Category Archives: Terrorism

Unicef, Nigeria: Immer mehr Kinder Opfer von Boko Haram

Nigeria: les enfants victimes du conflit contre Boko Haram

Nigeria: Kinder, Opfer des Konflikts gegen Boko Haram
2017.12.04 12:00 – AFP
Die Zahl der Kinder, die von der Dschihad-Gruppe Boko Haram als Selbstmordattentäter in Attacken eingesetzt werden, hat zugenommen, und die Armeen der Tschadsee-Region halten sie weiterhin inhaftiert, um Informationen über den Konflikt zu bekommen, alarmierte Unicef ​​am Mittwoch……
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Nigeria: les enfants victimes du conflit contre Boko Haram
12.04.2017 à 12:00 – AFP
Le nombre d’enfants utilisés par le groupe jihadiste Boko Haram dans des attaques kamikazes a fortement augmenté et les armées de la région du lac Tchad continuent à les maintenir en détention pour obtenir des informations sur le conflit, s’est alarmée l’Unicef mercredi.

In einem Lager für Vertriebene in Monguno in Nigeria — PHOTO afp.com by FLORIAN PLAUCHEUR
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Christen Ägypten: Erneut Anschläge auf Kopten

De nouveaux attentats sur les coptes en Égypte
TOP-PHOTO afp.com by MOHAMED EL-SHAHED: Ägypter schwingen Kreuze und Zweige vor dem koptischen Patriarchat in Alexandria nach dem Attentat
Des Egyptiens brandissent des croix et des rameaux le 9 avril 2017 devant le patriarcat copte à Alexandrie, après l’attentat antichrétien

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1. Die Kopten in Ägypten, die erste christliche Gemeinschaft im Nahen Osten LESEN
2017.10.04 um 08:00 Uhr – AFP – Schnellübersetzung by Afrikanews Archiv
Die Kopten in Ägypten, das Ziel eines Attentates mit mindestens 15 Toten am Sonntag in Tanta im Nildelta, sind die größte christliche Gemeinschaft im Nahen Osten und eine der ältesten.
Fast 10% der 90 Millionen Ägypter gehören der koptischen Gemeinde an in einem Land, in dem Sunniten (Islam) eine überwältigende Mehrheit sind.
Die Kopten gehen zurück auf die Anfänge des Christentums, zu einer Zeit, wo Ägypten Teil des Römischen Reiches ist, und danach Teil des byzantinischen Reiches, nach dem Verschwinden der letzten Pharaonen-Dynastie der Ptolemäer griechischen Ursprungs. Das Wort „koptisch“ hat in Altgriechisch auch die gleiche Wurzel wie das Wort „Ägypter“.
Ihr Niedergang begann mit den arabischen Invasionen des siebten Jahrhunderts und der fortschreitenden Islamisierung des Landes.
Die Kopten sind im ganzen Land präsent, mit den höchsten Konzentrationen in Mittelägypten. Sie sind auch in allen sozialen Schichten, von den miserablen Müllsammlern in Kairo ( „zabbaline“) bis zu großen Patrizierfamilien wie der von Boutros-Ghali.
Schlecht in der Regierung vertreten, fühlen sich die Kopten von viele Positionen in Justiz, Universitäten oder Polizei ausgeschlossen.

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Sie bedauern auch eine sehr restriktive Gesetzgebung für den Bau von Kirchen, während das Regime für die Moscheen sehr liberal ist.
Am 11. Dezember 2016 traf ein Selbstmordanschlag von der Dschihad-Gruppe Islamischer Staat (IS) mitten in der Messe eine koptische Kirche in Kairo und tötete 29 Menschen.
Am 1. Januar 2011 hatte ein nicht beanspruchter Angriff 23 Menschen getötet, meist Christen außerhalb einer koptischen Kirche nach der Messe am Neujahrstag in Alexandria, der zweitgrößten Stadt des Landes.
Der Aufstieg eines legalistischen Islam verstärkt das Gefühl der Marginalisierung der Kopten, vor allem seit dem Sturz von Präsident Hosni Moubarak am 11. Februar 2011.
Am 8. März 2011 wurden 13 Menschen bei Zusammenstößen zwischen Muslimen und Kopten im Armenviertel Mokattam in Kairo getötet.
Zwei Monate später fordern Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Kopten 15 Tote und über 200 Verletzte im Volksviertel Imbaba in Kairo, wo eine Kirche angegriffen und eine andere niedergebrantt worden war.
Die christliche Minderheit erlitt Vergeltungen radikaler Islamisten, welche ihnen vorwerfen, im Juli 2013 die Absetzung des Islamisten Mohamed Morsi unterstützt zu haben, des einzigen demokratisch gewählten Präsidenten von Ägypten, nur ein Jahr nach seiner Machtübernahme.
Seit dem Sommer 2013 wurden mehr als 40 Kirchen verbrannt oder beschädigt, sowie Aberdutzende von Schulen, Häusern und Geschäften im Besitz von Kopten, sagt Human Rights Watch, die die Polizei beschuldigt, während dieser konfessionellen Angriffe abwesend gewesen zu sein.
© 2017 AFP

2A. Ausnahmezustand in Ägypten nach Anschlägen auf Kopten LESEN
10. April 2017, 05:38, http://derstandard.at/r652/Afrika
Dutzende Tote bei Selbstmordanschlägen auf koptische Kirchen – IS reklamiert Angriffe für sich Kairo/Tanta/Alexandria – Nach den Anschlägen auf zwei koptische Kirchen mit dutzenden Toten hat der ägyptische Staatschef Abdel Fattah al-Sisi den Ausnahmezustand verhängt. Dieser gelte für drei Monate, sagte der Präsident am Sonntagabend in seinem Amtssitz in der Hauptstadt Kairo. Zuvor hatte sich die Jihadistenmiliz “Islamischer Staat” (IS) zu den Anschlägen in Tanta und Alexandria bekannt. Attentäter hatten am Palmsonntag zwei koptische Kirchen in Ägypten angegriffen und mindestens 41 Menschen getötet, 120 weitere wurden verletzt.
Vor der Kathedrale in Alexandria sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft, nachdem Kopten-Papst Tawadros II. dort die Messe gelesen hatte. 16 Menschen wurden getötet, Tawadros blieb unverletzt. Wenige Stunden zuvor hatte eine Bombe in einer Kirche in Tanta mindestens 25 Menschen getötet. Attentäter am Eingang gestoppt Es handelte sich um die blutigsten Anschläge auf die Minderheit der koptischen Christen in Ägypten seit langem. Noch Schlimmeres konnte möglicherweise verhindert werden, weil Sicherheitskräfte nach Angaben des Innenministeriums den Selbstmordattentäter von Alexandria am Betreten der St.-Markus-Kathedrale hinderten. Der Mann habe sich dann in die Luft gesprengt. Papst Tawadros II. hatte die Kirche zu dem Zeitpunkt schon verlassen, wie ein Kirchensprecher sagte.
Der erste Anschlag am Palmsonntag hatte die Mar-Girgis-Kirche in der Stadt Tanta getroffen. “Ich habe einen Knall gehört und bin gerannt”, berichtete Anrainer Nabil Nader. “Ich habe Leute gesehen, die es zerrissen hat – von manchen blieb nur noch die Hälfte des Körpers.” In der Kirche hatten die Gläubigen gerade Palmsonntag gefeiert und sich damit auf das Osterfest in einer Woche vorbereitet. IS-Bekenntnis “Die Explosion ereignete sich in den vorderen Reihen, in der Nähe des Altars während der Messe”, sagte Vize-Innenminister Tarek Atija der Nachrichtenagentur AFP über den Anschlag in Tanta. Nach Einschätzung des Gouverneurs von Gharbija, Ahmed Deif, könnte es sich auch hier um einen Selbstmordanschlag gehandelt haben.

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Der IS reklamierte die beiden Anschläge für sich. “Kommandos des ‘Islamischen Staats’ haben die Angriffe auf die beiden Kirchen in Tanta und Alexandria ausgeführt”, erklärte die Agentur Amaq, das Propagandasprachrohr des IS. Die Terrormiliz drohte mit weiterer Gewalt. Papstbesuch Die Anschläge ereigneten sich kurz vor dem Ägypten-Besuch von Papst Franziskus, der für den 28. und 29. April geplant ist. Dabei will der Papst auch seine Solidarität mit den Kopten zum Ausdruck bringen. Papst Franziskus betete in Rom für die Opfer und die Täter: “Möge Gott die Herzen derjenigen bekehren, die Terror, Gewalt und Tod säen, und auch die Herzen derjenigen, die Waffen herstellen und damit handeln.”
Die Kopten sind die größte christliche Glaubensgemeinschaft im Nahen Osten und machen etwa zehn Prozent der 90 Millionen Einwohner Ägyptens aus. Die Minderheit sieht sich immer wieder gewaltsamen Angriffen ausgesetzt. Im Dezember vergangenen Jahres hatte sich ein Selbstmordattentäter während einer Sonntagsmesse in der koptischen Kirche St. Peter und Paul in Kairo in die Luft gesprengt. 29 Menschen wurden damals getötet. Im Februar hatte der IS in einem Video zu Gewalt gegen Ägyptens Kopten aufgerufen.
Die Europäische Union hat Ägypten indessen Solidarität im Kampf gegen den Terror zugesichert. “Die Verantwortlichen für die Angriffe müssen zur Rechenschaft gezogen werden”, erklärte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Sonntag in Brüssel. ÖVP-Obmann und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner verurteilte den Anschlag am Sonntag via Twitter. Er sei in Gedanken bei den Opfern und Familien. Der Terror müsse bekämpft und die Christenverfolgung verhindert werden, schrieb Mitterlehner. Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verurteilte die Attentate ebenfalls. Während die Gläubigen “friedlich am Palmsonntag Gottesdienst feierten, wurden sie feige ermordet”. Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) erklärte: “Das Kalkül der Täter, einen Keil in das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen zu treiben, darf nicht aufgehen.” Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert brachte das Mitgefühl der Bundesregierung für die Opfer zum Ausdruck. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich erst im vergangenen Monat in der St.-Markus-Kathedrale in Kairo, neben der im Dezember vom Anschlag getroffenen Kirche, mit Papst Tawadros II. getroffen. (APA, 9.4.2017)

2B. Ägypten: Muslime und Christen vereint gegen den Terror LESEN
10.04.2017 – Deutsche Welle – http://www.dw.com/search/de?languageCode=de&origin=gN&item=Kopten&searchNavigationId=9077
Nach den Terroranschlägen gegen koptische Kirchen haben viele Muslime den Christen ihre Solidarität erklärt. Einige spendeten Blut, andere verurteilten den Terror. Gemeinsam wenden sie sich gegen religiösen Hass.
Verteilt auf kleine Gruppen sitzen sie in der Manshawi-Moschee in Tanta und beweisen praktische Solidarität. Die einen strecken den Arm aus, um ihr Blut zu spenden, andere bilden eine Warteschlange, um ihren koptischen Mitbürgern auf diese Weise dann ebenfalls helfen zu können. Bilder wie diese ziehen in den ägyptischen Netzwerken ihre Runden – und trösten viele derer, die sie angesichts des Schreckens betrachten. Kaum hatten dschihadistische Terroristen zum Gottesdienst versammelte koptische Gemeinden in Tanta und Alexandria angegriffen und mindestens 44 Menschen mit in den Tod gerissen, riefen ägyptische Muslime zum Blutspenden auf, um ihren Landsleuten zu helfen.
“In der Stunde der Not stehen die Ägypter zusammen”, schrieb etwa Abdelfatah Hashem, ein junger Ägypter, der dieser Fotos auf Facebook geteilt hatte. “Der Terror hat keine  Religion”, schrieb er weiter, um dann noch einmal zu versichern, dass alle Ägypter eines seien. Und die junge Ägypterin Aya Zain fordert dazu auf, Blut zu spenden.
Bekundungen wie diese, im Netz vielfach zu finden, sind derzeit ein bevorzugtes Mittel, mit dem die Ägypter – Muslime und Kopten gleichermaßen – ihren Widerstand gegen den Dschihadismus bekunden. Einmal mehr haben sie zur Kenntnis genommen, dass Dschihadisten zwischen Muslimen und Kopten keinen Unterschied machen – schließlich hatte sich der Attentäter von Alexandria vor der Kirche in die Luft gesprengt. So zeigte er, dass er nicht davor zurückschreckte, auch Muslime mit in den Tod zu reißen.
Gemeinsam gegen Terror
Einschüchtern ließen sie sich auch von der Heimtücke der Anschläge nicht. Zu Tausenden versammelten sich Angehörige beider Konfessionen in Tanta vor der angegriffenen Kirche, um ihre Einheit zu demonstrieren. “Muslime und Christen unterstützen sich gegenseitig”, skandierten sie. “Wir wissen, dass diese furchtbaren Taten vor allem darauf zielen, Chaos zu verbreiten und alle Versuche, unsere Gesellschaft zu modernisieren, ins Leere laufen zu lassen”, zitiert die staatliche Zeitung Al-Ahram einen der Umstehenden. “Aber das werden die Terroristen nicht schaffen. Wir Ägypter stehen zusammen und setzen uns gemeinsam für das Wohl der Nation ein”, versichert er.
Auch in Alexandria fanden Kopten und Muslime zusammen. “Der Terrorismus richtet sich gegen Gott” riefen sie. Kopten und Muslime seien durch gemeinsame Lebensumstände miteinander verbunden”, sagt der Soziologe Ammar Ali Hassan im Gespräch mit der DW. Beide teilten eine gemeinsame Kultur. Das wolle man gerade in diesen Tagen demonstrieren.
“Es fehlen die Worte”
Auch bände sie das Bewusstsein zusammen, dass die Terroristen es darauf abgesehen hätten, beide Gruppen gegeneinander auszuspielen. Die Dschihadisten hätten beiden Gruppen einen Schlag versetzt, sind sich die Demonstranten einig. “Es fehlen die Worte, Trauer und Ohnmacht auszudrücken”, heißt es im Tweet von Mona Zaki.
Die Demonstrationen an den Orten der Anschläge wie auch die zahlreichen Solidaritätsbekundungen in den sozialen Netzwerken greifen jene Impulse auf, die sich sehr deutlich bereits im Revolutionsjahr 2011 gezeigt hatten. Damals waren Muslime und Kopten gemeinsam auf den Tahrir-Platz geströmt, um für Menschenrechte und Demokratie zu protestieren. Zwar waren die Kopten zurückhaltender als die Muslime. Aber ihre Präsenz wurde doch registriert.
Den Konfessionalismus überwinden
In ihrer Nachfolge stemmen sich nun auch die Demonstranten in Tanta und Alexandria gegen eine konfessionelle Identitätspolitik, die in Ägypten eine lange Tradition hat. Hassan Banna, der Gründer der Muslimbrüder, war in den 1920er Jahren einer der ersten, die sich im Namen der Religion gegen die Übermacht der damaligen britischen Kolonialmacht wandte. Er empfahl, dieser den “teuren, edlen Islam” entgegenzusetzen. Der politische Islam war geboren.

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Dieser blieb lange Zeit zwar die Sache einer Minderheit. Aber die Vorstellung von der islamischen Identität Ägyptens setzte sich Schritt für Schritt fest. “Ich bin der muslimische Präsident eines islamischen Staates”, erklärte der damalige Präsident Anwar al-Sadat im Jahr 1980. Zwar setzte er sich auch für die Christen ein – begründete dies aber mit der Schutzpflicht, die Muslime den Christen schuldeten. Damit, beobachtet die Philosophin Laure Guirguis in ihrer Studie über die Situation der Kopten im gegenwärtigen Ägypten (“Copts and the Security State”), habe Sadat die juristische Situation der Christen nicht im Sinne moderner Staatszugehörigkeit, sondern eines nicht mehr zeitgemäßen Konfessionalismus beschrieben. “Der Islam”, erklärte Sadat damals, “ist der wahre Garant des Christentums in Ägypten.”
Für gemeinsame Bürgerrechte
In denjenigen Schichten, in denen der Gedanke der Bürgerrechte kaum oder überhaupt nicht bekannt sei, so Guirguis, herrsche weiterhin die Logik des Konfessionalismus. In einigen salafistischen Kreisen habe sie sich zu einer den Christen gegenüber feindseligen Haltung entwickelt. “Der Islam verbietet es Muslimen, Ungläubigen zuzulächeln”, erklärte 2011 etwa der Prediger Muhammad Hassan. Stimmen dieser Art gibt es heute weiterhin. Diese Tradition, schreibt Guirguis weiter, habe sich im Dschihadismus zu tödlicher Gewalt verdichtet.
Dieser Entwicklung treten Muslime und Christen nach dem Anschlägen von Tanta und Alexandra nun gemeinsam entgegen. Sie wenden sich auch gegen eine Tradition, die bislang verhindert hat, dass sich die Vorstellung von allgemeinen Bürgerrechten bis heute flächendeckend durchgesetzt hat. Um diese Vorstellung zu fördern und Attentate wie das vom Wochenende langfristig zu verhindern, müsse der Dschahadismus auf vielerlei Ebenen bekämpft werden, schreibt die Zeitung Masry al-youm. “Kurzfristig kommt es darauf an, die Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen. Das langfristige Problem ist aber die Art unserer Erziehung. Es wird so lange nichts gut, wie sich unsere Bildung und Erziehung nicht verändern.”

3. Photos WATCH
Ermittler (No1) und Menschen am Tatort eines tödlichen Attentats auf eine koptische Kirche in Tanta, 120 km nördlich von Kairo – PHOTOS afp.com by MOHAMED EL-Shahed

1. Les Coptes d’Egypte, première communauté chrétienne du Moyen-Orient LIRE
10.04.2017 à 08:00 – AFP
Les Coptes d’Egypte, cibles d’un attentat qui a fait au moins 15 morts dimanche à Tanta dans le Delta du Nil, représentent la communauté chrétienne la plus nombreuse du Moyen-Orient et l’une des plus anciennes.
Près de 10% des 90 millions d’Egyptiens appartiendraient à la communauté copte dans un pays où les musulmans sunnites représentent une immense majorité.
Les Coptes remontent à l’aube du christianisme, à l’époque où l’Egypte est intégrée à l’empire romain puis à l’empire byzantin après la disparition de la dernière dynastie pharaonique des Ptolémées, d’origine grecque. Le mot “copte” a d’ailleurs la même racine que le terme “Égyptien” en grec ancien.
Leur déclin commence avec les invasions arabes du VIIe siècle et l’islamisation progressive du pays.
Les Coptes sont présents dans tout le pays, avec des concentrations plus fortes en Moyenne-Egypte. On les trouve également dans toutes les catégories sociales, des éboueurs misérables du Caire (“zabbaline”) aux grandes familles patriciennes comme les Boutros-Ghali.
Faiblement représentés au gouvernement, les Coptes s’estiment tenus à l’écart de nombreux postes de la justice, des universités ou encore de la police.
Ils déplorent également une législation très contraignante pour l’édification des églises, alors que le régime pour les mosquées est très libéral.
Le 11 décembre, un attentat suicide revendiqué par le groupe jihadiste Etat islamique (EI) a visé en pleine célébration une église copte du Caire, faisant 29 morts.
Le 1er janvier 2011, un attentat non revendiqué avait fait 23 morts, en grande majorité chrétiens, à la sortie d’une église copte après la messe du Nouvel An à Alexandrie, deuxième ville du pays.
La montée d’un islam rigoriste aggrave le sentiment de marginalisation des Coptes, surtout depuis la chute du président Hosni Moubarak le 11 février 2011.
Le 8 mars 2011, 13 personnes sont tuées lors d’affrontements entre musulmans et Coptes dans le quartier déshérité de Moqattam au Caire.
Deux mois plus tard, des affrontements entre musulmans et Coptes font 15 morts et plus de 200 blessés dans le quartier populaire d’Imbaba au Caire où une église est attaquée et une autre incendiée.
La minorité chrétienne a subi les représailles d’islamistes radicaux qui lui ont reproché d’avoir soutenu l’éviction en juillet 2013 de l’islamiste Mohamed Morsi, le seul président élu démocratiquement d’Egypte, un an tout juste après son accession au pouvoir.
Depuis l’été 2013, plus de 40 églises ont été incendiées ou endommagées, ainsi que des dizaines d’écoles, de maisons et de commerces appartenant à des Coptes, selon Human Rights Watch, qui accuse les forces de l’ordre d’avoir été absentes lors de ces attaques confessionnelles.
© 2017 AFP
2. L’Egypte en état d’urgence après deux attentats anti-chrétiens LIRE
10.04.2017 à 12:20 – Par Tony GAMAL-GABRIEL et Mona SALEM à Alexandrie – AFP
A trois semaines d’accueillir le pape François, l’Egypte est entrée sous le régime d’état d’urgence après les deux attentats à la bombe revendiqués par le groupe Etat islamique (EI) qui ont visé des églises coptes et fait 44 morts dimanche.
Annoncé pour trois mois par le chef de l’Etat Abdel Fattah al-Sissi dans une déclaration solennelle à la télévision, pour “protéger” et “préserver” le pays, cet état d’urgence devra cependant encore être approuvé par le Parlement.
Les premières funérailles ont eu lieu dès dimanche soir, à Alexandrie notamment, l’une des deux villes visées. Les corps des victimes, placées dans des cercueils en bois recouverts d’une croix dorée, ont été enterrés en présence de centaines de leurs coreligionnaires.
L’attentat d’Alexandrie, la grande ville du nord du pays, a été perpétré en début d’après-midi dimanche par un kamikaze “équipé d’une ceinture explosive” et a fait 17 morts — dont quatre policiers — et 48 blessés, selon le ministère de la Santé.
Après avoir été arrêté par des policiers, l’assaillant s’est fait exploser à l’entrée de l’église Saint-Marc où se trouvait le pape copte orthodoxe Tawadros II à l’occasion de la fête des Rameaux, selon le ministère de l’Intérieur.
– Combat “long et douloureux” –
L’autre attaque avait eu lieu dans la matinée, à Tanta, une grande ville située à une centaine de km du Caire, elle aussi dans le delta du Nil, en pleine célébration des Rameaux dans l’église Mar Girgis (Saint-George). Elle a fait 27 morts et 78 blessés, selon le ministère de la Santé.
Le 29 mars, sur sa page Facebook, cette paroisse Mar Girgis avait annoncé avoir dû faire appel aux forces de l’ordre pour faire enlever un objet “suspect” déposé trouvé devant l’église.
L’EI, dont la branche égyptienne avait récemment appelé à prendre pour cible la communauté copte, a revendiqué ces attentats commis, selon les jihadistes, par des kamikazes égyptiens.
Ces attentats interviennent 19 jours avant une visite en Egypte du pape catholique François prévue les 28 et 29 avril.
“J’exprime mes profondes condoléances à mon cher frère, sa sainteté le pape Tawadros II, à l’Eglise copte et à toute la chère nation égyptienne”, a réagi le pontife argentin.
“Que le Seigneur convertisse le coeur de ceux qui sèment la terreur, la violence et la mort, et aussi le coeur de ceux qui leur fournissent leurs armes et commercent avec eux”, a ajouté le pape.
Le président des Etats-Unis Donald Trump a condamné l’attentat sur son compte Twitter, se disant “confiant dans la capacité du président (Abdel Fattah al-Sissi) à gérer la situation comme il se doit”.
Assurant que le combat contre les jihadistes “sera long et douloureux”, M. Sissi a également demandé à l’armée de déployer des forces pour aider la police à protéger les “infrastructures vitales” du pays.
Al-Azhar, prestigieuse institution de l’islam sunnite basée au Caire, a de son côté condamné “un attentat terroriste lâche”.
– Quatre mois après Le Caire –
Les 15 membres du Conseil de sécurité des Nations unies ont qualifié de “lâches”, les attentats, affirmant que “le terrorisme sous toutes ses formes constitue l’une des plus sérieuses menaces à la paix et à la sécurité internationales”.
Ces attaques contre la minorité copte interviennent quatre mois après un attentat suicide spectaculaire, revendiqué par l’EI, contre l’église Saint-Pierre et Saint-Paul du Caire. Vingt-neuf personnes avaient été tuées. Dans une vidéo, l’EI avait alors menacé la communauté copte d’autres attentats à venir.
Cette attaque du Caire, en décembre, avait relancé les appels à durcir la lutte contre la mouvance jihadiste en Egypte, en particulier dans le Sinaï où elle a mené une série d’attaques sanglantes contre les forces de sécurité.
La branche locale de l’EI avait revendiqué un attentat à la bombe ayant coûté la vie, en octobre 2015, aux 224 occupants d’un avion transportant des touristes russes après son décollage de Charm el-Cheikh, station balnéaire de l’est de l’Egypte.
Les Coptes orthodoxes d’Egypte sont la communauté chrétienne la plus nombreuse du Moyen-Orient et l’une des plus anciennes. Ils représentent 10% des 92 millions d’Egyptiens.
Régulièrement accusés d’avoir soutenu le renversement du président islamiste Mohamed Morsi en 2013, ils se disent victimes de discriminations dans tout le pays de la part des autorités et de la majorité musulmane,
© 2017 AFP

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Die anti-koptischen Anschläge in Ägypten – Infografik by AFP

Somalia erklärt “Kriegszustand” gegen Islamisten

La Somalie déclare “l’état de guerre” contre les shebab

Somalias Präsident erklärt „Kriegszustand“ gegen die Shebab
2017.06.04 20:00 – AFP
Der somalische Präsident Mohamed Abdullahi Mohamed erkärte am Donnerstag, „Kriegszustand“ in diesem durch Angriffe der radikal-islamistischen Shebab geplagten Land, die er „angreifen“ will, um Bereiche, die von dieser mit Al- Qaida verbundenen Gruppe kontrolliert werden, zu „befreien“…..
AUF DEUTSCH (VON MIR ETWAS VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITERLESEN UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Le président somalien déclare “l’état de guerre” contre les shebab
06.04.2017 à 20:00 – AFP
Le président somalien Mohamed Abdullahi Mohamed a déclaré jeudi “l’état de guerre” dans ce pays gangréné par les attaques des islamistes radicaux shebab, qu’il souhaite “attaquer” afin de “libérer” les régions contrôlées par ce groupe affilié à Al-Qaïda.
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Nord Kamerun: wegen Boko Haram gehen Landwirtschaft und Viehzucht kaputt

Cameroun: Boko Haram, fléau pour l’élevage et l’agriculture
TOP PHOTO afp.com by FORT PATRICK: Ein Kameruner Bauer aus dem Dorf Blaram im Norden kultiviert Maniok
Un agriculteur camerounais du village de Blaram cultive le manioc, le 1er mars 2013 au nord du pays

Kamerun: Boko Haram, Geißel für Viehzucht und Landwirtschaft
19.00 2017.03.03 – By Reinnier KAZE – AFP
Früher ein prosperierender Bauer, überlebt Alahadji Lawan Yeza heute dank der Nahrungsmittelhilfe, dies wegen der Missetaten der nigerianischen Dschihad-Gruppe Boko Haram im Norden von Kamerun, in der Region des Tschadsees, wohin am Freitag der UN-Sicherheitsrat reist…..
AUF DEUTSCH (VON MIR ETWAS VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITERLESEN UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Cameroun: Boko Haram, fléau pour l’élevage et l’agriculture
3.03.2017 à 19:00 – Par Reinnier KAZE – AFP
Agriculteur autrefois prospère, Alahadji Lawan Yeza survit aujourd’hui grâce à l’aide alimentaire, à cause des exactions du groupe jihadiste nigérian Boko Haram, dans le nord du Cameroun, dans cette région du lac Tchad, où se rend ce vendredi le Conseil de sécurité de l’ONU.

YouTube-Foto von Boko Haram-Führer Abubakar Shekau, Dezember 2016
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Burkina: Terror Ade! Ouagadougou will sein Nachtleben wieder

Burkina: Ouagadougou veut relancer la vie nocturne
ALL PHOTOS afp.com by ISSOUF SANOGO: Eine Szene vor dem Splendid Hotel
Une scène devant le Splendid Hotel, le 27 février 2017 à Ouagadougou

Burkina: Ouagadougou will das Nachtleben wieder beleben
28/02/2017 19:00 – Von Romaric Ollo Hien, Patrick FORT – AFP
Kunden trinken ihr Brakina, das burkinabeische Bier, und beobachten sehr geschminkte Mädchen in High Heels, während die Lautsprecherboxen ihre Dezibel ausspucken. Ein paar Zentimeter über dem Kopf der Männer trägt ein Laternenpfahl Spuren von Kugeln: Das ist das Taxi Brousse, der symbolträchtige Ort des ouagalaisischen Nachtlebens und Schauplatz eines Dschihad-Angriffs, der im Januar 2016 30 Menschen getötet hatte……
AUF DEUTSCH (VON MIR ETWAS VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITERLESEN UNTER DEN FOTOS UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Burkina: Ouagadougou veut relancer la vie nocturne
28.02.2017 à 19:00 – Par Romaric Ollo HIEN, Patrick FORT – AFP
Des clients boivent leur Brakina, la bière burkinabè, en observant des filles en talons hauts et très maquillées alors que les baffles crachent leurs décibels. A quelques centimètres de la tête de ces hommes, un poteau porte des traces de balles: c’est le Taxi-Brousse, lieu emblématique de la vie nocturne ouagalaise, théâtre de l’attentat jihadiste qui avait fait 30 morts en janvier 2016.

In einer Straße von Ouagadougou
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Nord-Nigeria, Boko Haram: Verbrannte Erde und Hungerkrise

Nord-Nigeria, Boko Haram: terre brulée et crise alimentaire
TOP-PHOTO afp.com by FLORIAN PLAUCHEUR: Kollaterale Opfer eines blutigen Konflikts, der seit fast 8 Jahren in Nord-Ost-Nigeria tobt: Frauen warten auf einem Krankenhausbett, dass ihre Wunden heilen.
Victimes collatérales d’un conflit meurtrier qui fait rage dans le nord-est du Nigeria depuis près de 8 ans, des femmes attendent sur un lit d’hôpital que leurs blessures cicatrisent.

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Deutsche Texte: Von mir verbesserte Google-Übersetzungen

1. Strategie der verbrannten Erde gegen Boko Haram in Nigeria LESEN
21/02/2017 12:00 – Von Sophie Bouillon – AFP
Vier Frauen im Alter von 15 bis 75 Jahren sitzen wie betäubt auf ihren Krankenhausbetten. Ihre Gesicht waren verbrannt, eine leidet an einer schweren Beinbruch, nach einer nigerischen Armee-Offensive gegen Boko Haram-Kämpfer in ihrem Dorf.
Diese kollateralen Opfer eines blutigen Konflikts, der seit fast 8 Jahren in Nord-Ost-Nigeria tobt, warten sie darauf, dass ihre Wunden im unangenehmen Geruch der kleinen Klinik in einer vor kurzem “wieder sicher gemachten” Stadt vernarben.
“Boko Haram kam regelmäßig in ihr Dorf, um sich zu verproviantieren. Die Soldaten kamen dann und haben die Frauen in einen Lastwagen gestapelt, um sie zu evakuieren”, sagte ein Krankenpfleger unter der Bedingung der Anonymität gegenüber AFP. “Vor dem Verlassen zündeten sie die Häuser, an, um die Aufständischen daran zu hindern, zurückzukommen. Leider hat das Feuer den LKW erreicht.”
Diese Dörflerinnen, das Kopftuch auf dem Kopf und den goldenen Ring in der Nase, wie es die Tradition der ethnischen Gruppe Kanuri, die die überwiegende Mehrheit der Fraktion von Boko Haram in dem Gebiet stellt, tragen noch den Schrecken in ihren Augen.
Sie starren die Wände an und ignorieren die Besucher, aus Angst vor zu hartnäckigen Fragen über die Umstände der “Befreiung” von ihrem Dorf.
Wo sind die Männer? “Es gab keine mehr”, schneidet die Krankenschwester ab. Getötet in den Kämpfen zwischen Bürgerwehren und den Dschihadisten von Boko Haram … Oder vielleicht sogar in den Zentren der “Überprüfung”, wo der Militärs die männliche Beteiligung an dem Aufstand beurteilen. Ein Prozess, der Wochen oder Monate dauern kann, vor allem, wenn die Menschen Kanuri sind.

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Boko Haram-Kämpfer “sind normale Bürger von Nigeria, was die extreme Schwierigkeit erklärt, diese Krise zu lösen”, sagt James Adewunmi Falode, Professor für Internationale Beziehungen und Strategien der Universität von Lagos.
“Das sind keine militärischen Gegner, die man auf dem Schlachtfeld identifizieren und zerstören kann”, analysiert der Forscher, ein Spezialist des Konflikts. Jeder Dörfler – auch Frauen und Kinder, die zunehmend als Selbstmordattentäter eingesetzt werden – ist eine potentielle Bedrohung, sobald er nicht unter militärischer Überwachung ist.
In Dikwa, auf der Straße nach Kamerun, ist das Leben zu einer prekären Ruhe zurückgekehrt. Ein Soldat sagt, dass das Militär in einem Prozess der “Befriedung und des Wiederaufbaus des Vertrauens mit den Menschen” sei.
– Asphyxie –
Rund um Dikwa, wie um das Dutzend”wieder sicherer” großer Städte, wurden die Dörfer ihrer Bewohner entleert, so dass sie für Dschihadisten keine Fluchtburgen, Proviantstellen oder Orte für Plünderungen mehr werden und die Menschen nicht mehr in Massen entführt werden, um die Reihen der Gruppe zu füllen.
Bulama Goni, ehemaliger Leiter des Dorfes mit einem weißen Bart und einer lange Tunika, sagte gegenüber AFP, dass “Boko Haram nicht einmal mehr den Koran rezitiert. Sie kommen einfach, um Geld zu stehlen. Sie sind Kriminelle und haben das Aussehen ekelhafter Bettler “.
“Ekelhafte” und ausgehungerte Bettler: die nigerianische Armee hat beschlossen, die Dschihad-Rebellion zu ersticken, und schneidet jede Lieferung von Waffen und Nahrung ab.
Die Strategie zahlt sich offenbar aus, denn Boko Haram, die einmal Razzien in den großen Städten im Nordosten von Nigeria unternehmen konnten, führen nurmehr sporadisch Selbstmordattentate oder Hinterhalte gegen militärische Checkpoints durch.
Aber diese Strategie der Isolation hat es nicht ermöglicht, das Gebiet zu sichern, und wirkt sich dauerhaft auf das tägliche Leben von Zivilisten aus, während mehr als 5 Millionen Menschen in dem Großraum Nordosten in Nahrungunsicherheit sind, laut UNO. 2,6 Millionen haben ihre Häuser verlassen müssen.
“In den befreiten Gebieten kontrolliert die Armee alles: Straßen, Kommunikation, Erdöl, Lebensmittelzugang”, sagt ein Sicherheitsmanager einer großen internationalen NGO. “Es ist eine klassische Taktik gegen Aufstand, auf Vietnam modelliert. Aber diese Strategie ist auf lange Sicht nicht lebensfähig”, sagt er.
Monguno im äußersten Nordosten Nigerias ist ein ehemaliges Handelszentrum an den Ufern des Tschad-Sees, wo 100.000 Vertriebene in Lagern untergebracht sind und das dank der Wiedereröffnung der Straße überlebt. Jeder Handel mit und Durchfuhr von Lebensmitteln wird eng von der Armee überwacht.
In einer zum Lager umgebauten Schule warten 27.000 Menschen auf die Verteilung von Nahrungsmitteln. Laut dem Koordinator der Notfallmanagement-Agentur, Ibrahim Maina, fand die letzte im November 2016 statt, und der Hunger zerfurchte die Gesichter.
Zur Versorgung seiner Familie geht Muhammadu Sanni einmal pro Woche ans Ufer des Sees, um Welse zu fangen. Seit Dezember wurde die Straße nach Bagga wieder eröffnet. “Aber ich kann nicht viel fischen”, sagt er mit einem löcherigen Nylonnetz in der Hand. “Wenn die Soldaten mich mit Fisch auf der Straße anhalten, werden sie mich beschuldigen, sie Boko Haram zu verkaufen.”
© 2017 AFP

2. Logistischer Alptraum im Nordosten von Nigeria, abgeschnitten von der Welt LESEN
22/02/2017 20:00 – Von Sophie Bouillon – AFP
In Dikwa, einer Großstadt im äußersten Nordosten Nigerias, gibt es nur noch ein ein ziviles Auto, keine Kommunikationsmittel mehr, keine Zugangsstraßen außer unter bewaffnetem Begleitschutz, aber die humanitären Helfer strengen sich an, 57.000 von der Welt abgeschnitte Menschen zu retten.
Im Durchschnitt kommen täglich 200 bis 300 seit 2009 durch den Konflikt zwischen der Armee und Boko Haram Vertrieben hier an, sagt der in Dikwa stationierte Kommandant Idriss. “Sie sind auf der Flucht aus ihren Dörfern, weil es dort keine Nahrung, keinen Schutz mehr gibt”, sagt der nigerianische Militär.
Zwei bis dreihundert Menschen, die “in äußerst prekären hygienischen Bedingungen, mit schwerer Dehydratation oder manchmal Kriegsverletzungen hier ankommen, nachdem sie mehrere Tage gelaufen waren”, bilanziert Abubakar Gambo Adam, ein Krankenpfleger in einer Klinik von Unicef.
In einem Zelt vor dem kleinen Krankenhaus wartet Maimuna Alhazi Kalo mit einer Zahl von anderen jungen Müttern, die Babys auf den Knien. Es ist sieben Wochen her, seit ihr kleiner Junge von einem Jahr im Notfall-Ernährungsprogramm ist, aber er wiegt noch nicht schwerer als ein Neugeborenes.
Mr. Gambo sorgt jedoch dafür, dass das Kind dank Verteilungen von “Plumpy’nut” (einer super-nahrhaften Paste) und der Verbesserung der hygienischen Bedingungen für die Vertriebenen aus der Todesgefahr gezogen wird.
“Als wir zum ersten Mal in Dikwa ankamen, im Juli 2016, erhielten wir 10 neue Patienten pro Tag. Die Situation war schrecklich, kein Essen, keine Latrinen, starben Menschen an Durchfall oder Malaria “.
Im April 2016, als die ersten von der Armee befreiten Städte den humanitären Helfern zugänglich wurden, riefen sie die maximale Notlage aus.
Im Juli wandte sich Ärzte ohne Grenzen (MSF) an die Vereinten Nationen und bestätigte mit der Stimme des Generaldirektor von MSF-Schweiz, dass die medizinische Situation im Nordosten Nigerias “die schlimmste in der Welt” war.
– 10.700 Tonnen Lebensmittel –
Bama, Monguno, Dikwa, Gwoza, Rann, Damboa … Nach und nach erlangt die nigerianische Armee die Kontrolle über die Städte wieder, und internationale NGOs in der Region und nationale Notfallstellen stellen Lebensmittel, Pflege, Impfungen und Zelte für Zehntausende bereit.
In den Hangars des Welternährungsprogramms (WFP)in der Regionalhauptstadt Maiduguri warten 10.700 Tonnen Reis, Erbsen, Zucker oder Mais darauf, in die vier Ecken des Borno Staates zu 1,3 Millionen Empfängern transportiert zu werden. Die Bedürftigen sind bereits vier Mal mehr als vor fünf Monaten und werden in Kürze 2 Millionen erreichen.
Auf der Geberkonferenz Freitag in Oslo (Norwegen) forderten die Vereinten Nationen eine finanzielle Unterstützung von einer Milliarde Dollar für den Tschad-See-Bereich.
Aus Sicherheitsgründen kann kein Team mehr als einen Tag in Dikwa bleiben, zwei Tage in Notfällen. Vom gesicherten Maiduguri aus können Reisen ausschließlich per Helikopter gemacht werden, die Straßen bleiben zu gefährlich.

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Die NGOs stützen sich also auf “vertragliche” Räumlichkeiten, um täglich die Situation zu bewältigen. In Dikwa, kein Auto: humanitäre Hilfe und Journalisten sind abhängig von der nigerischen Armee, um sich zu bewegen.
Die Armee begleitet auch die 50 monatlichen Lebensmittel-LKW für die 57.000 Vertriebenen. Aber ohne eine genaue Zählung und eine wirksame Aufsicht werden die Rationen schlecht verteilt und erreichen nicht alle Haushalte.
In einem der überfüllten Lager in Dikwa versucht Amina Mohamed, abgestellte Koordinatorin für die Internationale Organisation für Migration (IOM), die Binnenvertriebenen zu überzeugen, ihre Zelte sauber zu halten, sich zu waschen und Latrinen außerhalb zu benutzen.
“Ich sage ihnen, dass man eine gewisse Hygiene einhalten muss, auch wenn ich sehr gut weiss, dass sie keine Seife haben, und schon nicht mal genug Wasser zum Trinken”, klagt sie.
Sie amüsiert Hunderte von Kindern, viele davon mit einem einfachen, schmutzigen, durchlöcherten Tuch bekleidet, indem sie Kinderreime singt, um sie zu lehren “Mücken töten!”, und sich dabei komisch auf den Arm zu schlägt, was allgemeine Heiterkeit auslöst.
“Wir tun mit dem, was wir haben”, lächelt sie. Und in Dikwa ist das nicht viel.
© 2017 AFP

PHOTOS verbrannte Erde / terre brulée WATCH
Mehr als 5 Millionen Menschen sind in der Situation von Nahrungsunsicherheit im Nordosten von Nigeria, der UNO nach. 2,6 Millionen haben ihre Häuser verlassen müssen.
1. Luftaufnahme von einem abgebrannten Dorf zwischen Maiduguri und Monguno

2. In einer zum Lager umgebauten Schule in Monguno warten 27.000 Menschen auf die Verteilung von Nahrungsmitteln.

3. – 5. Im Vertriebenenlager in Dikwa im Nordosten von Nigeria


1. Stratégie de la terre brûlée contre Boko Haram au Nigeria LIRE
21.02.2017 à 12:00 – Par Sophie BOUILLON – AFP
Quatre femmes, de 15 à 75 ans, se reposent hébétées sur leur lit d’hôpital. Leur visage a été brûlé, l’une souffre d’une grave fracture à la jambe, après une offensive de l’armée nigériane dans leur village contre des combattants de Boko Haram.
Victimes collatérales d’un conflit meurtrier qui fait rage dans le nord-est du Nigeria depuis près de 8 ans, elles attendent que leurs blessures cicatrisent dans l’odeur inconfortable de la petite clinique d’une ville récemment “re-sécurisée”.
“Boko Haram venait régulièrement se ravitailler dans leur village. Les soldats sont arrivés et ont entassé les femmes dans un camion pour les évacuer”, explique un infirmier à l’AFP, sous couvert d’anonymat. “Avant de partir, ils ont mis le feu aux maisons pour éviter que les insurgés ne reviennent. Malheureusement, le feu a atteint le camion”.
Ces villageoises, fichu sur la tête et anneau doré dans le nez, comme le veut la tradition kanuri – ethnie qui compose en immense majorité la faction de Boko Haram opérant dans cette zone – portent encore la terreur dans leurs yeux.
Elles fixent les murs et ignorent les visiteurs de peur que les questions ne se fassent trop insistantes sur les circonstances de la “libération” de leur village.
Où sont passés les hommes ? “Il n’y en avait plus”, coupe l’infirmier. Tués dans les combats, engagés dans les milices civiles, avec les jihadistes de Boko Haram… Ou peut-être encore dans les centres de “vérification”, où les militaires jugent de l’engagement des hommes dans l’insurrection. Un processus qui peut durer des semaines ou des mois, en particulier si les hommes sont d’origine kanuri.
Les combattants de Boko Haram “sont des citoyens ordinaires du Nigeria, ce qui explique la difficulté extrême à régler cette crise”, relève James Adewunmi Falode, professeur en Relations Internationales et Stratégies de l’université de Lagos.
“Ce ne sont pas des adversaires militaires qu’on peut identifier et détruire sur le champ de bataille”, analyse ce chercheur spécialiste du conflit. Chaque villageois – même les femmes et les enfants, de plus en plus utilisés comme bombes humaines – est une menace potentielle dès lors qu’il n’est pas sous surveillance militaire.
A Dikwa, sur la route vers le Cameroun, la vie a retrouvé un calme précaire. Un soldat confie ainsi que les militaires sont engagés dans un processus “de pacification et de reconstruction de la confiance avec la population”.
– Asphyxie –
Tout autour de Dikwa, comme de la douzaine de grandes villes “re-sécurisées”, les villages ont été vidés de leurs résidents, pour qu’ils ne deviennent plus des refuges pour les jihadistes, des points de ravitaillement, de pillages ou que les habitants ne soient plus kidnappés en masse pour alimenter les rangs du groupe.
Bulama Goni, ancien chef de village à la barbe blanche, vêtu d’une longue tunique, affirme à l’AFP que “Boko Haram ne récite même plus le Coran. Ils viennent juste nous voler de l’argent. Ce sont des criminels, qui ont l’air de mendiants dégoûtants”.
Des mendiants “dégoûtants” et affamés: l’armée nigériane a décidé d’asphyxier la rébellion jihadiste, de la couper de tout approvisionnement en armes et en nourriture.
La stratégie porte ses fruits en apparence, puisque Boko Haram, qui autrefois pouvait mener des raids dans les grandes villes du nord-est du Nigeria ne mène plus que sporadiquement des attentats-suicides ou des embuscades contre des barrages militaires.
Mais cette stratégie de l’isolement n’a pas permis pas de sécuriser l’ensemble du territoire et affecte durablement la vie quotidienne des civils, alors que plus de 5 millions de personnes sont en situation d’insécurité alimentaire dans le nord-est du Nigeria, selon les Nations Unies. 2,6 millions ont dû fuir leurs foyers.
“Dans les zones libérées, l’armée contrôle tout: les routes, les communications, le pétrole, l’accès à la nourriture”, constate un responsable sécurité d’une grande ONG internationale. “C’est une tactique classique de contre-insurrection, calquée sur le Vietnam. Mais cette stratégie n’est pas viable sur le long terme”, estime-t-il.
Monguno, dans l’extrême nord-est du Nigeria, est un ancien carrefour commercial aux confins du lac Tchad qui abrite 100.000 déplacés dans des camps et survit grâce à la réouverture de la route. Le moindre commerce et le transit de nourriture sont étroitement surveillés par l’armée.
Dans une école reconvertie en camp, 27.000 personnes attendent des distributions alimentaires. Selon le coordinateur de l’agence de gestion des urgences, Ibrahim Maina, les dernières ont eu lieu en novembre 2016 et la faim rôde sur les visages.
Pour nourrir sa famille, Muhammadu Sanni, se rend une fois par semaine sur les rives du lac pour attraper des poissons-chats. Depuis décembre, la route vers Bagga a été rouverte. “Mais je ne peux pas en pêcher beaucoup”, raconte-t-il en arrangeant son filet en nylon. “Si les soldats m’arrêtent sur la route avec du poisson, ils vont m’accuser de le vendre à Boko Haram”.
© 2017 AFP
2. Cauchemar logistique dans le nord-est du Nigeria, coupé du monde LIRE
22.02.2017 à 20:00 – Par Sophie BOUILLON – AFP 
A Dikwa, grande ville de l’extrême nord-est du Nigeria, il ne reste plus qu’une voiture civile, plus de moyen de communication, plus de route d’accès sauf sous escorte armée, mais les travailleurs humanitaires s’efforcent de sauver 57.000 personnes coupées du monde.
En moyenne, 200 à 300 déplacés par le conflit opposant depuis 2009 l’armée et le groupe jihadiste Boko Haram arrivent chaque jour, explique le commandant Idriss, en poste à Dikwa. “Ils fuient leur village car il n’y ni nourriture, ni protection là-bas”, explique le militaire nigérian.
Deux à trois cents personnes qui arrivent “dans des conditions sanitaires extrêmement précaires, souffrant de déshydratation sévère ou parfois de blessures de guerre, après avoir marché pendant plusieurs jours”, résume Abubakar Gambo Adam, infirmier dans une clinique gérée par l’Unicef.
Sous une tente installée devant le petit hôpital, Maimuna Alhazi Kalo attend son tour avec une vingtaine d’autres jeunes mères, leur bébé sur les genoux. Cela fait sept semaines que son petit garçon d’un an suit le programme de nutrition d’urgence, mais il ne pèse toujours pas plus lourd qu’un nouveau-né.
M. Gambo assure toutefois que le nourrisson est tiré d’affaire, grâce aux distributions de “plumpy nut” (pâte super-nutritive) et aux améliorations des conditions sanitaires pour les populations déplacées.
“Lorsque nous sommes arrivés pour la première fois à Dikwa, en juillet 2016, nous recevions 10 nouveaux patients tous les jours. La situation était terrible, il n’y avait pas de nourriture, pas de latrines, les gens mourraient de diarrhées ou du paludisme”.
En avril 2016, lorsque les premières villes libérées par l’armée ont été accessibles aux humanitaires, ces derniers ont déclaré l’urgence maximale.
En juillet, Médecins sans frontières lançait un appel aux Nations unies, affirmant par la voix du directeur général de MSF-Suisse que la situation médicale dans le nord-est du Nigeria était “la pire dans le monde”.
– 10.700 tonnes de nourriture –
Bama, Monguno, Dikwa, Gwoza, Rann, Damboa… Au fur et à mesure que l’armée nigériane reprend le contrôle des villes, les ONG internationales basées dans la région, ainsi que les agences nationales d’urgence, déploient nourriture, soins, vaccins, tentes pour des dizaines de milliers de personnes.
Dans les hangars du Programme alimentaire mondial (PAM) de la capitale régionale Maiduguri, 10.700 tonnes de riz, de pois, de sucre ou de maïs attendent de partir aux quatre coins de l’Etat du Borno, auprès de 1,3 million de bénéficiaires. Ils sont déjà quatre fois plus qu’il y a cinq mois et devraient bientôt atteindre les 2 millions.
Lors de la conférence des donateurs organisée vendredi à Oslo (Norvège), les Nations unies demanderont une aide financière d’un milliard de dollars pour la région du lac Tchad.
Pour des raisons de sécurité, aucune équipe ne peut rester plus d’une journée à Dikwa, deux en cas d’urgence. Depuis Maiduguri, ville stabilisée prise d’assaut par les ONG, les trajets se font exclusivement par hélicoptère, les routes restant trop dangereuses.
Les ONG s’appuient donc sur des “contractuels” locaux pour gérer la situation au quotidien. A Dikwa, pas de voiture: humanitaires et journalistes dépendent de l’armée nigériane pour se déplacer.
L’armée escorte aussi les 50 camions mensuels de nourriture pour les 57.000 déplacés. Mais faute d’un recensement précis et d’un encadrement efficace, les rations sont mal distribuées et n’atteignent pas tous les foyers.
Dans un des camps surpeuplés de Dikwa, Amina Mohammed, coordinatrice détachée pour l’Organisation Internationale des Migrations (OIM) tente de convaincre les déplacés de garder leurs tentes propres, de se laver et d’utiliser des latrines en dehors des habitations.
“Je leur répète qu’il faut garder une certaine hygiène, même si je sais très bien qu’ils ont pas de savon et qu’il n’y a déjà pas assez d’eau pour boire”, se désole-t-elle.
Elle amuse des centaines d’enfants, pour beaucoup habillés d’un simple chiffon sale et troué, en leur chantant des comptines pour leur apprendre à “tuer les moustiques!”, tout en se frappant comiquement le bras, suscitant l’hilarité générale.
“On fait avec ce qu’on a”, sourit-elle. Et à Dikwa, cela ne représente pas grand chose.
© 2017 AFP

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PHOTO afp.com by FLORIAN PLAUCHEUR: Im Vertriebenenlager in Dikwa im Nordosten von Nigeria