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IStGh/ ICC: Kriegsverbrecher-Prozess BOSCO NTAGANDA (DR CONGO) – procés devant la CPI

Dossier Part I, de+fr, Eröffnung/ ouverture
L'ex-chef de guerre Bosco Ntaganda devant la Cour pénale internationale, le 2 septembre 2015 à La HaEx-Warlord Bosco Ntaganda vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGh – ICC) in Den Haag

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Deutsche Texte AFP: Von mir verbesserte Google-Übersetzungen

DRC: der ehemalige Rebell Ntaganda “befahl” Angriffe gegen Zivilisten, laut ICC LESEN
2015.02.09 13:00 – Von Maude BRULARD – AFP
Bosco Ntaganda war einer der wichtigsten Architekten der Gewalt, die den Nordosten der Demokratischen Republik Kongo im Jahr 2002 und 2003 “dezimierte”, sagte am Mittwoch der Staatsanwalt des Internationalen Strafgerichtshofs im Prozess der Verbrechen gegen die Menschlichkeit des ehemaligen Kriegsherren.
“Bosco Ntaganda war einer der wichtigsten Kommandeure und befahl die Angriffe gegen und Tod” von Zivilisten, sagte die Staatsanwältin des Internationalen Strafgerichtshofs Fatou Bensouda vor dem Gericht in Den Haag: “Dieser Fall betrifft die Gewalt, die die Ituri-Region dezimierte, indem Hunderte von Zivilisten getöte wurden und Tausende zum Leben mit Nichts in den Wald getrieben wurden. ”
“Die Bevölkerung wurde von sexueller Gewalt traumatisiert,” fügte sie hinzu, unter dem teilnahmslosen Blick des Angeklagten, der ein weißes Hemd und eine gestreifte graue Krawatte trug.
Zwei Tage sind für die Eröffnung des Prozesses geplant: Frau Bensouda spricht als Erste, dann die Anwälte der Opfer, dann die von Herrn Ntaganda und schließlich der Angeklagte selbst.
“Es ist nicht der Prozess einer ethnischen Gruppe, sondern der Prozess gegen eine Person, die für persönlichen Gewinn Vorteile aus den ethnischen Spannungen in Ituri zog, um Macht und Reichtum zu erreichen”, fügte Frau Bensouda hinzu.
Bosco Ntaganda, 41, werden 13 Kriegsverbrechen vorgeworfen und 5 Verbrechen gegen die Menschlichkeit, einschließlich Mord, Plünderungen, Angriffe gegen Zivilisten, Vergewaltigungen und sexuelle Sklaverei.
Der Angeklagte war stellvertretender Chef des Generalstabs der Patriotischen Kräfte für die Befreiung des Kongo (FPLC), eine Miliz überwiegend aus Hema (Ethnie), welche laut Staatsanwältin vor allem die Menschen ins Visier nahm, die sie den ethnischen Lendu, Bira und Nande zuordnete.
Die Rebellengewalt hatte die an Mineralien reiche Ituri-Region zerrissen und mehr als 60.000 Menschenleben gekostet, nach NGOs.
Ntaganda ist der erste Angeklagte im internationalen Strafrecht, der sich für Vergewaltigungen und sexuelle Sklaverei gegen Kinder, die seine eigenen Milizen begangen hatten, wird antworten müssen.
“Ntaganda und seine Milizen haben Kinder gezwungen zu töten, sie behandelten sie grausam und vergewaltigten die Mädchen”, so die Assistentin von Fatou Bensouda, Nicole Samson.
Während des Prozesses wird die Staatsanwaltschaft voraussichtlich mehr als 8.000 Dokumente, Gutachten, Videoclips und Erklärungen präsentieren. Über 70 “Tatzeugen” und ein Dutzend Sachverständige werden erscheinen.
– “Nicht schuldig” –
Bei der Eröffnung der mündlichen Verhandlung wiederholte Bosco Ntaganda mit fast unhörbarer Stimme und in seiner Muttersprache Kinyarwanda, er plädiere er auf “nicht schuldig in allen Anklagepunkten.”
Der ehemalige Kriegsherr, der seinen ikonischen Schnurrbart behalten hat, wird sprechen, wenn sein Anwalt, der Kanadier Stephane Bourgon, seine Eröffnungsrede abgeschlossen, hat.
Ntaganda “unterhält seine Unschuld angesichts jedes der gegen ihn erhobenen Vorwürfe und beabsichtigt, eine umfassende Verteidigung zu präsentieren”, so sein Anwalt am Dienstag. “Er wartet dringend auf eine Chance, sich zu verteidigen.”
General in der kongolesischen Armee 2007-2012, war Bosco Ntaganda der meistgesuchte Flüchtling in der Region der Großen Seen, bis er sich unerwartet in der US-Botschaft in Kigali, Ruanda, im März 2013 stellte und seinen Transfer zum ICC forderte.
Vom Völkermord an den Tutsi in Ruanda (1994) bis zum letzten Aufstand der Bewegung vom 23. März (M23) im Osten der DRK hatte dieser opportunistische Abenteurer an allen Kriegen in der Region teilgenommen, die zu einer beispiellosen Gewalt an Zivilisten führten.
Groß, mittlere Statur, heller Teint, von sich selbst erfüllt: Ntaganda ist bekannt dafür, wohin er auch ging, am Abzug den “lockeren Finger” zu haben. Er erhielt die Spitznamen “Terminator”, “Marschall” oder “Tango Romeo”.
Die Rechtsanwälte für die in 2149 im Rahmen der Verfahren anerkannten Opfer haben auch das Wort: “Unsere Klienten waren zwischen siebeneinhalb und fünfzehn Jahren alt, als sie rekrutiert wurden”, sagte am Dienstag eine der Anwälte, Sarah Pellet. “Ihre Rekonstruktion erfordert die Anerkennung der Verbrechen, die sie erlitten haben.” © 2015 AFP

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2015.03.09 00:00 – Von Maude BRULARD – AFP

Ein Lendu-Zivilist, der Zeuge P-106, der im Februar 2003 in einem Bananenfeld die Körper seiner Frau und ihrer vier Kinder entdeckte, sagte der Staatsanwältin: sein kleiner Sohn war geschlachtet und dann ausgeweidet worden, wie seine Frau. Ihrer Tochter, einem Kind von sieben Monaten, hatte man den Kopf zerschlagen.
– ‘Groß angelegte Vergewaltigung’-
“Die Bevölkerung wurde von sexueller Gewalt traumatisiert”, sagte Fatou Bensouda unter dem teilnahmslosen Blick des Angeklagten.
Ntaganda ist der erste Angeklagte im internationalen Strafrecht, der sich für Vergewaltigungen und sexuelle Sklaverei gegen Kinder, die seine eigenen Milizen begangen hatten, wird antworten müssen.
Die Vergewaltigungen wurden in “großem Maßstab” organisiert, beispielsweise wurden Antibiotika gegen sexuell übertragbare Krankheiten mehrmals an die Soldaten verteilt, sagte Nicole Samson, eine Vertreterin der Staatsanwaltschaft.
Für die NGO Human Rights Watch “wurden Vergewaltigung, sexuelle Gewalt, sexuelle Sklaverei wirklich als Waffe des Krieges im Kongo eingesetzt”, sagte Géraldine Mattioli-Zeltner gegenüber AFP.
“Sexuelle Gewalt ist schwer nachzuweisen, weil es schwierig ist, das Zeugnis der Opfer, die Stigmatisierung in ihren Gemeinden fürchten, zu erhalten”, sagte diese Expertin für internationale Gerechtigkeit.
Die Anklage stützt sich insbesondere auf Video-Clips aus der Zeit, Bilder, Karten und forensische Analysen, darunter der Schädel eines Kindes im Alter von 12-17 Jahren zur Zeit seines Todes.
Der erste Zeuge wird am 15. September erscheinen.
© 2015 AFP

Ntaganda vor Gericht – Werdegang eines Warlords Portrait – LESEN
Dem Milizenführer Bosco Ntaganda wird in Den Haag der Prozess gemacht. Tausende sind ihm zum Opfer gefallen, seine Brutalität machte ihn berühmt.
von David Signer, 3.9.2015, 15:08 Uhr, NZZ, http://www.nzz.ch/international/
Wie so oft war der Warlord Bosco Ntaganda zuerst Opfer, bevor er zum Täter wurde. Der Rwander wurde 1973 geboren und gehörte zur Tutsi-Minderheit. Nach Pogromen musste er schon als Teenager nach Kongo-Kinshasa flüchten und schloss sich mit 17 den Kämpfern unter Paul Kagame an. Diese stoppten 1994 den Genozid, den die Hutu an den Tutsi verübten.
Ntaganda war dabei, als die Völkermörder in den Osten von Kongo-Kinshasa vertrieben wurden, von wo aus sie weiter den Kleinstaat Rwanda bedrohten. Kagame wurde Präsident und liess Rwanda in Kongo-Kinshasa einmarschieren. Das war die Ausgangssituation des ersten Kongokrieges, der von 1996 bis 1997 dauerte. Ntaganda, gerade einmal 23, war dabei und erhielt den Übernamen «Terminator». Aber es war erst der Anfang.
Systematische Einschüchterung
Auch am zweiten Kongokrieg von 1998 bis 2003 nahm Ntaganda teil. Zuletzt war er dort stellvertretender Chef der Miliz Forces patriotiques pour la Liberation du Congo (FPLC). Die Rebellengruppe bestand vor allem aus Hema-Nomaden. Die FPLC wüteten in der Region Ituri im Nordosten von Kongo-Kinshasa, wo sie die sesshaften Lendu bekämpften.
Wenn Ntaganda nun in Den Haag vor dem Internationalen Strafgerichtshof (ICC) der Prozess gemacht wird, so geht es um die Massaker, die er zu jener Zeit, also zwischen 2002 und 2003, begangen oder in Auftrag gegeben hat. 8000 Menschen soll die Miliz damals ermordet haben, hinzu kommen die Anklagepunkte Rekrutierung von Kindersoldaten, deren sexuelle Versklavung, Angriffe auf die Zivilbevölkerung sowie Vergewaltigungen.
Die ICC-Chefanklägerin Bensouda erklärte zum Prozessauftakt kurz und bündig, worum es ging: Das Ziel der FPLC sei es gewesen, die Lendu aus der rohstoffreichen Provinz zu vertreiben. «Ntaganda hat die ethnischen Spannungen so gut wie möglich zu nutzen versucht, um sich mit Greueltaten Macht und ein Vermögen anzueignen.»
Mit anderen Worten: Die Brutalität war ein Zeichen von Enthemmung und Straflosigkeit, sie war aber auch systematisch und taktisch. Es ging darum, Angst und Schrecken zu verbreiten, um die Bevölkerung zu vertreiben. Die Rechnung ging auf: Über 100 000 Bewohner ergriffen die Flucht.
Friedenstreffen als Falle
Am ersten Prozesstag erwähnte Bensouda, wie die FPLC eines Tages die Lendu zu einem «Friedenstreffen» einluden. Das Angebot zu Verhandlungen war eine fiese Falle. Die unbewaffneten Lendu wurden allesamt umgebracht. Man fand die vierzig Leichen später in einem Bananenhain. «Vier Frauen wurden die Bäuche aufgeschlitzt», sagte Bensouda, «vielen Kindern der Hals durchgeschnitten, anderen die Geschlechtsteile verstümmelt.»
Es heisst, dass Ntaganda die Mörder in seiner Miliz belohnte und als «richtige Männer» lobte. Frauen und Mädchen wurden laut Bensouda als «Schüsseln» betrachtet, an denen sich jeder nach Lust und Laune bedienen konnte.
Ntaganda selber behauptet, er habe nichts mit solchen Brutalitäten zu tun gehabt. Es dürfte allerdings schwierig werden für ihn. Seinen Unschuldsbeteuerungen stehen achtzig Überlebende und ehemalige Kindersoldaten entgegen, die als Zeugen auftreten werden, sowie rapportierte Aussagen von 2149 Opfern. Als Beweismittel beigezogen wird auch ein Logbuch, in dem sämtliche Funksprüche Ntagandas an seine Soldaten registriert wurden.
Vom Milizionär zum General
Anfang 2009 wurde Ntaganda Stabschef der Miliz Congrès national pour la défense du peuple (CNDP), die überwiegend aus Tutsi bestand. Er fädelte die Absetzung des Anführers Laurent Nkunda ein, schloss Frieden mit der Regierung von Kongo-Kinshasa und erreichte, dass der CNDP in die reguläre Armee des Landes eingegliedert wurde. Er erhielt den Rang eines Generals und lebte bis 2012 in Goma im Luxus, mit Weinkeller und Tennisplatz. Der Milizionär war zum Millionär geworden. Innerhalb des Militärs baute er eine Parallelhierarchie auf und konnte unbehelligt seinen dubiosen Geschäften nachgehen – vor allem dem Handel mit Gold aus illegalen Minen und Waffenschieberei.
Irgendwann wurde es aber auch der Regierung in Kinshasa zu bunt. Sie wollte die CNDP-Strukturen innerhalb der Armee zerschlagen. Ntaganda reagierte, indem er eine Meuterei anzettelte. Unter dem Namen M23 entstand eine neue Rebellengruppe. Ntaganda war eine der mutmasslichen Führungsfiguren.
Geschützt im Gefängnis
Inzwischen übten jedoch die USA zunehmend Druck aus auf die Regierungen in Rwanda und den andern Nachbarländern, sich aus dem Konflikt in Kongo-Kinshasa herauszuhalten. Kagame in Kigali zog seine schützende Hand über Ntaganda zurück. Der M23 spaltete sich in zwei Fraktionen, für den «Terminator» wurde es zunehmend eng. Am Ende konnte er sich nicht mehr anders retten als durch ein Anklopfen an die Türe der amerikanischen Botschaft in Kigali. Das war am 18. März 2013. Er bat mehr oder weniger um seine Verhaftung und um die Überstellung nach Den Haag, um wenigstens mit dem Leben davonzukommen.
Die Alternativen waren: Entweder wird er durch eine rivalisierende Rebellengruppe umgebracht, oder er landet in einem Gefängnis in Kongo-Kinshasa. Aufgrund seiner Kenntnisse der schmutzigen Geschäfte der dortigen Regierung wäre es allerdings mehr als wahrscheinlich gewesen, dass man ihn auch dort eines Morgens tot aufgefunden hätte. Obwohl er vermutlich viele Jahre in Den Haag bleiben muss, kann er damit rechnen, dass nicht nur Kongo-Kinshasa vor ihm geschützt wird, sondern auch umgekehrt.

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DRC: Ntaganda sagte zum ICC, dass er ein “Soldat”, kein “Terminator”, war LESEN
2015.03.09 18:30 – Von Jan HENNOP und Maude BRULARD – AFP
Der ehemalige kongolesische Warlord Bosco Ntaganda lehnte am Donnerstag vor dem IStGH die Vorwürfe gegen ihn ab und sagte bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit seiner Übergabe im Jahr 2013, nur ein “Soldat, kein Verbrecher” gewesen zu sein.
“Ich werde als ‘Terminator’ beschrieben, als ein berühmter Mörder, aber das bin ich nicht”, sagte er am zweiten Tag seines Prozesses in Den Haag. “Ich bin nicht der Bosco Ntaganda, wie er von der Staatsanwaltschaft beschrieben wird“, fügte er hinzu.
Bosco Ntaganda, 41, werden 13 Kriegsverbrechen vorgeworfen und 5 Verbrechen gegen die Menschlichkeit, einschließlich Mord, Plünderungen, Angriffe gegen Zivilisten, Vergewaltigungen und sexuelle Sklaverei.
Der Angeklagte war stellvertretender Chef des Generalstabs der Patriotischen Kräfte für die Befreiung des Kongo (FPLC), eine Miliz überwiegend aus Hema (Ethnie), welche laut Staatsanwältin vor allem die Menschen ins Visier nahm, die sie den ethnischen Lendu, Bira und Nande zuordnete.
Er hatte Mittwoch, am ersten Tag des Prozesses, auf nicht schuldig plädiert.
– “Berufssoldat” –

“Ich werde Ihnen die andere Seite der Geschichte darstellen, die wir gestern gehört haben (von der Anklage), denn das war nur eine Geschichte, meine Herren: alles bleibt zu beweisen”, sagte der Verteidiger, der kanadische Stephane Bourgon.
“Die Realität von dem, was in den Jahren 2002-2003 passierte, ist anders”, fügte er hinzu, “Ntaganda ist kein Politiker, und war es nie: es ist ein professioneller Soldat”.
Sein Mandant habe nie Zivilisten als Ziel genommen, sagte Bourgon und verwies er auf die Vergangenheit von Bosco Ntaganda in Ruanda. Dieser hatte dort gekämpft, um den Völkermord an den Tutsis durch Hutus im Jahr 1994 zu beenden, bevor er der Rebellion von Laurent Kabila in der Demokratischen Republik Kongo beitrat, die im Jahr 1997 mit der langen Diktatur von Mobutu Sese Seko Schluss machte.
Um die Schuld von Herrn Ntaganda zu beweisen, wird die Staatsanwaltschaft voraussichtlich mehr als 8.000 Dokumente einbringen, darunter Gutachten, Videoclips und Erklärungen. Über 70 “Tatzeugen” und ein Dutzend Experten werden aufgerufen.
– “Suche nach Frieden” –

Den gestrigen Vorwürfen der Anklage widerspricht der ehemalige Milizionär. “Für alle Opfer des Konflikts in Ituri seit 1998, einem Konflikt, der bis heute andauert, habe ich Mitgefühl”, sagte er.
“Mein Ziel war es, den Frieden wieder herzustellen, ohne Unterschiede zwischen ethnischen Gruppen”.
Der erste Zeuge der Anklage soll am 15. September sprechen.
© 2015 AFP
DR Kongo: der erste Zeuge gegen den ehemaligen Kriegsherren Ntaganda vor dem ICC LESEN
2015.09.15 um 16:30 Uhr – AFP
Der erste Zeuge der Anklage im Prozess gegen den ehemaligen kongolesischen Warlord Bosco Ntaganda, der wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt ist, begann seine Aussage am Dienstag mit der Versicherung, dass die Rebellen in sein Dorf gekommen waren, um “Krieg zu führen”.
In Rahmen der Schutzmaßnahmen verdeckt und mit verzerrter Stimme, hat der anonyme Zeuge langsam in seiner Muttersprache, Kiswahili gesprochen. Er hatte oft Angst, Informationen preiszugeben, die ihn identifizieren könnten.
Die Staatsanwaltschaft beschwerte sich übrigens bei den Richtern, dass Herrn Ntaganda’s Verteidigungs-Team in Kontakt mit Zeugen der Anklage in ihren Dörfern in der Demokratischen Republik Kongo gewesen waren.
Die Verteidigungsermittler trafen vier Zeugen “durch Zufall”, versicherte der Anwalt von Mr. Ntaganda, Stephane Bourgon.
Der Zeuge erzählte den Richtern, wie die Rebellen der Union kongolesischer Patrioten (UPC) in sein Dorf Mongbwalu in Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo gekommen waren, um “Krieg zu führen”.
Bosco Ntaganda, 41, werden 13 Kriegsverbrechen vorgeworfen und 5 Verbrechen gegen die Menschlichkeit, einschließlich Mord, Plünderungen, Angriffe gegen Zivilisten, Vergewaltigungen und sexuelle Sklaverei.
Der Angeklagte war stellvertretender Chef des Generalstabs der Patriotischen Kräfte für die Befreiung des Kongo (FPLC), eine Miliz überwiegend aus Hema (Ethnie), welche laut Staatsanwältin vor allem die Menschen ins Visier nahm, die sie den ethnischen Lendu, Bira und Nande zuordnete.
Die FPLC war der bewaffnete Flügel der UPC.
Der von den Richtern „Herr Zeuge“ genannte Mann, der sich als Bauer bezeichnet, erzählte, wie er im Jahr 2002 in der nahe gelegenen Gemeinde Yedi Handel betrieb, als die Rebellen in sein Dorf kamen.
“Ich sah Menschen fliehen und Zuflucht in Yedi suchen”, versicherte er und bemerkte, dass er “Kugeln und das Geräusch von schweren Waffen” gehört hatte.
“Ich hatte Angst, sie würden mich umbringen, weil, wie Sie sehen, ich Lendu bin” fügte er hinzu und bestätigte, es sei eine “Stammeskrieg” gewesen.
In einem für seine Goldminen bekannten Gebiet versicherte der Zeuge, dass die UPC Soldaten ihm 4.920 Dollar (4.352 €) und 53,5 Gramm Gold gestohlen hatten. Zwölf Hosen, 14 Hemden und mehrere Paar Schuhe wurden ebenfalls von ihm gestohlen.
Bosco Ntaganda hatte auf nicht schuldig plädiert am ersten Tag der Verhandlung und wies den Spitznamen “Terminator” zurück, mit dem er wegen seiner Bekanntheit oft bezeichnet wird.
Ein General in der kongolesischen Armee geworden von 2007-2012, war Bosco Ntaganda der meistgesuchte Flüchtling in der Region der Großen Seen bis er sich unerwarteterweise in der US-Botschaft in Kigali , Ruanda, im März 2013 stellte und seinen Transfer zum ICC.
Der Konflikt im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, der auch die Armeen von zumindest sechs afrikanischen Staaten in dieser an Mineralien reichen Region anzog, hatte in beispielloser Gewalt an Zivilisten drei Millionen Menschen getötet, nach NGOs, und tiefe Instabilität im Osten des Kongo erzeugt.
© 2015 AFP
DR Kongo: Rebell, der königliche Weg an die Macht? Analyse – LESEN
09.15.2015 um 14:00 Uhr – Von Habibou Bangre – AFP
Präsident, Minister, Abgeordnete, Senatoren oder Generäle: viele ehemalige Rebellen besetzen Schlüsselpositionen in der Demokratischen Republik Kongo zu einem Zeitpunkt, wo der Internationale Strafgerichtshof (ICC) Bosco Ntaganda richtet.
Seit September 2 ist mit ihm ein ehemaliger Milizenführer in Den Haag wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in den Jahren 2002-2003 in Kongo’s Nordosten angeklagt.
Mit Spitznamen “Terminator” weil als gnadenlos bekannt, entwickelte Ntaganda sich in mehreren Aufständen bis zu seiner Integration in die kongolesische Armee im Jahr 2009 mit dem Rang eines Generals, dies dank einer Amnestie für mehrere bewaffnete Gruppen. In Kinshasa war diese war der Preis, der für den Frieden zu zahlen war.
Das Rezept diente der Beendigung des zweiten Kongo-Krieges (1998-2003), der mehrere ausländische und kongolesische bewaffnete Aufstände in Stellung gegen die Zentralgewalt brachte, die von einem anderen ehemaligen Rebellen, Laurent-Désiré Kabila, gehalten wurde.
Der wurde in Kinshasa im Jahr 2001 ermordet und ersetzt von seinem Sohn Joseph, dem derzeitigen Präsidenten, der seine Zähne in der Allianz der Demokratischen Befreiungskräfte (AFDL) geschärft hatte, jener Rebellion, mit der sein Vater im Jahr 1997 den Diktator Mobutu Sese Seko verjagte.
Dem zweiten Kongo-Krieg folgte ein Übergangszeitraum. Die Führung des Landes hatte Präsident Joseph Kabila, umgeben von vier Vizepräsidenten, davon zwei aus Rebellionen: Jean-Pierre Bemba von der Bewegung für die Befreiung des Kongo (MLC) und Azarias Ruberwa von der Kongolesischen Sammlung für Demokratie RCD.
Von Joseph Kabila bei der Präsidentschaftswahl 2006 geschlagen, steht Bemba jetzt vor Gericht beim ICC für die in CAR begangenen Verbrechen, aber das ist eher eine Ausnahme, und er ist immer noch ein Senator.
Von den etwa 40 Ministern der derzeitigen Regierung sind ein Dutzend ehemalige RCD und MLC (die sich in politische Parteien entwickelt haben). In der Armee gibt es unzählige Offiziere, die durch den RCD gingen.
– ‘Schlucht der Straflosigkeit’ –

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“Rebellieren war immer positiv”, sagte Kin Tryphon Kiey, Minister für die Beziehungen zum Parlament und ehemaliger RCD, dort für die Kommunikation verantwortlich. “Es hilft voranzuschreiten“, sagte er, „und wenn Frankreich da ist, wo es heute ist, dann weil es Aufstände gab.”
Zu den Waffen gehen “war nützlich”, aber “die bewaffnete Rebellion ist nie eine angesehene Marke,” nuanciert Olivier Kamitatu, ehemaliger MLC-Planungsminister, “Es tut mir leid für die, die gelitten haben.”
“Das einzige Sprungbrett”, um an die Verantwortungsebene zu kommen, “bleibt das Volk”, sagt der Politiker, Mitglied einer kleinen Gruppe der Mehrheit von Kabila, die diesen aber aufruft, nicht der Versuchung der Macht zu erliegen und im Jahr 2016 kein weiteres, verfassungswidriges Mandat anzustreben.
Im Jahr 2010 veröffentlichte die UN einen monumentalen Bericht, eine Bestandsaufnahme von 617 schweren Verbrechen mit Zehntausende von zivilen Toten zwischen 1993, dem Beginn der ethnischen geprägten Konflikte im Osten der DRK, und 2003. Fast alle diese Verbrechen blieben bislang ungestraft.
Trotz “Fortschritten” “bleibt eine große Lücke der Straffreiheit für schwere Menschenrechtsverletzungen” aller Konfliktparteien in dem schwarzen Jahrzehnt, bedauert José Maria Aranaz, Leiter in Kinshasa des Büros der Vereinten Nationen für Menschenrechte.
Nach der Integration in die Armee stand Ntaganda für mehrere Jahre unter dem Schutz der Macht, die sich geweigert hatte, ihn an den IStGH auszuliefern.
Er fühlte die diesbezügliche Entschlossenheit der Behörden schwächen und ging im Jahr 2012 für ein paar Monate in die Abenteuer der Bewegung 23. März (M23), neueste Inkarnation des Tutsi dominierten Aufstandes im Osten des Kongo, zu starten, bevor er sich selbst gezwungen sah, sich dem ICC zu stellen.
© 2015 AFP

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RDC: l’ex-rebelle Ntaganda a “ordonné” des attaques contre des civils, selon la CPI LIRE
02.09.2015 à 13:00 – Par Maude BRULARD – AFP
Bosco Ntaganda a été l’un des principaux artisans des violences qui ont “décimé” le nord-est de la République démocratique du Congo en 2002 et 2003, a affirmé mercredi la procureure de la Cour pénale internationale à l’ouverture du procès pour crimes contre l’humanité de l’ancien chef de guerre.
“Bosco Ntaganda était l’un des commandants les plus importants et a ordonné des attaques et la mort” de civils, a affirmé la procureure de la CPI Fatou Bensouda devant la cour à La Haye: “cette affaire concerne la violence qui a décimé la région de l’Ituri, tuant des centaines de civils, laissant des milliers vivre de rien dans la forêt”.
“La population a été traumatisée par les violences sexuelles”, a-t-elle ajouté, sous le regard impassible de l’accusé, vêtu d’une chemise blanche et d’une cravate grise rayée.
Deux jours sont prévus pour l’ouverture du procès : Mme Bensouda s’exprimait la première, puis l’accusation laissera la parole aux avocats des victimes, à l’avocat de M. Ntaganda et enfin à l’accusé lui-même.
“Il ne s’agit pas du procès d’un groupe ethnique, c’est le procès d’un individu qui a profité des tensions ethniques en Ituri à des fins personnelles, pour atteindre le pouvoir et la richesse”, a ajouté Mme Bensouda.
Bosco Ntaganda, 41 ans, est accusé de 13 crimes de guerre et cinq crimes contre l’humanité, dont des meurtres, pillages, attaques contre des civils, viols et esclavage sexuel.
L’accusé était chef adjoint de l’état-major général des Forces patriotiques pour la libération du Congo (FPLC), milice à prédominance Hema qui visait, selon l’accusation, les populations perçues comme appartenant aux ethnies Lendu, Bira et Nande.
Les violences ayant déchiré l’Ituri, région riche en minerais, ont coûté la vie à plus de 60.000 personnes, d’après les ONG.
M. Ntaganda est le premier accusé en droit pénal international qui doit répondre de viols et esclavage sexuel commis sur des enfants de sa propre milice.
“Ntaganda et sa milice ont forcé des enfants à tuer, ils les ont traités de manière cruelle et ont violé les filles”, a ajouté l’adjointe de Fatou Bensouda, Nicole Samson.
Au cours du procès, l’accusation devrait présenter plus de 8.000 documents, dont des rapports d’experts, extraits vidéo et déclarations. Plus de 70 “témoins de faits” et une dizaine d’experts témoins seront cités.
– ‘Non coupable’ –
A l’ouverture de l’audience, Bosco Ntaganda a répété, d’une voix presque inaudible, et dans sa langue maternelle, le kinyarwanda, qu’il plaidait “non coupable de toutes les charges retenues”.
L’ancien chef de guerre, qui a gardé sa fine moustache emblématique, prendra la parole lorsque son avocat, le Canadien Stéphane Bourgon, aura terminé sa déclaration liminaire, probablement jeudi.
M. Ntaganda “maintient son innocence face à chacune des accusations portées contre lui et il entend présenter une défense exhaustive”, avait indiqué son avocat mardi: “il est impatient d’avoir une chance de se défendre”.
Général dans l’armée congolaise de 2007 à 2012, Bosco Ntaganda était le fugitif le plus recherché dans la région des Grands Lacs jusqu’à ce qu’il se rende, de manière inopinée, à l’ambassade américaine de Kigali, au Rwanda, en mars 2013, pour demander son transfert à la CPI.
Du génocide des Tutsis au Rwanda (1994) à la dernière rébellion du Mouvement du 23 mars (M23) dans l’est de la RDC, cet aventurier opportuniste aura été de toutes les guerres qui ont déchiré la région, entraînant des violences inouïes sur les civils.
Grand, de corpulence moyenne, teint clair, imbu de lui-même, Ntaganda est réputé, partout où il est passé, pour avoir la “gâchette facile”. Il a été surnommé “Terminator”, “Maréchal” ou encore “Tango Roméo”.
Les avocats des 2.149 victimes reconnues dans le cadre des procédures auront également la parole: “nos clients avaient entre 7 ans et demi et quinze ans quand ils ont été enrôlés”, avait affirmé mardi l’une des avocates, Sarah Pellet. “Leur reconstruction passe par la reconnaissance des crimes qu’ils ont subis”. © 2015 AFP
03.09.2015 à 00:00 – Par Maude BRULARD – AFP

Un civil lendu, le témoin P-106, a ainsi découvert en février 2003 dans un champ de bananes les corps de sa femme et de ses quatre enfants, raconte la procureure : son jeune fils avait été éviscéré et égorgé, tout comme sa femme. Sa fille, un bébé de sept mois, avait la tête fracassée.
– ‘Viols à grande échelle’ –
“La population a été traumatisée par les violences sexuelles”, a ajouté Fatou Bensouda, sous le regard impassible de l’accusé, qui a gardé sa fine moustache emblématique.
M. Ntaganda est le premier accusé en droit pénal international qui doit répondre de viols et esclavage sexuel commis sur des enfants de sa propre milice.
Les viols étaient organisés à “si grande échelle” que des antibiotiques contre les maladies sexuellement transmissibles ont été distribués à plusieurs reprises aux soldats, a affirmé Nicole Samson, une représentante du bureau du procureur.
Pour l’ONG Human Rights Watch, “le viol, les violences sexuelles, l’esclavage sexuel sont vraiment utilisés comme une arme de guerre au Congo”, a affirmé à l’AFP Géraldine Mattioli-Zeltner.
“Les violences sexuelles sont difficiles à prouver parce qu’il est difficile d’obtenir le témoignage de victimes, qui peuvent faire face à une stigmatisation dans leurs communautés”, a ajouté cette experte en justice internationale.
L’accusation s’appuie notamment sur des extraits vidéos de l’époque, des photos, des cartes et des analyses médico-légales, dont celle du crâne d’un enfant âgé de 12 à 17 ans au moment de sa mort.
Le premier témoin comparaîtra le 15 septembre.
© 2015 AFP
RDC: Bosco Ntaganda, au gré des guerres de l’Est congolais Portrait – LIRE
03.09.2015 à 02:00 – Par Habibou BANGRE – AFP
Surnom : “Terminator”. Bosco Ntaganda, dont le procès s’ouvre mercredi à la Cour pénale internationale (CPI), est réputé pour avoir été un chef de guerre opportuniste et sans pitié au sein des rébellions où il a évolué dans l’est de la République démocratique du Congo.
Âgé de 41 ans, il est le cinquième ex-chef rebelle congolais à être jugé à La Haye. Il est aussi le premier à y avoir été transféré à sa demande début 2013, après la débâcle d’une frange de la rébellion Mouvement du 23 Mars (M23) qu’il menait au Nord-Kivu, dans l’est du Congo.
Grand, de corpulence moyenne, teint clair, très imbu de lui-même et connu pour avoir la “gâchette facile”, M. Ntaganda est accusé d’avoir joué un rôle central dans les crimes “ethniques” commis en 2002 et 2003 dans le district de l’Ituri (nord-est de la RDC).
Il doit répondre de 18 chefs de crimes contre l’humanité et crimes de guerre commis par les Forces patriotiques pour la libération du Congo (FPLC), milice dont il était le chef militaire. Il est notamment accusé d’avoir lui-même violé et réduit en esclavage sexuel des filles de moins de 15 ans.
Son avocat, Stéphane Bourgon, le présente aujourd’hui comme un père de famille nombreuse séparé de ses enfants “depuis plus de deux ans” qui n’a pas vu sa femme depuis plus de neuf mois, ce qui est “très dur pour lui”.
A la prison de la CPI, assure Me Bourgon, M. Ntaganda “ne reste pas inoccupé”: “il participe régulièrement aux activités sportives, lit beaucoup et prend des cours d’anglais”. “Il apprend aussi à jouer du piano.”
Issu d’une famille tutsie de six enfants, Bosco Ntaganda est né en 1973 au Rwanda, qu’il a quitté dans le milieu des années 1980 pour s’installer dans le Masisi, territoire de la province du Nord-Kivu où vit une importante communauté rwandophone.
Non diplômé, d’expérience exclusivement militaire, il fait ses armes avec le Front patriotique rwandais (FPR): il participe au Rwanda aux combats qui mettront fin au génocide des Tutsis par les Hutus en 1994. Deux ans plus tard, en RDC, il rejoint la rébellion de Laurent-Désiré Kabila qui mettra fin en 1997 à la longue dictature de Mobutu Sese Seko.
Pendant la deuxième guerre du Congo (1998-2003), il devient un moment le garde du corps d’Ernest Wamba dia Wamba, président du Rassemblement congolais pour la démocratie (RCD), groupe rebelle à dominante tutsi-congolaise soutenu par le Rwanda.
M. Ntaganda combat plus tard en Ituri, cette fois comme chef d’état-major des FPLC, et les méfaits qui lui sont alors attribués lui valent en 2006 un premier mandat d’arrêt de la CPI, resté secret. En 2008, la Cour révèle l’existence de son mandat dans le but de faire pression sur les autorités congolaises pour qu’elles arrêtent M. Ntaganda.
Celui-ci est alors chef d’état-major général de la branche armée du Congrès national pour la défense du peuple (CNDP). Entré en dissidence, il contribue à la chute, début 2009, de Laurent Nkunda, chef charismatique de ce nouvel avatar du RCD au Kivu et négocie avec Kinshasa l’intégration du CNDP au sein des forces armées gouvernementales.
Chargé de superviser cette opération, il rallie l’armée nationale avec un grade de général, et est nommé commandant en second des opérations au Kivu.
Selon diverses ONG et des rapports internationaux, il profite de ses fonctions pour s’enrichir à l’aide de divers trafics, notamment de minerais, dont regorge la région.
En mars 2012, la CPI condamne Thomas Lubanga, ancien chef de M. Ntaganda dans les FPLC et accusé des mêmes crimes que lui. Sentant faiblir la détermination de Kinshasa à le protéger des poursuites du tribunal de La Haye, le général Ntaganda fait défection de l’armée le mois suivant avec des dizaines d’anciens du CNDP.
Ces désertions contribueront à la naissance au M23, qui sévira au Nord-Kivu 18 mois durant avant d’être vaincu en novembre 2013. Mais pour M. Ntaganda, visé en juillet 2012 par un nouveau mandant de la CPI, l’aventure cessera plus tôt.
A la suite de dissensions accompagnées de combats au sein du mouvement, il est contraint à fuir au Rwanda, et à se réfugier à l’ambassade des États-Unis à Kigali, d’où il demandera son transfert à la CPI.
© 2015 AFP
RDC: Ntaganda affirme à la CPI qu’il n’était qu’un “soldat”, pas un “Terminator” LIRE
03.09.2015 à 18:30 – Par Jan HENNOP, Maude BRULARD – AFP
L’ancien chef de guerre congolais Bosco Ntaganda a rejeté jeudi les accusations portées contre lui devant la CPI, affirmant au cours de sa première intervention publique depuis sa reddition en 2013, n’être qu’un “soldat, pas un criminel”.
“Je suis décrit comme le ‘Terminator’, comme un célèbre tueur, mais cela n’est pas moi”, a-t-il affirmé au deuxième jour de son procès à La Haye où siège la Cour pénale internationale. “Je ne suis pas le Bosco Ntaganda décrit par le procureur”, a-t-il ajouté.
M. Ntaganda, 41 ans, est accusé de 13 crimes de guerre et cinq crimes contre l’humanité, dont des meurtres, pillages, attaques contre des civils, viols et esclavage sexuel en Ituri, dans le nord-est de la République démocratique du Congo.
L’accusé était chef adjoint de l’état-major général des Forces patriotiques pour la libération du Congo (FPLC), milice à prédominance Hema qui visait, selon l’accusation, les populations perçues comme appartenant aux ethnies Lendu, Bira et Nande.
Il avait plaidé non coupable mercredi lors de la première journée du procès.
-“Un soldat professionnel”-
Devenu général dans l’armée congolaise de 2007 à 2012, Bosco Ntaganda était le fugitif le plus recherché dans la région des Grands Lacs jusqu’à ce qu’il se rende, de manière inopinée, à l’ambassade des Etats-Unis à Kigali, au Rwanda, en mars 2013, pour demander son transfert à la CPI.
La procureure Fatou Bensouda avait détaillé mercredi les accusations retenues contre M. Ntaganda, qui a gardé sa fine moustache emblématique, et notamment évoqué l’organisation “à grand échelle et systématique” de viols sur la population civile et au sein de sa propre milice.
M. Ntaganda est le premier accusé en droit pénal international qui doit répondre de viols et esclavage sexuel commis sur ses propres troupes.
“Je vais vous raconter l’autre facette du récit que nous avons entendu hier, car c’était bien un récit, Messieurs les juges : tout reste à prouver!”, avait déclaré dans la matinée l’avocat de la défense, le Canadien Stéphane Bourgon.
“La réalité de ce qu’il s’est passé en 2002-2003 est tout autre”, avait-il ajouté : “M. Ntaganda n’est pas un politicien, et ne l’a jamais été : c’est un soldat professionnel”.
Affirmant que son client n’avait jamais pris de civils pour cible, il a évoqué le passé de Bosco Ntaganda au Rwanda. Celui-ci s’y est battu pour mettre fin au génocide des Tutsis par les Hutus en 1994, avant de rejoindre la rébellion de Laurent-Désiré Kabila en RDC qui mettra fin en 1997 à la longue dictature de Mobutu Sese Seko.
Pour prouver la culpabilité de M. Ntaganda, l’accusation devrait présenter plus de 8.000 documents, dont des rapports d’experts, des extraits vidéos et des déclarations. Plus de 70 “témoins de faits” et une dizaine d’experts seront cités à comparaître.
-“Recherche de la paix”-
L’accusation avait notamment évoqué mercredi un civil lendu qui avait découvert en février 2003 dans un champ de bananes les corps de sa femme et de ses quatre enfants : son jeune fils avait été éviscéré et égorgé, tout comme sa femme. Sa fille, un bébé âgé de sept mois, avait la tête fracassée.
“Il ne s’agit pas du procès d’un groupe ethnique, c’est le procès d’un individu qui a profité des tensions ethniques en Ituri à des fins personnelles, pour atteindre le pouvoir et la richesse”, avait affirmé la procureure.
Des accusations que réfute l’ancien milicien. “A toutes les victimes du conflit en Ituri depuis 1998, un conflit qui dure jusqu’à aujourd’hui : j’ai de l’empathie”, a-t-il affirmé.
“Mon objectif était de restaurer la paix sans faire de différences entre les ethnies”, a-t-il également déclaré.
Le premier témoin de l’accusation doit s’exprimer le 15 septembre.
Ces conflits, qui ont impliqué les armées d’au moins six nations africaines dans cette région riche en minerais, ont entraîné des violences inouïes sur les civils, causant la mort de trois millions de personnes, selon les ONG, et créé une instabilité profonde dans l’Est congolais.
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RDC: le premier témoin contre l’ex-chef de guerre Ntaganda dépose devant la CPI LIRE
15.09.2015 à 16:30 – AFP
Le premier témoin à charge dans le procès de l’ancien chef de guerre congolais Bosco Ntaganda, accusé de crimes contre l’humanité, a commencé à déposer mardi, assurant que les rebelles étaient venus “faire la guerre” dans son village.
Caché à la vue du public et la voix déformée dans le cadre de mesures de protection, le témoin anonyme s’exprimait lentement dans sa langue natale, le kiswahili, souvent effrayé de dévoiler des informations qui permettraient de l’identifier.
L’accusation s’est d’ailleurs plainte aux juges que l’équipe de défense de M. Ntaganda ait été en contact avec des témoins de l’accusation dans leurs villages en République démocratique du Congo.
Les enquêteurs de la défense ont rencontré quatre témoins “par accident”, a assuré l’avocat de M. Ntaganda, Stéphane Bourgon.
Le témoin a raconté aux juges comment les rebelles de l’Union des patriotes congolais (UPC) étaient venus “faire la guerre” dans son village de Mongbwalu, en Ituri, dans le nord-est de la République démocratique du Congo.
M. Ntaganda, 41 ans, est accusé de 13 crimes de guerre et cinq crimes contre l’humanité, dont des meurtres, pillages, attaques contre des civils, viols et esclavage sexuel dans cette région.
L’accusé était chef adjoint de l’état-major général des Forces patriotiques pour la libération du Congo (FPLC), milice à prédominance Hema qui visait, selon l’accusation, les populations perçues comme appartenant aux ethnies Lendu, Bira et Nande.
Les FPLC était le bras armé de l’UPC.
Appelé “Monsieur le témoin” par les juges, l’homme, qui se dit agriculteur, a raconté comment il faisait du commerce en 2002 dans la communauté voisine de Yedi quand les rebelles sont arrivés dans son village.
“J’ai vu les gens fuir et se réfugier vers Yedi”, a-t-il assuré, soulignant qu’il avait pu entendre “les balles et le bruit des armes lourdes”.
“J’avais peur qu’il ne me tuent parce que vous voyez, je suis Lendu”, a-t-il ajouté, affirmant qu’il s’agissait d’une “guerre tribale”.
Dans une région connue pour ses mines d’or, le témoin a assuré que les soldats de l’UPC lui avaient volé 4.920 dollars (4,352 euros) ainsi que 53,5 grammes d’or. Douze pantalons, 14 chemises et plusieurs paires de chaussures lui ont également été dérobées.
Bosco Ntaganda avait plaidé non coupable au début du mois lors de la première journée du procès, rejetant le surnom de “Terminator” dont il est souvent affublé en raison de sa réputation.
Devenu général dans l’armée congolaise de 2007 à 2012, Bosco Ntaganda était le fugitif le plus recherché dans la région des Grands Lacs jusqu’à ce qu’il se rende, de manière inopinée, à l’ambassade des Etats-Unis à Kigali, au Rwanda, en mars 2013, pour demander son transfert à la CPI.
Les conflits dans le nord-est de la RDC, qui ont impliqué les armées d’au moins six nations africaines dans cette région riche en minerais, ont entraîné des violences inouïes sur les civils, causant la mort de trois millions de personnes, selon les ONG, et créé une instabilité profonde dans l’Est congolais.
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RDC: rebelle, la voie royale vers le pouvoir? Analyse – LIRE
15.09.2015 à 14:00 – Par Habibou BANGRÉ – AFP
Président, ministres, députés, sénateurs ou généraux : nombre d’anciens rebelles occupent des postes clefs en République démocratique du Congo à l’heure où la Cour pénale internationale (CPI) juge Bosco Ntaganda.
Depuis le 2 septembre, cet ancien chef de milice comparaît à La Haye pour des crimes de guerre et crimes contre l’humanité commis en 2002-2003 dans le nord-est du pays.
Surnommé “Terminator”, car réputé sans pitié, M. Ntaganda a évolué dans plusieurs rébellions jusqu’à être intégré dans l’armée congolaise en 2009 avec le grade de général à la faveur d’une amnistie accordée à plusieurs groupes armés. Pour Kinshasa, c’était alors le prix à payer pour la paix.
La recette avait servi à l’issue de la deuxième guerre du Congo (1998-2003) ayant opposé plusieurs armées étrangères et rébellions congolaises au pouvoir central tenu par un ancien rebelle, Laurent-Désiré Kabila.
Assassiné en 2001 à Kinshasa, celui-ci fut remplacé par son fils Joseph, l’actuel président, qui avait fait ses armes dans l’Alliance des forces démocratiques de libération (AFDL), la rébellion de son père ayant chassé en 1997 le dictateur Mobutu Sese Seko.
La deuxième guerre du Congo a été suivie d’une période de transition confiant la direction du pays à un président, Joseph Kabila, entouré de quatre vice-présidents, dont deux issus des rebelles : Azarias Ruberwa, du Rassemblement congolais pour la démocratie (RCD) et Jean-Pierre Bemba, du Mouvement de libération du Congo (MLC).
Battu par Joseph Kabila à la présidentielle de 2006, M. Bemba est aujourd’hui jugé par la CPI pour des crimes commis en Centrafrique, mais il fait plutôt figure d’exception, et est toujours sénateur.
Sur la quarantaine de ministres que compte le gouvernement actuel, une dizaine sont d’anciens du RCD ou du MLC (qui se sont mués en partis politiques). Dans l’armée, on ne compte plus les officiers supérieurs ou généraux passés par le RCD.
– ‘Fossé d’impunité’ –
“La contestation a toujours été positive”, estime Tryphon Kin Kiey, ministre des Relations avec le Parlement et ancien chargé de la communication du RCD. “Elle permet de faire évoluer, dit-il, la France, si elle est là où elle est aujourd’hui, c’est parce qu’il y a eu des contestations.”
Prendre les armes “fut utile”, mais “la rébellion armée n’est jamais une marque honorable”, nuance Olivier Kamitatu, ex-MLC ministre du Plan, “je regrette pour ceux qui en ont souffert”.
“Le seul tremplin” pour accéder aux responsabilités “demeure le peuple”, assure cet homme politique membre d’un petit groupe de la majorité appelant M. Kabila à ne pas céder à la tentation du pouvoir et à céder sa place fin 2016 comme la Constitution l’y oblige.
En 2010, l’ONU a publié un rapport monumental dressant l’inventaire de 617 crimes graves ayant fait des dizaines de milliers de morts civils entre 1993, date du début des troubles à caractère ethniques dans l’est de la RDC, et 2003. La quasi-totalité de ces crimes est restée impunie à ce jour.
En dépit de “progrès”, “il reste un grand fossé d’impunité pour les graves violations des droits humains” commises par toutes les parties en conflit durant cette décennie noire, regrette José Maria Aranaz, chef du Bureau conjoint des Nations unies pour les droits de l’Homme à Kinshasa.
Après son intégration dans l’armée, M. Ntaganda a bénéficié pendant plusieurs années de la protection du pouvoir, qui a refusé de céder aux injonctions internationales pressant de le livrer à la CPI.
Sentant faiblir la détermination des autorités, il désertera en 2012 pour se lancer quelques mois dans l’aventure du Mouvement du 23 Mars (M23), dernier avatar des rébellions à dominante tutsi dans l’Est congolais, avant d’être contraint de se livrer à la CPI.
Depuis l’adoption de la loi de réforme de l’armée de 2011, Kinshasa refuse catégoriquement d’offrir l’amnistie en bloc aux dizaines de groupes armés congolais encore présents dans l’est et d’intégrer leurs combattants en son sein.
L’amnistie n’offre aucune “garantie par rapport à la récidive” alors “jamais on ne reviendra en arrière”, affirme François Muamba, ex-MLC chargé de suivre l’accord ayant mis fin à la rébellion du M23, vaincue en novembre 2013.
Certains chefs rebelles ont tenté en vain de négocier leur reddition en échange d’une intégration dans l’armée : ils sont aujourd’hui morts ou en prison.
D’autres n’ont jamais été inquiétés. Ainsi Sheka Ntabo Ntaberi, dont la milice est accusée d’avoir commis des viols en masse en 2010 dans l’est : il a battu librement campagne pendant les législatives de 2011. Non élu, il continue de sévir en brousse.
© 2015 AFP

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