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Völkermord: Ruanda-Tribunal ICTR schließt – Bilanz

Génocide Rwanda: Le tribunal TPIR ferme – le bilan

Gedenkfeier im Stadion von Kigali, 20 Jahre nach dem Genozid

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1. Mission erfüllt? Das Ruanda-Tribunal schließt von Deutsche Welle, LESEN
29.12.2015 Deutsche Welle http://www.dw.com/search/de/ictr/category/9077/
Am 31.12.2015 stellt der Internationale Gerichtshof für den Völkermord in Ruanda die Arbeit ein. Konnte dieses Gericht den Genozid juristisch aufarbeiten? Das “Urteil” fällt widersprüchlich aus.
Ruanda 1994: extremistische Medien rufen zu Mord auf, radikalisierte Hutu schlachten erbarmungslos Angehörige der Tutsi-Minderheit und moderate Hutu ab, in den Flüssen treiben die Leichen. Innerhalb von nur 100 Tagen werden nach UN-Schätzungen zwischen 800.000 und einer Million Menschen systematisch verfolgt und getötet. Der Rest der Welt schaut tatenlos zu.
Nach diesem Verbrechen, einem der schlimmsten der Menschheitsgeschichte, will die Internationale Gemeinschaft ein Zeichen setzen: Man will endlich handeln und beweisen, dass internationale Strafjustiz keine Utopie ist, sondern möglich.
Auf Beschluss des UN-Sicherheitsrates wird Anfang 1995 der Internationale Strafgerichthof für Ruanda (ICTR) in der nordtansanischen Stadt Arusha eingerichtet. Es ist ein Experiment der internationalen Gerechtigkeit.
61 Schuldsprüche, 14 Freisprüche
Am 1. Januar 2016 wird dieses Experiment Geschichte sein: Nach 21 Jahren schließt der ICTR für immer. Sein Auftrag ist beendet. Boubacar Diallo, bis zuletzt Generalstaatsanwalt beim ICTR, zieht eine positive Bilanz: “Wir haben außerordentlich viele Fälle bearbeitet”, sagt er im Interview mit der DW. Dem Ruanda-Tribunal sei es gelungen, Militärchefs, Lokalpolitiker, Journalisten und auch Verwaltungschefs, die am Völkermord beteiligt gewesen seien, vor Gericht zu stellen. Zudem habe das ICTR einen Großteil der Gesetzgebung verfasst, die heute anderen Gerichten weltweit als Vorlage dient: “Diese Gerichte können nun den so wichtigen Kampf gegen die Straflosigkeit auf unserer Welt fortsetzen”, fasst Diallo zusammen.
1998 verurteilte das Ruanda-Tribunal als erstes internationales Strafgericht einen Angeklagten wegen Völkermords. Rund vier Fünftel der mutmaßlichen Hauptverantwortlichen für den Genozid 1994 konnten in den Jahren danach festgenommen und vor Gericht gestellt werden. Gegen 93 Personen erhob der ICTR Anklage. 61 wurden schuldig, 14 frei gesprochen. Die meisten Beobachter sind sich einig: Im Großen und Ganzen habe das ICTR die ihm übertragenen Aufgaben erfüllt.
Geraldine Mattioli-Zeltner von Human Rights Watch bestätigt, dass das ICTR einen großen Beitrag zum Aufbau einer Internationalen Strafverfolgung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit geleistet habe. Der Strafgerichtshof für Ruanda sei ein Meilenstein auf dem Weg zur Errichtung des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag gewesen. Neun Angeklagte konnten jedoch nicht nach Arusha überführt werden. Aber diese Fälle würden keineswegs vergessen, sondern von einer Auffang-Institution unter der Ägide der UNO weiterverfolgt, betont Generalstaatsanwalt Diallo.
Keine Strafverfolgung von Tutsi-Rebellen
Neben Anerkennung für die geleistete Arbeit bekommt das ICTR immer wieder Kritik zu hören: Problematisch sei vor allem, dass in den fast 21 Jahren die Rolle von ehemaligen Tutsi-Rebellen, die heute Führungspositionen in Ruanda besetzen, ungeklärt geblieben sei. Das ICTR habe auch das Mandat gehabt, die Straftaten der Tutsis zu verfolgen, sagt Mattioli-Zeltner: “Doch es wurde keine einzige Straftat der RPF untersucht. Wir halten es für sehr problematisch, dass diese andere Seite des Genozids von dem Gericht nicht aufgearbeitet wurde.” Die Tutsi-Organisation RPF (Rwandan Patriotic Front) vom heutigen ruandischen Präsidenten Paul Kagame hatte 1994 dem Genozid ein Ende bereitet.
Ein weiterer Kritikpunkt am ICTR: Die strafrechtliche Aufarbeitung der Ereignisse von 1994 habe sich als äußerst kostspielig erwiesen. An die zwei Milliarden US-Dollar soll das Ruanda-Tribunal insgesamt verschlungen haben. In der Vergangenheit wurde der Gerichtshof, an dem zweitweise mehr als 1200 Menschen beschäftigt waren, wiederholt wegen Ineffizienz, fehlender Professionalität und Korruption kritisiert.
Wie geht es weiter?
Klar ist: Wenn das ICTR am 31.12.2015 seine Pforten schließt, werden die Gräueltaten noch immer nicht ganz aufgearbeitet sein. In Gerichten in Ruanda dauern die – vorwiegend gegen Zivilisten laufenden – Prozesse noch an.
Menschenrechtsaktivistin Mattioli-Zeltner appelliert an die Staatengemeinschaft, gerade nach der Schließung des ICTR die verbliebenen Täter und Hintermänner des Genozids in Ruanda zu verfolgen. “Nach dem Genozid 1994 sind viele der Straftäter in andere Länder geflohen. Unserer Meinung nach ist es sehr wichtig, dass diese Länder weiterhin wachsam bleiben. Und wenn der Verdacht aufkommt, dass jemand in den Völkermord involviert ist, dann können auch Drittstaaten diese Fälle untersuchen und die verdächtigen Personen vor Gericht stellen.”
Ein solcher Prozess wurde am Dienstag (29.12.2015) in Deutschland beendet: Wegen Mittäterschaft am Völkermord in Ruanda hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main einen früheren ruandischen Bürgermeister zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Angeklagte Onesphore Ruwabukombe habe im April 1994 “wissentlich und willentlich” ein Massaker auf einem Kirchengelände “vorbereitet, organisiert, befehligt und ausgeführt”, befand das Gericht.
Mitarbeit: Frejus Quenum

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2. 100 Tage des Mordens, 20 Jahre der Aufarbeitung von detektor.fm LESEN und HÖREN
17.12.2015
800.000 Tote in 100 Tagen. Das war die tragische Bilanz des Völkermordes von Ruanda. Im Sommer 1994 ermordete die Hutu-Mehrheit fast 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi. Nun beendet der “Internationale Strafgerichtshof für Ruanda” seine Arbeit. Er sollte die Drahtzieher des Genozids verurteilen. LESEN UND HÖREN HIER bei detektor.fm http://detektor.fm/gesellschaft/ruanda
1. Le Tribunal pénal international pour le Rwanda ferme ses portes, quel bilan ? par jeuneafrique, LIRE
31 décembre 2015 à 12h36 – http://www.jeuneafrique.com/rubriques/justice/
Le Tribunal pénal international pour le Rwanda ferme ses portes jeudi. Créé en 1995, il aura mis en accusation 93 personnes dont 61 ont été condamnées. Il s’est aussi attiré de nombreuses critiques. Bilan de la première juridiction à avoir jugé, en Afrique, des crimes de génocide.
Quel bilan chiffré pour le TPIR ?
Ouvert en 1995 à Arusha, en Tanzanie, le Tribunal pénal international pour le Rwanda (TPIR), a mis en accusation 93 personnes. 85 procès ont été terminés, dont cinq ont été transférés vers d’autres juridictions, au Rwanda et en France, et 61 personnes ont été condamnées, dont une dizaine à la prison à perpétuité en première instance, avant de voir la sanction parfois réduite en appel.
61 personnes ont été condamnées
Parmi elles, seize ont déjà purgé leur peine et trois sont décédées. En revanche, quatorze accusés ont été acquittés, deux sont décédés avant le jugement et deux autres ont vu l’acte d’accusation être retiré. Huit suspects sont toujours en fuite, dont trois relèvent désormais de la compétence du Mécanisme pour les tribunaux pénaux internationaux de l’ONU (MTPI). Parmi eux : Félicien Kabuga, considéré comme le « financier du génocide ».
Le dernier jugement rendu par le TPIR remonte au 14 décembre dernier dans l’affaire contre l’ancienne ministre de la Famille et de la Promotion féminine, Pauline Nyiramasuhuko, et cinq coaccusés. Première femme inculpée pour génocide par un tribunal international, elle a écopé, en appel, d’une peine de 47 ans d’emprisonnement.
Quid de la suite ?
Le jugement de présumés génocidaires ne s’arrête pas pour autant avec la fermeture du TPIR. Celui-ci a ainsi transmis trois affaires au Mécanisme pour les tribunaux pénaux internationaux de l’ONU, qui assurera le suivi des dossiers.
Les juridictions nationales peuvent également se saisir d’affaires, comme c’est le cas au Rwanda, en France, en Belgique, en Allemagne ou en Finlande. Onesphore Rwabukombe, 58 ans, a ainsi été condamné à « la prison à vie (…) pour sa participation au génocide au Rwanda en 1994 », par la Cour d’appel de Francfort, en Allemagne, mardi 29 décembre.
Trois affaires ont été transmises au Mécanisme pour les tribunaux pénaux internationaux de l’ONU
Installé en Allemagne depuis 2002, cet ancien maire de Muvumba, dans le nord-est du Rwanda, comparaissait pour son rôle dans le massacre le 11 mai 1994 de plus de 400 Tutsis réfugiés dans une église de Kiziguro, à environ 80 kilomètres au sud de Muvumba.
Kigali satisfait ?
Lent, coûteux – en 2011, le coût du TPIR a été estimé à près de 2 milliards d’euros- mal au fait de la réalité rwandaise, pas assez proche des victimes, qui n’ont pu y intervenir qu’en tant que témoins et n’ont jamais pu obtenir réparation… le TPIR s’est attiré de nombreuses critiques.
Le Rwanda n’avait ainsi pas souhaité l’accueillir sur son sol, en désaccord avec son mandat, qui couvrait aussi d’éventuels crimes commis par le Front patriotique rwandais (FPR), lors de son offensive ayant mis fin au génocide. Kigali a également systématiquement fustigé les acquittements qui y ont été prononcés et le procureur général rwandais, Richard Muhumuza, déplorait notamment « le petit nombre de suspects » jugés à Arusha.
De plus, le Tribunal n’a jamais tranché la question de la planification et de la préparation du génocide. Son mandat débutait d’ailleurs au début de l’année 1994, ce que dénonçait Kigali, pour qui le génocide avait été préparé dès 1990, voire même dès les premiers pogroms anti-tutsis des années 1950.
Toutefois, le TPIR n’a pas constitué le seul dispositif de jugement post-génocide. Pour des vols, des viols, des meurtres, des centaines de milliers d’autres personnes ont été jugés lors des gacaca, juridictions populaires chargées de régler les contentieux.
Une coopération suffisante ?
Privé de police propre, le TPIR reposait en outre sur la coopération, pas toujours évidente, de pays tiers pour arrêter les fugitifs. La justice internationale aura toujours « un grand défaut », estimait fin 2014 Carla del Ponte, ex-procureur du TPIR écartée, dit-elle, pour avoir tenté d’enquêter sur des responsables du FPR : elle a beau constituer « le bon chemin », elle dépendra toujours « de la volonté politique de la communauté internationale ».
« Contrairement aux déclarations des hommes politiques de tout bord, la France semble bien devenue un « havre de paix » pour les personnes soupçonnées d’avoir participé au génocide », dénonçait ainsi Alain Gauthier dans une interview au Monde mi-décembre. « Félicien Kabuga, considéré comme le « financier du génocide ». Où se cache-t-il ? On suppose qu’il est en Afrique, protégé par un gouvernement », ajoutait-il.
Pour le greffier du TPIR, Bongani Majola, l’avenir réside donc sans doute davantage à des procès organisés aux niveaux national ou régional, « où il y aura peut-être plus de coopération » entre États, à l’exemple de la juridiction spéciale créée en 2012 à Dakar par un accord entre l’Union africaine et le Sénégal pour juger l’ex-dictateur tchadien Hissène Habré.
2. Rwanda: « Certains crimes de guerre sont demeurés impunis au TPIR » INTERVIEW, par rf – LIRE
Par Laura Martel – jeudi 31 décembre 2015 – http://www.rfi.fr/emission/invite-afrique
Le Tribunal international pour le Rwanda ferme formellement ses portes aujourd’hui, 31 décembre 2015. Suite au génocide qui a fait plus de 800 000 morts, le TPIR crée par l’ONU a ouvert en 1995 à Arusha en Tanzanie. 20 ans plus tard, le bilan est mitigé estime Florence Hartmann, porte-parole du tribunal de 2000 à 2003 et auteure de « Paix et châtiment, Les guerres secrètes de la politique et de la justice internationales » (Editions. Flammarion)
RFI : En 20 ans d’existence du TPIR, combien de personnes ont été poursuivies par le tribunal ?
Florence Hartmann : Le tribunal a poursuivi 93 personnes. Un certain nombre n’ont pas été jugées, 61 ont été condamnées, quelques-unes ont été acquittées bien sûr, mais nous avons toujours quelques fugitifs, trois fugitifs, qui doivent être jugés par le TPIR. Donc il existera un mécanisme résiduel pour s’occuper de ces personnes. Mais le TPIR a fait un gros travail qui a touché l’organisation et les hauts responsables du génocide : le Premier ministre de l’époque, Jean Kambanda, des dirigeants militaires, un certain nombre de ministres et des bourgmestres qui ont mis en œuvre cette politique génocidaire au Rwanda.
Le tribunal devait juger les hautes personnalités impliquées dans le génocide, mais aussi dans les autres crimes commis entre janvier et décembre 1994. A-t-il pleinement rempli sa mission ?
La reconstruction des évènements et les principaux responsables ont été poursuivis. Toute l’histoire n’a pas pour autant été dite. Il reste des zones d’ombre, notamment l’attentat contre l’avion d’Habyarimana, le président à l’époque du Rwanda, qui marque le déclenchement du génocide. On ne connaît pas exactement les auteurs. Le tribunal ne devait pas poursuivre simplement les responsables du génocide rwandais contre les Tutsis. Son mandat couvrait tous les crimes relevant des violations des règles de la guerre, de crimes contre l’humanité et du génocide. Et des crimes de guerre ont été commis par les forces tutsies, disons de Kagame, et personne n’a été poursuivi.
Aucun crime du FPR – le groupe rebelle qui a mis fin au génocide et qui est depuis le parti au pouvoir au Rwanda – n’a pas été jugé. Peut-on parler de justice des vainqueurs ?
C’est une critique très forte parce que certes, les Tutsis sont les principales victimes, mais leur force armée, celle du FPR qui est venu stopper les génocidaires, a commis des crimes de guerre qui ne relèvent peut-être pas d’une politique systématique qui serait du crime contre l’humanité, mais qui sont toutefois des crimes du droit pénal international. Ils n’ont pas été jugés. Carla Del Ponte, qui a été procureure générale du TPIR avait entamé ces enquêtes et a été évincée du TPIR pour l’empêcher de rendre des mandats d’arrêt pour crimes de guerre contre certains hauts responsables du FPR.
Les relations entre le TPIR et les autorités rwandaises n’ont pas toujours été faciles. Et justement, avec cet épisode de pression contre la procureure Del Ponte dont le mandat n’a pas été renouvelé en 2003.
Absolument. Pour les autorités rwandaises, qui sont toujours les mêmes sous la présidence de Paul Kagame qui dirigeait le FPR à l’époque, il était clair – son avis, il a essayé de l’imposer et il a réussi – le TPIR ne devait s’intéresser qu’au génocide contre les Tutsis et à rien d’autre. Or, le mandat lorsqu’il a été créé n’était pas une justice sélective. Ça ne remettait absolument pas en cause le fait qu’un génocide a été commis contre les Tutsis par le pouvoir hutu. D’autres personnes pouvaient être inculpées pour des crimes moindres. Mais Kagame a fait énormément pression auprès des pays européens et les Etats-Unis pour que ces autres enquêtes qui auraient contribué, non pas à la mise en égalité de tous les criminels, mais l’équité de la justice et peut-être d’ailleurs, son acceptation dans la région, sa crédibilité, a été entamée par le fait qu’il y a eu une justice sélective et finalement une justice des vainqueurs. Alors que lorsque ces tribunaux dans les années 90 ont été créés, c’était justement pour ne pas faire une justice de vainqueurs, mais une justice qui ne se concentre pas simplement sur une partie et qui dissuade cette manière-là des crimes d’avenir. Mais justice internationale, on est au niveau des relations internationales et évidemment, il y a une interférence politique qui est énorme. Donc le rêve d’une justice internationale n’a pas été réalisé et le TPIR en est un exemple.
Le TPIR a toutefois fait progresser la justice internationale ?
Après vingt ans, il y a des frustrations, il y a des critiques vis-à-vis du TPIR, mais il y a aussi énormément d’avancées et des points très importants. Il est le premier à avoir émis des condamnations sur le génocide. Nuremberg à l’époque de la Deuxième Guerre mondiale n’avait pas cette définition du crime de génocide. Par ailleurs, des condamnations ont été rendues vis-à-vis de personnes qui ont participé à l’incitation au génocide via les médias. Ça, c’est une première aussi. Le TPIR a aussi permis de faire évoluer la jurisprudence, parce que jusque-là, dans les années 90, nous n’avions pas d’instance judiciaire internationale. Les codes pénaux de nos pays européens et d’autres pays ont évolué. On peut poursuive les responsables de crimes de guerre de conflits beaucoup plus récents dans nos pays même si ce sont des étrangers, voire devant d’autres instances internationales qui existent toujours. Par ailleurs, ce tribunal, qui est jumeau du tribunal pour l’ex-Yougoslavie tous les deux créés, l’un en 93, l’autre en 94, ont indiqué que le viol était une arme de guerre et non pas « le repos des guerriers » et qu’en tant qu’instrument pour mener des politiques criminelles pouvait être constitutif du crime contre l’humanité ou du crime de génocide, qui est une énorme avancée dans le droit international.

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Mehr als 800.000 Menschen wurden innerhalb von nur 100 Tagen grausam ermordet

IStGH/ ICC: Milizenchefs sitzen Strafe im Kongo ab – CPI: Lubanga et Katanga transférés à Kinshasa

ICC: Lubanga und Katanga übertragen nach Kinshasa zur Verbüßung ihrer Strafe
2015.12.19 20:00 – Von Martha BOSUANDOLE – AFP
Die ehemaligen kongolesischen Milizenführer Germain Katanga und Thomas Lubanga, in Den Haag durch den Internationalen Strafgerichtshof verurteilt, wurden Samstag zum Verbüßen der Reste ihrer Strafsätze nach Kinshasa übergeben, ein Novum in der Geschichte des IStGH. “Dies ist das erste Mal, dass der IStGH einen Staat benennt für die Vollstreckung von Urteilen des Gerichts”, im Rahmen von Abkommen aus dem November mit der Demokratischen Republik Kongo, sagte das internationale Tribunal in einer Erklärung.
AUF DEUTSCH (VON MIR ETWAS VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITERLESEN UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

CPI: Lubanga et Katanga transférés à Kinshasa pour purger leurs peines
19.12.2015 à 20:00 – Par Marthe BOSUANDOLE – AFP
Les anciens chefs de milice congolais Germain Katanga et Thomas Lubanga, condamnés à La Haye par la Cour pénale internationale, ont été transférés samedi à Kinshasa pour purger la fin de leurs peines, une première dans l’histoire de la CPI. “C’est la première fois que la CPI désigne un État pour l’exécution des peines prononcées par la Cour”, a indiqué le tribunal international dans un communiqué, en vertu d’accords passés en novembre avec la République démocratique du Congo.

Die kongolesischen Milizenführer Thomas Lubanga (L) und Katanga bei ihrem Prozess in Den Haag, 23. Mai 2014
Continue reading IStGH/ ICC: Milizenchefs sitzen Strafe im Kongo ab – CPI: Lubanga et Katanga transférés à Kinshasa

Fortschritte im Kampf um Anerkennung des Völkermordes in Namibia

2 Artikel 5. Juli, 2 updates 17. Juli, link => französischer Artikel
Banner Petition VölkermordBanner der Petition zur Anerkennung des Genozids an den OvaHerero und Nama

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Liebe Unterstützer*innen des Appells “Völkermord ist Völkermord!” Brief Aktionsbündnis – LESEN
,
habt vielen Dank für Eure Unterzeichnung des Appells zur Anerkennung des Genozids an den OvaHerero und Nama!

Dank Eurer Unterstützung haben wir in den vergangenen drei Wochen bereits mehr als 1.600 Unterzeichner*innen sammeln können, die wir am Mo, 6.7.2015 um 10 Uhr dem Bundespräsidenten (Spreeweg 1 in 10557 Berlin) übergeben werden.

Mir dabei wird zu unserer großen Freude und Überraschung eine hochrangige OvaHerero- und Namadelegation sein, darunter OvaHerero Chief Adv. Vekuii Rukoro – Nachfolger von Paramount Chief Kuaima Riruako – und die Parlamentsabgeordnete und Namavertreterin Ida Hoffmann.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am 17.6. in Namibia haben die Nama- und OvaHerero-Chiefs Fredericks und Rukoro unsere gemeinsame Initiative von ganzem Herzen begrüßt und dabei betont: “To us, the people who are currently signing the Petition referred to above, added a new dimension to it, in that they have no hidden agenda other than just expressing their belated but welcome and sincere concern for the noble cause of fellow human beings who had suffered, and still continue to suffer, the legacy of the German Colonial “Mis-Rule” of their country.”

Am Di 7.7. um 17 Uhr werden wir gemeinsam mit den namibischen Gästen am so genannten Namibia-Stein auf dem Garnisonsfriedhof Columbiadamm 122 der Opfer des deutschen Kolonialismus und speziell des Genozids 1904-08 in Namibia gedenken. Um 19 Uhr werden sie in der Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32 in Berlin Neukölln, vom Genozid 1904-08 und von ihrem anhaltenden Kampf um “restorative justice” berichten.

Bitte streut den Appell noch einmal unter allen potentiellen Unterstützer*innen, verlinkt auf Euren Websites, postet auf facebook und vor allem: Seid am 6. und 7.7.2015 bei der Begrüßung der OvaHerero und Nama in Berlin – der Partnerstadt Windhoeks – mit dabei!

Initaitiven, Organisationen und Institutionen können mit einer Mail unterzeichnen: buero[at]berlin-postkolonial.de

Den Appell und alle Infos dazu findet Ihr unter: http://genocide-namibia.net/appellpetition/

Oder auf Facebook: http://www.facebook.com/NoAmnestyOnGenocide
 

Wir bedanken uns für Eure Solidarität und halten Euch auf dem Laufenden.

Bündnis “Völkermord verjährt nicht | No Amnesty on Genocide”

Christian Kopp
Fachreferent Dekolonisierung im Berliner Promotorenprogramm
Berlin Postkolonial e.V.
Projektbüro Kameruner Str. 1
13351 Berlin
Fon: 030 400 590 48
Mobil: 01799 100 976
Fax: 030 417 23583
www.berlin-postkolonial.de

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Namibia: Opposition pocht auf Anerkennung von Völkermord in Namibia 2 Artikel Deutsche Welle + HintergrundLinks – LESEN
NEU DAZU vom 09.07.2015 2. Massaker in Namibia: Gegen das Vergessen
Trotz der Äußerung des Bundestagspräsidenten, das Massaker an den Herero und Nama vor mehr als 100 Jahren als Völkermord einzuordnen, steht die offizielle Anerkennung noch aus. Aktivisten fordern zum Handeln auf. => HIER LESEN => bei Deutsche Welle

1. Namibia: Opposition pocht auf Anerkennung von Völkermord in Namibia
03.07.2015 Deutsche Welle, http://www.dw.com/en/namibia/t-18105083
Was in Deutsch-Südwestafrika geschah, nennen Historiker den “ersten Völkermord” des 20. Jahrhunderts. Aber die Bundesregierung nicht. Jetzt gibt es neue Forderungen, die Schuld komplett anzuerkennen.
Hundert Jahre nach dem Ende der deutschen Kolonialherrschaft im heutigen Namibia drängen Menschenrechtler, Opferverbände und die Opposition die Bundesregierung, die damaligen Massaker endlich als Völkermord anzuerkennen. Der Vorsitzende der Linksfraktion, Gregor Gysi, und Grünen-Parteichef Cem Ödzemir forderten eine offizielle deutsche Entschuldigung. Gysi sagte der Deutschen Presse-Agentur: “Es geht nicht, dass die Bundesregierung sich bei diesem Thema immer noch wegduckt.” Özdemir sagte ebenfalls der dpa: “Dieses Kapitel der deutschen Kolonialgeschichte darf nicht unbearbeitet bleiben. Als Rechtsnachfolger trägt die Bundesrepublik hier Verantwortung.”
Zwischen 1904 und 1908 hatten kaiserliche Truppen im damaligen Deutsch-Südwestafrika mindestens 85.000 Angehörige der aufständischen Volksgruppen Herero, Nama Damara und San ermordet. Nachkommen von Überlebenden fordern seit Jahrzehnten von Deutschland, die blutigen Massaker als Völkermord anzuerkennen und Entschädigungen zu zahlen.
Petition zum Jahrestag
Am 9. Juli 1915, während des Ersten Weltkriegs, endete nach 31 Jahren die deutsche Kolonialherrschaft in Namibia. Anlass für eine Unterschriftenaktion, in der die Bundesregierung aufgerufen wird, den Genozid offiziell anzuerkennen. Am kommenden Montag (6. Juli) soll die Petition an Bundespräsident Joachim Gauck übergeben werden. Auch eine namibische Delegation wird dazu anreisen, wie das Bündnis “Völkermord verjährt nicht!” in Berlin mitteilte. Weitere Forderungen sind den Angaben zufolge eine offizielle Entschuldigung, die Rückgabe der damals nach Deutschland gebrachten menschlichen Überreste und ein Mitwirken an Versöhnungsprojekten. In deutschen Museen lagern noch heute zahlreiche Knochen von Herero-Nachfahren, die damals zu “rassenanatomischen Untersuchungen” nach Deutschland gebracht wurden.
Ex-Entwicklungsministerin macht sich für Namibia stark
Zu den Unterzeichnern gehören mehrere Bundestagsabgeordnete sowie die frühere Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD), die 2004 bei einem Besuch in Namibia gesagt hatte: “Die damaligen Gräueltaten waren das, was man heute als Völkermord bezeichnen würde.” So weit gingen die verschiedenen Bundesregierungen seither nie wieder. Wieczorek-Zeul forderte Regierung, Bundestag und Bundespräsident auf, sich zur deutschen Schuld zu bekennen. Mit Blick auf eine Parlamentsdebatte im April sagte sie der Deutschen Presseagentur: “Der Völkermord an den Armeniern wurde im Bundestag vor wenigen Wochen klar benannt und die Türkei aufgefordert, sich zu ihrer Verantwortung zu bekennen. Wir dürfen nicht nur andere auffordern, Position zu beziehen, sondern müssen das auch selber tun.”

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Zwischen Deutschland und Namibia laufen derzeit Regierungsgespräche, in denen es neben der Anerkennung des Völkermordes auch um finanzielle Entschädigung geht. Die Verhandlungen kommen nach Angaben des Auswärtigen Amts “gut voran”, sind aber noch nicht abgeschlossen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat dazu den Afrika-Beauftragten des Auswärtigen Amts, Georg Schmidt, seit Beginn des Jahres zwei Mal nach Windhuk geschickt.
Von 1884 bis 1915 war Namibia deutsche Kolonie. Von 1920 an verwaltete Südafrika das Nachbarland mit einem Mandat des Völkerbundes und dehnte später seine Apartheidpolitik auf das Territorium aus. Das führte zum Konflikt mit den Vereinten Nationen, die Südafrika das Mandat 1966 entzogen und dem früheren “Deutsch-Südwestafrika” den Namen Namibia gaben. 1990 wurde Namibia unabhängig.
qu/sp (dpa, kna)
Die Deutsche Welle-Redaktion empfiehlt
Genozid in Namibia: “Es ist an der Zeit, Farbe zu bekennen”
Deutschland hat den Völkermord an den Armeniern offiziell anerkannt. Zum Völkermord an den Herero will sich die Bundesregierung aber nicht bekennen – dabei sei die Zeit überreif, sagen Politiker und Vertreter der Opfer. (01.06.2015)
Der Vernichtungskrieg gegen die Herero
25 Jahre unabhängiges Namibia

Bundesregierung nennt Namibia-Massaker “Völkermord” UPDATE 17/07 – LESEN plus Audios und Videos
10.07.2015 Deutsche Welle http://www.dw.com/en/namibia/t-18105083
Zwischen 1904 und 1908 ermordeten deutsche Kolonialtruppen im damaligen Deutsch-Südwestafrika 85.000 Herero und Damara. Das war Völkermord, sagt jetzt auch die Bundesregierung.
Es hat Jahrzehnte gedauert, doch in Zukunft gilt für die Bundesregierung folgende politische Leitlinie: “Der Vernichtungskrieg in Namibia von 1904 bis 1908 war ein Kriegsverbrechen und Völkermord.” Das sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer. In absehbarer Zeit soll es dazu auch eine gemeinsame Erklärung mit Namibia geben. Die Bundesregierung bekenne sich ausdrücklich zur “besonderen historischen Verantwortung Deutschlands gegenüber Namibia und seinen Bürgern”.
Seit über einem Jahr führt die Bundesregierung Gespräche und Verhandlungen über die deutsche Kolonialgeschichte in Deutsch-Südwestafrika und ihre jetzt noch spürbaren Folgen. Dabei geht es in erster Linie um die “Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft mit Namibia”, wie Schäfer betont. Gleichzeitig müsse aber eine “würdige Kultur des Gedenkens und Erinnerns an die damaligen Gräuel und ein gemeinsames Verständnis über die Vergangenheit” gefunden werden.
Erster Völkermord des 20. Jahrhunderts
Zum Stand der Verhandlungen sagte Schäfer, die Gespräche würden sehr konstruktiv verlaufen und seien gut vorangekommen, aber noch nicht abgeschlossen. Nicht klar ist, ob es seine offizielle deutsche Entschuldigung und eine finanzielle Entschädigung geben wird. Zudem gibt es auf namibischer Seite Streit darüber, wer mit Berlin verhandeln darf. Die Nama und Herero – heute etwa 300.000 – misstrauen der Zentralregierung in Windhuk.
Deutschland zählte das heutige Namibia von 1884 bis 1915 unter dem Namen Deutsch-Südwestafrika zu seinen Kolonien. Als die Herero 1904 einen Aufstand begannen und mehr als hundert Deutsche getötet wurden, ordnete der deutsche General Lothar von Trotha die Vernichtung des Stammes an. “Innerhalb der Deutschen Grenze wird jeder Herero mit oder ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh erschossen”, lautete der am 2. Oktober 1904 erlassene Befehl. Die Herero-Bevölkerung wurde vor dem Massaker auf 50.000 bis 80.000 geschätzt, es überlebten nur rund 15.000 Menschen.
Zähes Ringen ….
Alle Bundesregierungen weigerten sich jahrzehntelang, die Gräueltaten der Truppen von Kaiser Wilhelm II. als Völkermord anzuerkennen. Die Begründung: Der Tatbestand des Völkermords sei erst 1948 von den Vereinten Nationen eingeführt worden und von daher nicht auf die Ereignisse im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika anwendbar. Allein die SPD-Politikerin und damalige Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sprach 2004 als erste Vertreterin einer deutschen Regierung von Völkermord.
In einer Gedenkveranstaltung zum 100. Jahrestag des Massakers in Namibia sagte sie vor Nachfahren der Herero, Nama und Damara: “Wir Deutsche bekennen uns zu unserer historisch-politischen, moralisch-ethischen Verantwortung und zu der Schuld, die Deutsche damals auf sich geladen haben. Die damaligen Gräueltaten waren das, was heute als Völkermord bezeichnet würde und für den ein General von Trotha heutzutage vor Gericht gebracht und verurteilt würde.” Die offizielle Haltung der damaligen rot-grünen Regierung war das allerdings nicht.
…. und späte Einsicht
Das änderte sich erst, als die SPD wieder in der Opposition war. 2012 stellte der damalige SPD-Fraktionsvorsitzende und heutige Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit den Grünen einen Antrag im Bundestag. Darin hieß es unter anderem: “Der Deutsche Bundestag erkennt die schwere Schuld an, die deutsche Kolonialtruppen mit den Verbrechen an den Herero, Nama, Damara und San auf sich geladen haben und betont, wie Historiker seit langem belegt haben, dass der Vernichtungskrieg in Namibia von 1904 bis 1908 ein Kriegsverbrechen und Völkermord war.”
Der Antrag wurde jedoch mit der Stimmenmehrheit der schwarz-gelben Bundesregierung abgelehnt. 2013 ging die SPD mit der Union erneut eine Regierungskoalition ein und Steinmeier wurde Außenminister. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit habe er das Gespräch mit seiner namibischen Amtskollegin gesucht, sagte Steinmeiers Sprecher Martin Schäfer.
Auch Lammert spricht von Völkermord
Als erster CDU-Politiker hat auch Bundestagspräsident Norbert Lammert die historischen Ereignisse kürzlich als Völkermord bezeichnet. “An den heutigen Maßstäben des Völkerrechts gemessen war die Niederschlagung des Herero-Aufstands ein Völkermord”, schrieb er in einem Beitrag für die Wochenzeitung “Die Zeit”. Der Krieg der Deutschen gegen die Herero sei ein “Rassekrieg” gewesen. “Nicht nur den Kampfhandlungen, sondern auch Krankheiten und dem gezielten Morden durch Verdursten- und Verhungernlassen fielen Zehntausende Herero und Nama zum Opfer, andere starben in Konzentrationslagern oder bei der Zwangsarbeit.”
Audio und Video zum Thema
Völkermord muss Völkermord genannt werden (09.07.2015)  
Herero-Nachfahre Israel Kaunatjike zu den Verbrechen (09.07.2015)  
Massaker an den Herero (09.07.2015)  
Datum 10.07.2015
Autorin: Sabine Kinkartz, Berlin
Meinung: “Die deutsche Kolonialgeschichte muss neu geschrieben werden” UPDATE 17/07 – LESEN
10.07.2015 Deutsche Welle http://www.dw.com/en/namibia/t-18105083
Im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika wurden zehntausende Hereros ermordet, ihre Schädel zu medizinischen Zwecken ins Kaiserreich gebracht. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz will diese Exponate jetzt zurückgegeben.
Allein die Begriffe sind schon für sich ein Politikum: Ob man von “Ermordung und Vertreibung” oder gar von einem “Genozid” an dem Volk der Hereros sprechen sollte, ist bis heute nicht offiziell als historisches Faktum klar gestellt worden. Seit Jahrzehnten wird um eine Definition gerungen, ähnlich wie im Fall des Völkermordes an den Armeniern im Osmanischen Reich. Israel Kaunatjike vom Berliner NGO-Bündnis “Völkermord verjährt nicht” sieht darin ein längst überfälliges Kapitel deutscher Kolonialgeschichte, das neu geschrieben werden müsste: “Der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts hat in Namibia stattgefunden. Und wir sind sehr aufmerksam, was die deutsche Politik dazu sagt”, erklärt er im DW-Interview.
Er selbst wurde 1947 als Nachfahre überlebender Hereros in Deutsch-Südwestafrika geboren – seit 1970 lebt er als politisch anerkannter Flüchtling in Deutschland. Seine eigene Familiengeschichte ist eng mit der deutschen Kolonialgeschichte verknüpft: “Meine Großmutter war damals als Angestellte bei einer deutschen Familie, bei Familie Otto Möller. Und dort ist meine Mutter geboren. Ich habe das sehr viel später erfahren.”
Wissenschaftliche Aufklärung gefordert – 100 Jahre danach
Am 9. Juli 1915 endete die deutsche Kolonialherrschaft in Deutsch-Südwestafrika – 100 Jahre später rückt dieses eher vergessene Kapitel deutscher Geschichte jetzt wieder verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Auch der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Herman Parzinger, hat sich aktuell dazu geäußert – allerdings in einem sehr speziellen Zusammenhang: Es geht um eine umfangreiche Schädelsammlung, die die Stiftung kürzlich von der Berliner Charité übernommen hat. Die genaue Herkunft der Exponate ist bislang nicht eindeutig festgestellt worden, auch nicht der Weg, auf dem sie in die Sammlung der medizinischen Hochschule gelangt sind.
Für Parzinger kann hier nur eine intensive Provenienzforschung Klarheit bringen: “Insbesondere geht es darum, Gebeine aus prähistorischen Gräberfeldern in Deutschland von solchen zu trennen, die aus deutschen Kolonialgebieten stammen und im 19. und im frühen 20. Jahrhundert möglicherweise unrechtmäßig nach Berlin verbracht wurden”, sagte er im Interview mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Parzinger sieht die wissenschaftliche Aufklärung als ersten wichtigen Schritt zur Rückgabe der Gebeine an. “Allerdings muss klar sein, wer der rechtmäßige Empfänger ist”, betonte er. Für den Afrikaner Israel Kaunatjike hat die Frage der Rückgabe einen völlig anderen Stellenwert: “Für uns ist sehr wichtig, diese Gebeine wieder nach Hause zurückzubringen. Wir schätzen, dass ungefähr 3000 von Hereros und Namas aus Namibia hier in Deutschland sind. Diese Menschen sind getötet worden, in die Wüste getrieben oder sie waren in Lagern untergebracht: Frauen, Kinder, Männer.
“Schädel abkratzen, abwaschen und auskochen”
Die sichergestellten Schädel aus der Berliner Charité sind vermutlich für medizinische Forschungen verwendet worden. Geklärt ist das noch nicht genau. Die historischen Umstände dieser zu “Rasseforschungen” ins Kaiserreich transportierten Gebeine kann Israel Kaunatjike jedoch ziemlich präzise wiedergeben: “Die Hererofrauen mussten die Schädel der Ermordeten damals mit Glasscherben abkratzen, abwaschen und auskochen. Und dann wurden sie hierher gebracht – wie Straußeneier. Das ist menschenunwürdig. Und man weiß nicht, ob diese Menschen damals geköpft wurden.”
Für Kaunatjike – er spricht stellvertretend für die Hereros, die inzwischen in Deutschland leben – ist die wissenschaftliche Klärung der Schädel-Herkunft nur nebensächlich: “Diese Gebeine gehören nicht in die Archive deutscher Universitäten und anderer medizinischer Institute. Es wird heute noch immer damit geforscht. Das ist nicht zu Ende.”
“Das Wissen ist verschüttet”
Helmut Parzinger spricht sich aktuell dafür aus, die deutsche Kolonialgeschichte – und die dabei begangenen Verbrechen – bei der Präsentation historischer Ausstellungstücke auch zu thematisieren: “In der deutschen Öffentlichkeit ist das Wissen über diese Vorkommnisse durch das Jahrhundertverbrechen des Holocaust und durch den Zweiten Weltkrieg verschüttet worden.” Im Humboldt-Forum, das als Teil des neugebauten Berliner Stadtschlosses entstehen soll, werde das in Zukunft bewusst mit aufgenommen. “Das muss sich auch ändern, wenn wir den Dialog mit Anderen wirklich ernsthaft und auf Augenhöhe führen wollen”, betont Parzinger.
Für Nachfahren der Hereros, wie Israel Kaunatjike, ist der entscheidende Punkt allerdings ein anderer: Die längst überfällige offizielle Entschuldigung von deutscher Seite, für die während der Kolonialzeit begangenen Verbrechen. “Deshalb bin ich auch sehr froh, dass der deutsche Bundestagspräsident Norbert Lammert gesagt hat, dass es höchste Zeit ist, dass man das anerkennt – als Teil der deutschen Geschichte.”

=> Siehe auch 52.03.2015 hier im Blog: Aktion/Namibia: Deutschland soll Herero und Nama für kolonialen Genozid und Landraub entschädigen

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Kaiserliche Truppen rüsten sich gegen Herero-Aufstand im damaligen Deutsch-Südwestafrika (Archivbild
Kaiserliche Truppen rüsten sich gegen Herero-Aufstand im damaligen Deutsch-Südwestafrika (Archivbild)

Bürgerkrieg Südsudan: Abscheulichste Missetaten an Kindern und Frauen – Soudan du Sud: violences les plus atroces contre enfants et femmes

Des enfants soldats sont réunis par l'UNICEF lors d'une cérémonie de désarmement et de réintégrationKindersoldaten, versammelt von UNICEF bei einer Zeremonie der Entwaffnung und Wiedereingliederung, in Pibor, östlicher Süd-Sudan

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Deutsche Texte AFP: Von mir verbesserte Google-Übersetzungen

Kinder im Südsudan vergewaltigt, kastriert, in Flammen geworfen LESEN
2015.06.19 um 21:30 Uhr – AFP
Die sich bekämpfenden Streitkräfte im Südsudan haben grauenhafte Verbrechen gegen Kinder begangen: Entmannungen, Vergewaltigungen, manchmal haben sie Kinder zusammengebunden, bevor sie ihnen die Kehle durchschnitten, berichteten die Vereinten Nationen.
“Überlebende berichteten, dass man entmannte Jungen bis zum Tod ausbluten ließ und Mädchen im Alter von acht Jahren vergewaltigt und dann gemeinsam ermordet wurden”, sagte Anthony Lake, Exekutivdirektor von UNICEF, dem UN-Kinderrechtsbüro, in einer Erklärung aus dieser dieser Woche.
“Kinder wurden zusammengebunden, bevor ihre Angreifern ihre Kehlen durchschnitten … andere wurden in brennende Gebäude geworfen,” fügte er hinzu.
Zehntausende Kinder wurden getöttet während des Bürgerkrieges, der Südsudan seit 18 Monaten zerreisst, auch wenn es keine offiziellen Bilanzen gibt. Mindestens 129 Kinder wurden allein im vergangenen Monat allein in Unity State getötet, im Norden, dem Schauplatz von heftigsten Kämpfen des Konfliktes, so UNICEF.
Der brach aus im Dezember 2013 mit Kämpfen in der südsudanesischen Armee, welche durch die Rivalität an der Spitze des Regimes von Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Vizepräsidenten Riek Machar entlang politischer und ethnischer Linien auseinanderbrach.
Dieser Krieg wurde von ethnischen Massakern beider Lager charakterisiert, von Vergewaltigungen und Einsatz von Kindersoldaten, von denen Tausende entführt wurden, um zu kämpfen.
“Gewalt gegen Kinder in Südsudan hat ein neues Hoch in der Brutalität erreicht”, sagte Mr. Lake.
“Kinder werden auch mit einer alarmierenden Rate in den bewaffneten Gruppen auf beiden Seiten rekrutiert – über 13.000 wurden gezwungen, an diesem Konflikt teilzunehmen, für den sie nicht verantwortlich sind”, sagte Mr. Lake.
“Sie können sich die physischen und psychischen Auswirkungen auf diese Kinder vorstellen. – Nicht nur die der Gewalt, die ihnen angetan wurde, sondern auch die Leiden, die sie anderen Kindern zugefügt hatten.”
Die Vereinten Nationen haben in dieser Woche davor gewarnt, dass einige 250.000 Kinder an Hunger im Südsudan sterben könnten, während zwei Drittel der 12 Millionen Menschen Hilfe brauchen, und dass 4,5 Millionen von ihnen in ernster Nahrungsmittelgefahr sind.
“Im Namen der Menschlichkeit und der allermindesten der guten Sitten muss diese Gewalt gegen Unschuldige ein Ende haben”, sagte Mr. Lake.
© 2015 AFP

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“Mädchen verbrannt”: UN-Bericht über Gräuel im Südsudan LESEN + links zu Berichten
30. Juni 2015, 15:22 http://derstandard.at/r652/Afrika
Ein UN-Papier sieht eine neue Dimension der Brutalität im wiederaufgeflammten Bürgerkrieg
Juba / New York – Im Frühjahr hatte es noch so ausgesehen, als sei die Tür zu einer Einigung im südsudanesischen Bürgerkrieg endlich aufgegangen. Doch der im März ausgehandelte Waffenstillstand war– wie viele vorangegangene Vereinbarungen – das Papier nicht wert, auf dem er gedruckt war. Innerhalb weniger Tage brachen die Kämpfe zwischen Regierungstruppen (Südsudanesische Volksbefreiungsarmee SPLM) und Rebellen (SPLM in Opposition, SPLM-IO) wieder aus. Wie tief der Hass und die Enthemmung auf beiden Seiten mittlerweile fortgeschritten sind, zeigt ein am Dienstag vorgestellter UN-Bericht.
Das neue Papier der UN-Mission im Südsudan (Unmiss) erhebt vor allem konkrete Vorwürfe gegen die Regierungstruppen und verbündete Milizen. Bei Kämpfen Anfang April sollen demnach innerhalb weniger Tage mehr als 100.000 Menschen aus ihren Dörfern in mehreren Regionen des Bundesstaates Unity vertrieben worden sein. Im Bericht, für den insgesamt 115 Augenzeugen und Opfer interviewt wurden, ist zudem von Gräueltaten die Rede: Zahlreiche Frauen und Mädchen sollen entführt und sexuell missbraucht worden sein, einige wurden danach offenbar bei lebendigem Leibe verbrannt.
Bis zu 13.000 Kindersoldaten
Der Bericht reiht sich in eine traurige Liste ähnlicher Veröffentlichungen der UN und internationale Hifsorganisationen ein. Immer wieder ist die Rede von Übergriffen gegen Kinder – vor rund einer Woche hatte schon das UN-Kinderhilfswerk Unicef schwere Vorwürfe gegen beide Seiten erhoben und vor den psychologischen Folgen gewarnt. Einer ganzen Generation könnte die Verrohung durch den Krieg zum Verhängnis werden. Dazu passt ein weiterer Bericht des ostafrikanischen Staatenbundes Igad vom vergangenen Donnerstag: Demnach sollen jüngst bis zu tausend Kinder, teils im Alter von 13 Jahren, als Kämpfer rekrutiert worden sein. Insgesamt wird die Zahl der Kindersoldaten auf beiden Seiten auf bis zu 13.000 geschätzt.
Und ein Ende der Kämpfe scheint auch nach fast eineinhalb Jahren nicht absehbar – trotz zwei Millionen Vertriebener und einer Opferzahl, die offiziell mit rund 10.000 angegeben wird, in Wahrheit aber wesentlich höher liegen dürfte. Monatelange Vermittlungsversuche des Igad, der USA, Norwegens und mehrerer Regionalmächte haben sich als so gut wie ergebnislos erwiesen. Und selbst die Frage, wie ein Deal aussehen könnte, der beiden Konfliktparteien ausreichend Anreiz zu einer Zusammenarbeit bietet, ist völlig unklar. Von einer gemeinsamen Regierung von Präsident Salva Kiir und Rebellenchef Riek Machar war die Rede, von einer neuen Machtverteilung und einer Reintegration der Rebellen in die MPLA.

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Keine Lösung in Sicht
Doch das alles wurde schon einmal versucht – immerhin war der politische Streit zwischen Kiir und seinem früheren Vizepräsidenten Machar im Dezember 2013 der Auslöser für den Bürgerkrieg, der anfangs als Machtkampf der beiden Männer galt, aber mittlerweile längst Züge eines ethnischen Konflikts angenommen hat. Die beiden Männer gehören den beiden größten der zahlreichen ethnischen Gruppen des Landes an– Kiir jener der Dinka, Machar jener der Nuer.
Hinter den Überlegungen zu einem Friedensprozess steht auch ein weiteres Dilemma: Ein neuer Staat, heißt es einerseits, könnte nur ohne Kiir und Machar aufgebaut werden, hieß es jüngst bei einer Expertentagung im kenianischen Nairobi. Frieden könne aber nicht geschaffen werden, solange beide für diesen Fall mit Machtverlust oder juristischer Verfolgung rechnen müssen. Daher hätten beide womöglich ein Interesse daran, den Konflikt am Laufen zu halten. Unklar ist aber auch, inwieweit die Politiker die einzelnen Heeresverbände noch unter Kontrolle haben – ob sie also, guten Willen vorausgesetzt, überhaupt in der Lage wären, Frieden zu schließen.
Sanktionen als Ausweg
Weil die diplomatischen Bemühungen keine Früchte tragen, versucht es die internationale Gemeinschaft nun mit Sanktionen: Eine von den USA geführte 15-köpfige Expertengruppe hat jüngst je drei hohe Militärs beider Seiten als Ziele von Strafmaßnahmen ausgewählt. Sie wurden mit internationalen Reisesperren belegt, der Zugriff auf Vermögen im Ausland soll ihnen erschwert werden.
Doch ob Sanktionen mehr sein können als ein Tropfen auf den heißen Stein, ist sehr umstritten. Zudem nähren sie Vorbehalte gegenüber der UN, die mit mehr als 14.000 internationalen Unmiss-Friedenssoldaten im Land vertreten ist und in ihren Basen zeitweise 130.000 Kriegsflüchtlingen Schutz geboten hat. Anfang Juni wurde der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe im Südsudan, Toby Lanzer, von der Regierung Salva Kiirs des Landes verwiesen. Er habe auf Twitter falsche Angaben zur Lage im Land gemacht, heißt es dazu in Juba. (mesc, 30.6.2015)

Des enfants violés, châtrés, jetés dans des flammes au Soudan du Sud LIRE
19.06.2015 à 21:30 – AFP
Les forces armées qui s’affrontent au Soudan du Sud ont perpétré des crimes atroces contre des enfants : émasculations, viols, les ligotant parfois ensemble avant de leur trancher la gorge, ont rapporté les Nations unies.
“Des survivants ont raconté qu’on a laissé saigner à mort des garçons émasculés… que des filles d’à peine huit ans ont été violées collectivement puis assassinées”, a déclaré Anthony Lake, le directeur général de l’Unicef, l’agence de l’ONU pour l’enfance, dans un communiqué publié cette semaine.
“Des enfants ont été attachés ensemble avant que leurs agresseurs ne leur tranchent la gorge… d’autres ont été jetés dans des bâtiments en feu”, a-t-il ajouté.
Des dizaines de milliers d’enfants auraient été tués au cours de la guerre civile qui déchire le Soudan du Sud depuis dix-huit mois, même s’il n’existe pas de bilan officiel. Au moins 129 enfants ont été tués le mois dernier dans l’Etat d’Unité, dans le nord du pays, théâtre des combats parmi les plus violents du confit, a ajouté l’Unicef.
Celui-ci a éclaté en décembre 2013, avec des combats au sein de l’armée sud-soudanaise, fracturée le long de lignes politico-ethniques par la rivalité à la tête du régime entre le président Salva Kiir et son ancien vice-président Riek Machar.
Cette guerre a été caractérisée par des massacres ethniques attribuables aux deux camps, des viols et l’emploi d’enfants soldats dont des milliers ont été enlevés pour combattre.
“La violence contre les enfants au Soudan du Sud a atteint un nouveau sommet dans la brutalité”, a ajouté M. Lake.
“Des enfants sont aussi recrutés à un rythme alarmant dans les groupes armés des deux cotés – environ 13.000 ont été contraints de participer à ce conflit dont ils ne sont pas responsables”, a ajouté M. Lake.
“Vous pouvez imaginer les séquelles physiques et psychologiques sur ces enfants – pas seulement celles liées à la violence qui leur a été infligée mais aussi la souffrance qu’ils ont dû infliger à d’autres”.
L’ONU a averti cette semaine que quelque 250.000 enfants risquaient de mourir de faim au Soudan du Sud, tandis que les deux-tiers des 12 millions d’habitants ont besoin d’aide et que 4,5 millions d’entre eux risquent de manquer gravement de nourriture.
“Au nom de l’Humanité et de la décence la plus élémentaire, cette violence contre les innocents doit cesser”, a ajouté M. Lake.
© 2015 AFP
Soudan du Sud: des soldats ont violé puis brûlé vives des femmes, accuse l’ONU LIRE
30.06.2015 à 12:00 – AFP
Des militaires sud-soudanais ont violé puis brûlé vives des femmes et des filles dans leurs maisons, a accusé mardi l’ONU, évoquant une “brutalité nouvelle” dans le sanglant conflit civil qui ravage le jeune pays depuis un an et demi.
Dans un rapport publié mardi, des enquêteurs de la Mission des Nations unies au Soudan du Sud (Minuss) mettent en garde contre des “violations des droits de l’Homme généralisées”. Ils s’appuient sur le témoignage de 115 victimes et témoins dans l’Etat septentrional d’Unité, un des plus touchés par la guerre civile.
L’armée sud-soudanaise (SPLA) y a lancé en avril une vaste offensive contre les forces rebelles dans le département de Mayom, qui était une zone pétrolifère majeure avant d’être détruite dans les combats.
“Les survivants de ces attaques ont affirmé que la SPLA et ses milices alliées du département de Mayom ont mené une campagne contre la population locale, tuant des civils, pillant et détruisant des villages, et provoquant le déplacement de plus de 100.000 personnes”, a poursuivi l’ONU dans un communiqué.
“Certaines des accusations les plus inquiétantes compilées par les agents des droits de l’Homme de la Minuss portent sur l’enlèvement et des abus sexuels contre des femmes et des filles, dont certaines auraient été brûlées vives dans leurs maisons”, a-t-elle ajouté.
Les enquêteurs évoquent au moins neufs incidents séparés au cours desquels “des femmes et des filles ont été brûlées dans des huttes après avoir été victimes de viol collectif”, mais aussi de nombreux autres cas d’abus sexuels, des mères notamment violées devant leurs enfants.
Des photos du rapport, que l’AFP a pu voir, montrent des traces circulaires noircies, restes des huttes incendiées et visiblement réduites en cendres.
Un témoin a raconté avoir vu “un viol collectif perpétré par les forces gouvernementales contre une femme qui allaitait”. Les soldats ont jeté le bébé au sol, poursuit le rapport.
Un autre raconte comment des militaires ont forcé une femme à serrer entre ses main “du charbon ardent”, dans le but de lui faire dire où se trouvaient les rebelles et le bétail.
– Les deux camps accusés d’atrocités –
L’armée sud-soudanaise n’avait pas réagi à ces accusations dans l’immédiat. Mais elle balaie généralement ce genre d’accusations. L’ONU dit avoir tenté de se rendre sur les sites des exactions décrites par les témoins, mais de s’en être systématiquement vu refuser l’accès.
Le camp rebelle a été lui aussi à plusieurs reprises accusé d’atrocités, notamment de viols, meurtres et recrutement d’armées d’enfants soldats.
L’actuel conflit au Soudan du Sud a éclaté en décembre 2013, avec des combats au sein de l’armée sud-soudanaise, fracturée le long de lignes politico-ethniques par la rivalité à la tête du régime entre le président Salva Kiir et son ancien vice-président Riek Machar.
Diverses milices tribales se sont jointes, d’un côté ou de l’autre, aux combats, accompagnés de massacres ethniques et d’exactions attribuées aux deux camps.
La recrudescence des combats “a non seulement été marquée par des accusations de meurtre, viol, enlèvement, pillage, incendie criminel et déplacement (de population), mais aussi par une nouvelle brutalité et intensité”, a encore lancé l’ONU.
“L’ampleur et le niveau de cruauté qui caractérisent ces informations suggère une animosité qui dépasse les clivages politiques”, a-t-elle ajouté.
Mi-juin, le Fonds de l’ONU pour l’enfance (Unicef) avait déjà accusé les forces armées qui s’affrontent au Soudan du Sud, indépendant du Soudan depuis quatre ans, d’avoir perpétré des crimes atroces contre des enfants : émasculations, viols, les ligotant parfois ensemble avant de leur trancher la gorge.
Aucun bilan officiel du conflit n’a jamais été établi, mais selon des observateurs, il a fait au moins des dizaines de milliers de victimes. Selon les Nations unies, les deux-tiers des 12 millions d’habitants du pays ont besoin d’aide pour survivre.
© 2015 AFP

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Destruction d'armes par la Mission des Nations unies au Soudan du Sud (Minuss), le 9 décembre 2014 à
Waffenvernichtung von der UNO-Mission MINUSS im Südsudan

Völkermord Ruanda: Schwaches Urteil in Frankfurt aufgehoben – Génocide rwandais: tribunal allemand encaisse jugement trop faible

Bundesgerichtshof zu Ruanda-Völkermord: Wer Mörder aufstachelt, ist Mittäter
http://www.taz.de/Politik/Afrika/!p4621/ 21.05.2015
Der Bundesgerichtshof kippt das erste Ruanda-Völkermordurteil eines deutschen Gerichts. Er kritisiert es als ungenügend und fehlerhaft.
AUF DEUTSCH WEITERLESEN UNTER DEM FRZ. ARTIKEL

Un Rwandais, condamné en Allemagne pour le génocide de 1994, sera rejugé
21.05.2015 à 18:30 – AFP
La Cour fédérale allemande a ordonné jeudi qu’un ancien maire rwandais, condamné l’an dernier à 14 ans de prison pour “complicité” dans le génocide des Tutsis en 1994, soit rejugé en raison de son rôle actif dans le massacre. “Il y a (maintenant) la possibilité d’une condamnation pour participation (au génocide) avec pour conséquence une peine de réclusion à perpétuité”, a souligné le président de la Cour de Karlsruhe (sud-ouest), Jörg-Peter Becker.

Onesphore Rwabukombe le 18 février 2014 au tribunal à FrancfortOnesphore Rwabukombe le 18 février 2014 au tribunal à Francfort
afp.com – Frank Rumpenhorst

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21 Jahre Völkermord Ruanda – 21 ans génocide Rwanda

1 traurige/triste Reportage, 1 goodnews!
Des crânes de victimes du génocide rwandais exposées le 4 avril 2014 à l'intérieur de l'église catho
Schädel der Opfer des Genozids in Ruanda, ausgestellt in der katholischen Kirche in Nyamata, wo Tausende von Menschen massakriert wurden
Des crânes de victimes du génocide rwandais exposées le 4 avril 2014 à l’intérieur de l’église catholique de Nyamata, où des milliers de personnes ont été massacrées
afp.com – Simon Maina

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Paris gibt Akten zu Völkermord in Ruanda frei LESEN
Deutsche Welle 08.04.2015 http://www.dw.de/ruanda/t-17548117
Welche Rolle spielte Frankreich bei dem Völkermord in Ruanda? Bisher unter Verschluss gehaltene Archivakten könnten ein neues Licht auf diese Frage werfen. Der Elysée-Palast hat der Freigabe der Dokumente nun zugestimmt.
Genau 21 Jahre nach dem Beginn des Völkermordes hat die französische Präsidentschaft Archivakten aus dieser Zeit freigegeben. Der Generalsekretär des Elysée-Palastes habe die Freigabe am Dienstag in Paris unterzeichnet, berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Umfeld von Präsident Francois Hollande.
Die Entscheidung betrifft demnach französische Akten zu Ruanda aus den Jahren 1990 bis 1995. Künftig sollen Wissenschaftler und Opferorganisationen Zugang zu den Akten bekommen, zu denen beispielsweise Protokolle von Ministertreffen gehören. Die Sperrung der Dokumente wurde bislang mit dem “secret-défense” gerechtfertigt, einer mit militärpolitischen Erfordernissen begründeter Geheimhaltungsstufe.
Belastetes Verhältnis zwischen Ruanda und Frankreich
Die Archivakten könnten ein neues Licht auf die Rolle Frankreichs im Ruanda-Konflikt werfen. Dem Völkermord waren rund 800.000 Menschen zum Opfer gefallen. Die meisten gehörten der Minderheit der Tutsi an. Die mehrheitliche Bevölkerungsgruppe der Hutu hatte nach dem tödlichen Anschlag auf Präsident Juvenal Habyarimana am 6. April 1994 einen wochenlangen Rachefeldzug gegen die Tutsi gestartet.
Der Völkermord belastet die Beziehungen zwischen Frankreich und Ruanda seit Jahren. Ruandas amtierender Präsident Paul Kagame, dessen politischer Aufstieg nach dem Ende des Massakers begann, wirft Frankreich und Belgien vor, bei der politischen Vorbereitung der Massenmorde in der ehemaligen belgischen Kolonie eine direkte Rolle gespielt zu haben. Die französischen Soldaten, die zur Zeit des Genozids in Ruanda stationiert waren, seien “Komplizen” der Mordtaten gewesen, so Kagame. Die französische Regierung weist die Vorwürfe seit jeher zurück.
sp/fab (afp, dpa)
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Ruanda gedenkt seiner Genozidopfer
Ruanda: Die Geister des Völkermordes quälen immer noch das Land LESEN
2015.08.04 18:00 – Von Stephanie Aglietti – AFP
“Ich habe den Eindruck, den Völkermord erlebt zu haben.” Sarah Uwumugishan, 19, wurde nach den Massakern von 1994 geboren, doch jedes Jahr bei den Völkermord-Gedenkfeiern Ansatz, plagen sie unergründliche Qualen und sie schließt sich ein.
Jedes Jahr empfangen die Profis der psychischen Gesundheit Hunderte von Ruandern, die zu jung sind, um die Tötungen von Tutsis und gemäßigten Hutus erlebt zu haben, aber die gleichen Symptome der posttraumatischen Belastung haben wie die Überlebenden: Angst oder zwanghafte Visionen von Szenen, die sich vor ihrer Geburt abgespielt haben.
Die Malaise der Sarah begann, als sie sechs Jahre alt war, als ihre Mutter Alice Mukarurinda ihr ihre Geschichte erzählte.
Am 7. April 1994, dem ersten Tag der Morde vor allem gegen die Tutsi-Minderheit, suchen Alice, ihre soeben geborene Tochter und ihr Mann Zuflucht in der Kirche von Nyamata und dachten, dort den Hutu-Milizen Interahamwe zu entkommen.
Sie schaffen es, zu entkommen, aber 36 Familienmitglieder wurden mit Macheten massakriert und mit Kugeln. Sie verstecken sich in den Sümpfen für mehrere Tage, aber die Mörder finden sie schließlich.
“Sie schlugen mich, schnitten mir die Hand ab und töteten meine Tochter, die auf meinem Rücken war”, sagt Alice Mukarurinda, deren linke Wange eine große Narbe trägt, und streichelt mit ihrer guten Hand den rechten Arm, der in einem Stumpf endet. Für tot gehalten, gelingt es ihr, mit ihrem Mann zu entkommen.
Diese schreckliche Geschichte, die drei Brüder und die Schwester – alle jünger – von Sarah haben sie auch gehört. Aber nur Sarah hat solche Angst-Attacken entwickelt. “Meine Grundschule war neben einem Gefängnis”, wo viele Henker des Völkermords eingesperrt waren. “Es machte mir Angst, ich dachte, dass, wenn die Gefangenen mich sehen, sie mich töten würden”, erinnert sich das Mädchen.
“Ich habe immer Angst, auch wenn es besser wird”, sagte die Schülerin mit kurzen Haaren. “Ich denke jeden Tag daran, aber es ist schlimmer während der Gedenkfeiern, (…) Ich kann nicht allein sein, und wenn ich mir meine Mutter anschaue, bringt es mich darin zurück”, sagt sie mit gesenktem Blick.
Sarah wurde nie von einem Psychologen gefolgt. Aber nach Spezialisten im Bereich psychische Gesundheit könnte sie eines jener Kinder sein, die Opfer von sogenanntem “transgenerationalen” posttraumatischen Stress sind. Ein Phänomen, das insbesondere bei Kindern der jüdischen Überlebenden des Holocaust beobachtet wurde.
– “Epidemie von Krisen“ –
“Was wir bemerkt haben: in den Familien übertragen diejenigen, die Kinder betreuen, unwissentlich, was sie erlebt haben”, sagt Françoise Murekatete, Koordinatorin des Programmes für psychische Gesundheit bei Avega, einem Verband der Hilfe für Witwen des Völkermords.
“Es ist ein Phänomen, das erwartet wurde. (…) Alles, was nicht ausgesprochen wird, überträgt sich”, ergänzt Dr. Naasson Munyandamutsa, ruandischer Psychiater.
Dies ist in der Zeit der Gedenkfeiern, die jedes Jahr am 7. April beginnt, besonders sichtbar. In dieser Zeit der nationalen Trauer drückt das Leiden der Überlebenden sich oft beeindruckend und manchmal kollektiv aus: Sprachlosigkeit, Aufregung, Tränen, Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle …
Es ist nicht ungewöhnlich für die psychiatrischen Profis, dass die jungen Menschen, die zwar nach 1994 geboren wurden, jedoch die gleichen Symptome haben wie die Überlebenden.
Wie im Fall von Sarah sind es die Familiengeschichten, Bildungsdebatten in Dörfern oder Filme im Fernsehen, die Anfälle auslösen. Ein Phänomen der “Barmherzigkeit” oder Empathie für die Älteren von den jungen Menschen, deren Persönlichkeit gerade geschmiedet wird, sagen Experten.
“Dies kann sogar zu einer Art von Ansteckung im kollektiven Unterbewusstsein führen”, sagt Dr. Rutakayile Bizoza, Psychiater am neuropsychiatrischen Krankenhaus Ndera in Kigali, der “Arten von Krisen-Epidemien” in den Schulen bei Projektionen von Filmen über den Völkermord beschreibt.
Krisen, die auch Kinder einbeziehen können, deren Familien völlig unberührt waren von den Morden.
Wenn es auch vorhersehbar ist, bleibt dieses Phänomen jedoch neu und unverständlich für viele Ruander. In den meisten Fällen, erklärt Françoise Murekatete, sympathisieren die Menschen mit Krisen von Überlebenden, aber ” verstehen diese Verhaltensweisen der Jüngeren nicht“.
© 2015 AFP
Génocide rwandais: l’Élysée déclassifie les documents de la présidence française LIRE
08.04.2015 à 05:30 – Par Hervé ASQUIN – AFP
Après un an de préparatifs conduits dans le plus grand secret, l’Élysée a déclassifié mardi les archives de la présidence française sur le Rwanda pour la période 1990 à 1995, un geste important au jour du 21e anniversaire du déclenchement du génocide rwandais, le 7 avril 1994.
Les relations entre la France et le Rwanda avaient été plombées par une violente polémique autour du rôle éventuel des forces françaises dans le génocide. Elles ont même été totalement gelées entre 2006 et 2009.
“Le secrétaire général (Jean-Pierre Jouyet) a signé aujourd’hui la décision portant déclassification des archives des documents de l’Élysée relatifs au Rwanda entre 1990 et 1995”, a annoncé l’entourage du président Hollande.
La décision a été signée en présence de Dominique Bertinotti, ancienne ministre et mandataire des archives de la présidence de François Mitterrand, a précisé l’Élysée.
Entre avril et juillet 1994, quelque 800.000 personnes avaient été tuées en une centaine de jours, selon l’ONU, des membres de la minorité tutsi pour l’essentiel. Les massacres avaient débuté au lendemain de l’attentat qui avait coûté la vie au président hutu Juvénal Habyarimana le 6 avril 1994.
Selon l’entourage de François Hollande, le président “avait annoncé il y a un an que la France devrait faire preuve de transparence et faciliter le travail de mémoire sur cette période sans que cette décision ne soit rendue publique”.
Depuis, le recensement des archives a été “lancé et coordonné” par le Secrétariat général de la défense et de la sécurité nationale (SGDSN), les documents mêlant des notes des conseillers diplomatiques et militaires de l’Élysée, mais aussi des comptes rendus de conseils restreints de défense ou de réunions ministériels.
“Rien n’interdit plus la consultation de ces archives” qui seront ainsi à la disposition des chercheurs, des associations de victimes ou de la société civile, souligne la présidence française qui parle d’un “souhait de vérité”.
Dans quelque temps, précise-t-elle encore, d’autres archives seront déclassifiées, celles de l’Assemblée nationale et des ministères des Affaires étrangères et de la Défense, chacun allant “à son rythme” dans cette procédure.
– “Exigence de vérité et de transparence” –
Parmi ces documents, figurent les “archives Quilès”, du nom de l’ancien ministre socialiste Paul Quilès qui avait présidé la mission des commissions de la Défense et des Affaires étrangères de l’Assemblée sur les opérations militaires conduites par la France et l’ONU, notamment, au Rwanda entre 1990 et 1994. Son rapport avait été publié en décembre 1998.
Dans un communiqué publié mardi soir, SOS Racisme se “félicite” de cette déclassification, un acte répondant à “une exigence de vérité et de transparence”.
“Depuis plusieurs années, la France a soufflé le chaud et le froid face à la responsabilité de certains de ses ressortissants dans la préparation et le déroulement du génocide”, or “le respect dû aux victimes de ce drame tout autant que la reconstruction des rescapés ne peuvent se faire que par une exigence de vérité et de transparence à laquelle participe François Hollande à travers cet acte”, estime l’association antiraciste.
L’Union des étudiants juifs de France (UEJF) “salue” elle aussi “un pas important”, espérant qu’il “facilitera la lutte contre le négationnisme malheureusement répandu au sein d’une partie de la classe politique française”.
SOS Racisme considère néanmoins que “le chemin est encore long et escarpé” : la France devra notamment “accepter de reconnaître l’implication de certains de ses ressortissants” dans le génocide “et faire en sorte qu’ils aient à répondre de leurs actes devant la justice”.
L’actuel président rwandais Paul Kagame accuse toujours la France de complicité dans le génocide, reprochant à Paris d’avoir soutenu le gouvernement extrémiste hutu qui avait déclenché les tueries. Mais Paris a rejeté à de multiples reprises ces accusations, assurant que les forces françaises n’avaient fait qu’oeuvrer à la protection des populations civiles.
Cette procédure de déclassification, spécifie-t-on par ailleurs à l’Elysée, est distincte de la vingtaine de procédures judiciaires toujours en cours au pôle “crimes contre l’humanité” du tribunal de Paris. En mars 2014, Pascal Simbikangwa a été condamné à 25 ans de réclusion à l’issue d’un premier procès à Paris.
Deux autres Rwandais, les anciens bourgmestres Tito Barahira et Octavien Ngenzi, ont été renvoyés devant la cour d’assises et attendent désormais leur procès qui pourrait se tenir entre mai et juillet 2016 dans la capitale française.
© 2015 AFP
Rwanda: les fantômes du génocide hantent toujours le pays LIRE
08.04.2015 à 18:00 – Par Stephanie AGLIETTI – AFP
“J’ai l’impression d’avoir vécu le génocide”. Sarah Uwumugishan, 19 ans, est née après les massacres de 1994. Pourtant, chaque année, à l’approche des commémorations du génocide qui fit 800.000 morts au Rwanda, elle se cloître, en proie à d’insondables tourments.
Chaque année, les professionnels de la santé mentale reçoivent des centaines de Rwandais, trop jeunes pour avoir assisté aux meurtres des Tutsi et de Hutu modérés, mais qui présentent les mêmes symptômes de stress post-traumatique que les rescapés: angoisses ou visions obsédantes de scènes qui se sont pourtant déroulées avant leur naissance.
Le mal-être de Sarah a commencé alors qu’elle avait six ans, lorsque sa mère Alice Mukarurinda lui a raconté son histoire.
Le 7 avril 1994, au premier jour des massacres, dirigés essentiellement contre la minorité tutsi, Alice Mukarurinda, la fille qu’elle vient alors de mettre au monde et son mari, se réfugient dans l’église de Nyamata, pensant pouvoir échapper aux miliciens hutu Interahamwe.
Ils parviennent à s’échapper mais 36 membres de leur famille sont massacrés à la machette et par balles. Ils se cachent dans les marais pendant plusieurs jours, mais les tueurs finissent par les retrouver.
“Il ont frappé, m’ont coupé la main et ont tué ma fille qui était sur mon dos”, raconte Alice Mukarurinda, dont la joue gauche porte une large cicatrice et qui caresse de sa main valide son bras droit terminé par un moignon. Laissée pour morte, elle parvient à en réchapper avec son mari.
Ce terrifiant récit, les trois frères et la sœur – tous plus jeunes – de Sarah l’ont aussi entendu. Mais elle seule a développé de telles crises d’angoisse. “Mon école primaire était située à côté d’une prison”, où étaient enfermés de nombreux bourreaux du génocide. “Ca me faisait peur, je pensais que si les prisonniers me voyaient ils allaient me tuer”, se souvient la jeune fille.
“J’ai toujours peur même si ça va mieux”, explique la lycéenne aux cheveux courts. “J’y pense tous les jours, mais c’est pire pendant les commémorations, (…) je ne peux pas rester seule et lorsque je regarde ma maman, ça me replonge là-dedans”, raconte-t-elle en baissant la tête.
Sarah n’a jamais été suivie par un psychologue. Mais, selon les spécialistes de la santé mentale, elle pourrait faire partie de ces enfants victimes de stress post-traumatique dit “transgénérationnel”. Un phénomène qui a notamment été constaté chez des enfants de Juifs rescapés de la Shoah.
– ‘Epidémie de crises’ –
“Ce que nous avons remarqué, c’est que dans les familles, ceux qui encadrent les enfants leur transmettent inconsciemment ce qu’ils ont vécu”, explique Françoise Murekatete, coordinatrice du programme de santé mentale à Avega, l’association qui vient en aide aux veuves du génocide.
“C’est un phénomène auquel on s’attendait. (…) Tout ce qui ne se dit pas, se transmet”, renchérit le docteur Naasson Munyandamutsa, psychiatre rwandais.
Ce phénomène est particulièrement visible durant la période des commémorations, qui commence chaque année le 7 avril. Durant cette période de deuil national, les souffrances des rescapés s’expriment de façon souvent impressionnante et parfois collective: sidération, exaltation, larmes, syncopes, épilepsie…
Il n’est pas rare, pour les professionnels de la santé mentale, de prendre en charge des jeunes nés après 1994 mais manifestant les mêmes symptômes que les survivants.
Comme dans le cas de Sarah, ce sont les récits familiaux, les débats éducatifs dans les villages ou les films diffusés à la télévision qui déclenchent les crises. Un phénomène de “compassion” ou d’empathie à l’égard de leurs aînés de la part de ces jeunes dont la personnalité est en train de se forger, avancent les spécialistes.
“Cela peut même entraîner une sorte de contagion au niveau du subconscient collectif”, explique le docteur Rutakayile Bizoza, médecin psychiatre à l’hôpital neuropsychiatrique Ndera à Kigali, décrivant des “sortes d’épidémies de crises” dans les écoles lors de projections de films sur le génocide.
Des crises qui peuvent toucher ceux dont les parents ont participé aux massacres, mais aussi des enfants dont les familles ont été totalement épargnées par les tueries.
S’il était prévisible, ce phénomène reste nouveau et incompréhensible pour de nombreux Rwandais. Le plus souvent, explique Françoise Murekatete, les gens compatissent aux crises des rescapés, mais “ne comprennent pas ces comportements” chez les plus jeunes.
© 2015 AFP

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