphäre des Lernens eingegangen.
Ab diesem Jahr werden die nationalen Prüfungsmaterialien in sicheren Transportbehältern gelagert und unter eine 24-stündigen bewaffneten Polizeiüberwachung gestellt.
Dies ist nur eine der vielen neuen harten Maßnahmen, die die Regierung vorstellt, um die Betrüge in den nationalen Prüfungen einzudämmen.
In einem Land, in dem die Menschen sich oft auf gut verbundene Verwandte und Freunde verlassen, um erfolgreich zu sein, ist die Erziehung alles.
So stark ist der Durst nach persönlicher Entwicklung, dass Sie um 20:00 Uhr an Wochentagsabenden die Straßen von Nairobi und anderen städtischen Zentren voller Menschen aller Altersstufen finden, die nach dem Abendkurs nach Hause gehen.
Abendkurse sind ein populärer Weg für Kenyans, einen zweiten oder dritten Grad zu erwerben mit der Hoffnung, im Leben höher aufzusteigen.
Der Wettbewerb um Beförderungen oder für die wenigen Beschäftigungsmöglichkeiten, die verfügbar werden, ist intensiv, was zu einem verzweifelten Wunsch nach mehr und besseren akademischen Qualifikationen führt.

Joseph Warungu:

“Es gibt eine Vertrauenskrise in der kenianischen Gesellschaft.”

Dieser Druck zum Erfolg beginnt in der Grundschule.
Infolgedessen sind Kartelle entstanden, um davon zu profitieren.
In Zusammenarbeit mit einigen der ehemaligen nationalen Prüfungsbeamten, Polizeibeamten und Lehrer haben diese Kartelle einen Weg gefunden, Prüfungsunterlagen zu erhalten und sie an verzweifelte Schüler und Eltern zu verkaufen.
Aber letztes Jahr, als der Betrug industrielle Proportionen erreichte, lief es aus dem Ruder.
Mehr als 5.000 Primar- und Sekundarschüler sahen ihre Prüfungsergebnisse annuliert; Der nationale Prüfungsausschuss wurde aufgelöst und einige leitende Angestellte entlassen.
Fast 200 Personen, darunter Polizeibeamte, wurden verhaftet und mit Prüfungsbetrügen belastet.
Es gibt eine Vertrauenskrise in der kenianischen Gesellschaft

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Die Regierung kann dem Lehrer nicht trauen, die Studenten ohne Betrug für Prüfungen vorzubereiten.
Der Lehrer kann der Regierung nicht vertrauen, die Prüfungen ohne Betrug zu beaufsichtigen.
Der Student kann sich nicht vertrauen, die Prüfung ohne Betrug zu bestehen.
Und so kommen die harten Stahlcontainer, um das Vertrauen zu sichern.
In diesem Jahr spielt die Regierung kein Glücksspiel mehr.
Wenn die nationale Prüfungen im November beginnen, werden die Kontrollkräfte neu ausgewählt.
Verantwortliche Lehrkräfte haften nun persönlich für Zwischenfälle von Lecks in ihren Schulen, denn sie werden nun die alleinige Verantwortung tragen, die Prüfungsaufgaben von den Containern zu holen und sie ausgefüllt wieder dort abzuliefern..
Die Regierung ist so überzeugt von den Maßnahmen, die sie genommen hat, dass der Kabinettssekretär für Bildung diese Warnung gab:
“Ich möchte allen Kindern in Kandidaten-Klassen sagen, dass sie sich besser auf die Prüfungen vorbereiten. Das Affengeschäft, das gegangen ist, wird nie wieder passieren”.
Aber Bildung ist nicht der einzige Sektor, der unter dem Vertrauensdefizit leidet.

FOTO von Getty Images: Menschen mißtrauen einander so sehr, dass sie denken, dass es sicherer ist, betrunken zu fahren als ein Taxi zu nehmen
Die Governance ist hart getroffen.
Vor kurzem beschloss eine Gruppe von mehr als 30 gewählten Bezirksversammlungsmitgliedern, die planten, ihren Gouverneur in der Grafschaft Nyeri im zentralen Kenia anzuklagen, die Nacht in der Grafschaft-Versammlung unter Polizeischutz zu verbringen, fürchtend, daß ihre Gegner sie entführen würden, um die Bewegung zu vereiteln .
Und in den letzten Tagen sind Neuigkeiten von einer Erfindung entstanden, um zu helfen, das Fahren im Rausch zu verhindern.
Das Gerät, das von einem jungen Studenten entwickelt wurde, hat einen eingebauten Atemdetektor, der den Alkoholgehalt des Fahrers erkennt.
Wenn der zu hoch ist, überträgt das Gerät ein Signal und verhindert, dass der Motor startet.
Warum also die Notwendigkeit eines solchen Gerätes?
Straßenunfälle töten durchschnittlich 3.000 Menschen pro Jahr in Kenia und viele der Unfälle werden durch Beschleunigung und betrunkenes Fahren verursacht.
Die Regierung vertraut den Fahrern nicht, nicht zu fahren, während sie betrunken sind, und so brachte sie Alkoholtests ein, die von der Verkehrspolizei betrieben wurden.
Aber die Öffentlichkeit vertraut der Polizei nicht, weil sie leicht bestochen werden kann.
Und der betrunkene Fahrer vertraut niemandem, um ihn sicher nach Hause zu fahren, außer sich selbst.
Und so gibt es das von einem jungen Kenianer entwickelte Alkohol- und Sound-Detection-System.
Es wäre viel billiger und effektiver, den kenianischen Geist von innen heraus zu verwandeln.
Stattdessen liegt der Fokus auf den Symptomen der Epidemie:
Wenn sie in Prüfungen betrügen, sperre Prüfungsmaterialien in Stahlbehälter.
Wenn Demokratie in Gefahr ist, verstecke sie in verschlossenen Kammern.
Wenn der Fahrer zu betrunken ist, um zu fahren, lass das Auto mit ihm reden.
Ich glaube, ich gehe jetzt einfach in mein Versandcontainerhaus zurück und vertraue darauf, dass sich die Gesellschaft selbst da herausholen wird.

1. L’Algérie bloque les réseaux sociaux pour contrer la fraude au bac LIRE
19.06.2016 à 18:00 – AFP
L’Algérie a bloqué temporairement l’accès aux réseaux sociaux dans tout le pays pour tenter d’empêcher la réédition de fraudes au baccalauréat qui ont contraint plus de 550.000 lycéens à repasser l’examen à partir de dimanche.
Début juin, de nombreux candidats à cet examen, véritable sésame pour accéder aux études supérieures, avaient reçu directement sur leurs comptes Facebook les sujets avant les épreuves, déclenchant un scandale national.
Pour tenter d’éviter une nouvelle fuite des sujets avant l’examen, les autorités ont bloqué les accès à Facebook et Twitter depuis samedi 20H00 locales (19H00 GMT). La coupure devrait rester en vigueur jusqu’à la fin des nouvelles épreuves le 23 juin.
Cette décision a une “relation directe avec les examens partiels du baccalauréat”, a expliqué une source du secteur des télécommunications à l’agence de presse officielle APS.
Du coup, les millions d’Algériens utilisant les réseaux sociaux se sont vus coupés de ces plateformes d’échanges dimanche.
L’accès à internet était également perturbé. Dès dimanche matin, des difficultés de connexion au moteur de recherche Google sont apparues même si les autorités avaient assuré la veille que seuls les réseaux sociaux seraient coupés.
L’Algérie, 40 millions d’habitants, compte deux millions d’abonnés à l’internet ADSL et quelque 16 millions à la 3G, selon des chiffres officiels.
Les autorités “ont opté pour la solution la plus simple”, regrette l’expert en technologies de l’information et de la communication Younes Grar.
“S’ils s’y étaient pris à temps, ils auraient pu par exemple crypter les sujets et les imprimer dans chaque centre d’examen au lieu de les transporter depuis Alger vers les autres régions du pays”, limitant ainsi le risque de fuites dans un pays grand comme quatre fois la France, a-t-il expliqué à l’AFP.
– internautes pénalisés –
La décision de bloquer les réseaux sociaux “pénalise des millions d’utilisateurs d’internet”, déplore-t-il.
La plupart des candidats interrogés par la télévision affirment toutefois approuver la mesure des autorités.
“C’est une décision judicieuse car elle permet d’évaluer les capacités réelles des élèves de terminale. La fraude fausse tout”,a ainsi déclaré une candidate à la chaine privée Echorouk.
Selon des chiffres officiels dévoilés dimanche, plus de 550.000 candidats sur les quelques 800.000 qui avaient passé leur baccalauréat début juin doivent repasser les épreuves. Il s’agit notamment des lycéens des filières scientifiques, mathématiques et gestion.
Le scandale des fuites de sujets a été dénoncé au plus haut sommet de l’Etat, le Premier ministre algérien Abdelmalek Sellal qualifiant la fraude d'”atteinte à la sécurité nationale”.
La ministre de l’Education Nouria Benghabrit s’était publiquement effondrée en larmes en apprenant l’ampleur de la fraude.
Elle avait estimé que la décision du gouvernement de refaire passer partiellement les épreuves répondait aux critères de “l’équité et de l’égalité des chances garantis par la Constitution”.
Le directeur de cabinet de la présidence, Ahmed Ouyahia, avait lui dénoncé un “complot” contre la ministre de l’Education.
Universitaire réputée, parfois comparée par les Algériens à la chancelière allemande Angela Merkel pour sa détermination, Mme Benghabrit, nommée ministre en 2014, est devenue la femme à abattre pour les conservateurs de tous bords depuis qu’elle a entrepris de réformer un enseignement sinistré.
L’enquête menée par la gendarmerie a permis l’arrestation de dizaines de personnes, dont des cadres de l’Education nationale, pour leur présumée implication dans ce scandale.
Elle a également permis de “saisir les outils utilisés pour la fuite notamment des ordinateurs, des CD et autres”. La brigade de cybercriminalité a pu identifier “les personnes suspectes qui ont (…) publié les sujets sur les réseaux sociaux” ainsi que “des personnes intermédiaires impliquées dans l’opération des fuites”.
Plusieurs pays d’Afrique du Nord ont été touchés par des scandales de fraudes au baccalauréat cette année. Au Maroc, sept personnes soupçonnés de vouloir divulguer les sujets du bac avant l’épreuve avaient été arrêtées le 6 juin.
En Egypte, des fuites de sujets sur les réseaux sociaux avant les épreuves ont également fait scandale.
© 2016 AFP
2. Les écoles brûlent au Kenya et le pays se demande pourquoi LIRE
29.07.2016 à 15:30 – AFP – Photos © afp.com
Le Kenya est confronté à une épidémie sans précédent d’incendies volontaires d’écoles publiques, dont les possibles motivations jettent une lumière crue sur le système éducatif du pays le plus développé d’Afrique de l’Est.
En l’espace de trois mois, 113 écoles secondaires, accueillant des élèves âgés entre 13 et 18 ans, voire 20 ans pour des redoublants, ont été partiellement détruites par des incendies volontaires.
Représailles d’un “cartel” associé au juteux trafic de sujets d’examens, grogne face à la modification du calendrier scolaire, fronde contre les méthodes autoritaires du ministre de l’Éducation: la société kényane, désemparée, cherche des explications à cette flambée devenue crise nationale.
Pour la seule nuit de mercredi à jeudi, cinq écoles sont parties en fumée. Jeudi matin, c’était au tour de la Garbatullah High School située à Isiolo (centre) de connaître le même sort.

Un étudiant tente de sauver ce qui peut l’être après l’incendie d’une école le 26 juin 2016 dans le district de Kisii
Quelque 150 élèves ont été arrêtés et inculpés d’incendie criminel ces trois derniers mois, tout comme dix enseignants.
“Les incendies touchent majoritairement les dortoirs et semblent bien préparés dans la mesure où jusqu’à présent, les élèvent n’ont jamais été pris au piège par le feu, ce qui signifie qu’ils avaient vidé les lieux bien en avance, en sachant ce qui allait se passer”, peut-on lire dans un rapport confidentiel de la police et du ministère de l’Éducation dont l’AFP a eu connaissance.
La crise des écoles incendiées fait désormais la Une des quotidiens kényans relayant les craintes des parents d’élèves quant à la sécurité de leurs enfants. Jeudi, le journal The Star exhortait en première page le président Uhuru Kenyatta à “mettre un terme à cette folie”.
Des écoles ont brûlé peu ou proue aux quatre coins du Kenya et la crise actuelle se singularise par son caractère national, transcendant les habituelles lignes de fractures ethniques, géographiques ou socio-économiques du pays.
Les réunions se sont multipliées ces derniers jours à Nairobi, le ministre de l’Éducation Fred Matiang’i recevant les représentants des enseignants, des leaders religieux, les responsables des enquêtes, etc…
– Le cartel des sujets d’examen –
Mais si la prise de conscience du problème est bien réelle – des parents ont même retiré leurs élèves de certaines écoles pour leur sécurité – la société kényane peine à s’expliquer le phénomène.
Pour le gouvernement, tout est lié aux récentes mesures drastiques prises pour éliminer la triche aux examens, qui ces dernières années a pris des proportions dramatiques.
En mars 2015, le ministère de l’Éducation a ainsi démantelé le conseil national en charge de l’organisation des examens dont plusieurs ex-responsables ont été inculpés, soupçonnés d’avoir organisé des fuites massives de sujets d’examens moyennant finances.
Pour le gouvernement, le “cartel” impliqué dans ces fuites est derrière la vague actuelle d’incendies volontaires.
La presse kényane avance également le fait que des parents d’élèves auraient déjà payé à l’avance pour des sujets d’examen dont leurs enfants ne verront pas le premier mot, en raison du coup de filet des autorités.
Par ailleurs, depuis sa prise de fonctions en novembre 2015, le ministre de l’Éducation Fred Matiang’i a multiplié les réformes, modifiant le calendrier scolaire (qui réduit de facto la durée des vacances), ainsi que la gestion des fonds publics alloués aux fournitures scolaires, froissant ainsi de nombreuses susceptibilités.
Cette méthode musclée lui a valu le surnom de “Magufuli”, en référence au nouveau président tanzanien, John Magufuli, qui s’est illustré par des actions coups de poing dans l’administration de son pays.
M. Matiang’i a lui-même opéré plusieurs visites surprises dans des écoles, prenant à partie des professeurs qui ont vécu l’épisode comme une véritable humiliation.
Et dans plusieurs établissements du pays, les élèves en dernière année (Form Four) ont ces derniers jours refusé de prendre part aux examens blancs, préparatoires à ceux de fin d’année en octobre. Plusieurs élèves ont, sous couvert d’anonymat, expliqué à l’AFP qu’ils souhaitaient un report des examens en raison de retards occasionnés par une grève des enseignants en octobre 2015.
“Un système éducatif où les étudiants incendient les dortoirs et détruisent des écoles chaque jour équivaut à une sérieuse mise en cause de l’esprit collectif de la nation. C’est une honte et cela constitue le reflet d’une société qui s’est détraquée”, estimait jeudi le quotidien Daily Nation dans son éditorial.
© 2016 AFP
3. What exam cheating tells us about distrust in Kenya READ!!!! – Letters from Africa
15 October 2016, by Joseph Warungo From the section http://www.bbc.com/news/world/africa
In our series of letters from African journalists, Joseph Warungu, a former high-school teacher, examines the measures the Kenyan government has put in place to tackle cheating in national exams, which begin in early November:

Shipping containers are a common feature of the Kenyan landscape.
You’ll find these steel boxes converted into comfortable homes, clinics and offices.
Others are turned into shops and granaries to store farm products.
But now shipping containers have entered the sphere of learning.
Starting this year, national examinations materials will be stored in secure shipping containers and placed under 24-hour armed police surveillance.
This is just one of the many new tough measures that the government is introducing to curb cheating in national exams.
In a country where people often rely on well-connected relatives and friends to succeed, education is everything.
Such is the thirst for personal development that around 20:00 on weekday evenings, you’ll find the streets of Nairobi and other urban centres teeming with people of all ages going home from class.
Evening classes are a popular way for Kenyans to acquire a second or third degree with the hope of rising higher in life.
Competition for promotion or for the few job opportunities that become available is intense, leading to a desperate desire for more and better academic qualifications.

Joseph Warungu:

“There is a crisis of trust in Kenyan society.”

This pressure to succeed starts at primary school.
As a result, cartels have emerged to take advantage.
Working with some of the former national examinations council officials, police officers and teachers, these cartels have found a way to get hold of exam papers and sell them to desperate students and parents.
But last year things got out of hand as the cheating reached industrial proportions.
More than 5,000 primary and secondary school students had their exam results cancelled; the national examinations board was disbanded and some senior managers fired.
Nearly 200 people including police officers were arrested and charged over exam malpractices.
There is a crisis of trust in Kenyan society.
The government cannot trust the teacher to prepare the students for exams without cheating.
The teacher cannot trust the government to oversee the exams without cheating.
The student cannot trust himself to pass the exam without cheating.
And so in comes the tough steel containers to try and safeguard trust.
This year the government is not taking any chances.
By the time national exams begin in November, invigilators will have been vetted afresh.
Head teachers will now be held personally liable for any incidents of cheating that occur in their schools because they will have the sole responsibility of collecting from, and returning, the exam materials to the containers at central distribution points.
The government is so confident of the measures it has taken that the cabinet secretary for education gave this warning:
“I want to tell all children in candidate classes, that they better prepare for the exams. The monkey business that has been going on shall never happen again”.
But education is not the only sector suffering from the trust deficit.

PHOTO by Getty Images: People distrust each other so much that they think it’s safer to drive drunk than to take a taxi
Governance is badly hit.
Recently, a group of more than 30 elected County Assembly members, who were planning to impeach their Nyeri county governor in central Kenya, decided to spend the night inside the County Assembly under police guard, fearing that their opponents would kidnap them to frustrate the motion.
And in the last few days news has emerged of an invention to help curb drink driving.
The device, developed by a young university student, has an inbuilt breathalyser that detects the driver’s alcohol level.
If it’s too high, the device transmits a signal and prevents the engine from starting.
So why the need for such a device?
Road accidents kill an average of 3,000 people a year in Kenya and many of the accidents are caused by speeding and drink driving.
The government doesn’t trust drivers not to get behind the wheel while drunk, and so it introduced alcohol breathalysers operated by traffic police.
But the public does not trust the police, because they can be easily bribed.
And the drunk driver does not trust anyone else to drive him home safely, except himself.
And so enter the Alcohol and Sound Detection System being developed by a young Kenyan.
It would be far cheaper and more effective to transform the Kenyan mind from within.
Instead the focus is on the symptoms of the epidemic:
If they cheat in exams, lock up exam materials in steel containers.
If democracy is in danger, hide it in locked chambers.
If the driver is too drunk to drive, let the car talk to him.
I think I’ll now just retire to my shipping container house and trust that society will sort itself out.

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PHOTO by Getty Images: School in Kenya

Brief aus Afrika: Nigerianer sollten ihre Geschichte lernen – by Sola Odunfa

Letter from Africa: Why Nigerians need to learn their history
TOP-PHOTO © AFP

DEUTSCH LESEN – Unsere Schnellübersetzung
Brief aus Afrika: Warum Nigerianer ihre Geschichte lernen müssen
Von Sola Odunfa, 3. November 2016 – Aus http://www.bbc.com/news/world/africa
In unserer Serie mit Briefen von afrikanischen Journalisten sieht Sola Odunfa, warum es eine gute Idee für Nigeria ist, die Geschichte als Schulfach wieder einzuführen – ein Schritt, der vor kurzem vom Senat des Landes unterstützt wurde:

Als ich aufwuchs, war eines der Themen, die ich in der Primär- und Sekundarschule gelernt habe, Geschichte – nicht nur von Nigeria, sondern auch von Europa.
Die bloßen Tatsachen des Wachstums der Nationalitäten hätten für meinen jungen Geist kaum interessant sein können, aber ich wuchs mit der Überzeugung auf, dass kaum etwas aufregender sein könnte als das Studium der Taten von Männern und Frauen, die später in ihren Völkern Helden – oder Schurken – wurden, da sie den Lauf der Geschichte entweder in ihren lokalen Bereichen oder in der Welt insgesamt verändert hatten.
Vor langer Zeit las ich in den Geschichtsbüchern über die Eroberung des Ilorin-Volkes im zentralen Kwara-Staat, nach dem Verrat an Alafin von Oyo von seinem ehemaligen Kriegsherren Afonja, seitens Fulani-Kräften aus Sokoto unter Shehu Alimi.
So verstehe ich jetzt deutlich die niemals endende Unterströmung der ethnischen Ruhe zwischen den Yoruba und den Fulani-Völkern in der Kwara-Landeshauptstadt.

Foto © AFP: Die Yoruba bilden eine der größten ethnischen Gruppen in Nigeria

Foto © AFP: Die Fulanis spielten eine Schlüsselrolle in der Wiederbelebung des Islam des 19. Jahrhunderts in Nigeria
Viele andere ethnische Krisen in der nigerianischen Nation sind in ähnlicher Weise in historischen Ereignissen verwurzelt und sie können erst nach Ausgrabung der Wurzel gelöst werden – aber wer hat die Werkzeuge?
Angenommener Chauvinismus
Königin Amina von Zaria im Norden sowie Moremi von Ife und Funmilayo Ransome-Kuti von Abeokuta im Westen waren historische Figuren, deren Leben ich in der Schule studierte.
Sie waren Frauen, die den Chauvinismus ihrer Zeit annahmenen, um ihre Gemeinschaften in den Krieg und in die politische Emanzipation zu führen.
Ihre Geschichte ist eine Studie in der Gleichheit der Geschlechter, wo jedem die gleichen Chancen gegeben werden.
Eine Regierung muss rückschrittlich sein, um das Studium des Lebens dieser großen Menschen zu entwerten, indem sie Geschichte als Fach aus unseren Schulcurricula beseitigt.

Sola Odunfa:

“Eine Person, die die Geschichte ihres eigenen Familienverbandes nicht kennt, wird sicherlich nicht versuchen können, bei anderen Familien im Clan ein Hühnchen zu rupfen”

Es war während der Militärherrschaft von General Ibrahim Babangida in den 1980er und frühen 1990er Jahren, dass das Studium der Geschichte von unseren Schulen zu verschwinden begann, und in den letzten Jahren wurde sie überhaupt nicht mehr gelehrt.
Der dafür vorgegebene Grund war, dass die Geschichte nicht zum Marktwert der Studenten nach dem Studium beigetragen hatte.

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Die Erfahrung zeigte, dass die einzige Arbeit, die den Geschichtsabsolventen offen stand, der Lehrberuf war, eine Berufung, die durch das populäre Sprichwort abgebaut worden war, dass die Belohnung der Lehrer im Himmel sei anstatt in guter Bezahlung hier auf der Erde.
Niemand wollte eine dicke Wartezeit auf sich nehmen, um in den Himmel zu kommen, bevor er das gute Leben genießt.
Viele Universitäten veränderten geschickt ihre Abteilung für Geschichte in eine Abteilung für Geschichte und internationale Beziehungen, und sie verliehen Diplome zum letzteren Thema.
Die Abstimmung des Senats zur Wiedereinführung der Geschichte wurde von Senator Shehu Sani veranlasst, der ein Plädoyer vorgelegt hatte, dass in den Schulen der Panafrikanismus unterrichtet werden sollte.
Dieser bekannte Aktivist schien das Sprichwort ignoriert zu haben, dass Wohltätigkeit zu Hause beginnt.
Was die Mehrheit der Gesetzgeber im Senat ihm gesagt hat, ist, dass eine Person, die die Geschichte seiner eigenen Familienverbindung nicht kennt, sicher nicht versuchen kann, bei anderen Familien im Clan Rechnungen zu begleichen.

ENGLISH READ – Original BBC
Letter from Africa: Why Nigerians need to learn their history
By Sola Odunfa, 3 November 2016 – From the section http://www.bbc.com/news/world/africa
In our series of letters from African journalists, Sola Odunfa looks at why it is a good idea for Nigeria to reintroduce history as a school subject – a move recently backed by the country’s senate:

When I was growing up, one of the subjects I learnt in both primary and secondary school was history – not only of Nigeria but also of Europe.
The bare facts of the growth of nationalities might not have been interesting to my young mind but I grew up with the conviction that hardly anything could be more exciting than the study of the exploits of men and women who later became heroes – or villains – among their people as they shaped the course of history either in their local areas or in the world at large.
A long ago, I read in history books of the conquest of the Ilorin people in the central Kwara State, by Fulani forces from Sokoto under Shehu Alimi following the betrayal of the Alafin of Oyo by his former warlord, Afonja.
So now I understand clearly the never-ending undercurrent of ethnic restiveness between the Yoruba and the Fulani peoples in the Kwara state capital.

Photo © AFP: The Yoruba make up one of the biggest ethnic groups in Nigeria

Photo © AFP: The Fulanis played a key role in 19th Century revival of Islam in Nigeria
Many other ethnic crises across the Nigerian nation are similarly rooted in historical events and they may be resolved only after excavating the root, but who has the tools?
Conquered chauvinism
Queen Amina of Zaria in the north, Moremi of Ife and Funmilayo Ransome-Kuti of Abeokuta in the west were historical figures whose lives I studied in school.
They were women who conquered the chauvinism of their times to lead their communities in war and in political emancipation.
Their history is a study in equality of the sexes, each given the same opportunities.
A government has to be retrogressive to discourage the studying of the lives of these great human beings by removing history as a subject from our school curricula.

Sola Odunfa:

“A person who does not know the history of his own family compound surely cannot seek to settle scores among other families in the clan”

It was during the military rule of General Ibrahim Babangida in the 1980s and early 1990s that the studying of history began to disappear from our schools and, in recent years, it has not been taught at all.
The reason given then was that history did not add to the market value of students after graduation.
Experience showed that the only employment open to history graduates was teaching, a vocation which had been degraded by the popular saying that the reward of teachers was in heaven rather than in good pay here on earth.
No-one wanted to take a gamble of waiting to get to heaven before enjoying the good life.
Many universities cleverly changed their Department of History to Department of History and International Relations and they awarded degrees in the latter subject.
The Senate’s vote to reintroduce history was prompted by Senator Shehu Sani, who had presented a motion calling for pan-Africanism to be taught in schools.
A well-known activist, he appeared to have ignored the saying that charity begins at home.
What the majority of lawmakers in the Senate have told him is that a person who does not know the history of his own family compound surely cannot seek to settle scores among other families in the clan.

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