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Flucht aus Afrika: Unser aller Schande, BLACK or WHITE! – Fuir l’Afrique: notre honte à nous tous

Minidossier Migrations
Jede Woche/chaque semaine: 1500 gerettet/sauvés, 100 ertrunken/noyés, 10.000 Kandidaten
Das Thema ist komplex, Schuldverteilungen sind schnell gemacht. AfrikanewsArchiv2 will und wird das Thema komplex behandeln, braucht aber viel Zeit dafür.
Le problème, les “coupables” étant rapidement définis en noir et blanc, est trop complexe pour le traiter vite fait. AfrikanewsArchiv2 en proposera des regards profonds, mais … au fil du temps.
=> Part II => 17.04.2015
Migrantensterben im Mittelmeer: wieder 450 Tote – à nouveau 450 migrants morts en mer
Des migrants africains juchés sur le grillage de la frontière de l'enclave espagnole de Melilla le 3
Afrikanische Flüchtlinge auf dem Grenzzaun in Mellila
Des migrants africains juchés sur le grillage de la frontière de l’enclave espagnole de Melilla le 30 décembre 2014
afp.com – Blasco de Avellaneda

Abschlag vor Elends-Kulisse - In der spanischen Enklave Melilla grenzt ein Golfplatz an den Zaun der
Abschlag vor Elends-Kulisse: In der spanischen Enklave Melilla grenzt ein Golfplatz an den Zaun der EU-Außengrenze.(Foto: REUTERS)
Un terrain de golf. Où? À Mellila, á coté de la frontière fortifiée de l’Europe

=> => Kommentar, Deutsche Welle: Entscheidet euch endlich!

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Deutsche Texte AFP: Von mir verbesserte Google-Übersetzungen

OSTERN 2015 WIEDER: 1500 GERETTET LESEN
Italiens Küstenwache rettet 1500 Migranten
04.03.2015 http://www.dw.de/un-fl%C3%BCchtlingskommissariat-unhcr/t-17528083
Sie fahren in Nussschalen auf Europa zu – und viele bezahlen dabei mit ihrem Leben. Hunderten Flüchtlingen kam die italienische Küstenwache in letzter Minute zu Hilfe.
Die Marine und die Küstenwache Italiens haben an Ostern weit über 1000 Migranten auf dem Mittelmeer (Archivbild) in Sicherheit gebracht. Allein seit Karsamstag mussten die Rettungskräfte fünf Booten mit Flüchtlingen zu Hilfe eilen, wie die Küstenwache mitteilte.
Insgesamt etwa 1500 Menschen hatten sich von Libyen aus auf den Weg nach Europa gemacht. Drei der fünf Boote gerieten bald darauf in Seenot. Die Menschen riefen per Satellitentelefon um Hilfe.
Vom Boot ins Schiff
Marine und Küstenwache eilten herbei und nahmen die Schiffbrüchigen an Bord. Die Menschen sollten nach Lampedusa und Sizilien gebracht werden. Über ihre eigentlichen Herkunftsländer war zunächst nichts bekannt.
In den ersten beiden Monaten dieses Jahres ist die Zahl der Flüchtlinge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast um 50 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr kamen rund 170.000 Flüchtlinge über Italien in die Europäische Union. Mehr als 3000 verloren bei der Reise über das Mittelmeer ihr Leben.
jj/kle (dpa, rtr)
Melilla: Sie klettern, sie werden weiter klettern 2 Artikel – LESEN
1. Spanische Exklave Melilla: 102 Flüchtlinge klettern über Grenzzäune
30.12.2014 http://www.n-tv.de/politik/
Bei einem Massenansturm auf die spanische Exklave Melilla in Nordafrika klettern über 100 Flüchtlinge über die sechs Meter hohen Grenzzäune. Erst im Juni wurde die Barriere errichtet und wird als “unüberwindbar” angepriesen.
Bei einem neuen Massenansturm von Flüchtlingen auf Melilla sind Dutzende Afrikaner in die spanische Nordafrika-Exklave gelangt. Mindestens 102 Menschen hätten vom Gebiet Marokkos aus die sechs Meter hohen Grenzzäune überklettert, teilte die Vertretung der spanischen Regierung mit. Die Zahl der Migranten, die illegal nach Melilla gelangten, sei damit 2014 auf 2200 gestiegen.
Im Juni waren an der Grenze engmaschige, als “unüberwindbar” geltende Zäune errichtet worden. Die Flüchtlinge hätten Kletterhaken und Schuhe mit Nägeln an den Sohlen benutzt, schrieb die Nachrichtenagentur efe.
Der Ansturm auf die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla hatte in der ersten Jahreshälfte deutlich zugenommen. Am 18. März wurde der bisher größte Zustrom registriert: Damals überwanden rund 500 Migranten die Grenzbefestigungen in Melilla.
In der Nähe der beiden Exklaven leben Tausende notleidende Afrikaner aus Ländern südlich der Sahara und harren auf eine Gelegenheit, nach Europa zu gelangen. Schätzungen gehen von 30.000 bis 80.000 Menschen aus. Wegen des Bürgerkriegs in Syrien kommen seit Monaten auch immer mehr Menschen aus dem arabischen Land dorthin.

2. Flüchtlinge in Afrika: Marokko soll keine Endstation mehr sein
NTV Mittwoch, 26. November 2014
Der Weg afrikanischer Flüchtlinge nach Europa führt oft über Marokko. Doch die letzte Grenze nach Europa überwinden die wenigsten. Viele Flüchtlinge bleiben und leben dort unter prekären Bedingungen. Das soll sich ändern.
In einem Botschafts- und Villenviertel sitzen sechs Schwarzafrikaner vor einem Eingangstor und warten darauf, gehört zu werden. Nach einer langen Reise aus ihren Dörfern sind sie in der marokkanischen Hauptstadt Rabat gelandet. Sie hatten auf ein besseres Leben gehofft, in Europa. Doch vor dem Gebäude der UN-Organisation für Migration (IOM) enden ihre Träume. Sie sind hier, weil sie zurück in ihre Heimat wollen.
Der 28-jährige Justinien aus Kamerun ist einer von ihnen. “Ich träumte einst von einem Leben in Europa, wo ich eine Familie gründen wollte und die Möglichkeit hätte, meine Verwandten in Kamerun zu unterstützen”, sagt er. “Heute träume ich nur noch davon, zurückzukehren. Ich fühle mich krank. Ich möchte wieder ruhig schlafen, ohne mir Sorgen wegen morgen zu machen.”
Migration war für Marokko lange Zeit vor allem ein Sicherheitsthema, zuständig war das Innenministerium. Einwanderer wurden festgenommen und an die Grenze zu Algerien deportiert. Inzwischen bemüht sich das nordafrikanische Land – das ab Donnerstag in Marrakesch Gastgeber eines internationalen Menschenrechtsforums ist – um einen besseren Ruf.
40.000 Gestrandete
Im September 2013 kündigte König Mohammed VI. eine politische Wende an. Er rief die Regierung zu Gesetzesinitiativen auf: zu Einwanderung, Asyl und Menschenhandel. Jetzt liegen einige Gesetze im Parlament. Internationale Organisationen begrüßen das, warten aber noch auf die Umsetzung. Immerhin können sich Einwanderer jetzt schon bei den Behörden melden und eine Aufenthaltserlaubnis beantragen.
Für den Großteil ist Marokko ohnehin nur Transitland. Die meisten Flüchtlinge und Migranten kommen aus Ländern südlich der Sahara – insbesondere aus dem Senegal – oder sind Bürgerkriegen wie in Syrien entflohen. Der Innenminister schätzt ihre Zahl auf derzeit 40.000. Ihr Ziel ist in der Regel Europa. “Reisende der Hoffnung” werden die Gestrandeten in Marokko gelegentlich genannt.
Sie leben in den Wäldern vor den spanischen Exklaven Ceuta und Melilla, versuchen regelmäßig die hohen Grenzzäune zu überqueren und riskieren dabei ihr Leben. Oder sie sind in den Städten und betteln. Auf den Wegen nach Ceuta – wo nur etwa 20 Kilometer den afrikanischen Kontinent von dem europäischen trennen – sieht man stets wartende Gruppen am Straßenrand.
“Ich habe wieder Hoffnung”
Doch die Grenzanlage ist massiv abgesichert: Stacheldrahtzäune, Infrarotkameras, Bewegungsmelder, Patrouillen der paramilitärischen Guardia Civil. Ceutas Innenstadt ist geprägt von Kathedralen, Plazas, alten Bauten, einer Fußgängerzone, Tapas-Bars und einem Fährhafen mit Verbindungen zum spanischen Festland. Seit Jahresbeginn versuchten 14.000 über die Exklaven nach Spanien zu kommen. 2000 hatten Erfolg.
Die 32-jährige Akossiwa aus Togo kam über Algerien. Sie schaffte es mit vier Kindern zu Fuß nach Marokko, obwohl die Grenze zum Nachbarland dicht ist. Sie zog von Stadt zu Stadt, doch es gelang ihr nicht, sich ein Leben aufzubauen. Nun ist sie in Rabat. Das Rückführungsprogramm der IOM gebe ihr den Mut, in ihre Heimat zurückzukehren. “Ich habe wieder Hoffnung, dort ein ruhiges Leben mit meinen Kindern zu führen”, sagt sie. Nach Europa weiter geht es für Akossiwa nicht – sie hat keinen Flüchtlingsstatus und die Grenzen sind für sie unüberwindbar.
Das IOM-Rückkehrprogramm besorgt – wenn nötig – einmalige Aus- und Einreisepapiere und ein Flugticket und hilft auch in der Heimat bei dem Aufbau eines neuen Lebens. In einem Jahr wurden etwa tausend Menschen auf die Art aus Marokko wieder in ihre Ursprungsländer zurückgebracht. Doch dort erwarten sie womöglich neue Sorgen. Denn nicht selten hatte ein ganzes Dorf Geld zusammengelegt, damit einer – oft der Kräftigste – die Reise nach Europa antreten kann. Die Erwartungen sind hoch. Und sie werden von den Rückkehrern bitter enttäuscht.
Quelle: n-tv.de , Abdel Mohsin al-Hassouni und Mey Dudin, dpa

Marokko: “mehr als hundert” Netze der Schleuserkriminalität im Jahr 2014 demontiert LESEN
Salé (Marokko) (AFP) – 2015.02.10 10.35
Marokko hat im vergangenen Jahr “mehr als hundert Menschenhandelsnetze” nach Europa abgebaut, im Rahmen der Bekämpfung der illegalen Einwanderung, sagte am Montag ein hochrangiger marokkanischer Offizieller.
“Im Rahmen der Bekämpfung von Menschenhandel, haben wir mehr als hundert Netzwerke demontiert” im Jahre2014, sagte gegenüber AFP der beigeordnete Minister beim Minister für Inneres, Charki Draiss.
“Sie beteiligten Marokkaner, aber auch Menschen aus Afrika südlich der Sahara, die Menschenhandel nach Spanien organisierten”, fügte er hinzu.
Mr. Draiss sprach am Rande einer Pressekonferenz über Einzelheiten zu den Ergebnissen der Regularisierungsoperationen, die im vergangenen Jahr durch das Königreich durchgeführt worden waren.
Nach quasi endgültigen Zahlen hat diese beispiellose Kampagne fast 18.000 Migranten regularisiert – rund 16.000 noch einen Monat zuvor -, nach insgesamt 27.332 Anfragen. Nutznießer sind vor allem Afrikaner südlich der Sahara, obwohl 116 Nationalitäten vertreten sind.
Zuvor einfaches Transitland, wird Marokko zunehmend zu einem Aufnahmeland, insbesondere wegen der Wirtschaftskrise in Europa, das nur 15 km entferntliegt hinter der Straße von Gibraltar,.
In der Zwischenzeit verzeichnete das Reich an den spanischen Enklaven Ceuta und Melilla, die einzigen europäische Landgrenzen mit Afrika, “87 Anstürme” im vergangenen Jahr, in denen “mehr als hundert” Mitglieder die Sicherheitskräfte verletzt wurden, bemerkt Charki Draiss.
Um auf diesen Zustrom von Zuwanderern zur gleichen Zeit wie auf NGO-Kritik über Missbräuche zu reagieren, hatte Marokko Ende 2013 eine “neue Migrationspolitik” angekündigt. Neben der Regularisierungsprogramm wird es eine “nationale Strategie” für “eine bessere Integration” implementieren, sagte vor der Presse der Minister für Migration, Anis Birou.
Die von der Regierung im Dezember 2014 angenommene Strategie beinhaltet “11 Aktionsprogramme” auf Bildung, Gesundheit, Wohnen oder Beschäftigung, hat er argumentiert.
“Zur Bildung, zum Beispiel, haben wir ein ganzes Schulförderprogramm, denn wir wollen, dass diese Kinder erfolgreich sind in 10 oder 15 Jahren, und Akteure der Gesellschaft und der Wirtschaft unseres Landes”, sagte M . Birou.
© 2015 AFP
“Schockierende” Gleichgültigkeit für die toten Migranten im Mittelmeer LESEN
Genf (AFP) – 2014.12.10 03.27 Uhr – Von David COURBET
Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Zeid Ra’ad Al Hussein, nannte am Mittwoch die Gleichgültigkeit der europäischen Länder gegenüber Migranten, die versuchen das Mittelmeer zu überqueren, “schockierend”, während es im Jahr 2014 eine Rekordzahl von 3419 Toten gab.
“Der Mangel an Interesse, dass wir in vielen Ländern sehen gegenüber dem Leiden und der Ausbeutung dieser verzweifelten Menschen ist erschütternd”, sagte Herr Zeid bei der Eröffnung einer Konferenz in Genf über den Schutz von Migranten auf dem Meer.
Seit Anfang des Jahres versuchten mehr als 207.000 Migranten die Überquerung des Mittelmeeres, eine Zahl fast dreimal so hoch wie der bisherige Rekord im Jahr 2011, als 70.000 Einwanderer ihre Länder während des arabischen Frühlings flohen.
Der Hohe Kommissar warnt: “Die reichen Länder dürfen keine Ghettos werden mit ihren Völkern, die die Augen zu schließen versuchen, um die Blutflecken an ihren Straßen nicht zu sehen”.
Mit Konflikten im Süden (Libyen), Osten (Ukraine) und Südosten (Syrien / Irak) erlebt Europa derzeit die höchste Zahl der Ankünfte auf dem Seeweg.
Fast 85% der Abfahrten gehen von der libyschen Küste, um Italien und Malta zu erreichen.
Die meisten dieser in Italien eingetroffenen Migranten sind in diesem Jahr Syrer (60.051) und Eritreer (34.561).
– “Wir würden an ihrer Stelle das Gleiche tun” –
Der UNHCR hat das Management der Migration in den reichen Ländern kritisiert und bedauert, dass einige Regierungen sich mehr darauf konzentrieren, Ausländer außerhalb ihrer Grenzen zu halten als auf die Beachtung des Asylrechts, während viele Kinder, Frauen und ältere Menschen auf überlasteteten Booten treiben.
“Wenn heute ganze Familien ihr Leben auf See riskieren, dann weil sie schon alles verloren haben und sie glauben, es ist der einzige Weg, um sicher zu sein”, sagte António Guterres, UN -Commissioner für Flüchtlinge.
“An ihrer Stelle würden wir wahrscheinlich dasselbe getan haben und vielleicht kann das einfache Bewusstwerden für unsere gemeinsame Menschlichkeit uns leiten, gute Entscheidungen als Reaktion zu machen”, fügte Herr Zeid hinzu.
Allein Italien hat in diesem Jahr bereits 150.000 Migranten aus dem Mittelmeer gerettet durch die Operation “Mare Nostrum”, aber beschlossen, sie zu beenden, wegen der fehlenden Unterstützung durch die europäischen Partner.
Einige von ihnen tragen nun schließlich bei zu einer neuen Operation, genannt Triton, die allerdings auf die Überwachung der Außengrenzen der EU im Mittelmeer begrenzt wird.
Trotz des Endes der Operation sagte der Kommandant der italienischen Marine, Admiral Giuseppe De Giorgi, am Mittwoch in Genf, dass Patrouillen weiterhin Menschenhändler verfolgen werden. “Das Mittelmeer darf kein Meer des Todes werden, und wir als Seeleute dürfen niemanden im Stich lassen.”
“Gewichtigere” Maßnahmen gegen Menschenhändler müssen getroffen werden, hat gesagt. Er schätzt, dass die internationale Gemeinschaft sich mehr bei den Herkunftsländern zu engagieren habe, insbesondere durch Unterstützung von Libyen, die Kontrolle über sein Hoheitsgebiet und eine bedeutende Marinepräsenz im Meer mit internationaler Unterstützung wieder zu erhalten.
– Rekordzahl von Meeres-Migranten –
“Sie können keine Abschreckung nutzen, um eine Person zu hindern zu fliehen, um ihr Leben zu retten, außer durch eine Erhöhung der Gefahr,” sagte Guterres, für den diese Leute “keine Hoffnung” suchen, aber diese Reise “aus Verzweiflung tun. ”
Wenn das Mittelmeer “der tödlichste Straße der Welt” ist, so UNHCR, ist sie jedoch nicht die einzige. Mit denen des Mittelmeeres haben mindestens 348.000 Migranten in der ganzen Welt seit Anfang Januar die Überquerung eines Meeres versucht, ein nie dagewesener Spitzenwert.
UNHCR zählte 540 Opfer unter den rund 54.000, die den Golf von Bengalen in Südostasien zu überqueren versuchten, meist aus Bangladesch und Burma nach Thailand oder Malaysia.
Im Roten Meer und Golf von Aden wurden mindestens 242 Menschen getötet, während in der Karibik die Zahl der Todesfälle oder Verschwundenen Anfang Dezember bei 71 lag.
© 2014 AFP
Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) lanciert den Ersten Europäischen Mauerfall AKTION – KENNENLERNEN
Aktionskünstler nehmen 25 Jahre Mauerfall zum Anlass, die europäischen Außengrenzen abzubauen
Freiwillige werden am Freitag, 7. November mit Bussen zur EU-Außenmauer in Südosteuropa gebracht. Anmeldung und Crowdfunding sind eröffnet!
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen ein Stück europäischer Außengrenze als Souvenir mit nach Hause
Installation „Weiße Kreuze“ aus Regierungsviertel geflüchtet

Berlin, 3. November. Das Zentrum für Politische Schönheit startet ab sofort eine Initiative für den Ersten Europäischen Mauerfall. Während ganz Deutschland dem Fall der deutschen Mauer vor 25 Jahren gedenkt, stehen neue Mauern in Europa, an denen konservativen Schätzungen zufolge im selben Zeitraum 30.000 Menschen ertrunken, verdurstet oder auf andere Weise ums Leben gekommen sind.

Aufgrund dieses Missstandes ermöglicht das ZPS den Ersten Europäischen Mauerfall der Geschichte. Durch Crowdfunding werden ab sofort Busse finanziert, die Freiwillige am 7. November an die EU-Außengrenzen fahren, um diese gemeinsam zu öffnen. Interessenten können sich ab sofort unter www.europaeischer-mauerfall.de anmelden. Abfahrt ist Freitag um 13 Uhr vor dem Maxim Gorki Theater in Berlin. „Gedenken wir nicht der Vergangenheit, gedenken wir der Gegenwart – und reißen die illegalen EU-Außengrenzen ab. Nicht mit warmen Worten, sondern mit Bolzenschneidern“, erklärt Philipp Ruch vom ZPS.

Die Künstlergruppe eröffnet mit der Aktion das Festival Voicing Resistance am Gorki Theater und präsentiert einen Gegenentwurf zur etablierten Gedenkkultur Deutschlands. Während das ganze Land der Vergangenheit gedenkt, fährt sie mit dem passenden Werkzeug im Gepäck an die EU-Außengrenze, um die Wiedervereinigung der Menschheit zu ermöglichen. Auf der Crowdfunding-Seite zur Aktion heißt es: „Helfen Sie mit beim Abriss der europäischen Außengrenzen. Der europäische Vorhang muss fallen!“

„25 Jahre nach dem Fall der Mauer wird Europa militärisch abgeriegelt. Während in Berlin Ballons in die Luft steigen und die üblichen nostalgischen Reden gehalten werden, bringt die deutsche Zivilgesellschaft in einem Akt politischer Schönheit die europäischen Außenmauern zu Fall“, so Cesy Leonard, Chefin des Planungsstabs. „Hundertausende Menschen sehnen sich nach einem neuen Mauerfall. Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls machen wir ihn möglich.“

Übrigens: Die Mauertoten sind weg
Die Installation „Weiße Kreuze“, die im Regierungsviertel an die Opfer der Mauer gedachte, wird an den Feierlichkeiten zu „25 Jahren Mauerfall“ nicht teilnehmen. Aufgrund des Nichtgedenkens der Mauertoten an den neuen Mauern der EU sind die Weißen Kreuze in einem Akt der Solidarität aus der Bundesrepublik geflüchtet. Die Mauertoten sind an den EU-Außengrenzen. Sie sind bei ihren Brüdern und Schwestern in den marokkanischen Waldbergen von Gourougou (vor Melilla). Unter Menschen also, deren Leben durch die EU-Außenmauern derzeit akut gefährdet ist.

Über das Zentrum für Politische Schönheit
Das Zentrum für Politische Schönheit ist eine Schmiede für politische Aktionskunst mit „großen Visionen“ (taz) und „drastischen Mitteln“ (Die Zeit) und betreibt seit Jahren eine parallele deutsche Außenpolitik. Zuletzt initiierte sie im Namen der Bundesregierung eine Rettungsaktion für 55.000 syrische Flüchtlingskinder. 2012 lobte sie 25.000 Euro Belohnung für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der Eigentümer des Waffenkonzerns „Krauss-Maffei Wegmann“ führen. Für die neueste Aktion war das ZPS an den Außengrenzen der EU: an der „Eindämmungsanlage“ Bulgariens, in den Waldbergen vor der spanischen Enklave Melilla und am „Schild“ Griechenlands.

Pressekontakt
Zentrum für Politische Schönheit
Sophie Hildebrandt / Rainer Süßmuth
Tel. 0176 25964103

Cesy Leonard
Tel. 0152 5364 8097
presse@europaeischer-mauerfall.de

Pressefotos zum Verbleib der Weißen Kreuze (in den Waldbergen vor Melilla, sowie an den bulgarischen und griechischen EU-Außengrenzen): bilderservice@europaeischer-mauerfall.de

www.europaeischer-mauerfall.de

FOTOS Sehen – Regarder
Foto apa - epa Francisco GuerreroFoto: APA/EPA/FRANCISCO G. GUERRERO
Des membres de la Guardia Civil espagnole aident des migrants à descendre de la barrière entourant l
Mitglieder der spanischen Guardia Civil helfen den Migranten vom Zaun runter. Mellila.
Des membres de la Guardia Civil espagnole aident des migrants à descendre de la barrière entourant l’enclave de Melilla le 30 décembre 2014
afp.com – Blasco de Avellaneda

Des réfugiés débarquent le 15 septembre 2014 sur le port de Brindisi après avoir été sauvés par un n
Flüchtlinge kommen im Hafen von Brindisi an, nachdem sie von einem Schiff der italienischen Marine gerettet wurden
Des réfugiés débarquent le 15 septembre 2014 sur le port de Brindisi après avoir été sauvés par un navire de la marine italienne
afp.com –

Des réfugiés syriens sauvés au large des côtes de Chypre en route vers Nicosie le 26 septembre 2014
Syrische Flüchtlinge, gerettet vor der Küste von Zypern, auf dem Weg nach Nicosia
Des réfugiés syriens sauvés au large des côtes de Chypre en route vers Nicosie le 26 septembre 2014
afp.com – Yiannis Kourtoglou
Des migrants entourés par des gardes marocains sur la frontière avec l'enclave espagnole de Melilla,
Migranten zwischen marokkanischen Wachen nach dem Versuch, Spanien an der Grenze zu der spanischen Enklave Melilla zu erreichen
Des migrants entourés par des gardes marocains sur la frontière avec l’enclave espagnole de Melilla, le 3 avril 2014 après une tentative pour passer en Espagne
afp.com – Blasco de Avellaneda

Des migrants descendent d'un bateau des garde-côtes italien après une opération de sauvetage au larg
Migraten steigen aus einem Rettungsboot der italienischen Küstenwache
Des migrants descendent d’un bateau des garde-côtes italien après une opération de sauvetage
afp

Des migrants syriens à bord d'un navire le 2 janvier 2014 au large de l'Italie
Syrische Migranten an Bord eines Schiffes nahe der italienischen Küste
Des migrants syriens à bord d’un navire le 2 janvier 2014 au large de l’Italie
afp

Des migrants arrivant dans le port de Lampedusa sur un bateau de sauvetage le 5 avril 2015
Italieniches Rettungsboot mit Migranten, in Lampedusa
Des migrants arrivant dans le port de Lampedusa sur un bateau de sauvetage le 5 avril 2015
afp.com –

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PÂQUES 2015 À NOUVEAU: 1500 SAUVÉS LIRE
1.500 immigrés secourus samedi en mer par les secours italiens
06.04.2015 à 10:00 – AFP
Quelque 1.500 immigrés partis de Libye ont été secourus en Méditerranée dans cinq opérations de secours différentes au cours de la seule journée de samedi, a annoncé dimanche un communiqué des garde-côtes italiens.
Quatre bâtiments des garde-côtes et un autre de la Marine militaire sont intervenus après plusieurs appels émanant de téléphones satellitaires, interceptés au Centre national de secours des garde-côtes à Rome. Ils provenaient de trois grandes barques à la dérive au large des côtes libyennes.
Les navires arrivés samedi sur zone ont d’abord secouru des centaines de migrants massés sur ces trois embarcations, avant d’en repérer deux autres en difficulté à quelques milles de distance et de secourir leurs passagers.
Afin d’être en mesure de transborder ces quelque 1.500 immigrés, le centre opérationnel des garde-côtes a dû demander l’intervention d’un navire de la marine militaire, qui croisait non loin.
Les bateaux se dirigeaient dimanche vers les ports italiens de Lampedusa, Augusta et Porto Empedocle.
Trois-cent dix-huit autres immigrés de treize nationalités différentes avaient été secourus par un navire militaire islandais dans le détroit de Sicile et étaient arrivés samedi soir dans le port de Pozzallo.
La situation chaotique sur le territoire libyen a provoqué ces derniers mois une multiplication des départs d’immigrés, pour la plupart d’Afrique sud-saharienne, à partir des côtes libyennes, vers l’Italie.
© 2015 AFP.
Melilla: ils grimpent, ils grimperont LIRE
Espagne: plus de 100 migrants franchissent la frontière grillagée à Melilla
Madrid (AFP) – 30.12.2014 12:46
Plus de 100 migrants sont parvenus mardi à entrer dans l’enclave espagnole de Melilla, tandis qu’une quarantaine est restée juchée plusieurs heures sur la triple barrière grillagée qui la sépare du Maroc, a annoncé la préfecture.
“Au total, 102 immigrants sont parvenus à entrer à Melilla et on les reçoit au Centre d’accueil temporaire d’immigrants” (Ceti), explique la préfecture de cette petite enclave dans un communiqué.
Souffrant d’une “fracture ouverte des tibia et péroné gauches”, l’un d’eux a été transporté vers l’hôpital dans une ambulance de la Croix Rouge, où il doit être opéré, précise-t-elle.
C’est un groupe de “plus de 200 immigrants” en tout qui avait tenté vers 06H00 GMT “de forcer la barrière de Melilla”, équipée d’un grillage spécialement étudié pour empêcher son escalade.
Près de quatre heures plus tard, alors que la moité était passée en Espagne, environ 40 autres immigrants subsahariens restaient juchés au sommet de la barrière grillagée haute de six mètres, selon la préfecture, sous le regard des Gardes civils espagnols venus les intercepter.
Avec les conflits en Syrie, en Irak, au Soudan ou encore au Mali, les tentatives d’entrées se sont multipliées ces derniers mois dans les enclaves de Melilla et de Ceuta, les seules frontières terrestres entre l’Afrique et l’Europe.
Le ministère espagnol de l’Intérieur avait recensé au 16 novembre l’entrée de près de 4.700 immigrants clandestins à Melilla depuis le début de l’année, contre un peu plus de 3.000 pour l’ensemble de 2013.
Certains, comme mardi matin, se lancent en groupe pour franchir la triple barrière grillagée, tandis que d’autres, munis de faux papiers, tentent de se fondre dans le flot de Marocains, dont de nombreux commerçants, qui passent chaque jour la frontière.
Les autorités estiment que 30.000 Marocains, commerçants ou porteurs, viennent chaque jour à Ceuta et Melilla, deux enclaves que le Maroc revendique.
© 2014 AFP
Maroc: “plus d’une centaine” de réseaux d’immigration clandestine démantelés en 2014 LIRE
Salé (Maroc) (AFP) – 10.02.2015 10:35
Le Maroc a démantelé l’an dernier “plus d’une centaine de réseaux de trafics d’êtres humains” vers l’Europe, dans le cadre de la lutte contre l’immigration clandestine, a affirmé lundi soir un haut responsable marocain.
“Dans le cadre de la lutte contre la traite des êtres humains, nous avons démantelé plus d’une centaine de réseaux” en 2014, a indiqué à l’AFP le ministre délégué auprès du ministre de l’Intérieur, Charki Draiss.
“Ils impliquaient des Marocains mais aussi des personnes originaires d’Afrique subsaharienne, qui organisaient les trafics vers l’Espagne”, a-t-il ajouté. Draiss s’exprimait en marge d’une conférence de presse détaillant le bilan de l’opération de régularisations menée l’an dernier par le royaume.
Selon des chiffres quasi-définitifs, cette campagne inédite a permis de régulariser près de 18.000 migrants –ils étaient quelque 16.000 le mois dernier–, sur un total de 27.332 demandes. Les bénéficiaires sont surtout originaires d’Afrique subsaharienne, même si 116 nationalités sont représentées.
De simple pays de transit, le Maroc tend à devenir de plus en plus un pays d’accueil, du fait notamment du marasme économique en Europe, dont il est distant d’à peine 15 km au détroit de Gibraltar.
Dans le même temps, au niveau des enclaves espagnoles de Ceuta et Melilla, seules frontières terrestres européennes avec l’Afrique, le royaume a enregistré “87 assauts” lors de l’année écoulée, durant lesquels “plus d’une centaine” de membres des forces de l’ordre ont été blessés, a relevé Charki Draiss.
Afin de répondre à cet afflux de migrants en même temps qu’aux critiques d’ONG sur des mauvais traitements, le Maroc a annoncé fin 2013 une “nouvelle politique migratoire”. Au-delà du seul programme de régularisations, il va mettre en œuvre une “stratégie nationale” permettant “une meilleure intégration”, a noté devant la presse le ministre en charge de la Migration, Anis Birou.
Adoptée par le gouvernement en décembre, cette stratégie va se décliner en “11 programmes d’actions”, sur l’éducation, la santé, le logement ou encore l’emploi, a-t-il fait valoir.
“Sur l’éducation, par exemple, nous avons tout un programme de soutien scolaire car nous voulons que ces enfants réussissent pour être, dans 10 ou 15 ans, des acteurs de la société et de l’économie du pays”, a expliqué M. Birou.
© 2015 AFP
Indifférence “choquante” pour les migrants morts en Méditerranée LIRE
Genève (AFP) – 10.12.2014 15:27 – Par David COURBET
Le Haut Commissaire de l’ONU aux droits de l’Homme, Zeid Ra’ad Al Hussein, a estimé mercredi “choquante” l’indifférence des pays européens à l’égard des migrants tentant de traverser la Méditerranée, alors qu’un record de 3.419 y ont perdu la vie en 2014.
“Le manque d’intérêt que nous voyons dans de nombreux pays face à la souffrance et l’exploitation de ces personnes désespérées est profondément choquant”, a affirmé M. Zeid à l’ouverture d’une conférence à Genève sur la protection en mer des migrants.
Depuis le début de l’année, ce sont plus de 207.000 migrants qui ont tenté de traverser la Méditerranée, un chiffre presque trois fois plus élevé que le précédent record de 2011 lorsque 70.000 migrants avaient fui leur pays lors du printemps arabe.
“Les pays riches ne doivent pas devenir des ghettos, avec leurs peuples cherchant à fermer les yeux pour ne pas voir les tâches de sang maculant leurs routes”, a avertit le Haut Commissaire.
Avec des conflits au sud (Libye), à l’est(Ukraine) et au sud-est (Syrie/Irak), l’Europe connait actuellement le plus grand nombre d’arrivées par la mer.
Près de 85% des départs s’effectuent depuis les côtes libyennes pour rejoindre l’Italie ou Malte.
La plupart de ces migrants arrivés en Italie cette année sont Syriens (60.051) et Erythréens (34.561).
– ‘Nous ferions la même chose à leur place’ –
Le HCR a critiqué la gestion migratoire des pays riches, regrettant que certains gouvernements se focalisent davantage sur le maintien des étrangers hors de leurs frontières que sur le respect de l’asile alors que de nombreux enfants, femmes et personnes âgées sont à bord des embarcations surchargées.
“Si des familles entières risquent leur vie en mer aujourd’hui, c’est parce qu’ils ont déjà tout perdu et qu’ils pensent que c’est leur seule manière d’être en sécurité”, a expliqué António Guterres, Haut-Commissaire de l’ONU pour les réfugiés.
“A leur place, nous aurions probablement fait la même chose, et peut-être que cette simple prise de conscience de notre humanité commune peut nous guider à faire les bons choix en guise de réponse”, a ajouté M. Zeid.
A elle seule, l’Italie a déjà sauvé 150.000 migrants qui tentaient de traverser la Méditerranée cette année grâce à l’opération “Mare Nostrum” mais a décidé d’y mettre fin,faute de soutien de ses partenaires européens.
Plusieurs d’entre eux ont finalement accepté de contribuer à une nouvelle opération, baptisée Triton qui sera limitée à la surveillance de la frontière extérieure de l’UE en Méditerranée.
Malgré la fin de l’opération, le commandant de la marine italienne, l’amiral Giuseppe De Giorgi, a affirmé mercredi à Genève que des patrouilles allaient poursuivre les trafiquants d’êtres humains. “La mer Méditerranée ne doit pas devenir une mer de la mort et nous, en tant que marins, ne devons abandonner personne”.
Des mesures “plus sévères” devraient être prises à l’encontre des trafiquants, a-t-il dit, estimant que la communauté internationale devait s’engager davantage auprès des pays d’origine, en aidant notamment la Libye à reprendre le contrôle de son territoire et à maintenir une présence navale importante en mer avec un soutien international.
– Record de migrants maritimes –
“Vous ne pouvez pas utiliser des moyens de dissuasion pour empêcher une personne de fuir pour sauver sa vie, sauf en augmentant les dangers”, a affirmé M. Guterres pour qui ces personnes ne cherchaient “pas l’espoir” mais effectuaient ce trajet “par désespoir”.
Toutefois, si la Méditerranée constitue “la route la plus mortelle du monde” selon le HCR, elle n’est pas la seule. Avec ceux de Méditerranée, au moins 348.000 migrants dans le monde ont ainsi entrepris de traverser une mer depuis début janvier, un pic jamais atteint.
Le HCR a dénombré 540 victimes sur les 54.000 ayant tenté de traverser le golfe de Bengale en Asie du sud-est, la plupart en provenance du Bangladesh ou de Birmanie et à destination de la Thaïlande ou de la Malaisie.
En Mer rouge et dans le golfe d’Aden, au moins 242 personnes ont perdu la vie, tandis que dans les Caraïbes, le nombre de morts ou de disparitions signalées s’élevait à 71 début décembre.
© 2014 AFP

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=> DE+FR Rubrik MIGRATIONEN in Afrikanews Archiv No1 2010-2014, ~ 150 posts

Carte donnant les chiffres de passage de migrants et le nombre de mortsCarte donnant les chiffres de passage de migrants et le nombre de morts
afp.com – J-M.Cornu / J.Jacobsen

Zentralafrikanische Republik – Beruhigung, aber Konflikt schwelt weiter – Centrafrique – conflit calmé mais pas résolu

Minidossier 09/2014 – 03/2015
Des soldats de la force africaine en Centrafrique patrouillent dans une rue de Banguin en février 20
Soldaten der afrikanischen Friedenstruppe in Bangui
Des soldats de la force africaine en Centrafrique patrouillent dans une rue de Bangui en février 2014
afp.com – Sia Kambou

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Zentralafrikanische Republik – EU zieht Truppen ab LESEN
Deutsche Welle 13.03.2015 http://www.dw.de/themen/afrika/s-12324
Ein Dreivierteljahr war sie in der Zentralafrikanischen Republik im Einsatz. Nun geht die Europäische Militärmission EUFOR-RCA dort zu Ende. Ihr Kommandant ist zufrieden. Doch der Konflikt ist noch lange nicht gelöst.
Am Sonntag wird der letzte von rund 700 europäischen Soldaten und Polizisten der EUFOR-RCA seinen Rucksack nehmen. Der Einsatz der europäischen Militärmission in der Zentralafrikanischen Republik ist nach elf Monaten zu Ende. Seit ihrem Beginn im April 2014 hatte die Mission das Ziel, die Bevölkerung in dem Bürgerkriegsland zu schützen und humanitäre Hilfe in der Hauptstadt Bangui zu ermöglichen. EUFOR-Kommandant Philippe Pontiès zeigte sich zum Abschluss des Einsatzes zufrieden: “Wir verlassen eine befriedete Stadt, in der ein politischer Prozess in Gang gekommen ist. Die Flüchtlingslager leeren sich und Binnenflüchtlinge kehren in ihre Heimat zurück. Ich habe den Eindruck, dass unsere Mission erfüllt ist.”
Die letzten Bundeswehrsoldaten hatten das Land bereits im Februar verlassen. Der deutsche Beitrag lag vor allem in der Bereitstellung von Transportmöglichkeiten. Pontiès machte indes deutlich, dass die EUFOR nur eine Übergangsfunktion hatte: “Die Mission hatte den Auftrag, den internationalen Flughafen und Teile von Bangui zu sichern.” Zudem habe sie den Aufbau der UN-Mission MINUSCA unterstützen und dieser zu gegebener Zeit die Verantwortung zu übergeben sollen. “All diese Aufgaben sind mehr oder weniger nach Plan ausgeführt worden”, so Pontiès.
Unsicherheit bleibt
So zufrieden wie der EUFOR-Kommandant sind viele Zentralafrikaner nicht. Das Chaos sei noch nicht vorbei, sagen sie. Mit dem Sturz von Präsident François Bozizé im März 2013 erlebte das Land einen heftigen Bürgerkrieg, bei dem Tausende starben. Zwischenzeitlich war fast die Hälfte der Einwohner auf der Flucht. Eine Reihe afrikanischer und internationaler Truppen war seitdem im Einsatz. Doch auch unter Übergangspräsidentin Catherine Samba-Panza, die im Januar 2014 ins Amt gewählt wurde, bestehen die Spannungen fort – in Bangui wie auf dem Land. “Die Bilanz ist getrübt, sagte ein Passant in Bangui einem DW-Reporter. “Die Unsicherheit und die Auseinandersetzungen halten ja bis heute an.”
“Ich hätte mir gewünscht, dass sie noch bleiben”, kommentiert DW-Hörer Chris den Abzug der EUFOR-Mission, “der Konflikt ist noch lange nicht vorbei.” Er selbst lebt inzwischen im Exil in Ghana. In Bangui lebte er vor seiner Flucht ganz in der Nähe des EUFOR-Hauptquartiers. Zuerst habe er große Hoffnungen in die Truppen gesetzt, sagt Chris. Doch ab einem bestimmten Zeitpunkt hätten sie nicht mehr eingegriffen, wenn es Zusammenstöße gab. Noch immer gebe es Banditentum in Banguis Stadtvierteln, gibt EUFOR-Kommandant Pontiès zu. Doch nun sei der Zeitpunkt, um einen rechtlichen Ansatz zu verfolgen, um diese Banden zur Strecke zu bringen – mit Hilfe der örtlichen Polizei. Die Polizei sei aber zu schlecht ausgerüstet, sagt DW-Hörer Chris: “Sie haben keine Waffen – nichts. Womit sollen sie sich verteidigen, womit sollen sie die Bürger verteidigen?”
Keine wahre Problemlösung
Auch der französische Politologe Roland Marchal hält den Abzug für verfrüht. Ihm geht das internationale Engagement in der Zentralafrikanischen Republik nicht weit genug. “Die Internationale Gemeinschaft träumt nur von Wahlen. Sie glaubt, dass es dann eine legitime Regierung geben wird, die in der Lage sein wird, alle Probleme zu lösen.” Die Voraussetzungen für Wahlen seien aber noch nicht vorhanden, das politische Klima dafür sei noch nicht gegeben.
Das Mandat der EUFOR-RCA sei ein sehr enges gewesen, unterstreicht der südafrikanische Zentralafrika-Experte David Smith im DW-Interview. In dieser Hinsicht sei die Mission erfolgreich gewesen: Indem sie den Flughafen und zwei unruhige Stadtviertel gesichert habe, habe sie den französischen Sangaris-Truppen und den UN-Truppen Gelegenheit gegeben, sich auf den Rest des Landes zu konzentrieren. Auf einer größeren Ebene fällt seine Bilanz weniger optimistisch aus: “Das Land hat noch keinen Frieden”, so Smith. “In zwanzig Jahren hat es unzählige Friedenssicherungsoperationen gegeben, die das Land vorübergehend befriedet haben.” Die Gründe des Konflikts seien aber nie angegangen worden: “Es gibt praktisch keine Infrastruktur, keine Jobs, keine Industrie und kaum medizinische Versorgung außerhalb der Hauptstadt”.
Probleme, die die Zentralafrikanische Republik und die internationalen Akteure dort auch in Zukunft beschäftigen werden. Unter ihnen die UN-Mission MINUSCA – und eine neue Mission der EU: die Europäische Militärische Beratungsmission EUMAM-RCA. Ihr Auftrag soll laut General Pontiès vor allem darin bestehen, die zentralafrikanischen Behörden zu beraten und beim Aufbau der nationalen Sicherheitskräfte zu helfen. Momentan befinden sich zurzeit insgesamt rund 13.000 internationale Soldaten im Land.
Mitarbeit: Danielle Wellignon, Jeff Murphy Barès, Thierry Khondé
Die DW- Redaktion empfiehlt
Die Zentralafrikanische Republik bleibt unregierbar
In der Zentralafrikanischen Republik häufen sich die Entführungen. Jüngstes Opfer ist ein Minister. Das Land sollte längst auf Wahlen und eine nationale Versöhnung hinsteuern. Doch die Lage ist verworren. (31.01.2015)  
Zentralafrikanische Republik: Ein Militäreinsatz macht noch keinen Frieden
Die Zentralafrikanische Republik ringt um den Frieden. Ein Jahr nach Beginn der französischen Militäroperation Sangaris hat das Land noch einen langen Weg vor sich. Der führt über Wahlen. (04.12.2014)  
Zweifel an UN-Mission in Zentralafrika
Die UN übernehmen das Kommando der überforderten Militärmission in der Zentralafrikanischen Republik. Die afrikanischen Truppen bleiben Teil der Mission. Ändern wird sich wenig, fürchten Zentralafrikaner. (15.09.2014)  
Video zum Thema
Keine Befriedung der Zentralafrikanischen Republik
Neue Regierung Sommer 2014 2 Artikel – LESEN
1. Übergangsregierung in Zentralafrika tritt zurück
Bangui (AFP, 05.08.2014) – Knapp zwei Wochen nach Vereinbarung eines Waffenstillstands in der Zentralafrikanischen Republik ist die Übergangsregierung zugunsten eines Friedenskabinetts zurückgetreten. Die Regierung von Ministerpräsident André Nzapayéké sei der Bitte von Übergangspräsidentin Catherine Samba Panza zur Abdankung nachgekommen, erklärte ein Sprecher der Präsidentin in der Hauptstadt Bangui. Der Schritt gehört zu den am 23. Juli in der kongolesischen Hauptstadt Brazzaville getroffenen Vereinbarungen über eine Waffenruhe und eine politische Lösung des Bürgerkriegs.
Wer dem 62-jährigen früheren Bankier Nzapayéké an die Spitze der Regierung folgt, blieb unklar. Samba Panza hatte eine Regierungsumbildung “im Geist von Brazzaville” und ein Kabinett der “nationalen Versöhnung” angekündigt. Ob nun aber die Hauptkriegsparteien, die mehrheitlich muslimische Séléka-Miliz und die überwiegend christliche Anti-Balaka-Miliz, tatsächlich Vertreter in die künftige Regierung entsenden, ist fraglich. Beide Gruppen haben zwar das Abkommen unterzeichnet, sind aber intern gespalten.
Ungeachtet der Waffenruhe lieferten sich Séléka-Kämpfer am Montag schwere Gefechte mit Soldaten der französischen Friedenstruppe “Sangaris” im nördlich gelegenen Batangafo. Nach Angaben eines Vertreters der Friedenstruppe der Afrikanischen Union (Misca) hatten die Milizionäre die Soldaten in einer koordinierten Aktion in einen Hinterhalt gelockt. Mehrere Séléka-Kämpfer seien getötet worden. Erst in der vergangenen Woche hatte es bei Gefechten zwischen verfeindeten Milizionären mindestens 22 Tote gegeben.
Die muslimische Séléka hatte im März 2013 den damaligen Staatschef François Bozizé gestürzt. Der Putsch zog das Land im Herzen Afrikas in eine Spirale der Gewalt zwischen muslimischen und christlichen Milizen. In dem Bürgerkrieg wurden bereits tausende Menschen getötet, fast eine Million Menschen sind auf der Flucht. Auch eine französische Militärintervention und eine Friedenstruppe der Afrikanischen Union konnten die Gewalt nicht in den Griff bekommen.

2. Ein Muslim zum neuen Regierungschef in Zentralafrika ernannt
11.08.2014 Deutsche Welle http://www.dw.de/search/german/zentralafrika/category/9077/
In Chaos und Bürgerkrieg wurde in Zentralafrika erstmals ein Muslim zum Premier bestimmt. Ob er den Hass und die tiefe Spaltung zwischen den religiösen und ethnischen Gruppen überwinden kann, bleibt höchst zweifelhaft.
Die zentralafrikanische Präsidentin Catherine Samba-Panza hat den muslimischen Finanzexperten Mahamat Kamoun zum neuen Ministerpräsidenten ernannt. Das meldete der staatliche Rundfunk in Bangui. Kamoun wird damit Nachfolger des im Rahmen einer Vereinbarung zurückgetretenen André Nzapayéké.
Kamoun arbeitete unter anderem als Berater des Seleka-Rebellenführers Michel Djotodia, später wechselte er dann in den Beraterstab der Präsidentin Samba-Panza, einer Christin. Unter dem früheren Präsidenten Francois Bozizé fungierte er als Generaldirektor des Schatzamtes. Er ist der erste muslimische Premier seit der Unabhängigkeit von Frankreich 1960.
Knapp zwei Wochen nach der Einigung auf einen Waffenstillstand in der Zentralafrikanischen Republik war Nzapayékés Übergangsregierung zugunsten eines Friedenskabinetts abgetreten. Der Schritt gehörte zu den am 23. Juli in der kongolesischen Hauptstadt Brazzaville getroffenen Vereinbarungen über eine Waffenruhe und eine politische Lösung im Bürgerkrieg. Samba-Panza hatte eine Regierungsumbildung “im Geist von Brazzaville” und ein Kabinett der “nationalen Versöhnung” angekündigt.
Ob nun aber die Hauptkriegsparteien, die mehrheitlich muslimische Séléka-Miliz und die überwiegend christliche Anti-Balaka-Miliz, tatsächlich Vertreter in die künftige Regierung entsenden, ist fraglich. Beide Gruppen haben zwar das Abkommen unterzeichnet, sind aber intern gespalten.
Ungeachtet der Waffenruhe lieferten sich Séléka-Kämpfer jüngst wieder schwere Gefechte mit Soldaten der französischen Friedenstruppe “Sangaris” im nördlich gelegenen Batangafo. Die muslimische Séléka hatte im März 2013 den damaligen Staatschef Bozizé gestürzt. Der Putsch zog das Land im Herzen Afrikas in eine Spirale der Gewalt zwischen muslimischen und christlichen Milizen.
SC/ml (afpe, reuters)

Hintergründe 2 Artikel – LESEN
1. Die Zentralafrikanische Republik bleibt unregierbar
Deutsche Welle, Jan 2015 http://www.dw.de/search/german/zentralafrikanische+republik/category/9077/
In der Zentralafrikanischen Republik häufen sich die Entführungen. Jüngstes Opfer ist ein Minister. Das Land sollte längst auf Wahlen und eine nationale Versöhnung hinsteuern. Doch die Lage ist verworren.
Auch Tage nach seiner Entführung am Sonntag (25.01.2014) fehlt jede Spur von Zentralafrikas Minister für Jugend und Sport, Armel Ningatoloum Sayo. Doch Augenzeugen der Tat in der Hauptstadt Bangui hegen keinen Zweifel: Die schwer bewaffneten Entführer gehörten der christlichen Anti-Balaka-Miliz an. “Die ganze Bevölkerung ist Geisel dieser Gruppe”, sagt Kommunikationsminister Victor Waké der DW am Telefon. Mitten in der Hauptstadt würden Menschen auf offener Straße erschossen, empört sich der Minister. Die Täter seien auch hier Anti-Balaka-Kämpfer. Einige tausend dieser Rebellen gebe es noch in Bangui, schätzt Thierry Vircoulon von der Denkfabrik International Crisis Group. Ganze Stadtviertel hätten sie unter ihrer Kontrolle.
Nur wenige Tage vor der Entführung war eine französische Mitarbeiterin einer Hilfsorganisation freigekommen. Mehrere Tage hatten Anti-Balaka-Rebellen sie gefangen gehalten. Auch eine UN-Mitarbeiterin hatten die Rebellen kurzzeitig in ihrer Gewalt. Für Vircoulon sind diese Entführungen kalkulierte Taten: Vermutlich wollten die Rebellen die Freilassung eines ihrer Anführer, genannt Andjilo, erzwingen, den Soldaten der UN-Mission in Zentralafrika (MINUSCA) Mitte Januar festgenommen und nach Bangui überführt hatten.
Flüchtlinge in Not
Seit mehr als zwei Jahren steckt die Zentralafrikanische Republik in der Krise. Ende 2012 hatte das Rebellenbündnis Séléka seinen Vormarsch auf die Hauptstadt begonnen und drei Monate später den damaligen Präsidenten François Bozizé gestürzt. In Reaktion auf die Gewalt der Séléka bildete sich die Anti-Balaka-Miliz. Zwar einigten sich die Konfliktparteien 2014 auf eine Übergangsregierung. Doch auch unter Übergangspräsidentin Catherine Samba-Panza gehen die Kämpfe weiter. Mehr als 450.000 Menschen sind auf der Flucht – viele von ihnen im Norden der Zentralafrikanischen Republik. Dort kämpfen verschiedene Splittergruppen der Séléka gegen die MINUSCA-Truppen und die französische Militärmission Sangaris.
Die Lage der Flüchtlinge sei schwierig, berichtete jüngst die UN-Beauftragte für humanitäre Angelegenheiten in der Zentralafrikanischen Republik, Claire Bourgeois, nach einem Besuch in der Stadt Batangafo. Das Flüchtlingslager in Batangafo sei mit 30.000 Menschen das größte in der Zentralafrikanischen Republik. “Was uns Sorgen macht, ist, dass sich weiterhin Menschen dorthin flüchten”, sagte Bourgeois der Deutschen Welle. Das größte Problem im Lager sei die Versorgung mit Trinkwasser: Es gebe dort nur zwei Brunnen. Zwar habe auch Batangafo funktionsfähige Brunnen. “Doch die Menschen haben Angst, das Lager zu verlassen, um dort Wasser zu holen.”
Trotz Gesprächen: Kein Ende in Sicht
Ein Ziel der Séléka-Rebellen ist es offenbar, die Durchführung von Bürgerbefragungen zu sabotieren. Am Sonntag hatten Rebellen eine Regierungsdelegation in Kaga-Bandoro entführt, die diese Befragungen organisieren sollte – und wenige Stunden später wieder freigelassen. “Unser Problem sind nicht diese Menschen, sondern die Regierung und Samba-Panza”, sagte ein Vertreter der Rebellen später. In den Befragungen soll die Bevölkerung Gelegenheit heben, ihre Sorgen zu formulieren. Sie sind Teil des Fahrplanes, der Anfang 2014 in Brazzaville, der Hauptstadt der benachbarten Republik Kongo, ausgehandelt worden war. Sie sollen die Grundlage für ein nationales Versöhnungsforum bilden, das einen Rahmen für politischen Dialog schaffen soll. Zwar gibt es noch keinen Termin für dieses Forum, doch sollte es vor August dieses Jahres stattfinden. Dies ist der zeitliche Rahmen, den die Vereinten Nationen gesetzt haben, um Wahlen abzuhalten.
In der kenianischen Hauptstadt Nairobi hat es unterdessen einen neuen Anlauf gegeben, die Konfliktparteien zu versöhnen. In Gesprächen, an denen laut DW-Informationen sowohl der gestürzte Präsident Bozizé als auch der ehemalige Séléka-Führer und Putschist Michel Djotodia teilnahmen, einigten sich die verfeindeten Rebellengruppen auf eine Waffenruhe sowie auf Maßnahmen, um die Kämpfer zu entwaffnen und wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Das Abkommen soll jedoch erst gelten, wenn es offiziell unterzeichnet wird. Wann es dazu kommt, ist bislang offen.
In informierten Kreisen bleibt die Skepsis, ob das Nairobi-Abkommen wirklich zu einer Lösung beitragen kann. Die Übergangsregierung fürchte, dass es die bisherigen Übergangsvereinbarungen zunichte machen könnte, heißt es. Das Potenzial dazu ist offenbar vorhanden: In dem Abkommen gehe es unter anderem darum, die Institutionen der Übergangszeit komplett neu aufzustellen und neue Posten zu besetzen, sagte ein Insider, der Einblick in das Dokument hatte, der Deutschen Welle. Außerdem gehe es darum, eine generelle Straffreiheit für alle Kämpfer durchzusetzen. Die Straffreiheit aber sei gerade der Grund, warum das Land von einem Konflikt in den nächsten rutsche. “Das wird die Internationale Gemeinschaft niemals akzeptieren.”
Die DW – Redaktion empfiehlt
Erzbischof von Bangui: “Die Politiker müssen ihre Show beenden”
Die Zentralafrikanische Republik kommt nicht zur Ruhe. Beteuerungen des Friedenswillens der Konfliktparteien seien nur Lippenbekenntnisse, sagt der Bischof der Haupstadt Bangui, Dieudonné Nzapalainga, im DW- Interview. (09.01.2015)  

2. Religious violence and the seeds of hate in CAR
Religiöse Gewalt und die Saat des Hasses in der ZAR
=> Deutsche automatische Google-Übersetzung der Seite
BOSSANGOA, 27 November 2013 (IRIN) – Shocked by an escalation of killings, rapes and other abuses committed by Muslims against Christians, and vice versa, in the Central African Republic (CAR), leading clerics from both faiths recently travelled together to preach peace and listen to tales of horror.  
The level of violence, lawless and impunity that prevails in CAR – where a “human catastrophe of epic proportions is unfolding”, according to Amnesty International – is so great that Archbishop Dieudonne Nzapalainga and Oumar-Kobine Layama, the country’s leading imam, had to travel under an armed escort. 
The latest chapter in CAR’s history of violence began in December 2012, when a coalition of predominantly Muslim rebel forces – known as Seleka – bolstered by mercenaries from neighbouring Chad and Sudan and convicts sprung from prison, advanced southwards, eventually toppling president Francois Bozizé in March. 
In response to the rebellion and the wave of lawlessness that followed the official disbanding of Seleka in September, and in the absence of police or other state security forces, the largely Christian population in villages across the north formed self-defence units called anti-balaka (“anti-machete” in the Sango language.) 
“Now we need to ask ourselves, do we want to push this country towards inter-confessional war, or should people work together and build this country? This is what leaders need to consider,” said Nzapalainga in Bossangoa – 300 km north of the capital, Bangui – where some 36,000 people are seeking refuge in the grounds of the Catholic mission as well as in a school. 
In all, some 400,000 people are displaced in CAR, most of them living in the bush with little access to clean water or humanitarian relief. 
The country had “reached the worst of the worst” in every sense, he said.  
“We’ve never seen people fleeing to a Catholic mission for safety, kids abandoning their schools in their masses, hospitals without medicines, or the Christian and Muslim populations turning against one another,” he said. 
Fears of genocide 
CONTINUE READING AT http://www.irinnews.org/report/99216/religious-violence-and-the-seeds-of-hate-in-car

foto sia kambou afpfoto sia kambou – afp

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Retrait: Bilan mitigé de la mission de l’UE en Centrafrique 2 articles, audios – LIRE, ECOUTER
1. La Force européenne déployée en Centrafrique plie bagages dimanche
par: APA publié le : 13/03/2015 à 14:27 UTC http://fr.starafrica.com/actualites/
« Nous quittons Bangui, en laissant une ville apaisée où les camps des réfugiés et des déplacés se vident de ses occupants », a déclaré le général français Philippe Pontiès, commandant l’opération militaire de l’Union européenne en RCA (Eufor RCA) lors de la dernière conférence de presse de la force déployée dans ce pays en février 2014 pour sécuriser Bangui, la capitale.
Pour le Commandant de cette force, des ‘’avancées significatives » en matière de dialogue et de réconciliation nationale et de préparation des consultations électorales ont été remarquées.
‘’Bangui a retrouvé une certaine sérénité et la vie économique et sociale a repris dans les zones sous contrôle de l’Eufor RCA », s’est-il félicité.
Ces ‘’succès » appréciés par les Centrafricains mais aussi par la communauté internationale, a dit le Général Pontiès, sont le fruit de la coopération entre les différentes forces dans le pays à savoir, Mission internationale de soutien à la Centrafrique sous conduite africaine (MISCA), la Mission multidimensionnelle intégrée pour la Stabilisation en République Centrafricaine (MINUSCA) et les Sangaris.
‘’Si le niveau de sécurité ne cesse de s’accroitre, la criminalité et le banditisme n’ont pas totalement disparu », selon le commandant de l’Eurofor.
Selon le général Pontiès, c’est à la police et la gendarmerie, mais surtout à la Justice de juguler ce fléau.
Eurofor RCA a couté la vie à un soldat français et a ‘’très efficace » pendant les pics de violence des mois d’aout et d’octobre de 2014.
Eufor RCA a été un test d’efficacité et de réactivité pour les Etats membres de l’Union Européenne confrontés à une situation humanitaire et sécuritaire d’urgence.
Car son déploiement n’a pas été très facile puisque certains pays ont désisté à la dernière minute.
Eufor RCA va continuer mais sous une forme de conseil et de formation pour la restructuration des forces de défense centrafricaine.

2. Bilan mitigé de la mission de l’UE en Centrafrique
Deutsche Welle 12.03.2015 http://www.dw.de/actualit%C3%A9s/afrique/s-11551
L’opération militaire de l’Union européenne en RCA touche à sa fin. Lancée en Avril 2014 en soutien à l’opération française Sangaris, elle s’achève le 15 mars. Beaucoup de contingents ont déjà quitté Bangui.
Avec un effectif de 700 militaires au total, dont des gendarmes contre le millier d’hommes initialement prévu, la mission a trouvé du succès auprès de la population à Bangui. Eufor RCA avait deux missions : d’abord contrôler l’aéroport, puis sécuriser deux arrondissements (3e et 5e) de la capitale centrafricaine, les secteurs les plus sensibles qui ont été le théâtre d’affrontements communautaires. Que retenir alors de 11 mois d’opération en Centrafrique ? Cliquez sur la photo et écoutez Jeff Murphy Barès, notre correspondant à Bangui.
Audios sur le sujet
Eufor RCA avait deux missions, centrées sur Bangui  
MMT/ZAR/Eufor – MP3-Stereo

Nouveau gouvernement – été 1014 3 articles, 2 audios – LIRE – ECOUTER
1. Centrafrique: démission du gouvernement, dans la foulée de l’accord de Brazzaville
Bangui (AFP) – 05.08.2014 16:42 – Par Christan Panika à Bangui et Hervé Bar à Libreville
Le gouvernement centrafricain a démissionné mardi, dans la foulée du fragile accord de paix signé fin juillet à Brazzaville et censé relancer une transition politique en panne.
“La présidente de transition (Catherine Samba Panza) a demandé et obtenu du Premier ministre (André Nzapayéké), chef du gouvernement de transition, sa démission et celle de son gouvernement pour permettre la mise en oeuvre effective des engagements du Forum de Brazzaville”, a annoncé un porte-parole de la présidence.
Ces dernières semaines, la présidente avait promis à plusieurs reprises le réaménagement du gouvernement “sur des critères de technocratie, de région et de compétence, mais qui intègrent aussi la dimension politique et les nouvelles donnes issues du forum de Brazzaville”, a expliqué le porte-parole.
“Elle avait annoncé que ledit réaménagement se ferait dans l’esprit de Brazzaville de large ouverture et de réconciliation nationale”, a-t-il rappelé.
Sous la pression des pays de la région et de la communauté internationale, un fragile accord de cessez-le-feu avait été paraphé le 23 juillet dans la capitale du Congo voisin par des chefs de l’ex-rébellion Séléka et des délégués des miliciens anti-balaka, ainsi que par des représentants politiques, religieux et civils.
Cet accord avait été arraché in extremis à l’issue d’un “Forum” chaotique au cours duquel la Séléka s’était d’abord retirée des discussions en exigeant une partition du pays.
Il est le premier accord du genre signé après huit mois de massacres, exactions et pillages qui ont fait des milliers de morts, mis le pays à genou et achevé la faillite totale de l’Etat.
Le Conseil national de transition (CNT), qui joue le rôle de parlement provisoire, était réuni depuis le 1er août à Bangui en session extraordinaire pour étudier le texte de l’accord et auditionner le Premier ministre Nzapayéké.
Aucune indication n’a été donnée quant à la date de la formation du nouveau gouvernement et sa composition. Mais à Bangui, qui connaît une relative accalmie après les violences intercommunautaires de ces derniers mois, beaucoup se demandent si des représentants des groupes armés –ex-Séléka à dominante musulmane et milices anti-balaka majoritairement chrétiennes– qui ont mis le pays à feu et à sang feront leur entrée dans le prochain cabinet.
– Nouveaux affrontements –
En attendant, le cessez-le-feu conclu le 23 juillet semble encore d’actualité, quoique toujours très précaire.
Lundi, de violents affrontements ont opposé pendant près de sept heures combattants de l’ex-Séléka et soldats français de l’opération Sangaris à Batangafo (nord), faisant plusieurs morts parmi les anciens rebelles.
A environ 300 km au nord de Bangui, la ville de Batangafo avait été la semaine dernière le théâtre de violents combats entre Séléka et anti-balaka –premier véritable accroc à l’accord de Brazzaville– qui avaient fait au moins 25 morts.
Malgré la présence de 2.000 hommes de Sangaris et de 6.000 soldats de la force africaine Misca, les tensions restent vives dans plusieurs autres localités, notamment à Bambari (centre-est).
Elles se concentrent aujourd’hui pour l’essentiel dans les zones de contacts entre belligérants, sur un axe qui coupe de facto le pays en deux, avec le Nord-Est encore sous contrôle de l’ex-rébellion musulmane, et le Sud-Ouest où sévissent les anti-balaka.
“Tout le long de cette ligne de démarcation, les groupes de la nébuleuse anti-balaka tentent actuellement de repousser les ex-Séléka vers le nord”, observe une source humanitaire.
Dans le Sud, “l’épuration ethnique des musulmans a déjà eu lieu” en grande partie, et les affrontements intercommunautaires ont donc naturellement cessé, explique cette source.
Les divisions actuelles de la Séléka (dont quelques leaders ont dit ne pas reconnaître l’accord de Brazzaville) et la fragmentation des groupes anti-balaka alimentent par ailleurs toujours la confusion.
A cela s’ajoutent des années de banditisme d’Etat, le pillage des ressources naturelles, le braconnage à une échelle quasi-industrielle, une économie moribonde…. Le lancement mi-septembre d’une opération de l’ONU pourra peut-être suppléer les déficiences de l’Etat et enfin aider à sa reconstruction.
L’arrivée au pouvoir en janvier 2014 de la présidente de transition Catherine Samba Panza “n’a pas permis la relance d’un processus politique qui est bloqué”, déplorait Paris début juillet. La situation politique “s’est nettement détériorée” notait l’ONU.
Sans armée ni véritables forces de l’ordre, la présidente “a échoué à établir son autorité, à faire cesser définitivement les violences, ou à endiguer la corruption”, constate la source humanitaire déjà citée.
Elle peine également à assumer pleinement sa fonction face aux puissants leaders régionaux que sont le président congolais Denis Sassou Nguesso ou le Tchadien Idriss Déby.
Consciente de l’enjeu, Mme Samba Panza s’est engagée la semaine dernière à “faire de Brazzaville le point de départ d’un nouvel élan à la transition”.
© 2014 AFP

2. Centrafrique: un Premier ministre musulman, une première pour sauver la transition
Bangui (AFP) – 10.08.2014 16:14 – Par Christian PANIKA
La présidente centrafricaine Catherine Samba Panza a nommé dimanche un musulman comme nouveau Premier ministre, une première dans l’histoire du pays pour relancer la transition et mettre en oeuvre le très précaire accord de cessez-le-feu signé fin juillet.
Mahamat Kamoun, précédemment conseiller spécial à la présidence, a été nommé Premier ministre par décret présidentiel. De confession musulmane, spécialiste des finances, M. Kamoun avait été directeur général du Trésor sous le président François Bozizé (au pouvoir de 2003 à mars 2013).
C’est la première fois qu’un musulman occupe la fonction de Premier ministre depuis l’indépendance de cette ex-colonie française en 1960.
Minoritaires dans le pays, les musulmans sont aujourd’hui souvent assimilés par leurs concitoyens aux rebelles de la Séléka.
Cette coalition à dominante musulmane, venue des provinces du Nord, s’est rendue coupable d’innombrables exactions contre les populations chrétiennes lors de son passage au pouvoir de mars à décembre 2013, après avoir renversé le président Bozizé.
Affaiblis par l’intervention des forces française Sangaris et africaine Misca, les combattants rebelles s’étaient ensuite retirés vers le nord et l’est du pays, dont ils gardent le contrôle aujourd’hui.
La Centrafrique a connu depuis lors de terribles violences intercommunautaires qui ont fait des milliers de morts et jeté sur les routes des centaines de milliers de déplacés.
Ciblés par les milices anti-balaka, majoritairement chrétiennes, la plupart des musulmans du sud du pays ont fui vers le Nord et l’étranger.
L’arrivée au pouvoir de Mme Samba Panza en février dernier à la faveur du départ de la Séléka, et la mise en place de son gouvernement de transition, n’ont pas permis le retour à la paix ou de remettre sur les rails un Etat en totale décomposition.
Réunis le 23 juillet à Brazzaville pour tenter de relancer cette transition politique, les principaux acteurs de la crise ont accepté au forceps, sous la pression internationale, la signature d’un accord de cessation des hostilités.
Le gouvernement du Premier ministre André Nzapayéké, composé essentiellement de technocrates, a démissionné dans la foulée, à la demande de la présidente qui a promis un nouveau gouvernement de “large ouverture” intégrant “la nouvelle donne” après l’accord de Brazzaville.
– Rassurer les musulmans –
La présence des groupes armés au sein du futur cabinet est l’un des principaux enjeux des discussions en cours, mais elle fait polémique.
Séléka et anti-balaka ont mis en effet le pays à feu et à sang: ils sont accusés de graves exactions et sont considérés, avec la classe politique, comme les principaux responsables de la catastrophe actuelle. Plusieurs de leurs leaders sont sous le coup de sanctions onusiennes et américaines (gel des avoirs et interdiction de voyager).
L’ex-rébellion est à présent affaiblie et fragmentée, divisée notamment entre partisans du dialogue et une frange “dure” qui refuse toute concession et prône la partition du Nord.
Le nouveau Premier ministre Mahamat Kamoun, au profil de technicien, n’est pas membre de la Séléka mais est réputé avoir de l’influence sur certains de ses chefs.
Sa nomination vise sans doute à rassurer la communauté musulmane, calmer les tensions avec l’ex-Séléka et à couper l’herbe sous le pied des tenants de la partition, analyse un bon connaisseur de la scène politique locale.
Du côté de la nébuleuse anti-balaka, réputée proche de l’ancien président Bozizé, l’arrivée au gouvernement de responsables musulmans ou de l’ancienne rébellion était considérée comme inéluctable après Brazzaville. Le véritable enjeu pour ces milices est plutôt leur représentation au sein de la prochaine équipe gouvernementale.
En attendant la distribution des postes, Séléka et anti-balaka restent les principaux fauteurs de troubles sur le terrain.
A Bangui, après des semaines de relative normalisation, des incidents ont éclaté vendredi et samedi entre deux factions rivales des anti-balaka, replongeant la capitale dans les affrontements armés et nécessitant l’intervention des forces internationales.
En province, l’armée française s’est violemment opposée pendant plusieurs jours à des ex-rebelles de la Séléka à Batangafo (nord).
© 2014 AFP

3. Centrafrique: le nouveau Premier ministre fixe ses “priorités”
Bangui (AFP) – 11.08.2014 15:42
Le nouveau Premier ministre centrafricain Mahamat Kamoun, nommé dimanche par la présidente Samba Panza pour relancer la transition, aura pour priorité “la sécurité” et “la restauration de l’Etat”, a-t-il déclaré lundi à Bangui.
M. Kamoun travaillera autour de “quatre axes majeurs”, avec en premier lieu “la sécurité et la restauration de l’autorité de l’Etat”, a-t-il expliqué au cours d’une conférence de presse. “Vous avez les questions d’assistance humanitaire, les défis humanitaires qu’il faut relever. Vous avez aussi la réconciliation nationale. Et la relance économique et des activités dans l’administration, et enfin la préparation des élections” générales en 2015, a énuméré M. Kamoun.
La présidente de la transition Catherine Samba Panza a nommé dimanche M. Kamoun, un musulman, comme nouveau Premier ministre pour diriger la transition, une première depuis l’indépendance du pays.
Spécialiste des finances, conseiller de Mme Samba Panza, M. Kamoun a été directeur général du Trésor sous le président François Bozizé (renversé en mars 2013) et directeur de cabinet de Michel Djotodia, le chef de l’ex-coalition rebelle Séléka à dominante musulmane, au pouvoir entre mars 2013 et janvier 2014.
Le nouveau Premier ministre aura pour difficile mission de relancer la transition politique en panne, et tenter d’obtenir l’application d’un très fragile accord de cessez-le-feu signé fin juillet à Brazzaville sous la pression internationale entre l’ex-Séléka et les milices anti-balaka majoritairement chrétiennes.
Les “priorités restent les mêmes” que celle de la feuille de route élaborée à N’Djamena en janvier 2014 lors d’un sommet des pays d’Afrique centrale, et “validée par l’ensemble de la communauté internationale”, a-t-il rappelé.
“Le dossier sécuritaire est pour nous une préoccupation majeure”, a-t-il insisté: “Comment pouvez-vous être responsable de l’Etat, de cette transition et faire fi de la situation ô combien difficile que vivent les compatriotes à l’intérieur du pays ?”.
“Notre tâche sera de poursuivre dans la direction” déjà prise par le Premier ministre démissionnaire André Nzapayéké, avec comme “objectif immédiat de mettre en place le (nouveau) gouvernement”, a ajouté M. Kamoun.
“Aujourd’hui, nous nous sommes rendus compte qu’il y a des problèmes” à cause du nombre réduit de ministres (20) dans le cabinet sortant, a-t-il expliqué.
“Il faut donc un réaménagement. Il faut revoir ce chiffre à la hausse. Evidemment, les critères budgétaires, de financement restent de taille. Donc je crois que le prochain gouvernement va se situer autour de 25 ou 26 membres”, a-t-il avancé.
“Le gouvernement que nous comptons mettre en place doit compter le maximum d’entités” par souci “d’inclusivité”, toujours selon le Premier ministre.
Dans la foulée de l’accord de Brazzaville, le futur gouvernement devrait compter des représentants des groupes armés, ex-Séléka et anti-balaka.
L’ex-coalition rebelle a cependant prévenu lundi qu’elle ne participera pas au futur gouvernement, son avis n’ayant “pas été pris en compte” par la présidente pour désigner le nouveau Premier ministre.
“Il ne faut pas céder à la manipulation. Ils savent de quoi je suis capable”, a commenté à ce propos M. Kamoun. “Nous allons travailler dans le sens de l’accord de cessation des hostilités qu’ils (les ex-Séléka) ont signé à Brazzaville pour aller progressivement vers la paix”, a-t-il simplement ajouté.
© 2014 AFP

audioDW – Entretien avec le Premier ministre centrafricain http://www.dw.de/popups/mediaplayer/contentId_17846019_mediaId_17846028
audioDW – Pour certains, cette nomination reste imposée de l’extérieur http://www.dw.de/popups/mediaplayer/contentId_17846019_mediaId_17846240

Dessous des cartes 2 articles – LIRE
1. Centrafrique, 54 années tourmentées
Deutsche Welle 08-2014 http://www.dw.de/search/french/centrafrique/category/10261/
Entre violence, velléités séparatistes et tentatives de réconciliation, la République Centrafricaine célèbre ce 13 août le 54è anniversaire de son indépendance. Une courte histoire parsemée de violences.
Depuis qu’il a obtenu sa souveraineté, le pays est confronté à des crises répétitives. A l’origine de cette situation, la lutte pour l’obtention et la gestion du pouvoir. En 54 ans d’indépendance, l’histoire de la Centrafrique est émaillée de transitions politiques difficiles marquée par des affrontements faisant plusieurs morts et déplacés.
Histoire mouvementée
Territoire faisant partie de l’Afrique-Équatoriale française de 1910 à 1960, après son indépendance le 13 août 1960, la Centrafrique a eu à sa tête différents régimes autoritaires. Il y a notamment celui de Bokassa, arrivé au pouvoir après avoir renversé David Dacko. Il s’autoproclamera empereur.
Plus tard, avec le multipartisme, les premières élections libres de 1993 portent au pouvoir Ange-Félix Patassé. Il sera renversé en 2003 par François Bozizé. Après avoir été réélu en 2005 et 2010, il est à son tour renversé en 2013 par la Seleka. Avec ce groupe hétéroclite, fruit d’une alliance entre milices, Michel Djotodia prend le pouvoir.
Mais face à une situation humanitaire et sécuritaire qui vont en se dégradant, il est également contraint de se retirer pour céder la place à l’actuelle présidente de transition Catherine Samba Panza, pour qui l’indépendance est une affaire de tous : « Pour que notre indépendance soit une réalité, nous devons sans relâche nous impliquer dans nos familles, dans nos quartiers, dans nos localités, dans nos villages et dans nos villes pour ramener la paix. »
Transition politique difficile
Depuis son indépendance, l’histoire de la Centrafrique est donc mouvementée et, actuellement, la situation du pays est loin de s’être améliorée. La transition politique qu’assure actuellement Catherine Samba Panza est difficile à gérer avec des milices qui continuent de s’affronter et une intervention armée de la France et de pays africains qui ne permet pas pour l’instant d’y mettre un terme. De plus, il n’est pas non plus certain que la nomination de Mahamat Kamoun au poste de premier ministre suffise à sortir de la crise.

2. Les violences religieuses et les graines de la haine en RCA
BOSSANGOA, 10 décembre 2013 (IRIN) – Choqués par la recrudescence des meurtres, des viols et autres exactions commis par des musulmans contre des chrétiens – et inversement – en République centrafricaine (RCA), les dignitaires de ces deux religions sont partis ensemble sur les routes du pays pour prêcher la paix et prêter l’oreille aux récits d’horreur.
La violence, le désordre et l’impunité ont atteint un tel niveau en RCA – où une « catastrophe humanitaire aux proportions inimaginables se dessine », selon Amnesty International – que l’archevêque Dieudonné Nzapalainga et Oumar Kobine Layama, le plus grand imam du pays, ont été contraints de se déplacer sous escorte armée.
Le chapitre le plus récent de l’histoire de la violence en RCA a débuté en décembre 2012 : une coalition de groupes rebelles majoritairement musulmans – connue sous le nom de Séléka – soutenue par des mercenaires originaires du Tchad et du Soudan voisins ainsi que des détenus libérés de prison a fait marche vers le Sud avant de renverser le président François Bozizé au mois de mars.
En réponse à la rébellion et aux troubles qui ont suivi la dissolution officielle de la Séléka en septembre, et en l’absence d’officiers de police et d’autres forces de sécurité étatiques, les populations, majoritairement chrétiennes, des villages du nord du pays ont constitué des groupes d’autodéfense, les anti-balaka (« anti-machette » en Sango).
« Maintenant nous devons nous demander si nous voulons mener le pays vers une guerre religieuse ou si les gens doivent travailler ensemble à la construction de ce pays. Les dirigeants doivent se poser cette question », a dit M. Nzapalainga à Bossangoa – ville située à 300 km au nord de la capitale, Bangui – où quelque 36 000 personnes ont trouvé refuge dans une mission catholique et dans une école.
En tout, la RCA compte quelque 400 000 déplacés. La plupart vit dans le bush, avec un accès très limité à l’eau potable et à l’aide humanitaire.
Le pays avait « atteint le pire du pire », dans tous les sens du terme, a-t-il dit.
« Nous n’avions jamais vu des personnes prendre la fuite pour trouver la sécurité dans une mission catholique, des multitudes d’enfants quitter leurs écoles, des hôpitaux dépourvus de médicaments ou des chrétiens et des musulmans se monter les uns contre les autres », a-t-il dit.
La crainte du génocide
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http://www.irinnews.org/fr/report/99303/les-violences-religieuses-et-les-graines-de-la-haine-en-rca

=> DE+FR Rubrik ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK – CAR – CENTRAFRIQUE in Afrikanews Archiv No1 2010-2014, ~ 120 posts

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SIPRI: Waffenexporte boomen weltweit – exportations d’armes en hausse – Global arms exports on rise

Algerien und Marokko größte Importeure in Afrika – L’Algérie et le Maroc, les deux plus gros importateurs d’armes en Afrique
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BERICHT SIPRI 2010-2014 – RAPPORT SIPRI – SIPRI-REPORT

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DEUTSCH LESEN
Waffenexport boomt weltweit
Deutsche Welle 16.03.2015 http://www.dw.de/themen/s-9077
Weltweit wird aufgerüstet: Das internationale Friedensforschungsinstitut SIPRI hat neue Zahlen zum Waffenhandel vorgelegt.
Trotz Krisen und Sparmaßnamen besonders in Europa sind die globalen Waffen-Ex- und Importe in den vergangenen fünf Jahren um 16 Prozent gestiegen, so der neue Bericht des Internationalen Friedensforschungsinstituts in Stockholm, SIPRI. Die USA bleiben weltweit größter Waffenexporteur und haben im selben Zeitraum die Exporte um fast ein Viertel erhöht. Doch wo früher dem Export vor allem politisch-strategische Überlegungen zu Grunde lagen, vermutet SIPRI-Autor Siemon Wezeman heute auch noch andere Motive für den steigenden Export.
“Der US-Verteidigungsetat wird zusammengestrichen und die US-Industrie schaut mehr und mehr auf die Export-Möglichkeiten. Nicht nur als einen extra Bonus, sondern als einen ernstzunehmenden Teil des Geschäfts”, so Wezemann, einer der Hauptverantwortlichen für den Bericht.
Punkte wie in einem Computerspiel
Im jährlichen SIPRI-Bericht über die globalen Waffenlieferungen wird der weltweite Handel mit größeren konventionellen Waffensystemen anhand öffentlich zugänglicher Daten analysiert. Kleingerät, Kleinwaffen und Munition gehören nicht dazu – sondern größere Waffensysteme wie Flugzeuge, Schiffe, Flugabwehrsysteme oder Panzer.
Um verschiedene Waffen gegeneinander aufrechnen zu können, werden ähnlich wie in einem Computerspiel Punkte verteilt, denn ein Flugzeugträger und ein Panzer lassen sich kaum vergleichen.
“Grundsätzlich vergeben wir Punktzahlen, die den strategischen Wert der spezifischen Waffe widerspiegeln”, so Wezeman. Somit habe man auch nicht das Problem, dass Waffenlieferungen durchaus sehr schwankende Preise aufweisen. “Dieselbe Waffe kann für ein Land doppelt so teuer sein wie für ein anderes – oder auch verschenkt werden”.
Glaubwürdige Trends
Jan Grebe vom Internationalen Konversionszentrum Bonn, BICC, schätzt die Berichte der Kollegen in Stockholm. Zwar sei die Methode, über offene Quellen zu recherchieren, nicht unumstritten. “Trotzdem geben die Zahlen die Entwicklung auf dem internationalen Waffenmarkt wieder und zeigen Trends und mögliche Gefahrenquellen sehr gut auf”, betont der Rüstungsexperte aus Bonn.
Im Bericht werden Fünf-Jahres-Zeiträume verglichen, um weitgehend kurzfristige Schwankungen auszublenden.
Russland rüstet weltweit auf
Auch im diesjährigen Bericht bestätigen sich die Trends der Vorjahre. Die USA sind auch weiterhin mit Abstand weltgrößter Waffenexporteur, doch in den vergangenen fünf Jahren hat Russland aufgeholt und nochmal 37 Prozent beim Export zugelegt.
“Nach dem Krieg in Georgien 2008 hat die russische Politik ein umfassendes Modernisierungsprogramm für die Industrie, aber vor allem auch für die Armee angestoßen”, betont Rüstungsexperte Jan Grebe vom Bonner Institut BICC.
“Inzwischen hat die russische Regierung mit erheblichen Finanzproblemen zu kämpfen, so dass diese Modernisierungsstrategie nur in Teilen umgesetzt werden kann und in vielen, vielen Bereichen wirklich stockt”, so Jan Grebe, der darin auch den Grund für den Exportvorstoß sieht. Zum einen als Kompensation für die russische Rüstungsindustrie und zum zweiten auch, um finanzielle Mittel für die Entwicklung neuer Technologien von Außen zu bekommen. Märkte, so Jan Grebe, gebe es genug, zum Beispiel in Afrika und Asien oder auch bei Verbündeten in anderen Regionen.
Discounter China
China hat mittlerweile den weltweit zweitgrößten Verteidigungsetat, nur übertroffen von den USA. Doch China rüstet nicht nur zu Hause auf: Die Exporte von konventionellen Waffensystemen sind in den vergangenen fünf Jahren um 143 Prozent gewachsen. Damit ist China heute der drittgrößte Waffenexporteur der Welt und hat die Bundesrepublik vom dritten Platz verdrängt.
“China ist eine Art Discount-Exporteur. Was man aus China kaufen kann, ist oft ein bisschen preiswerter als anderswo”, kommentiert Siemon Wezeman von SIPRI den chinesischen Exporterfolg.
Seit den 1990er Jahren habe China seine Rüstungstechnologie ausgebaut, so Wezeman. Heute sei China eben so weit, dass die Volksrepublik auch auf dem Weltmarkt verkaufen könne, auch wenn die Systeme nicht mit westlicher Technologie vergleichbar seien.
China rüstet nicht nur zu Hause auf: Die Exporte sind in den vergangenen fünf Jahren um 143 Prozent gestiegen
“Vermutlich spielt da auch eine Rolle, dass China, ähnlich wie Russland, etwas lockerer mit Exportgenehmigungen umgeht. Auch wenn es um Länder geht, wo europäische Länder oder die USA zögern würden und sagen, vielleicht nicht jetzt, wegen der politischen Situation im jeweiligen Land”.
“Erbstücke” für Terrormilizen
Generell, so der SIPRI-Experte, sei dem Waffenhandel keine Grenzen gesetzt. “Alle Länder der Welt, egal wie sie sich benehmen, können Waffen kaufen”. Exportrestriktionen seien zwar ehrenwert, aber wo es Käufer gebe, gebe es auch Anbieter.
Nicht nur Länder, sondern auch Terrorgruppen wie der IS oder Boko Haram kommen immer an Waffen.
“Man muss sich immer vor Augen führen, dass Waffen sehr langlebige Güter sind, die eine Lebensdauer von zehn, 15 bis 20 Jahren haben oder länger”, betont Jan Grebe. Als Beispiel nennt er den Fall des Gaddafi-Regimes in Libyen. Danach sei im Prinzip die libysche Waffenkammer geöffnet und die Waffen sowohl in Richtung Mali als auch in den Nahen Osten und Syrien verkauft worden.
Russische Waffen für Separatisten
Eigentlich soll das internationale Waffenhandelsabkommen (Arms Trade Treaty), das am 24. Dezember 2014 in Kraft trat, helfen, den Handel mit konventionellen Waffen besser zu überwachen und kontrollieren. Russland hat den Vertrag zwar nicht unterschrieben, doch:
“Russland hat immer darauf bestanden, dass Waffenverkäufe an nicht-staatliche Akteure illegal seien. Das war auch die russische Position bei den Verhandlungen zum Waffenhandelsabkommen”, erzählt Siemon Wezemann von SIPRI. Es sei zwar schwierig nachzuweisen, dass Russland Waffen an die Separatisten in der Ukraine liefert.
“Doch manche der Waffen, die von den ukrainischen Separatisten eingesetzt wurden, sind so neu, dass sie nur aus Russland kommen können”, sagt Wezeman.
Er betont, dass das Stockholmer Friedensforschungsinstitut auch weiterhin die Spur der Waffen verfolgen wird. “Wir sagen nicht, was gut oder schlecht ist, wir sagen nur: Hier sind die Fakten.“

Die DW-Redaktion empfiehlt
Die politische Rüstungsindustrie
Die großen Rüstungsunternehmen verkaufen vor allem im eigenen Land. Das hat den Umsatz der westlichen Rüstungsindustrie geschwächt und den der russischen gestärkt, berichtet SIPRI. Das letzte Wort hat immer die Politik. (14.12.2014)
China erhöht Rüstungsetat um zehn Prozent
Mit einem deutlich höheren Militäretat treibt die Volksrepublik die Aufrüstung ihrer Armee voran. Die Regierung will den Bürgern so ein Gefühl von Sicherheit geben. (04.03.2015)  
Deutschland genehmigt weniger Rüstungsexporte
Wirtschaftsminister Gabriel will die Genehmigungen für Rüstungsexporte in seiner Amtszeit zurückfahren. Für das Jahr 2014 kann er schon eine erste positive Bilanz ziehen. Neben Lob erntet er damit auch Kritik. (09.02.2015)  
WWW-Links
Der SIPRI-Bericht im Detail
Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI
Das Internationale Konversionszentrum Bonn. BICC
Video zum Thema
Waffenexport boomt weltweit    

FRANCAIS LIRE
La Chine dépasse l’Allemagne et la France comme 3e exportateur d’armes
AFP 16 mars 2015 à 17:00
La Chine a dépassé l’Allemagne et la France pour devenir le troisième exportateur mondial d’armes, selon des statistiques publiées lundi par l’Institut international de recherche sur la paix de Stockholm (Sipri).
Les chiffres, qui portent sur une période de cinq ans (2010-2014) afin de faire apparaître les grandes tendances, montrent que sur le marché de l’armement «les États-Unis ont nettement pris la tête» (31% des exportations) devant la Russie (27%).
Les trois suivants arrivent loin derrière, avec quelque 5% des exportations chacun. D’après le Sipri, «la France aurait été troisième» si elle avait livré fin 2014 un navire Mistral que la Russie n’a pas obtenu du fait du conflit dans l’Est de l’Ukraine.
Trois pays asiatiques rassemblent plus des deux tiers des livraisons à l’étranger d’armement chinois: le Pakistan (41% à lui tout seul), le Bangladesh et la Birmanie. Pékin a aussi commercé avec 18 pays africains sur la période.
La Russie fournit pour sa part en premier lieu l’Inde, premier importateur mondial, dont 70% des importations d’armes sont russes.
Les États-Unis ont la clientèle la plus diversifiée: le premier importateur d’armes américaines, la Corée du Sud, ne représente que 9% du total.
Quant à la France, elle vend d’abord au Maroc (18%) et à la Chine (14%). Le Sipri a relevé que ses «efforts pour augmenter ses exportations d’armes» avaient été couronnés par le contrat passé avec l’Égypte en février.
Parmi les dix premiers exportateurs mondiaux, la Chine (+143% ces cinq dernières années par rapport aux cinq précédentes), l’Ukraine et la Russie sont ceux qui ont connu la plus forte croissance, tandis que les livraisons de l’Allemagne et la France ont reculé.
– L’Inde, premier importateur –
«La Chine est toujours prudente et responsable dans ses exportations d’armes (…) Nous insistons sur certains principes qui sont que ces exportations doivent participer à la capacité du pays importateur à se défendre, et ne pas saper la paix et la stabilité internationales et régionales», a déclaré un porte-parole du ministère des Affaires étrangères chinois, Hong Lei, interrogé sur cette évolution.
Un expert du Sipri, Siemon Wezeman, a noté que l’industrie chinoise avait fait des «progrès énormes» depuis le début du siècle.
«Ils ont fourni un gros effort en embauchant du personnel et en investissant dans la recherche. Aujourd’hui l’armement chinois est bon, pour un prix bas, et pas exagérément compliqué», a-t-il déclaré à l’AFP. «La Chine est aussi très insistante sur le plan commercial. Et elle ne pose pas trop de questions sur les conflits internes et les droits de l’Homme».
Concernant les importations, l’Inde, avec 15% du marché, est loin devant les numéros deux et trois, l’Arabie saoudite et la Chine (5% chacune).
Selon les chiffres du Sipri, les États-Unis avaient en 2013 de très loin le plus gros budget militaire du monde (640 milliards de dollars), devant la Chine, la Russie, l’Arabie saoudite et la France. L’Inde n’a que le neuvième.
Le centre de recherches, qui est principalement financé par le gouvernement suédois, a noté que le volume du commerce mondial d’armes avait augmenté de 16% ces cinq dernières par rapport à la période 2005-2009.
Reparti à la hausse depuis une dizaine d’années, le volume d’armement échangé dans le monde reste encore d’un tiers inférieur à son pic de l’après-guerre, atteint au début des années 1980.
SIPRI : L’Algérie et le Maroc, les deux plus gros importateurs d’armes en Afrique LIRE
Larbi Amine – publié le Lundi 16 Mars 2015 à 15:15 http://www.lemag.ma/
Stockholm : L’Institut international de recherche sur la paix de Stockholm (en anglais, Stockholm International Peace Research Institute – SIPRI) a publié son rapport annuel sur le commerce d’armes dans le monde pour la période 2010 /2014. Sur le continent africain l’Algérie puis le Maroc, en sont les plus gros importateurs.
En effet, le SIPRI a indiqué dans son rapport annuel ‘TRENDS IN INTERNATIONAL ARMS TRANSFERS, 2014′, que l’Algérie est arrivée, durant la période 2010 – 2014, première dans le classement africain des pays les plus gros importateurs d’armes. Elle absorbé 30% des armes vendues en Afrique. Le Maroc arrive juste après elle, au deuxième rang de ce classement, avec l’acquisition de 26% des volumes d’armes vendues en Afrique.
Selon le SIPRI, les importations du royaume en armes se sont multipliées en valeurs, plus de 11 fois, durant la période 2010 – 2014, par comparaison à la période 2005 – 2009. Les importations algériennes plus volumineuses en valeurs financières, ont crû de 3% par rapport à la période précédente.  
Les fournisseurs les plus importants du Maroc en matière d’armement ont été dans l’ordre, la France, les USA et l’Allemagne. Le royaume a été pour la France, entre 2010 et 2014, son premier client, puisque’ il a absorbé 18% de ses ventes.
Pour l’Algérie, ses fournisseurs les plus importants ont été dans l’ordre: L’Italie et la Russie.

SIPRI
Le ‘Stockholm International Peace Research Institute – SIPRI’ est un institut d’études stratégiques fondé en 6 mai 1966 pour célébrer cent cinquante ans de paix ininterrompue en Suède.
Sa tâche est d’effectuer des études scientifiques au sujet de l’importance des conflits et de la coopération pour la paix mondiale, dans le but de contribuer à la compréhension des conditions nécessaires à la résolution pacifique des conflits internationaux et à une paix durable.
À travers ses recherches Sipri rend accessibles des informations sur le développement de l’armement, les dépenses militaires, la production et le marché de l’armement, le désarmement, la maîtrise des armements, les conflits, la prévention des conflits et la sécurité. Sipri expose le fruit de ses recherches dans des livres (les Sipri Yearbooks), des rapports de recherche ou par d’autres voies de publications comme le site internet de l’institution fabriqué en open source.

ENGLISH READ
Global arms exports on rise: SIPRI
Deutsche Welle 16.03.2014 http://www.dw.de/top-stories/world/s-1429
The United States has widened its lead as the world’s major arms exporter, says the Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI), which has just published new data on international arms transfers.
Overall, the volume of international weapons transfers between 2005-2009 and 2010-2014 went up by 16 percent, according to an annual update of the SIPRI Arms Transfers Database, published on Monday.
The reports claims that US exports of major weapons increased by 23 percent between the periods of 2005-2009 and 2010-2014. The share of exports from the US was 31 percent in 2010-2014, SIPRI said, compared with 27 percent for the next largest exporter, Russia. Exports of major weapons from the Kremlin increased by 37 percent during the same period.
The findings were confirmed by Amnesty International. “As the main arms supplier to Egypt, the US authorized the sale of small arms, millions of rounds of ammunition and chemical agents for riot control, despite the security forces’ violent crackdown on protesters,” a spokesperson for the international human rights organization told DW in a statement.
“The US has long seen arms exports as a major foreign policy and security tool, but in recent years exports are increasingly needed to help the US arms industry maintain production levels at a time of decreasing US military expenditure,” said Aude Fleurant, director of the SIPRI Arms and Military Expenditure Program.
The US and Russia, though the world’s largest exporters by volume, were surpassed by China with regard to weapons export growth. According to SIPRI, Chinese exports of major arms increased by 143 percent, making it the third largest supplier in 2010-2014.
Gulf imports up, Chinese imports down
Arms imports to Gulf Cooperation Council (GCC) states increased by 71 percent from 2005-2009 to 2010-2014, accounting for 54 percent of imports to the Middle East in the latter period. Since 2010, Saudi Arabia has become the second largest importer of major weapons worldwide, increasing the volume of its arms imports four times compared to 2005-2009.
“Mainly with arms from the US and Europe, the GCC states have rapidly expanded and modernized their militaries,” said Pieter Wezeman, senior SIPRI researcher.
“The GCC states, along with Egypt, Iraq, Israel and Turkey in the wider Middle East, are scheduled to receive further large orders of major arms in the coming years.”
Five of the top 10 global importers of major weapons in 2010-2014 are in Asia: India (15 percent of global arms imports), China (5 percent), Pakistan (4 percent), South Korea (3 percent) and Singapore (3 percent).
These five nations accounted for around 30 percent of the total volume of weapons imports worldwide. India accounted for 34 percent of the volume of arms imports to Asia, well over three times as much as China. Beijing’s arms imports decreased by 42 percent between 2005-2009 and 2010-2014, according to SIPRI.

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DOSSIER Charlie Hebdo und/in Afrika – "Je suis/ ne suis pas Charlie" en Afrique

Montpellier, France, 14 janvier 2014

Das Attentat ging um die Welt, die Solidaritätsbewegung auch, und auch die folgenden maßlosen Gewalttaten. Berichte, Analysen, Meinungen.
L’attentat à Paris a traversé le monde entier, ainsi le mouvement de solidarité, ainsi les violences s’ensuivantes. Reportages, analyses, opinions.

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http://www.tv5monde.com/cms/chaine-francophone/info/Les-dossiers-de-la-redaction/France-2015/p-30009-Charlie-Hebdo-entre-amour-et-haine.htm plus dossier

http://www.dw.de/provokation-aus-tradition/a-18175169

http://www.dw.de/wenn-kunst-die-religion-ins-gebet-nimmt/a-16252230

http://www.tagesschau.de/ausland/satire-muslime-mohammed-karikatur-101.html

http://www.tv5monde.com/cms/chaine-francophone/info/Les-dossiers-de-la-redaction/France-2015/p-29995-Kichka-Je-vais-devoir-repousser-mes-limites…-.htm

http://www.dw.de/proteste-gegen-mohammed-karikaturen-gehen-weiter/a-18197783

FOTOGALERIE/ artikel-articles SEHEN – REGARDER
Der Karikaturist “Z” hinter einer seiner Zeichnungen in einer ihm gewidmeten Ausstellung im Haus von Tunesien in Paris, am 16. Januar 2015
Le caricaturiste “Z” derrière un de ses dessins lors d’une exposition qui lui est consacrée à la Maison de la Tunisie à Paris, le 16 janvier 2015
afp.com – Lionel Bonaventure

le caricaturiste tunisien Z
Denonstrationen in Niger, Palästina, Pakistan, Senegal
Manifestation à Zinder, au Niger, le 16 janvier 2015, contre la publication d’une caricature de Mahomet dans le magazine français Charlie Hebdo
Des Palestiniens manifestent le 16 janvier 2015 à Jérusalem-Est contre les nouvelles caricatures de Mahomet publiées dans Charlie Hebdo
afp.com – Ahmad Gharabli
Un manifestant pakistanais proteste contre la publication d’une nouvelle caricature de Mahomet par Charlie Hebdo le 16 janvier 2015 devant le consulat français à Karachi
afp.com – Aamir Qureshi
Des manifestants sénégalais brûlent un drapeau français, le 16 janvier 2015 à Dakar, pour protester contre la publication d’une caricature de Mahomet par Charlie Hebdo
afp.com – Seyllou
Manifestation à Zinder, au Niger, le 16 janvier 2015, contre la publication d'une caricature de MahoUn manifestant pakistanais proteste contre la publication d'une nouvelle caricature de Mahomet par CDes manifestants sénégalais brûlent un drapeau français, le 16 janvier 2015 à Dakar, pour protester Carte du monde ou le numéro 1178 de Charlie Hebdo, tiré à 5 millions d'exemplaires, va être distribu
Karte: Wo nr. 1178, 5 Mio Exemplare, verkauft wird, und wo Feindsehlichkeitn entbrennen
Carte du monde ou le numéro 1178 de Charlie Hebdo, tiré à 5 millions d’exemplaires, va être distribué et localisation des réactions hostiles
afp.com – K. Tian/P. Defosseux

Der evangelische Pfarrer Boureima Kimso (von hinten) feiert am 19. Januar 2015 einen Gottesdienst in Niamey, in einer der Kirchen, die den Brandstiftungen in der Hauptstadt von Niger entgangen ist
Le révérend évangélique Boureima Kimso (de dos) célèbre un office le 19 janvier 2015 à Niamey, dans une des églises ayant échappé aux incendies dans la capitale du Niger
Eine in Niamey am 17. Januar 2015 abgebrannte Kirche, während der entfesselten Unruhen nach der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo
Une église brûlée à Niamey, le 17 janvier 2015, lors des troubles déchaînés par la publication de caricatures de Mahomet par la revue satirique françaises Charlie Hebdo
afp.com – Boureima Hama

Le révérend évangélique Boureima Kimso (de dos) célèbre un office le 19 janvier 2015 à Niamey, dans Une église brûlée à Niamey, le 17 janvier 2015, lors des troubles déchaînés par la publication de ca
Interview Chefredaktuer Charlie Lesen
Auf seiner Titelseite mokiert sich das französische Satireblatt “Charlie Hebdo” über die Reaktionen auf den Mohammed-Schmähfilm. Chefredakteur Gérard Biard stellt im DW-Interview klar: Kritik muss möglich sein.
Deutsche Welle: Worum ging es Ihnen bei der Veröffentlichung der Karikaturen: um freie Meinungsäußerung oder gezielte Provokation?
Gérard Biard: Wir verstehen die Veröffentlichung dieser Karikaturen als Teil unserer Arbeit sowie als freie Meinungsäußerung. Bei solch einer hochaktuellen Nachrichtenlage – also wenn ein einfältiger Film fast überall auf der Welt zu Ausschreitungen führt, bei denen es Tote gibt und Botschaften brennen – wenn wir Journalisten das nicht kommentieren dürfen: Das wäre undenkbar! Ich wehre mich allerdings gegen die Bezeichnung “Provokation”. Es geht hier ganz und gar nicht um Provokation. Es geht darum, dass wir unsere Aufgabe als politische Kommentatoren erfüllen.
Es ist nun einmal so, dass wir ein politisches Satiremagazin sind, das mit Bildern arbeitet. Und wir sind vor allem eine atheistische Zeitschrift: Wir bekämpfen jede Religion, sobald sie den privaten Rahmen verlässt und Einfluss auf Politik und Öffentlichkeit nimmt. Der Islam versucht, die Politik für sich zu nutzen, deshalb muss er sich – wie jede andere politische Kraft auch – der Kritik stellen.
In rund zwanzig Ländern bleiben französische Auslands-Schulen vorerst geschlossen, Frankreich hat für zahlreiche Botschaften die Sicherheitsstufe erhöht. Hätten Sie diese Reaktion erwartet? 
Ganz ehrlich: Wir sind sehr überrascht!  Schauen Sie sich die Karikatur auf der Titelseite einmal genau an. Also, ich wüsste nicht, in welcher der beiden Figuren der Prophet Mohammed erkennbar wäre. Das ist eine durch und durch satirische Zeichnung, die ganz in der Tradition der französischen Satire steht. Deshalb verstehe ich die ganze Aufregung nicht, die unser Titelblatt ausgelöst hat – oder besser gesagt: Ich habe Angst davor, sie zu verstehen.
Meiner Meinung nach ist das alles Manipulation. Und was die Entscheidung der französischen Regierung betrifft, Auslandsschulen und Botschaften in fast zwanzig Ländern zu schließen: Es ist doch Frankreichs Aufgabe, für die Sicherheit seiner Bürger in Ländern zu sorgen, in denen sie gefährdet sein könnte. Das ist alles, was ich dazu sagen kann.
Standpunkt kontra Charlie aus Mali LESEN
Mohamed auf die Titelseite des “Charlie” zu stellen, tötet den Geist des 11. Januar
Die historische Ausgabe von Charlie Hebdo wird einem in den Kiosken aus den Händen gerissen. Auf der Titelseite, eine Karikatur des Propheten. Dieser malische Leitartikler bedauert diese Entscheidung, die einen Impuls des Zusammenhaltens gegen die Fundamentalisten zerbrechen lässt.
Bamako (Le Républicain) – 14. Januar 2015
Von Adam Thiam
Der Prophet Mohamed hätte wohl nach dem unerträglichen Blutbad von Paris den Anspruch auf seine “charlitude” angemeldet. Denn so wie Lamartine [Autor eines glühenden Text über den Propheten im achtzehnten Jahrhundert] ihn loyal beschrieben hat , hätte der nie befohlen, auf Cabu und Wolinski zu schießen. Er hätte sogar Charb mit seinem Körper beschützt, damit Leben und Toleranz stark bleiben. Wenn Jesus zu Rat gezogen worden wäre, hätten wir heute Morgen diese Karikatur nicht auf dem Titelblatt von Charlie Hebdo gehabt.
– Unverständnis –
Warum? Diese Karikatur belustigt das Hexagon, das sie mit seiner Verfassung deckt. Aber sie ärgert Hunderte von Millionen von Muslimen, deren Verfassung jede Abbildung ihres Propheten verbietet. Da das Recht der Einen die Anderen verletzen kann, hätte der wahre Islam den Überlebenden des Charlie Hebdo gesagt: “Trauert um eure Toten, feiert diese Genies, die jetzt mit euch in der Redaktion sein sollten, aber lasst euch nicht zur Provokation hinreißen!”
– Das Recht der Einen kann die Anderen verletzen –
Der wahre Islam hätte so gesprochen, zu den Antipoden der mörderischen Doktrin losgelassen gegen die satirische Zeitung, der nichts anderes ist als der Islam der gottverlassenen Horden aus der Hölle der Vororte, im Gegenzug zum illusorischen Paradies, von den Fatwas den Märtyrern versprochen, die gleichermaßen kaltherzige Mörder sind.
Also eher der Islam von Kouachi und Coulibaly anstatt dem von Merabet, dem erschossenen Polizisten, und dem von Bathily, dem Retter des koscheren Supermarktes. All diese Worte kommen zu spät. Denn 3 Millionen Exemplare [am Ende 5000000] von Charlie Hebdo sind in den Kiosken. Dessen Botschaft ist nicht blasphemisch, aber das Prinzip der Karikatur als solches könnte die muslimische Öffentlichkeit, die sich vermutlich im Geist des Marsches vom 11. Januar wiederfand, auf die Straße treiben und überhitzen. Man kann nur hoffen, dass dieser Geist eine redaktionelle Entscheidung, die alles andere als weise war, überleben wird.
© 2015 Le Républicain
Du Mali: Mettre Mahomet en une de “Charlie”, c’est tuer l’esprit du 11 janvier LIRE
Le numéro historique de Charlie Hebdo s’arrache dans les kiosques. A la une, une caricature du Prophète. Cet éditorialiste malien regrette ce choix qui rompt un élan de cohésion pour faire face aux intégristes. 
Bamako (Le Républicain) – 14 janvier 2015 – Par Adam Thiam
Le prophète Mahomet aurait sans doute revendiqué sa “charlitude” après les insoutenables carnages de Paris. Car, si Lamartine l’a décrit sous des traits fidèles [auteur du XVIIIe siècle auteur d’un texte élogieux sur le Prophète], il n’aurait jamais ordonné de tirer sur Cabu et Wolinski. Il aurait même couvert Charb de son corps pour que force reste à la vie et à la tolérance. Et si Jésus avait été de quelque conseil nous n’aurions pas eu ce matin la caricature qui barre la une de Charlie Hebdo.
– Incompréhension –
Pourquoi ? Cette caricature amusera l’Hexagone, qui la couvre de sa Constitution. Mais elle agacera des centaines de millions de musulmans, dont la Constitution interdit toute image de leur prophète. Parce que le droit des uns peut offenser les autres, l’islam véritable aurait dit aux survivants de Charlie Hebdo : “Pleurez vos morts, célébrez ces génies qui auraient dû être en ce moment avec vous dans la salle de rédaction, mais ne cédez pas à la provoc !”

Le droit des uns peut offenser les autres

L’islam véritable aurait parlé ainsi, aux antipodes de la doctrine meurtrière lâchée contre le journal satirique et qui n’est autre que l’islam des hordes paumées né de l’enfer des banlieues contre le paradis illusoire promis par les fatwas à des martyrs qui sont autant de froids assassins.

Donc, l’islam des Kouachi et des Coulibaly plutôt que celui de Merabet le policier abattu et de Bathily le sauveur du supermarché casher. Tous ces mots arrivent trop tard. Car 3 millions d’exemplaires [finalement 5 millions] de Charlie Hebdo sont dans les kiosques. Leur message n’est pas blasphématoire, mais le principe même de la caricature pourrait enflammer la rue musulmane, qui s’était sans doute reconnue dans l’esprit de la marche du 11 janvier. Reste seulement à espérer que cet esprit survivra à une décision éditoriale dont la sagesse est tout sauf évidente.
© 2015 Le Républicain.

Karikaturist “Z”, Tunesien: “Freiheit!” LESEN
Tunesien: Für den Karikaturisten Z „siegt die Freiheit über die Sicherheit“
Paris (AFP) – 17.01.2015 14:28
Für den tunesischen Karikaturisten Z, zur Anonymität gezwungen, hat Charlie Hebdo Recht gehabt, “sich nicht zu beugen, zu zeigen, dass die Chuzpe überlebt”, wie sie es gemacht haben, indem sie wieder den Propheten zeichneten: “die Freiheit überrundet die Sicherheit”, sagte er AFP. Der Angriff gegen Charlie Hebdo “verleiht mir noch mehr Entschlossenheit, gegen alle Mächte, gegen Tabus zu kämpfen”, sagte er anlässlich einer Ausstellung seiner Zeichnungen im Haus von Tunesien in Paris, die dort bis zum 31. Januar geöffnet ist.
In der Ausgabe dieser Woche “musste gezeigt werden, dass Charlie sich nicht beugen würde, dass die Chuzpe überleben würde. Es wäre sehr schlimm gewesen, bei diesem Titelbild diese Chance zu verpassen. Man musste zeigen, dass die Freiheit über die Sicherheit den Sieg davonträgt.”
Seit sieben Jahren hat dieser dreißigjährige Architekt die Anonymität gewählt, unter dem Pseudonym “Z” als “Betriebsmodus”. Er begann unter dem Regime von Präsident Ben Ali, seine Texte und Karikaturen in seinem Blog debatunisie.com zu posten. Und wenn er heute hartnäckig weitermacht, “ist es nicht aus Feigheit, sondern um einen größeren Handlungsspielraum zu haben. Ich akzeptiere es zu stören, zu verletzen”, erklärt er.
Was hält er von denen, die rufen: “Ich bin nicht Charlie”? “Das ist keine homogene Gruppe. Ich fühle mich unbedingt als Charlie, das sind Menschen, die ich gekannt habe, so liegt es für mich auf der Hand”, sagt der Karikaturist, der zwischen Frankreich und Tunesien lebt und regelmäßig Morddrohungen im Internet erhält.
“Einige stören sich an der Vereinnahmung. Ich glaube, im Namen dessen, was wir dieser Zeitung schulden, diesen Menschen, müssen wir bestimmte Vereinnahmungen kaschieren, und wir müssen uns vielleicht sogar Gewalt antun und sagen, +wir sind Charlie+”, stellt er fest.
Seit dem Angriff auf die satirische Wochenzeitung “zeichnen jetzt viele Menschen, aus Wut, virulenter und befreien sich aus dieser lächerlichen Selbstzensur”, stellt Z fest, voller Hoffnung auf die “Mobilisierung im Internet, in der Gemeinschaft der Künstler und Zeichner. Verbindungen entstehen. Das Leben hat wieder Oberwasser, das wird neue Dinge entstehen lassen.”
“Interessant ist, was in der arabischen Welt passiert”, fährt er fort.
Unter den Karikaturisten dieser Länder “gibt es Hemmungen bei diesem Thema, nur sehr wenige Zeichnungen in Tunesien greifen auf, was in Paris passiert ist. Man versucht, kein Risiko einzugehen, denn das würde eine Stellungnahme erfordern. Viele Zeichner haben die Tragödie von Charlie Hebdo einfach übersprungen.”
Das Blog von Z wird in Tunesien viel gelesen. Er arbeitetet punktuell auch mit mehreren tunesischen und ausländischen Zeitungen zusammen.
© 2015 AFP
Tunisie: pour Z, caricaturiste, “la liberté l’emporte sur la sécurité” LIRE
Paris (AFP) – 17.01.2015 14:28
Pour le caricaturiste tunisien Z, contraint à l’anonymat, Charlie Hebdo a eu raison de ne “pas s’incliner, de montrer que l’impertinence survivra”, comme ils l’ont fait en dessinant de nouveau le Prophète: “la liberté l’emporte sur la sécurité”, dit-il à l’AFP. L’attentat contre Charlie Hebdo “me donne encore plus de détermination à lutter contre tous les pouvoirs, les tabous”, assure-t-il à l’occasion d’une exposition de ses dessins à la Maison de la Tunisie à Paris, qui se tiendra jusqu’au 31 janvier.
Dans le numéro paru cette semaine, “il fallait montrer que Charlie n’allait pas s’incliner, que l’impertinence survivra. Ca aurait été très grave de les voir justement, pour cette Une là, rater cette occasion. Il fallait montrer que la liberté l’emporte sur la sécurité.”
Cela fait sept ans que cet architecte trentenaire a choisi l’anonymat, sous le pseudonyme de “Z”, comme “mode opérationnel”. Il a commencé à poster ses textes et caricatures sur son blog debatunisie.com sous le régime du président Ben Ali. Et s’il persiste aujourd’hui, “ce n’est pas par lâcheté mais pour avoir une plus large marge de manoeuvre. J’accepte de déranger, de blesser”, explique-t-il.
Que pense-t-il de ceux qui proclament “Je ne suis pas Charlie”? “Ce n’est pas un groupe homogène. Moi je me sens forcément Charlie, ce sont des gens que j’ai connus, donc pour moi c’est évident”, estime le caricaturiste qui vit entre la France et la Tunisie et reçoit régulièrement des menaces de mort sur internet.
“Certains sont embêtés par la récupération. Je pense qu’au nom de ce qu’on doit à ce journal, à ces personnes, on doit occulter certaines récupérations et on doit même, peut-être, se faire violence et dire +on est Charlie+”, relève-t-il.
Depuis l’attentat contre l’hebdomadaire satirique, “beaucoup de gens maintenant, par colère, dessinent de manière plus virulente et sortent de cette autocensure ridicule”, relève Z, plein d’espoir face à “la mobilisation sur internet, dans la communauté des artistes, des dessinateurs. Des connexions viennent de se faire. La vie a repris le dessus, ça va générer de nouvelles choses.”
“Ce qui est intéressant, c’est ce qui se passe dans le monde arabe”, poursuit-il.
Chez les caricaturistes de ces pays, “il y a une gêne à ce sujet, très peu de dessins en Tunisie sur ce qui s’est passé à Paris. On essaie de ne pas trop se mouiller parce que ça impliquerait une prise de position. Beaucoup de dessinateurs ont zappé” la tragédie de Charlie Hebdo.
Le blog de Z est très suivi en Tunisie. Il collabore aussi au coup par coup à plusieurs journaux tunisiens ou étrangers.
© 2015 AFP
Charlie Hebdo Blutige Proteste in Afrika LESEN
 Von Johannes Dieterich 18.01.2015 http://www.fr-online.de/terror/29500876,29500876.html
In vielen islamischen Staaten Afrikas protestieren Zigtausende gegen die jüngste Ausgabe des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“. In Niger sterben mindestens zehn Menschen. Staatspräsident Mahamadou Issoufou verurteilt die Gewalt: „Vom Islam haben sie nichts verstanden“.
In vielen islamischen Staaten Afrikas haben am Wochenende Zigtausende gegen die jüngste Ausgabe des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ protestiert. Dabei kam es in mehreren Staaten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, die im westafrikanischen Niger mindestens zehn Menschenleben kosteten. Die sonst nur in einer Auflage von 60 000 Exemplaren gedruckte Zeitung war in der vergangenen Woche mit sieben Millionen auch in Afrika zum Verkauf angebotenen Exemplaren erschienen. Auf dem Titel zeigt sie unter der Überschrift „Alles ist vergeben!“ den Propheten Mohammed mit einem Schild „Je suis Charlie“.
Während die Proteste etwa im Sudan, in Somalia, Mauretanien, Mali und im Senegal weitgehend friedlich verliefen, kam es im überwiegend muslimischen Niger zu schweren Übergriffen. Schwerpunkt der Auseinandersetzungen war bereits am Freitag Zinder, die zweitgrößte Stadt des Landes, wo nach dem Freitagsgebet Hunderte teils mit Pfeil und Bogen Bewaffnete durch die Straßen zogen und Kirchen, Häuser christlicher Bewohner sowie das französische Kulturzentrum angriffen. Mindestens drei Kirchen wurden niedergebrannt, in einem zerstörten katholischen Gotteshaus fand die Feuerwehr am nächsten Morgen eine verkohlte Leiche. Neben drei weiteren Zivilisten kam in Zinder auch ein Polizist ums Leben, mindestens 45 Menschen wurden verletzt.
Laut Augenzeugen riefen die Demonstranten „Nieder mit Frankreich!“, „Allah ist groß!“ und „Lasst ,Charlie Hebdo‘ in der Hölle schmoren“. Mehrere Personen wurden verhaftet. Anderntags riefen islamische Führer auch in der Hauptstadt Niamey zu Demonstrationen auf, die von der Polizei verboten wurden. Dennoch gingen mehrere Tausend Menschen auf die Straße, errichteten Straßensperren, griffen eine Polizeistation an, setzten zwei Polizeifahrzeuge in Brand, plünderten Geschäfte und zerstörten drei weitere Kirchen.
Übergriffe auf französische Einrichtungen
Zur Zielscheibe wurden außerdem Bars, von Franzosen geführte Hotels sowie Einrichtungen des französischen Mobilfunkkonzerns Orange. Am Samstag kamen fünf Menschen ums Leben: Die meisten davon verbrannten in angezündeten Kirchen oder Bars. „Wir werden alles zerschlagen“, zitierte die Agentur AFP einen Demonstranten. „Wir verteidigen unseren Propheten. Auch wenn wir dabei unser Blut aufs Spiel setzen.“ Unter den Protestierenden sollen sich auch Muslime mit Fahnen der extremistischen nigerianischen Boko-Haram-Sekte befunden haben.
„Ich hatte im Leben noch nie eine derartige Angst“, sagte ein christlicher Automechaniker, der sich in seiner Werkstatt verschanzte, AFP: „Die Regierung muss uns beschützen. Wir haben sonst keine Chance.“ Die Polizei setzte Tränengas gegen die Demonstranten ein und verhaftete vier islamische Geistliche, die zu den Protesten aufgerufen hatten. Für Sonntag hatte eine Oppositionspartei zu einer Kundgebung aufgerufen, die ebenfalls von der Polizei verboten worden war und mit Tränengas aufgelöst wurde.
Staatspräsident Mahamadou Issoufou geißelte in einer Fernsehansprache die gewalttätigen Demonstranten. „Diejenigen, die Gotteshäuser zerstören und ihre christlichen Mitbürger töten, haben vom Islam nichts verstanden“, sagte der Staatschef. Er verteidigte seine Teilnahme am Solidaritätsmarsch in Paris am vergangenen Wochenende: Damit habe er sein Engagement gegen den Terrorismus und für die Freiheit zum Ausdruck bringen wollen, nicht aber seine Unterstützung der islamfeindlichen „Charlie Hebdo“-Karikaturen.
Auch in Algerien kam es zu Gewalt, nachdem sich am Freitagabend mehrere Tausend Demonstranten auf wichtigen Plätzen in der Hauptstadt Algier versammelt hatten. Die Protestierenden verbrannten französische Flaggen und riefen unter anderem „Die Kouachis sind Märtyrer!“: Die beiden aus Algerien stammenden Islamisten hatten am 7. Januar den Anschlag auf „Charlie Hebdo“ in Paris mit zwölf Toten verübt und wurden später auf der Flucht erschossen.
Charlie Hebdo: manifestations anti-caricatures parfois violentes dans le monde musulman LIRE
Niamey (AFP) – 16.01.2015 22:35
Des milliers de personnes ont manifesté dans plusieurs pays musulmans après la prière du vendredi contre la publication par Charlie Hebdo d’un dessin représentant le prophète Mahomet, des protestations émaillées de violences au Niger et au Pakistan.
Quatre personnes sont mortes et 45 ont été blessées vendredi au Niger, à Zinder, la deuxième ville du pays, dans les manifestations contre la caricature de Mahomet publiée par les collègues des victimes d’un attentat jihadiste le 7 janvier à Paris contre l’hebdomadaire satirique.
Le Centre culturel français a été aussi incendié et trois églises saccagées. Certains manifestant “arboraient l’étendard de Boko Haram”, a déclaré vendredi le ministre nigérien de l’Intérieur, Hassoumi Massaoudou. Interrogés par l’AFP, deux journalistes présents à Zinder n’ont pas confirmé avoir vu le drapeau de Boko Haram, groupe jihadiste qui sème la terreur dans le nord du Nigeria voisin.
A Karachi (sud du Pakistan), des prostestataires se sont confrontés à la police lorsqu’ils ont tenté de s’approcher du consulat de France et un photographe pakistanais de l’Agence France-Presse (AFP) a été grièvement blessé.
Les Etats-Unis ont condamné vendredi les violences qui ont émaillé ces manifestations, réaffirmant le droit “universel” de la presse à publier librement tous types d’informations, y compris des caricatures.
A Nouakchott et Dakar, un drapeau français a été brûlé. S’adressant à la foule de plusieurs milliers de personnes, le chef de l’Etat mauritanien Mohamed Ould Abdel Aziz a condamné à la fois le “terrorisme” et les “viles caricatures”.
A Dakar, un millier de personnes ont scandé des slogans à la gloire du prophète Mahomet et contre Charlie Hebdo.
Au Mali, plusieurs milliers de personnes ont dénoncé un “affront à l’islam” alors que le président malien Ibrahim Boubacar Keïta, alias IBK, a manifesté dimanche à Paris aux côtés de François Hollande lors de la “marche républicaine” de plus d’un million de personnes sous le slogan “Je suis Charlie”.
“IBK est Charlie, je ne suis pas Charlie”, “L’islam victime du terrorisme international”, “Le prophète ne doit pas être caricaturé”, étaient les slogans scandés dans la foule.
“La France nous a aidés, c’est vrai. Mais elle n’a pas le droit de mépriser ma religion”, a déclaré Almahoud Touré, 36 ans, faisant allusion à l’engagement militaire de la France au Mali depuis janvier 2013 pour chasser des groupes jihadistes liés à Al-Qaïda.
– ‘Je suis Kouachi’ –
A Alger, 2.000 à 3.000 manifestants se sont rassemblés, selon un journaliste de l’AFP. Détournant le slogan “Je suis Charlie”, certains scandaient “Nous sommes tous des Mahomet” ou encore “Je suis Kouachi”, du nom des frères Kouachi, les jihadistes ayant attaqué le journal satirique français.
Des affrontements ont éclaté quand des manifestants ont tenté de forcer un cordon de policiers armés de matraques qui protégeaient le siège de l’Assemblée nationale. Plusieurs interpellations ont eu lieu.
Les frères Kouachi, abattus par la police française deux jours après avoir tué douze personnes au siège de Charlie Hebdo, ont également été honorés à Istanbul. Une centaine de personnes se sont réunies devant la mosquée du district de Fatih, devant une banderole arborant leur portrait et celui du chef d’Al-Qaïda Oussama Ben Laden.
A Amman, 2.500 manifestants ont défilé brandissant des banderoles sur lesquelles on pouvait notamment lire “l’atteinte au grand Prophète relève du terrorisme mondial”.
A la “une” du numéro sorti après la tuerie qui a décimé sa rédaction, Charlie Hebdo a publié mercredi un dessin de Mahomet la larme à l’œil et tenant une pancarte “Je suis Charlie”.
Le roi Abdallah II de Jordanie, qui avait participé dimanche à la marche de Paris, a qualifié jeudi Charlie Hebdo d'”irresponsable et d’inconscient”.
Le site sensible de l’esplanade des Mosquées à Jérusalem-Est, partie palestinienne de la Ville sainte annexée par Israël, a été le lieu d’une manifestation de quelques centaines de Palestiniens.
– ‘Pas une excuse pour tuer’ –
A Tunis, des fidèles ont quitté la mosquée el-Fath pour signifier leur désaccord avec un imam, ancien ministre des Affaires religieuses. “Nous sommes contre toute atteinte à notre Prophète mais cela n’est pas une excuse pour tuer les gens,” prêchait-il, à quoi ils ont rétorqué que les journalistes de Charlie Hebdo “méritaient d’être tués”.
A Khartoum, plusieurs centaines de fidèles ont brièvement manifesté après la prière, réclamant des excuses du gouvernement français.
L’Union mondiale des oulémas, dont le siège est au Qatar et qui est dirigée par le prédicateur Youssef al-Qaradaoui, considéré comme l’éminence grise des Frères musulmans, a appelé à des “manifestations pacifiques” et critiqué le “silence honteux” de la communauté internationale sur cette “insulte aux religions”.
Les autorités de ce pays, qui avaient fermement dénoncé l’attentat contre Charlie Hebdo, ont “condamné la nouvelle publication de dessins offensants”, soulignant que cela alimentait “la haine et la colère”.
En Iran, une manifestation de protestation prévue samedi par des étudiants islamistes a été annulée sans raison officielle.
Selon l’agence de presse Fars, les organisateurs ont toutefois annoncé que le rassemblement aurait lieu lundi devant l’ambassade de France à Téhéran, sous réserve d’obtenir l’aval des autorités.
En Syrie, des milliers de personnes sont descendues dans la rue dans les zones contrôlées par les rebelles et les jihadistes en demandant à ce que s’arrête “l’offense au sentiment religieux”, selon une ONG syrienne.
© 2015 AFP.
Niger: “Schock” und “Unverständnis” der Christen in Angst LESEN
Niamey (AFP) – 23.01.2015 10:20 – Von Boureima Hama
Mit verschlossenem Gesicht fragt sich Reverend Boureima Kimso: “Was wird aus den Christen?” Ein paar Tage nach der religiösen Gewalt, die den Niger erfasst hat, erinnern die verkohlten Fassaden der Kirchen die christliche Minderheit an den Albtraum, der zur Realität wurde. Plünderungen, Brände, Schändung … die Gewalt hat die Christen in Niger, dem armen Land des Sahel mit 17 Millionen Einwohnern, zu 98% muslimisch, traumatisiert. Die restlichen 2%, weniger als 350.000 Menschen, verteilen sich auf Christen und Animisten.
“Die Christen suchten sie. Sie brannten alles nieder, was ein christliches Zeichen trug, ob katholisch oder evangelisch. Wenn wir die vielen Tränen, die wir vergossen haben, sammeln könnte …”, seufzt ein Gläubiger, der in Zinder (Süden) lebt, der zweitgrößten Stadt des Niger, unter der Bedingung der Anonymität.
Dort waren am 16. Januar Proteste gegen die Mohammed-Karikatur auf der Titelseite der französischen Wochenzeitung Charlie Hebdo in einen Aufruhr mit dramatischen Folgen umgeschlagen: fünf Tote, 45 Verletzte, und alle Kirchen – mit einer Ausnahme – in Aschenhaufen verwandelt.
Am folgenden Tag forderten Demonstrationen in Niamey fünf Tote und 173 Verletzte. Offiziell wurden 45 Kirchen niedergebrannt, wie auch 36 Getränkekioske, ein Waisenhaus und eine christliche Schule.
Jack, ein westafrikanischer Mechaniker, erlebte die Unruhen verschanzt in seiner Werkstatt in der Hauptstadt, bei geschlossenen Türen und Fenstern, mit seinen Mitarbeitern.
“Wir leben in Angst”, sagt er. “Viele Christen schlafen nicht mehr zu Hause, aus Angst vor Angriffen.”
Die Bilder der Jugendlichen, die methodisch die bescheidene Einrichtung ihrer Gebetsstätten zerstören, bevor sie Feuer an die Gebäude legen, gehen nicht mehr aus den Köpfen der nigerischen Christen.
– “Der Todeskampf Jesu“ –
“Wir sind dabei, die Agonie Jesu in unserem eigenen Körper zu erleben”, so sagt Monsignore Michel Cartatéguy, der Erzbischof von Niamey, von Radio Vatikan interviewt, verzweifelt. “Dies könnte auch weitergehen, wenn wir nicht geschützt werden”, gibt der Prälat seinen Ängsten Ausdruck.
“Jetzt”, sagt er, “gibt es Leute, die fragen: + Bist du Allah Akbar oder bist du Hallelujah?+ Das bedeutet, dass man versucht, die Christen, die in der Stadt sind, zu identifizieren. Was wird als nächstes passieren? ”
Die schmerzlichen Ideen von “Schock” und “Unverständnis”sind in aller Munde. Denn nichts ließ solche Gewalttätigkeiten erahnen. Die beiden Gemeinden lebten in Harmonie. Viele Muslime halfen ihren christlichen “Brüdern”, als sie angegriffen wurden.
“Meine Schwester, die Muslima ist, versteckte zwanzig Christen zwei Tage lang in ihrem Haus, bevor sie sie in den Schutz der Gendarmerie übergab”, erzählt Fleur, eine Christin, deren Restaurant “durchsucht und geplündert” wurde.
Zwanzig Ulema, muslimische Theologen, haben im öffentlichen Fernsehen zur Ruhe aufgerufen.
“Unsere Eltern, unsere Großeltern lebten hier seit den 30er Jahren. Wir hatten keinerlei Probleme”, sagt ein Beamter aus Zinder. “Ich habe muslimische Vettern”, sagt der Mann.
“Wir lebten sehr gut mit Muslimen zusammen, es gab kein Problem. Aber in den letzten Jahren kamen extremistische Ideologien auf”, stellt ein Gläubiger in der Stadt fest.
Der Innenminister Massaoudou Hassoumi war der erste, der über “Standarten der Boko Haram” in Zinder berichtete, der bewaffneten islamistischen Gruppe in Nigeria, wovon die Stadt nicht weit entfernt ist.
Die Frage nach dem “Einfluss” der Nachbarländer von Niger, das, zusätzlich zu Nigeria, Dschihad-Gruppen an seiner malischen und libyschen Grenze verkraften muss, stellt sich dem Gläubigen zufolge.
Die internen Folgen sind schrecklich. Zwischen 300 und 400 Christen haben aus Angst um ihr Leben Ende vergangener Woche in zwei Militärlagern in Zinder gelebt.
Dutzende von ihnen, bis zu 140 einer religiösen Quelle zufolge, sind aus der Stadt geflohen. Einige verließen sogar das Land, nach einer humanitären Quelle unter Berufung auf Flüchtlingsfamilien in Benin.
Für andere, die in Zinder blieben, ist die “Psychose” an der Tagesordnung, nach dieser Quelle. Denn es werden Aufrufe per SMS oder auf kleinen Zetteln an die Muslime geschickt, dass sie am Freitag nach dem Gebet die zahlreichen Personen befreien sollen, die sich seit den Demonstrationen der vergangenen Woche in Haft befinden.
Um weitere Gewalt zu vermeiden, suspendierten die Behörden am Donnerstag für mehrere Stunden die sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter, sowie die SMS.
© 2015 AFP
Niger: “choc” et “incompréhension” des chrétiens, qui vivent dans la peur LIRE
Niamey (AFP) – 23.01.2015 10:20 – Par Boureima HAMA
Visage fermé, le révérend Boureima Kimso s’interroge: “Qu’est-ce que les chrétiens vont devenir?” Quelques jours après les violences religieuses qui ont embrasé le Niger, les façades calcinées des églises rappellent à la minorité chrétienne qu’un cauchemar est devenu réalité. Pillages, incendies, profanations… les violences ont traumatisé les chrétiens du Niger, pays pauvre sahélien de 17 millions d’habitants, à 98% musulman. Les 2% restants, soit moins de 350.000 personnes, se divisent entre chrétiens et animistes.
“Les chrétiens, on les cherchait. On a brûlé tout ce qui portait un signe chrétien, que ce soit catholique ou évangélique. Si on pouvait collecter la quantité de larmes qu’on a versées…”, soupire un religieux vivant à Zinder (sud), deuxième ville du Niger, sous couvert d’anonymat.
Là, le 16 janvier, des manifestations contre la caricature de Mahomet en une de l’hebdomadaire français Charlie Hebdo ont dégénéré en émeutes avec des conséquences dramatiques: cinq morts, 45 blessés, et toutes les églises – sauf une – réduites en cendres.
Le lendemain, des manifestations à Niamey faisaient cinq morts et 173 blessés. Officiellement, 45 églises ont été brûlées, ainsi que 36 débits de boisson, un orphelinat et une école chrétienne.
Jack, un mécanicien ouest-africain, a vécu les émeutes terré dans son atelier de la capitale, portes et fenêtres fermées, avec ses employés.
“On vit dans la crainte”, dit-il. “Beaucoup de chrétiens ne dorment plus chez eux par peur des attaques”.
Les images de jeunes détruisant méthodiquement l’humble mobilier de leurs lieux de culte, avant de mettre le feu aux bâtiments, tournent en boucle dans les têtes des chrétiens nigériens.
– ‘L’agonie de Jésus’ –
“Nous sommes peut-être en train de vivre l’agonie de Jésus dans nos propres corps”, se désespère Mgr Michel Cartatéguy, l’archevêque de Niamey, interviewé par Radio Vatican. “Cela pourrait continuer si nous ne sommes pas protégés”, craint le prélat.
“Maintenant”, dit-il, “il y a des gens qui demandent: +tu es Allah Akbar ou tu es Hallelujah?+. Cela veut dire qu’on est en train de repérer les chrétiens qui sont dans la ville. Que va-t-il se passer après?”
Les idées de “choc” et d'”incompréhension” reviennent, lancinantes, dans toutes les bouches. Car rien ne laissait présager de telles violences. Les deux communautés vivaient en bonne entente. De nombreux musulmans ont aidé leurs “frères” chrétiens quand ils étaient attaqués.
“Ma sœur, qui est musulmane, a caché une vingtaine de chrétiens chez elle pendant deux jours avant de les remettre à l’abri à la gendarmerie”, raconte Fleur, une chrétienne dont le restaurant a été “saccagé et pillé”.
Une vingtaine d’oulémas, des théologiens musulmans, ont appelé au calme à la télévision publique.
“Nos parents, nos grands-parents, sont ici depuis les années 1930. On n’avait aucun problème”, affirme un fonctionnaire de Zinder. “J’ai des cousins musulmans”, ajoute cet homme.
“On vivait très bien avec les musulmans, il n’y avait pas de problème. Mais ces dernières années, l’idéologie extrémiste est entrée”, affirme un religieux de cette ville.
Le ministre de l’Intérieur Massaoudou Hassoumi a, le premier, fait état d'”étendards de Boko Haram” à Zinder, ce groupe armé islamiste du Nigeria, dont la ville est proche.
La question de l'”influence” des pays voisins du Niger qui, outre le Nigeria, doit faire face à des groupes de jihadistes à ses frontières maliennes et libyennes, se pose, selon le religieux.
Les conséquences internes sont terribles. Entre 300 et 400 chrétiens, craignant pour leurs vies, ont vécu en fin de semaine dernière dans deux camps militaires à Zinder.
Plusieurs dizaines d’entre eux, jusqu’à 140 selon une source religieuse, ont fui la ville. Certains ont même quitté le pays, selon une source humanitaire, citant des familles réfugiées au Bénin.
Pour les autres, restés à Zinder, la “psychose” est de rigueur, selon cette source. Car des appels sont lancés aux musulmans, via SMS ou sur de petits papiers, pour qu’ils aillent libérer, vendredi après la prière, les nombreuses personnes détenues depuis les manifestations de la semaine passée.
Pour éviter des nouvelles violences, les autorités ont suspendu jeudi pendant plusieurs heures les réseaux sociaux, notamment Facebook et Twitter, ainsi que les SMS.
© 2015 AFP
EHRUNG: Heimatdorf in Algerien beerdigt seinen abtrünnigen Charlie-Mitarbeiter LESEN
Ehrung des Korrekteurs von Charlie Hebdo in seinem Heimatdorf in Algerien
Algier (AFP) – 16/01/2015 10:17 – Von Amer OUALI
Er wollte sich anonym begraben lassen auf dem Hügel, wo er vier Monate vor dem Beginn des Krieges in Algerien im Jahr 1954 geboren wurde. Der Korrekteur von Charlie Hebdo, Mustapha Ourrad, am 7. Januar ermordet, kehrte im Rahmen einer Hommage nach muslimischen Riten in die Kabylei zurück. “Er wollte anonym bleiben, aber er hatte einen Tod, der ihn berühmt machte. Er wollte vergessen werden, aber wir werden ihn nie vergessen”, bemerkt sein Cousin Djafar, der mit ihm aufgewachsen ist.
Donnerstag Abend ist er in die Gemeinde Beni-Yenni “zu den Seinen zurückgekehrt”, im Rahmen einer abendlichen Hommage für den jungen Studenten, der vor mehr als 30 Jahren ins Exil ging, mit dem einzigen Kapital seiner Freundlichkeit und seiner Liebe zu den Büchern.
Donnerstag Abend fehlte nur sein Leichnam, um in der kargen Erde bestattet zu werden. Er wird am Freitag auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris begraben.
In seinem Elternhaus, wo es nur noch Vettern gibt, sangen die Ikhwane (eine Truppe von Sängern religiöser Lieder) Loblieder auf Allah und den Propheten des Islam. Die Frauen weinten. Eine Mahlzeit wurde den Dutzenden von anwesenden Menschen serviert. Genau als ob Mustapha unter den Seinen gestorben wäre. Ein Gebet des Abwesenden wurde zu seinem Gedächtnis im muslimischen Ritus gefeiert.
Bis er Algerien im Jahr 1981 verließ, hatte Mustapha nie irgendein Misstrauen gegenüber dem Islam geäußert. “Religion war etwas sehr Ernstes zu dieser Zeit. Eine Sache für Erwachsene, für Weise und Gelehrte. Mustapha hatte den Glauben. Wie wir alle, verrichtete er nicht die täglichen Gebete, aber schon sehr jung fastete er im Ramadan.”
Hat er wohl nach seiner Ankunft in Frankreich auf seinen Glauben verzichtet? Im Dorf hat keiner davon gehört. Aber niemand kann es bestätigen, weil er den Kontakt mit den Dorfbewohnern quasi abgebrochen hatte.
“Während der ersten vier Jahre seines Exils hat er ein paar Briefe geschickt, dann nichts mehr”, sagt ein Verwandter.
– ‘Mustapha Baudelaire’ –
Im Alter von zwei Jahren verlor Mustapha seine Mutter, dann, mit sieben, den Vater. Er wurde von seinen Großeltern und später von seinem Onkel aufgezogen. Er hatte eine Schwester, die in der Gegend von Algier lebt.
Ein ausgezeichneter Schüler, besuchte er das Gymnasium der Weißen Väter. Zuerst in seinem eigenen Dorf, wo die Missionare ein Collège führten, dann ein Gymnasium in Algier, das damals von den Kindern der Nomenklatura besucht wurde.
Nach einem ausgezeichneten Abitur studierte er zwei Jahren lang Medizin, bevor er ins Exil nach Frankreich ging.
“Er hatte am liebsten Literatur und Philosophie”, erinnern sich seine ehemaligen Klassenkameraden, die ihm den Spitznamen Mustapha Baudelaire geben. Ihnen zufolge zeigte sich seine Liebe zum Lesen in einem sehr frühen Alter. “Er hatte immer ein Buch in der Hand, auch wenn er die Kühe hütete.”
Das Kind aus einem Dorf von Juwelieren spielte gern mit ausgefeilten Formeln und geistreichen Bemerkungen. Er liebte Georges Brassens und dessen kabylische Entsprechung Lounis Ait-Menguellet. Seinem Sohn, 17, gibt er auch den Vornamen Lounis und seiner Tochter, 22, den Namen Louiza, Titel einer Liebesballade eben dieses Sängers Ait-Menguellet.
Unter einem eiskalten Sternenhimmel trugen junge Menschen aller Altersgruppen ein Plakat. “Ich bin Charlie, ich bin Mustapha.”
“Er war so vom Frieden besessen, dass er sich nie gerauft hat”, seufzt einer seiner Cousins.
“Er entkam dem schwarzen Jahrzehnt” des Bürgerkriegs in Algerien. “Es hat ihn in Frankreich eingeholt”, wo er von jungen Franzosen algerischer Eltern ermordet wurde, weint ein anderer.
© 2015 AFP .
Des hommes sont rassemblés pour rendre hommage au correcteur de Charlie Hebdo Mustapha Ourrad dans sUn Algérien montre une photo du correcteur de Charlie Hebdo Mustapha Ourrad lors d'une cérémonie d'h
Männer haben sich versammelt, um dem Korrekteur von Charlie Hebdo, Mustapha Ourrad, in seinem Heimatdorf Beni-Yenni in der Kabylei eine Ehrung zu erweisen, am 15. Januar 2015
Ein Algerier zeigt ein Foto von Mustapha Ourrad während einer Ehrung in seinem Heimatdorf in Beni-Yenni in der Kabylei am 15. Januar 2015
afp.com – Farouk Batiche
Hommage au correcteur de Charlie Hebdo dans son village natal en Algérie LIRE
Alger (AFP) – 16.01.2015 10:17 – Par Amer OUALI
Il voulait se faire oublier sur la colline qui l’a vu naître quatre mois avant le début de la guerre d’Algérie en 1954. Le correcteur de Charlie Hebdo, Mustapha Ourrad, tué le 7 janvier, est revenu en Kabylie à travers un hommage rendu selon les rites musulmans. “Il voulait rester anonyme mais il a eu une mort qui l’a rendu célèbre. Il voulait être oublié mais nous ne l’oublierons plus jamais”, observe son cousin Djafar qui a grandi avec lui.
Jeudi soir, il “est revenu parmi les siens” dans la commune de Beni-Yenni au sein d’une assemblée qui s’est réunie pour une veillée en hommage au jeune étudiant qui s’est exilé il y a plus de 30 ans, avec comme seul viatique sa gentillesse et son amour des livres.
Jeudi soir, il ne manquait que son corps à ensevelir dans la terre ingrate. Il sera inhumé vendredi au Père-Lachaise à Paris.
Dans la maison familiale où il n’y a plus que des cousins, les ikhwane (troupe de chants religieux) ont chanté les louanges d’Allah et du prophète de l’islam. Les femmes ont pleuré. Un repas a été servi aux dizaines de personnes qui se sont présentées. Exactement comme si Mustapha était mort parmi les siens. Une prière de l’absent a été célébrée à sa mémoire selon un rite musulman.
Jusqu’à son départ d’Algérie en 1981, Mustapha n’avait jamais exprimé la moindre défiance envers l’islam. “La religion était quelque chose de très sérieux en ce temps là. Une affaire d’adultes sages et savants. Mustapha avait la foi. Comme nous tous, il ne faisait pas la prière mais, très jeune, il avait commencé à observer le jeune du ramadan.”
Aurait-il renoncé à sa foi après son arrivée en France ? Au village, personne n’a jamais rien entendu de tel. Mais personne ne peut le certifier parce qu’il avait quasiment rompu le contact avec les villageois.
“Pendant les quatre premières années de son exil, il a envoyé quelques lettres puis, plus rien”, selon un proche.
– ‘Mustapha Baudelaire’ –
Orphelin de mère à deux ans et de père à sept ans, Mustapha a été élevé par ses grands-parents puis par des oncles. Il avait une soeur qui vit dans la région d’Alger.
Excellent écolier, il a fait ses études secondaires chez les Pères Blancs. D’abord dans son propre village où les missionnaires avaient érigé un collège puis à Alger dans un lycée fréquenté alors par les enfants de la nomenklatura.
Le bac obtenu avec mention, il suivit pendant deux années des études de médecine avant de s’exiler en France.
“Il préférait la littérature et la philosophie”, se souviennent ses anciens camarades de classe qui lui donneront le surnom de Mustapha Baudelaire. Selon eux, sont goût pour la lecture s’était révélé dès son très jeune âge. “Il avait toujours un livre entre les mains même quand il gardait les vaches.”
L’enfant né dans un village de bijoutiers aimait jouer de formules ciselées et de bons mots. Il aimait Georges Brassens et son équivalent kabyle Lounis Ait-Menguellet. A son fils âgé de 17 ans, il donnera d’ailleurs le prénom de Lounis et à sa fille, 22 ans, celui de Louiza, le titre d’une complainte amoureuse du même Ait-Menguellet.
Sous un ciel étoilé mais de glace, des jeunes habitants de tout âge portaient une pancarte. “Je suis Charlie, je suis Mustapha.”
“Il était tellement habité par la paix qu’il ne s’est jamais bagarré”, soupire un de ses cousins.
“Il a échappé à la décennie noire” de guerre civile en Algérie. “Elle l’a rattrapé en France”, où il a été assassiné par des jeunes Français de parents algériens, pleure un autre.
© 2015 AFP

Des hommes sont rassemblés pour rendre hommage au correcteur de Charlie Hebdo Mustapha Ourrad dans sUn Algérien montre une photo du correcteur de Charlie Hebdo Mustapha Ourrad lors d'une cérémonie d'h
Des hommes sont rassemblés pour rendre hommage au correcteur de Charlie Hebdo Mustapha Ourrad dans son village natal de Kabylie, Beni-Yenni, le 15 janvier 2015
afp.com – Farouk Batiche
Un Algérien montre une photo du correcteur de Charlie Hebdo Mustapha Ourrad lors d’une cérémonie d’hommage dans son village natal à Beni-Yenni en Kabylie le 15 janvier 2015
afp.com – Farouk Batiche

Dessin de Herrmann paru dans Tribune de Genève
Von: Herrmann , aus: Tribune de Genève
“Es ist hart, von Blödis geliebt zu werden”
Dessin de Mix&Remix paru dans Le Matin
Von: Mix&Remix , aus: Le Matin
“Die Schule: Kleiner Krimineller rein, Fanatiker raus”

Alle Karikaturen aus http://www.courrierinternational.com Danke, Merci.

Zimbabwe: Mugabe 91 & unverwüstlich, Land verwüstet – Les 91 de Mugabe

mugabe schokolade
Kriegt das Volk jetzt endlich was auf den Teller? Le peuple, aura-t-il enfin quelque chose dans l’assiètte?
(foto: ap/mukwazhi – Robert Mugabe feiert seinen 91. Geburtstag)

Deutsche Texte AFP: Von mir verbesserte Google-Übersetzungen
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Mugabes 91 Jahre, ein “obszöner” Aufwand 3 Artikel LESEN
0. Simbabwe – Mugabes Geburtstagssause
Simbabwes Präsident Robert Mugabe ist der älteste Staatschef in Afrika. Gerade ist er 91 geworden. An diesem Wochenende lässt er sich groß feiern. 20.000 Gäste werden erwartet. Auf dem Speiseplan: zwei Elefanten.
MIT VIDEO weiterlesen bei Deutsche Welle
http://www.dw.de/mugabes-geburtstagssause/a-18285592

1. Simbabwe: Mugabes 91 Jahre, ein “obszöner” Aufwand, prangert die Opposition an
2015.02.18 19:00 – AFP
Die Opposition gegen Präsident Robert Mugabe verurteilte Mittwoch die Organisation am Ende des Monats eines Geburtstagsbanketts für seine 91 Jahre an den berühmten Victoria Fällen: der Aufwand sei “obszön”.
“All das Geld, das für diese obszöne Versammlung gesammelt wurde, sollte umgehend für die Sanierung von in Trümmern liegenden öffentlichen Krankenhäusern, Kliniken und Schulen auf dem Land in der Provinz Matabeleland-Nord gegeben werden”, kritisierte Obert Gutu, der Sprecher der Bewegung für Democratischen Wandel (MDC) in einer Erklärung.
Mr. Gutu hat auch vorgeschlagen, dass die Gerichte des Geburtstagsfestes, wie zum Beispiel Wildfleisch, an Waisenhäuser und regionale Wohltätigkeitsorganisationen gehen.
Ein lokaler Geschäftsmann hat insbesondere vorgesehen zwei Elefanten, zwei Büffel, fünf Impalas und zwei schwarze Pferdeantilopen für die Festessen am 28. Februar.
Mugabe feiert seine 91 Jahre am nächsten Samstag. Am Freitag bildet ein Riesenkonzert in der Hauptstadt Harare den Auftakt zu den Feierlichkeiten, die im vergangenen Jahr zu einer Modenschau und einem Fußballspiel geführt hatten.
An der Macht seit Simbabwes Unabhängigkeit im Jahr 1980, hat Mugabe bisher allen alarmierenden Gerüchten über seine Gesundheit (wiederholt beschrieben als an der Schwelle des Todes, darunter Krebs … ) oder eine mögliche Bereitschaft zur Machtübergabe getrotzt.
Er warnte oft, dass er seine Hundertjahrfeier erleben würde, und die simbabwische Verfassung erlaubt es ihmtheoretisch , an der Macht zu bleiben, bis er 99 Jahre alt ist.
© 2015 AFP

2. Langzeitherrscher Robert Mugabe wird 91
21. Februar 2015, 11:18 http://derstandard.at/r652/Afrika
Elefantenschlachten und Mega-Party: In der Hauptstadt Harare soll eine Gala zu Ehren des umstrittenen Präsidenten stattfinden
Harare – Simbabwes Langzeitherrscher Robert Mugabe hat am Samstag seinen 91. Geburtstag gefeiert. Am Abend sollte in der Hauptstadt Harare eine Gala zu Ehren des umstrittenen Präsidenten stattfinden, der bereits seit 1980 in dem Land im südlichen Afrika an der Macht ist.
Am kommenden Samstag will Mugabe mit 20.000 Gästen auf einem Golfplatz direkt an den Victoriafällen feiern. Zu Ehren des Staatschefs sollen dabei zwei Elefanten geschlachtet werden.
Das Vorhaben wurde von Umweltschützern scharf kritisiert: “Die Pläne widern mich an, sie sind absolut unethisch”, sagte der Vorsitzende der Umweltorganisation “Zimbabwe Conservation Task Force”, Johnny Rodrigues, der Deutschen Presse-Agentur. “Wie kann Mugabe über Maßnahmen gegen das Wildern sprechen und dann gleichzeitig so etwas erlauben?”
Seit Jänner ist Mugabe für ein Jahr der neue Vorsitzende der Afrikanischen Union. Wegen seines autoritären Regierungsstils wird er vom Westen immer wieder scharf kritisiert. Erst am Freitag hatte die Europäische Union entschieden, ein gegen ihn und seine Frau verhängtes Einreiseverbot und weitere Sanktionen weiter aufrechtzuerhalten. (APA, 21.2.2015)

Mugabe bekennt erstmals Fehler in der Landreform, jetzt will er die Wildreservate 2 Artikel LESEN
1. Simbabwe: Mugabe droht, die Wildreservate der Weißen zu nehmen
2015.01.03 00:00 – AFP
Simbabwes Präsident Robert Mugabe, dessen Landreform der 2000er Jahre von der gewaltsamen Vertreibung von Tausenden von weißen Farmern markiert wurde, drohte am Samstag, die Wildreservate von Weißen zu vereinnahmen, im Ziel vor allem Amerikaner.
“Wir werden nun diese Wälder erobern”, sagte Mugabe, der seit der Unabhängigkeit im Jahr 1980 mit eiserner Faust herrscht, vor Unterstützern auf der Party seiner 91 Jahre, in einer großen Rede in Victoria Falls (Nordwesten).
“Es gibt viele Safaris im Land, und nur sehr wenige sind afrikanisch, die Mehrheit sind weiß.”
Robert Mugabe kritisierte insbesondere die Vereinigten Staaten, die ihren Bürgern erlauben, für Jagdtrophäen in sein Land zu kommen, während sie Sanktionen gegen sein Regime aufrecht erhalten.
“Aber die Amerikaner verhängen Sanktionen über uns, aber ihre eigenen Europäer (Weiße, Anmerkung) kommen her, sie haben immer noch Farmen und privat organisieren sie die Ankunft der Besucher aus Amerika. Sie kommen, um zu jagen, bezahlen bei sich selbst, töten die Tiere und nehmen Trophäen mit nach Hause”, sagte der alte Präsident.
“Sie (die Amerikaner) können nicht beides haben: Wenn sie Freunde sein wollen, dann müssen sie vollständig Freunde bei uns sein und dann lassen wir sie Safaris haben“, betonte er.
Die Jagd erwirtschaftet hundert Millionen Dollar pro Jahr und ernährt 800.000 Familien in Simbabwe. Das Verbot von Washington des Imports von Elfenbeinprodukten jedoch reduzierte den Umsatz des Sektor um 30% im vergangenen Jahr, nach Angaben des Verbandes der lokalen Safariunternehmen.
Wenn die Europäische Union auch vor kurzem ihre Sanktionen lockerte – in Kraft seit 2002 wegen seiner Verstöße gegen die Menschenrechte und Wahlbetrug — gegen das Zimbabwe-Regime, sagten die Vereinigten Staaten, das käme nicht in Frage.
Diese Schmährede von Robert Mugabe ist gleichzeitig mit einem Interview, wo er zum ersten Mal Fehler in seiner blutigen Agrarreform von 2000 zugegeben hat, dass er zu große Ländereien an schlecht ausgerüstete und schlecht ausgebildete schwarze Bauern umverteilt hatte.
© 2015 AFP


2. Simbabwe: Mugabe bekennt erstmals Fehler in der Landreform

2015.02.27 13:30 – AFP
Simbabwes Präsident Robert Mugabe hat zum ersten Mal Fehler in der umstrittenen Landreform der 2000er Jahre zugegeben, die markiert war durch die gewaltsame Vertreibung von Tausenden von weißen Farmern, um Land an schlecht ausgerüstete und schlecht ausgebildete schwarze Bauern zu verteilen.
“Ich denke, die Farmen, die wir verteilt haben, waren zu groß. Sie (die schwarzen Bauern) können sie nicht verwalten”, sagte er in einem Interview am Donnerstagabend im nationalen Fernsehen. “Letztendlich bewirtschaften die meisten von ihnen nur ein Drittel ihres Landes.”
Dieses Bekenntnis des alten Präsidenten, der gerade 91 geworden ist, ist eine Premiere, während Simbabwe sich in zehn Jahren von einem Nettonahrungsmittelexporteur zum Importeur wandelte. Das Land muss Weizen vom benachbarten Sambia kaufen und an anderer Stelle, und erhält Nahrungsmittelhilfe. Einige ländliche Bevölkerungen leiden an Mangel.
Damals löste die Zwangsenteignung von rund 4.000 weißen Farmern und Landverteilungen oft zum Vorteil politischer Genossen heftige Kritik der Opposition und in den westlichen Ländern aus.
Die neuen Eigentümer waren oft nicht in der Lage Betriebs weiterhin aufgrund mangelnder Fähigkeiten und Kapital auszustatten.
Aber Mugabe gab die Schuld der Pleite immer dem Klimawandels und europäischen Sanktionen gegen sein Land, welche ihm zufolge die Regierung hinderte, die Landwirte für die Ernten auszustatten.
Das Staatsoberhaupt drohte jedoch schwarzen Bauern, ihnen ihr Land wegzunehmen, wenn sie weißen Farmern unterverpachten, wie es manchmal der Fall war seit der Landreform.
Der simbabwische weißen Bauernverband prangert regelmäßig die Belästigung seiner Mitglieder durch Leute an, die behaupten, für die Regierung zu arbeiten, oder von leitenden Leuten der ZANU-PF-Partei von Präsident Mugabe, der das Land ohne Unterbrechung seit der Unabhängigkeit im Jahr 1980 regiert.
© 2015 AFP

EU gibt Millionen für Simbabwe LESEN
EU gibt Millionen für Simbabwe
Do, 2015-02-26 10:03 — Allgemeine Zeitung Namibia http://www.az.com.na/afrika
Europa nimmt neuen Anlauf zur Kooperation, verlängert aber die Sanktionen
Von Stefan Fischer, Windhoek/Harare/Brüssel
Am 16. Februar haben die Regierung Simbabwes und die Europäische Union laut einer gemeinsamen Presseerklärung das sogenannte Nationale Indikativ-Programm (NIP) unterzeichnet. Unter dieser „gemeinsamen Kooperationsstrategie“, die vom 11. Europäischen Entwicklungsfonds (EDF) für den Zeitraum 2014 bis 2020 finanziert werde, „wird die Europäische Union Entwicklungshilfe für Simbabwe in Höhe von 234 Millionen Euro zur Verfügung stellen“, heißt es. In der Mitteilung werden drei Kernbereiche der Unterstützung genannt: Gesundheit, Landwirtschaft sowie Regierungsführung und Institutionenaufbau.
Das Gesundheitswesen soll mit 88 Millionen Euro bedacht werden. Damit soll das nationale Gesundheitssystem sowie der „gleichwertige Zugang zu qualitativen Gesundheitsleistungen“ unterstützt werden, was am Ende den Gesundheitszustand der Bevölkerung erhöhen soll.
Der gleiche Betrag, also weitere 88 Millionen Euro, sind für die Entwicklung der Landwirtschaft vorgesehen. „Die Europäische Union wird dazu beitragen, einen diversifizierten, wettbewerbsfähigen, effizienten und nachhaltigen Agrarsektor auszubauen, der zu einem inklusiven Wirtschaftswachstum und zur Generierung von Einkommen beiträgt“, wird in der Mitteilung erklärt.
Geld für Frieden
Schließlich seien 45 Millionen Euro für den Bereich Regierungsführung und Institutionenaufbau bestimmt, wofür die Details wie folgt definiert werden: „Das übergeordnete Ziel ist die Stärkung der Rechtstaatlichkeit durch institutionellen Kapazitätsaufbau“ (also Personalaufbau). Dadurch sollen die „verantwortungsvolle Regierungsführung (good governance) einschließlich Finanzmanagement, Rechenschaftspflicht und Transparenz gefördert werden, um zu Simbabwes wirtschaftlicher Erholung, zur Konsolidierung der konstitutionellen und demokratischen Prozesse sowie zu Frieden und Stabilität beizutragen“.
Weitere sechs Millionen Euro seien für die Zivilgesellschaft vorgesehen, während drei Millionen Euro für das Büro des Finanz-Staatssekretärs und vier Millionen für die Fazilität der technischen Kooperation bestimmt seien.
Finanz-Staatssekretär Willard Manungo lobte die Unterstützung der EU, die „die Anstrengungen der Regierung ergänzen, ein Umfeld für nachhaltige ökonomische Initiativen und soziale Transformation der Menschen“ anzubieten. Indes wird Philippe van Damme, EU-Botschafter in Harere, zitiert, der das Abkommen einen „wichtigen Schritt in unserer Zusammenarbeit mit Simbabwe“ nannte. Er blicke mit Zuversicht auf die Programme, die das Ziel hätten, „die politischen und ökonomischen reformen zu unterstützen, die Simbabwe unternimmt“. Und: „Ein fruchtbarer Politik- und Konzeptdialog sollte die Kooperation unterstreichen.“
Sanktionen verlängert
Nur drei Tage nach Unterzeichnung der Vereinbarung ließ die EU im Zusammenhang mit Simbabwe wieder aufhorchen. So hat der Rat der Europäischen Union die gezielten Sanktionen gegen das Land verlängert. Dies wurde mit der „sich ständig verschlechternden Menschenrechtslage“ begründet. Konkret bedeutet dies: „Die um 12 Monate verlängerten Sanktionen bestehen in einem Verbot des Verkaufs, der Lieferung oder der Weitergabe von Waffen und technischer Beratung, Hilfe oder Ausbildung in Zusammenhang mit militärischen Maßnahmen und in einem Verbot des Verkaufs oder der Lieferung von Ausrüstungen, die zur internen Repression in Simbabwe verwendet werden könnten. Sie umfassen auch ein Reiseverbot für Personen, die schwerwiegende Verstöße gegen die Menschenrechte und die Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit in Simbabwe zu verantworten haben, sowie die Sicherstellung ihrer Gelder, sonstigen finanziellen Vermögenswerte oder wirtschaftlichen Ressourcen.“
Die Liste der von den Sanktionen betroffenen Personen sei aktualisiert worden. Dazu heißt es: „Mit den 2002 angenommenen und 2003 verlängerten Sanktionen sollen die betroffenen Personen dazu angehalten werden, Politiken zurückzuweisen, die zur Unterdrückung der Menschenrechte und des Rechts auf freie Meinungsäußerung führen und eine verantwortungsvolle Staatsführung unmöglich machen.“
Der Beschluss sei „ohne Aussprache“ auf der Tagung des Rates „Justiz und Inneres“ gefasst worden, heißt es in einer Pressemitteilung aus Brüssel.
Meinung aus Namibia: Die Widersprüche von Simbabwe LESEN
Do, 2015-02-26 10:03 — Stefan Fischer, Allgemeine Zeitung Namibia http://www.az.com.na/afrika
Es nimmt schon groteske Züge an, was Gutmenschentum in Brüsseler EU-Amtsstuben alles anrichten kann. Zum Beispiel die moralische Stärkung von Simbabwes Staatschef Robert Mugabe. Der Diktator, der sein Volk aus Machtgier hungern lässt und unterdrückt, bekommt jetzt Millionen aus dem Füllhorn der Europäischen Union. Dieser Geldregen ist auch eine Bestätigung der Politik des 91-Jährigen, den ausgerechnet die EU durch Sanktionen zur Räson bringen will.
Die EU und die Regierung Simbabwes haben eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach das Krisenland 234 Millionen Euro bekommt und für drei Kernbereiche ausgeben will: Gesundheit, Landwirtschaft sowie Regierungsführung. Der Vertrag wurde kräftig gefeiert; auf Seiten der EU sicher aus Gefühlsduselei und von der simbabwischen Regierung als moralischer Sieg über die mächtige Europäische Union, die nur drei Tage danach die Sanktionen gegen Simbabwe wegen der „sich ständig verschlechternden Menschenrechtslage“ um ein Jahr verlängert hat. Konkret heißt das, dass Simbabwe jegliche Unterstützung fürs Militär verwehrt wird. Außerdem werden Auslandskonten eingefroren, darüber hinaus dürfen Staatschef Mugabe und seine Ehefrau Grace nicht in die EU einreisen. Das alles sind Einschränkungen, die Robert Mugabe nur ein müdes Lächeln entlocken dürften angesichts der großzügigen Finanzspritze. Jetzt wird mit fremden Geld ansatzweise das aufgebaut, was der Diktator zerstört hat.
Man kann den Steuerzahler in der EU ob der Leichtigkeit, mit der Brüsseler Beamte fremdes Geld ausgeben, nur bedauern; wobei als sicher gilt, dass die meisten Menschen in Europa weder ahnen noch wissen, dass und wie ihr Geld an dieses Regime in Afrika verprasst wird – geschweige denn werden sie erfahren, ob das Geld auch dort ankommt, wofür es bestimmt ist.
Genau 88 Millionen Euro aus dem EU-Füllhorn sind für die Landwirtschaft Simbabwes bestimmt, die völlig am Boden liegt. Und das nicht etwa durch Wetter- oder Klimakatastrophen, sondern durch den blinden Hass eines Staatschefs, der tausende Landwirte von ihren Farmen gejagt und ihnen damit nicht nur die unternehmerische Existenz, sondern auch das Zuhause entrissen hat. Der Agrarsektor ging folglich zu Boden und Simbabwe wurde vom Lebensmittel-Exporteur zum -Importeur. Die Krise ist also Mensch gemacht, genauer: Mugabe gemacht. Und nun darf der europäische Steuerzahler die Scherben wieder kitten. Die Krönung ist die Unterstützung der Rechtstaatlichkeit, dafür bekommt die Regierung 45 Millionen Euro. Die EU sollte wissen: Rechtstaatlichkeit kann man nicht kaufen; sie ist in Simbabwe nicht zugrunde gegangen, weil Geld fehlte, sondern weil es politisch so gewollt war.
Die EU-Millionen sind ein Hohn für die Menschen, die den Niedergang ihrer Heimat miterlebt haben. Man muss im Wegsehen und Schönreden gut geübt sein, um diese Widersprüche zu ertragen.
Aus Zimbabwe: “Die verwehte Zukunft der Jugend von Simbabwe” LESEN
Die verwehte Zukunft der Jugend von Simbabwe
2013.12.20 um 20:33 Uhr http://www.slateafrique.com/
Obwohl gut ausgebildet, haben junge Simbabwer Mühe, um Arbeit zu finden. Zeugnisse.
Robert Mugabe predigt in der Wüste. Angesichts einer Jugend, die als einzige Oase das Weggehen hat, werden seine Appelle an den Patriotismus zur Fata Morgana. Es ist schon 33 Jahre, dass der Vater der Unabhängigkeit an der Macht ist und die Zukunft Simbabwes verflüchtigt sich nach wie vor wie Sand in der Hand. Jeder Verbesserung folgen dramatische Maßnahmen, die das Land wieder in die Flaute tauchen. Letzte Schrei: die Verbannung von ausländischen Händlern im Rahmen der Naturalisierungspolitik, die an die dramatische Vertreibung der Inder aus Uganda von Idi Amin im Jahr 1972 erinnert.
“Indigenisierung, warum nicht, es kann aber nur funktionieren, wenn es Geld gibt“, beklagt Danai Rsomo, ein Student der Universität von Hartfield, Ingenieurschule in Harare, in einem Interview mit The Zimbabwean. Um mein eigenes Unternehmen zu gründen, brauche ich eine Menge Kapital und eine Erfahrung, die ich nicht habe. Die Lage in Simbabwe ist erschreckend, und ich bin entschlossen zu gehen, um das hier gewonnene Know-how ausüben zu können. Ich hoffe, in einem Jahrzehnt wieder zu kommen und mein Unternehmen aufzubauen. ”
Wenn die Wirtschaft auch etwas an Schwung gewonnen hat seit der Wirtschaftskrise von 2008, sind die Chancen für junge Menschen immer noch selten. Die Exporte, angetrieben durch den Bergbausektor, bieten keine Arbeitsplätze für qualifizierte Arbeitskräfte. Der leistungsfähige Bildungssektor in Simbabwe – 30ter in der Welt im Wettbewerbsfähigkeits-Index des Weltwirtschafts Forums – ermöglicht den neuen Absolventen nicht, legale Arbeit zu finden: nur 22% der Arbeitnehmer im Alter von 16 bis 18 haben einen regulären Arbeitsplatz, während 3,7 Millionen Simbabwer im informellen Sektor fristen.
“Meine Eltern haben in meine Ausbildung investiert, und das wäre Missbrauch, auf der Straße herumzuhängen wie die Mehrheit der Hochschulabsolventen es tun. Ich bewerbe mich überall, Dubai, Australien, Südafrika und Namibia, wo die Berufsaussichten besser sind”, sagt Said Darell Manyonwa, der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Highfield in Harare studierte.
Land in der Krise
Die Rückkehr zum Wachstum bleibt unberechenbar. Die jüngsten Entwicklungen des BIP, das von 10,6% im Jahr 2011 auf 4,4% im Jahr 2012 stürzte, markieren die Abhängigkeit der Wirtschaft von den Rohstoffen und die veralternde Infrastruktur. Erhöhte Anfälligkeit gibt es durch schwachen Schutz des geistigen Eigentums, Schwierigkeiten beim Zugang zu Krediten und der Unsicherheit über das Investitionsklima. Um die Entwicklung des Landes zu unterstützen, hat Mugabe beschlossen, westliche Embargos durch die Einführung einer “Ostpolitik” zu umgehen, um den Handel mit Asien favorisieren. Ein Prisma, das nicht jedermanns Sache ist.
“Ich fürchte, dass die Regierung auf ihren feindlichen Positionen gegenüber den westlichen Ländern bleibt, denn wir brauchen die Investoren, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unseres Landes zu stärken und Arbeitsplätze zu schaffen”, denkt Wunsch Moyo, Direktor des Victory Siyanqoba Trust, eine Organisation, die die künstlerischen Talente der Jugendlichen fördert. “Die Politik des Ostens ist nicht möglich, weil der Osten in den Westen schaut“, versteht die junge Fotunate Taruva. „Wir brauchen alle, und wir sollten keine Hindernisse für die wirtschaftliche Entwicklung errichten. […] Unsere Zukunft ist gestohlen, weil wir nicht die Möglichkeit zu arbeiten und Geld zu verdienen haben wie die alten Generationen. “
Zimbabwe: les 91 ans de Mugabe, une dépense “obscène” dénonce l’opposition LIRE
Zimbabwe: les 91 ans de Mugabe, une dépense “obscène” dénonce l’opposition
18.02.2015 à 19:00 – AFP
L’opposition au président zimbabwéen Robert Mugabe a dénoncé mercredi l’organisation à la fin du mois d’un banquet d’anniversaire pour ses 91 ans aux célèbres chutes Victoria, dénonçant une dépense “obscène”.
“Tout l’argent collecté pour ce rassemblement obscène devrait être immédiatement donné pour la réhabilitation des hôpitaux publics en ruine, des cliniques et des écoles rurales dans la province du Matabeleland du Nord”, a critiqué Obert Gutu, porte-parole du Mouvement pour le changement démocratique (MDC) dans un communiqué.
M. Gutu a aussi suggéré que les mets du festin d’anniversaire prévus pour les invités, comme de la viande de gibier, aillent aux orphelinats et aux organismes de charité de la région.
Un homme d’affaires local a notamment prévu deux éléphants, deux buffles, cinq impalas et deux antilopes hippotragues noires pour le repas de fête organisé le 28 février.
M. Mugabe aura 91 ans samedi prochain. Vendredi, un concert géant sera donné à Harare la capitale en prélude aux festivités qui, l’an dernier, avait donné lieu à un défilé de mode et un match de football.
Au pouvoir depuis l’indépendance du Zimbabwe en 1980, Robert Mugabe a jusqu’ici fait mentir toutes les rumeurs alarmistes au sujet de son état de santé (décrit à maintes reprises au seuil de la mort, atteint notamment d’un cancer…) ou bien d’une éventuelle volonté de passer la main.
Il a prévenu qu’il finirait centenaire, et la Constitution zimbabwéenne lui permet théoriquement de rester au pouvoir jusqu’à ses 99 ans.
© 2015 AFP
Mugabe menace de saisir les réserves privées des Blancs LIRE
Zimbabwe: Mugabe menace de saisir les réserves privées des Blancs
01.03.2015 à 00:00 – AFP
Le président zimbabwéen Robert Mugabe, dont la réforme agraire des années 2000 avait été marquée par la violente éviction de milliers de fermiers blancs, a menacé samedi de s’en prendre aux réserves animalières tenues par des Blancs, visant en particulier les Américains.
“Nous allons maintenant envahir ces forêts”, a déclaré M. Mugabe, qui dirige le pays d’une main de fer depuis l’indépendance en 1980, dans un grand discours prononcé devant ses partisans lors de la fête de ses 91 ans, à Victoria Falls (nord-ouest).
“Il y a beaucoup de safaris dans la campagne, très peu sont africains, la majorité sont blancs.”
Robert Mugabe a en particulier fustigé les Etats-Unis, qui permettent à leurs ressortissants de venir chasser des trophées dans son pays, alors qu’ils maintiennent des sanctions contre son régime.
“Mais les Américains nous imposent des sanctions, mais leurs propres Européens (Blancs, ndlr) viennent, ils ont toujours des fermes et, en privé, ils organisent la venue de visiteurs d’Amérique. Ils viennent chasser, se paient eux-mêmes, tuent les animaux et rapportent des trophées avec eux”, a relevé le vieux président.
“Ils (les Américains) ne peuvent pas avoir les deux: s’ils veulent être amis, puis ils doivent être entièrement amis avec nous et alors nous leur permettrons d’avoir des safaris. Mais ils ne peuvent pas dire +permettez à nos gens de venir, permettez à nos gens d’avoir des safaris pour tuer nos lions et emporter des trophées en Amérique+”, a-t-il insisté.
La chasse rapporte une centaine de millions de dollars par an et fait vivre 800.000 familles au Zimbabwe. L’interdiction par Washington de l’importation de produits en ivoire a cependant fait baisser le chiffre d’affaires de la filière de 30% l’an dernier, selon l’association des opérateurs de safaris locale.
Si l’Union européenne a récemment allégé ses sanctions –imposées depuis 2002 en raison de ses atteintes au droit de l’homme et ses tricheries électorales– contre le régime zimbabwéen, les Etats-Unis ont indiqué qu’il n’en était pas question.
Cette diatribe de Robert Mugabe vient alors qu’il a pour la première fois admis, dans une interview jeudi, des erreurs dans sa sanglante réforme agraire des années 2000, admettant qu’il avait redistribué des fermes trop grandes à des fermiers noirs sous-équipés et mal formés.
© 2015 AFP
Mugabe admet 1ère fois des erreurs dans la réforme agraire LIRE
Zimbabwe: Mugabe admet pour la 1ère fois des erreurs dans la réforme agraire
27.02.2015 à 13:30 – AFP
Le président zimbabwéen Robert Mugabe a admis pour la première fois des erreurs dans la très controversée réforme agraire des années 2000, marquée par l’éviction violente de milliers de fermiers blancs pour redistribuer la terre à des fermiers noirs sous-équipés et mal formés.
“Je pense que les fermes que nous avons données étaient trop grandes. Ils ne peuvent pas les gérer”, a-t-il dit dans une interview enregistrée jeudi soir par la télévision nationale. “Finalement, la plupart d’entre eux ne cultivent qu’un tiers de leurs terres”.
Cet aveu du vieux président, qui vient de fêter ses 91 ans, est une première, alors que le Zimbabwe est passé en dix ans du statut d’exportateur net de produits alimentaires à celui d’importateur. Le pays doit acheter du blé à la Zambie voisine et ailleurs et reçoit de l’aide alimentaire. Certaines populations rurales souffrent de disette.
A l’époque, l’expropriation forcée d’environ 4.000 fermiers blancs et la redistribution des terres, souvent au bénéfice de proches du pouvoir, avait suscité de vives critiques de l’opposition et des pays occidentaux.
Les nouveaux propriétaires ont souvent été incapables de poursuivre l’exploitation, faute de compétences et de capital pour s’équiper.
Mais Mugabe avait toujours mis les mauvaises récoltes sur le dos des changements climatiques et des sanctions européennes contre son pays, qui avaient empêché selon lui le gouvernement d’équiper les agriculteurs.
Le chef de l’Etat a cependant menacé les fermiers noirs de leur retirer leurs terres s’ils les sous-louaient à des agriculteurs blancs, ce qui a été parfois le cas depuis la réforme agraire.
Le syndicat zimbabwéen des agriculteurs blancs dénonce régulièrement le harcèlement de ses adhérents par des gens affirmant travailler pour le gouvernement ou par de hauts responsables de la Zanu-PF, le parti du président Mugabe, qui dirige le pays sans interruption depuis l’indépendance en 1980.
© 2015 AFP
L’avenir envolé de la jeunesse zimbabwéenne – Témoignages LIRE
L’avenir envolé de la jeunesse zimbabwéenne
20/12/2013 à 20:33 http://www.slateafrique.com/
Bien formés, les jeunes Zimbabwéens peinent pourtant à trouver du travail. Témoignages.
Robert Mugabe prêche dans le désert. Face à une jeunesse qui a le départ pour seule oasis, ses appels au patriotisme tiennent du mirage. Cela fait maintenant 33 ans que le père de l’indépendance est au pouvoir et l’avenir du Zimbabwe ne cesse de s’échapper comme le sable dans la main. A chaque embellie, succède des mesures dramatiques qui replongent le pays dans le marasme. Dernière lubie en date: la mise au ban des commerçants étrangers dans le cadre de la politique d’indigénisation, qui n’est pas sans rappeler la dramatique expulsion des Indiens de l’Ouganda par Idi Amin Dada en 1972.
«L’indigénisation, pourquoi pas, mais ça ne peut marcher que s’il y a de l’argent se désole Danai Rsomo, une étudiante de l’école d’ingénieurs de l’université Hartfield à Harare, dans un entretien à The Zimbabwean. Pour que je puisse monter ma propre entreprise, il me faut beaucoup de capital et une expérience que je n’ai pas. La situation est déplorable au Zimbabwe et je suis déterminée à partir pour mettre en pratique l’expertise que j’ai acquise ici. J’espère pouvoir revenir et monter mon business dans une dizaine d’années.»
Si l’économie a retrouvé un certain dynamisme depuis le crise économique de 2008, les opportunités pour les jeunes sont toujours rares. Les exportations, dopées par le secteur minier ne fournissent pas d’emplois à une main-d’œuvre pourtant qualifiée. Le secteur éducatif performant du Zimbabwe —classé à la trentième place mondiale par l’index de compétitivité du World Economic Forum—, ne permet pas aux nouveaux diplômés de trouver du travail légalement: seuls 22% des travailleurs âgés de 16 à 18 ans ont un emploi déclaré alors que 3,7 millions de zimbabwéens vivotent dans le secteur informel.
«Mes parents ont investi dans mon éducation, et ce serait en faire mauvais usage que de traîner dans la rue comme le font la majorité des diplômés. Je suis en train d’envoyer ma candidature un peu partout, à Dubai, en Australie en Afrique du Sud et en Namibie où les perspectives d’emploi sont meilleures» raconte Said Darell Manyonwa, qui a étudié l’économie à l’Université de Highfield d’Harare.
Pays en crise
Le retour à la croissance demeure erratique. Les récentes évolutions du PIB, qui est passé de 10,6% en 2011 à 4,4% en 2012, mettent en évidence la dépendance de l’économie au cours des matières premières, et la vétusté des infrastructures. Une vulnérabilité accrue par la faiblesse de la protection de la propriété intellectuelle, la difficulté de l’accès au crédit et l’incertitude qui pèse sur le climat d’investissement. Pour soutenir  le développement du pays, Robert Mugabe a choisi de contourner les embargos des occidentaux en lançant une «politique de l’Est» afin de privilégier les échanges avec l’Asie. Un prisme qui ne séduit pas tout le monde.
«J’ai peur que le gouvernement reste sur ses positions hostiles à l’égard de pays occidentaux car nous avons besoin d’investisseurs pour booster les performances économiques de notre pays et créer de l’emploi», pense Desire Moyo, directeur de Victory Siyanqoba Trust, un organisme qui promeut les talents artistiques des jeunes. «La politique de l’Est n’est pas possible car l’Est regarde vers l’Ouest croit savoir la jeune Fotunate Taruva. Nous avons besoin de tout le monde et nous ne devrions pas dresser des barrières économiques qui entravent le développement. […] Notre futur est volé car nous n’avons pas l’opportunité de travailler et de gagner de l’argent comme les vieilles générations.»

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=> => DE+FR Rubrik Zimbabwe in Afrikanews Archiv No1 2010-2014, ~ 120 posts