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Tunesien: Erfolge im Kampf gegen Korruption

Tunisie: coup de filet anticorruption et espoir d’opération “Mains propres”

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1. Tunesien: Razzia Anti-Korruption und Hoffnung auf Operation „Saubere Hände“ LESEN
24/05/2017 20:00 – Von Ines BEL AIBA und Mounir SOUISSI – AFP
Mehrere der Korruption verdächtigte Geschäftsleute wurden in Tunesien verhaftet, ein weithin gelobter Netzwurf, der sechs Jahre nach dem Sturz der Diktatur viele Tunesier auf eine Operation „Saubere Hände“ hoffen macht.
Während die Revolution 2011 weitgehend auch von der Vetternwirtschaft des Regimes von Zine el-Abidine Ben Ali motiviert worden war, bleibt die Korruption eine „endemische“ Geißel, geben Verantwortliche zu. Sie wird wahrgenommen als eine mächtige Bremse für die wirtschaftliche Erholung der einzigen Überlebenden des Arabischen Frühlings.
Rechtlich unter dem schon eineinhalbjährigen Ausnahmezustand wurden am Dienstag drei Geschäftsleute und ein verantwortlicher Zollbeamter unter Hausarrest gestellt, um in größter Geheimhaltung verhört zu werden, sagte ein hoher Beamte unter der Bedingung der Anonymität zu AFP.
Eine fünfte Verhaftung, die des auch als „Geschäftsmann“ präsentierten Kheireddine Meddeb, wurde für Mittwoch angekündigt.
Die ersten vier sind der reiche Privatier Chafik Jarraya, der ehemalige Präsidentschaftskandidat Yassine Chennoufi, der Geschäftsmann Nejib Ben Ismaïl und ein Offizier des Zolls, Ridha Ayari. „Sie sind in Korruptionsaffären beteiligt und stehen unter Verdacht der Verschwörung gegen die Sicherheit des Staates“, sagte die gleiche Quelle.
Kasus ist ihre „mutmaßliche Anstiftung und Finanzierung der Protestbewegungen in El-Kamour und anderen Regionen“.
– ‚Der Krieg hat begonnen‘ –
Die wüstenhafte Gegend von El Kamour in der Region Tataouine (Süd) ist seit Wochen Schauplatz eines Sit-in, das in Auseinandersetzungen mit der Polizei ausgeartet ist. Am Montag wurde ein junger Demonstrant durch ein Fahrzeug der Gendarmerie zum Tode zerquetscht, was einen Ausbruch von Gewalt verursachte.
Die Behörden haben vor der „Gefahr“ einer Entfesselung der Situation gewarnt, und einige Beamte haben versichert, dass Politiker und Geschäftsleute -ohne sie zu benennen- die Bewohner des Südens zu protestieren anstifteten.
Die Nachricht von der Verhaftung wurde in den Medien und in sozialen Netzwerken allgemein begrüßt, obwohl einige hofften, dass es dabei nicht um „Sand in die Augen“ geht.
„Der Krieg gegen die große Korruption hat begonnen“, freute sich die Tageszeitung La Presse.
„Bravo (…) und nichts loslassen!“, schwärmte ein Moderator im nationalem Radio und nannte die Verhaftungen einen Hauch von „frischer Luft“ im allgemeinen Mief.
Viele erhoffen auch die Einführung einer „Operation Saubere Hände“ ähnlich der, die in Italien in den 1990er Jahren zu Tausenden von Verhaftungen führte.
– ‘Eiserner Wille’ –
Seit ihrem Antritt im letzten Sommer hat die Regierung Chahed Youssef versprochen, dass der Kampf gegen die Korruption für sie eine Priorität sei, fand sich aber bisher „in ihrem Elan systematisch behindert“, urteilte die International Crisis Group ( ICG) in einem kürzlich veröffentlichten Bericht über die Auswirkungen der Korruption und Vetternwirtschaft auf den demokratischen Übergang.
Die Verhaftungen „haben uns überrascht und erfreut“, sagte gegenüber AFP Youssef Belgacem von der Anti-Korruptions-NGO I-Watch. Aber „die Liste der Barone der Korruption ist noch lang“, warnte er.

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„Wenn das eine wirkliche Veränderung in seiner Politik ist, dann wird Chahed nichts als Unterstützung unter dem tunesischen Volk finden“, antwortete der Verfassungsrechtler und politische Aktivist Jaouhar Ben Mbarek auf Twitter.
Die Regierung „hat einen eisernen Willen im Kampf gegen die Korruption wird“, versichert der Staatssekretär für Immobilienangelegenheiten, Mabrouk Kourchid, auf Nessma TV. Und wenn sie „wegen dieser Schlacht fallen muss, dann nehmen wir es hin.“
Dieser beispiellose Netzwurf kommt Tage nach dem erbaulichen Zeugnis des bekanntesten Mitglieds des Trabelsi-Clans, welcher sich während der Diktatur große Teile der Wirtschaft unter den Nagel gerissen hatte.
Bei einer öffentlichen Anhörung am Freitag im Forum Wahrheit und Würde (Instance vérité et dignité), das Menschenrechtsverletzungen der Vergangenheit untersucht, beschrieb Imed Trabelsi, ein Neffe der ehemaligen First Lady Tunesiens, ein damaliges mit der Komplizenschaft von Zollbeamten, hohen Beamten und Ministern gut geöltes System.
Er „spricht von einer anderen Zeit als unserer eigenen“, antwortete am Mittwoch der Zollsprecher Lassaad Bachouel auf Mosaique FM. Für ihn ist es „nicht sinnvoll, dass eine Institution, die funktioniert und so erfolgreich ist wie unsere“, so sehr kritisiert wird.
© 2017 AFP

2. Anti-Korruptions-Razzia Tunesien: drei weitere Verhaftungen LESEN
2017.05.25 um 15:00 Uhr – AFP
Die tunesischen Behörden haben am Donnerstag im Rahmen eines größeren Netzwurfes drei neue Verhaftungen gemacht, für Teilnahme „an Schmuggelaktivitäten“ in den Regionen Mahdia und Kasserine, sagte ein Verantwortlicher gegenüber AFP.
Die Brüder Adel und Fathi Jnayeh wurden in Mahdia (Mitte-Ost) verhaftet und Ali Griri in Kasserine, einer benachteiligte Region in der Nähe der algerischen Grenze. Die Gesamtzahl der Verhaftungen seit Dienstag beträgt somit acht, sagte der leitende Beamte unter der Bedingung der Anonymität.
Vier weitere Verhaftungen sind „unterwegs“, fügte er hinzu, ohne weitere Details.
Premierminister Youssef Chahed sagte am Mittwoch nach der Verhaftung mehrerer Geschäftsleute in einer Rasterfahndung, dass Tunesien im „Krieg gegen die Korruption“ sei, für viele die Hoffnung auf eine Operation „Saubere Hände“, sechs Jahre nach dem Sturz der Diktatur.
© 2017 AFP

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1. Tunisie: coup de filet anticorruption et espoir d’opération “Mains propres” LIRE
24.05.2017 à 20:00 – Par Inès BEL AIBA et Mounir SOUISSI – AFP 
Plusieurs hommes d’affaires soupçonnés de corruption ont été arrêtés en Tunisie, un coup de filet largement salué qui fait espérer à beaucoup une opération “Mains propres”, six ans après la chute de la dictature.
Si la révolution de 2011 a en grande partie été motivée par le népotisme du régime de Zine El Abidine Ben Ali, la corruption reste un fléau au point d’être devenue “endémique” de l’aveu même de responsables. Elle est perçue comme un puissant frein à la relance économique de l’unique rescapé du Printemps arabe.
C’est en vertu de l’état d’urgence en vigueur depuis un an et demi que trois hommes d’affaires et un responsable douanier ont été placés mardi soir en résidence surveillée pour être interrogés dans le plus grand secret, a indiqué à l’AFP un haut responsable sous le couvert de l’anonymat.
Un cinquième arrestation, celle de Kheireddine Meddeb, également présenté comme un “homme d’affaires”, a par la suite été annoncée par ce haut responsable mercredi. Il n’a pas fourni d’autres précisions.
S’agissant des quatre premiers, le richissime Chafik Jarraya, l’ex-candidat à la présidence Yassine Chennoufi, l’homme d’affaires Nejib Ben Ismaïl et un gradé de la Douane, Ridha Ayari, ils “sont impliqués dans des affaires de corruption et soupçonnés de complot contre la sûreté de l’Etat”, a précisé la même source.
En cause, leur “incitation et le financement présumés de mouvements de protestation à El-Kamour et dans d’autres régions”, a-t-on ajouté.
– ‘La guerre a commencé’ –
Le site désertique d’El-Kamour, dans la région de Tataouine (sud), est le théâtre depuis des semaines d’un sit-in qui a dégénéré en affrontements avec les forces de l’ordre. Lundi, un jeune manifestant est mort écrasé par un véhicule de la gendarmerie, ce qui a provoqué une flambée de violences.
Les autorités ont mis en garde contre “le danger” d’un dérapage de la situation, et certains responsables ont assuré que des hommes politiques et hommes d’affaires -sans les nommer- incitaient les habitants du sud à manifester.
La nouvelle de ces arrestations a été largement saluée dans les médias et sur les réseaux sociaux, même si certains ont espéré qu’il ne s’agisse pas de “poudre aux yeux”.
“La guerre contre la grande corruption a commencé”, s’est réjoui le quotidien La Presse.
“Bravo (…) et on ne lâche rien!”, s’est enthousiasmé un animateur de la radio nationale, qualifiant ces arrestations de bouffée d'”air frais” dans la morosité ambiante.
Beaucoup ont en outre espéré le lancement d’une opération “Mains propres” semblable à celle ayant entraîné des milliers d’arrestations en Italie dans les années 1990.
– ‘Volonté de fer’ –
En fonction depuis l’été dernier, le gouvernement de Youssef Chahed a promis que la lutte contre la corruption serait une priorité, mais il s’est trouvé jusque-là “systématiquement freiné dans son élan”, a jugé l’International Crisis Group (ICG) dans un récent rapport sur l’impact de la corruption et du clientélisme sur la transition démocratique.
Les arrestations “nous ont à la fois surpris et réjouis”, a dit à l’AFP Youssef Belgacem, de l’ONG anticorruption I-Watch. Mais “la liste des barons de la corruption est encore longue”, a-t-il prévenu.
“S’il s’agit d’un vrai changement dans sa politique, alors Chahed ne trouvera que du soutien chez le peuple tunisien”, a réagi sur Twitter le constitutionnaliste et militant politique, Jaouhar Ben Mbarek.
Ce gouvernement “a une volonté de fer dans la lutte contre la corruption”, a assuré le secrétaire d’Etat chargé des affaires foncières, Mabrouk Kourchid, sur Nessma TV. Et s’il “doit tomber en raison de cette bataille (…), nous l’acceptons.”
Ce coup de filet inédit intervient quelques jours après le témoignage édifiant du membre le plus connu du clan Trabelsi, qui avait mis de larges pans de l’économie sous coupe réglée pendant la dictature.
Lors d’une audition publique vendredi de l’Instance vérité et dignité, chargée d’enquêter sur les violations des droits de l’Homme du passé, Imed Trabelsi, neveu de l’ex-Première dame de Tunisie, a décrit un système à l’époque bien huilé grâce à la complicité de douaniers, hauts fonctionnaires et ministres.
Il “parle d’une époque autre que la nôtre”, a répliqué mercredi le porte-parole de la Douane, Lassaad Bachouel, sur Mosaïque FM, ne jugeant “pas raisonnable qu’une institution qui travaille et réussit comme la nôtre” soit aussi critiquée.
© 2017 AFP
2. Coup de filet anticorruption en Tunisie: trois nouvelles arrestations LIRE
25.05.2017 à 15:00 – AFP 
Les autorités tunisiennes ont procédé à trois nouvelles arrestations jeudi pour participation “à des activités de contrebande” dans les régions de Mahdia et Kasserine, dans le cadre d’un coup de filet anticorruption, a indiqué à l’AFP un haut responsable.
Les frères Adel et Fathi Jnayeh ont été interpellés à Mahdia (centre-est), et Ali Griri à Kasserine, une région défavorisée située à proximité de la frontière algérienne, ce qui porte à huit au total le nombre d’arrestations depuis mardi, a précisé ce haut responsable s’exprimant sous le couvert de l’anonymat.
Quatre autres interpellations sont “en cours”, a-t-il ajouté sans autres détails.
Le Premier ministre Youssef Chahed a affirmé mercredi soir que la Tunisie était “en guerre contre la corruption” après l’arrestation de plusieurs hommes d’affaires, un coup de filet qui fait espérer à beaucoup une opération “Mains propres” six ans après la chute de la dictature.
© 2017 AFP

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50 Mio Dollar veruntreut: Gambia friert Vermögen von Diktator Jammeh & Co ein

Gambie: gel des biens de Jammeh, car 50 millions USD détourné

Gambia: Einfrieren von Vermögenswerten Jammehs, Verdacht auf veruntreute $ 50 Millionen
22.00 Uhr 22/05/2017 – Von Emil TOURAY – AFP
Die gambische Justiz fror Montag das Vermögen des ehemaligen Präsidenten Yahya Jammeh ein, wegen Verdachts der Veruntreuung von mehr als 50 Millionen Dollar (über 44 Millionen Euro), bevor er ins Exil ging, so der Justizminister….
AUF DEUTSCH (VON MIR ETWAS VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITERLESEN UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Gambie: gel des biens de Jammeh, soupçonné d’avoir détourné 50 millions USD
22.05.2017 à 22:00 – Par Emil TOURAY – AFP 
La justice gambienne a gelé lundi les biens de l’ex-président Yahya Jammeh, soupçonné d’avoir détourné plus de 50 millions de dollars (plus de 44 millions d’euros) avant son départ en exil, a annoncé le ministre de la Justice.

Gambia, in Serekunda: Marsch zum Gedenken an die während der gewalttätigen Demonstrationen im April 2000 gestorbenen Schüler — PHOTO afp.com by SEYLLOU
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Südafrika, Korruption: Zuma-Freunde Gupta-Familie, 400 Mio. Dollar Bestechungsgelder

Afrique du Sud, affaire Gupta: “400 millions de dollars de pots-de-vin”
TOP PHOTO by afp.com:”Zuma + Gupta – Diebe raus!”
“Dehors les voleurs!”

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Deutsche Texte aus Der Standard und taz

1. Korruptionsvorwürfe gegen Zuma und Gupta-Familie in Südafrika LESEN
Johannes Dieterich aus Johannesburg – 1. Juni 2017, 17:14 – http://derstandard.at/r652/Afrika
Unternehmerfamilie, die dem Präsidenten nahesteht, soll bei staatlichen Aufträgen hunderte Millionen Euro abgezweigt haben
Sollten bislang noch ein paar Puzzlestücke gefehlt haben, so ist das ganze Ausmaß des Morasts jetzt endgültig zum Vorschein gekommen. Nelson Mandelas Regenbogenstaat wird von einer Kabale beherrscht, die Staatspräsident Jacob Zuma gemeinsam mit einer indischstämmigen Unternehmerfamilie, den Guptas, sowie einigen Dutzend Eingeweihten in hohen Positionen schmiedete: Zigtausende E-Mails, die südafrikanischen Enthüllungsjournalisten zugespielt worden sind, haben das finstere Bild jetzt komplettiert.
Die am Donnerstag unter dem Titel “Gupta-Leaks” in dem angesehenen Online-Dienst “Daily Maverick” veröffentlichten Auswertungen eines Teils des elektronischen Briefverkehrs machen deutlich, wie die mit Zuma befreundete Gupta-Familie eine Parallelregierung errichtet und die Steuerzahler um Milliarden Rand betrogen hat. Die Bürger Südafrikas mussten für vom staatlichen Eisenbahnkonzern Transnet unter dubiosen Bedingungen erworbene Lokomotiven offenbar hunderte Millionen Euro mehr bezahlen, um die Gupta-Familie reich zu machen – während der Stromkonzern Eskom dafür sorgte, dass Gupta-Firmen Aufträge in Millionenhöhe zukamen.
Gleichzeitig wurden in südafrikanischen Botschaften in Indien Erfüllungsgehilfen platziert, um Gupta-Vertrauten regelwidrig Visa- oder gar Staatsbürgerschaftsurkunden auszuhändigen. Erstmals wird auch deutlich, wie tief der von Zuma erst kürzlich gegen den Widerstand von Teilen seiner eigenen Partei zum Finanzminister ernannte Malusi Gigaba in die Machenschaften verwickelt ist: Als Minister für Staatsunternehmen war er am Transnet-Deal beteiligt und als Innenminister zuständig für Konsular-Angelegenheiten.
Lukrative Lokomotiven
Schon seit geraumer Zeit ist klar, dass die Guptas hinter zahlreichen Personalentscheidungen des Präsidenten standen: Die Vertrauten der drei Brüder wurden sowohl ins Kabinett wie in die höchsten Managementetagen und Aufsichtsgremien von Staatsunternehmen gehievt. Das skandalöseste Detail der Machenschaften fiel den Journalisten im Zusammenhang mit Transnet in die Hände: Die E-Mails belegen, dass die Gupta-Firma Tequesta Group Ltd vor zwei Jahren 21 Prozent des Kaufpreises von 554 elektrischen Lokomotiven abzweigte – ausschließlich für die Vermittlung des Deals, und ohne dafür irgendwelche Dienstleistungen zu vollbringen. Diese 21 Prozent aus dem Vertrag mit dem chinesischen Hersteller China South Rail (CSR) machten umgerechnet mehr als 320 Millionen Euro aus.

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Zumindest einen Teil ihrer Beute wussten die drei Gupta-Brüder ins Ausland zu retten: Im teuersten Stadtteil Dubais, den Emirates Hills, erwarben sie sich ein Anwesen für 331 Millionen Rand (rund 23 Millionen Euro) mit zehn Schlafzimmern, zwölf Bädern, neun Empfangsräumen und einem großen Tresor. Auch Zumas Sohn Duduzane, der als Direktor mehrerer Gupta-Firmen fungiert, legte sich in Dubai Grundbesitz zu – in Form einer Wohnung im zweithöchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa, für umgerechnet 1,25 Millionen Euro.
Bereits am Wochenende waren südafrikanischen Zeitungen E-Mails zugespielt worden, in denen Präsident Zuma den Emir von Dubai davon unterrichtete, dass er Dubai zu seiner “zweiten Heimat” machen wolle und in Emirates Hills bereits ein Anwesen erworben habe. Zuma bestritt inzwischen, eine derartige Mail jemals geschrieben zu haben oder ein Haus in Dubai zu besitzen. Der “wahre Zuma” Bereits seit Monaten fordern Kritiker Zumas Rücktritt: Zuletzt sah sich der ANC-Präsident am Wochenende mit einem Misstrauensantrag im höchsten Gremium seiner Partei konfrontiert. Der Öffentlichkeit zugespielten Informationen zufolge reagierte er mit Drohungen: “Schubst mich nicht zu weit, sonst bekommt ihr den wahren Zuma zu sehen”, soll er am Ende einer 90-minütigen Verteidigungsrede gesagt haben, in der er außerdem “westliche Kräfte” für die Kampagne gegen ihn verantwortlich gemacht habe.
Politische Beobachter sehen das Kap der Guten Hoffnung nach den Gupta-Leaks in eine labile Phase treten. “Das sind die letzten Tage von Zuptastan”, schreibt der Kolumnist Adriaan Basson: “Und wie ein verletztes Tier ist Jacob Zuma jetzt am gefährlichsten.” (Johannes Dieterich aus Johannesburg, 1.6.2017)
Zum Thema: Kommentar von Johannes Dieterich: Jacob Zuma, der kaltblütige Ganove

2. Politische Krise in Südafrika – Jacob Zuma sitzt mal wieder alles aus LESEN
31. 5. 2017 – Martina Schwikowski, Auslandskorrespondentin Südafrika – http://www.taz.de/Politik/Afrika/!p4621/
Geleakte E-Mails, die die Korruption des Präsidenten dokumentieren, versetzen das Land in Aufruhr. Ein Misstrauensvotum will der ANC nicht.
BERLIN taz Südafrikas Präsident Jacob Zuma hat es wieder einmal geschafft: Er hat einen neuen Versuch überlebt, als Staatsoberhaupt gestürzt zu werden. Die Idee zu einem Misstrauensantrag kam aus seiner eigenen Partei, dem Afrikanischen Nationalkongress (ANC). Grund sind geleakte E-Mails, die zwei südafrikanische Tageszeitungen am Wochenende veröffentlichten und die im Land für Aufruhr sorgten. Sie dokumentieren korrupte Machenschaften zwischen der Zuma-Familie und drei Brüdern der mächtigen indischen Unternehmerfamilie Gupta.
Ein möglicher Misstrauensantrag fand in der weitgehend loyalen Führungsspitze des ANC keine Mehrheit. Auch bezeichnet der ANC die Informationen als Fake News. Aber der jüngste Skandal brachte dem Präsidenten prompt am Dienstag eine Strafanzeige der Opposition ein.

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Das Misstrauensvotum, das ANC-Führungsmitglied Joel Net­shi­tenze gefordert hatte, wäre der zweite Versuch von ANC-Politikern innerhalb von einem halben Jahr gewesen, sich Zumas zu entledigen. Aber auch die Opposition beantragte kürzlich ein Votum, das erst noch im südafrikanischen Parlament eingebracht werden muss.
Lange war bekannt, dass die mit Zuma befreundete Gupta-Familie Einfluss auf seine Politik genommen hatte. Die E-Mails belegen nun, wie sehr die indische Unternehmerfamilie den südafrikanischen Präsidenten und einige seiner Minister kontrollierte: Ihre Macht reicht demnach bis in die Vorstands­etagen staatlicher Konzerne. Die Zeitungen City Press und Sunday Times enthüllten auch, dass Präsident Zuma offenbar plante, sich nach Ende seiner Präsidentschaft nach Dubai abzusetzen. Das hatten die Guptas mit ihren guten Beziehungen eingefädelt.
Ruhesitz Nkandla
In einer E-Mail bedankt sich Präsident Zuma beim Kronprinzen von Abu Dhabi, General Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, für dessen Gastfreundschaft während eines zurückliegenden Aufenthalts und teilt ihm seine Absicht mit, die Vereinigten Arabischen Emirate zu seinem Zweitwohnsitz zu machen. Das steht in einem von Zuma unterzeichneten Brief.
Präsident Zuma käme die Übersiedelung nach Dubai gelegen, denn so würde er einer möglichen rechtlichen Verfolgung entgehen, die ihm nach Ende seiner Immunität drohen könnte. Sein einziger Ruhesitz sei Nkandla, sagte Zuma. Auch diese Residenz wird mit Korruption in Verbindung gebracht. Zuma ließ sie mit öffentlichen Geldern ausbauen, die er per Gerichtsbeschluss zurückzahlen muss. Doch seinen Weggang aus Südafrika hält der politische Kommentator Daniel Silke jetzt für undenkbar. „Es ist keine durchführbare Exitstrategie. Unabhängig davon, ob die E-Mail echt ist: Die Tarnung ist aufgeflogen.“
Die jetzt geleakten E-Mails zeigen auch, wie der Bergbauminister Mosebenzi Zwane 2015 in sein Amt kam: Zwei Monate bevor Zuma ihn einsetzte, war sein Lebenslauf an die Guptas zur Begutachtung geschickt worden. Die E-Mails liefern Belege, dass die Guptas häufig Kabinettsmitglieder und Unternehmensbosse kauften, indem sie ihnen Reisen, Aufenthalte in exklusiven Hotels in Dubai und Fahrten in Luxuskarossen finanzierten.
Trotz der Beweise will der ANC den Präsidenten offenbar nicht vorzeitig abberufen, denn am Ende des Jahres findet die ANC-Wahlkonferenz statt, die einen neuen ANC-Parteiführer und damit den Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2019 wählen wird. Laut einer gerade veröffentlichten Umfrage wünschen zwei Drittel der registrierten Wähler den Rückzug Zumas.

1. “400 millions de dollars de pots-de-vin” pour les Gupta LIRE
1 juin 2017 – Sophie Ribstein http://www.bbc.com/afrique/region
En Afrique du Sud, une nouvelle série d’emails explosifs, rendus publics par les médias, révèlent que la famille Gupta aurait reçu plus de 400 millions de dollars en pots-de-vin.
Cette famille influente d’hommes d’affaires est très proche de Jacob Zuma.
Ces millions de dollars ont été versés par la compagnie ferroviaire publique dans le cadre d’un appel d’offres pour l’achat de locomotives.
Les emails fuités sont déjà comparés aux Wikileaks ou encore au Panama papers.
Ils révèlent l’ampleur des liens entre la puissante famille d’hommes d’affaires indiens les Gupta et le président Jacob Zuma ainsi que l’influence que ces derniers exercent directement sur le chef de l’état, les ministres et les entreprises publiques.
La publication de ces emails suggère que l’ANC, le parti au pouvoir, ne contrôle plus l’appareil d’état.
Pour le moment, l’information fuitée la plus significative indique que les Gupta auraient touché la somme de 750 000 dollars par train, achetés par Transmet, la compagnie ferroviaire publique, a une firme chinoise.
Au total, la famille Gupta auraient reçu plus de 400 millions de dollars en pots-de-vin.
D’autres emails publiés par la presse sud-africaine révèlent aussi que Jacob Zuma penserait à quitter l’Afrique du Sud avec sa famille et pourrait partir s’installer à Dubaï lorsqu’il devra quitter le fauteuil présidentiel.
L’un de ces documents contient une lettre adresse à la famille royale d’Abu Dhabi, demandant des visas pour pouvoir résider aux Émirats arabes unis.
Le porte-parole de Jacob a nié ses accusations assurant qu’il ne s’agit que de mensonges.
2. Affaire Gupta: l’ANC veut une enquête LIRE
2 juin 2017 – http://www.bbc.com/afrique/region
En Afrique du Sud, l’ANC, le parti au pouvoir a annoncé vouloir qu’une enquête soit menée sur ce qu’il appelle désormais les emails Gupta.
Jeudi, la presse sud-africaine a révélé avoir eu accès à des centaines de milliers d’emails fuités, qui démontreraient l’ampleur de l’emprise de la riche famille indienne les Gupta sur l’appareil d’Etat.
Ces derniers, très proches du président Jacob Zuma, auraient touché plus de 400 millions de dollars en pots-de-vin, dans le cadre d’attributions de contrats de marché public.
Le Congrès national africain (ANC) assure prendre très au sérieux les accusations publiées dans la presse sud-africaine et demande au gouvernement d’établir la vérité à propos de ces emails.
Le parti au pouvoir est très divisé alors que la guerre des factions bat son plein pour la succession du président.
L’ANC assure être préoccupé par les informations révélées par les journalistes d’investigation sur la nature des liens entre le gouvernement et des intérêts privés.
Ni Jacob Zuma, ni les Gupta, ne se sont exprimés sur le sujet depuis la publication des emails jeudi matin.
Si ces courriels sont authentiques, ils pourraient être extrêmement dommageables pour le chef de l’état.
Ils font état d’échanges confidentiels entre les Gupta, leurs collaborateurs, le fils du président Zuma et des membres du gouvernement.
Ces centaines de milliers d’emails révèlent notamment que plusieurs ministres ont voyagé aux frais des Gupta.
Le CV d’un ministre a été envoyé à cette famille juste avant sa nomination au gouvernement.
Certains membres du cabinet ont divulgué des informations confidentielles à cette famille d’hommes d’affaires indiens, ou encore que les Gupta entretiennent depuis des années Duduzane Zuma, le fils du président.
Et puis, ils prouveraient que les Gupta ont touché des pots-de-vin dans le cadre de l’attribution de contrats de marché public au fournisseur d’électricité Eskom ou à la compagnie ferroviaire publique Transnet.
Au total, il y aurait entre 100 000 et 200 000 emails qui auraient été fuités et ces révélations ne seraient que la partie visible de l’iceberg, selon les journalistes qui ont travaillé depuis des semaines sur ces documents.

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Protest der Opposition in Johannesburg – Foto: reuters

Kenia: System ist feindlich gegenüber Menschenrechtlern

Kenya: le pouvoir hostile aux défenseurs des droits de l’homme
TOP-PHOTO afp.com by TONY KARUMBA – Nairobi: Demonstration kenianischer Anwälte gegen politische Morde
Manifestation le 6 juillet 2016 à Nairobi d’avocats kényans contre l’assassinat de l’avocat Willie Kimani par la police

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1. Kenia: Die Macht „feindlich“ gegenüber Menschenrechtlern LESEN
2017.05.03 12:00 – AFP
Die kenianische Regierung hat vier Jahre lang „Feindseligkeit“ gegenüber Menschenrechtsaktivisten gezeigt, nach einem gemeinsamen Bericht von mehreren NGOs, die im Vorfeld der allgemeinen Wahlen am 8. August. über die Sicherheit dieser Aktivisten besorgt sind.
„In den letzten vier Jahren zeigte die Regierung (von Präsident Uhuru Kenyatta) offene Feindseligkeit gegenüber Menschenrechtsaktivisten, die betrachtet werden als Feinde des Staates im Dienst ausländischer Interessen, um das Land zu destabilisieren“ schreibt die Beobachtungsstelle für den Schutz von Menschenrechtsaktivisten (OBS) in dem Bericht vom Mittwoch.
„Sie hat immer versucht, deren doch legitime Arbeit mit gerichtlichen und administrativen Schikanen und restriktiver Gesetzgebung zu untergraben“, sagt der OBS, die Frucht einer Partnerschaft zwischen der Weltorganisation gegen Folter (OMCT) und der Internationalen Föderation Menschenrechte (FIDH).
Unter dem Titel „2017er Wahlen: gebrochene Versprechen, die Menschenrechtsaktivisten gefährdet“, bringt der Bericht 50 Seiten Details über die Gewalt oder den Druck, mit denen die Akteure des Sektors in Kenia konfrontiert sind.
Insbesondere kehrt er zurück auf Entführung, Folter und Mord im Juni 2016 des Anwalts und Menschenrechtlers Willie Kimani, der für Aufsehen im Land gesorgt hatte. Dieser Anwalt hatte einen Motorrad-Taxifahrer verteidigt, der vor Gericht einen Polizist beschuldigte, ihn ohne Grund angeschossen und verwundet zu haben. Mehrere Polizisten wurden in dieser Untersuchung festgenommen.
Willie Kimani „ ist nur der sichtbare Teil jenes Eisbergs der Gewalt um Dissens zum Schweigen zu bringen, und um die Straflosigkeit und die Brutalität der Polizei und der staatlichen Sicherheitskräfte zu verewigen“.

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Er beschreibt auch den übermäßigen Einsatz von Polizei, um vorher genehmigte Veranstaltungen zu verhindern, und verurteilt eine Litanei von Straftaten im Strafgesetzbuch – „subversive Aktivitäten“, „Verrat“ – oft im Widerspruch mit dem Geist der neuen 2010er Verfassung -, um Aktivisten vor Gericht zu verfolgen.
Er betont insbesondere die Notwendigkeit, nach den Autoren, des Inkrafttretens eines Gesetzes, des “Public benefit organisations Act 2013” (PBO), das entwickelt worden war, um denSchutz-Organisationen der Zivilgesellschaft ein günstiges Klima zu schaffen.
Angenommen vom Parlament im Januar 2013, zwei Monate vor der Wahl des derzeitigen Präsidenten Uhuru Kenyatta, ist der Text jetzt ein toter Buchstabe.
Und die in Kenia arbeitenden nationalen und internationalen NGOs sind nach wie vor unter der Kontrolle einer Organisation mit„Ermessensspielraum“, des Rates der NGOs ( „NGO Board“), die in den letzten Jahren administrativen Hindernisse vervielfacht hat und Bankkonten von Organisationen einfror oder die Gewährung von Arbeitsgenehmigungen für ausländische Arbeitnehmer blockierte.
„Während die Wahlen vom 8. August sich nähern, wiegt Unsicherheit auf ihre möglichen Auswirkungen auf die Situation der Verteidiger der Menschenrechte und der Zivilgesellschaft“, so der Bericht.
Präsident Kenyatta wird neben seinem Vice-President William Ruto bei der Präsidentschaftswahl kandidieren.
Die beiden Männer waren vom Internationalen Strafgerichtshof (ICC) wegen angeblicher Beteiligung an der Gewalt in den Wahlen 2007-2008 ( rund 1.100 Todesopfer und HunderttausendeVertriebener) verfolgt worden.
Das ICC hat die Anklage gegen sie in Den Haag fallengelassen, aber nach Ansicht vieler kenianischer Beobachter haben die beiden seitdem ein gewisses Misstrauen gegenüber Organisationen der Menschenrechte, national oder international, deren Berichte über politische und ethnische Gewalt die ICC Untersuchung neu antreiben könnte.
© 2017 AFP

2. Korruption, Politik und Mord: Anatomie eines Verbrechens in Kenia LESEN
23/06/2016 11:00 – Von Tristan MCCONNELL – AFP
An einem regnerischen Abend Anfang Mai wurde ein prominenter Kenianer Geschäftsmann, der zu einem virulenten Kritiker der Regierung geworden war, in seinem gepanzerten Mercedes auf einer belebten Straße in Nairobi tot aufgefunden, erschossen mit fünf Kugeln in Brust, Hals und Arm.
In einem Land, dessen Geschichte mit politischen Morden einhergeht, wurde der Mord an Jacob Juma in der Mitte seiner vierziger Jahre schnell für einen Vertrag gehalten, um ihn ruhig zu stellen. In vielerlei Hinsicht zeigt die Laufbahn des Opfers, sein Aufstieg und sein Tod, die dunkle Seite einer Welt ohne Gnade am Zusammenfluß von Politik und Wirtschaft.
Jacob Juma, das ist die Geschichte eines bescheidenen, aber intelligenten jungen Mannes, dem es mit Klientelismus gelingen wird, gute politische Verbindungen aufzubauen und durch Korruption verdorbene öffentliche Aufträge zu gewinnen. Nach gemachtem Glück findet er sich auf einmal von einem potenziell lukrativen Bergbaumarkt ausgeschlossen wieder, in dem er fast alles verloren hat, und wirft sich dann in Korruptionsanklage und Regierungskritik, so zart wie ein Bulldozer.
Juma ist “eine Kakerlake, die Bitterkeit in eine Trumpfkarte für diejenigen verwandelt hat, die gegen die Korruption kämpfen”, sagte John Githongo, der bekannteste Anti-Korruptions-Aktivist des Landes. “Er ist ein Lieferant geworden von vertraulichen Dokumenten für das Schatzamt, von Informationen, Geschichten und Klatsch”, fügte er hinzu.
In Kenia kennt Korruption traditionell eine Spitze bei bevorstehenden Wahlen. Und fast ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl August 2017 tobt das Fieber bereits.
Für die größten Pessimisten ist der Mord an Juma nichts als das Heben des Vorhangs eines gewaltreichen Wahljahres. In Nairobi haben mehrere westliche Diplomaten Sorgen über eine Wiederholung des 2007-2008-Szenarios, als mehr als 1.100 Menschen in Wahlgewalttätigkeiten getötet wurden.
– Von Armut zum bling bling –
Juma’s Schicksal verdankt viel seiner Begegnung mit Cyrus Jirongo, einem Geschäftsmann und Politiker aus dem gleichen Stamm (Luhya) und dem gleichen Kreis im Landeswesten (Bungoma), der sein Mentor wird.
Herr Jirongo nimmt Jacob auf, zahlt seinen Schulunterricht und lehrt ihn die Feinheiten der Wirtschaft und Politik. Juma knüpft dann wertvolle Freundschaften mit Anhängern des damaligen Präsidenten Daniel arap Moi, und gewinnt seine ersten öffentliche Aufträge in der Asphaltierung von Straßen.
“Wir sahen, dass dies jemand war, der weit gehen würde”, erinnert sich Herr Jirongo. “Er war sehr schlecht angezogen, aber er war voller Selbstvertrauen.”
Der Aufstieg ist schnell und der junge Mann zeigt seinen Reichtum demonstrativ: Luxus-Autos, Markenuhren und maßgeschneiderte Anzüge. “Vor allem wollte er die ganze Welt wissen lassen, dass es ihm gelungen war, dass er es geschafft hatte, aus der Armut entkommen”, sagt Jirongo.
Während dieser Zeit traf Mr. Juma auch William Ruto, einen jungen Mann mit verschlingendem politischen Ehrgeiz, der im Jahr 2013 Vizepräsident wurde. Und dies trotz einer Anklage vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) wegen seiner angeblichen Rolle in der Gewalt von 2007-2008. Seitdem verzichtet der ICC darauf, ihn zu richten.
Juma war laut einem Freund des Verstorbenen, der anonym bleiben möchte, keine Unterstützung für Herrn Ruto, aber er dachte, ihn zu kennen würde die Kontrolle einer Niobmine an der Küste Kenias garantieren, einem seltenen Metall.

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Stattdessen wird seine Lizenz für ungültig erklärt. “Er weigerte sich, einige Mitglieder der Regierung von seinem Vertrag auch profitieren zu lassen. Dieser Bergbauvertrag war eine Bruchstelle”, sagte sein Freund. Der ausgeschlossene Juma wird bitter, wütend und gefährlich. “Von dort an konzentrierte er sich auf eine Sache: das Regime vorzuführen.”
– “Todesschwadron” –
Juma spielte also eine Rolle bei der Veröffentlichung von zwei mutmaßlichen Korruptionsskandalen; der bedeutendere betrifft eine Anleihe (Eurobond) von mehr als 2 Milliarden €, im Jahr 2014 vom kenianischen Staat kontraktiert.
Der Geschäftsmann trägt öffentlich das Schwert. In sozialen Netzwerken multipliziert er die Einflüsterungen und beschuldigt namentlich Mitglieder der Exekutive, seine Entsorgung zu schüren.”Verleumderische” Vorwürfe, antwortet die Regierung.
Die Opposition, der Juma nahe stand, hat die Vorwürfe nach seiner Ermordung erneuert: “Der Generalinspektor (Polizei) weiß, wer Jacob Juma getötet hat. Es war eine Todesschwadron (von der Polizei) und. die ist bekannt”, sagte der Oppositionsführer Raila Odinga.
Für Geschäftsfreunde des Verstorbenen ist der Tod von Jacob Juma eine klare Botschaft. “Dies ist eine Warnung an alle“, sagt einer von ihnen: „Du bleibst in deiner Ecke, oder wir werden uns um dich kümmern, ohne Gnade”.
© 2016 AFP

3. Angst vor Gewalt nach Präsidentwahl in Kenia bleibt bestehen LESEN
11. Mai 2017, 12:49 – http://derstandard.at/r652/Afrika
Brüssel/Nairobi – Im August wird in Kenia ein neuer Präsident gewählt. Nach der Wahl 2007 starben über 1.300 Menschen bei Ausschreitungen, 600.000 wurden vertrieben. Die Angst vor Gewalt ist groß, auch wenn es 2013 friedlich blieb. Daher sei es “wichtig, dass die Wahlkommission gute Arbeit leistet”, betonte Canon Peter Karanja, Generalsekretär des “National Council of Churches of Kenya” am Donnerstag in Brüssel.
Die internationale Gemeinschaft müsse daher Druck ausüben, dass die Wahl fair bleibe. Wer die Wahl verliere, müsse das akzeptieren und nicht auf Gewalt setzen, denn “die Kenianer wollen friedliche Wahlen und sehnen sich nach Frieden”, so Karanja bei einem von der NGO “Brot für die Welt” organisiertem Pressegespräch. Auf lange Sicht “müssen aber die ethnischen Konflikte gelöst werden”, denn quasi alle Parteien seien vor allem ethnisch durchsetzt, und die Stämme nutzten die Parteien um ihre Interessen durchzusetzen. Grassierende Korruption Auch seien die Medien in Kenia zum Großteil in der Hand der großen Politikerdynastien, wie den Nachkommen des ersten Präsidenten des Landes Jomo Kenyatta und des zweiten Staatspräsidenten Daniel arap Moi, oder sie seien in Besitz großer Wirtschaftsunternehmen, die sich an der Politik orientierten. “Es gibt keine apolitischen Medien in Kenia”, betonte Karanja. Dennoch sei festzustellen, dass die Medien mittlerweile verantwortungsvoller agierten als vor zehn Jahren, auch wenn sie durchaus eine Agenda hätten.

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Ein großes Problem im Lande sei weiter die grassierende Korruption, “sowohl aufseiten der Regierung als auch aufseiten der Opposition”, sagte Karanja. Die Religion sei hingegen kein Konfliktthema, denn sowohl Christen, Muslime als auch Hindus setzten sich für Frieden ein. Da die Kenianer sehr religiös seien, hätten die Religionsführer mit diesbezüglichen Appellen freilich auch großen Einfluss. Außerdem sei seit 2008 die Zahl der Polizisten von 40.000 auf 100.000 erhöht worden, Ausschreitungen seien auch deshalb unwahrscheinlicher, so Karanja. Investition in Zivilgesellschaft
SPÖ-Europaparlamentarier Josef Weidenholzer betonte, dass “Stabilität nicht durch reine Ausgaben für Sicherheit” hergestellt werden könne, stattdessen sei es wichtig, in die Zivilgesellschaft zu investieren. Der liberal-konservative polnische Abgeordnete Bogdan Wenta hob hervor, dass Kenia mittlerweile über eine sehr progressive Verfassung verfüge, und die EU vor allem über Entwicklungshilfe Einfluss nehmen könne. Die EU wird zu den Wahlen im August etwa 100 Beobachter schicken, die vom Beginn des Wahlkampfs bis zum Ende der Stichwahl etwa zwei Monate vor Ort sein werden, sagte Riccardo Chelleri von der Wahlbeobachtermission des Europäischen Diplomatischen Dienstes (EEAS). Claudia Wiedey, Leiterin der Ostafrika-Sektion des EEAS, betonte, “Kenia ist sehr wichtig für uns, da es ein stabiles Land in einem sehr schwierigen Umfeld ist”. Das Land sei auch ein “Role Model”, da es eines der wenigen demokratischen Länder in der Region sei. (APA, 11.5.2017)

1. Kenya: le pouvoir “hostile” aux défenseurs des droits de l’homme. LIRE
03.05.2017 à 12:00 – AFP
Le gouvernement kényan fait preuve depuis quatre ans d’une “hostilité” affichée envers les défenseurs des droits de l’homme, selon un rapport conjoint de plusieurs ONG qui s’inquiètent de la sécurité de ces militants à l’approche des élections générales du 8 août.
“Ces quatre dernières années, l’administration (du président Uhuru Kenyatta) a montré une hostilité ouverte envers les défenseurs des droits de l’homme, considérés comme des ennemis de l’État au service d’intérêts étrangers afin de déstabiliser le pays”, écrit l’Observatoire pour la protection des défenseurs des droits de l’homme (OBS) dans ce rapport publié mercredi.
“Elle a constamment tenté de saper leur travail pourtant légitime par des mesures de harcèlement judiciaire et administratif et une législation restrictive”, poursuit l’OBS, fruit d’un partenariat entre l’Organisation mondiale contre la torture (OMCT) et la Fédération internationale des droits de l’homme (FIDH).
Intitulé “Élections 2017: les promesses brisées mettent les défenseurs des droits de l’homme en danger”, le rapport détaille sur 50 pages les violences ou pressions dont sont victimes les acteurs de ce secteur au Kenya.
Il revient notamment sur l’enlèvement, la torture et l’assassinat en juin 2016 de l’avocat et défenseur des droits de l’homme Willie Kimani, qui avait suscité un vif émoi dans le pays. Cet avocat défendait un chauffeur de moto-taxi qui accusait devant la justice un policier de l’avoir blessé par balle sans raison. Plusieurs policiers ont été arrêtés dans cette enquête.
Le cas Willie Kimani “n’est que la partie immergée d’un iceberg, celui des violences destinées à faire taire les voix dissidentes et à perpétuer l’impunité et la brutalité de la police et des forces de sécurité de l’État”, ajoute le rapport.
Il détaille également le recours excessif à la force de la police pour empêcher la tenue de manifestations pourtant dûment enregistrées et dénonce une litanie de délits du code pénal – “activités subversives”, “trahison” – souvent en contradiction avec l’esprit de la nouvelle Constitution de 2010 et permettant de poursuivre les activistes devant les tribunaux.
Il insiste notamment sur la nécessité, selon ses auteurs, de l’entrée en vigueur d’un texte de loi, le “Public benefit organisations Act 2013” (PBO), conçu pour créer un climat favorable et plus protecteur aux organisations de la société civile.
Adopté par le Parlement en janvier 2013, deux mois avant l’élection de l’actuel président Uhuru Kenyatta, ce texte est pour l’instant resté lettre morte.
Et les ONG nationales ou internationales travaillant au Kenya sont toujours sous la coupe d’un organisme, le Conseil des ONG (“NGO Board”), aux “pouvoirs discrétionnaires”, qui a multiplié ces dernières années les obstacles administratifs, obtenant le gel des comptes bancaires d’organisations ou bloquant l’attribution de permis de travail à des travailleurs étrangers.
“Alors que les élections prévues le 8 août approchent, une incertitude pèse quant à leur impact potentiel sur la situation des défenseurs des droits de l’homme et des organisations de la société civile”, soulignent également les auteurs du rapport.
Le président Kenyatta se représente aux côtés de son vice-président William Ruto à l’élection présidentielle.
Les deux hommes avaient été poursuivis par la Cour pénale internationale (CPI) pour leur implication présumée dans les violences électorales de 2007/2008, qui avaient fait quelque 1.100 victimes et plusieurs centaines de milliers de déplacés.
La CPI a depuis abandonné les poursuites à leur endroit mais, selon de nombreux observateurs kényans, les deux hommes nourrissent depuis une défiance certaine à l’égard d’organisations des droits de l’homme, nationales ou internationales, dont les rapports sur ces violences politico-ethniques ont pu alimenter l’enquête de la CPI.
© 2017 AFP
2. Corruption, politique et meurtre: anatomie d’un crime kényan LIRE
23.06.2016 à 11:00 – Par Tristan MCCONNELL – AFP
Par une soirée pluvieuse, début mai, un homme d’affaires kényan bien connu, devenu un détracteur virulent du gouvernement, était retrouvé mort dans sa Mercedes blindée sur une artère fréquentée de Nairobi, exécuté de cinq balles dans la poitrine, le cou et le bras.
Dans un pays à l’histoire jalonnée d’assassinats politiques, le meurtre de Jacob Juma, dans sa mi-quarantaine, a rapidement été considéré comme un contrat destiné à le faire taire. A bien des égards, la trajectoire de la victime, son ascension et sa mort illustrent le côté sombre d’un univers sans merci, au confluent de la politique et des affaires.
Jacob Juma, c’est l’histoire d’un jeune homme modeste mais intelligent, qui va réussir, sur fond de clientélisme, à nouer les bonnes connections politiques pour décrocher des marchés publics entachés de corruption. Fortune faite, il se retrouve écarté d’un marché minier potentiellement très lucratif, dans lequel il perd quasiment tout, et se lance alors dans la dénonciation de la corruption et la critique du gouvernement, avec autant de délicatesse qu’un bulldozer.
Juma, c’est “une crapule que l’amertume a retourné en une carte maîtresse pour ceux qui luttent contre la corruption”, explique John Githongo, l’activiste anti-corruption le plus connu du pays. “Il est devenu un pourvoyeur de documents confidentiels pour le Trésor public, d’informations, d’histoires et de ragots”, ajoute-t-il.
Au Kenya, la corruption connaît traditionnellement un pic à l’approche des élections. Et à près d’un an de la présidentielle d’août 2017, la fièvre fait déjà rage.
Pour les plus pessimistes, le meurtre de Juma n’est que le lever de rideau d’une année électorale potentiellement violente. A Nairobi, plusieurs diplomates occidentaux s’inquiètent d’une réédition du scénario de 2007-2008, lorsque plus de 1.100 personnes avaient été tuées dans des violences électorales.
– De la pauvreté au bling bling –
Le destin de Juma doit beaucoup à sa rencontre avec Cyrus Jirongo, un homme d’affaires et politicien issu de la même ethnie (Luhya) et du même comté de l’ouest du pays (Bungoma), qui devient son mentor.
M. Jirongo héberge Jacob, paye sa scolarité et l’initie aux arcanes des affaires et de la politique. Juma noue alors de précieuses amitiés avec des soutiens du président de l’époque, Daniel Arap Moi, et remporte ses premiers contrats publics, le bitumage de routes.
“On voyait que c’était quelqu’un qui allait aller loin”, se souvient M. Jirongo. “Il était très mal habillé mais il était plein de confiance en soi.”
L’ascension est rapide et le jeune homme affiche ostensiblement sa richesse: voitures de luxe, costumes de marque et montres à l’avenant. “Par dessus tout, il voulait que le monde entier sache qu’il avait réussi, qu’il était parvenu à se sortir de la pauvreté”, explique M. Jirongo.
Pendant cette période, M. Juma fait aussi la connaissance de William Ruto, jeune homme à l’ambition politique dévorante devenu en 2013 vice-président du pays. Et ce, en dépit d’une inculpation par la Cour pénale internationale (CPI) pour son rôle présumé dans les violences de 2007-2008. Depuis, la CPI a renoncé à le juger.
Juma n’était pas un soutien de M. Ruto, selon un des amis du défunt qui a requis l’anonymat, mais, pensait-il, le fait de le connaître lui garantirait le contrôle d’une mine de niobium, un métal rare, sur la côte kényane.
Au lieu de cela, sa licence d’exploitation est annulée. “Il avait refusé de faire profiter du marché certains membres du gouvernement. Ce contrat minier fut un point de rupture”, explique son ami. Ecarté, Juma devient amer, en colère et dangereux. “A partir de là, il s’est concentré sur une seule chose: exposer le régime”.
– “Escadron de la mort” –
Juma joua ainsi un rôle prépondérant dans l’émergence sur la scène publique de deux scandales présumés de corruption, dont le principal porte sur un emprunt obligataire (Eurobond) de plus de deux milliards d’euros contracté en 2014 par l’Etat kényan.
L’homme d’affaires porte le fer publiquement. Sur les réseaux sociaux, il multiplie les insinuations et accuse nommément des membres de l’exécutif de fomenter son élimination. Des allégations “diffamatoires” selon le gouvernement.
L’opposition, dont Juma était proche, a renouvelé ces accusations après son meurtre: “L’inspecteur général (de la police) sait qui a tué Jacob Juma. C’était un escadron de la mort (au sein de la police) et il est connu”, a déclaré le chef de l’opposition Raila Odinga.
Pour les amis businessmen du défunt, la mort de Jacob Juma est un message clair. “C’est un avertissement pour chacun d’entre nous, affirme l’un d’eux: +Vous restez dans votre petit coin ou nous nous occuperons de vous, sans pitié+”.
© 2016 AFP

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Ägypten: Korruption noch stark verbreitet

Egypte: la corruption encore bien enracinée

In Ägypten ist die Geißel der Korruption nach wie vor verwurzelt
2017.04.15 um 14:00 Uhr – von Maram MAZEN – AFP
Als Hassan in Ägypten ein neues Immobilienprojekt starten wollte, und zwar ohne Zahlung von Bestechungsgeldern, drohten Gemeindeführer ihm, das Verfahren zu blockieren, sogar bis zur Behauptung, dass sein Land archäologische Schätze verbergen könnte. Der Hersteller hatte keine andere Wahl, als zu nachzugeben. „Jeder Schritt kostet Geld“, klagte Hassan, der unter einem Pseudonym spricht…..
AUF DEUTSCH (VON MIR ETWAS VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITERLESEN UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

En Egypte, le fléau de la corruption encore bien enraciné
15.04.2017 à 14:00 – Par Maram MAZEN – AFP
Quand Hassan a voulu lancer un nouveau projet immobilier en Egypte, sans payer de pots-de-vin, des responsables municipaux ont menacé de bloquer les procédures, allant même jusqu’à avancer que son terrain pouvait recéler des trésors archéologiques. Le constructeur n’a eu d’autre choix que de céder. “Chaque étape coûte de l’argent”, déplore Hassan, qui s’exprime sous un pseudonyme.

Verlassene Rohbauten am Stadtrand von Kairo – PHOTO afp.com by MOHAMED EL-Shahed
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Afrikanische Flüchtlingslager: der informelle Immobilienmarkt in Kenia

Kenya’s black market in “refugee real estate”
Au Kenya, le marché immobilier informel des camps de réfugiés

TOP PHOTO by Will Swanson/UNHCR

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DEUTSCH Unsere Übersetzung – LESEN
Kenias Immobilien-Schwarzmarkt in den Flüchtlingslagern
OXFORD / KAKUMA, 2. Mai 2017 – von Cory Rodgers http://www.irinnews.org/
Das informelle System des Besitzes von Unterkünften, das in Flüchtlingslagern in Kenia und anderswo entstanden ist, hat die unternehmerische Tätigkeit aufblühen lassen, aber es ist auch unreguliert, korrupt und bringt einige Flüchtlinge in die Gefahr, alles zu verlieren.
“Es war mehr als nur unsere Einnahmequelle. Es war der Ort, das wir unser Zuhause nannten. Und jetzt, nachdem sie es uns abgenommen und weggegeben haben, ist es nur ein Ort, um billiges Ugandabier zu verkaufen.”
Daniels E-Mail lässt eine bittere Niederlage anklingen. Er hat ein Foto von sich selbst beigefügt, auf dem er stolz vor seiner Unterkunft / seiner Druckwerkstatt steht, die er und seine Frau in einem der Kakuma-Flüchtlingslager im nordwestlichen Kenia betrieben. Das Unternehmen fand vor kurzem ein abruptes Ende, als Daniel von seinem Vermieter wegen “Mietverzugs” angeklagt wurde, von der Polizei aufgegriffen, weil sie die Unterkunft nicht verlassen hatten, vertrieben, verhaftet und schließlich freigelassen wurde, ohne dass man ihnen eine neue Unterkunft zugewiesen hätte.
Die sonnenüberflutete Straße, in der das alte Heim von Daniel liegt, wimmelt von Aktivitäten. Händler, Fahrradmechaniker und Friseure quatschen geschäftig mit ihren Kunden und Freunden. Ein lärmender Diesel-Generator rumpelt im Hintergrund und liefert Strom für die Häuser und Geschäfte drumherum. Man ist weit von dem Bild entfernt, das man sich im Allgemeinen von Flüchtlingslagern macht: untätige Hilfe-Empfänger in Zelten.
“Wir ernten keine riesigen Gewinne”, sagt Abdul, der in den späten 1990er Jahren aus Somalia geflohen ist und nun in Kakuma ein Kino und Stromerzeugungsdienst betreibt. “Wir kämpfen, um unser Leben zu bewältigen, aber wir danken Gott, dass wir nicht betteln und andere bitten müssen, unser Leben für uns zu managen.”
Die ersten Flüchtlinge kamen vor mehr als 25 Jahren in Kakuma an und nach der letzten Zählung beherbergen die Lager nun 155.000 Menschen. Die UN-Flüchtlingsagentur UNHCR liefert keinen Strom und nur sehr begrenzte Brennholz-Rationen. In den letzten Jahren wurde das Welternährungsprogramm (WFP) gezwungen, die monatlichen Nahrungsmittelrationen um fast die Hälfte zu reduzieren. Eine informelle Lagerwirtschaft hat sich entwickelt, um die Lücken in den Hilfsleistungen zu füllen und ein lebenswichtiges Minimaleinkommen für Lagerbewohner zu bieten.
“Als alleinstehende Mutter brauchte ich mehr als das von der UNO ausgegebene Essen”, erklärt Axlam, eine somalische Frau, die in Kakuma lebt. “Also kam ich auf die Idee, Kekse zu backen und zu verkaufen.” Ihr Einkommen aus dem Verkauf der Kekse bedeutet, dass sie Extranahrung sowie Schulbedarf und Medikamente für ihre Kinder kaufen kann.
Die meisten Lager-Unternehmen – Restaurants, Friseursalons und sogar ein Internet-Café – werden in modifizierten Hütten, die ursprünglich als Unterkünfte gebaut wurden, betrieben. Jedem Neuankömmling wird eine Unterkunft kostenlos zugeteilt, zufällig je nachdem, wo grade Platz zur Verfügung steht. Aber der Standort ist vor allem für Unternehmerinnen wie Axlam wichtig: der Handel floriert am besten in der Nähe der Marktzonen und der Hauptallee.

FOTO UN: Ein improvisierter Friseurladen im Lager Kakuma
Als Daniel vor vier Jahren ankam, nachdem er vor politischer Verfolgung aus Äthiopien geflohen war, wurde ihm eine Unterkunft in dem relativ entfernten Lager Kakuma 3 zugeteilt. Daniel brauchte Geld für Medikamente, seine Frau litt an einer chronischen Nierenkrankheit. Mit dem Ziel, eine kleine Druckwerkstatt auf dem Markt zu eröffnen, wo er einen Kundenstamm und Zugang zu Elektrizität haben würde, traf er eine informelle Vereinbarung mit einem anderen Flüchtling, der in der Marktzone wohnte und seine Unterkunft erweitert hatte. Daniel stimmte zu, ihm 5.000 kenianische Schillinge pro Monat (ungefähr $ 50) für zwei Räume zu zahlen: einen zum Leben und einen für sein Geschäft. Nach dem Erreichen einer Gesamtzahlung von 200.000 kenianischen Schilling ($ 1.915) würde die Konzession der Unterkunft auf ihn übertragen werden.
Ein informeller “Immobilienmarkt”
Das UNHCR unterstützt die finanzielle Autonomie der Flüchtlinge. Die Zunahme von Flüchtlingskrisen und die zunehmenden Defizite bei der Geberfinanzierung bedeutet, dass die Förderung der Lebensgrundlage der Flüchtlinge zu einem immer wichtigeren Schwerpunkt der Arbeit der Agentur geworden ist. Aber in Ländern wie Kenia, wo die Gastregierung die Bewegungsfreiheit der Flüchtlinge und das Recht auf Arbeit einschränkt und die Mehrheit der Flüchtlinge immer noch in abgeschiedene Lager verbannt, steht die Agentur vor einem Dilemma. Der informelle “Immobilienmarkt” in Kakuma steht der Politik des UNHCR über die freie Versorgung mit Unterkünften entgegen, aber ohne jede offizielle Möglichkeit, einen Platz für Geschäfte zu erwerben, ist es die einzige Option für Unternehmer in den Lagern.
Dieses Phänomen gibt es nicht nur in Kakuma. In den Flüchtlingslagern in Uganda haben Regierungsbeamte sich beschwert, dass vor dem Auszug einige Flüchtlinge ihre Parzellen an andere Flüchtlinge verkaufen. Im Lager Nakivale verkaufen zum Beispiel Somalis Konzessionen von landwirtschaftlichen Parzellen*), um Startkapital für ein Geschäft in Kampala zu bekommen. In den Lagern, die von der UNRWA (UN-Agentur für palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten) im Libanon verwaltet werden, hat Rayyar Marron das informelle Immobiliensystem unter palästinensischen Flüchtlingen beschrieben. Ein ähnliches System arbeitet im Lager Zaatari in Jordanien, wo die Unterkünfte im Champs-Élysée-Marktgebiet hohe “Mieten” abwerfen.
Das informelle System macht es aktiven Lagerbewohnern möglich, ihren Lebensunterhalt zu gewinnen. Und das Einkommen aus Verkäufen von Unterkünften und Geschäften kann es bestimmten Flüchtlingen erleichtern, ihre Rückführung oder die Reise in Umsiedlungsländer zu finanzieren.
Aber dieser Immobilienschwarzmarkt schürt auch Streitigkeiten und Korruption.

FOTO UNHCR: Eine somalische Flüchtlingsfamilie lässt sich vor ihrem Laden im Lager Kakuma
fotografieren

Flüchtlinge, die Kakuma verlassen, müssen ihre Unterkunft an die Abteilung für Flüchtlingsangelegenheiten der Regierung (DRA) übergeben – vor kurzem als das Sekretariat für Flüchtlingsangelegenheiten umstrukturiert – für die Wiederzuteilung. Aber viele Flüchtlinge ziehen nach Nairobi, ohne die DRA zu benachrichtigen und andere zahlen “Gebühren” an DRA-Mitarbeiter, um ihre Unterkunftsregistrierung zu behalten. Flüchtlinge, die in ein Drittland umgesiedelt werden sollen oder nach Hause zurückkehren, “verkaufen” ihre Unterkunftsräume an andere Flüchtlinge, bevor sie abreisen. Ein Bestechungsgeld wird an jemanden bei der DRA bezahlt, der die Registrierung an den Käufer überträgt.
Daniel hatte seine vertragliche Zahlung von 200.000 kenianischen Schilling fast abgeschlossen, als sein “Vermieter” nach Nairobi zog und – da er Geld brauchte – beschloss, die Unterkunft einem anderen Flüchtling zu verkaufen. Daniel wurde aufgefordert auszuziehen, aber weigerte sich. Sein Vermieter legte eine Beschwerde bei der Polizei ein, Geld wechselte den Besitzer, und Daniel wurde aus seiner Unterkunft vertrieben.
Oft versucht das UNHCR, solche Streitigkeiten zu lösen, aber diese Vermittlung ist inoffiziell, und sobald jemand einen Fall bei der Polizei anzeigt, ist die Agentur aus dem Rennen.

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“Die Polizei soll Grundstückskonflikte lösen und den Fall zur Lösung weiterverweisen”, sagt ein Flüchtling mit Erfahrung in Unterkunftstreitigkeiten. “Wenn aber die Polizei Geld im Konflikt sieht, nehmen sie Bestechungsgelder von beiden Parteien. Der Gewinner ist oft derjenige, der mehr bezahlt hat.”
Flüchtlingsunternehmer, die es sich leisten können, höhere Bestechungsgelder zu bezahlen, können ein bedeutendes Portfolio von Unterkünften erwerben, was manche “Flüchtlingsimmobilien-Tycoons” genannt haben.
Schutz von Flüchtlingsvermögen
Im Jahr 2015 unterzeichnete das UNHCR eine Vereinbarung mit der Regierung der Region Turkana, um ein neues Flüchtlingslager in Kalobeyei, nördlich des bestehenden Kakuma-Lagers zu schaffen. Umzüge begannen im vergangenen Jahr. Kalobeyei stellt für das UNHCR einen neuen Ansatz in der Flüchtlingshilfe dar, der die Selbständigkeit von Flüchtlingen und gleichermaßen verarmten Gastgebergemeinden fördert.
Ein UNHCR-Beamter erklärte IRIN, dass die Geschäftsentwicklung im Lager Kalobeyei durch die Erleichterung der informellen Marktaktivitäten erfolgen wird: “Wir wollen, dass sie sich selbst organisieren: die Händler [Flüchtlinge] und die Gastgebergemeinde. Unsere Aufgabe ist es, die Umgebung zu schaffen, damit dies geschieht, indem wir die kommerziellen Räume markieren.”

FOTO UN: Ein Markt im Lager Kalobeyei
Aber die Ermutigung der informellen Handelsaktivitäten ist nicht dasselbe wie der Schutz von Eigentum und Vermögenswerten. Das Fehlen eines Rechtssystems für Flüchtlingseigentum in Kalobeyei kann Flüchtlingsunternehmer veranlassen, sich anfällig zu fühlen und sie davon abhalten, in nicht bewegliche Vermögenswerte zu investieren. Wie Daniel zu IRIN sagte: “Ich hatte einen Plan, aus meiner Werkstatt etwas Großes werden zu lassen. Ich hatte das Potential dafür. Aber wenn ich fürchten muss, dass sie eines Tages kommen und mich hier rausschmeißen … investieren ist dann keine Option mehr. ”
Jeff Crisp, ehemaliger Leiter der Evaluierungs- und Politikanalyse-Einheit des UNHCR, sagte IRIN, dass “unter allen Schutzproblemen, die sich den Flüchtlingen in den Lagern stellen, sind diejenigen, die vom informellen Markt in Grundstücken und Unterkünften herrühren, am wenigsten gut dokumentiert und werden von den humanitären Organisationen am schlechtesten verstanden. “Flüchtlinge müssen viel mehr Aufmerksamkeit erhalten, wenn man will, dass sie ihr volles unternehmerisches Potenzial verwirklichen.”
Doch das UNHCR steht vor einer schwierigen politischen Lage in Kenia. Gefangen zwischen einer lokalen Regierung, die erpicht darauf ist, humanitäre Ressourcen für ihre lokalen Wähler zu verwenden, und einer nationalen Regierung, die versprochen hat, Dadaab – den größten Flüchtlingskomplex des Landes – bis Ende Mai zu schließen, hat das UNHCR sehr wenig Raum, sich für die Rechte der Flüchtlinge einzusetzen. Es gibt auch keinen rechtlichen Rahmen, der es der Agentur ermöglicht, die Nutzung von Land oder Eigentumsfragen zu regeln.
Das UNHCR und Flüchtlingsverteidigungsgruppen drängen nun auf die Einführung eines Gesetzentwurfs, um die derzeitige Flüchtlingsgesetzgebung von Kenia zu aktualisieren. Der Gesetzentwurf sieht Schutz für bewegliches und unbewegliches Vermögen vor und die Schaffung eines Fonds, um Flüchtlinge für legale Eigentümerschaft nach Umsiedlung oder Rückführung zu entschädigen. Aber diese Schutzmaßnahmen würden nicht in Gebieten, die als Lager und Siedlungen bezeichnet werden, anwendbar sein, so dass Flüchtlinge in Lagern ihren Lebensunterhalt weiterhin in der unregulierten informellen Wirtschaft verdienen müssten.
Daniel und seine Frau – jetzt schwanger mit ihrem ersten Kind – wohnen bei Freunden, während sie darauf warten, dass sie eine neue Unterkunft zugewiesen bekommen. Nachdem er drei Jahre Investitionen in der Streitsache mit seinem Vermieter verloren hat, ist Daniel nicht sicher, wie er das Kapital finden soll, um seinen laden wieder zu öffnen.
“Es ist so, als finge ich bei null an. Vielleicht bei weniger als null.”
© 2017 irinnews .org

FRANCAIS Traduction IRIN – LIRE
Au Kenya, le marché immobilier informel des camps de réfugiés
OXFORD/KAKUMA, 2 May 2017 – by Cory Rodgers
Le système de propriété foncière informel qui s’est instauré dans les camps de réfugiés au Kenya et ailleurs a permis l’émergence d’une activité entrepreneuriale. Non réglementé et corrompu, il expose toutefois certains réfugiés au risque de tout perdre.

« C’était plus qu’une simple source de revenus. C’était notre foyer. Maintenant qu’ils l’ont saisi et réattribué, ce n’est rien qu’un endroit qui vend de la bière ougandaise bon marché. »
L’e-mail de Daniel suggère une amère défaite. Il y a joint une photo le représentant, posant fièrement devant l’abri/atelier d’impression qu’il tenait avec sa femme dans l’un des camps de réfugiés de Kakuma, au nord-ouest du Kenya. L’aventure a soudainement pris fin il y a peu : Daniel a été accusé d’impayés de « loyer » par son propriétaire, appréhendé par la police pour n’avoir pas évacué son abri, expulsé, détenu et finalement relâché sans qu’un nouvel abri lui soit attribué.
La rue inondée de soleil de son ancien chez-lui grouille d’activité. Vendeurs, réparateurs de vélo et coiffeurs discutent avidement avec leurs clients et amis. En arrière-fond se fait entendre le fort grondement du groupe électrogène qui alimente les maisons et les commerces alentour. On est bien loin de l’image que l’on se fait d’un camp de réfugiés, peuplé de bénéficiaires de l’aide vivant oisivement sous des tentes.
« On ne fait pas de gros bénéfices », a dit Abdul, qui a fui la Somalie à la fin des années 90 et tient aujourd’hui un cinéma et un service de production d’électricité à Kakuma. « Nous gérons nos vies avec difficulté, mais nous remercions le ciel de ne pas avoir à mendier ou à confier la gestion de notre vie à d’autres. »
Les premiers réfugiés sont arrivés à Kakuma il y a plus de 25 ans. Au dernier recensement, les camps accueillaient 155 000 personnes. L’Agence des Nations Unies pour les réfugiés (HCR) ne fournit pas d’électricité, uniquement de maigres rations de bois de chauffage. Ces dernières années, le Programme alimentaire mondial (PAM) a été contraint de réduire ses rations alimentaires mensuelles de près de la moitié. Une économie informelle s’est développée sur les camps pour combler les lacunes de la distribution d’aide et fournir un revenu minimum vital aux habitants.
« En tant que mère célibataire, la nourriture fournie par les Nations Unies ne suffisait pas », a expliqué Axlam, une Somalienne vivant à Kakuma. « Alors j’ai eu l’idée de confectionner des biscuits et de les vendre. » Les revenus tirés de la vente de biscuits lui permettent d’acheter plus de nourriture, ainsi que des fournitures scolaires et des médicaments pour ses enfants.
La plupart des commerces du camp — des restaurants, des salons de coiffure et même un cybercafé — occupent d’anciens abris reconvertis en boutique. Chaque nouvel arrivant se voit attribuer un abri gratuitement, de façon aléatoire là où il y a une place de libre. Or l’emplacement a son importance, surtout pour les entrepreneurs comme Axlam : les commerces prospèrent à proximité des zones de marché et de l’allée principale.
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http://www.irinnews.org/fr/reportage/2017/05/02/au-kenya-le-march%C3%A9-immobilier-informel-des-camps-de-r%C3%A9fugi%C3%A9s

ENGLISH Original – READ
Kenya’s black market in “refugee real estate”
OXFORD/KAKUMA, 2 May 2017 – by Cory Rodgers http://www.irinnews.org/
The informal system of shelter ownership that has sprung up in refugee camps in Kenya and elsewhere has allowed entrepreneurial activity to flourish, but it is also unregulated, corrupt, and leaves some refugees vulnerable to losing everything.
“It was more than just our source of income. It was the place we called home. And now, after they’ve taken it and given it away, it’s just a place to sell cheap Ugandan beer.”
Daniel’s email suggests bitter defeat. He has attached a photo of himself standing proudly outside the shelter-cum-printing studio he and his wife ran in one of the Kakuma refugee camps in northwestern Kenya. That situation came to an abrupt end recently when Daniel was accused by his landlord of defaulting on his “rent”, charged by the police for failing to vacate the shelter, evicted, detained, and finally released without being assigned a new shelter.
Outside Daniel’s old home, the sun-drenched street is bustling. Sales clerks, bike mechanics, and hairdressers chat busily with customers and friends. A noisy diesel generator rumbles in the background, providing electricity to local homes and businesses. It’s a far cry from the images of idle, tent-dwelling aid recipients that have dominated popular depictions of refugee camps.
“We don’t reap huge profits,” says Abdul, who fled Somalia in the late 1990s and now operates a cinema and electricity-generating service in Kakuma. “We are struggling to manage our lives, but we thank God that we are not begging and asking others to manage our lives for us.”
The first refugees arrived in Kakuma more than 25 years ago and, according to the last count, the camps are now home to 155,000 people. The UN’s refugee agency, UNHCR, provides no electricity and only very limited firewood rations. In recent years, the World Food Programme has been forced to reduce monthly food rations by as much as half. An informal camp economy has developed to fill the gaps in aid delivery and provide a vital income to camp residents.
“As a single mother, I needed more than the food supplied by the UN,” explains Axlam, a Somali woman living in Kakuma. “So, I came up with this plan of baking and selling biscuits.” Her income from selling biscuits means she can buy extra food as well as school supplies and medications for her children.
Most camp businesses – restaurants, barbershops, and even a cyber café – operate out of modified structures originally built as shelters. Each new arrival receives a randomly allocated shelter free of charge, depending on where space is available. But, especially for entrepreneurs like Axlam, location matters: businesses thrive closer to market areas and the main highway.

PHOTO UN: A makeshift barber shop in Kakuma camp
When Daniel arrived four years ago, after fleeing political persecution in Ethiopia, he was allocated a shelter in the relatively remote Kakuma 3 Camp. Daniel needed money to pay for medication for his wife’s chronic renal condition. With the aim of opening a small printing studio in the market, where he would have a customer base and access to electricity, he made an informal agreement with another refugee living in the market area who had expanded his shelter. Daniel agreed to pay him 5,000 Kenyan shillings per month (about $50) for two rooms: one to live in and one for his shop. After reaching 200,000 Kenyan shillings in payments ($1,915), registration of the shelter would be transferred to him.
Informal “real estate” markets
UNHCR supports refugee self-reliance. Multiplying refugee crises and growing shortfalls in donor funding mean that promoting refugee livelihoods has become an increasingly important focus of the agency’s work. But in countries like Kenya, where the host government restricts refugees’ freedom of movement and right to work and where the majority of refugees are still confined to remote camps, the agency faces a dilemma. The informal “real estate” market in Kakuma goes against UNHCR’s policy on the free provision of shelters, but with no formal route to acquire a place to do business, it is the only option for camp-based entrepreneurs.
This dynamic is not unique to Kakuma. In Uganda’s refugee settlements, government officials have complained that before moving, some refugees sell their land allocations to other refugees. Farm plot allocations in the Nakivale settlement, for example, are often sold by Somalis to obtain start-up capital for shops in Kampala. In the camps administered by UNRWA in Lebanon, Rayyar Marron has described the informal real estate system among Palestinian refugees, and a similar system operates in Jordan’s Zaatari camp where shelters in the Champs-Élysée market area command high “rents”.
The informal system makes it possible for industrious camp residents to make a living, and the income from shelter and business sales can make it easier for refugees to fund repatriation or ease the transition to resettlement countries.
But the black market in refugee real estate also foments disputes and corruption.

PHOTO UNHCR: A Somali refugee family posing in front of their shop in Kakuma camp
Refugees leaving Kakuma are required to surrender their shelter to the government’s Department of Refugee Affairs – recently restructured as the Refugee Affairs Secretariat – for reallocation. But many refugees move to Nairobi without notifying the DRA and others pay “fees” to DRA staff to maintain their shelter registration. Refugees about to be resettled to a third country or returning home sometimes “sell” their shelters to other refugees before they depart. A bribe is paid to someone at the DRA who transfers registration to the buyer.
Daniel had nearly completed his 200,000 Kenyan shillings in payments when his refugee “landlord” moved to Nairobi and – in need of money – decided to sell the shelter to another refugee. Daniel was told to leave, but refused. His landlord filed a complaint with the police, money changed hands, and Daniel was evicted from his shelter.
UNHCR often tries to resolve such disputes, but its mediation is unofficial and once someone takes a case to the police, the agency is sidelined.
“The police are supposed to solve land conflicts and refer the case for resolution,” says a refugee with experience in shelter disputes. “However, if the police see money in the conflict, they take bribes from both parties. The winner is often the one who paid more.”
Refugee entrepreneurs who can afford to pay higher bribes can acquire a significant portfolio of shelters, becoming what some have termed “refugee real estate tycoons”.
Protecting refugee assets
In 2015, UNHCR signed an agreement with the Turkana County Government to create a new refugee settlement at Kalobeyei, just north of the existing Kakuma camp. Relocations began last year. Kalobeyei is being billed by UNHCR as a new approach to refugee assistance that promotes the self-reliance of refugees and equally impoverished host communities.
A UNHCR official explained to IRIN that business development at Kalobeyei will occur by facilitating informal market activities: “We want them to do it themselves: the [refugee] traders and the host community. Our job will be to create the environment for this to happen, to demarcate the commercial spaces.”

PHOTO UN: A market at Kalobeyei Settlement
But encouraging informal business activity is not the same as providing protection for property and assets. The lack of a legal system for refugee property in Kalobeyei may leave refugee entrepreneurs feeling vulnerable and wary of investing in non-movable assets. As Daniel told IRIN: “I had a plan to develop my studio into something big. I had the potential for it. But if I fear that one day they will come and force me to leave… you stop thinking about investments.”
Jeff Crisp, former head of UNHCR’s Evaluation and Policy Analysis Unit, told IRIN that “amongst all the protection problems confronting camp-based refugees, those arising from the informal market in plots and shelters are the least well documented and most poorly understood by humanitarian organisations.
“They must be given much greater attention if refugees are to realise their full entrepreneurial potential.”
Yet UNHCR is facing a difficult political landscape in Kenya. Caught between a local government eager to direct humanitarian resources toward local voters, and a national government that has promised to shut down Dadaab – the country’s largest refugee complex – by the end of May, UNHCR has very little space to advocate for refugees’ rights. There is also no legal framework that allows the agency to regulate land use or ownership.
UNHCR and refugee advocacy groups are now pushing for the introduction of a bill to update Kenya’s current refugee legislation. The draft bill includes protections for movable and immovable property, and would set up a trust to compensate refugees for legally held property following resettlement or repatriation. But these protections would not be applicable in areas designated as camps and settlements, leaving camp-based refugees to pursue livelihoods in the unregulated informal economy.
Daniel and his wife – now pregnant with their first child – are staying with friends while they await a new shelter allocation. Having lost three years of investments to the dispute with his landlord, Daniel is unsure how he will find the capital to re-open his studio.
“It is like I am starting from zero. Maybe less than zero.”
© 2017 irinnews.org

=> DAZU STUDIE Universität Oxford u.a.
Refugee Economies: Rethinking Popular Assumptions

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