Category Archives: Poverty – Armut

Südafrika, Apartheid: Die vergessenen Söldner aus Angola

Afrique du Sud, apartheid: les mercenaires oubliés de l’Angola
ALL PHOTOS afp.com by MUJAHID SAFODIEN: In Pomfret in der Kalahari-Wüste, Südafrika
À Pomfret, dans le désert de Kalahari, en Afrique du Sud, le 13 février 2017

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1. In Südafrika, die vergessenen Soldaten der Apartheid LESEN
10.00 22/05/2017 – von Pierre DONADIEU – AFP
Geplünderte Häuser, entkernte Geschäfte, verlassenenes Krankenhaus: die ehemalige Militärbasis von Pomfret sieht aus wie ein Kriegsgebiet. Angolanische Soldaten leben hier immer noch, von Südafrika, für das sie unter der Apartheid gekämpft hatten, vergessen.
Hier in der Kalahari-Wüste brennt die Sonne des südlichen Sommers den Teer der Hauptstraße klumpig. Nur der Spaziergang der wenigen Einwohner, die ein paar Worte in portugiesischer Sprache austauschen, unterbricht die Stille dieses Dorf, das ein Geist wurde.
Es gibt keinen Strom und Wasser fließt nicht mehr in Pomfret, das aber immer noch 3000 Einwohner hat.
Der Angolaner Jose Lourenco, 69, ist einer von ihnen. In den 1980er Jahren kämpfte er im Auftrag der südafrikanischen Armee in Angola gegen sein eigenes Land, im Bataillon 32, einer Einheit in der Frontlinie des Kampfes von Südafrika gegen seine Nachbarn.
„Wir hatten vor niemandem Angst, es war das beste Bataillon der Welt“, sagt er, im Hof ​​von seinem kleinen Haus sitzend, einem der wenigen, die in Pomfret noch stehen.
Damals war Nelson Mandela auf Robben Island inhaftiert, das weiße rassistische Regime in Pretoria an der Macht noch fest verankert, und seine Armee nutzte angolanische Söldner, um das feindliche marxistische Regime in Luanda zu bekämpfen.
„Es gab keine Apartheid im 32. Wo die Weißen tranken, tranken wir. Wo die Weißen schliefen, schliefen wir“, sagt Jose Lourenco und zeigt auf das Bild mit dem Emblem des Büffels, dem Symbol seiner Einheit, auf seiner Küchenwand.
– Demobilisierung –
„Wir haben den Angolanern Essen, Geld, Kleidung und eine Zukunft gegeben. Im Gegenzug gaben sie uns ihr Wissen über das Terrain“, erinnert sich General Gert Nel, der ehemalige Leiter des Bataillons, mit seinem felsigen Afrikaans-Akzent. “Es war eine Win-Win-Situation.”
Am Ende des Kalten Krieges endet der Konflikt zwischen den beiden Nachbarn. Südafrika verspricht seinen angolanischen Rekruten, sie in seine Armee zu integrieren.

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…. für jung:

Ihre ersten Jahre in Pomfret sind eher sanft. „Hier war der Club, wo die Unteroffiziere ihre Partys organisierten. Es gab sogar einen Ballsaal“, zeigt Makamba Tchimoco, Sohn eines Veteranen, vor einem jetzt zerfallenen Komplex.
Aber ab dem Fall der Apartheid desillusionieren sich die Soldaten der „32“.
Im Jahre 1993 wird das Bataillon aufgelöst und viele seiner Soldaten verlassen Pomfret. Viele Angolaner bevorzugen, im Austausch für eine Abfindung von 30.000 Euro auf die Uniform zu verzichten.
Nach und nach werden ihre Familien in andere Teile des Landes verlegt und die Basis Pomfret fällt langsam in Vergessenheit.
– Versprechen und Armdrücken –
In den 2000er Jahren gab die Regierung des African National Congress (ANC) ihre Absicht bekannt, sie definitiv zu schließen und ihre Bewohner umzusiedeln. Aber ein harter Kern weigert sich zu gehen.
„Wir kamen hier mit vielen Versprechen an. Dann wollte die neue Regierung uns gehen sehen und hat uns im Stich gelassen. Warum sollte man von zu Hause fortgehen?“, protestiert Mr. Lourenco.
Das Armdrücken mit den Behörden beginnt.
Die Polizei verläßt das Dorf, die Häuser werden geplündert, das Krankenhaus durchwühlt, und der Soldatenfriedhof überwuchert mit hohem Gras. Wasser fließt nicht mehr als einmal pro Woche aus denWasserhähnen. Und im Jahr 2014, der Gnadenstoß: der Strom wird abgeschaltet.
„Die Schwierigkeit für Pomfret ist, dass die nächste Stadt 200 km weg ist. Es gibt keine Infrastruktur, kein Wasser, keinen Strom, und das in der Kalahari, und es gibt keine Wirtschaft“, klagt ein ehemaliger südafrikanischer Soldat der “ 32“, der anonym zu bleiben vorzieht.
Nur eine Schule arbeitet nach wie vor und ermöglicht es den Kindern, bis zum Niveau des Abiturs zu lernen. „Wie lange werden sie dort bleiben?“, sorgt sich ein anderer Afrikaaners der „32“ im Ruhestand, auch er anonym.
Er hält jedoch seine angolanischen Waffenbrüder weitgehend verantwortlich für ihre Situation. „Das Geld, das sie erhalten haben, sollte ihnen ermöglichen, Häuser zu kaufen und zu gehen“, sagt er, „es ist ihre Verantwortung, nicht die der Regierung.“
– Bestrafung –
Bei Jose Lourenco ist die Zeit stehen geblieben. Er lebt in der Nostalgie einer verlorenen Vergangenheit, zerrissen zwischen seinem Land, wo er immer noch als ein Verräter betrachtet wird, und einem neuen Südafrika, das sehr verschieden ist von dem, für das er kämpfte.
„Die Regierung muss uns sagen, was wir Böses getan haben“, regt der ehemalige Militär sich auf. „Warum bestrafen sie uns so? Lasst sie kommen und uns die Wahrheit sagen!“
„Ich wurde in Angola geboren. Mein Herz will wieder dorthin gehen, aber ich kämpfte gegen mein Land, also kann ich nicht“, bedauert er.
„Die Angolaner sagen, wir haben sie getötet, der ANC denkt, dass wir damals ihre Kämpfer getötet haben. Was können wir tun?“, fragt Alexander Joaquim, ein ehemaliger Sergeant von heute 74 Jahren.
Im von fast allem beraubten Pomfret sind die Tage lang.
„Mir fehlen viele Dinge hier, ich kann nicht einmal meine Hausaufgaben machen, wenn es Nacht wird. Dableiben ist nutzlos. Nach der High School sollte ich gehen“, seufzt Antonio Isaac, 18, geboren in Pomfret.
Trotz dieser erbärmlichen Bedingungen klammern sich einige noch an dieses Dorf, das vielleicht in Trümmern liegt, aber Hüter so vieler Erinnerungen ist. „Wir wollen es nicht verlassen, weil hier die Geschichte unserer Väter liegt“, schließt Tchimoco Makamba.
© 2017 AFP

2. PHOTOS – VIDEO WATCH
Video en francais:

Schule – école:

Ex-Sportclub:

Ex-Ballsaal:

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1. En Afrique du Sud, les soldats oubliés de l’apartheid LIRE
22.05.2017 à 10:00 – Par Pierre DONADIEU – AFP 
Maisons pillées, magasin éventré, hôpital abandonné: l’ancienne base militaire de Pomfret ressemble à une zone de guerre. Des soldats angolais y vivent toujours, oubliés de l’Afrique du Sud pour laquelle ils ont combattu sous le régime de l’apartheid.
Dans le désert du Kalahari, le soleil de l’été austral brûle le goudron défoncé de la rue principale. Seul le passage de rares habitants qui échangent quelques mots en langue portugaise vient rompre la torpeur de ce village devenu fantôme.
L’électricité est coupée et l’eau n’y coule plus mais Pomfret compte encore 3.000 habitants.
L’Angolais Jose Lourenco, 69 ans, est l’un d’eux. Dans les années 1980, il a combattu en Angola contre son propre pays pour le compte de l’armée sud-africaine, au sein du Bataillon 32, une unité engagée en première ligne du combat de l’Afrique du Sud contre ses voisins.
“On n’avait peur de personne, on était le meilleur bataillon du monde”, assure-t-il, assis dans la cour de sa petite maison, l’une des rares encore debout à Pomfret.
A l’époque, Nelson Mandela est détenu à Robben Island, le régime raciste blanc est encore solidement installé au pouvoir à Pretoria et son armée utilise des mercenaires angolais pour combattre le régime marxiste ennemi de Luanda.
“Il n’y avait pas d’apartheid au +32+. Là où les Blancs buvaient, on buvait. Là où les Blancs dormaient, on dormait”, explique Jose Lourenco en montrant un insigne à l’effigie du buffle, le symbole de son unité, sur le mur de sa cuisine.
– Démobilisation –
“On donnait aux Angolais de la nourriture, de l’argent, des vêtements et un avenir. En échange, ils nous apportaient leur connaissance du terrain”, se souvient avec son accent afrikaans rocailleux le général Gert Nel, ancien chef du bataillon. “C’était une situation gagnant-gagnant”.
A la fin de la Guerre froide, le conflit entre les deux voisins cesse. L’Afrique du Sud promet à ses recrues angolaises de les incorporer dans son armée.
Leurs premières années à Pomfret sont plutôt douces. “Ici, c’était le club où les gradés organisaient leurs soirées. Il y avait même une salle de bal”, montre Makamba Tchimoco, fils d’un ancien combattant, devant un complexe aujourd’hui en ruines.
Mais dès la chute de l’apartheid, les soldats du “32” déchantent.
En 1993, le bataillon est démantelé et nombre de ses soldats quittent Pomfret. Beaucoup d’Angolais préfèrent abandonner l’uniforme en échange d’un pécule de 30.000 euros.
Petit à petit, leurs familles sont relogées dans d’autres parties du pays et la base de Pomfret tombe lentement en désuétude.
– Promesses et bras de fer –
Dans les années 2000, le gouvernement du Congrès national africain (ANC) annonce son intention de la fermer définitivement et d’en déplacer les habitants. Mais un noyau dur refuse de partir.
“On est arrivés ici avec beaucoup de promesses. Puis le nouveau gouvernement a voulu qu’on parte et nous a laissé tomber. Pourquoi devrait-on partir de chez nous?”, s’insurge M. Lourenco.
Le bras de fer s’engage alors avec les autorités.
La police quitte le village, les maisons sont pillées, l’hôpital saccagé, le cimetière militaire envahi par les hautes herbes. L’eau ne coule plus qu’une fois par semaine aux robinets. Et en 2014, c’est le coup de grâce: l’électricité est coupée.
“La difficulté pour Pomfret, c’est que la première ville est à 200 km. Il n’y a aucune infrastructure, pas d’eau, pas d’électricité, tout ça dans le Kalahari, et il n’y a aucune économie”, regrette un ancien soldat sud-africain du “32”, qui préfère rester anonyme.
Seule une école fonctionne encore et permet aux enfants d’étudier jusqu’au niveau du bac. “Combien de temps vont-ils pouvoir rester là-bas?”, s’inquiète un autre retraité afrikaner du “32” qui refuse de donner son nom.
Lui juge toutefois ses frères d’armes angolais largement responsables de leur situation. “L’argent qu’ils ont reçu aurait dû leur permettre d’acheter des maisons et de partir”, dit-il, “c’est leur responsabilité, pas celle du gouvernement”.
– Punition –
Chez Jose Lourenco, le temps s’est arrêté. Il vit dans la nostalgie d’un passé perdu, tiraillé entre son pays, où il reste considéré comme un traître, et une nouvelle Afrique du Sud bien différente de celle pour laquelle il s’est battu.
“Le gouvernement doit nous dire ce qu’on a fait de mal”, s’emporte l’ancien militaire. “Pourquoi ils nous punissent comme ça? Qu’ils viennent nous dire la vérité!”
“Je suis né en Angola. Mon coeur a envie de retourner là-bas, mais je me suis battu contre mon pays donc je ne peux pas”, regrette t-il.
“Les Angolais disent qu’on les a tués, l’ANC pense qu’on a tué leurs combattants à l’époque. Qu’est ce qu’on peut faire ?”, s’interroge Alexander Joaquim, un ex-sergent de 74 ans.
Dans Pomfret privé de tout ou presque, les journées sont longues.
“Il me manque plein de choses ici, je ne peux même pas faire mes devoirs quand la nuit tombe. Rester, c’est inutile. Après le bac, je devrai partir”, soupire Antonio Isaac, 18 ans, né à Pomfret.
Malgré ces conditions de vie déplorables, certains s’accrochent encore à ce village peut-être en ruines, mais gardien de tant de leurs souvenirs. “On ne veut pas partir car c’est ici que se trouve l’histoire de nos pères”, conclut Makamba Tchimoco.
© 2017 AFP

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Südafrika, Bergbau: Wenn die Minen dichtmachen…..

En Afrique du Sud, quand la mine ferme…
ALL PHOTOS afp.com by GIANLUIGI GUERCIA: ehemalige Goldmine in Blyvooruitzicht, in der Nähe von Carletonville, Südafrika – Hier: Pule Molefe, ein ehemaliger Mitarbeiter
Pule Molefe, un ancien employé de l’ancienne mine d’or de Blyvooruitzicht, le 23 mars 2017 près de Carletonville, en Afrique du Sud

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1. In Südafrika, wenn die Mine schließt … LESEN
11.00 Uhr 28/05/2017 – Von Philippe ALFROY – AFP
Am Ende einer schmalen Straße, ein zertrümmerter Parkplatz und ein von Gras überwuchertes skelettartiges Gebäude. Das ist alles, was vom Golfplatz der Bergbaustadt Blyvooruitzicht übrig blieb. Damals ein Symbol für ihren Reichtum, ist er nun Zeuge ihres Niedergangs.
Rammusa Joseph, 53, war der stolze Präsident des Golfclubs. Der letzte. Denn im Jahr 2013 hatte sich das Leben seiner Stadt, hundert Kilometer östlich von Johannesburg, plötzlich geändert.
„Am 12. August abends wurde ich dringend ins Büro gerufen, um ein Dokument auszudrucken“, sagt der ehemalige Mitarbeiter. „Ich begann es zu lesen, und da war es … der Schock. Ich erkannte, dass unsere Mine in Liquidation gesetzt worden war.“
Seit 70 Jahren saß Blyvooruitzicht auf einer der reichsten Goldadern in ganz Südafrika. Die Mine war sogar eine der größten in dem Land, in den 60er Jahren.
Bis dass der Betreiber sich im Namen der Rentabilität entschied, sich den Schlüssel unter die Tür zu legen und die 1.700 Mitarbeiter der Arbeitslosigkeit, Umweltverschmutzung und Plünderern zu überlassen. Und, wenn der Standort auch im Jahr 2011 noch 121,000 Unzen produzierte (3,4 Tonnen), war das doch weit entfernt von den 750.000 Unzen der größten Minen der Welt.
Dieser Fall ist bei weitem nicht isoliert: in Südafrika reihen sich Stilllegungen von Minen, des wichtigsten Reichtums des Landes, im Rhythmus von Streiks und Änderungen der Rohstoffpreise aneinander. Die Goldminen werden immer tiefer und erfordern erhebliche Arbeitkraft und sind immer weniger rentabel.
Ehemals größter Goldproduzent der Welt, steht das Land nun auf Platz 7, mit einem 40%igen Rückgang der Produktion in 10 Jahren.
– Müllhalde und giftiger Staub –
Als die Mine in Blyvooruitzicht schloss, „begann alles, auseinander zu fallen“, sagt Joseph Rammusa.
Die entlassenen Ex-Mitarbeiter erhalten keine Entschädigung wegen eines Rechtsstreits zwischen den letzten beiden Betreiber der Mine, DRD Gold und Village Main Reef.
Die 6.000 Einwohner der Stadt verlieren den Zugang zu Wasser und Strom, die bisher von der Mine bezahlt worden waren.
Schlimmer noch, der Betreber hinterläßt eine industrielle Müllhalde unter freiem Himmel: bei der geringsten Brise von Wind wird Blyvooruitzicht von einer dicken toxischen Staubwolke durchgefegt.
Und in den Straßen kämpfen Banden, die Waffen in der Hand, um das Recycling der Bergbauanlagen.
Vier Jahre später hat sich fast nichts geändert. Aus Mangel an Arbeit überleben die Ex-Bergleute und ihre Familien durch Einfallsreichtum und Gelegenheitsjobs.
„Ich habe ein bisschen Geld dank meiner Mutter, die Sozialhilfe erhält“, gesteht Elliot Matshoba, 51. „Wir haben hart zu kämpfen für Nahrung, für Wasser, Strom …“, listet der ehemalige Bergmann auf, „auch, um unsere Kinder zur Schule zu schicken.“
– ‚Niemanden interessiert es‘ –
Auf der Umweltseite hat sich die Situation auch nicht verbessert. Das Abwasser fließt in die Straßen über und Trinkwasser fließt nur zeitweise.

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Die Behörden blieben auf eine strikte Lesung des Gesetzes über Konkurse fixiert. „Die Regierung sagt, dass sie nichts für uns tun kann“, beklagt sich der Sprecher der Einwohner, Pule Molefe, 38, bitterlich: „Es tut weh, weil wir das Gefühl haben, dass es niemanden interessiert. ”
„Für die Menschen ist es ein Nichts“, resümiert Anwalt Michael Clement. „Auf der einen Seite sind die lokalen Behörden nicht in der Lage, ihre Rolle zu spielen, auf der anderen geht das Unternehmen einfach weg mit Türzuschlagen.“
Seine NGO (Rechtsanwälte für Menschenrechte, LHR, Lawyer for Human Rights), veröffentlichte einen vernichtenden Bericht über Blyvooruitzicht, in dem eine „Abdankung“ von Politik und Wirtschaft angeprangert wird.
Nach Angaben der Minenkammer Chamber of Mines gingen im Jahr 2015 und 2016 in der Branche 40.000 Arbeitsplätze, fast ein Zehntel der Belegschaft, verloren.
– ‘Wir ernähren uns von Schakalen’ –
Das Engerschnallen der Gürtel ist manchmal heftig. Wie in Kroondal, in der Nähe von Pretoria. Nach einem Streik im Jahr 2009 wurden fast 4.000 Mitarbeiter dieser Platinmine ohne Entschädigung entlassen, weil sie die von der Gewerkschaft unterzeichnete Vereinbarung abgelehnt hatten.
So besetzt eine Handvoll Unbelehrbarer Kroondal seit sieben Jahren in der Hoffnung auf Entschädigung ein Wohnheim der Firma. Über 200 Menschen vegetieren dort unter Bedingungen eines anderen Jahrhunderts. Tuberkulose ist weit verbreitet.
„Wir ernähren uns von Schakalen, Affen oder Katzen, es sei denn, jemanden zu finden, der uns Essen anbietet“, beschreibt ihr Vertreter Elpideo Mutemba.
Auch er ist sauer auf die Regierung. „Sie hilft uns nicht, weil die Bonzen des ANC (African National Congress, in Kraft) Aktien der Gesellschaft haben“, sagt er.
Die Eigentümerin der Mine, Sibanye Gold, forderte die Vertreibung der „Hausbesetzer“. Bis zum Gerichtsurteil, fährt die Firma fort, ihnen Wasser und Strom zu zahlen, um „guten Willen“ zu zeigen, sagt ihr Sprecher James Wellsted.
– ‚Ein Exempel statuieren‘ –
Auch der Leiter von DRD Gold fühlt sich nicht gesetzlich verpflichtet, seinen ehemaligen Mitarbeitern in Blyvooruitzicht zu helfen.
„Sie können einem Unternehmen nicht sagen, zu reparieren was es nicht zerstört hat“, behauptet Niël Pretorius, der die Schließung des Standortes auf das „unverantwortliche Verhalten“ der Gewerkschaften und das „nicht sehr durchdachte“ des Staates wälzt.
Allenfalls räumt er eine „moralische Pflicht“ für „nachhaltige und soziale Entwicklung“ ein.
Die aufgrund ihres wirtschaftlichen Gewichts lange unantastbaren Bergbaugruppen könnten jedoch gezwungen werden, sich zu ändern: Eine Strafanzeige für Umweltschäden wurde gegen drei Eigentümer von Blyvooruitzicht eingereicht. Zum ersten Mal ist der Staat Mitkläger und hat die Staatsanwaltschaft entschieden, zu verfolgen.
Am Ursprung dieser Klage, gratuliert sich die Direktorin der Föderation für eine nachhaltige Umwelt (FSE): „Das wird ein Exempel statuieren“, sagte Mariette Liefferink, „jetzt werden die Bosse verantwortlich gemacht, wenn sie das Gesetz nicht respektieren.“
Bis zu einer möglichen Verurteilung hofft Joseph Rammusa weiter auf Wiedereröffnung der Mine.
„Ein Käufer arbeitet am Neustart“, will er glauben. „Nicht jeder wird Arbeit finden, aber diejenigen, die eine haben werden, werden uns etwas Leben in das Dorf zurückbringen.“
© 2017 AFP

2. PHOTOS WATCH
Joseph Rammusa steigt über eine Wasserleitung vom Stadtreservoir
Joseph Rammusa enjambe une canalisation d’eau du réservoir de la localité, le 23 mars 2017

Das aufgegebene Krankenhaus der Mine – L’hôpital à l’abandon

Gebäude des ehemaligen Golfclubs – Le bâtiment à l’abandon de l’ancien golf de Blyvooruitzicht

Elliot Matshoba in einem der ehemaligen Büros der Mine
Elliot Matshoba dans l’une des pièces des anciens bureaux de la mine

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1. En Afrique du Sud, quand la mine ferme… LIRE
28.05.2017 à 11:00 – Par Philippe ALFROY – AFP
Au bout d’une route étroite, un parking défoncé puis un bâtiment à l’état de squelette mangé par les hautes herbes. C’est tout ce qui reste du golf de la ville minière de Blyvooruitzicht. Jadis symbole de son opulence, il est désormais le témoin de sa décadence.
Joseph Rammusa, 53 ans, fut le fier président du club de golf. Le dernier. Car en 2013, la vie de sa cité, à une centaine de kilomètres à l’est de Johannesburg, a brutalement basculé.
“Le 12 août au soir, on m’a fait venir d’urgence au bureau pour imprimer un document”, raconte l’ex-employé. “J’ai commencé à le lire et, là, ça a été le choc… J’ai compris que notre mine avait été placée en liquidation.”
Depuis 70 ans, Blyvooruitzicht était assise sur l’un des filons d’or les plus riches de toute l’Afrique du Sud. La mine était même l’une des plus importante du pays dans les années 60.
Jusqu’à ce que, au nom de la rentabilité, l’exploitant décide de mettre la clé sous la porte et qu’il abandonne les 1.700 salariés au chômage, aux pollutions et aux pillards. Et ce, même si en 2011, le site produisait encore 121.000 onces d’or (3,4 tonnes) — loin toufefois des 750.000 onces des plus grosses mines au monde.
Ce cas est loin d’être isolé: en Afrique du Sud, les fermetures de mines, l’une des principales richesses du pays, se succèdent au gré des grèves et des variations du prix des matières premières. Les mines d’or de plus en plus profondes nécessitent une importante main-d’œuvre et deviennent de moins en moins rentables.
Autrefois premier producteur d’or au monde, le pays est aujourd’hui tombé à la 7e place, avec une chute de 40% de la production en 10 ans.
– Décharge et poussières toxiques –
Quand la mine a fermé à Blyvooruitzicht, “tout a commencé à s’écrouler”, dit Joseph Rammusa.
Licenciés, les ex-salariés n’obtiennent aucune indemnité en raison d’un litige entre les deux derniers opérateurs de la mine, les groupes DRD Gold et Village Main Reef.
Les 6.000 habitants de la ville perdent l’accès à l’eau et à l’électricité, jusque-là payées par la mine.
Pire, l’exploitant laisse une décharge industrielle à ciel ouvert: au moindre souffle de vent, Blyvooruitzicht est balayée d’un épais nuage de poussières toxiques.
Et dans les rues, les gangs se disputent, armes à la main, le recyclage des installations minières.
Quatre ans plus tard, rien n’a changé ou presque. Faute de travail, les ex-mineurs et leurs familles survivent grâce à la débrouille et aux petits boulots.
“J’ai un peu d’argent grâce à ma mère, qui touche des aides sociales”, admet Elliot Matshoba, 51 ans. “On se bat pour manger, pour l’eau, l’électricité…”, énumère l’ancien mineur, “même pour envoyer nos enfants à l’école”.
– ‘Tout le monde s’en fout’ –
Côté environnement, la situation ne s’est guère améliorée non plus. Les eaux usées se déversent dans les rues et l’eau potable ne coule que par intermittence.
Les autorités sont restées arc-boutées sur une lecture stricte de la loi sur les faillites. “Le gouvernement dit qu’il ne peut rien faire pour nous”, dénonce, amer, le porte-parole des résidents, Pule Molefe, 38 ans, “ça fait mal parce qu’on a l’impression que tout le monde s’en fout”.
“Pour la population, c’est le néant”, résume l’avocate Michael Clements. “D’un côté les autorités locales sont incapables de jouer leur rôle (…) de l’autre l’entreprise s’en va en claquant simplement la porte”.
Son ONG, Avocats pour les droits de l’Homme (LHR), a publié un rapport accablant sur Blyvooruitzicht qui dénonce “l’abdication” des politiques et des entreprises.
Selon la Chambre des mines, 40.000 emplois ont disparu dans le secteur en 2015 et 2016, près d’un dixième des effectifs.
– ‘On se nourrit de chacals’ –
Les dégraissages sont parfois violents. Comme à Kroondal, près de Pretoria. Après une grève en 2009, près de 4.000 salariés de cette mine de platine ont été licenciés sans indemnité car ils avaient refusé l’accord signé par leur syndicat.
Alors depuis sept ans, une poignée d’irréductibles occupe un foyer du site de Kroondal dans l’espoir d’une compensation. Environ 200 personnes y végètent dans des conditions d’un autre siècle. La tuberculose y fait des ravages.
“On se nourrit de chacals, de singes ou de chats, sauf à trouver quelqu’un qui nous offre de quoi manger”, décrit leur représentant, Elpideo Mutemba.
Lui aussi en veut au gouvernement. “Il ne nous aide pas parce que les gros bonnets de l’ANC (Congrès national africain, au pouvoir) ont des parts dans la compagnie”, dit-il.
Le propriétaire de la mine, Sibanye Gold, a demandé l’expulsion des “squatteurs”. En attendant un jugement, il continue à leur payer l’eau et l’électricité pour montrer sa “bonne volonté”, assure son porte-parole James Wellsted.
– ‘Faire un exemple’ –
Le patron de DRD Gold, lui non plus, ne se sent pas légalement obligé d’aider ses anciens salariés de Blyvooruitzicht.
“Vous ne pouvez pas demander à une entreprise de réparer ce qu’elle n’a pas cassé”, assène Niël Pretorius, qui attribue la fermeture du site au “comportement irresponsable” des syndicats et à celui “pas très réfléchi” de l’Etat.
Tout au plus se reconnaît-il un “devoir moral” en matière de “développement durable et social”.
Longtemps intouchables du fait de leur poids économique, les groupes miniers pourraient toutefois être contraints à changer: une plainte pénale pour atteinte à l’environnement vient d’être déposée contre trois propriétaires de Blyvooruitzicht. Pour la première fois, l’Etat s’y est associé et le parquet a décidé d’engager des poursuites.
A l’origine de cette plainte, la directrice de la Fédération pour un environnement durable (FSE) s’en félicite. “Ca va faire un exemple”, dit Mariette Liefferink, “désormais, les patrons seront responsables s’ils ne respectent pas la loi”.
En attendant une éventuelle condamnation, Joseph Rammusa continue, lui, à espérer la réouverture de sa mine.
“Un repreneur travaille au redémarrage”, veut-il croire. “Tout le monde ne retrouvera pas du travail mais ceux qui en auront nous ramèneront un peu de vie au village”.
© 2017 AFP

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Biafra gestern und heute: 50 Jahre Unabhängigkeitserklärung und Krieg / IPOB, Nnamdi Kanu

Minidossier deutsch & francais / + Photos
Biafra: 50 ans indépendance et guerre

TOP-PHOTO afp.com: Verhungernde Kinder posieren in einem Flüchtlingslager bei Aba, am 06. August 1968 während des Biafra-Krieges.
Des enfants affamés posent dans un camp de réfugiés près d’Aba, le 6 août 1968 pendant la guerre de Biafra.

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1. Fünfzigster Jahrestag des Biafra-Krieges zwischen Frustration und Hoffnung LESEN
05.28.2017 um 14:00 Uhr – Von Célia LEBUR – AFP
Nigeria erinnert Dienstag in einem angespannten Klima den Jahrestag der Ausrufung der Unabhängigkeit von Biafra (Süd-Ost), Schauplatz eines schrecklichen Bürgerkriegs von 1967 bis 1970, und wo separatistische Ansprüche fünfzig Jahre später wieder auftauchen.
Die wichtigsten separatistischen Gruppen, die Bewegung für die indigene Bevölkerung von Biafra (Ipob) und die Bewegung für die Verwirklichung des souveränen Staates von Biafra (MASSOB) haben zu einem toten Tag aufgerufen und die Menschen aufgefordert, „zu Hause zu bleiben“, um der Gründung der Republik Biafra am 30. Mai 1967 zu gedenken.
Viele befürchten Gewaltausbrüche und die nigerianischen Sicherheitskräfte sind auf „Alarmstufe Rot“ in den heißen Punkten des ehemaligen Biafra wie Aba (Bundesstaat Abia) und Onitsha (Bundesstaat Anambra), wo Demonstrationen sich im vergangenen Jahr in Blutvergießen verwandelten.
Nach drei Jahren Krieg und mehr als einer Million Toten legten die biafrischen Soldaten, zehnmal weniger an Zahl und Ausrüstung als das Bundesheer, 1970 ihre Waffen nieder und verabschiedeten sich von ihren Träumen der Sezession.
Aber 50 Jahre später bleibt die Geschichte von Biafra ein äußerst sensibles Thema in Nigeria.
„Nigeria hat seit dem Ende des Krieges nichts für uns getan. Wir haben keine Straßen, keine Infrastruktur, keine Arbeit“, sagte John Ahaneku, ein Aktivist von 48 Jahren, gegenüber AFP. „Es ist Zeit, zu beenden was unsere Vorfahren begannen.“
Die Frustrationen Igbo – der ethnischen Mehrheit im Südosten – sind über Jahrzehnte gewachsen. In den langen Jahren der Militärherrschaft, die dem Krieg folgte, fühlten sie sich von der wirtschaftlichen und politischen Macht ausgeschlossen, dominiert von den Hausa-Fulani und den Yoruba, den beiden anderen wichtigsten ethnischen Gruppen des Landes. Erst nach der Rückkehr zur Demokratie im Jahr 1999 sind die separatistischen Bestrebungen nach und nach wieder aufgetaucht.
Die derzeitigen Hauptseparatistengruppen fordern ein Referendum zur Selbstbestimmung.

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Sie werfen dem ehemaligen General Muhammadu Buhari, ein Muslim aus dem Norden und Nigeria’s Präsident seit 2015, vor, ihre Meinungsfreiheit heftig zu unterdrücken.
Die Verhaftung und Inhaftierung Ende 2015 des Ipob-Führers Nnamdi Kanu wegen Verrat war ein Wendepunkt. Amnesty International hat die nigerianischen Sicherheitskräfte beschuldigt, im vergangenen Jahr „mindestens 150 Mitglieder und Unterstützer“ von Ipob getötet zu haben – was Abuja rundweg dementiert.
Mindestens 60 von ihnen wurden während der Gedenkfeiern des Bürgerkriegs in Biafra am 30. Mai 2016 in Onitsha getötet, laut der NGO.
– Autonomistische Solidarität –
Am Donnerstag warnte Vizepräsident Yemi Osinbajo vor dem Risiko der Explosion in einem Land mit fast 250 ethnischen Gruppen, zwischen einem muslimischen Norden und einem christlichen Süden geteilt.
Der fünfzigste Jahrestag der Ausrufung der Unabhängigkeit von Biafra ist „die Möglichkeit, eine individuelle und kollektive Selbstbetrachtung zu führen“, sagte er.
„Einige deuten heute darauf hin, dass wir zu den ethnischen Nationalitäten, aus denen Nigeria gebildet wird, zurückkehren müssen“, sagte er. „Offensichtlich liegt unsere Stärke aber in unserer Vielfalt, sind wir zusammen besser als auseinander.“
Die Behörden in Abuja stehen heute vor einer Vielzahl von mehr oder weniger heftigen separatistischen Forderungen, die die Einheit des Landes bedrohen.
In der Ölregion des Niger-Deltas – das Teil des unabhängigen Biafra zu Beginn des Krieges war – hat die Sabotage von bewaffneten Rebellengruppen im Jahr 2016 die Produktion des schwarzen Goldes beschnitten und die Wirtschaft des westafrikanischen Riesen stark beeinträchtigt.
Trotz unterschiedlicher Interessen bekundeten pro-Biafra Gruppen und Delta-Rebellen öffentlich ihre gegenseitige Solidarität in ihrem Kampf.
Nach Einschätzung von Experten ist die Repression gegen Unabhängigkeits-Demonstrationen nicht die richtige Antwort und führte zu einer weiteren Radikalisierung der Jugend im Südosten.
Laut einer im Mai von der Londoner Beratungsfirma SBM-Intelligence durchgeführten Feldstudie „gibt es im Süden und Südosten wachsende Unterstützung für ein unabhängiges Biafra.“
Insgesamt 42% der Befragten fordern eine Wiederbelebung von Biafra, während fast die Hälfte (49,3%) ihre Zukunft in einem vereinten Nigeria sehen, sofern „Föderalismus“ herrscht.
„Man kann eine Ideologie nicht mit einer Waffe töten“, sagt Don Okereke, Chef der Beratungsfirma in Sicherheitsfragen Holistic Security Background Checks.
© 2017 AFP

Drei Jahre Unabhängigkeit
Die Republik Biafra: Am 30. Mai 1967 rief der Militär­gouverneur Chukwuemeka Odumegwu Ojukwu von der Volksgruppe der Igbo im erdölreichen Südosten von Nigeria die Republik Biafra aus.
Die Vorgeschichte: In Nigeria war es zu Ausschreitungen zwischen christlichen Igbo und muslimischen Haussa gekommen; es gab Zehntausende Todesopfer.
Der Krieg: Am 6. Juli 1967 ­griffen nigerianischen Truppen Biafra an, bei Luftangriffen setzten sie auch Napalm ein. Es wurde eine Blockade über Biafra verhängt, die den Hungertod vieler Igbo zur Folge hatte. Der Krieg endete im Januar 1970 mit der Kapitulation Biafras. Bis zu 2,5 Mio. Menschen sind umgekommen.
Die Hilfe: 1968 gründete Tilman Zülch in Hamburg gemeinsam mit Klaus Guerke die „Aktion: Biafra Hilfe“, aus der später die „Gesellschaft für bedrohte Völker“ hervorgegangen ist.

2. Der Biafra Krieg: eine schmerzhafte Seite in der Geschichte von Nigeria Chronik – LESEN
05.28.2017 um 14:00 Uhr – von Antoinette CHALABY-Moualla – AFP
Am 30. Mai 1967 spaltet sich das Igbo-Land im Südosten Nigerias ab. Weniger als drei Jahre später und um den Preis einer rücksichtslosen Blockade und mehr als einer Million, meist an Hunger und Krankheit Gestorbenen, ist die „Republik Biafra“ von der Landkarte weg.
– Sezession des reichen Biafra –
Am 30. Mai 1967 verkündete der Militärgouverneur von Ost-Nigeria, Odumegwu Ojukwu, die „Unabhängige Republik Biafra“, zwei Tage nach der Entscheidung des Staatschefs Yakubu Gowon, die Föderation in 12 Staaten zu zerteilen, davon drei für den Südosten Nigerias mit den Ölreserven des Landes.
Biafra, weniger als 10% des nigerianischen Territoriums, hatte damals 14 Millionen Einwohner von den 55 des Verbundes. Die Bevölkerung, vor allem Christen, bestand zu zwei Dritteln aus Igbo (Ethnie).
Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1960 hatte das Land es geschafft, seine Einheit innerhalb einer Föderation zu bewahren. Aber die Igbo fühlten sich aus dem sozio-politischen Leben ausgeschlossen, und auch von den beiden anderen wichtigsten ethnischen Gruppen, den Hausa-Fulani (Norden) und den Yoruba (Südwesten), verfolgt.
Im Januar 1966 hatte Nigeriae seinen ersten, von einem Igbo geführten, Putsch erlebt. Dem folgte im Juli ein Gegenputsch aus dem Norden. Massaker an Igbos fanden im Norden statt, und fast zwei Millionen Igbo kehrten als Flüchtlinge in ihre Region zurück.
Seit der Ankündigung der Ausrufung der „Republik Biafra“ finden Jubeldemonstrationen in der abtrünnigen Provinz statt.
Aber die Bundesregierung kann diese Trennung nicht akzeptieren: Der Osten der Region ist reich an landwirtschaftlichen Ressourcen, Bergbau und vor allem an Öl.
– Luftangriffe und Blockade –
Yakubu Gowon verordnet die allgemeine Mobilmachung und qualifiziert die Ausrufung des Staates Biafra als einen „Akt der Rebellion“, der „zerquetscht“ werden müsse. Bundesbehörden und Militär legen eine Blockade gegen Nigerias Südosten auf.
Am 6. Juli 1967 beginnt die Armee eine allgemeine Offensive. Die erste Bombardierung aus der Luft findet statt. Im Oktober nimmt der „Bund“ Enugu, die Hauptstadt von Biafra, ein und dann den Hafen von Calabar. Onitsha und Port Harcourt werden in den ersten Monaten des Jahres 1968 eingenommen.
Der Umfang des Konflikts geht über die Grenzen des Landes hinaus. Großbritannien, die Sowjetunion und die Organisation der Afrikanischen Einheit (OAU, die zukünftige Afrikanische Union) kollaborieren mit der Bundesregierung, während nur wenige afrikanische Länder und Frankreich Biafra unterstützen.
– Humanitäres Drama –
Am 3. Juli 1968 schätzt ein Vertreter des Roten Kreuzes die Zahl der Menschen, die von dem Konflikt betroffen sind, auf zwischen acht und zwölf Millionen. Ihm zufolge sterben in Biafra jeden Tag zweihundert Menschen an Hunger.
Im August erzählt ein Sondergesandter von AFP: „Man meint, eine Parade von Geistern zu sehen, dünn und leise und in ihre grauen Lumpen gewickelt (…) Fast alle sind Frauen und alt. Es gibt nicht mehr viele Kinder in Biafra (…).

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Die Flüchtlinge, die den Lärm der Bundesgeschütze entfliehen, sind hungrig. Die Schlinge wird immer enger. ”
Ende August spricht er über eine Million neuen Flüchtlingen vor den Bundestruppen in 15 Tagen. „Eine Person stirbt jede Viertelstunde. Die Flüchtlinge sterben an Hunger und Erschöpfung“, schrieb er.
Die Hungersnot wird mediatisiert. Die Bilder von Kindern in Not mit durch Unterernährung und Rachitis aufgeblähten Bäuchen schockieren.
Eine Handvoll entschlossener französischer Ärzte, die für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) arbeiten (dabei der zukünftige französische Minister Bernard Kouchner), entscheidet, nunmehr weder Konventionen noch politische Grenzen zu respektieren und im Namen der Humanität zu intervenieren. Sie werden am Ende des Jahres 1971 die NGO Ärzte ohne Grenzen erschaffen.
– Das Ressentiment –
Im August-September 1968 startet die Armee eine Großoffensive und nimmt mehrere Städte, darunter Aba, ein. Im März-April 1969 fällt die neue biafrische Hauptstadt Umuahia in die Hände der Armee.
Nach Razzien der „Rebellen“ gegen die Ölquellen verstärkt der „Bund“ seine Blockade und verbietet Flüge des Internationalen Roten Kreuzes. Nur die christlichen Kirchen und das Französische Rote Kreuz unternehmen weiterhin ihre humanitären Flüge, unter zunehmend gefährlichen Bedingungen.
Anfang Januar 1970 startet das Bundesheer seinen letzten Angriff.
Am 15. Januar endet der Alptraum: Biafra existiert nicht mehr. Ojukwu floh am 11. Januar in die Elfenbeinküste und sein Stellvertreter Philip Effiong formalisierte am selben Morgen in Lagos die Übergabe von Biafra an General Gowon.
Das „vereinte Nigeria“ nimmt seinen Platz ein. „Kein Sieger, keine Besiegten“, sagt General Gowon, der die nationale Aussöhnung befürwortet. Allerdings schafft der Konflikt eine große Verstimmung zwischen dem Südosten und dem Rest des Landes, und wird ein großes Tabu im kollektiven Gedächtnis bleiben.
Der Osten nimmt seinen Platz in der Föderation wieder ein, aber der Bürgerkrieg gab der Armee beträchtliches Gewicht, deren Putsche das politische Leben bis 199 interpunktieren werden.
© 2017 AFP

3. Nnamdi Kanu, die neue Stimme des pro-Biafra Separatismus Portrait – LESEN
2017.05.29 um 14:00 Uhr – Von Célia LEBUR Patrick Brisibe Warri – AFP
Das Gefängnis hat seinen Kampf in Nigeria nicht berührt. Stattdessen gab es dem lange falsch verstandenen jungen Führer der Biafranischen Unabhängigkeit Nnamdi Kanu einen Namen. Und brachte ihn auf die Vorderseite der politischen Bühne.
Mit langsamen Schritt schreitet er durch den Hof der Familie in seiner Heimatstadt Umuahia (Südosten Nigerias), dieser von einer Schar von Anhängern in den rot-schwarz-grünen Farben der Biafra-Flagge gefeierte „Retter“. Er trägt die Insignien eines traditionellen Chefs.
„Ich bin entschlossener denn je“, verkündet leise der Führer der Unabhängigkeitsbewegung für indigene Völker von Biafra (Ipob), der nach 18 Monaten hinter Gittern Ende April auf Kaution freigelassen wurde.
Noch unter der Anklage des „Verrats“ stehend, scheint er sich nicht um die Bedingungen zu scheren, die ihm vom Gericht bei seinem Ausgang auferlegt wurden: förmliches Verbot, mit der Presse zu sprechen und in Versammlungen von mehr als 10 teilnehmenden Menschen.
Keine Frage für ihn, bei der Annäherung des Stichtags zu schweigen, dem fünfzigsten Jahrestag der Ausrufung der Unabhängigkeit von Biafra.
Sein Ziel? Der „zivile Ungehorsam“ bis zu einem Referendum über die Selbstbestimmung für die Region. Er fordert auf zu „absolutem Boykott“ aller Wahlen.
Nach dem Tod von über einer Million Menschen und einem gescheiterten Aufstand wurde Biafra schließlich in Nigeria reintegriert, diesem regelmäßig von interkommunalen Spannungen erschütterten ethnischen und religiösen Mosaik von fast 200 Millionen Menschen.
Aber im Igbo Gebiet hat sich der Traum von Unabhängigkeit nie wirklich zerstreut, angetrieben durch das Gefühl, von der nigerianischen Regierung liegen gelassen worden zu sein.
Im Gegenzug strömen Veteranen und junge Aktivisten abwechselnd herein, um die Redetalente des Vierzigerjährigen mit runden Gläsern zu hören, der die Frage aufgeworfen hatte. Im Wohnzimmer, wo er empfängt, zeigt ein eine ganze Wand bedeckendes Gemälde den verlorenen Sohn in Kampfhaltung.
Der Führer prangert durcheinander die „Tötungen“ und „Vergewaltigungen“ an, die die Igbo von den Sicherheitskräften erlitten, die „vorsätzliche Politik“ unter der Präsidentschaft des muslimischen Muhammadu Buhari, die sein Volk „verarmen lässt“.
Seine Kindheit verbrachte er in Umuahia, der ehemaligen Hauptstadt des unabhängigen Biafra, nur wenige Meter weg vom ehemaligen Bunker der Biafra-Kräfte. Sie ist wahrscheinlich nicht ohne Bezug zu seinem politischen Engagement.
Er wurde während des Krieges gerade mal geboren – er weigert sich, sein Alter anzugeben – aber der Älteste in einer Familie von fünf Kindern wird sehr jung von Geschichten seines Vater bewegt, der logistisch den Widerstand unterstützt hatte.
– Verlorener Stamm Israels –
Den meisten Nigerianern noch vor zwei Jahren unbekannt, hatte der Unabhängigkeitsaktivist seine virulenten Hetzreden gegen die Zentralregierung lange von London aus gehalten, wo er am Ende seines Studiums ansiedelt und den Piratensender Radio Biafra im Jahr 2009 gründet.

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Er arbeitet in Immobilien und geht nachts auf Sendung in seinem Radio. Er trat zeitweise einer anderen separatistischen Gruppe bei, der Bewegung für die Verwirklichung des souveränen Staates Biafra (MASSOB), deren Tür er zuschlagen und die Ipob im Jahr 2013 gründen wird.
Kanu überquert die rote Linie, als er offen zu den Waffen ruft, zwei Jahre später auf dem Igbo World Congress in Los Angeles: „Wir brauchen Waffen, und wir brauchen Kugeln (…) Wenn wir (die Schaffung von) Biafra nicht bekommen, wird jeder sterben. ”
Er wurde im Oktober 2015 bei einem Besuch in Nigeria in seinem Hotel festgenommen.
Diese Verhaftung war „unangemessen und nicht gerechtfertigt“, sagte der nigerianische Politologe Fred Anibeze. „Er benutzte die Sache von Biafra verwendet, um einfache Werbung für Radio Biafra zu bekommen, und das stärkte den Halbgott, der er seit seiner Freilassung geworden ist“, sagte er gegenüber AFP.
Seine Haft löste den Zorn der Igbo aus, und mehrere Demonstrationen für seine Freilassung verwandelten sich in ein Blutbad.
Nach Angaben von Amnesty International haben die nigerianischen Sicherheitskräfte „mindestens 150 Mitglieder und Anhänger der pro-Biafra Ipob-Organisation“ im Laufe des Jahres 2016 getötet, was Abuja im Block abstreitet.
Kanu verkörpert „die Bestrebungen einer neuen Generation, militanter und radikaler“ als die Älteren, die den Krieg erlebt haben, versichert Don Okereke, Security Analyst. „Er sagt den Menschen genau das, was sie hören wollen.“
Wenn es auch schwierig ist, ihre Mobilisierungsfähigkeit im Südosten des Landes genau zu kennen, haben seine Anhänger seit seiner Freilassung fast einen Kult um seine Person gemacht. Und man muss sagen, dass Kanu, permanent von einem beeindruckenden Sicherheitsdienst geschützt, der jeden seiner Besucher gründlich durchsucht, die Legende unterhält.
Religion ist allgegenwärtig in den Reden von ihm, jetzt trägt er den Tallit (Tallit) und hält den Sabbat ein. Es begann alles mit einer „Offenbarungs Vision“ während einer Reise nach Jerusalem: Igbo – die überwiegende Mehrheit von ihnen sind Christen – stammen tatsächlich von einem verlorenen Stamm Israels ab.
Biafra ist das „gelobte Land“, das Wiederzuerrichten er sich die Aufgabe gab. Und in Ipob trägt man nun die Kippa.
© 2017 AFP

4. 50 Jahre Unabhängigkeitserklärung – Der Traum von Biafra Reportage aus taz.de —
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30.05.2017 – Von Katrin Gänsler – http://www.taz.de/Politik/Afrika/!p4621/
Im Südosten Nigerias lebt die Idee von einem eigenen Staat wieder auf. Nnamdi Kanu wird als zukünftiger Präsident eines neuen Staates verehrt.

ENUGU/UMUAHIA taz | Ozor Onyebuchi hat einen seiner besten Anzüge aus dem Schrank geholt. Die frisch gebügelte Hose und die Leinenjacke leuchten schick in einem hellen Blauton. Bis vor wenigen Minuten hat Onyebuchi, der in der südostnigerianischen Stadt Enugu als Manager für ein Tagungszentrum arbeitet, noch kurze Jeans und ein schwarzes T-Shirt getragen. Jetzt hält er Handy, Notizbuch und Kugelschreiber in der Hand und nickt: „Ich bin fertig. Von mir aus können wir fahren.“
Er wirkt ein wenig aufgeregt, da sich vor einer halben Stunde eine unerwartete Möglichkeit geboten hatte. Onyebuchi wird Nnamdi Kanu treffen, den bekanntesten Befürworter eines unabhängigen Staats Biafra, der von Oktober 2015 bis April 2017 im Gefängnis saß. Nur gegen hohe Auflagen kam er vor gut vier Wochen auf freien Fuß. Eine Auflage lautet, dass er Journalisten keine Interviews geben darf. Einem Gespräch stimmt er trotzdem, ohne zu zögern, zu. Onyebuchi, der Politikwissenschaften und Internationale Beziehungen studiert hat, kommt mit.
Die Fahrt von Enugu in die Stadt Umuahia verläuft meist schweigend. Die Straße, die bis in die Ölmetropole Port Harcourt führt, gilt als einigermaßen gut. In Wahrheit ist sie an vielen Stellen eine Schlaglochpiste, die nur selten vierspurig ist. Der Himmel ist wolkenverhangen. Onyebuchi sagt nicht explizit, was er von Nnamdi Kanu und seiner Bewegung „Indigenous People of Biafra“ (IPOB) hält. Doch die Biafra-Idee fasziniert ihn wie viele junge Nigerianer aus der ­ethnischen Gruppe der Igbo, die die Region im Südosten besiedeln. „Anfangs war ich unsicher, aber jetzt redet jeder über Biafra“, sagt er irgendwann knapp. Geht man durch Onyebuchis Heimatstadt Enugu und spricht vor allem mit jungen Menschen, so scheinen Begeisterung und Interesse tatsächlich immer größer zu ­werden.
In Zeiten, in denen in der ganzen Welt wieder stärker über Nationalismus diskutiert wird, wollen auch die Biafra-Anhänger wieder einen eigen Staat: Biafra. Auch Onyebuchi sagt: „Wenn es in ein paar Monaten ein Referendum geben würde, dann würde ich durchaus für die Unabhängigkeit stimmen.“ Genau vor 50 Jahren war es schon einmal so weit. Biafra spaltete sich von Nigeria ab, die Igbo gründeten ihren eigenen Staat. Im anschließenden Sezzessionskrieg starben bis zu 2,5 Millionen Menschen. Vor allem die Bilder von hungernden Kindern entsetzten damals die Welt.
Überall sitzen Biafra-­Unterstützer
Vom Grauen des Kriegs spricht in Umuahia niemand mehr. Es ist die Hauptstadt des Bundesstaates Abia und wurde, nachdem Enugu von der nigeria­nischen Armee eingenommen worden war, auch Biafras letzte Hauptstadt. Ein Zentrum gibt es ebenso wenig wie auffällige Gebäude. Dennoch hat sich die Stadt einen Namen gemacht, da Nnamdi Kanus Elternhaus an einer ruhigen Seitenstraße steht. Seit er vorläufig aus der Haft entlassen wurde, ist es zu seinem Unterschlupf geworden.
Die Mauern, die das Grundstück umgeben, sind hoch, Wachmänner stehen vor der Tür. „Handys ausschalten“, blafft einer. Emmanuel Kanu, Nnamdis jüngerer Bruder, tut sie mit einer Handbewegung ab und führt uns über den Innenhof in das Haupthaus. Überall sitzen Biafra-­Unterstützer. Einige haben Flaggen in den Nationalfarben Rot, Schwarz und Grün mitgebracht, andere tragen ähnliche T-Shirts. Ozor Onyebuchi schaut nach rechts und links, sagt aber nichts. Trotzdem scheint er jede Bewegung zu registrieren.

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Es dauert ein wenig, bis die vorherigen Besucher aufbrechen und Emmanuel Kanu uns zum Empfangszimmer seines Bruders vorausgeht. Nnamdi Kanu sitzt zurückgelehnt in einem großen Sessel mit breiten Armlehnen. Hinter ihm steht ein Selbstporträt, das ihn in Uniform und als Staatschef eines Landes zeigt, das es nur für seine Anhänger gibt. Nicht zu Unrecht nennen ihn einige seiner Anhänger „Messias“ oder „Prophet“. Nnamdi Kanu macht seinen Sessel zum Thron. Ozor Onyebuchi hat sein Notizbuch aufgeschlagen und wartet darauf, eine Antwort auf seine drängendste Frage zu bekommen: Gibt es einen Plan für die weitere Entwicklung von Biafra?
Der Messias redet ruhig und eloquent
Kanu galt lange als laut und arrogant. Nun präsentiert er sich als ruhiger und eloquenter Redner. Er ist Direktor von Radio Biafra, einem Onlinesender mit Sitz in London. Als er im Oktober 2015 nach Nigeria reiste, wurde er in Lagos vom Geheimdienst verhaftet, der ihm eine kriminelle Verschwörung, Zugehörigkeit zu einer illegalen Organisation und Einschüchterung zur Last legte. Seitdem ist es immer wieder zu Polizeieinsätzen gegen Pro-Biafra-Demonstranten gekommen, was unter anderem die Menschenrechtsorganisation Amnesty Interna­tio­nal angeprangert hat.
Aus seiner Gefängniszeit habe er noch immer ein paar Gesundheitsprobleme. Allerdings hätten die langen Monate eines gezeigt: „Mich hat das Gefängnis nicht davon abgehalten, IPOB zu führen.“ Tatsächlich war die Bewegung lange aus der öffentlichen Diskussion verschwunden und tauchte erst 2015 wieder auf. Dazu beigetragen, so interpretieren es die Biafra-Anhänger, habe ausgerechnet Präsident Muhammadu Buhari, der Muslim aus dem Norden. Sein Ansatz, Unabhängigkeitsforderungen mithilfe von Polizeieinsätzen einzudämmen, hat der Bewegung mehr genutzt als geschadet.
Nach fast versöhnlichen Worten redet sich Kanu in Fahrt. Mit seinen ausladenden Gesten versucht er, dem Gesagten Nachdruck zu verleihen. Es ist die Ungleichheit zwischen Nord und Süd, die Nigeria für ihn und seine Anhänger untragbar macht. „In Nigeria gibt es eine systematische Unterdrückung von Menschen aus Biafra. Das Leben ist nicht mehr lebenswert.“ Weder flucht Kanu noch wird seine Stimme laut. Vielmehr wirkt er wie ein Pastor, von denen es in Nigeria unzählige gibt und die sich riesiger Gefolgschaften erfreuen.
Boko Haram scheint geschwächt
Irgendwann werden Aussagen zu Anschuldigungen, und Kanu fängt an, mit der Angst seiner Anhänger zu spielen. Ein beliebtes Bild ist das des brutalen, unzivilisierten Muslims aus dem Norden, der Andersgläubige tötet. Bis heute heißt es hinter vorgehaltener Hand mitunter, dass die Entführung der einst 276 Schülerinnen von Chibok durch die Terrorgruppe Boko Haram wahrscheinlich nur ein politisches Komplott war, um den damaligen christlichen Präsidenten Goodluck Jonathan zu schwächen. In seiner Amtszeit konnte sich die Miliz ungehindert im Nordosten Nigerias ausbreiten. Heute scheint es, als wäre sie sehr geschwächt. Allerdings hatten die Kämpfe im Nordosten zur Folge, dass die Landwirtschaft in der Region über Jahre brachlag, was zu akuter Nahrungsknappheit geführt hat. Rund 5 Millionen Menschen können sich derzeit nicht ausreichend ernähren.
„Hast du solche Straßen, die wir haben, mal in Deutschland gesehen?“, fragt Nnamdi Kanu ein paar Minuten später. Ein paar Zuhörer nicken, seufzen leicht und denken an die vielen Schlaglöcher. Schlechte Infrastruktur und Marginalisierung sind weitere Reizthemen. Dazu kommt, dass seit der Unabhängigkeit 1960 nie ein Igbo Präsident wurde und wichtige politische Ämter mit „Northerners“ – Menschen aus dem Norden – besetzt würden.
Ozor Onyebuchi macht sich ein paar Notizen und hört sehr aufmerksam zu. Nach 20 Minuten ist das Treffen vorbei, da schon die nächsten Besucher warten. Der junge Mann bittet um ein Foto mit Nnamdi Kanu. Eilig werden zahlreiche Smartphones aus den Taschen gekramt und verwackelte Bilder gemacht. Zum Schluss kann Onye­buchi doch noch seine drängendste Frage loswerden: „Gibt es eigentlich einen Fahrplan, wie es nun politisch und wirtschaftlich weitergehen soll?“ Kanu antwortet bereit­willig, ohne konkret zu werden. Die Antwort ist so höflich wie schwammig.
Sehen, wie er wirklich ist
Es geht an den Wachmännern vorbei zum Auto und nach Enugu. Die Stimmung ist ausgelassen, und Onyebuchi wirkt erleichtert. Der Ausflug hat sich gelohnt. „Ich wollte sehen, wie er wirklich ist. Nnamdi Kanu ist ernsthaft und weiß, was er will“, lobt der junge Mann den IPOB-Anführer. Dennoch bleibt auch Enttäuschung zurück. Er sitzt auf dem Beifahrersitz und dreht sich zum Gespräch nach hinten um. „Nnamdi Kanu hat nur gesagt, dass die weitere Vorgehensweise für Wirtschaft und Politik noch bekannt gegeben wird. Dabei ist das doch der Kern.“ Mit einem Mal ist es ihm zu viel Gerede über Identität und Zugehörigkeit. „Das wissen wir doch alles schon. Aber um einen Staat zu führen, gehört noch viel mehr dazu.“
Bisher gibt es keine verlässlichen Angaben darüber, wie viele Menschen eine Unabhängigkeit überhaupt unterstützen würden. Außerhalb Biafras will kaum jemand etwas davon wissen. Spricht man darüber, wird meist nur eine abfällige Handbewegung gemacht, wie um eine Fliege zu verscheuchen.

5. PHOTOS WATCH
3 PHOTOS -Mitglieder der Bewegung für die indigene Bevölkerung von Biafra (Ipob) feiern Schabbat, 27. Mai 2017 in Umuahia, Nigeria – AFP FOTO / STEFAN HEUNIS
Des membres du Mouvement pour les peuples indigènes du Biafra (Ipob) fêtent Shabbat, le 27 mai 2017 à Umuahia, au Nigeria


Zivilisten fliehen aus Aba nach Umuahia, der neuen Hauptstadt der Republik Biafra, 28. August 1968 — AFP FOTO / Francois Mazure
Des civils fuient Aba pour se rendre à Umuahia, la nouvelle capitale de la République du Biafra, le 28 août 1968

Soldaten der nigerianischen Bundesarmee auf Patrouille in der Nähe des zerstörten Gefängnisses von Calabar, nachdem sie die Stadt den Biafra -Rebellen genommen hatten, 16. November 1967 – AFP FOTO / Colin HAYNES
Des soldats de l’armée fédérale du Nigeria patrouillent près de la prison détruite de Calabar, après avoir pris la ville aux rebelles du Biafra, le 16 novembre 1967

Der Militärgouverneur von Ost-Nigeria, Odumegwu Ojukwu (l), verkündet die „unabhängige Republik Biafra“, 30. Mai 1967 – AFP FOTO /
Le gouverneur militaire du Nigeria oriental, Odumegwu Ojukwu (g), proclame la “République indépendante du Biafra”, le 30 mai 1967

Aus Biafra evakuierte Kinder in einem vom Internationalen Roten Kreuz und der Hilfsorganisation „Terre des Hommes“ gecharterten Flugzeug Richtung Libreville in Gabun, 2. Oktober 1968 — AFP FOTO / Francois Mazure
Des enfants évacués du Biafra assis dans un avion, affrété par la Croix-Rouge internationale et l’organisation humanitaire “Terre des hommes”, qui les emmènent à Libreville, au Gabon, le 2 octobre 1968

Junge Miliz-Frauen der Zivilverteidigung paradieren während ihrer militärischen Ausbildung, am 17. August 1967 in Enugu – AFP FOTO / Colin HAYNES
Des jeunes miliciennes de la défense civile défilent lors d’une formation militaire, le 17 août 1967 à Enugu

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1. Cinquantenaire de la guerre du Biafra entre frustration et espoir LIRE
28.05.2017 à 14:00 – Par Célia LEBUR – AFP
Le Nigeria commémore mardi dans un climat tendu l’anniversaire de la proclamation d’indépendance du Biafra (sud-est), théâtre d’une terrible guerre civile de 1967 à 1970 et où les revendications sécessionnistes refont surface cinquante ans plus tard.
Les principaux groupes indépendantistes, le Mouvement pour les peuples indigènes du Biafra (Ipob) et le Mouvement pour la réalisation de l’Etat souverain du Biafra (Massob) ont prévu une journée morte, appelant la population à “rester chez soi” pour commémorer la création de la République du Biafra, le 30 mai 1967.
Beaucoup craignent des éruptions de violences et les forces de l’ordre nigérianes seront en “alerte rouge” dans les points chauds de l’ex-Biafra, comme Aba (Etat d’Abia) et Onitsha (Etat d’Anambra) où des manifestations ont tourné au bain de sang l’an dernier.
Après trois années de guerre et plus d’un million de morts, les soldats biafrais, dix fois moins nombreux et équipés que l’armée fédérale, ont déposé les armes en 1970 et dit adieu à leurs rêves de sécession.
Mais cinquante ans plus tard, l’histoire du Biafra reste un sujet extrêmement sensible au Nigeria.
“Le Nigeria n’a rien fait pour nous depuis la fin de la guerre. Nous n’avons ni routes, ni infrastructures, ni travail”, affirme à l’AFP John Ahaneku, un militant de 48 ans. “Il est temps d’achever ce que nos pères ont commencé”.
Les frustrations des Igbo – majoritaires dans le sud-est – ont grandi au fil des décennies. Durant les longues années de régimes militaires qui ont suivi la guerre, ils se sont sentis exclus du pouvoir économique et politique, dominé par les Haoussa-Foulani et les Yorouba, les deux autres principaux groupes ethniques du pays. Ce n’est qu’après le retour à la démocratie, en 1999, que les aspirations sécessionnistes ont peu à peu refait surface.
Les principaux groupes indépendantistes actuels réclament la tenue d’un référendum d’autodétermination.
Ils accusent l’ancien général Muhammadu Buhari, musulman originaire du nord élu président en 2015, de réprimer violemment leur liberté d’expression.
L’arrestation et l’incarcération fin 2015 du leader de l’Ipob, Nnamdi Kanu pour trahison a constitué un tournant. Amnesty International a accusé les forces de sécurité nigérianes d’avoir tué “au moins 150 membres et partisans” de l’Ipob au cours de l’année dernière – ce qu’Abuja nie en bloc.
Au moins 60 d’entre eux ont été tués lors des commémorations de la guerre civile du Biafra le 30 mai 2016 à Onitsha, selon l’ONG.
– Solidarités autonomistes –
Jeudi, le vice-président Yemi Osinbajo a mis en garde contre les risques d’éclatement, dans un pays composé de près de 250 groupes ethniques, et divisé entre un nord musulman et un sud chrétien.
Le cinquantenaire de la proclamation d’indépendance du Biafra est “l’occasion de mener une instrospection individuelle et collective” a-t-il affirmé.
“Certain suggèrent aujourd’hui que nous devons revenir aux nationalités ethniques à partir desquelles s’est formé le Nigeria”, a-t-il dit. “De toute évidence, notre force se trouve dans notre diversité, nous sommes meilleurs ensemble que séparés”.
Les autorités d’Abuja sont aujourd’hui confrontées à une multitude de revendications autonomistes plus ou moins violentes qui menacent l’unité du pays.
Dans la région pétrolifère du Delta du Niger – qui faisait partie du Biafra indépendant au début de la guerre – les sabotages de groupes rebelles armés ont fait chuter en 2016 la production d’or noir, impactant lourdement l’économie du géant ouest-africain.
Malgré des intérêts divergents, groupes pro-Biafra et rebelles du Delta ont publiquement exprimé leur solidarité réciproque dans la lutte qu’ils mènent.
Vendredi, la police nationale a dénoncé les “manifestations prévues” mardi, “les consignes visant à fermer les marchés et à restreindre illégalement la circulation” par les groupes indépendantistes, appelant les Nigérians à les ignorer.
Les forces de l’ordre “n’hésiteront pas à traiter fermement tout groupe et ses soutiens qui tenteront de perturber la paix”, a prévenu un porte-parole de la police, Jimoh O. Moshood.
Selon des spécialistes, la répression opposée jusque-là aux manifestations indépendantistes n’est pas la bonne réponse et a eu pour conséquence de radicaliser davantage la jeunesse du sud-est.
Une étude de terrain menée en mai par la société de conseil SBM Intelligence, basée à Londres, a montré qu'”il y avait un soutien croissant pour un Biafra (indépendant) dans les régions du sud et du sud-est”.
Au total, 42% des personnes interrogées appellent de leurs voeux la renaissance du Biafra, tandis que près de la moitié (49,3%) voient leur avenir dans un Nigeria uni, mais à condition de pratiquer un “vrai fédéralisme”.
“Vous ne pouvez pas tuer une idéologie avec une arme”, souligne Don Okereke, qui dirige le cabinet de consultance en sécurité Holistic Security Background Checks.
© 2017 AFP
2. La guerre du Biafra: une page douloureuse de l’histoire du Nigeria Chronologie – LIRE
28.05.2017 à 14:00 – Par Antoinette CHALABY-MOUALLA – AFP
Le 30 mai 1967, le pays igbo, dans le sud-est du Nigeria, fait sécession. Moins de trois ans plus tard et au prix d’un impitoyable blocus et plus d’un million de morts, principalement de famine et de maladies, la “République du Biafra” est rayée de la carte.
– Sécession du riche Biafra –
Le 30 mai 1967, le gouverneur militaire du Nigeria oriental, Odumegwu Ojukwu, proclame la “République indépendante du Biafra”, deux jours après la décision du chef de l’Etat Yakubu Gowon de diviser la fédération en 12 Etats dont trois pour le sud-est du Nigeria, réserve pétrolière du pays.
Le Biafra, moins de 10% du territoire nigérian, compte alors 14 millions d’habitants sur les 55 de la fédération. Sa population, en majorité chrétienne, est composée aux deux tiers d’Igbo.
Depuis son indépendance en 1960, le pays était parvenu à préserver son unité au sein d’une fédération. Mais les Igbo se sentent exclus de la vie socio-politique, et même persécutés par les deux autres principales ethnies, les Haoussa-Foulani (nord) et les Yorouba (sud-ouest).
En janvier 1966, le Nigeria avait connu son premier coup d’Etat, mené par un Igbo, suivi, en juillet, par un contrecoup nordiste. Des massacres d’Igbo ont lieu dans le Nord, et près de deux millions de réfugiés regagnent leur région.
Dès l’annonce de la proclamation de la “République du Biafra”, des manifestations de liesse populaire ont lieu dans la province sécessionniste.
Mais le gouvernement fédéral ne peut accepter cette séparation: l’Est est la région la plus riche en ressources agricoles, minières, et avant tout pétrolières.
– Bombardements aériens et blocus –
Yakubu Gowon annonce la mobilisation générale et qualifie la proclamation de l’Etat du Biafra d'”acte de rébellion”, qui sera “écrasé”. Les autorités militaires fédérales mettent en place un blocus contre le Nigeria du sud-est.
Le 6 juillet 1967, l’armée déclenche une offensive générale. Les premiers bombardements de l’aviation commencent. En octobre, les “fédéraux” prennent Enugu, capitale du Biafra, puis le port de Calabar. Onitsha et Port Harcourt seront repris dans les premiers mois de 1968.
La portée du conflit dépasse les frontières du pays. La Grande-Bretagne, l’Union soviétique et l’Organisation de l’unité africaine (OUA, future Union africaine) s’allient au gouvernement fédéral, alors que seuls quelques pays africains et la France soutiennent le Biafra.
– Drame humanitaire –
Le 3 juillet 1968, un représentant de la Croix-Rouge estime entre huit et douze millions le nombre de personnes affectées par le conflit. Selon lui, deux cents personnes meurent de faim chaque jour au Biafra.
En août, un envoyé spécial de l’AFP raconte: “On croirait voir défiler des fantômes, maigres et silencieux drapés dans leurs loques grises (…). Presque tous sont des femmes et des vieillards. Il n’y a plus beaucoup d’enfants au Biafra (…). Les réfugiés vont le ventre creux, fuyant le bruit des canons des fédéraux. L’étau se resserre”.
Fin août, il parle d’un million de nouveaux réfugiés en quinze jours après l’avance des troupes fédérales. “Une personne meurt tous les quarts d’heure. Les réfugiés meurent de faim et d’épuisement”, écrit-il.
La famine va être médiatisée. Les photos d’enfants en détresse, de ventres ballonnés par la malnutrition et le rachitisme, choquent.
Une poignée de médecins français déterminés, travaillant pour le Comité international de la Croix-Rouge (CICR), dont le futur ministre français Bernard Kouchner, décident de ne plus respecter ni conventions ni frontières politiques, pour intervenir au nom de l’humanitaire. Ils crééront fin 1971 Médecins sans frontières.
– Ressentiment –
En août-septembre 1968, l’armée lance une importante offensive et reprend plusieurs villes, dont Aba. En mars-avril 1969, la nouvelle capitale biafraise, Umuahia, tombe aux mains de l’armée.
Après des raids des “rebelles” contre les puits de pétrole, les “fédéraux” renforcent leur blocus puis interdisent les vols de la Croix-Rouge internationale. Seules les églises chrétiennes et la Croix-Rouge française continuent leurs vols humanitaires dans des conditions de plus en plus périlleuses.
Début janvier 1970, l’armée fédérale lance son dernier assaut.
Le 15 janvier, le cauchemar prend fin: le Biafra n’existe plus. Ojukwu a fui le 11 janvier en Côte d’Ivoire, et son second, Philip Effiong, a officialisé le matin même à Lagos la reddition du Biafra auprès du général Gowon, reddition acquise depuis trois jours.
Le “Nigeria uni” reprend sa place. “Pas de vainqueur, ni de vaincu”, déclare le général Gowon, qui prône la réconciliation nationale. Toutefois, le conflit crée un immense ressentiment entre le sud-est et le reste du pays, et restera un grand tabou dans la mémoire collective.
L’Est reprend sa place dans la Fédération, mais la guerre civile a donné un poids considérable à l’armée, dont les coups d’Etat vont ponctuer la vie politique jusqu’en 1999.
© 2017 AFP
3. Nnamdi Kanu, la nouvelle voix de l’indépendantisme pro-Biafra Portrait – LIRE
29.05.2017 à 14:00 – Par Célia LEBUR, Patrick BRISIBE à Warri – AFP
La prison n’a entamé en rien son combat au Nigeria. Elle a plutôt donné un nom au jeune leader indépendantiste biafrais Nnamdi Kanu, longtemps méconnu. Et l’a propulsé sur le devant de la scène politique.
Le pas lent, il s’avance dans la cour familiale de sa ville natale, Umuahia (sud-est du Nigeria), acclamé en “sauveur” par une foule de partisans aux couleurs rouge-noir-vert du drapeau biafrais. Lui a revêtu les oripeaux d’un chef traditionnel.
“Je suis plus déterminé que jamais”, annonce tranquillement à l’AFP le chef de file du mouvement indépendantiste pour les peuples indigènes du Biafra (Ipob), libéré sous caution fin avril après dix-mois derrière les barreaux.
Encore sous le coup d’accusations de “trahison”, il semble n’avoir que faire des conditions qui lui ont été imposées par la justice à sa sortie : interdiction formelle de parler à la presse et de participer à des rassemblements de plus de 10 personnes.
Pas question pour lui de rester silencieux à l’approche de la date clé: le cinquantenaire mardi de la proclamation de l’indépendance du Biafra, région déshéritée du sud-est du Nigeria qui fut le théâtre d’une sanglante guerre civile entre 1967 et 1970.
Son objectif ? La “désobéissance civile” jusqu’à l’organisation d’un référendum d’autodétermination pour la région. Il appelle pour cela au “boycott absolu” de toutes les élections.
Après la mort de plus d’un million de personnes et l’échec d’une rébellion à bout de souffle, le Biafra avait fini par réintégrer le Nigeria, mosaïque ethnique et religieuse de près de 200 millions d’habitants régulièrement secouée par des tensions intercommunautaires.
Mais en territoire igbo, le rêve d’indépendance ne s’est jamais vraiment dissipé, alimenté par le sentiment d’abandon du pouvoir nigérian.
A tour de rôle, vétérans et jeunes militants se pressent pour écouter les talents d’orateur du quadragénaire aux lunettes rondes qui a ressuscité la cause. Dans le salon où il reçoit, une peinture grandeur nature recouvrant tout un mur représente le fils prodigue dans une posture martiale.
Le leader dénonce pêle-mêle les “tueries” et les “viols” dont sont victimes les Igbos de la part des forces de sécurité, la “politique délibérée” menée par le président musulman Muhammadu Buhari “pour appauvrir” son peuple.
Son enfance passée à Umuahia, ancienne capitale du Biafra indépendant, à quelques mètres de l’ancien bunker des forces armées biafraises, n’est sans doute pas étrangère à son engagement politique.
Il était à peine né durant la guerre – il refuse de donner son âge – mais l’aîné d’une fratrie de cinq enfants est bercé très jeune par les récits de son père, qui a soutenu logistiquement la résistance.
– Tribu perdue d’Israël –
Inconnu de la plupart des Nigérians il y a encore deux ans, le militant indépendantiste a longtemps lancé ses diatribes virulentes à l’encontre du pouvoir central depuis Londres, où il s’installe à la fin de ses études, et crée la station pirate Radio Biafra en 2009.
Il travaille dans l’immobilier et milite la nuit sur les ondes de sa radio. Il rejoint pour un temps un autre groupe indépendantiste, le Mouvement pour la réalisation de l’Etat souverain du Biafra (Massob), dont il claquera la porte pour fonder l’Ipob en 2013.
Kanu franchit la ligne rouge lorsqu’il appelle ouvertement à prendre les armes deux ans plus tard, au Congrès mondial Igbo à Los Angeles: “Nous avons besoin d’armes et nous avons besoin de balles (…) Si nous n’obtenons pas (la création du) Biafra, tout le monde devra mourir”.
Il est arrêté à son hôtel en octobre 2015, lors d’une visite au Nigeria.
Cette arrestation était “inappropriée et injustifiée”, estime le politologue et universitaire nigérian Fred Anibeze. “Il utilisait la cause du Biafra pour se faire de la publicité facile via la diffusion de Radio Biafra et ça a renforcé le demi-dieu qu’il est devenu depuis sa sortie”, affirme-t-il à l’AFP.
Son incarcération provoquent la colère des Igbos et plusieurs manifestations organisées pour réclamer sa libération tournent au bain de sang.
Selon Amnesty International, les forces de sécurité nigérianes ont tué “au moins 150 membres et partisans de l’organisation pro-Biafra Ipob” au cours de l’année 2016, ce qu’Abuja nie en bloc.
Kanu incarne “les aspirations d’une nouvelle génération plus militante, plus radicale” que ses aînés qui ont déjà connu la guerre, assure Don Okereke, analyste en sécurité. “Il dit aux gens exactement ce qu’ils ont envie d’entendre”.
S’il est difficile de connaitre avec précision sa capacité de mobilisation dans le sud-est du pays, ses fidèles vouent quasiment un culte à sa personne depuis sa sortie. Il faut dire que Kanu entretient la légende, en permanence protégé par un impressionnant service de sécurité, qui fouille minutieusement chacun de ses visiteurs.
La religion est omniprésente dans les discours de celui qui porte désormais le talit (le châle de prière juif) et observe le shabbat. Tout est parti d’une “vision révélatrice” lors d’un voyage à Jérusalem: les Igbo – dont l’immense majorité sont chrétiens – descendent en fait d’une tribu perdue d’Israël.
Le Biafra est la “terre promise” qu’il s’est donné pour mission de rétablir. Et à l’Ipob, on porte désormais la kippa.
© 2017 AFP

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Mitglieder der separatistischen Bewegung für indigene Völker von Biafra (Ipob) mit dem Tallit (jüdischen Gebetsschal) vor dem Haus ihres Führers Nmandi Kanu, in Umuahai, 27. Mai 2017 – AFP FOTO / STEFAN HEUNIS
Des membres du mouvement indépendantiste pour les peuples indigènes du Biafra (Ipob)portant le Talit (châle de prières juif) devant la maison de leur chef Nmandi Kanu, à Umuahai, le 27 mai 2017

Nord-Nigeria, OCHA, NGOs: Keine Mittel mehr für Kampf gegen Hunger

Nigeria: manque de moyens pour lutter la faim

Nigeria mangelt es an Mitteln für den Kampf gegen seine Nahrungsmittelkrise
05.25.2017 um 15:00 Uhr – von Phil HAZLEWOOD – AFP
Der Mangel an Finanzierung hat Hilfsorganisationen gezwungen, einige Programme im Nordosten Nigerias auszusetzen, der durch den Boko Haram Aufstand verwüsteten Region, warnten die Vereinten Nationen am Donnerstag. Nach Angaben des Amtes der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) brauchen bis zum Monat August 5,2 Millionen Menschen Nahrungsmittelhilfe in den drei Staaten im Nordosten von Nigeria (Yobe, Borno und Adamawa)…..
AUF DEUTSCH (VON MIR ETWAS VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITERLESEN UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Le Nigeria manque de financements pour lutter contre sa crise alimentaire
25.05.2017 à 15:00 – Par Phil HAZLEWOOD – AFP 
Le manque de financement contraint les agences humanitaires à interrompre certains programmes dans le nord-est du Nigeria, région dévastée par l’insurrection de Boko Haram, ont prévenu jeudi les Nations Unies. Selon le Bureau de coordination des affaires humanitaires (Ocha) de l’ONU, 5,2 millions de personnes auront besoin d’assistance alimentaire dans les trois Etats du nord-est du Nigeria (Yobe, Borno et Adamawa), jusqu’au mois d’août.

Im Nordosten von Nigeria – PHOTO afp.com by STEFAN HEUNIS
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Marokko: Protestbewegung in Rif-Region nicht zu stoppen (Part II)

Maroc: La contestation dans le Rif ne cesse pas
TOP- PHOTO by afp.com: Demonstration in Rabat, in Solidarität mit der aufständischen Rif-Region
Des manifestants à Rabat, au Maroc en solidarité avec la région de Rif, le 4 juin 2017

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Deutsche Texte AFP: Von mir verbesserte Google-Übersetzungen

1. Marokkos Protestbewegung gibt nicht nach aus: Der Standard – LESEN
Reiner Wandler, 6. Juni 2017, 06:00 – http://derstandard.at/r652/Afrika
Rabat/Madrid – Al Hoceima kommt nicht zur Ruhe. Seit der Verhaftung des Anführers der sozialen Protestbewegung “Hirak”, Nasser Zafzafi, am Montag vor einer Woche ziehen Abend für Abend Tausende durch die wichtigste Stadt des nordmarokkanischen Rifgebirges. Sie verlangen Arbeit und Investitionen. Ihr Motto lautet: “Freiheit, Würde und soziale Gerechtigkeit!” Zudem skandieren sie: “Wir sind alle Zafzafi.”
Die Protestierenden werden immer wieder von der Polizei gewaltsam daran gehindert, in die Innenstadt zu marschieren. Die Bewegung in Al Hoceima begann vor rund sieben Monaten, nachdem der Fischhändler Mouhcine Fikri ums Leben kam, als er seine von der Polizei beschlagnahmte Ware aus dem Innern eines Mülllasters retten wollte. Die Müllpresse quetschte ihn zu Tode.
Den Platz des inhaftierten 37-jährigen Zafzafi hat nun die ein Jahr jüngere Nawal Ben Aissa eingenommen. “Sie können so viele Aktivisten verhaften, wie sie wollen, wir werden nicht aufgeben”, lautet einer der Sätze, die die Mutter von vier Kindern, die ihr langes blondes Haar offen trägt, der Menge zuruft. “Die Rechte des Rifs werden mit den Füßen getreten”.
Streit mit dem Imam
Das Rifgebirge – Heimat der Berberminderheit, die sich in den 1950er-Jahren gegen die Regierung erhoben hatte – werde völlig vernachlässigt. “Wir haben nicht einmal ein Spital, das in der Lage wäre, Brustkrebs zu behandeln”, beschwert sich Ben Aissa, die laut eigenen Angaben keiner Partei und auch keiner Gewerkschaft angehört.

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Wie Zafzafi betont sie, dass es der Bewegung nicht um die Abspaltung des Rifs von Marokko gehe, wie die Presse oft schreibt.
Zafzafi werden mehrere Delikte zur Last gelegt. Als Anführer der Proteste habe er die “nationale Sicherheit gefährdet”. Zudem solle er die Religionsausübung behindert haben, als er in der Moschee lautstark dem Iman widersprach, als dieser Protestierenden vorwarf, Marokko spalten zu wollen. Neben Zafzafi schickte der Ermittlungsrichter in Casablanca Ende vergangener Woche weitere 19 Aktivisten in Untersuchungshaft. Ihnen wird unter anderem Brandstiftung, versuchter Mord oder Anschlag auf die innere Sicherheit vorgeworfen. Auch hätten sie zur “Destabilisierung der Treue der Bürger gegenüber Staat und Institutionen” beigetragen.(Reiner Wandler, 6.6.2017) –

2. Nawal Ben Aissa: Selbstbewusst gegen Marokkos Regierung aus: Der Standard – LESEN – PORTRAIT
Reiner Wandler, 6. Juni 2017, 06:05 – http://derstandard.at/r652/Afrika
36-Jährige ist die Anführerin der Proteste
Es ist ein ungewöhnlicher Anblick, der sich abends in Al-Hoceïma wiederholt. Kurz nach dem Fastenbrechen in der wichtigsten Stadt im marokkanischen Rif-Gebirge steht Nawal Ben Aissa auf einem Platz im Stadtteil Sidi Abed, ein Mikrofon in der Hand. Das offene schulterlange blonde Haar bewegt sich in der nächtlichen Brise. Die 36-Jährige trägt ein Shirt mit dem Porträt des am Montag vor einer Woche verhafteten Anführers der Protestbewegung Hirak in Al-Hoceïma, Nasser Zafzafi. Umgeben von Frauen, die ihr Haar mit einem traditionellen Kopftuch bedeckt halten, verlangt die Mutter von vier Kindern die Freilassung von Zafzafi und weiteren 20 Verhafteten. Sie spricht laut und selbstbewusst.
Ben Aissa ist mit einem Taxifahrer verheiratet, der selbst nicht an der Bewegung teilnimmt, aber, wie sie sagt, “stolz auf mich ist”. Als ihre Heimat beschreibt sie auf Facebook den “von der Korruption erdrückten Rif”, wo sie auch den Großteil ihres Lebens verbracht hat. Ein Studium, das sie gern gemacht hätte, scheiterte an den fehlenden Finanzen ihrer Familie.

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Stattdessen wuchs das Interesse an der Politik: “Ich habe an allen friedlichen Protesten teilgenommen” seit jenem Oktobertag 2016, als ein wandernder Fischhändler nach einem Streit mit den Behörden ums Leben gekommen ist, sagt sie über sich. Ben Aissa war dennoch bis vor einer Woche, als sie erstmals bei der Demo sprach, weitgehend unbekannt. Einzig am 8. März, dem Weltfrauentag, stand sie in der ersten Reihe.
Fahnen der Rif-Republik wehen
Wie Zafzafi ruft auch Ben Aissa zur Gewaltlosigkeit auf. Wer Steine werfe, gehöre nicht zur Bewegung, Polizisten seien “Brüder”, die sich nur dadurch unterschieden, dass sie Uniform tragen. Den Vorwurf von Presse und Politik, die Bewegung wolle das Rif von Marokko abspalten, weist sie zurück. Bei den Protesten wehen dennoch die Fahnen der kurzlebigen Rif-Republik (1921-1926), als eine Rebellenarmee unter dem von Zafzafi und Ben Aissa verehrten Führer Abdelkrim die spanischen Kolonialherren zurückdrängte.
Doch von kulturellen Forderungen der Berber spricht Ben Aissa nicht. Ihr geht es um Arbeit und Würde und um fehlende Spitäler und Universitäten in der Region. Angst, dass sie dasselbe Schicksal ereilen könnte wie Zafzafi, hat sie nicht. “Ich werde mich nicht verstecken, auch wenn das bedeutet, dass sie mich verhaften!”, sagt sie. Sie fürchte nicht die Haft, sondern den Schmerz, den es ihren Eltern bereiten würde, sie hinter Gittern zu sehen. (Reiner Wandler, 6.6.2017) –

3. Der Protest geht weiter im Norden Marokkos: was nun? Marokkanische Presseschau – LESEN
2017.05.06 um 09:41 Uhr – Von Hervé BAR – AFP
Trotz der Verhaftungen ist der Volksprotest im Norden Marokkos ungebrochen, wo der Staat nach Wahl der Option Sicherheit nun seine Flexibilität, die Wut zu entschärfen, reduziert sieht, nach Presseberichten.
Sonntagabend gab es zum neunten Mal in Folge in der Nacht neue Kundgebungen in der Stadt al-Hoceima und anderen Städten, um die Freilassung von Nasser Zefzafi, dem eingesperrten Führer der „Hirak“ ( „die Bewegung“) zu verlangen, der Bewegung, die den Protest beseelt.
In Al Hoceima ging ihre Zahl – ein paar hundert – nach unten, berichtet ein Journalist von AFP. Wie zuvor war die Polizei im Herzen der Nachbarschaft Sidi Abed eingesetzt, um die Menschen an der Kundgebung zu hindern, die jedoch kurz vor Mitternacht stattfand und ohne Zwischenfälle abgeschlossen wurde.
In der nahe gelegenen Stadt Imzouren, einer anderen Brutstätte des Protestes, hatten tagsüber mehrere hundert Frauen an einem Marsch teilgenommen.
„Ein wahres Gleichgewicht der Macht wurde in den Straßen von Al-Hoceima installiert“, fasst in ihrer Ausgabe vom Wochenende die Tageszeitung L’Economiste zusammen. „Mit auf der einen Seite die Demonstranten mit starken Forderungen nach Beschäftigung, Gesundheit, Bildung, und der Polizei auf der anderen Seite.“ Und mit Verhaftungen, die „zusätzlicher Treibstoff“ für die Proteste waren.
Vierzig Menschen, darunter Nasser Zefazfi und Schlüssel-Aktivisten des harten Kerns von „Hirak“ wurden seit dem 26. Mai festgenommen. Zwanzig von ihnen wurden der Staatsanwaltschaft in Casablanca vorgestellt und festgenommen, insbesondere wegen „versuchten Mordes, Bedrohung der nationalen Sicherheit, Anstiftungen gegen die Integrität des Königreichs (…) und andere Verbrechen“, berichtete am Sonntag die Agentur MAP.

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Al-Hoceima ist seit 7 Monate das Epizentrum einer Protestbewegung für die Entwicklung des Rif, historisch rebellische und geographische Binnenregion, die die Demonstranten als vom Staat „marginalisiert“ fühlen.
Abgesehen von einigen Auseinandersetzungen am vergangenen Wochenende in Al Hoceima und Freitag in Imzouren blieb die Bewegung „friedlich“, gemäß der endlos wiederholten Parole der Demonstranten.
„Sit-Ins und Demonstrationen der Solidarität fanden in fünfzehn Städten statt, wir sind nicht weit vom großen Showdown (…)“, sorgt sich die Wochenzeitung Maroc Hebdo und fragt, „wie die Feuersbrunst vermeiden? “.
– Eine ‘entscheidende’Woche –
„Die Wunde des Rif hat sich vermöge Vernachlässigung schließlich infiziert. (…) Und seitdem verwandelten die Versprechen des Fortschritts sich in Bedrohungen der Verfolgung“, so die Zeitung Akhbar Al-Yaoum ( unabhängig), für die „die Situation sich von Tag zu Tag verschlechtert.“
„Die Tür des Dialogs bleibt offen“, versicherte die Regierung. Der Innenminister Abdelouafi Laftit ist Dienstag im Parlament, um über die Situation zu informieren.
Die lokale Exekutive verurteilte das verzerrende Prisma von sozialen Netzwerken und wiederholt ständig, dass Al-Hoceima „normal funktioniert“, unter Hervorhebung der vielen initiierten Projekte in der Region.
Aber in den Straßen manifestieren die Demonstranten weiterhin ihren Trotz gegen den „Polizei“Staat und lehnen jede Vermittlung von lokalen Politikern ab, die sie seit Monaten für ihre „Korruption“ schmähen.
Sie sind auch zahlreicher, um an König Mohammed VI zu appellieren, berichtet AFP erwähnt, nach dem Bild der Mutter von Zefzafi, die ihn um die Freilassung seines Sohnes bat.
Mit Al-Hoceima als „Ölfleck“, „sind wir in einer mehr oder weniger aktualisierte Neuauflage vom 20. Februar 2011?“, fragt Maroc Hebdo auf die Volksbewegung bezogen, die damals die Institutionen schüttelte .
Die Zeitung stellt „einige Ähnlichkeiten“ mit Demonstranten fest, die „sich weder von der Regierung nochder Opposition, geschweige denn von lokalen Größen oder von Parlamentariern vertreten fühlen. (…) Das ist das Drama des nationalen politischen Spiels. ”
„Die jungen Riffler und andere Führer des Hirak geben niemandem Kredit. Es sei denn, dem Monarchen“, sagt die wöchentliche Tel Quel.
„Ein face-to-face, das uns an einen gewissen 20. Februar 2011 erinnert“, nach dieser Zeitung. Sie sieht den „Fehler“ von denen, die „in den höheren Rängen der Macht“ „die Wiedergeburt einer volkstümlichen Führung im Keim ersticken wollten“, welche “die politische Klasse gedemütigt und die Wahlen ihrer Substanz entleert hat.”
„Es scheint, dass nur der König wirklich die Mittel hat, um die Situation zu beruhigen,“ urteilt Maroc Hebdo unter dem Titel „Das Volk appelliert an den König“, und wirft die Frage auf: „Wird er intervenieren“.
Politische Treffen in Rabat, Beginn der Prozesse, Initiativen der Zivilgesellschaft … „der Anfang der Woche wird entscheidend sein“, will die Nachrichten-Website Médias24 glauben.
© 2017 AFP

4. Marokko rechtfertigt die Repression gegen die Protestbewegung LESEN
2017.06.06 20:00 – Von Hamza MEKOUAR und Herve BAR – AFP
„Dem Gesetz zum Respekt verhelfen“: der marokkanische Innenminister rechtfertigte Dienstag die jüngste Verhaftungswelle, die die populäre Protestbewegung im Norden enthauptet hat, wo die Proteste jedoch nicht aufhören.
„Der Staat hat sich mobilisiert, um den sozialen und wirtschaftlichen Forderungen der Bevölkerung gerecht werden“ in Al Hoceima, behauptete Abdelouafi Laftit vor dem Parlament in einer Fragestunde.
[…]
Die vielen neuen oder in den letzten Monaten von der Regierung wieder aufgelegten Projekte in der Region „entsprechen 90% der Forderungen des Volkes“ , wiederholte Herr Laftit den Diskurs der Exekutive, aus dem Rif einen „Pol der Entwicklung zu machen. ”
Zehn Tage lang führte die Polizei 87 Verhaftungen, nach einem letzten offiziellen Maut, einschließlich derjenigen, Zefzafi Nasser, der Führer der „Hirak“ (die Bewegung, der Name der Bewegung, die den Streit beseelt).
[…]
„Der Staat hatte keine andere Wahl, als das Gesetz zu erzwingen“, erklärte der Minister des Innern auf die Verhaftungswelle bezogen.
Diese würden gemacht „in Transparenz und unter Achtung der Unschuldsvermutung“, und die Presse habe unter keiner „Behinderung“ in ihrer Berichterstattung über die Ereignisse zu leiden gehabt hat, sagte Abdelouafi Laftit.
[…]
„Trotz der Bemühungen der Regierung, positiv auf die verschiedenen Forderungen zu reagieren, wirft die Hartnäckigkeit einiger, weiterhin täglich zu demonstrieren, Fragen auf“, sagte Herr Laftit.

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…. für jung:

„Wer hat ein Interesse daran, dass diese Tür eines offenen Dialogs mit der Regierung geschlossen wird?“ Es gäbe „manchen Aufruhr“ in sozialen Netzwerken von „gewissen Parteien“, die „die Bewegung verewigen wollen. ”
Seine Intervention wurde jedoch in der Sitzung durch zwei Abgeordnete in Frage gestellt.
„Die + Hirak + ist eine friedliche Bewegung, die immer vorbildlich gewesen ist. Die Vorwürfe, dass sie einer externen Agenda diene, sind falsch“, sagte ein Vertreter der Istiqlal Partei, plädierte für die „Befreiung der Gefangenen“ und einen “echten Dialog“.
Ein Mitglied der Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei (PJD, Islamisten) wies auch die Vorwürfe von „Verrat“ gegen die Demonstranten zurück.
In Anwesenheit der Familien der Angeklagten und hunderten von Anwälte, Beobachtern und Aktivisten von Organisationen der Menschenrechte wurde der erste Prozess eröffnet.
© 2017 AFP

=> => PART I – 07.05.2017-02.06.2017
Nord-Marokko: heftiger Sozialprotest im Rif, Generalstreik — Portrait Nasser Zefzafi
Maroc: contestations populaires au Rif, grève générale

1. Maroc: deux nouveaux meneurs de la contestation populaire arrêtés LIRE
05.06.2017 à 20:00 – AFP
Deux nouveaux meneurs de la contestation populaire qui agite depuis sept mois la région d’Al-Hoceïma dans le nord du Maroc ont été arrêtés lundi, ont indiqué un avocat et un militant.
Nabil Ahamjik, considéré comme le numéro deux du “hirak” (la “mouvance”, mouvement qui anime la contestation), a été interpellé, a annoncé sur les réseaux sociaux Abdessadek El Bouchtaoui, avocat et membre du collectif de défense des détenus de ce mouvement.
M. Ahamjik était recherché depuis plus d’une semaine. Il avait posté deux vidéos sur les réseaux sociaux appelant à la poursuite de la mobilisation “pacifique” après la vague d’arrestations qui avait visé fin mai à Al-Hoceïma le noyau dur du “hirak”, dont son leader Nasser Zefzafi.
Une jeune femme, Silya Ziani, l’une des nouvelles figures du mouvement, présente dans toutes les manifestations de ces derniers jours, a également été interpellée en périphérie d’Al-Hoceïma, alors qu’elle se rendait en taxi avec d’autres militants à Casablanca, a indiqué à l’AFP l’un d’entre eux.
Les personnes qui l’accompagnaient ont elles été relâchées, a expliqué la même source.
Al-Hoceïma est depuis sept mois l’épicentre d’un mouvement de contestation revendiquant le développement du Rif, région historiquement frondeuse et géographiquement enclavée, que les protestataires jugent “marginalisée” par l’Etat.
Le leader du mouvement, Nasser Zefzafi, avait interrompu le 26 mai le prêche de l’imam dans une mosquée. Une quarantaine de personnes, dont M. Zefazfi ont été interpellées depuis.
Vingt d’entre elles ont été présentées au parquet à Casablanca et placées en détention notamment pour “tentative d’homicide volontaire, atteinte à la sécurité intérieure, incitations contre l’intégrité du royaume (…) et autres crimes”.
Des manifestations quotidiennes -nocturnes pour cause de ramadan- ont eu lieu toute la semaine dans la ville d’Al-Hoceïma et la localité voisine d’Imzouren (autre haut-lieu de la contestation), mais la mobilisation était en baisse ce weekend à Al-Hoceïma où la police se déploie désormais au coeur des quartiers protestataires pour empêcher les regroupements.
Hormis quelques heurts ponctuels, le mouvement est resté “pacifique”, mot d’ordre revenant en boucle chez les manifestants.
© 2017 AFP
2. Maroc: nouvelle manifestation nocturne et sans incident à Al-Hoceïma LIRE
06.06.2017 à 04:00 – AFP
Quelques centaines de personnes ont de nouveau manifesté dans la nuit de lundi à mardi, sans incident, dans la ville d’Al-Hoceïma, épicentre depuis sept mois d’un mouvement de contestation populaire dans le nord du Maroc, a constaté un journaliste de l’AFP.
Comme chaque soir depuis dix jours, le rassemblement s’est déroulé dans le quartier de Sidi Abed, et réclamait la “libération” des activistes du “hirak” emprisonnés (la mouvance, nom du mouvement qui anime la contestation).
Les protestataires se sont regroupés à la rupture du jeûne du ramadan, et sous la surveillance des forces anti-émeutes. Ils brandissaient des portraits de Nasser Zefzafi, leader du “hirak” arrêté il y a une semaine, et scandaient leurs habituels slogans: “Nous sommes tous Zefzafi”, “Pacifique”, ou “Non à la militarisation”…
Le rassemblement s’est dispersé peu avant minuit et sans incident.
© 2017 AFP
3. La contestation persiste dans le nord du Maroc: et maintenant? Revue de presse marocaine – LIRE
05.06.2017 à 09:41 – Par Hervé BAR – AFP
Malgré les arrestations, la contestation populaire ne faiblit pas dans le nord du Maroc, où l’Etat, après avoir choisi l’option sécuritaire, voit sa marge de manoeuvre se réduire pour désamorcer la colère, selon la presse.
Dimanche soir, pour la neuvième nuit consécutive, de nouveaux rassemblements se sont déroulés dans la ville d’al-Hoceïma et d’autres localités pour exiger la libération de Nasser Zefzafi, leader emprisonné du “hirak” (“la mouvance”), le mouvement qui anime la contestation.
A Al-Hoceïma, leur nombre -autour de quelques centaines- était à la baisse, a constaté un journaliste de l’AFP. Comme la veille, la police s’était déployée au coeur du quartier de Sidi Abed pour empêcher les habitants de rejoindre le rassemblement, qui s’est cependant achevé peu avant minuit et sans incident.
Dans la ville voisine d’Imzouren, autre haut-lieu de la contestation, quelques centaines de femmes ont participé dans la journée à une marche, a-t-on constaté.
“Un vrai rapport de force s’est installé dans les rues d’Al-Hoceïma”, résume dans son édition du week-end le quotidien l’Economiste. “Avec d’un côté des manifestants aux fortes revendications à l’emploi, à la santé, à l’éducation, et de l’autre les forces de l’ordre”. Et des arrestations qui ont “servi de carburant” aux manifestations.
Une quarantaine de personnes, dont Nasser Zefazfi et les principaux activistes du noyau dur du “hirak”, ont été interpellées depuis le 26 mai. Vingt d’entre elles ont été présentées au parquet à Casablanca et placées en détention pour, notamment, “tentative d’homicide volontaire, atteinte à la sécurité intérieure, incitations contre l’intégrité du royaume (…) et autres crimes”, a annoncé dimanche l’agence MAP.
Al-Hoceïma est depuis sept mois l’épicentre d’un mouvement de contestation revendiquant le développement du Rif, région historiquement frondeuse et géographiquement enclavée, que les protestataires jugent “marginalisée” par l’Etat.
Hormis quelques heurts le week-end dernier à Al-Hoceïma, et ce vendredi à Imzouren, le mouvement est resté “pacifique”, mot d’ordre revenant en boucle chez les manifestants.
“Des sit-in et manifestations de solidarité ont eu lieu dans une quinzaine de villes, nous ne sommes pas loin du grand soir (…)”, s’inquiéte le journal Maroc Hebdo, se demandant “comment éviter l’embrasement ?”.
– Une semaine ‘décisive’-
“La blessure du Rif, à force d’être négligée, a fini par s’infecter. (…) Et depuis, les promesses de progrès se sont transformées en menaces de poursuites pénales”, accuse le journal Akhbar Al-Yaoum (indépendant), pour qui “la situation s’aggrave de jour en jour”.
“Les portes du dialogue demeurent ouvertes”, a assuré le gouvernement. Le ministre de l’Intérieur, Abdelouafi Laftit, est annoncé mardi devant le Parlement pour l’informer de la situation.
L’exécutif local dénonce le prisme déformant des réseaux sociaux et répète qu’Al-Hoceïma “fonctionne normalement”, mettant en avant les nombreux chantiers mis en branle pour la région.
Mais dans les rues, les manifestants continuent de clamer leur défiance contre l’Etat “policier”, et de refuser toute médiation des édiles locaux qu’ils vilipendent depuis des mois pour leur “corruption”.
Ils sont aussi de plus en plus nombreux à en appeler au roi Mohammed VI, a constaté l’AFP, à l’image de la mère de Zefzafi pour obtenir la libération de son fils.
Alors qu’Al-Hoceïma “fait tache d’huile”, “sommes-nous dans un remake plus ou moins actualisé du +20 février 2011+ ?”, se demande Maroc Hebdo, en référence au mouvement populaire qui fit alors trembler les institutions.
Le journal relève “quelques similitudes” avec des manifestants qui “ne se sentent représentés ni par le gouvernement, ni par l’opposition, encore moins par les élus locaux et les députés. (…) C’est là le drame du jeu politique national”.
“Les jeunes Rifains et autres meneurs du +hirak+ ne donnent du crédit à personne. Sauf au monarque”, constate l’hebdomadaire TelQuel.
“Un face-à-face qui nous rappelle un certain 20 février 2011”, selon ce journal, qui y voit la “faute” de ceux qui, “dans les hautes sphères du pouvoir”, ont voulu “étouffer dans l’oeuf la renaissance d’un leadership partisan”, “humilié la classe politique” et “vidé les élections de leur substance”.
“Il semble en fait que seul le roi a véritablement les moyens d’apaiser la situation”, juge Maroc Hebdo, qui titre “Le peuple en appelle au roi”, et pose la question: “Va-t-il intervenir ?”.
Réunions politiques à Rabat, début des procès, initiatives de la société cvile… “le début de semaine s’annonce décisif”, veut croire le site d’infos en ligne Médias24.
© 2017 AFP
4. Le Maroc justifie la répression contre le mouvement de contestation LIRE
06.06.2017 à 20:00 – Par Hamza MEKOUAR, Hervé BAR – AFP
“Faire respecter la loi”: le ministre marocain de l’Intérieur a justifié mardi la récente vague d’arrestations qui a décapité le mouvement de contestation populaire dans le nord du pays, où les manifestations perdurent cependant.
“L’Etat est mobilisé pour répondre aux revendications sociales et économiques de la population” à Al-Hoceïma, a une nouvelle fois affirmé Abdelouafi Laftit, venu au Parlement pour répondre aux questions des députés.
Cette province est secouée depuis sept mois par un mouvement de contestation revendiquant le développement du Rif, une région historiquement frondeuse et géographiquement enclavée que les protestataires jugent “marginalisée”.
Les nombreux chantiers lancés ou relancés ces derniers mois par le gouvernement dans la région “répondent à 90% des demandes de la population”, a vanté M. Laftit, reprenant le discours de l’exécutif qui promet d’en faire un “pôle de développement”.
Depuis une dizaine de jours, la police a mené 87 arrestations, selon un dernier bilan officiel, parmi lesquelles celles de Nasser Zefzafi, le leader du “hirak” (la mouvance, nom du mouvement qui anime la contestation).
Nasser Zefzafi était recherché pour avoir interrompu le 26 mai le prêche d’un imam dans une mosquée. Mais selon un de ses avocats, des “accusations lourdes et exagérées” pèsent désormais contre M. Zefzafi, incarcéré en détention provisoire dans la nuit de lundi à mardi.
Une vingtaine d’autres personnes ont également été placées en détention, notamment pour “tentative d’homicide volontaire, atteinte à la sécurité intérieure, incitations contre l’intégrité du royaume (…) et autres crimes”.
Mardi, trois autres membres du “hirak”, dont le journaliste-militant Mohamed Asrihi, animateur du compte Facebook Rif24 (l’une des voix du “hirak” sur les réseaux sociaux), ont été interpellés, ont indiqué à l’AFP les autorités locales.
“L’Etat n’avait d’autre choix que de faire respecter la loi”, a justifié le ministre de l’Intérieur, en référence à cette vague d’arrestations.
Elles se sont faites dans la “transparence et le respect de la présomption d’innocence”, tandis que la presse n’a eu à subir “aucune entrave” dans sa couverture des évènements, a estimé Abdelouafi Laftit.
– Nouveau procès –
Des manifestations quotidiennes -nocturnes pour cause de ramadan- ont lieu depuis une dizaine de jours dans la province, à Al-Hoceïma et Imzouren.
Aux cris de “Nous sommes tous Zefzafi” et appelant à la “libération” des militants arrêtés, ces rassemblements -passés de plusieurs milliers à quelques centaines de participants ces trois derniers jours- se déroulent sous une forte présence policière.
Hormis quelques heurts ponctuels, le mouvement est resté “pacifique”, mot d’ordre revenant en boucle chez les protestataires.
“Malgré les efforts fournis par l’Etat pour répondre positivement aux différentes demandes des habitants, l’obstination de certains de continuer à manifester quotidiennement pose question”, a estimé M. Laftit.
“Qui a intérêt à ce que la porte du dialogue ouverte par le gouvernement soit fermée?”, s’est-il interrogé, dénonçant les “agissements” de “certaines parties” sur les réseaux sociaux et de ceux qui voudraient “faire perdurer le mouvement”.
Son intervention a néanmoins été contestée par deux députés, intervenus en séance.
“Le +hirak+ est un mouvement pacifique, qui s’est toujours montré exemplaire. Les accusations selon lesquelles il servirait un agenda extérieur sont fausses”, a estimé un représentant du parti Istiqlal, appelant à la “libération des détenus” et à un “véritable dialogue”.
Un député du Parti justice et développement (PJD, islamiste) a lui aussi rejeté les accusations de “trahison” lancées contre les manifestants, remettant en question la couverture des évènements par les télévisions publiques et demandant aux politiques de “jouer leur rôle” dans la gestion de la crise.
Une audience a débuté mardi au tribunal d’Al-Hoceïma pour juger les prévenus qui n’ont pas été transférés à Casablanca, a rapporté la presse marocaine selon laquelle le procès s’est ouvert devant une salle comble, en présence des familles des prévenus et d’une centaine d’avocats, observateurs et militants d’organisations des droits de l’Homme.
© 2017 AFP

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Demonstranten gegenüber Sicherheitskräften in Imzouren in der Nähe von Al Hoceima – PHOTO afp.com
Des manifestants face aux forces de sécurité à Imzouren près d’Al-Hoceima le 2 juin 2017

Nigeria: Leben der Waisenkinder aus dem Boko Haram-Konflikt

Nigeria: la vie des orphelins du conflit de Boko Haram
ALL PHOTOS afp.com BY Florian PLAUCHEUR: Kinder, die mit dem Dschihad-Aufstand von Boko Haram zu Waisen wurden, spielen in einem alten, verlassenen Vergnügungspark in Maiduguri
Des enfants, devenus orphelins avec l’insurrection jihadiste de Boko Haram, jouent dans un vieux parc d’attractions à l’abandon, le 27 avril 2017 à Maiduguri, au Nigeria

Nigeria: die Waisen aus dem Boko Haram-Konflikt im Großstadtdschungel
2017.08.05 13:00 – Von Stephanie FINDLAY – AFP
Am frühen Morgen, nach einer auf den Straßen von Maiduguri verbrachten Nacht, stürmt eine Kinderbande einen alten verlassenen Vergnügungspark und sie klettern auf einem Karussell herum, dessen blasse Farben in der heißen Sonne schließlich abgeblättert sind. Die Pferde aus Holz können so unbeweglich sein wie sie wollen, der Rahmen apokalyptisch und ihre Kleidung zerfetzt: die Jungen lachen, als ob sie in Disneyland wären, vergessen während dieses kurzen Moments der Heiterkeit ihre Sorgen……
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Nigeria: les orphelins du conflit de Boko Haram dans la jungle urbaine
8.05.2017 à 13:00 – Par Stephanie FINDLAY – AFP 
Au petit matin, après une nuit passée sur les trottoirs de Maiduguri, une bande de gamins prennent d’assaut un vieux parc d’attractions abandonné et grimpent sur un manège dont les couleurs ont fini par s’écailler et blanchir sous le soleil brûlant. Les chevaux de bois ont beau être immobiles, le cadre apocalyptique et leurs vêtements en lambeaux, les garçons rient comme s’ils étaient à Disneyland, oubliant leurs ennuis pendant ce bref moment d’insouciance.

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