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SIPRI: Waffenexporte boomen weltweit – exportations d’armes en hausse – Global arms exports on rise

Algerien und Marokko größte Importeure in Afrika – L’Algérie et le Maroc, les deux plus gros importateurs d’armes en Afrique
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BERICHT SIPRI 2010-2014 – RAPPORT SIPRI – SIPRI-REPORT

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DEUTSCH LESEN
Waffenexport boomt weltweit
Deutsche Welle 16.03.2015 http://www.dw.de/themen/s-9077
Weltweit wird aufgerüstet: Das internationale Friedensforschungsinstitut SIPRI hat neue Zahlen zum Waffenhandel vorgelegt.
Trotz Krisen und Sparmaßnamen besonders in Europa sind die globalen Waffen-Ex- und Importe in den vergangenen fünf Jahren um 16 Prozent gestiegen, so der neue Bericht des Internationalen Friedensforschungsinstituts in Stockholm, SIPRI. Die USA bleiben weltweit größter Waffenexporteur und haben im selben Zeitraum die Exporte um fast ein Viertel erhöht. Doch wo früher dem Export vor allem politisch-strategische Überlegungen zu Grunde lagen, vermutet SIPRI-Autor Siemon Wezeman heute auch noch andere Motive für den steigenden Export.
“Der US-Verteidigungsetat wird zusammengestrichen und die US-Industrie schaut mehr und mehr auf die Export-Möglichkeiten. Nicht nur als einen extra Bonus, sondern als einen ernstzunehmenden Teil des Geschäfts”, so Wezemann, einer der Hauptverantwortlichen für den Bericht.
Punkte wie in einem Computerspiel
Im jährlichen SIPRI-Bericht über die globalen Waffenlieferungen wird der weltweite Handel mit größeren konventionellen Waffensystemen anhand öffentlich zugänglicher Daten analysiert. Kleingerät, Kleinwaffen und Munition gehören nicht dazu – sondern größere Waffensysteme wie Flugzeuge, Schiffe, Flugabwehrsysteme oder Panzer.
Um verschiedene Waffen gegeneinander aufrechnen zu können, werden ähnlich wie in einem Computerspiel Punkte verteilt, denn ein Flugzeugträger und ein Panzer lassen sich kaum vergleichen.
“Grundsätzlich vergeben wir Punktzahlen, die den strategischen Wert der spezifischen Waffe widerspiegeln”, so Wezeman. Somit habe man auch nicht das Problem, dass Waffenlieferungen durchaus sehr schwankende Preise aufweisen. “Dieselbe Waffe kann für ein Land doppelt so teuer sein wie für ein anderes – oder auch verschenkt werden”.
Glaubwürdige Trends
Jan Grebe vom Internationalen Konversionszentrum Bonn, BICC, schätzt die Berichte der Kollegen in Stockholm. Zwar sei die Methode, über offene Quellen zu recherchieren, nicht unumstritten. “Trotzdem geben die Zahlen die Entwicklung auf dem internationalen Waffenmarkt wieder und zeigen Trends und mögliche Gefahrenquellen sehr gut auf”, betont der Rüstungsexperte aus Bonn.
Im Bericht werden Fünf-Jahres-Zeiträume verglichen, um weitgehend kurzfristige Schwankungen auszublenden.
Russland rüstet weltweit auf
Auch im diesjährigen Bericht bestätigen sich die Trends der Vorjahre. Die USA sind auch weiterhin mit Abstand weltgrößter Waffenexporteur, doch in den vergangenen fünf Jahren hat Russland aufgeholt und nochmal 37 Prozent beim Export zugelegt.
“Nach dem Krieg in Georgien 2008 hat die russische Politik ein umfassendes Modernisierungsprogramm für die Industrie, aber vor allem auch für die Armee angestoßen”, betont Rüstungsexperte Jan Grebe vom Bonner Institut BICC.
“Inzwischen hat die russische Regierung mit erheblichen Finanzproblemen zu kämpfen, so dass diese Modernisierungsstrategie nur in Teilen umgesetzt werden kann und in vielen, vielen Bereichen wirklich stockt”, so Jan Grebe, der darin auch den Grund für den Exportvorstoß sieht. Zum einen als Kompensation für die russische Rüstungsindustrie und zum zweiten auch, um finanzielle Mittel für die Entwicklung neuer Technologien von Außen zu bekommen. Märkte, so Jan Grebe, gebe es genug, zum Beispiel in Afrika und Asien oder auch bei Verbündeten in anderen Regionen.
Discounter China
China hat mittlerweile den weltweit zweitgrößten Verteidigungsetat, nur übertroffen von den USA. Doch China rüstet nicht nur zu Hause auf: Die Exporte von konventionellen Waffensystemen sind in den vergangenen fünf Jahren um 143 Prozent gewachsen. Damit ist China heute der drittgrößte Waffenexporteur der Welt und hat die Bundesrepublik vom dritten Platz verdrängt.
“China ist eine Art Discount-Exporteur. Was man aus China kaufen kann, ist oft ein bisschen preiswerter als anderswo”, kommentiert Siemon Wezeman von SIPRI den chinesischen Exporterfolg.
Seit den 1990er Jahren habe China seine Rüstungstechnologie ausgebaut, so Wezeman. Heute sei China eben so weit, dass die Volksrepublik auch auf dem Weltmarkt verkaufen könne, auch wenn die Systeme nicht mit westlicher Technologie vergleichbar seien.
China rüstet nicht nur zu Hause auf: Die Exporte sind in den vergangenen fünf Jahren um 143 Prozent gestiegen
“Vermutlich spielt da auch eine Rolle, dass China, ähnlich wie Russland, etwas lockerer mit Exportgenehmigungen umgeht. Auch wenn es um Länder geht, wo europäische Länder oder die USA zögern würden und sagen, vielleicht nicht jetzt, wegen der politischen Situation im jeweiligen Land”.
“Erbstücke” für Terrormilizen
Generell, so der SIPRI-Experte, sei dem Waffenhandel keine Grenzen gesetzt. “Alle Länder der Welt, egal wie sie sich benehmen, können Waffen kaufen”. Exportrestriktionen seien zwar ehrenwert, aber wo es Käufer gebe, gebe es auch Anbieter.
Nicht nur Länder, sondern auch Terrorgruppen wie der IS oder Boko Haram kommen immer an Waffen.
“Man muss sich immer vor Augen führen, dass Waffen sehr langlebige Güter sind, die eine Lebensdauer von zehn, 15 bis 20 Jahren haben oder länger”, betont Jan Grebe. Als Beispiel nennt er den Fall des Gaddafi-Regimes in Libyen. Danach sei im Prinzip die libysche Waffenkammer geöffnet und die Waffen sowohl in Richtung Mali als auch in den Nahen Osten und Syrien verkauft worden.
Russische Waffen für Separatisten
Eigentlich soll das internationale Waffenhandelsabkommen (Arms Trade Treaty), das am 24. Dezember 2014 in Kraft trat, helfen, den Handel mit konventionellen Waffen besser zu überwachen und kontrollieren. Russland hat den Vertrag zwar nicht unterschrieben, doch:
“Russland hat immer darauf bestanden, dass Waffenverkäufe an nicht-staatliche Akteure illegal seien. Das war auch die russische Position bei den Verhandlungen zum Waffenhandelsabkommen”, erzählt Siemon Wezemann von SIPRI. Es sei zwar schwierig nachzuweisen, dass Russland Waffen an die Separatisten in der Ukraine liefert.
“Doch manche der Waffen, die von den ukrainischen Separatisten eingesetzt wurden, sind so neu, dass sie nur aus Russland kommen können”, sagt Wezeman.
Er betont, dass das Stockholmer Friedensforschungsinstitut auch weiterhin die Spur der Waffen verfolgen wird. “Wir sagen nicht, was gut oder schlecht ist, wir sagen nur: Hier sind die Fakten.“

Die DW-Redaktion empfiehlt
Die politische Rüstungsindustrie
Die großen Rüstungsunternehmen verkaufen vor allem im eigenen Land. Das hat den Umsatz der westlichen Rüstungsindustrie geschwächt und den der russischen gestärkt, berichtet SIPRI. Das letzte Wort hat immer die Politik. (14.12.2014)
China erhöht Rüstungsetat um zehn Prozent
Mit einem deutlich höheren Militäretat treibt die Volksrepublik die Aufrüstung ihrer Armee voran. Die Regierung will den Bürgern so ein Gefühl von Sicherheit geben. (04.03.2015)  
Deutschland genehmigt weniger Rüstungsexporte
Wirtschaftsminister Gabriel will die Genehmigungen für Rüstungsexporte in seiner Amtszeit zurückfahren. Für das Jahr 2014 kann er schon eine erste positive Bilanz ziehen. Neben Lob erntet er damit auch Kritik. (09.02.2015)  
WWW-Links
Der SIPRI-Bericht im Detail
Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI
Das Internationale Konversionszentrum Bonn. BICC
Video zum Thema
Waffenexport boomt weltweit    

FRANCAIS LIRE
La Chine dépasse l’Allemagne et la France comme 3e exportateur d’armes
AFP 16 mars 2015 à 17:00
La Chine a dépassé l’Allemagne et la France pour devenir le troisième exportateur mondial d’armes, selon des statistiques publiées lundi par l’Institut international de recherche sur la paix de Stockholm (Sipri).
Les chiffres, qui portent sur une période de cinq ans (2010-2014) afin de faire apparaître les grandes tendances, montrent que sur le marché de l’armement «les États-Unis ont nettement pris la tête» (31% des exportations) devant la Russie (27%).
Les trois suivants arrivent loin derrière, avec quelque 5% des exportations chacun. D’après le Sipri, «la France aurait été troisième» si elle avait livré fin 2014 un navire Mistral que la Russie n’a pas obtenu du fait du conflit dans l’Est de l’Ukraine.
Trois pays asiatiques rassemblent plus des deux tiers des livraisons à l’étranger d’armement chinois: le Pakistan (41% à lui tout seul), le Bangladesh et la Birmanie. Pékin a aussi commercé avec 18 pays africains sur la période.
La Russie fournit pour sa part en premier lieu l’Inde, premier importateur mondial, dont 70% des importations d’armes sont russes.
Les États-Unis ont la clientèle la plus diversifiée: le premier importateur d’armes américaines, la Corée du Sud, ne représente que 9% du total.
Quant à la France, elle vend d’abord au Maroc (18%) et à la Chine (14%). Le Sipri a relevé que ses «efforts pour augmenter ses exportations d’armes» avaient été couronnés par le contrat passé avec l’Égypte en février.
Parmi les dix premiers exportateurs mondiaux, la Chine (+143% ces cinq dernières années par rapport aux cinq précédentes), l’Ukraine et la Russie sont ceux qui ont connu la plus forte croissance, tandis que les livraisons de l’Allemagne et la France ont reculé.
– L’Inde, premier importateur –
«La Chine est toujours prudente et responsable dans ses exportations d’armes (…) Nous insistons sur certains principes qui sont que ces exportations doivent participer à la capacité du pays importateur à se défendre, et ne pas saper la paix et la stabilité internationales et régionales», a déclaré un porte-parole du ministère des Affaires étrangères chinois, Hong Lei, interrogé sur cette évolution.
Un expert du Sipri, Siemon Wezeman, a noté que l’industrie chinoise avait fait des «progrès énormes» depuis le début du siècle.
«Ils ont fourni un gros effort en embauchant du personnel et en investissant dans la recherche. Aujourd’hui l’armement chinois est bon, pour un prix bas, et pas exagérément compliqué», a-t-il déclaré à l’AFP. «La Chine est aussi très insistante sur le plan commercial. Et elle ne pose pas trop de questions sur les conflits internes et les droits de l’Homme».
Concernant les importations, l’Inde, avec 15% du marché, est loin devant les numéros deux et trois, l’Arabie saoudite et la Chine (5% chacune).
Selon les chiffres du Sipri, les États-Unis avaient en 2013 de très loin le plus gros budget militaire du monde (640 milliards de dollars), devant la Chine, la Russie, l’Arabie saoudite et la France. L’Inde n’a que le neuvième.
Le centre de recherches, qui est principalement financé par le gouvernement suédois, a noté que le volume du commerce mondial d’armes avait augmenté de 16% ces cinq dernières par rapport à la période 2005-2009.
Reparti à la hausse depuis une dizaine d’années, le volume d’armement échangé dans le monde reste encore d’un tiers inférieur à son pic de l’après-guerre, atteint au début des années 1980.
SIPRI : L’Algérie et le Maroc, les deux plus gros importateurs d’armes en Afrique LIRE
Larbi Amine – publié le Lundi 16 Mars 2015 à 15:15 http://www.lemag.ma/
Stockholm : L’Institut international de recherche sur la paix de Stockholm (en anglais, Stockholm International Peace Research Institute – SIPRI) a publié son rapport annuel sur le commerce d’armes dans le monde pour la période 2010 /2014. Sur le continent africain l’Algérie puis le Maroc, en sont les plus gros importateurs.
En effet, le SIPRI a indiqué dans son rapport annuel ‘TRENDS IN INTERNATIONAL ARMS TRANSFERS, 2014′, que l’Algérie est arrivée, durant la période 2010 – 2014, première dans le classement africain des pays les plus gros importateurs d’armes. Elle absorbé 30% des armes vendues en Afrique. Le Maroc arrive juste après elle, au deuxième rang de ce classement, avec l’acquisition de 26% des volumes d’armes vendues en Afrique.
Selon le SIPRI, les importations du royaume en armes se sont multipliées en valeurs, plus de 11 fois, durant la période 2010 – 2014, par comparaison à la période 2005 – 2009. Les importations algériennes plus volumineuses en valeurs financières, ont crû de 3% par rapport à la période précédente.  
Les fournisseurs les plus importants du Maroc en matière d’armement ont été dans l’ordre, la France, les USA et l’Allemagne. Le royaume a été pour la France, entre 2010 et 2014, son premier client, puisque’ il a absorbé 18% de ses ventes.
Pour l’Algérie, ses fournisseurs les plus importants ont été dans l’ordre: L’Italie et la Russie.

SIPRI
Le ‘Stockholm International Peace Research Institute – SIPRI’ est un institut d’études stratégiques fondé en 6 mai 1966 pour célébrer cent cinquante ans de paix ininterrompue en Suède.
Sa tâche est d’effectuer des études scientifiques au sujet de l’importance des conflits et de la coopération pour la paix mondiale, dans le but de contribuer à la compréhension des conditions nécessaires à la résolution pacifique des conflits internationaux et à une paix durable.
À travers ses recherches Sipri rend accessibles des informations sur le développement de l’armement, les dépenses militaires, la production et le marché de l’armement, le désarmement, la maîtrise des armements, les conflits, la prévention des conflits et la sécurité. Sipri expose le fruit de ses recherches dans des livres (les Sipri Yearbooks), des rapports de recherche ou par d’autres voies de publications comme le site internet de l’institution fabriqué en open source.

ENGLISH READ
Global arms exports on rise: SIPRI
Deutsche Welle 16.03.2014 http://www.dw.de/top-stories/world/s-1429
The United States has widened its lead as the world’s major arms exporter, says the Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI), which has just published new data on international arms transfers.
Overall, the volume of international weapons transfers between 2005-2009 and 2010-2014 went up by 16 percent, according to an annual update of the SIPRI Arms Transfers Database, published on Monday.
The reports claims that US exports of major weapons increased by 23 percent between the periods of 2005-2009 and 2010-2014. The share of exports from the US was 31 percent in 2010-2014, SIPRI said, compared with 27 percent for the next largest exporter, Russia. Exports of major weapons from the Kremlin increased by 37 percent during the same period.
The findings were confirmed by Amnesty International. “As the main arms supplier to Egypt, the US authorized the sale of small arms, millions of rounds of ammunition and chemical agents for riot control, despite the security forces’ violent crackdown on protesters,” a spokesperson for the international human rights organization told DW in a statement.
“The US has long seen arms exports as a major foreign policy and security tool, but in recent years exports are increasingly needed to help the US arms industry maintain production levels at a time of decreasing US military expenditure,” said Aude Fleurant, director of the SIPRI Arms and Military Expenditure Program.
The US and Russia, though the world’s largest exporters by volume, were surpassed by China with regard to weapons export growth. According to SIPRI, Chinese exports of major arms increased by 143 percent, making it the third largest supplier in 2010-2014.
Gulf imports up, Chinese imports down
Arms imports to Gulf Cooperation Council (GCC) states increased by 71 percent from 2005-2009 to 2010-2014, accounting for 54 percent of imports to the Middle East in the latter period. Since 2010, Saudi Arabia has become the second largest importer of major weapons worldwide, increasing the volume of its arms imports four times compared to 2005-2009.
“Mainly with arms from the US and Europe, the GCC states have rapidly expanded and modernized their militaries,” said Pieter Wezeman, senior SIPRI researcher.
“The GCC states, along with Egypt, Iraq, Israel and Turkey in the wider Middle East, are scheduled to receive further large orders of major arms in the coming years.”
Five of the top 10 global importers of major weapons in 2010-2014 are in Asia: India (15 percent of global arms imports), China (5 percent), Pakistan (4 percent), South Korea (3 percent) and Singapore (3 percent).
These five nations accounted for around 30 percent of the total volume of weapons imports worldwide. India accounted for 34 percent of the volume of arms imports to Asia, well over three times as much as China. Beijing’s arms imports decreased by 42 percent between 2005-2009 and 2010-2014, according to SIPRI.

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DOSSIER Charlie Hebdo und/in Afrika – "Je suis/ ne suis pas Charlie" en Afrique

Montpellier, France, 14 janvier 2014

Das Attentat ging um die Welt, die Solidaritätsbewegung auch, und auch die folgenden maßlosen Gewalttaten. Berichte, Analysen, Meinungen.
L’attentat à Paris a traversé le monde entier, ainsi le mouvement de solidarité, ainsi les violences s’ensuivantes. Reportages, analyses, opinions.

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http://www.tv5monde.com/cms/chaine-francophone/info/Les-dossiers-de-la-redaction/France-2015/p-30009-Charlie-Hebdo-entre-amour-et-haine.htm plus dossier

http://www.dw.de/provokation-aus-tradition/a-18175169

http://www.dw.de/wenn-kunst-die-religion-ins-gebet-nimmt/a-16252230

http://www.tagesschau.de/ausland/satire-muslime-mohammed-karikatur-101.html

http://www.tv5monde.com/cms/chaine-francophone/info/Les-dossiers-de-la-redaction/France-2015/p-29995-Kichka-Je-vais-devoir-repousser-mes-limites…-.htm

http://www.dw.de/proteste-gegen-mohammed-karikaturen-gehen-weiter/a-18197783

FOTOGALERIE/ artikel-articles SEHEN – REGARDER
Der Karikaturist “Z” hinter einer seiner Zeichnungen in einer ihm gewidmeten Ausstellung im Haus von Tunesien in Paris, am 16. Januar 2015
Le caricaturiste “Z” derrière un de ses dessins lors d’une exposition qui lui est consacrée à la Maison de la Tunisie à Paris, le 16 janvier 2015
afp.com – Lionel Bonaventure

le caricaturiste tunisien Z
Denonstrationen in Niger, Palästina, Pakistan, Senegal
Manifestation à Zinder, au Niger, le 16 janvier 2015, contre la publication d’une caricature de Mahomet dans le magazine français Charlie Hebdo
Des Palestiniens manifestent le 16 janvier 2015 à Jérusalem-Est contre les nouvelles caricatures de Mahomet publiées dans Charlie Hebdo
afp.com – Ahmad Gharabli
Un manifestant pakistanais proteste contre la publication d’une nouvelle caricature de Mahomet par Charlie Hebdo le 16 janvier 2015 devant le consulat français à Karachi
afp.com – Aamir Qureshi
Des manifestants sénégalais brûlent un drapeau français, le 16 janvier 2015 à Dakar, pour protester contre la publication d’une caricature de Mahomet par Charlie Hebdo
afp.com – Seyllou
Manifestation à Zinder, au Niger, le 16 janvier 2015, contre la publication d'une caricature de MahoUn manifestant pakistanais proteste contre la publication d'une nouvelle caricature de Mahomet par CDes manifestants sénégalais brûlent un drapeau français, le 16 janvier 2015 à Dakar, pour protester Carte du monde ou le numéro 1178 de Charlie Hebdo, tiré à 5 millions d'exemplaires, va être distribu
Karte: Wo nr. 1178, 5 Mio Exemplare, verkauft wird, und wo Feindsehlichkeitn entbrennen
Carte du monde ou le numéro 1178 de Charlie Hebdo, tiré à 5 millions d’exemplaires, va être distribué et localisation des réactions hostiles
afp.com – K. Tian/P. Defosseux

Der evangelische Pfarrer Boureima Kimso (von hinten) feiert am 19. Januar 2015 einen Gottesdienst in Niamey, in einer der Kirchen, die den Brandstiftungen in der Hauptstadt von Niger entgangen ist
Le révérend évangélique Boureima Kimso (de dos) célèbre un office le 19 janvier 2015 à Niamey, dans une des églises ayant échappé aux incendies dans la capitale du Niger
Eine in Niamey am 17. Januar 2015 abgebrannte Kirche, während der entfesselten Unruhen nach der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo
Une église brûlée à Niamey, le 17 janvier 2015, lors des troubles déchaînés par la publication de caricatures de Mahomet par la revue satirique françaises Charlie Hebdo
afp.com – Boureima Hama

Le révérend évangélique Boureima Kimso (de dos) célèbre un office le 19 janvier 2015 à Niamey, dans Une église brûlée à Niamey, le 17 janvier 2015, lors des troubles déchaînés par la publication de ca
Interview Chefredaktuer Charlie Lesen
Auf seiner Titelseite mokiert sich das französische Satireblatt “Charlie Hebdo” über die Reaktionen auf den Mohammed-Schmähfilm. Chefredakteur Gérard Biard stellt im DW-Interview klar: Kritik muss möglich sein.
Deutsche Welle: Worum ging es Ihnen bei der Veröffentlichung der Karikaturen: um freie Meinungsäußerung oder gezielte Provokation?
Gérard Biard: Wir verstehen die Veröffentlichung dieser Karikaturen als Teil unserer Arbeit sowie als freie Meinungsäußerung. Bei solch einer hochaktuellen Nachrichtenlage – also wenn ein einfältiger Film fast überall auf der Welt zu Ausschreitungen führt, bei denen es Tote gibt und Botschaften brennen – wenn wir Journalisten das nicht kommentieren dürfen: Das wäre undenkbar! Ich wehre mich allerdings gegen die Bezeichnung “Provokation”. Es geht hier ganz und gar nicht um Provokation. Es geht darum, dass wir unsere Aufgabe als politische Kommentatoren erfüllen.
Es ist nun einmal so, dass wir ein politisches Satiremagazin sind, das mit Bildern arbeitet. Und wir sind vor allem eine atheistische Zeitschrift: Wir bekämpfen jede Religion, sobald sie den privaten Rahmen verlässt und Einfluss auf Politik und Öffentlichkeit nimmt. Der Islam versucht, die Politik für sich zu nutzen, deshalb muss er sich – wie jede andere politische Kraft auch – der Kritik stellen.
In rund zwanzig Ländern bleiben französische Auslands-Schulen vorerst geschlossen, Frankreich hat für zahlreiche Botschaften die Sicherheitsstufe erhöht. Hätten Sie diese Reaktion erwartet? 
Ganz ehrlich: Wir sind sehr überrascht!  Schauen Sie sich die Karikatur auf der Titelseite einmal genau an. Also, ich wüsste nicht, in welcher der beiden Figuren der Prophet Mohammed erkennbar wäre. Das ist eine durch und durch satirische Zeichnung, die ganz in der Tradition der französischen Satire steht. Deshalb verstehe ich die ganze Aufregung nicht, die unser Titelblatt ausgelöst hat – oder besser gesagt: Ich habe Angst davor, sie zu verstehen.
Meiner Meinung nach ist das alles Manipulation. Und was die Entscheidung der französischen Regierung betrifft, Auslandsschulen und Botschaften in fast zwanzig Ländern zu schließen: Es ist doch Frankreichs Aufgabe, für die Sicherheit seiner Bürger in Ländern zu sorgen, in denen sie gefährdet sein könnte. Das ist alles, was ich dazu sagen kann.
Standpunkt kontra Charlie aus Mali LESEN
Mohamed auf die Titelseite des “Charlie” zu stellen, tötet den Geist des 11. Januar
Die historische Ausgabe von Charlie Hebdo wird einem in den Kiosken aus den Händen gerissen. Auf der Titelseite, eine Karikatur des Propheten. Dieser malische Leitartikler bedauert diese Entscheidung, die einen Impuls des Zusammenhaltens gegen die Fundamentalisten zerbrechen lässt.
Bamako (Le Républicain) – 14. Januar 2015
Von Adam Thiam
Der Prophet Mohamed hätte wohl nach dem unerträglichen Blutbad von Paris den Anspruch auf seine “charlitude” angemeldet. Denn so wie Lamartine [Autor eines glühenden Text über den Propheten im achtzehnten Jahrhundert] ihn loyal beschrieben hat , hätte der nie befohlen, auf Cabu und Wolinski zu schießen. Er hätte sogar Charb mit seinem Körper beschützt, damit Leben und Toleranz stark bleiben. Wenn Jesus zu Rat gezogen worden wäre, hätten wir heute Morgen diese Karikatur nicht auf dem Titelblatt von Charlie Hebdo gehabt.
– Unverständnis –
Warum? Diese Karikatur belustigt das Hexagon, das sie mit seiner Verfassung deckt. Aber sie ärgert Hunderte von Millionen von Muslimen, deren Verfassung jede Abbildung ihres Propheten verbietet. Da das Recht der Einen die Anderen verletzen kann, hätte der wahre Islam den Überlebenden des Charlie Hebdo gesagt: “Trauert um eure Toten, feiert diese Genies, die jetzt mit euch in der Redaktion sein sollten, aber lasst euch nicht zur Provokation hinreißen!”
– Das Recht der Einen kann die Anderen verletzen –
Der wahre Islam hätte so gesprochen, zu den Antipoden der mörderischen Doktrin losgelassen gegen die satirische Zeitung, der nichts anderes ist als der Islam der gottverlassenen Horden aus der Hölle der Vororte, im Gegenzug zum illusorischen Paradies, von den Fatwas den Märtyrern versprochen, die gleichermaßen kaltherzige Mörder sind.
Also eher der Islam von Kouachi und Coulibaly anstatt dem von Merabet, dem erschossenen Polizisten, und dem von Bathily, dem Retter des koscheren Supermarktes. All diese Worte kommen zu spät. Denn 3 Millionen Exemplare [am Ende 5000000] von Charlie Hebdo sind in den Kiosken. Dessen Botschaft ist nicht blasphemisch, aber das Prinzip der Karikatur als solches könnte die muslimische Öffentlichkeit, die sich vermutlich im Geist des Marsches vom 11. Januar wiederfand, auf die Straße treiben und überhitzen. Man kann nur hoffen, dass dieser Geist eine redaktionelle Entscheidung, die alles andere als weise war, überleben wird.
© 2015 Le Républicain
Du Mali: Mettre Mahomet en une de “Charlie”, c’est tuer l’esprit du 11 janvier LIRE
Le numéro historique de Charlie Hebdo s’arrache dans les kiosques. A la une, une caricature du Prophète. Cet éditorialiste malien regrette ce choix qui rompt un élan de cohésion pour faire face aux intégristes. 
Bamako (Le Républicain) – 14 janvier 2015 – Par Adam Thiam
Le prophète Mahomet aurait sans doute revendiqué sa “charlitude” après les insoutenables carnages de Paris. Car, si Lamartine l’a décrit sous des traits fidèles [auteur du XVIIIe siècle auteur d’un texte élogieux sur le Prophète], il n’aurait jamais ordonné de tirer sur Cabu et Wolinski. Il aurait même couvert Charb de son corps pour que force reste à la vie et à la tolérance. Et si Jésus avait été de quelque conseil nous n’aurions pas eu ce matin la caricature qui barre la une de Charlie Hebdo.
– Incompréhension –
Pourquoi ? Cette caricature amusera l’Hexagone, qui la couvre de sa Constitution. Mais elle agacera des centaines de millions de musulmans, dont la Constitution interdit toute image de leur prophète. Parce que le droit des uns peut offenser les autres, l’islam véritable aurait dit aux survivants de Charlie Hebdo : “Pleurez vos morts, célébrez ces génies qui auraient dû être en ce moment avec vous dans la salle de rédaction, mais ne cédez pas à la provoc !”

Le droit des uns peut offenser les autres

L’islam véritable aurait parlé ainsi, aux antipodes de la doctrine meurtrière lâchée contre le journal satirique et qui n’est autre que l’islam des hordes paumées né de l’enfer des banlieues contre le paradis illusoire promis par les fatwas à des martyrs qui sont autant de froids assassins.

Donc, l’islam des Kouachi et des Coulibaly plutôt que celui de Merabet le policier abattu et de Bathily le sauveur du supermarché casher. Tous ces mots arrivent trop tard. Car 3 millions d’exemplaires [finalement 5 millions] de Charlie Hebdo sont dans les kiosques. Leur message n’est pas blasphématoire, mais le principe même de la caricature pourrait enflammer la rue musulmane, qui s’était sans doute reconnue dans l’esprit de la marche du 11 janvier. Reste seulement à espérer que cet esprit survivra à une décision éditoriale dont la sagesse est tout sauf évidente.
© 2015 Le Républicain.

Karikaturist “Z”, Tunesien: “Freiheit!” LESEN
Tunesien: Für den Karikaturisten Z „siegt die Freiheit über die Sicherheit“
Paris (AFP) – 17.01.2015 14:28
Für den tunesischen Karikaturisten Z, zur Anonymität gezwungen, hat Charlie Hebdo Recht gehabt, “sich nicht zu beugen, zu zeigen, dass die Chuzpe überlebt”, wie sie es gemacht haben, indem sie wieder den Propheten zeichneten: “die Freiheit überrundet die Sicherheit”, sagte er AFP. Der Angriff gegen Charlie Hebdo “verleiht mir noch mehr Entschlossenheit, gegen alle Mächte, gegen Tabus zu kämpfen”, sagte er anlässlich einer Ausstellung seiner Zeichnungen im Haus von Tunesien in Paris, die dort bis zum 31. Januar geöffnet ist.
In der Ausgabe dieser Woche “musste gezeigt werden, dass Charlie sich nicht beugen würde, dass die Chuzpe überleben würde. Es wäre sehr schlimm gewesen, bei diesem Titelbild diese Chance zu verpassen. Man musste zeigen, dass die Freiheit über die Sicherheit den Sieg davonträgt.”
Seit sieben Jahren hat dieser dreißigjährige Architekt die Anonymität gewählt, unter dem Pseudonym “Z” als “Betriebsmodus”. Er begann unter dem Regime von Präsident Ben Ali, seine Texte und Karikaturen in seinem Blog debatunisie.com zu posten. Und wenn er heute hartnäckig weitermacht, “ist es nicht aus Feigheit, sondern um einen größeren Handlungsspielraum zu haben. Ich akzeptiere es zu stören, zu verletzen”, erklärt er.
Was hält er von denen, die rufen: “Ich bin nicht Charlie”? “Das ist keine homogene Gruppe. Ich fühle mich unbedingt als Charlie, das sind Menschen, die ich gekannt habe, so liegt es für mich auf der Hand”, sagt der Karikaturist, der zwischen Frankreich und Tunesien lebt und regelmäßig Morddrohungen im Internet erhält.
“Einige stören sich an der Vereinnahmung. Ich glaube, im Namen dessen, was wir dieser Zeitung schulden, diesen Menschen, müssen wir bestimmte Vereinnahmungen kaschieren, und wir müssen uns vielleicht sogar Gewalt antun und sagen, +wir sind Charlie+”, stellt er fest.
Seit dem Angriff auf die satirische Wochenzeitung “zeichnen jetzt viele Menschen, aus Wut, virulenter und befreien sich aus dieser lächerlichen Selbstzensur”, stellt Z fest, voller Hoffnung auf die “Mobilisierung im Internet, in der Gemeinschaft der Künstler und Zeichner. Verbindungen entstehen. Das Leben hat wieder Oberwasser, das wird neue Dinge entstehen lassen.”
“Interessant ist, was in der arabischen Welt passiert”, fährt er fort.
Unter den Karikaturisten dieser Länder “gibt es Hemmungen bei diesem Thema, nur sehr wenige Zeichnungen in Tunesien greifen auf, was in Paris passiert ist. Man versucht, kein Risiko einzugehen, denn das würde eine Stellungnahme erfordern. Viele Zeichner haben die Tragödie von Charlie Hebdo einfach übersprungen.”
Das Blog von Z wird in Tunesien viel gelesen. Er arbeitetet punktuell auch mit mehreren tunesischen und ausländischen Zeitungen zusammen.
© 2015 AFP
Tunisie: pour Z, caricaturiste, “la liberté l’emporte sur la sécurité” LIRE
Paris (AFP) – 17.01.2015 14:28
Pour le caricaturiste tunisien Z, contraint à l’anonymat, Charlie Hebdo a eu raison de ne “pas s’incliner, de montrer que l’impertinence survivra”, comme ils l’ont fait en dessinant de nouveau le Prophète: “la liberté l’emporte sur la sécurité”, dit-il à l’AFP. L’attentat contre Charlie Hebdo “me donne encore plus de détermination à lutter contre tous les pouvoirs, les tabous”, assure-t-il à l’occasion d’une exposition de ses dessins à la Maison de la Tunisie à Paris, qui se tiendra jusqu’au 31 janvier.
Dans le numéro paru cette semaine, “il fallait montrer que Charlie n’allait pas s’incliner, que l’impertinence survivra. Ca aurait été très grave de les voir justement, pour cette Une là, rater cette occasion. Il fallait montrer que la liberté l’emporte sur la sécurité.”
Cela fait sept ans que cet architecte trentenaire a choisi l’anonymat, sous le pseudonyme de “Z”, comme “mode opérationnel”. Il a commencé à poster ses textes et caricatures sur son blog debatunisie.com sous le régime du président Ben Ali. Et s’il persiste aujourd’hui, “ce n’est pas par lâcheté mais pour avoir une plus large marge de manoeuvre. J’accepte de déranger, de blesser”, explique-t-il.
Que pense-t-il de ceux qui proclament “Je ne suis pas Charlie”? “Ce n’est pas un groupe homogène. Moi je me sens forcément Charlie, ce sont des gens que j’ai connus, donc pour moi c’est évident”, estime le caricaturiste qui vit entre la France et la Tunisie et reçoit régulièrement des menaces de mort sur internet.
“Certains sont embêtés par la récupération. Je pense qu’au nom de ce qu’on doit à ce journal, à ces personnes, on doit occulter certaines récupérations et on doit même, peut-être, se faire violence et dire +on est Charlie+”, relève-t-il.
Depuis l’attentat contre l’hebdomadaire satirique, “beaucoup de gens maintenant, par colère, dessinent de manière plus virulente et sortent de cette autocensure ridicule”, relève Z, plein d’espoir face à “la mobilisation sur internet, dans la communauté des artistes, des dessinateurs. Des connexions viennent de se faire. La vie a repris le dessus, ça va générer de nouvelles choses.”
“Ce qui est intéressant, c’est ce qui se passe dans le monde arabe”, poursuit-il.
Chez les caricaturistes de ces pays, “il y a une gêne à ce sujet, très peu de dessins en Tunisie sur ce qui s’est passé à Paris. On essaie de ne pas trop se mouiller parce que ça impliquerait une prise de position. Beaucoup de dessinateurs ont zappé” la tragédie de Charlie Hebdo.
Le blog de Z est très suivi en Tunisie. Il collabore aussi au coup par coup à plusieurs journaux tunisiens ou étrangers.
© 2015 AFP
Charlie Hebdo Blutige Proteste in Afrika LESEN
 Von Johannes Dieterich 18.01.2015 http://www.fr-online.de/terror/29500876,29500876.html
In vielen islamischen Staaten Afrikas protestieren Zigtausende gegen die jüngste Ausgabe des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“. In Niger sterben mindestens zehn Menschen. Staatspräsident Mahamadou Issoufou verurteilt die Gewalt: „Vom Islam haben sie nichts verstanden“.
In vielen islamischen Staaten Afrikas haben am Wochenende Zigtausende gegen die jüngste Ausgabe des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ protestiert. Dabei kam es in mehreren Staaten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, die im westafrikanischen Niger mindestens zehn Menschenleben kosteten. Die sonst nur in einer Auflage von 60 000 Exemplaren gedruckte Zeitung war in der vergangenen Woche mit sieben Millionen auch in Afrika zum Verkauf angebotenen Exemplaren erschienen. Auf dem Titel zeigt sie unter der Überschrift „Alles ist vergeben!“ den Propheten Mohammed mit einem Schild „Je suis Charlie“.
Während die Proteste etwa im Sudan, in Somalia, Mauretanien, Mali und im Senegal weitgehend friedlich verliefen, kam es im überwiegend muslimischen Niger zu schweren Übergriffen. Schwerpunkt der Auseinandersetzungen war bereits am Freitag Zinder, die zweitgrößte Stadt des Landes, wo nach dem Freitagsgebet Hunderte teils mit Pfeil und Bogen Bewaffnete durch die Straßen zogen und Kirchen, Häuser christlicher Bewohner sowie das französische Kulturzentrum angriffen. Mindestens drei Kirchen wurden niedergebrannt, in einem zerstörten katholischen Gotteshaus fand die Feuerwehr am nächsten Morgen eine verkohlte Leiche. Neben drei weiteren Zivilisten kam in Zinder auch ein Polizist ums Leben, mindestens 45 Menschen wurden verletzt.
Laut Augenzeugen riefen die Demonstranten „Nieder mit Frankreich!“, „Allah ist groß!“ und „Lasst ,Charlie Hebdo‘ in der Hölle schmoren“. Mehrere Personen wurden verhaftet. Anderntags riefen islamische Führer auch in der Hauptstadt Niamey zu Demonstrationen auf, die von der Polizei verboten wurden. Dennoch gingen mehrere Tausend Menschen auf die Straße, errichteten Straßensperren, griffen eine Polizeistation an, setzten zwei Polizeifahrzeuge in Brand, plünderten Geschäfte und zerstörten drei weitere Kirchen.
Übergriffe auf französische Einrichtungen
Zur Zielscheibe wurden außerdem Bars, von Franzosen geführte Hotels sowie Einrichtungen des französischen Mobilfunkkonzerns Orange. Am Samstag kamen fünf Menschen ums Leben: Die meisten davon verbrannten in angezündeten Kirchen oder Bars. „Wir werden alles zerschlagen“, zitierte die Agentur AFP einen Demonstranten. „Wir verteidigen unseren Propheten. Auch wenn wir dabei unser Blut aufs Spiel setzen.“ Unter den Protestierenden sollen sich auch Muslime mit Fahnen der extremistischen nigerianischen Boko-Haram-Sekte befunden haben.
„Ich hatte im Leben noch nie eine derartige Angst“, sagte ein christlicher Automechaniker, der sich in seiner Werkstatt verschanzte, AFP: „Die Regierung muss uns beschützen. Wir haben sonst keine Chance.“ Die Polizei setzte Tränengas gegen die Demonstranten ein und verhaftete vier islamische Geistliche, die zu den Protesten aufgerufen hatten. Für Sonntag hatte eine Oppositionspartei zu einer Kundgebung aufgerufen, die ebenfalls von der Polizei verboten worden war und mit Tränengas aufgelöst wurde.
Staatspräsident Mahamadou Issoufou geißelte in einer Fernsehansprache die gewalttätigen Demonstranten. „Diejenigen, die Gotteshäuser zerstören und ihre christlichen Mitbürger töten, haben vom Islam nichts verstanden“, sagte der Staatschef. Er verteidigte seine Teilnahme am Solidaritätsmarsch in Paris am vergangenen Wochenende: Damit habe er sein Engagement gegen den Terrorismus und für die Freiheit zum Ausdruck bringen wollen, nicht aber seine Unterstützung der islamfeindlichen „Charlie Hebdo“-Karikaturen.
Auch in Algerien kam es zu Gewalt, nachdem sich am Freitagabend mehrere Tausend Demonstranten auf wichtigen Plätzen in der Hauptstadt Algier versammelt hatten. Die Protestierenden verbrannten französische Flaggen und riefen unter anderem „Die Kouachis sind Märtyrer!“: Die beiden aus Algerien stammenden Islamisten hatten am 7. Januar den Anschlag auf „Charlie Hebdo“ in Paris mit zwölf Toten verübt und wurden später auf der Flucht erschossen.
Charlie Hebdo: manifestations anti-caricatures parfois violentes dans le monde musulman LIRE
Niamey (AFP) – 16.01.2015 22:35
Des milliers de personnes ont manifesté dans plusieurs pays musulmans après la prière du vendredi contre la publication par Charlie Hebdo d’un dessin représentant le prophète Mahomet, des protestations émaillées de violences au Niger et au Pakistan.
Quatre personnes sont mortes et 45 ont été blessées vendredi au Niger, à Zinder, la deuxième ville du pays, dans les manifestations contre la caricature de Mahomet publiée par les collègues des victimes d’un attentat jihadiste le 7 janvier à Paris contre l’hebdomadaire satirique.
Le Centre culturel français a été aussi incendié et trois églises saccagées. Certains manifestant “arboraient l’étendard de Boko Haram”, a déclaré vendredi le ministre nigérien de l’Intérieur, Hassoumi Massaoudou. Interrogés par l’AFP, deux journalistes présents à Zinder n’ont pas confirmé avoir vu le drapeau de Boko Haram, groupe jihadiste qui sème la terreur dans le nord du Nigeria voisin.
A Karachi (sud du Pakistan), des prostestataires se sont confrontés à la police lorsqu’ils ont tenté de s’approcher du consulat de France et un photographe pakistanais de l’Agence France-Presse (AFP) a été grièvement blessé.
Les Etats-Unis ont condamné vendredi les violences qui ont émaillé ces manifestations, réaffirmant le droit “universel” de la presse à publier librement tous types d’informations, y compris des caricatures.
A Nouakchott et Dakar, un drapeau français a été brûlé. S’adressant à la foule de plusieurs milliers de personnes, le chef de l’Etat mauritanien Mohamed Ould Abdel Aziz a condamné à la fois le “terrorisme” et les “viles caricatures”.
A Dakar, un millier de personnes ont scandé des slogans à la gloire du prophète Mahomet et contre Charlie Hebdo.
Au Mali, plusieurs milliers de personnes ont dénoncé un “affront à l’islam” alors que le président malien Ibrahim Boubacar Keïta, alias IBK, a manifesté dimanche à Paris aux côtés de François Hollande lors de la “marche républicaine” de plus d’un million de personnes sous le slogan “Je suis Charlie”.
“IBK est Charlie, je ne suis pas Charlie”, “L’islam victime du terrorisme international”, “Le prophète ne doit pas être caricaturé”, étaient les slogans scandés dans la foule.
“La France nous a aidés, c’est vrai. Mais elle n’a pas le droit de mépriser ma religion”, a déclaré Almahoud Touré, 36 ans, faisant allusion à l’engagement militaire de la France au Mali depuis janvier 2013 pour chasser des groupes jihadistes liés à Al-Qaïda.
– ‘Je suis Kouachi’ –
A Alger, 2.000 à 3.000 manifestants se sont rassemblés, selon un journaliste de l’AFP. Détournant le slogan “Je suis Charlie”, certains scandaient “Nous sommes tous des Mahomet” ou encore “Je suis Kouachi”, du nom des frères Kouachi, les jihadistes ayant attaqué le journal satirique français.
Des affrontements ont éclaté quand des manifestants ont tenté de forcer un cordon de policiers armés de matraques qui protégeaient le siège de l’Assemblée nationale. Plusieurs interpellations ont eu lieu.
Les frères Kouachi, abattus par la police française deux jours après avoir tué douze personnes au siège de Charlie Hebdo, ont également été honorés à Istanbul. Une centaine de personnes se sont réunies devant la mosquée du district de Fatih, devant une banderole arborant leur portrait et celui du chef d’Al-Qaïda Oussama Ben Laden.
A Amman, 2.500 manifestants ont défilé brandissant des banderoles sur lesquelles on pouvait notamment lire “l’atteinte au grand Prophète relève du terrorisme mondial”.
A la “une” du numéro sorti après la tuerie qui a décimé sa rédaction, Charlie Hebdo a publié mercredi un dessin de Mahomet la larme à l’œil et tenant une pancarte “Je suis Charlie”.
Le roi Abdallah II de Jordanie, qui avait participé dimanche à la marche de Paris, a qualifié jeudi Charlie Hebdo d'”irresponsable et d’inconscient”.
Le site sensible de l’esplanade des Mosquées à Jérusalem-Est, partie palestinienne de la Ville sainte annexée par Israël, a été le lieu d’une manifestation de quelques centaines de Palestiniens.
– ‘Pas une excuse pour tuer’ –
A Tunis, des fidèles ont quitté la mosquée el-Fath pour signifier leur désaccord avec un imam, ancien ministre des Affaires religieuses. “Nous sommes contre toute atteinte à notre Prophète mais cela n’est pas une excuse pour tuer les gens,” prêchait-il, à quoi ils ont rétorqué que les journalistes de Charlie Hebdo “méritaient d’être tués”.
A Khartoum, plusieurs centaines de fidèles ont brièvement manifesté après la prière, réclamant des excuses du gouvernement français.
L’Union mondiale des oulémas, dont le siège est au Qatar et qui est dirigée par le prédicateur Youssef al-Qaradaoui, considéré comme l’éminence grise des Frères musulmans, a appelé à des “manifestations pacifiques” et critiqué le “silence honteux” de la communauté internationale sur cette “insulte aux religions”.
Les autorités de ce pays, qui avaient fermement dénoncé l’attentat contre Charlie Hebdo, ont “condamné la nouvelle publication de dessins offensants”, soulignant que cela alimentait “la haine et la colère”.
En Iran, une manifestation de protestation prévue samedi par des étudiants islamistes a été annulée sans raison officielle.
Selon l’agence de presse Fars, les organisateurs ont toutefois annoncé que le rassemblement aurait lieu lundi devant l’ambassade de France à Téhéran, sous réserve d’obtenir l’aval des autorités.
En Syrie, des milliers de personnes sont descendues dans la rue dans les zones contrôlées par les rebelles et les jihadistes en demandant à ce que s’arrête “l’offense au sentiment religieux”, selon une ONG syrienne.
© 2015 AFP.
Niger: “Schock” und “Unverständnis” der Christen in Angst LESEN
Niamey (AFP) – 23.01.2015 10:20 – Von Boureima Hama
Mit verschlossenem Gesicht fragt sich Reverend Boureima Kimso: “Was wird aus den Christen?” Ein paar Tage nach der religiösen Gewalt, die den Niger erfasst hat, erinnern die verkohlten Fassaden der Kirchen die christliche Minderheit an den Albtraum, der zur Realität wurde. Plünderungen, Brände, Schändung … die Gewalt hat die Christen in Niger, dem armen Land des Sahel mit 17 Millionen Einwohnern, zu 98% muslimisch, traumatisiert. Die restlichen 2%, weniger als 350.000 Menschen, verteilen sich auf Christen und Animisten.
“Die Christen suchten sie. Sie brannten alles nieder, was ein christliches Zeichen trug, ob katholisch oder evangelisch. Wenn wir die vielen Tränen, die wir vergossen haben, sammeln könnte …”, seufzt ein Gläubiger, der in Zinder (Süden) lebt, der zweitgrößten Stadt des Niger, unter der Bedingung der Anonymität.
Dort waren am 16. Januar Proteste gegen die Mohammed-Karikatur auf der Titelseite der französischen Wochenzeitung Charlie Hebdo in einen Aufruhr mit dramatischen Folgen umgeschlagen: fünf Tote, 45 Verletzte, und alle Kirchen – mit einer Ausnahme – in Aschenhaufen verwandelt.
Am folgenden Tag forderten Demonstrationen in Niamey fünf Tote und 173 Verletzte. Offiziell wurden 45 Kirchen niedergebrannt, wie auch 36 Getränkekioske, ein Waisenhaus und eine christliche Schule.
Jack, ein westafrikanischer Mechaniker, erlebte die Unruhen verschanzt in seiner Werkstatt in der Hauptstadt, bei geschlossenen Türen und Fenstern, mit seinen Mitarbeitern.
“Wir leben in Angst”, sagt er. “Viele Christen schlafen nicht mehr zu Hause, aus Angst vor Angriffen.”
Die Bilder der Jugendlichen, die methodisch die bescheidene Einrichtung ihrer Gebetsstätten zerstören, bevor sie Feuer an die Gebäude legen, gehen nicht mehr aus den Köpfen der nigerischen Christen.
– “Der Todeskampf Jesu“ –
“Wir sind dabei, die Agonie Jesu in unserem eigenen Körper zu erleben”, so sagt Monsignore Michel Cartatéguy, der Erzbischof von Niamey, von Radio Vatikan interviewt, verzweifelt. “Dies könnte auch weitergehen, wenn wir nicht geschützt werden”, gibt der Prälat seinen Ängsten Ausdruck.
“Jetzt”, sagt er, “gibt es Leute, die fragen: + Bist du Allah Akbar oder bist du Hallelujah?+ Das bedeutet, dass man versucht, die Christen, die in der Stadt sind, zu identifizieren. Was wird als nächstes passieren? ”
Die schmerzlichen Ideen von “Schock” und “Unverständnis”sind in aller Munde. Denn nichts ließ solche Gewalttätigkeiten erahnen. Die beiden Gemeinden lebten in Harmonie. Viele Muslime halfen ihren christlichen “Brüdern”, als sie angegriffen wurden.
“Meine Schwester, die Muslima ist, versteckte zwanzig Christen zwei Tage lang in ihrem Haus, bevor sie sie in den Schutz der Gendarmerie übergab”, erzählt Fleur, eine Christin, deren Restaurant “durchsucht und geplündert” wurde.
Zwanzig Ulema, muslimische Theologen, haben im öffentlichen Fernsehen zur Ruhe aufgerufen.
“Unsere Eltern, unsere Großeltern lebten hier seit den 30er Jahren. Wir hatten keinerlei Probleme”, sagt ein Beamter aus Zinder. “Ich habe muslimische Vettern”, sagt der Mann.
“Wir lebten sehr gut mit Muslimen zusammen, es gab kein Problem. Aber in den letzten Jahren kamen extremistische Ideologien auf”, stellt ein Gläubiger in der Stadt fest.
Der Innenminister Massaoudou Hassoumi war der erste, der über “Standarten der Boko Haram” in Zinder berichtete, der bewaffneten islamistischen Gruppe in Nigeria, wovon die Stadt nicht weit entfernt ist.
Die Frage nach dem “Einfluss” der Nachbarländer von Niger, das, zusätzlich zu Nigeria, Dschihad-Gruppen an seiner malischen und libyschen Grenze verkraften muss, stellt sich dem Gläubigen zufolge.
Die internen Folgen sind schrecklich. Zwischen 300 und 400 Christen haben aus Angst um ihr Leben Ende vergangener Woche in zwei Militärlagern in Zinder gelebt.
Dutzende von ihnen, bis zu 140 einer religiösen Quelle zufolge, sind aus der Stadt geflohen. Einige verließen sogar das Land, nach einer humanitären Quelle unter Berufung auf Flüchtlingsfamilien in Benin.
Für andere, die in Zinder blieben, ist die “Psychose” an der Tagesordnung, nach dieser Quelle. Denn es werden Aufrufe per SMS oder auf kleinen Zetteln an die Muslime geschickt, dass sie am Freitag nach dem Gebet die zahlreichen Personen befreien sollen, die sich seit den Demonstrationen der vergangenen Woche in Haft befinden.
Um weitere Gewalt zu vermeiden, suspendierten die Behörden am Donnerstag für mehrere Stunden die sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter, sowie die SMS.
© 2015 AFP
Niger: “choc” et “incompréhension” des chrétiens, qui vivent dans la peur LIRE
Niamey (AFP) – 23.01.2015 10:20 – Par Boureima HAMA
Visage fermé, le révérend Boureima Kimso s’interroge: “Qu’est-ce que les chrétiens vont devenir?” Quelques jours après les violences religieuses qui ont embrasé le Niger, les façades calcinées des églises rappellent à la minorité chrétienne qu’un cauchemar est devenu réalité. Pillages, incendies, profanations… les violences ont traumatisé les chrétiens du Niger, pays pauvre sahélien de 17 millions d’habitants, à 98% musulman. Les 2% restants, soit moins de 350.000 personnes, se divisent entre chrétiens et animistes.
“Les chrétiens, on les cherchait. On a brûlé tout ce qui portait un signe chrétien, que ce soit catholique ou évangélique. Si on pouvait collecter la quantité de larmes qu’on a versées…”, soupire un religieux vivant à Zinder (sud), deuxième ville du Niger, sous couvert d’anonymat.
Là, le 16 janvier, des manifestations contre la caricature de Mahomet en une de l’hebdomadaire français Charlie Hebdo ont dégénéré en émeutes avec des conséquences dramatiques: cinq morts, 45 blessés, et toutes les églises – sauf une – réduites en cendres.
Le lendemain, des manifestations à Niamey faisaient cinq morts et 173 blessés. Officiellement, 45 églises ont été brûlées, ainsi que 36 débits de boisson, un orphelinat et une école chrétienne.
Jack, un mécanicien ouest-africain, a vécu les émeutes terré dans son atelier de la capitale, portes et fenêtres fermées, avec ses employés.
“On vit dans la crainte”, dit-il. “Beaucoup de chrétiens ne dorment plus chez eux par peur des attaques”.
Les images de jeunes détruisant méthodiquement l’humble mobilier de leurs lieux de culte, avant de mettre le feu aux bâtiments, tournent en boucle dans les têtes des chrétiens nigériens.
– ‘L’agonie de Jésus’ –
“Nous sommes peut-être en train de vivre l’agonie de Jésus dans nos propres corps”, se désespère Mgr Michel Cartatéguy, l’archevêque de Niamey, interviewé par Radio Vatican. “Cela pourrait continuer si nous ne sommes pas protégés”, craint le prélat.
“Maintenant”, dit-il, “il y a des gens qui demandent: +tu es Allah Akbar ou tu es Hallelujah?+. Cela veut dire qu’on est en train de repérer les chrétiens qui sont dans la ville. Que va-t-il se passer après?”
Les idées de “choc” et d'”incompréhension” reviennent, lancinantes, dans toutes les bouches. Car rien ne laissait présager de telles violences. Les deux communautés vivaient en bonne entente. De nombreux musulmans ont aidé leurs “frères” chrétiens quand ils étaient attaqués.
“Ma sœur, qui est musulmane, a caché une vingtaine de chrétiens chez elle pendant deux jours avant de les remettre à l’abri à la gendarmerie”, raconte Fleur, une chrétienne dont le restaurant a été “saccagé et pillé”.
Une vingtaine d’oulémas, des théologiens musulmans, ont appelé au calme à la télévision publique.
“Nos parents, nos grands-parents, sont ici depuis les années 1930. On n’avait aucun problème”, affirme un fonctionnaire de Zinder. “J’ai des cousins musulmans”, ajoute cet homme.
“On vivait très bien avec les musulmans, il n’y avait pas de problème. Mais ces dernières années, l’idéologie extrémiste est entrée”, affirme un religieux de cette ville.
Le ministre de l’Intérieur Massaoudou Hassoumi a, le premier, fait état d'”étendards de Boko Haram” à Zinder, ce groupe armé islamiste du Nigeria, dont la ville est proche.
La question de l'”influence” des pays voisins du Niger qui, outre le Nigeria, doit faire face à des groupes de jihadistes à ses frontières maliennes et libyennes, se pose, selon le religieux.
Les conséquences internes sont terribles. Entre 300 et 400 chrétiens, craignant pour leurs vies, ont vécu en fin de semaine dernière dans deux camps militaires à Zinder.
Plusieurs dizaines d’entre eux, jusqu’à 140 selon une source religieuse, ont fui la ville. Certains ont même quitté le pays, selon une source humanitaire, citant des familles réfugiées au Bénin.
Pour les autres, restés à Zinder, la “psychose” est de rigueur, selon cette source. Car des appels sont lancés aux musulmans, via SMS ou sur de petits papiers, pour qu’ils aillent libérer, vendredi après la prière, les nombreuses personnes détenues depuis les manifestations de la semaine passée.
Pour éviter des nouvelles violences, les autorités ont suspendu jeudi pendant plusieurs heures les réseaux sociaux, notamment Facebook et Twitter, ainsi que les SMS.
© 2015 AFP
EHRUNG: Heimatdorf in Algerien beerdigt seinen abtrünnigen Charlie-Mitarbeiter LESEN
Ehrung des Korrekteurs von Charlie Hebdo in seinem Heimatdorf in Algerien
Algier (AFP) – 16/01/2015 10:17 – Von Amer OUALI
Er wollte sich anonym begraben lassen auf dem Hügel, wo er vier Monate vor dem Beginn des Krieges in Algerien im Jahr 1954 geboren wurde. Der Korrekteur von Charlie Hebdo, Mustapha Ourrad, am 7. Januar ermordet, kehrte im Rahmen einer Hommage nach muslimischen Riten in die Kabylei zurück. “Er wollte anonym bleiben, aber er hatte einen Tod, der ihn berühmt machte. Er wollte vergessen werden, aber wir werden ihn nie vergessen”, bemerkt sein Cousin Djafar, der mit ihm aufgewachsen ist.
Donnerstag Abend ist er in die Gemeinde Beni-Yenni “zu den Seinen zurückgekehrt”, im Rahmen einer abendlichen Hommage für den jungen Studenten, der vor mehr als 30 Jahren ins Exil ging, mit dem einzigen Kapital seiner Freundlichkeit und seiner Liebe zu den Büchern.
Donnerstag Abend fehlte nur sein Leichnam, um in der kargen Erde bestattet zu werden. Er wird am Freitag auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris begraben.
In seinem Elternhaus, wo es nur noch Vettern gibt, sangen die Ikhwane (eine Truppe von Sängern religiöser Lieder) Loblieder auf Allah und den Propheten des Islam. Die Frauen weinten. Eine Mahlzeit wurde den Dutzenden von anwesenden Menschen serviert. Genau als ob Mustapha unter den Seinen gestorben wäre. Ein Gebet des Abwesenden wurde zu seinem Gedächtnis im muslimischen Ritus gefeiert.
Bis er Algerien im Jahr 1981 verließ, hatte Mustapha nie irgendein Misstrauen gegenüber dem Islam geäußert. “Religion war etwas sehr Ernstes zu dieser Zeit. Eine Sache für Erwachsene, für Weise und Gelehrte. Mustapha hatte den Glauben. Wie wir alle, verrichtete er nicht die täglichen Gebete, aber schon sehr jung fastete er im Ramadan.”
Hat er wohl nach seiner Ankunft in Frankreich auf seinen Glauben verzichtet? Im Dorf hat keiner davon gehört. Aber niemand kann es bestätigen, weil er den Kontakt mit den Dorfbewohnern quasi abgebrochen hatte.
“Während der ersten vier Jahre seines Exils hat er ein paar Briefe geschickt, dann nichts mehr”, sagt ein Verwandter.
– ‘Mustapha Baudelaire’ –
Im Alter von zwei Jahren verlor Mustapha seine Mutter, dann, mit sieben, den Vater. Er wurde von seinen Großeltern und später von seinem Onkel aufgezogen. Er hatte eine Schwester, die in der Gegend von Algier lebt.
Ein ausgezeichneter Schüler, besuchte er das Gymnasium der Weißen Väter. Zuerst in seinem eigenen Dorf, wo die Missionare ein Collège führten, dann ein Gymnasium in Algier, das damals von den Kindern der Nomenklatura besucht wurde.
Nach einem ausgezeichneten Abitur studierte er zwei Jahren lang Medizin, bevor er ins Exil nach Frankreich ging.
“Er hatte am liebsten Literatur und Philosophie”, erinnern sich seine ehemaligen Klassenkameraden, die ihm den Spitznamen Mustapha Baudelaire geben. Ihnen zufolge zeigte sich seine Liebe zum Lesen in einem sehr frühen Alter. “Er hatte immer ein Buch in der Hand, auch wenn er die Kühe hütete.”
Das Kind aus einem Dorf von Juwelieren spielte gern mit ausgefeilten Formeln und geistreichen Bemerkungen. Er liebte Georges Brassens und dessen kabylische Entsprechung Lounis Ait-Menguellet. Seinem Sohn, 17, gibt er auch den Vornamen Lounis und seiner Tochter, 22, den Namen Louiza, Titel einer Liebesballade eben dieses Sängers Ait-Menguellet.
Unter einem eiskalten Sternenhimmel trugen junge Menschen aller Altersgruppen ein Plakat. “Ich bin Charlie, ich bin Mustapha.”
“Er war so vom Frieden besessen, dass er sich nie gerauft hat”, seufzt einer seiner Cousins.
“Er entkam dem schwarzen Jahrzehnt” des Bürgerkriegs in Algerien. “Es hat ihn in Frankreich eingeholt”, wo er von jungen Franzosen algerischer Eltern ermordet wurde, weint ein anderer.
© 2015 AFP .
Des hommes sont rassemblés pour rendre hommage au correcteur de Charlie Hebdo Mustapha Ourrad dans sUn Algérien montre une photo du correcteur de Charlie Hebdo Mustapha Ourrad lors d'une cérémonie d'h
Männer haben sich versammelt, um dem Korrekteur von Charlie Hebdo, Mustapha Ourrad, in seinem Heimatdorf Beni-Yenni in der Kabylei eine Ehrung zu erweisen, am 15. Januar 2015
Ein Algerier zeigt ein Foto von Mustapha Ourrad während einer Ehrung in seinem Heimatdorf in Beni-Yenni in der Kabylei am 15. Januar 2015
afp.com – Farouk Batiche
Hommage au correcteur de Charlie Hebdo dans son village natal en Algérie LIRE
Alger (AFP) – 16.01.2015 10:17 – Par Amer OUALI
Il voulait se faire oublier sur la colline qui l’a vu naître quatre mois avant le début de la guerre d’Algérie en 1954. Le correcteur de Charlie Hebdo, Mustapha Ourrad, tué le 7 janvier, est revenu en Kabylie à travers un hommage rendu selon les rites musulmans. “Il voulait rester anonyme mais il a eu une mort qui l’a rendu célèbre. Il voulait être oublié mais nous ne l’oublierons plus jamais”, observe son cousin Djafar qui a grandi avec lui.
Jeudi soir, il “est revenu parmi les siens” dans la commune de Beni-Yenni au sein d’une assemblée qui s’est réunie pour une veillée en hommage au jeune étudiant qui s’est exilé il y a plus de 30 ans, avec comme seul viatique sa gentillesse et son amour des livres.
Jeudi soir, il ne manquait que son corps à ensevelir dans la terre ingrate. Il sera inhumé vendredi au Père-Lachaise à Paris.
Dans la maison familiale où il n’y a plus que des cousins, les ikhwane (troupe de chants religieux) ont chanté les louanges d’Allah et du prophète de l’islam. Les femmes ont pleuré. Un repas a été servi aux dizaines de personnes qui se sont présentées. Exactement comme si Mustapha était mort parmi les siens. Une prière de l’absent a été célébrée à sa mémoire selon un rite musulman.
Jusqu’à son départ d’Algérie en 1981, Mustapha n’avait jamais exprimé la moindre défiance envers l’islam. “La religion était quelque chose de très sérieux en ce temps là. Une affaire d’adultes sages et savants. Mustapha avait la foi. Comme nous tous, il ne faisait pas la prière mais, très jeune, il avait commencé à observer le jeune du ramadan.”
Aurait-il renoncé à sa foi après son arrivée en France ? Au village, personne n’a jamais rien entendu de tel. Mais personne ne peut le certifier parce qu’il avait quasiment rompu le contact avec les villageois.
“Pendant les quatre premières années de son exil, il a envoyé quelques lettres puis, plus rien”, selon un proche.
– ‘Mustapha Baudelaire’ –
Orphelin de mère à deux ans et de père à sept ans, Mustapha a été élevé par ses grands-parents puis par des oncles. Il avait une soeur qui vit dans la région d’Alger.
Excellent écolier, il a fait ses études secondaires chez les Pères Blancs. D’abord dans son propre village où les missionnaires avaient érigé un collège puis à Alger dans un lycée fréquenté alors par les enfants de la nomenklatura.
Le bac obtenu avec mention, il suivit pendant deux années des études de médecine avant de s’exiler en France.
“Il préférait la littérature et la philosophie”, se souviennent ses anciens camarades de classe qui lui donneront le surnom de Mustapha Baudelaire. Selon eux, sont goût pour la lecture s’était révélé dès son très jeune âge. “Il avait toujours un livre entre les mains même quand il gardait les vaches.”
L’enfant né dans un village de bijoutiers aimait jouer de formules ciselées et de bons mots. Il aimait Georges Brassens et son équivalent kabyle Lounis Ait-Menguellet. A son fils âgé de 17 ans, il donnera d’ailleurs le prénom de Lounis et à sa fille, 22 ans, celui de Louiza, le titre d’une complainte amoureuse du même Ait-Menguellet.
Sous un ciel étoilé mais de glace, des jeunes habitants de tout âge portaient une pancarte. “Je suis Charlie, je suis Mustapha.”
“Il était tellement habité par la paix qu’il ne s’est jamais bagarré”, soupire un de ses cousins.
“Il a échappé à la décennie noire” de guerre civile en Algérie. “Elle l’a rattrapé en France”, où il a été assassiné par des jeunes Français de parents algériens, pleure un autre.
© 2015 AFP

Des hommes sont rassemblés pour rendre hommage au correcteur de Charlie Hebdo Mustapha Ourrad dans sUn Algérien montre une photo du correcteur de Charlie Hebdo Mustapha Ourrad lors d'une cérémonie d'h
Des hommes sont rassemblés pour rendre hommage au correcteur de Charlie Hebdo Mustapha Ourrad dans son village natal de Kabylie, Beni-Yenni, le 15 janvier 2015
afp.com – Farouk Batiche
Un Algérien montre une photo du correcteur de Charlie Hebdo Mustapha Ourrad lors d’une cérémonie d’hommage dans son village natal à Beni-Yenni en Kabylie le 15 janvier 2015
afp.com – Farouk Batiche

Dessin de Herrmann paru dans Tribune de Genève
Von: Herrmann , aus: Tribune de Genève
“Es ist hart, von Blödis geliebt zu werden”
Dessin de Mix&Remix paru dans Le Matin
Von: Mix&Remix , aus: Le Matin
“Die Schule: Kleiner Krimineller rein, Fanatiker raus”

Alle Karikaturen aus http://www.courrierinternational.com Danke, Merci.

Ölindustrie Libyen im Ausnahmezustand wg Terrosisten- pétrole libyen production incertaine

Kämpfer der islamistischen Ansar al-Scharia in Bengazifoto: ap – Kämpfer der islamistischen Ansar al-Scharia in Bengazi
libyen-grafik1. Libyen: nach Angriffen unsichere Produktion in 11 Ölfeldern
2015.05.03 um 04:00 Uhr – AFP
Die libysche National Oil Company (NOC) erklärte am Mittwoch den “Zustand höherer Gewalt” über 11 Ölfelder in der Mitte des Landes, nach den zunehmenden Angriffen auf Standorte in dieser Region, die die Produktion unsicher machen. Der Zustand der “höheren Gewalt” wird in Ausnahmefällen geltend gemacht und ermöglicht eine Freistellung des NOC von der Verantwortung im Falle der Nichteinhaltung der Öl-Lieferverträge.
AUS DEUTSCH WEITERLESEN UNTER DEM FRZ. ARTIKEL

Libye: production incertaine sur 11 champs pétroliers après des attaques
05.03.2015 à 04:00 – AFP
La Compagnie nationale libyenne de pétrole (NOC) a déclaré mercredi “l’état de force majeure” dans 11 champs pétroliers du centre du pays, après la multiplication des attaques contre les sites de cette région qui rendent la production incertaine.
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Libyen IS-Terror: Christliche Kopten aus Ägypten fliehen – Décapitation de coptes: 25.000 Egyptiens ont fui la Libye

Mehr als 25.000 Ägypter nach IS-Enthauptungsvideo auf der Flucht
27. Februar 2015, 11:18 http://derstandard.at/r652/Afrika
Wollen von Libyen zurück nach Ägypten – Aufnahme der IS von Mitte Februar zeigt Hinrichtung koptischer Christen, die meisten davon Ägypter
AUF DEUTSCH WEITERLESEN UNTER DEM FRZ. ARTIKEL

Décapitation de coptes: plus de 25.000 Egyptiens ont fui la Libye
27.02.2015 à 11:00 AFP
Quelque 25.529 Egyptiens ont fui le conflit en Libye pour retourner dans leur pays, certains via la Tunisie, depuis l’annonce le 15 février de la décapitation de 21 coptes par le groupe Etat islamique (EI), ont indiqué vendredi les autorités égyptiennes.

Des Egyptiens en provenance de Libye attendent à Ras Djirà la frontière avec la Tunisie le 23 févier
Aus Libyen fliehende Ägypter an der tunesischen Grenze
Des Egyptiens en provenance de Libye attendent à Ras Djirà la frontière avec la Tunisie le 23 févier 2015 pour rentrer au Caire
afp.com – Mahmud Turkia

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BOKO HARAMs falsche historische Bezüge – les fausses références historiques

Zwei Artikel – Deux articles / Dossier Part II
Capture d'écran d'une vidéo diffusée par Boko Haram le 24 août 2014
Screenshot Boko Haram Chef Abubakar Shekau proklamiert “islamisches Kalifat” in Gwoza, Nigeria
Capture d’écran d’une vidéo diffusée par Boko Haram le 24 août 2014, où le chef du groupe islamique, Abubakar Shekau, déclare créer un “califat islamique” à Gwoza, au Nigeria
afp.com –

Zweiter Eintrag eines weiterlaufenden Blogdossiers zu Boko Haram, dessen Inhalt Sie => hier (morgen) einsehen können. Eine Zusammenfassung der hunderte Elemente aus dem Afrikanews Archiv No1 2009-2014 in Form einer Timeline erscheint auch darin, Ende April.

Deuxième élément d’un Dossier thematique Boko Haram en continu, dont vous trouverez le contenu => ici (demain). Une ligne de temps 2009 – 2014 (extraite du contenu du Blog No1) y figurera aussi, en fin d’avril.

Die deutschen Texte sind, wenn nicht aus anderen Quellen, von mir verbesserte google-Übersetzungen der französischen AFP-Depeschen.

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Boko Haram: Aufstand auf dem Gebiet eines ehemaligen islamischen Reiches LESEN
Boko Haram: Aufstand auf dem Gebiet eines ehemaligen islamischen Reiches
2015.02.27 11:00 – Von Benjamin SIMON – AFP
Die von Boko Haram in eine Krise gestürzten Gebiete südlich des Tschadsees beheimateten früher ein mächtiges und tausendjähriges islamisches Reich, auf das die nigerianischen Aufständischen sich mehrere Male bezogen, um ihrem Kampf eine historische Legitimität zu geben.
Aber nach mehreren von AFP befragten Experten funktioniert diese selbsterklärte Verbindung zum renommierten Reich Kanem-Bornu nicht bei der lokalen Bevölkerung, der ersten Opfer der weit verbreiteten Missbräuche der Aufständischen.
Wenn die Grenzen des Reiches von Kanem-Bornu auch schon immer schwankten zwischen seiner Entstehung im neunten Jahrhundert und seinem Sturz in den 1890er Jahren, so umfasste das Reich in seiner Blütezeit den Nordosten Nigerias sowie Teile der aktuellen Staaten Kamerun , Tschad und Niger.
Boko Haram, die sagen, dass sie kämpfen, um einen islamischen Staat in Nigeria zu schaffen, hattten ihre Angriffe zunächst auf Kamerun und kürzlich auf Tschad und Niger ausgedehnt.
Die am stärksten von der Gewalt betroffenen Menschen sind Kanuri, eine Etnie, die das Kanem-Bornu Reich geführt hatte und in den vier derzeit von Boko Haram angegriffenen Ländern lebt.
Bei mehreren Gelegenheiten hat Boko Haram laut Spezialisten versucht, ihre Angriffe auf als “nicht-islamisch” qualifizierte Ziele zu rechtfertigen mit Inanspruchnahme des Vor-Kolonialreiches, das die später von den Europäern gezogenen Grenzen transzendierte.
Dieser Verweis auf das Empire “zieht überhaupt nicht” bei den Kanuri, den Opfern der Massaker und Entführungen von Boko Haram, die damit alle Glaubwürdigkeit verloren haben, sagte Professor Sidiqque Mohammed von der nigerianischen Universität Ahmadu Bello.
Die sukzessiven Führer von Boko Haram “haben keinen Sinn für Geschichte”, betont er.
– Das “Großreich” –
Im Laufe seiner Geschichte setzte sich das Reich Kanem-Bornu durch als ein wichtiges Zentrum für Islamische Studien, das arabische Besucher aus weit über die Sahel hinaus anzog, sagt Vincent Hiribarren, Professor am King ‘s College London und Autor des demnächst erscheinenden Buches “A History of Borno.”
“Das ist etwas, auf das die Kanuri sehr stolz” sind, die oft an “das große Reich” erinnern, das seinen bemerkenswerten Zusammenhalt aus der Hingabe an den Islam zog, sagt Hiribarren.
Eine weitere Quelle des Stolzes ist die anhaltnde Unabhängigkeit des Königreichs angesichts des Wachsen des benachbarten Kalifats, das von Ousmane Dan Fodio, einem verehrten Imam, Schriftsteller und Dschihadisten des neunzehnten Jahrhunderts, gegründet worden war.
Mit dem Bau eines der größten westafrikanischen Reiche, das seinen Sitz in der Stadt Sokoto hatte, eroberte Dan Fodio den Großteil des heutigen Nord-Nigeria und Gebiete in den Nachbarländern.
Aber der Versuch, Kanem-Bornu zu stürzen, wurde schließlich von den Truppen des Großreichs, vor allem von Kanuri, zusammen geschlagen.
Nach Ansicht von Experten wiegt dieser Machtkampf heute noch in den schwierigen Beziehungen zwischen den Kanuri und den anderen beiden großen ethnischen Gruppen in dem Rest von Nord-Nigeria, der Hausa und Fulani.
Diese Rivalität erschwert ein wenig mehr den Versuch, die jüngste Rhetorik von Boko Haram zu entschlüsseln. In einer Video-Übertragung am 17. Februar, erwähnte der Führer der Boko Haram, Abubakar Shekau, der auch Kanuri sein will, Dan Fodio begeistert. …
– ‘Glorreiche Geschichte “-
Doch nach Mr. Hiribarren und anderen Spezialisten liegen die historischen Bezüge der Gruppe in der Regel auf dem Kanem-Bornu Reich. Der Gründer von Boko Haram, Mohammed Yusuf, der im Jahr 2009 von den nigerianischen Sicherheitskräften exekutiert wurde, bezog sich auf das Reich in seinen Predigten, um die ideologische Ablehnung des nigerianischen Staates zu rechtfertigen.
“Wiederaneignung einer glorreichen Vergangenheit” für Hiribarren, Wunsch, eine “historische Legitimität” zu erlangen, für Yan St-Pierre, Sicherheitsexperte und Leiter der Consulting-Gruppe Mosecon.
Aber nach ihm erlebte der Aufstand ein “ideologischer Rückgang” seit ihrer Gründung im Jahr 2002 und die Verwendung von historischen Referenzen hat jetzt vermutlich begrenzte Wirkung.
Die Bewegung, die in den Anfängen bei den Bewohnern rekrutierte, die von ihren Lebensbedingungen enttäuscht waren und ein Gefühl der Verlassenheit von der nigerianischen Bundesregierung hatten, wandelte sich den letzten fünf Jahren in einen blutigen Aufstand gegen Zivilisten und verwendet sogar junge Mädchen für die Selbstmordanschläge.
In ähnlicher Weise ist die Idee, dass Shekau und seine Stellvertreter das verlorene Imperium zu rehabilitieren versuchen, völlig unterlaufen durch mehrere Mordversuche gegen sein Erbe, Umar Garbai El-Kanemi, derzeit Leiter des Emirats Borno und drittwichtigster der islamischen Geistlichen im Land.
Die Angriffe im Tschad, Kamerun und Niger haben nach Mr. St. Pierre, mehr mit Vergeltungsmaßnahmen gegen das Engagement dieser Länder zu tun, den Aufstand neben Nigeria zu be kämpfen, als mit der Wiederherstellung des Reiches.
Für Herrn Hiribarren bedeutet die Ausweitung des Konflikts, dass Aufständische immer mehr ein umfangreiches Netzwerk der Kanuri konfrontieren, “eine kulturelle Gemeinschaft von Menschen, die die gleiche Sprache sprechen und im selben Reich waren.”
“Zieht Boko Haram Nutzen aus dieser Situation? Ich bin mir nicht so sicher”, sagte der Professor.
© 2015 AFP
KURZ: Boko Haram verkündete “Kalifat” im Nordosten Nigerias LESEN
Boko Haram verkündete “Kalifat” im Nordosten Nigerias 
24. August 2014, 18:38 http://derstandard.at/r2173/Nigeria
In Video stellte Islamistenchef Herrschaftsanspruch auf Stadt Gwoza
Abuja – Die Islamistengruppe Boko Haram hat in einem neuen Video ein Islamisches Kalifat in einer von ihr eroberten Stadt im Nordosten Nigerias ausgerufen. Nach dem Sieg seiner Kämpfer in Gwoza habe die Stadt im Bundesstaat Borno “nichts mehr mit Nigeria zu tun”, sagte Boko-Haram-Führer Abubakar Shekau in dem fast einstündigen Video, das am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP vorlag.
Gwoza sei nun “Teil des Islamischen Kalifats”, sagte Shekau. “Wir werden die Stadt nicht verlassen. Wir sind gekommen, um zu bleiben”, fügte ein weiterer Kämpfer der Islamistengruppe in dem Video hinzu. Der Islamistenführer wird von den USA als Terrorist gesucht, für Hinweise auf ihn sind sieben Millionen Dollar (5,3 Millionen Euro) Belohnung ausgesetzt.
Gwoza war UNO-Vertretern zufolge in diesem Monat von Boko-Haram-Kämpfer erobert worden, die nigerianische Armee bereitet nach eigenen Angaben die Rückeroberung der Stadt vor. Auch weitere Ortschaften rings um Gwoza im Süden von Borno sollen von Boko Haram kontrolliert werden. Am Samstag hatte die Polizei gemeldet, nach einem Angriff auf ein Ausbildungszentrum bei Gwoza würden 35 Polizisten vermisst. Die islamistische Sekte soll auch weite Teile im Norden des Bundesstaates Borno kontrollieren. Wie groß ihr Einflussgebiet genau ist, ist von unabhängiger Seite nicht zu sagen.
Boko Haram kämpft seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit 2009 tötete sie bei Anschlägen und Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen mehr als 10.000 Menschen. Im April machte Boko Haram Schlagzeilen mit der Entführung von 276 Mädchen aus einer Schule, von denen die meisten noch immer vermisst sind. (APA, 24.8.2014)
Boko Haram, l’insurrection sur les terres d’un ancien empire islamique LIRE
Boko Haram, l’insurrection sur les terres d’un ancien empire islamique
27.02.2015 à 11:00 – Par Benjamin SIMON – AFP
Les territoires plongés dans la crise par Boko Haram, au sud du Lac Tchad, abritaient auparavant un empire islamique puissant et millénaire, auquel les insurgés nigérians se sont référés à plusieurs reprises pour donner à leur combat une légitimité historique.
Mais selon plusieurs spécialistes interrogés par l’AFP, cette filiation autoproclamée au prestigieux empire de Kanem-Bornou est inopérante auprès des populations locales, premières victimes des exactions à grande échelle des insurgés.
Si les frontières de l’empire de Kanem-Bornou ont sans cesse fluctué, entre son émergence au IXe siècle et sa chute dans les années 1890, le royaume englobait à son apogée le nord-est du Nigeria, ainsi que des portions des actuels Cameroun, Tchad et Niger.
Boko Haram, qui affirme se battre pour créer un État islamique au Nigeria, a étendu ses attaques au Cameroun et, ces dernières semaines, pour la première fois au Tchad et au Niger.
Les populations les plus touchées par ces violences sont des Kanouri, ethnie qui dirigea l’empire de Kanem-Bornou, implantée dans les quatre pays actuellement visés par Boko Haram.
A plusieurs reprises, selon les spécialistes, Boko Haram a tenté, pour justifier ses attaques sur des cibles qualifiées de “non-islamiques”, de se réclamer de cet empire pré-colonial qui transcendait les frontières dessinées plus tard par les Européens.
Cette référence à l’empire “ne prendra pas du tout” chez les Kanouri, victimes de massacres et d’enlèvements perpétrés par Boko Haram qui a, de ce fait, perdu toute crédibilité, estime le professeur Sidiqque Mohammed, de l’université nigériane Ahmadu Bello.
Les chefs successifs de Boko Haram “n’ont aucun sens de l’histoire”, assène-t-il.
– Le ‘grand empire’ –
Au fil de son histoire, l’empire de Kanem-Bornou s’imposa comme un important centre d’études islamiques attirant des visiteurs arabes venus de loin, de l’autre côté du Sahel, rappelle Vincent Hiribarren, professeur au King’s College de Londres et auteur du livre à paraître: “Une histoire de Borno”.
“C’est quelque chose dont sont très fiers” les Kanouri, qui évoquent souvent “le grand empire” qui puisa dans la dévotion à l’islam sa remarquable cohésion, explique M. Hiribarren.
Autre source de fierté, l’indépendance continue du royaume face à l’avancée du califat voisin fondé par Ousmane Dan Fodio, imam, écrivain et jihadiste vénéré du XIXe siècle.
En bâtissant l’un des plus grands empires d’Afrique de l’Ouest, dont le siège était établi dans la ville de Sokoto, Dan Fodio conquit la plus grande partie du nord de l’actuel Nigeria, ainsi que des territoires dans les pays voisins.
Mais la tentative de renverser Kanem-Bornou fut in fine mise en échec par les forces de l’empire, essentiellement composées de Kanouri.
Selon les spécialistes, cette lutte de pouvoir pèse encore sur les relations, difficiles, entre les Kanouri et les deux autres ethnies majoritaires dans le reste du Nord nigérian, les Haoussa et les Fulani.
Cette rivalité complique un peu plus toute tentative de décryptage de la rhétorique récente de Boko Haram. Dans une vidéo diffusée le 17 février, le leader de Boko Haram, Abubakar Shekau, qui serait lui-même Kanouri, faisait mention de Dan Fodio de façon élogieuse…
– ‘Passé glorieux’ –
Reste que, selon M. Hiribarren et d’autres spécialistes, les références historiques avérées du groupe se portent plus souvent sur l’empire de Kanem-Bornou. Le fondateur de Boko Haram, Mohammed Yusuf, exécuté en 2009 par les forces de sécurité nigérianes, invoquait l’empire dans ses sermons pour justifier le rejet idéologique de l’État nigérian.
“Réappropriation d’un passé glorieux” pour Hiribarren, volonté de s’auréoler d’une “légitimité historique” pour Yan St-Pierre, analyste en sécurité et responsable du groupe de consultants Mosecon.
Mais selon ce dernier, l’insurrection a connu un “déclin idéologique” depuis sa création en 2002 et le recours aux références historiques a probablement des effets limités à présent.
Le mouvement, qui recruta à ses débuts parmi des habitants révoltés par leurs conditions de vie et un sentiment d’abandon par l’État fédéral nigérian, s’est transformé ces cinq dernières années en une rébellion sanglante, ciblant les civils qu’elle prétendait défendre et allant jusqu’à utiliser des jeunes filles pour mener des attaques-suicides.
De même, l’idée que Shekau et ses adjoints lutteraient pour la réhabilitation de l’empire disparu est mise à mal par les multiples tentatives d’élimination de son héritier, Umar Garbai El-Kanemi, actuellement à la tête de l’émirat de Borno et considéré comme le troisième dignitaire islamique le plus important du pays.
Quant aux attaques au Tchad, au Cameroun et au Niger, elles ont, selon M. St-Pierre, plus à voir avec des mesures de rétorsion contre l’engagement de ces pays à combattre l’insurrection aux côtés du Nigeria qu’à la restauration de l’empire.
Pour M. Hiribarren, l’extension du conflit signifie que les insurgés se confrontent un peu plus au vaste réseau des Kanouri, “une communauté culturelle de personnes qui parlent la même langue et faisaient partie du même royaume”.
“Est-ce que Boko Haram tire profit de cette situation? Je n’en suis pas si sûr”, glisse le professeur.
© 2015 AFP
Nigeria: Boko Haram place sous le règne du “califat islamique” une ville du nord-est LIRE
Nigeria: Boko Haram place sous le règne du “califat islamique” une ville du nord-est
Kano (Nigeria) (AFP) – 24.08.2014 18:28 – Par Aminu ABUBAKAR
Le chef de Boko Haram, Abubakar Shekau, a placé sous le règne du “califat islamique” une ville du nord-est du Nigeria prise par le groupe islamique armé, selon une vidéo obtenue dimanche par l’AFP. “Merci à Allah qui a donné à nos frères la victoire à Gwoza”, qui fait désormais “partie du califat islamique”, déclare Shekau dans une vidéo de 52 minutes.
Boko Haram, qui mène une insurrection armée depuis cinq ans, principalement dans le nord-est défavorisé du Nigeria, s’est fait connaître du monde entier en y enlevant plus de 200 lycéennes (dont on est toujours sans nouvelles) en avril à Chibok. Ce kidnapping avait suscité une indignation et un mouvement de soutien planétaires.
L’armée nigériane a très vite réagi dimanche après-midi, rejetant la proclamation de Boko Haram.
“Cette proclamation est vide de sens. La souveraineté et l’intégrité territoriale de l’Etat nigérian sont intactes”, a déclaré dans un communiqué le porte-parole des armées, Chris Olukolade.
Dans une précédente vidéo diffusée le 13 juillet, Abubakar Shekau avait apporté son soutien au chef de l’Etat islamique Abou Bakr Al-Baghdadi, qui contrôle de larges pans de territoires en Irak et en Syrie et a été proclamé par son groupe “calife” de tous les musulmans.
Mais Shekau ne mentionne pas Al-Baghdadi dans sa dernière vidéo de ce dimanche, et n’explique pas plus précisément s’il se range sous la bannière d’Al-Baghdadi ou s’il évoque un nouveau califat au Nigeria.
Au XIXe siècle, dans une région couvrant le nord de l’actuel Nigeria, avait existé le puissant califat de Sokoto, indépendant de l’Empire ottoman.
– “Nous sommes venus pour rester” –
Les liens idéologiques, financiers et militaires de Boko Haram avec d’autres mouvements jihadistes sont mal connus. Selon les experts, seuls des liens avec Al-Qaïda au Maghreb islamique (AQMI) sont avérés.
Dans cette nouvelle vidéo tournée en plein air, Shekau s’exprime alternativement en arabe et en haoussa, principale langue du nord du Nigeria.
Habillé d’un treillis militaire, de bottes noires, Kalachnikov sur l’épaule, il est flanqué de cinq hommes masqués et armés. Derrière eux, trois véhicules tout-terrains, avec à l’arrière plan des arbres et de la végétation, sans qu’il soit possible de localiser l’endroit.
“Ils appellent (ce pays) le Nigeria”. “Nous sommes dans le califat islamique. Nous n’avons rien à faire avec le Nigeria”, déclare Shekau, qualifié de “terroriste à l’échelle mondiale” par les Etats-Unis qui ont mis à prix sa tête pour 7 millions de dollars.
“Nous n’allons pas quitter la ville (de Gwoza). Nous sommes venus pour rester”, affirme plus loin dans la vidéo un autre militant, non-identifié.
Après le monologue de 25 minutes de Shekau, la vidéo montre des scènes de tirs et de combats, puis des scènes atroces d’exécution, similaires à celles vues sur des vidéos de l’Etat islamique diffusées ces dernières semaines.
– Une stratégie de conquête –
La stratégie de Boko Haram a évolué, passant de la guérilla à une logique de conquête de territoires, selon plusieurs analystes.
Selon l’agence humanitaire des Nations unies (Ocha), Boko Haram s’est emparé début août de Gwoza, dans l’Etat de Borno.
Depuis avril, le groupe radical s’est emparé de nombreuses localités et contrôle des zones entières du nord-est du pays d’où l’armée a disparu, selon les témoignages d’habitants, de responsables de la sécurité et d’experts.
L’insurrection armée de Boko Haram, et sa répression féroce par l’armée nigériane, ont fait plus de 10.000 morts depuis 2009, selon des estimations. Quelque 4.000 personnes ont été tuées depuis début 2014 d’après Amnesty international, et 650.000 chassées de leurs foyers selon l’ONU.
Outre les régions isolées et pauvres du nord-est du Nigeria, des grandes villes comme Kano (nord) et Jos (centre), ainsi que la capitale fédérale Abuja (centre) ont été touchées par des attentats de Boko Haram.
L’armée nigériane, pourtant dotée d’un budget conséquent de 4,5 milliards d’euros par an, grâce aux revenus du pétrole dont le pays est le premier producteur en Afrique, s’est montrée jusqu’à présent incapable d’enrayer l’insurrection islamiste, en raison, selon des experts, de la corruption et de la désorganisation qui la minent.
Les soldats se plaignent d’être sous-équipés et mal armés face à Boko Haram. Une mutinerie a même éclaté cette semaine dans une base de Maiduguri, la capitale de l’Etat de Borno où est né le groupe islamiste.
© 2014 AFP

BOKO HARAM/ KAMERUN: Volk, Islam, Tourismus gegen Terror – Le Peuple, l’islame, le tourisme contre la terreur

Drei Artikel – trois articles / Dossier Part I
Des Camerounais prennent part à une manifestation anti-Boko Haram à Yaoudé, le 28 février 2015
Kameruner nehmen teil an einem Anti-Boko Haram Protest in Yaoudé
Des Camerounais prennent part à une manifestation anti-Boko Haram à Yaoudé, le 28 février 2015
afp.com – Reinnier Kaze

Erster Eintrag eines weiterlaufenden Blogdossiers zu Boko Haram, dessen Inhalt Sie => hier (morgen) einsehen können. Eine Zusammenfassung der hunderte Elemente aus dem Afrikanews Archiv No1 2009-2014 in Form einer Timeline erscheint auch darin, Ende April.

Premier élément d’un Dossier thematique Boko Haram en continu, dont vous trouverez le contenu => ici (demain). Une ligne de temps 2009 – 2014 (extraite du contenu du Blog No1) y figurera aussi, en fin d’avril.

Die deutschen Texte sind von mir verbesserte google-Übersetzungen der französischen AFP-Depeschen.

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“Boko Haram, du wirst sterben”, verkünden Tausende von Demonstranten LESEN
Kamerun: “Boko Haram, du wirst sterben”, verkünden Tausende von Demonstranten
28/02/2015 21:00 – Durch Reinnier KAZE – AFP
“Boko Haram, du wirst sterben!”, “Boko Haram, du bist tot!” Tausende von Kamerunern gingen auf die Straße am Samstag in Yaounde, um die mörderischen Angriffe und Übergriffe der nigerianischen Islamisten anzuprangern und den Tod ihres Anführers, Abubakar Shekau, zu fordern.
Mehrere tausend Menschen, darunter Minister, nahmen in der Hauptstadt an der friedlichen Demonstration teil, in der die Teilnehmer versprachen, dass Kamerun mit Boko Haram und ihrem Führer fertig werden werde.
Seit sieben Monaten sind kamerunische Soldaten im Krieg gegen die nigerianische Gruppe, die ihre blutige Angriffe auf Soldaten und Zivilisten in der Region Far North, die an Nigeria grenzt, multipliziert. Die tschadische Armee kämpft hier auch gegen Boko Haram, da diese Region in der Nähe der tschadischen Hauptstadt Ndjamena liegt.
Die Kundgebung sollte “Unterstützung für die Menschen in der Region und der kamerunischen Armee” zum Ausdruck bringen und wurde von einer Gruppe namens “Vereint für Kamerun” organisiert. die hauptsächlich aus Journalisten besteht, welche angeblich dem Regime Yaounde nahestehen.
“Zwischen 10.000 und 15.000 Menschen” seien dem Anruf gefolgt, freut sich Eric Benjamin Lamere, Mitglied des Kollektivs, gegenüber AFP.
Mehrere Minister waren an der Spitze des Zuges, eingetaucht in Fahnen von Kamerun, Tschad und Nigeria, und auch Diplomaten in Yaounde, darunter die Botschafterin Frankreichs, Christine Robichon.
– “Shekau, du bist ein Feigling” –
“Wir sind hier versammelt, um NEIN zu sagen zu Boko Haram. Nein zur Barbarei”, rief einer der Organisatoren in die Menge und fügte hinzu: “Nein zu Obskurantismus, Nein zu Intoleranz”.
An jedem seiner Sätze und Ausrufe schreit und applaudiert das Publikum und die anwesenden Regierungsmitglieder. Er zitiert dann noch unter Ovationen Ortsnamen, die Ziele von Boko Haram sind: Fotokol, Kolofata, Limani, Amchide …
“Dieser Marsch symbolisiert die Einheit aller Kameruner gegen Boko Haram”, freut sich Gregor Owona, Minister für Arbeit. “Shekau”, ruft er, “Du bist tot, ein Feigling bist du”, reagieren im Chor die jungen Demonstranten.
“Es war wichtig für mich, hier dabei zu sein, für meine Brüder, die an der Front sind, für mein Land. Ich denke, dass diese Unterstützung die Truppen anfeuern kann, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden”, sagte Philomena Ekombo mit der Kamerun-Flagge in der Hand.
Das Datum dieses Ereignisses hatte eine Kontroverse in Kamerun angerührt, weil es übereinstimmt mit dem Gedenken an die Proteste gegen Hunger und die Verfassungsänderung, die in dem Land Ende Februar 2008 ausgebrochen war.
Vom 25. bis 28. Februar 2008 hatten viele junge Menschen in der Tat in den Städten Kameruns demonstriert, um die hohen Lebenshaltungskosten zu verurteilen, und sich empört gegen das Projekt von Präsident Paul Biya Regime, die Verfassung zu ändern um ihm zu erlauben, noch ein Mandat zu bekommen.
Diese Demonstrationen wurden von der Armee und der Polizei unterdrückt: 40 Menschen waren getötet worden, nach offiziellen Angaben, und mindestens 139 nach lokalen NGOs.
– “Kein Krieg der Gedenken” –
Den Organisatoren der jetzigen Demonstration war vorgeworfen worden, durch das Regime ermutigt worden zu sein für das Datum des 28. Februars, um das Gedenken an die Ereignisse des Jahres 2008 unbemerkt zu machen.
“Es gibt keinen Krieg der Gedenken. Wir hatten unsere Demo für den frühen Morgen (0700 GMT) geplant. Nichts hindert eine Mobilisierung (für die Ereignisse von 2008) am Tag,” verteidigte Guibaï Gatama vom Kollektiv “Gemeinsam für Kamerun.”
Immer mehr Initiativen, die Armee zu unterstützen, sind in Kamerun zuletzt registriert worden.
So überrreichten am Freitag die traditionellen Führer des Departements Bamboutos (Westen) dem Verteidigungsminister ein Budget von 22 Millionen CFA-Francs (30.000 €), um den Soldaten an der Front zu helfen, berichtete das staatliche Fernsehen .
Donnerstag hatten Unternehmen der Armee Hunderte von Tonnen Lebensmittel angeboten.
Die Kameruner Truppen gegen Boko Haram kämpfen unter schwierigen Bedingungen: einige Soldaten beklagten gegenüber AFP den Mangel an Wasser und Matratzen und den Mangel an Prämien in einigen Einheiten.
© 2015 AFP .
Im Norden Kameruns, Tourismuskatastrophe wegen Boko Haram LESEN
Im Norden Kameruns, Tourismuskatastrophe wegen Boko Haram
Maroua (Kamerun) (AFP) – 18/11/2014 10.32 – Von Celia LEBUR
Es war die bei westlichen Touristen beliebteste Region Kameruns. Aber seit fast zwei Jahren, wagt sich niemand mehr in den hohen Norden, wo der nigerianischen bewaffneten islamistischen Gruppe Boko Haram in einer Atmosphäre der Psychose die Zahl der Entführungen erhöhte. “Früher hatten wir eine Menge von Touristen, aber jetzt haben die Menschen Angst bekommen”, sagte gegenüber AFP Moussa Ali, Lieferant auf dem Handwerksmarkt in Maroua, der Hauptstadt der Region Hoher Norden, einem schmalen Landstreifen eingeklemmt zwischen Tschad im Osten und Nigeria im Westen.
Ein paar Kunden – vor allem Kameruner – halten noch vor seiner Auslage, aber, sagt er, “jetzt kann ich zwei Wochen ohne eine einzige Einnahme haben, es waren meist Weiße, die uns etwas gewinnen liessen”.
Von Oktober bis März, in der Trockenzeit, empfing der Waza National Park, berühmt für seine Giraffen, Antilopen und seine Elefanten, einst mehrere Tausend Besuchern pro Jahr, insbesondere Ausländer aus Yaoundé und Douala, der wirtschaftlichen Hauptstadt, aber auch der tschadischen Hauptstadt N’Djamena in der Nähe.
Mitten in der aktuellen „roten“ Sicherheitszone, gebietsübergreifend in Nigeria und Kamerun, konnten Wanderer auch die Hochebene von Kapsiki überqueren, eine hervorragende Mondlandschaft, wo riesigen Felsspitzen bis zum Horizont erscheinen. “Sie werden die Grenze überqueren, ohne es zu merken!”, Bekräftigen lokale Führer, um Touristen zu locken.
Der Satz macht in dieser früher ruhigen Gegend leider kein Geld mehr. Im Jahr 2013 haben die Entführungen der französisch Familie Moulin-Fournier und des Franzosen Georges Vandenbeusch von Boko Haram dem Tourismus einen tödlichen Schlag verpasst, der allerdingsviele Dörfer rundum am Leben erhielt.
– ‘Katastrophale Auswirkungen’-
“Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind katastrophal. Tourismus und Handwerk sind ins Stocken geraten, von den Hotels gar nicht zu sprechen”, sagt der Leiter der Kommunikationsabteilung im Ministerium für Tourismus, Serge Eric Epouné.
Ihm zufolge wird “das ganze Gebiet jetzt durch die westlichen Medien stigmatisiert, es gibt eine übertriebene Psychose, während nur ein kleiner Teil des Far North von Unsicherheit durch Boko Haram betroffen ist”.
[…]
“Dieses Land ist trotzdem außergewöhnlich, es ist ganz Afrika in Miniatur”, von üppigen Wäldern im Süden, und immensen Sandstränden im Westen bis zu ariden Savanne im Norden, sagt die Leiterin einer französischen Reisagentur, die seit fast 25 Jahren im Kamerun lebt.
So versuchen die Betreiber nun, mehr Kulturreisen wie die “Straße der Dorfchefs und traditionellen Königreiche” oder das Treffen der Pygmäen im Wald zum Beispiel anzubieten.
– Gefühle der Verlassenheit –
Aber für die Far North Gemeinden ist das Gefühl der Verlassenheit stark. Diese trockene Region, wo sie Hirse und Baumwolle anbauen, hat eine Armutsrate, die 65% (nach einem UNDP-Bericht 2010) übersteigt, im Gegensatz zu den Süden und Westen mit viel dynamischerer Wirtschaft.
Der Rückgang des Tourismus, aber auch das Ende des Handels mit Nigeria, aus dem eine Vielzahl von Rohstoffen und Fertigwaren kamen, vertiefen den Graben.
Auch die Entwicklungshilfe und Infrastrukturprojekte sind wegen Unsicherheit angehalten worden, wie die Baustelle einer der verrotteten Hauptstraßen des Nordens seit der Entführung von zehn chinesischen Arbeiter im Mai (seitdem frei) in Waza.
© 2014 AFP
Feldzug der Imame gegen die “barbarischen” Boko Haram LESEN
Im Norden Kameruns: Feldzug der Imame gegen die “barbarischen” Boko Haram
Maroua (Kamerun) (AFP) – 2014.11.20 03.05 Uhr – Von Celia LEBUR
Mit der Anwerbung von jungen Rekruten durch die nigerianische bewaffnete islamistische Gruppe Boko Haram konfrontiert, führen die muslimischen Autoritäten im Norden Kameruns eine Kampagne, um deren Propaganda entgegenzuwirken und rufen auf, “die Barbaren und den toleranten Islam nicht zu vermischen.” Unmöglich zu wissen, wie viele sie sind, aber lokale Sicherheitsquellen sprechen von “Hunderten von Jugendlichen”, die seit einigen Monaten die Reihen der Boko Haram verstärkt haben.
Allein in Kolofata, kamerunische Grenzstadt zu Nigeria, wurden rund 450 junge Menschen in zwei Monaten eingestellt, bestätigte der stellvertretende Ministerpräsident Amadou Ali kurz vor dem Angriff auf sein Haus und der Entführung seiner Frau (inzwischen frei ) im August.
Besorgt werden die Behörden versuchen, eine bessere Kontrolle der Predigten und des Unterrichtes in vielen Moscheen und islamischen Schulen in der Region zu haben. Überall wurden Merkblätter “Nein zu Boko Haram” angeschlagen.
– „Rekrutierungsprämie”-
In Kourgui, 20 Kilometer entfernt von der camerouno-nigerianischen Grenze, ist der Imam Malloum Baba, auf einem Motorrad sitzend, im Gespräch mit Dorfbewohnern. Er stammt aus dem hohen Norden, er reist regelmäßig von Yaounde aus, wo sich seine Moschee befindet, zurück.
“Wir sensibilisieren die Menschen in unseren Moscheen, durch die Freitagspredigten. Wir fordern sie auf zu versuchen, den wahren Islam zu verstehen und nicht in die Falle der Terroristen zu fallen”, sagte er AFP.
“Boko Haram behauptet, den Islam zu predigen, während sie nichts vom Islam wissen. Das Problem hierbei ist Unwissenheit. Die Menschen interpretieren unsere Botschaft nicht unbedingt gut”, sagt er.
Die Frustrationen sind groß in dieser Region mit Rekordarmutsquote (65%), in der junge Leute mit wenig oder gar keiner Ausbildung oft keine andere Wahl haben, als ein Stück Land zu kultivieren, das ihnen magere Ressourcen einbringt, sagte ein Lamido (traditioneller Führer) unter Anonymität.
“Die Menschen werden durch das System gefangen, weil sie nicht in die Schule gehen und keinen Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Dieser Masse muss jetzt unsere Aufmerksamkeit gelten”, sagte der Bankier und Persönlichkeit der muslimischen Intelligenz im Norden.
Vor 2 Monaten sah Amadou Bachirou, ein junger Händler von Maroua, der Hauptstadt des Hohen Nordens, seinen Freund aus Kindertagen mit 25 Jahren weggehen.
“Es ging ihm sehr schlecht, und er hörte, dass Boko Haram eine Menge Geld gibt. Er sagte mir, wenn Du willst gehen wir zusammen. Ich kann ich nicht. Aber ich weiß, er schickt Geld an seine Familie “sagt er.
Laut Quellen in der Nähe der Nachrichtendienste bietet Boko Haram bis zu 500.000 CFA-Francs (ca. 760 €) als “Rekrutierungsprämie” und ein monatliches “Gehalt” von 100.000 FCFA. Ein Glück für die Jugend oft ohne Ressourcen oder deren übliche Einnahmen selten mehr als 40.000 FCFA sind.
– „Den Islam des Zusammenlebens verteidigen”-
An der Frontlinie in diesem “Krieg” der Kommunikation sind muslimische Führer mit einem Dilemma in den am meisten gefährdeten Grenzgemeinden konfrontiert, wo Boko Haram die blutigen Anschläge seit Monaten multipliziert.
“Am Anfang haben wir die Imame ermutigt, direkt über Boko Haram in ihren Predigten sprechen, aber viele Prediger und Lehrer wurden massakriert, so dass wir wieder auf eine allgemeinere Botschaft des Friedens und der Toleranz gehen”, sagt eine hohe religiöse Autorität aus Maroua.
Denn “jeder wird von Boko Haram betroffen”, erinnert dieser Imam: “Wir kennen die Ideologie dieser Bewegung nicht, aber man darf diese Barbaren nicht mit unserem toleranten Islam verwechseln. Leider fallen viele Menschen in simplistische Erklärungen, die wollen, dass die Koranschule ein Tor zu Boko Haram wird”, klagt er.
Der Sprecher der Regierung, Issa Bakary Tchiroma, spricht sogar von einem ” Islam des Zusammenlebens.”
“Der Islam in Kamerun ist jene Religion, wo Imame in christliche Kirchen gehen für ökumenische Gebete. Dieser Islam in Kamerun ist unser Gesellschaftsmodell und für nichts auf der Welt sind wir bereit, es aufzugeben” sagt er.
Die Botschaft scheint zu passieren. Die letzten Monate haben eine Entwicklung der “Aufsichtskomitees” rund um die Dörfergesehen , um mögliches Eindringen von Boko Haram zu vermeiden.
“Oft sind die Dorfbewohner unbewaffnet. Sie beobachten und informieren uns, wenn sie verdächtiges Verhalten erkennen”, Sagt ein Offizier aus Kamerun; “Aber es gibt einige Fälle, in denen Leute Boko Haram eine Machete genommen haben”.
© 2014 AFP
FOTOGALERIE der/des 3 ANSCHAUEN – REGARDER
Bild aus einem Video von Boko Haram mit dem Leiter der islamischen extremistischen Gruppe, Abubakar Shekau
Image tirée d’une vidéo obtenue par l’AFP le 2 octobre 2014 et diffusée par Boko Haram montrant le chef du groupe extrémiste islamique, Abubakar Shekau, lisant une déclaration
afp.com –

Image tirée d'une vidéo obtenue par l'AFP le 2 octobre 2014 et diffusée par Boko Haram montrant le c
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Bewohner in einer der Hauptstraßen von Maroua, im Norden Kameruns, 11. November 2014
Des habitants dans une des rues principales de Maroua, dans le nord du Cameroun, le 11 novembre 2014
afp.com – Reinnier Kaze

Des habitants dans une des rues principales de Maroua, dans le nord du Cameroun, le 11 novembre 2014Des habitants dans une des rues principales de Maroua, dans le nord du Cameroun, le 11 novembre 2014Des habitants dans une des rues principales de Maroua, dans le nord du Cameroun, le 11 novembre 2014
Gebet in der Großen Moschee Maroua im Distrikt Dougoi im Norden Kameruns
Prière à la grande mosquée de Maroua, dans le district de Dougoi au nord du Cameroun, en novembre 2013
afp.com – Reinnier Kaze

Prière à la grande mosquée de Maroua, dans le district de Dougoi au nord du Cameroun, en novembre 20
“Boko Haram, tu vas mourir”, proclament des milliers de manifestants LIRE
Cameroun: “Boko Haram, tu vas mourir”, proclament des milliers de manifestants
28.02.2015 à 21:00 – Par Reinnier KAZE – AFP
“Boko Haram, tu vas mourir”, “Boko Haram, tu es mort”: des milliers de Camerounais sont descendus dans la rue samedi à Yaoundé pour dénoncer les meurtrières attaques et exactions des islamistes nigérians, appelant à la mort de leur chef, Abubakar Shekau.
Plusieurs milliers de personnes, dont des ministres, ont participé dans la capitale à cette manifestation pacifique au cours de laquelle les participants ont promis que le Cameroun viendrait à bout de Boko Haram et de son chef.
Depuis sept mois, les soldats camerounais sont en guerre contre le groupe nigérian qui multiplie ses attaques sanglantes contre militaires et civils dans la région de l’Extrême-Nord, frontalière du Nigeria. L’armée tchadienne se bat aussi contre Boko Haram, depuis cette région proche de Ndjamena.
Le rassemblement a été organisé par un collectif “Unis pour le Cameroun” et constitué principalement de journalistes supposés proches, pour certains, du régime de Yaoundé, pour exprimer “le soutien aux populations de cette région et à l’armée camerounaise”.
“Entre 10.000 et 15.000 personnes” ont répondu à l’appel, s’est fécilité auprès de l’AFP Eric Benjamin Lamère, membre du collectif.
Plusieurs ministres avaient pris la tête du cortège, submergé de drapeaux camerounais, tchadiens et nigérians et dans lequel se trouvaient également des diplomates en poste à Yaoundé, dont l’ambassadrice de France, Christine Robichon.
-“Shekau, tu es lâche”-
“Nous voici rassemblés pour dire non à Boko Haram. Non à la barbarie!” a lancé à la foule un des organisateurs, ajoutant: “Non à l’obscurantisme! Non à l’intolérance!”.
A chacune de ses phrases ou exclamations, la foule hurle et applaudit, sous le regard des membres du gouvernement présents. L’orateur cite ensuite, toujours sous des ovations, les noms de localités prises pour cible par Boko Haram: Fotokol, Kolofata, Limani, Amchidé,…
“Cette marche symbolise l’unité de tous les Camerounais contre Boko Haram”, s’enthousiasme Grégoire Owona, ministre du Travail. “Shekau”, lance-t-il. “Tu es mort, tu es lâche”, réagissent en choeur de jeunes manifestants.
“C’était important d’être là pour moi, pour mes frères qui sont au front, pour mon pays. Je pense que ce soutien peut galvaniser les troupes et faire en sorte que la guerre cesse le plus vite possible”, confie Philomène Ekombo, drapeau du Cameroun en main.
La date de cette manifestation a suscité une polémique au Cameroun car elle coïncide avec la commémoration des manifestations contre la faim et la modification de la Constitution qui avaient éclaté dans le pays fin février 2008.
Du 25 au 28 février 2008, de nombreux jeunes avaient en effet manifesté dans plusieurs villes du Cameroun pour dénoncer la cherté de la vie et s’indigner du projet du régime du président Paul Biya de modifier la Constitution afin de lui permettre de briguer un nouveau mandat.
Les manifestations de révolte avaient été réprimées par l’armée et la police: 40 personnes avaient ainsi été tuées, selon un bilan officiel, au moins 139 d’après des ONG locales.
– “Pas de guerre mémorielle” –
Le reproche a été fait aux organisateurs de la marche de samedi d’avoir été encouragés par le régime à choisir la date du 28 février pour que la commémoration des événements de 2008 passe inaperçue.
“Il n’y a pas de guerre mémorielle. Nous avons programmé notre marche tôt le matin (07H00 GMT). Rien n’empêche qu’on se mobilise (pour les événements de 2008)”, s’est défendu Guibaï Gatama, du collectif “Unis pour le Cameroun”.
De plus en plus d’initiatives de soutien à l’armée sont enregistrées au Cameroun ces derniers temps.
Ainsi, vendredi, les chefs traditionnels du département des Bamboutos (ouest du pays) ont remis au ministre de la Défense une enveloppe de 22 millions de francs CFA (environ 30.000 euros) pour aider les soldats au front, a rapporté la télévision d’Etat.
Jeudi, des entreprises avaient offert à l’armée des centaines de tonnes de produits alimentaires.
Les troupes camerounaises engagées contre Boko Haram vivent parfois dans des conditions difficiles, certains soldats rencontrés par un journaliste de l’AFP se plaignant notamment du manque d’eau, de matelas pour dormir et d’absence de primes dans certaines unités.
© 2015 AFP
Nord du Cameroun: le tourisme sinistré par Boko Haram LIRE
Dans le nord du Cameroun, le tourisme sinistré par Boko Haram
Maroua (Cameroun) (AFP) – 18.11.2014 10:32 – Par Celia LEBUR
C’était la région du Cameroun la plus prisée des touristes occidentaux. Mais depuis près de deux ans, plus personne n’ose s’aventurer dans l’Extrême-Nord du pays, où le groupe islamiste armé nigérian Boko Haram a multiplié les enlèvements, dans un climat de psychose. “Avant on avait beaucoup de touristes, mais maintenant les gens ont peur de venir”, explique à l’AFP Moussa Ali, vendeur au marché artisanal de Maroua, la capitale de la région de l’Extrême-Nord, étroite bande de terre coincée entre le Tchad l’est et le Nigeria à l’ouest.
Quelques rares clients – essentiellement camerounais – s’arrêtent encore devant son étal, mais, dit-il, “je peux faire deux semaines sans avoir une seule recette. C’était surtout les blancs qui nous faisaient gagner”.
D’octobre à mars, en saison sèche, le parc national de Waza, célèbre pour ses girafes, ses antilopes et ses éléphants, accueillait autrefois plusieurs milliers de visiteurs par an, notamment des expatriés installés à Yaoundé et à Douala, la capitale économique, mais aussi de N’Djamena, la capitale toute proche du Tchad.
En plein dans l’actuelle zone “rouge” sécuritaire, à cheval entre Nigeria et Cameroun, les randonneurs pouvaient également sillonner le haut plateau des Kapsikis, superbe paysage lunaire où se dressent à perte de vue d’immenses pics rocheux. “Vous traverserez la frontière sans même vous en rendre compte!”, affirmaient les guides locaux pour appâter le touriste.
La formule, dans cette région autrefois réputée tranquille, ne fait hélas plus recette. En 2013, les enlèvements de la famille française Moulin-Fournier, puis du français Georges Vandenbeusch revendiqué par Boko Haram, ont porté un coup fatal au tourisme, qui faisait pourtant vivre de nombreux villages alentours.
– ‘Impact castastrophique’ –
“L’impact est catastrophique sur le plan économique. Le tourisme et l’artisanat sont au point mort, l’hôtellerie n’en parlons pas”, confirme le responsable de la communication au ministère du Tourisme, Serge Eric Epouné.
D’après lui, “Toute la région est aujourd’hui stigmatisée par les médias occidentaux, il y a une psychose exagérée, alors que seule une toute petite partie de l’Extrême-Nord est touchée par l’insécurité liée à Boko Haram”.
Sur son site, le ministère des Affaires étrangères français déconseille non seulement à ses ressortissants de se rendre dans l’extrême-Nord, mais aussi dans deux régions voisines, le Nord et l’Adamaoua. “Il est demandé à tous les Français encore présents dans cette zone de la quitter dans les meilleurs délais”, leur sécurité “n’étant plus assurée”, indique-t-il.
“C’était déjà difficile car le Cameroun n’est pas une destination que les touristes choisissent naturellement mais là c’est pire. Les gens font vraiment l’amalgame entre le Cameroun et Boko Haram”, se désole Annick Tchan Gang, directrice de l’Agence française de voyage, basée à Yaoundé, qui n’a plus vendu de voyage au nord “depuis des mois”.
“Ce pays est pourtant exceptionnel, c’est toute l’Afrique en miniature”, entre forêt luxuriante au sud, immenses plages de sable à l’ouest et savane aride au nord, explique cette Française installée au Cameroun depuis près de 25 ans.
Ainsi, les voyagistes tentent désormais de proposer des circuits plus culturels, comme la “route des chefferies et des royaumes traditionnels”, ou la rencontre des populations pygmées en forêt par exemple.
– Sentiment d’abandon –
Mais pour les populations d’Extrême-Nord, le sentiment d’abandon est fort. Cette région aride où l’on cultive le mil et le coton est marquée par un taux de pauvreté qui dépasse les 65% (selon un rapport du PNUD 2010), contrastant avec le sud et l’ouest, à l’économie beaucoup plus dynamique.
La chute du tourisme, mais aussi l’arrêt des échanges commerciaux avec le Nigeria, d’où provenaient un grand nombre de marchandises et de produits manufacturés, creusent encore ce fossé.
Même les projets d’aide au développement et d’infrastructures ont été stoppés en raison de l’insécurité, comme en témoigne le chantier de rénovation d’un des principaux axes routiers du nord – en très mauvais état – à l’arrêt depuis l’enlèvement de dix ouvriers chinois (libérés depuis) à Waza en mai dernier.
© 2014 AFP
Nord-Cameroun: les imams en campagne contre les “barbares” de Boko Haram LIRE
Dans le Nord-Cameroun, les imams en campagne contre les “barbares” de Boko Haram
Maroua (Cameroun) (AFP) – 20.11.2014 15:05 – Par Celia LEBUR
Face à l’enrôlement de jeunes recrues par le groupe islamiste armé nigérian Boko Haram, les autorités musulmanes du nord du Cameroun battent campagne pour contrer sa propagande et appellent à ne pas faire d’amalgame entre “barbares et islam tolérant”. Impossible de savoir combien ils sont, mais des sources sécuritaires locales parlent de “centaines de jeunes” qui auraient rejoint, depuis plusieurs mois, les rangs de Boko Haram.
Rien qu’à Kolofata, localité camerounaise frontalière du Nigeria, environ 450 jeunes ont été recrutés en deux mois, avait affirmé le vice-Premier ministre Ahmadou Ali, juste avant l’attaque de son domicile et l’enlèvement de son épouse (libérée depuis) en août.
Inquiètes, les autorités tentent de mieux contrôler les prêches et les enseignements dispensés dans les mosquées et les nombreuses écoles coraniques de la région. Un peu partout, des tracts “Non à Boko Haram” ont été placardés.
– ‘Prime de recrutement’ –
A Kourgui, à une vingtaines de kilomètres de la frontière camerouno-nigériane, l’imam Malloum Baba, assis sur une moto, discute avec des villageois. Originaire de l’Extrême-Nord, il fait régulièrement le voyage depuis Yaoundé, où se trouve sa mosquée.
“Nous sensibilisons la population dans nos mosquées, à travers les prêches du vendredi. Nous les exhortons à essayer de comprendre l’islam vrai et à ne pas tomber dans le piège de ces terroristes”, explique-t-il à l’AFP.
“Boko Haram prétend prêcher l’islam alors qu’ils ne connaissent rien de l’islam. Le problème ici, c’est l’ignorance. Les gens n’interprètent pas forcément bien notre message”, raconte-il.
Les frustrations sont grandes dans cette région au taux de pauvreté record (65%), où les jeunes, peu ou pas instruits, n’ont souvent d’autre choix que de cultiver un lopin de terre qui leur rapporte de maigres ressources, explique un lamido (chef traditionnel) sous couvert d’anonymat.
“Les gens sont coincés par le système parce qu’il ne sont pas allés à l’école et ne peuvent accéder à l’emploi. C’est toute cette masse là à laquelle il faut aujourd’hui prêter attention”, explique ce banquier de formation, figure de l’élite intellectuelle musulmane dans le Nord.
Il y a deux mois, Amadou Bachirou, un jeune commerçant de Maroua, la capitale de l’Extrême-Nord, a vu partir son ami d’enfance, à 25 ans.
“Il était très pauvre et il a entendu que Boko Haram donne beaucoup d’argent. Il m’a dit +si tu veux on part ensemble+. Moi je ne peux pas. Mais je sais qu’il envoie l’argent à sa famille”, raconte-t-il.
Selon des sources proches des services de renseignements, Boko Haram propose jusqu’à 500.000 Francs CFA (environ 760 euros) de “prime de recrutement”, et un “salaire” mensuel de 100.000 FCFA. Une fortune pour des jeunes souvent sans ressources ou dont les revenus habituels dépassent rarement les 40.000 FCFA.
– Défendre ‘l’islam de convivialité’ –
En première ligne dans cette “guerre” de communication, les dignitaires musulmans sont confrontés à un dilemme dans les localités frontalières les plus vulnérables, où Boko Haram multiplient les attaques sanglantes depuis des mois.
“Au départ nous avons encouragé les imams à dénoncer directement Boko Haram dans leurs prêches, mais beaucoup de prédicateurs et d’enseignants se sont faits égorger, donc il a fallu revenir à un message plus général sur la paix et la tolérance pour ne pas les exposer”, explique une haute autorité religieuse de Maroua.
Car “tout le monde est touché par Boko haram”, rappelle cet imam: “nous ne connaissons pas l’idéologie de ce mouvement. Mais il ne faut pas confondre ces barbares avec notre islam tolérant. Malheureusement, beaucoup de gens tombent dans des explications simplistes qui voudraient que l’école coranique soit une porte d’entrée vers Boko Haram”, déplore-t-il.
Le porte-parole du gouvernement, Issa Tchiroma Bakary, parle même d’un “islam de convivialité”.
“L’islam au Cameroun est cet islam où les imams vont dans des églises pour des prières oecuméniques, c’est ça l’islam au Cameroun, c’est notre modèle sociétal et pour rien au monde nous sommes prêts à l’abandonner”, dit-il.
Le message semble passer. Ces derniers mois ont vu se développer des “comités de vigilance” un peu partout dans les villages, afin d’éviter d’éventuelles infiltrations de Boko Haram.
“Souvent les villageois ne sont pas armés. Ils font surtout du renseignement, s’ils repèrent des comportements suspects, ils nous préviennent”, raconte un officier camerounais; “Mais il y a quelques cas où des gars de Boko Haram se sont pris des coups de machette!”.
© 2014 AFP