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Boko Haram: 82 entführte Schulmädchen in Nigeria freigelassen – Sozialpsychologische Analyse

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ALL PHOTOS © afp.com: Die freigelassenen Chibok-Mädchen in Abuja
Des lycéennes de Chibok libérées à Abuja, au Nigeria, le 8 mai 2017

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Deutscher Text AFP: Von mir verbesserte Google-Übersetzung

1. Entführte Mädchen in Nigeria – Wiedersehen mit den Eltern 2 Artikel aus Der Standard und die taz – LESEN
1. Tausch: Boko Haram ließ 82 entführte Mädchen frei
Johannes Dieterich, 6. Mai 2017, 22:54 – http://derstandard.at/r652/Afrika
Sie wurden zum Symbol für den Konflikt Nigerias mit der Terrormiliz Boko Haram: Nun wurden wieder mehr als 80 der im Jahr 2014 entführten Chibok-Mädchen mithilfe internationaler Vermittler befreit
Abuja/Johannesburg – Nach langen Verhandlungen mit der nigerianischen Regierung hat die Extremistengruppe Boko Haram am Wochenende 82 weitere der über 200 Mädchen freigelassen, die vor mehr als drei Jahren in dem Städtchen Chibok im Nordosten des Landes entführt worden waren. Im Gegenzug ließ die Regierung mehrere Boko-Haram-Kämpfer frei, über deren Zahl und Identität in der Hauptstadt Abuja keine Angaben gemacht wurden. Nach einem Bericht von Sahara Reporters handelte es sich bei den ausgetauschten Boko-Haram-Mitgliedern um zwei führende Kommandanten der Miliz. Sie seien am Samstag mit einem Helikopter aus Maiduguri, der Hauptstadt der Borno-Provinz, in das an der Grenze zu Kamerun gelegene Städtchen Banki geflogen worden. Dort wurden sie gegen die 82 ehemaligen Schülerinnen ausgetauscht, die das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) zuvor in einem Konvoi nach Banki befördert hatte. Zu dem Deal gehörte angeblich auch die Zahlung einer Geldsumme seitens der Regierung, deren Höhe allerdings nicht bekannt sei.
In einer Pressemitteilung dankte die Regierung in Abuja neben den eigenen Sicherheitsdiensten auch dem IKRK und der Schweizer Regierung für deren Anstrengungen beim Zustandekommen des Deals. Auf STANDARD -Nachfrage bestand ein IKRK-Sprecher allerdings darauf, dass das Komitee lediglich beim Transport der Befreiten behilflich gewesen sei. Die “unpolitische und neutrale Tätigkeit” des humanitären Hilfswerks erlaube die Einmischung in politische Verhandlungen nicht, sagte der Sprecher. Zuerst an geheimem Ort Wo die Mädchen genau abgeholt wurden, wollte das IKRK nicht mitteilen. Es soll sich jedoch um einen Ort in der nigerianischen Borno-Provinz und nicht im benachbarten Kamerun gehandelt haben.
Es ist das zweite Mal, dass die Extremisten eine Gruppe der sogenannten Chibok-Mädchen entlässt – bereits im Oktober waren 21 junge Frauen freigelassen worden. Die 82 jetzt Befreiten wurden noch am Sonntag in die Hauptstadt Abuja geflogen: Dort sollen sie alsbald mit Präsident Muhammadu Buhari zusammentreffen, hieß es. Vermutlich werden die jungen Frauen – wie ihre Vorgängerinnen im vergangenen Oktober – danach noch monatelang an einem geheim gehaltenen Ort vom Geheimdienst vernommen: Dabei soll ermittelt werden, ob die zum Übertritt zum Islam gezwungenen Christinnen von der Extremistengruppe indoktriniert oder gar “umgedreht” worden sind.
Unterdessen fehlt von mehr als hundert der Chibok-Mädchen weiter jede Spur. Wie viele von ihnen noch am Leben sind, ist nicht bekannt: Augenzeugenberichten zufolge kamen zumindest einige der Mädchen während ihrer Gefangenschaft ums Leben. Nach Angaben der Regierung in Abuja sollen die Verhandlungen mit Boko Haram über die Freilassung der noch gefangenen Frauen fortgesetzt werden. Außer den in Chibok entführten Mädchen halten die Extremisten noch mehrere tausend andere Kinder und Frauen fest. Die Regierung hatte jüngst bereits mehrfach ihren vermeintlichen Sieg über Boko Haram bekanntgegeben. Tägliche Überfälle und Selbstmordattentate in der Borno-Provinz sprechen allerdings eine andere Sprache. (7.5.2017)
https://twitter.com/BashirAhmaad/status/865937102860636160

2. Entführte Mädchen in Nigeria – Wiedersehen mit den Eltern
21. 5. 2017 – http://www.taz.de/Politik/Afrika/!p4621/
ABUJA afp/dpa | Nach dreijähriger Geiselhaft haben 82 freigelassene nigerianische Schülerinnen das erste Mal ihre Eltern wiedergetroffen. Die Eltern der Mädchen und jungen Frauen trafen ihre Töchter am Samstag in der Hauptstadt Abuja.
Auf einem kurzen Videoclip des Wiedersehens waren emotionale Szenen zu sehen – innige Umarmungen, Schluchzen und Freudentränen. Bashir Ahmad, ein Berater von Präsident Muhammadu Buhari, veröffentlichte das Video über Twitter.
„Alle haben heute getanzt. Sogar die Alten“, sagte Yakubu Nkeki der Nachrichtenagentur AFP. Seine Nichte Maimuna, die er wie seine eigene Tochter aufgezogen hatte, war zusammen mit 276 anderen Mädchen im April 2014 von der Islamistengruppe Boko Haram in Chibok im Nordosten des Landes entführt worden.

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…. für alle:

…. für jung:

Boko Haram hatte vor wenigen Tagen 82 Schülerinnen nach längeren Verhandlungen unter internationaler Vermittlung freigelassen, im Gegenzug entließ die Regierung inhaftierte Boko Haram-Kämpfer. Die Mädchen waren nach ihrer Freilassung zunächst in einer Einrichtung des nigerianischen Inlandsgeheimdiensts am Stadtrand untergebracht.
Die Entführung der Schülerinnen vor rund drei Jahren hatte international für Entsetzen gesorgt, das Schicksal der Mädchen wurde zu einem Symbol für den Konflikt mit der Dschihadistengruppe in Nigeria. Zahlreiche Prominente setzten sich unter dem Slogan „BringBackOurGirls“ für ihre Freilassung ein, darunter auch die damalige First Lady der USA, Michelle Obama.
Derzeit werden aber immer noch mehr als hundert Mädchen vermisst. Boko Haram kämpft seit Jahren für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias.
https://twitter.com/hashtag/BringBackOurGirls?src=hash

2. Boko Haram: die komplexe Beziehung von Frauen mit ihren Entführern LESEN
2017.11.05 09.55 – Von Phil HAZLEWOOD und Sophie Bouillon – AFP
„Ich bin verheiratet, mir geht es gut“: Eine der von Boko Haram aus Chibok entführten nigerianischen Schülerinnen hat sich geweigert, mit 82 ihrer Kameradinnen freigelassen zu werden, sagte die nigerianische Präsidentschaft. Dieses Phänomen ist nach Meinung von Experten unter den Opfern der Dschihad-Gruppe nicht ungewöhnlich.
Entführt von den Kämpfern von Boko Haram während ihrer Prüfungen, blieben mehr als 200 Mädchen zwischen 12 und 15 Jahren mehr als drei Jahre in den Händen der Gruppe, in einer „relativen Isolation“, stellt Mausi Segun von Human Rights Watch in Abuja fest.
„Nach so langer Zeit ist es nicht überraschend für Gefangene, das Stockholm-Syndrom zu entwickeln“, sagt die Forscherin, die als Gründe für die Ablehnung zurückzukehren auch die „Traumata aufgrund von Gewalt“, die „religiöse Verwirrung“ und Angst vor „Verdächtigungen“ der Gemeinschaft aufzählt.
Zannah Mustapha, ein Unterhändler des Austauschs, sagt in einer lokalen Zeitung, dass viele von ihnen noch nicht zurück wollen. Sie sind immer noch gut hundert, die nicht gefunden worden sind.
Der Boko Haram- Führer Abubakar Shekau verkündete kurz nach ihrer Entführung, die Chibok-Mädchen mit Kämpfern„verheiratet“ zu haben, und für die Christinnen, sie „zum Islam konvertiert“ zu haben.
In dieser extrem armen Region Nigerias ist das Versprechen einer Ehe eines der Mittel der Islamisten für die Rekrutierung von Männern. Massen-Entführungen auch.
Tausende von Kindern, Männern aber auch junge Frauen wurden, freiwillig oder unfreiwillig, zum Extremismus konvertiert. Zum Extremismus dessen, was lange Zeit eine rigorose islamistische Sekte gewesen war, bevor sie allmählich zu einer blutigen Dschihad-Bewegung mutierte.
Die Entführung von 276 Schülerinnen aus Chibok im April 2014 löste eine weltweite Welle der Empörung und Freigabeforderungen aus, die um die Welt weitergeleitet wurde mit Hashtags wie #bringbackourgirls, bis hin zu Michelle Obama. Sie sind das Symbol der Entführungen von Zivilisten in diesem Konflikt in der großen Region des Tschadsees geworden.
Das Mädchen, das nicht freigelassen werden wollte, zeugt somit von den „komplexen Beziehungen“ der Opfer „mit ihren Entführern“, sagt Elizabeth Pearson, ein Spezialistin für die Rolle der Frauen in dem Konflikt.
– Kinder beteiligt –
„Nach Zeugenaussagen, die wir gesammelt haben, sind nicht alle Kämpfer von Boko Haram gewalttätig mit den Frauen des Lagers. Aufrichtige Verbindungen können entstehen, vor allem, wenn Kinder beteiligt sind“, sagte diese Forscher vom Royal United Services Institute (RUSI) in London gegenüber AFP.
„Es ist viel komplexer als die Erzählung von ‚Opfer-Entführung-Rettung‘, die man manchmal hören kann“, sagt Frau Pearson.

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…. für alle:

…. für jung:

Boko Haram kann mit seiner anti-Regierungs- und anti-Militär-Rhetorik, welche in einem seit Jahrzehnten vom Staat vernachlässigten Gebiet manchmal von schwarzer Magie durchzogen ist, eine nicht ausgebildete Bevölkerung verführen.
„Frauen sind nicht nur Opfer, sondern auch Akteure in diesem Krieg“, konnte in eine Bericht der International Crisis Group vom Dezember 2016 gelesen werden.
Nach sieben Jahren des Krieges „wurden die Männer überproportional getötet“, so der Bericht, und die Frauen, entführt oder der Dschihad-Gruppe durch Überzeugung verbunden, werden seit fast zwei Jahren regelmäßig als menschliche Bomben benutzt.
– Puzzle der Wiedereingliederung –
Alle diese Nuancen machen die Rehabilitation der entführten Frauen noch schwieriger: sie werden abgelehnt von einer Gemeinschaft, die sie der Miteinbeziehung in der Gruppe verdächtigt. Schlimmer noch, die Kinder aus einer Vereinigung mit Kämpfern werden manchmal in Flüchtlingslagern zurückgelassen.
Während die nigerianische Armee jede Woche neue Dörfer einnimmt, ist die Wiedereingliederung dieser Bevölkerungsgruppen für die Behörden ein echter Kopfschmerz.
Jeder, der in den Dörfern im Besitz von Boko Haram lebte oder durch die Gruppe entführt wurde, muss sich Prüfungen durch die Armee unterziehen, manchmal für einen Zeitraum von mehreren Monaten.
Amnesty International forderte am Sonntag von den nigerianischen Behörden für die 82 Schülerinnen angemessene psychologische Unterstützung und nicht die traditionelle militärische Untersuchung, um ihre Treue zur Dschihad-Gruppe zu beurteilen.
Anfang April hatte UNICEF auch die Inhaftierung von Hunderten von Kindern angeprangert, die von der Armee über Boko Haram und ihre angebliche Mitgliedschaft in der Dschihad-Organisation befragt werden.
„Wir müssen den unschuldigen Kindern Liebe zeigen und ihren Müttern, auch sie unschuldig unsere Unterstützung geben,“, hatte der Gouverneur von Borno, Kashim Shettima, nach den ersten Befreiungen im Jahr 2015 beschworen. Mit der Warnung, dass sie sonst riskieren, „den Hass ihrer Väter zu erben“. Eine Situation, die zwei Jahre später noch nicht gelöst ist. „Das Kind einer Schlange ist eine Schlange“, sagt ein lokaler Spruch.
© 2017 AFP

1. Nigeria: les lycéennes libérées attendent de retrouver leurs familles LIRE
10.05.2017 à 16:00 – AFP 
Les 82 écolières nigérianes qui ont été libérées du groupe jihadiste Boko Haram après plus de trois ans de captivité, devront patienter avant de retrouver leurs familles, a déclaré mercredi à l’AFP un représentant des parents.
Yakubu Nkeki, chef du “collectif des parents des filles kidnappées de Chibok”, a affirmé que ces derniers ne pourraient voir leurs filles que sur autorisation du gouvernement.
“Cela peut prendre du temps, car les filles sont actuellement soumises à des tests médicaux et psychologiques pour s’assurer qu’elles sont dans le meilleur état”, a-t-il déclaré à l’AFP.
Les adolescentes ont été libérées samedi après des semaines de négociations, en échange de plusieurs combattants jihadistes détenus par les autorités nigérianes.
“Ça ne nous dérange pas d’attendre … Leur santé et leur bien-être sont notre priorité et une telle évaluation prend du temps, en particulier avec un si grand nombre de filles”, a-t-il ajouté.
M. Nkeki a affirmé avoir pu rencontrer brièvement les 82 jeunes filles libérées, dont sa nièce, “en bon état et de très bonne humeur”. Selon lui, toutes font bien partie du groupe de lycéennes enlevées en 2014.
Des photographies des filles libérées ont par ailleurs été envoyées à Chibok et dans les villages environnants pour permettre à leurs parents de vérifier leur identité. La suspicion est généralement très forte dans les communautés pour connaître leur degré de sympathie et d’affiliation au groupe jihadiste.
Toute personne qui a vécu dans des villages tenus par Boko Haram, ou kidnappée par le groupe doit procéder à des “screenings” (vérifications) par l’armée, pour des durées aléatoires et durant parfois plusieurs mois.
Selon la présidence nigériane, une lycéenne de Chibok a refusé d’être libérée, déclarant qu'”elle était bien” et “mariée” à un combattant de Boko Haram.
Au total, 276 filles avaient été enlevées en avril 2014 dans leur lycée à Chibok (nord-est), suscitant une vague d’indignation internationale.
Après cette nouvelle libération – 21 d’entre elles ont été échangées en octobre 2016, 3 ont été retrouvées par l’armée et 57 s’étaient échappées -, 113 jeunes filles sont toujours retenues par le groupe jihadiste.
Boko Haram, qui utilise les enlèvements de masse comme forme de recrutement, a enlevé des dizaines de milliers de personnes, que l’armée nigériane libère au fur et à mesure de leur incursion dans des territoires.
Depuis 2009, le conflit a fait au moins 20 000 morts et 2,6 millions de déplacés au Nigeria.
© 2017 AFP
2. Boko Haram: le rapport complexe des femmes avec leurs ravisseurs LIRE
11.05.2017 à 09:55 – Par Phil HAZLEWOOD, Sophie BOUILLON – AFP 
“Je suis mariée. Je suis bien”: l’une des lycéennes nigérianes de Chibok enlevées par Boko Haram, a refusé d’être libérée avec 82 autres de ses camarades, a affirmé la présidence nigériane. Un phénomène qui n’est pas rare chez les victimes du groupe jihadiste, selon les experts.
Enlevées par des combattants de Boko Haram au moment de leurs examens, plus de 200 jeunes filles de 12 à 15 ans sont restées entre les mains du groupe pendant plus de trois ans, dans un “isolement relatif”, note Mausi Segun de Human Right Watch à Abuja.
“Après une période aussi longue, il n’est pas étonnant pour les captives de développer le syndrome de Stockholm”, explique la chercheuse, qui souligne aussi les “traumatismes dus aux violences”, la “confusion religieuse” et la peur des “suspicions” de la communauté comme raison du refus de rentrer.
Zannah Mustapha, un négociateur de l’échange, cité par les journaux locaux affirme que plusieurs d’entre elles ne souhaitent toujours pas rentrer. Elles sont toujours une centaine à n’avoir pas été retrouvées.
Le leader de Boko Haram, Abubakar Shekau avait annoncé peu de temps après leur enlèvement avoir “marié” les filles de Chibok à des combattants, et, pour les chrétiennes, les avoir “converties à l’Islam”.
Dans cette région extrêmement pauvre du Nigeria, la promesse d’un mariage fait partie des moyens de recrutement pour les hommes. Les enlèvements de masse également.
Des milliers d’enfants, d’hommes, mais aussi de jeunes femmes ont été convertis, de gré ou de force, à l’extrémisme de ce qui a longtemps été une secte islamiste rigoriste avant de se transformer peu à peu en mouvement jihadiste sanglant.
L’enlèvement des 276 lycéennes de Chibok en avril 2014 avait déclenché une vague d’indignation mondiale, et leur demande de libération avait été relayée partout dans le monde à coups de hashtags #bringbackourgirls, jusqu’à Michelle Obama. Elles sont devenues le symbole des kidnappings de civils dans ce conflit qui ravage la vaste région du lac Tchad.
La jeune fille qui a refusé d’être libérée porte ainsi témoignage des “relations complexes” qu’entretiennent les victimes “avec leurs ravisseurs”, note Elizabeth Pearson, spécialiste du rôle des femmes dans le conflit.
– ‘enfants impliqués’ –
“Selon les témoignages que nous avons recueillis, les combattants de Boko Haram ne sont pas tous violents avec les femmes du camp. Des unions sincères peuvent voir le jour, surtout lorsqu’il y a des enfants impliqués”, explique à l’AFP la chercheuse pour le Royal United Services Institute (RUSI) de Londres.
“C’est beaucoup plus complexe que la narration de ‘victime-kidnapping-sauvetage’ que l’on peut entendre parfois”, poursuit Mme Pearson.
Boko Haram, dans sa rhétorique anti-gouvernementale, anti-armée, parfois empreinte de magie noire dans une région abandonnée par l’Etat pendant des décennies, peut séduire une population non-éduquée.
“Les femmes ne sont pas seulement victimes mais aussi actrices dans cette guerre”, pouvait-on lire dans un rapport d’International Crisis Group de décembre 2016.
Après sept ans de guerre, “les hommes ont été tués de manière disproportionnée”, souligne le rapport, et les femmes, kidnappées ou qui ont choisi de rejoindre le groupe jihadiste par conviction, sont régulièrement utilisées comme bombes humaines depuis près de deux ans.
– réintégration casse-tête –
Toutes ces nuances rendent la réhabilitation des femmes enlevées encore plus difficiles: elles sont rejetées par une communauté suspicieuse de leur implication dans le groupe. Pire, les enfants issus d’union avec des combattants sont parfois abandonnés dans les camps de déplacés.
Alors que l’armée nigériane prend chaque semaine de nouveaux villages, la réintégration de ces populations est un vrai casse-tête pour les autorités.
Toute personne qui a vécu dans des villages tenus par Boko Haram, ou kidnappée par le groupe, doit se soumettre à des vérifications par l’armée, pour des durées parfois de plusieurs mois.
Amnesty International a demandé dimanche aux autorités nigérianes d’apporter aux 82 lycéennes libérées un soutien psychologique adéquat et de ne pas prolonger la traditionnelle enquête militaire devant évaluer leur allégeance au groupe jihadiste.
Début avril, l’Unicef avait également dénoncé la mise en détention de centaines d’enfants par l’armée qui les interroge sur Boko Haram et leur appartenance présumée à l’organisation jihadiste.
“Nous devons montrer de l’amour aux enfants innocents et apporter notre soutien à leur mère, innocentes elles-aussi”, avait imploré le gouverneur du Borno, Kashim Shettima, dès les premières libérations en 2015, prévenant que, sinon, ils risquaient “d’hériter” de la haine de leurs pères. Une situation qui, deux années plus tard, n’a toujours pas été résolue. “L’enfant d’un serpent est un serpent”, dit un adage local.
© 2017 AFP

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Boko Haram’s Frauen: nur Opfer? – Analyse

Les femmes de Boko Haram: seulement des victimes?
Boko Haram’s women: victims only?

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Aus Zwang oder Hingabe? Boko Haram’s weibliche Selbstmordattentäter UNSERE DEUTSCHE ÜBERSETZUNG – LESEN
25.04.2016 durch http://www.irinnews.org/in-depth/boko-haram von Obi Anyadike, Editor-at-Large

Der weibliche Selbstmordattentäter ist die Signaturwaffe der nigerischen Dschihad-Gruppe Boko Haram geworden.
Frauen hatten auch in anderen jüngsten Konflikten – von Tschetschenien bis Irak, von Pakistan bis Palästina, von Syrien bis Sri Lanka – Sprengstoff um ihren Körper geschnallt, aber nie mit einer solchen Geschwindigkeit wie in der Boko Haram Rebellion.
Laut den Forschern Elizabeth Pearson und Jacob Zenn haben sich in Nigeria und zunehmend beim Nachbarn Kamerun seit Juni 2014 mehr als 200 Selbstmordattentäterinnen in die Luft gesprengt, mehr als 1.000 Menschen getötet.
Während man Frauen zunächst benutzt zu haben schien, weil sie leichter in Märkte und öffentliche Plätze gehen können, ohne Verdacht zu erregen, ist das heute nicht mehr der Fall. Der nigerianische Generalsstab warnte im vergangenen Monat, dass weibliche Bomber sich jetzt als Männer verkleiden, um sich Sicherheitskontrollen zu entziehen.
“Die Menschen sind besorgt. Die meisten Selbstmordattentäter sind Frauen im Alter von 10 bis 20 und etwas”, sagt Suleiman Aliyu, ein Direktor in der nordöstlichen Stadt Maiduguri IRIN. “Die Leute sagen, ein Weg, um sie zu identifizieren, ist, wenn sie eine Beule auf ihrem Bauch haben. Wenn man das sieht, werden sie angehalten und gebeten, ihre Hände zu heben oder sich hinzuhocken. Dann explodieren sie. ”
“Extrem entbehrlich”
Der Einsatz von Selbstmordattentätern wird oft als eine Taktik der letzten Instanz gesehen, als einen Umschalter auf “asymmetrische Kriegsführung” nach der Niederlage auf dem konventionellen Schlachtfeld.
Aber die erste Frau, die sich in die Luft sprengte, tat dies an einem Kontrollpunkt außerhalb einer Kaserne in der nördlichen Stadt Gombe und in einem Stadium des Konflikts, wo Boko Haram große Teile des Territoriums hielt und das nigerianische Militär auf dem Rückzug war.
Was diesen Konflikt so bemerkenswert macht, ist, dass Frauen eine reichlich vorhandene Ressource sind und als “extrem entbehrlich” angesehen werden, sagt Ryan Cummings, Chief Security Analyst für Afrika bei der Krisenbewältigungsfirma Red24.
Frauen entführen ist eine langjährige Boko Haram-Strategie. Sie entstand im Zuge der Verhaftung von Frauen von Boko Haram-Kommandeuren seitens der nigerianischen Regierung, darunter die Frau des Anführers der Gruppe, Abubakar Shekau. Seine Rache – ab 2013 – konzentrierte sich zunächst auf die Entführung von christlichen Frauen, auf ihre sexuelle Ausbeutung und Zwangsbekehrung. Muslimische Frauen wurden in der Regel laufen gelassen; alle Männer wurden getötet.
Das scheint jetzt kaum ein Unterschied mehr zu sein. Frauen und Mädchen werden unabhängig von ihrer Religion entführt. Vergewaltigt unter dem Vorwand der Scheinehen, wird ihr Missbrauch verwendet, um Zusammenhalt unter den Kämpfern aufzubauen und um Angst in den Gemeinden zu verbreiten, sagen die Forscherinnen Mia Bloom und Hilary Matfess.
Die im Jahr 2014 entführten mehr als 270 Chibok Mädchen und die 400 Frauen und Kinder aus Damasak im letzten Jahr sind nur die bekannten Fälle.
Aus Zwang oder Hingabe?
Wir scheinen weibliche Bomber automatisch als dazu gezwungen zu betrachten -, dass sie nicht aus ihrem eigenen Willen handeln können. Es gibt sicherlich genügend Beweise, diese Ansicht zu unterstützen. Junge Mädchen, zu jung für eine informierte Entscheidung, wurden in das Martyrium gezwungen. Es gab auch Berichte, dass einige von ihren männlichen Komplizen aus der Ferne zur Detonation gebracht worden waren.
Aber es gibt Fälle, in denen Frauen aktive Mitglieder der Bewegung gewesen sind – nicht nur manipuliertes und getäuschtes Kanonenfutter.
Pearson weist darauf hin, dass im Jahr 2014 ein angeblicher “weiblicher Flügel” von Werbern und Spione festgenommen wurde; Frauen sind dafür bekannt, Waffen geschmuggelt zu haben; kommt Es gibt Berichte nigerianischer Soldaten, unter Feuer von Frauen gewesen zu sein, als sie ihre Rettung versuchten; und von gefangenen Frauen, die freiwillig für Selbstmordmissionen kandidierten.
“Es scheint mir, seit den frühen Tagen der Boko Haram und darauf muss es viele aktive und passive Unterstützung von Frauen gegeben haben”, so Alex Thurston des African Studies-Programm an der Georgetown University gegenüber IRIN. “Boko Haram könnte ohne das nicht funktioniert haben.”
Es ist einfach, sich vorzustellen, dass die gleiche Mischung von Faktoren, die männliche Rekruten motiviert hat – Rache für Exzesse der Sicherheitskräfte, Geld für die Familie, und das Versprechen einer spirituellen Belohnung im Austausch für einen grimmigen, benachteiligten Lebensalltag – auch Frauen beeinflussen können, eine mehr direkte Rolle zu spielen.
Aber während einige Frauen dem gewaltsamen Jihad ideologisch geneigt sein könnten, “gibt es weniger Beweise für dieses Engagement bei weiblichen Selbstmordattentätern”, schrieb Pearson.
Bloom und Matfess werfen die Frage auf, ob Frauen, die Opfer waren, jemals wirklich radikalisiert werden können. “Ob Frauen den Aufständischen verbundene die gleiche Ideologie teilen könnten, gleiche Ziele und Zweck haben wie die Männer, oder ob die Frauen unter einem schweren Trauma leiden, was zu einer Form des ‘Stockholm-Syndroms’ führt.”
Die gleiche Frage kann auch bei jungen Männern aufgeworfen werden, die gefangen und in den Kampf gezwungen werden: Die Gründe für diese Entscheidungen sind immer komplex.
“Ich glaube nicht, dass es eindeutig ist, und ich glaube nicht, dass wir näher daran sind, es herauszufinden”, sagte Pearson gegenüber IRIN.
The data on female suicide bombers comes almost exclusively from press reports. Most of the time we know next to nothing about these women, not even their names or ages. The only exceptions are the few who abandoned their missions or were caught before they reached their intended targets.
Die Daten über die Selbstmordattentäterinnen kommt fast ausschließlich aus Presseberichten. Die meiste Zeit wissen wir so gut wie nichts über diese Frauen, nicht einmal ihre Namen oder ihr Alter. Die einzigen Ausnahmen sind die wenigen, die ihre Missionen aufgegeben hatten oder gefangen wurden, bevor sie ihre beabsichtigten Ziele erreichten.
Waren
Und das spricht Bände darüber, wie Boko Haram seine weiblichen Bomber ansieht.

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“Sie haben keine Videos hinterlassen; ihre Angriffe werden nicht beansprucht; sie ernten keinen Ruhm”, schrieb Pearson. “Frauen und Mädchen haben überwiegend Märkte, Busbahnhöfe und zivilen Versammlungen getroffen, anstatt Ziele höheren Wertes.”
Boko Haram’s Ideologie castet Männer als hyper-maskuline Kämpfer und Frauen als Haushaltshilfen. Shekau’s Verweise auf Frauen waren oft in Form von Symbolen und Waren gewesen: Boko Haram habe die Ehre verloren wegen der schlechten Behandlung “ihrer” muslimischen Frauen; das abkühlende Versprechen, dass die Chibok Mädchen auf dem Markt “verkauft” werden würden.
Die ideologischen Grundlagen von Boko Haram – vor allem unter Shekau – sind schwach, stellt Cummings fest. In dem selbsterklärten Kalifat, das die Aufständischen kontrollierten, schien das ländliche Leben wie gewohnt weitergeführt zu werden. Keine neue, radikale Verwaltung wurde verhängt, noch gab es offenbar keinen Versuch, die extremsten Aktionen der Gruppe zu rechtfertigen, insbesondere nicht die Verwendung von Frauen und Kindern als Bomber.
“Ein solcher Ansatz von Boko Haram unterstreicht den Mangel an Interesse an der lokalen Unterstützung”, betont Pearson. Sie schlägt vor, dass Shekau eher als inländische Anerkennung die Anerkennung der so genannten Islamischen Staates und seines Führers Abu Bakr al-Baghdadi gewinnen wollte, dem er im Jahr 2015 Treue geschworen hatte.
Aber während IS eine Datenbank ihrer Kämpfer hat und Nahestehende kontaktieren kann, wenn sie gemartert werden, ist Boko Haram organisatorisch weit lockerer.
“Boko Haram hat kriminelle opportunistische Elemente; es hat ideologische Kämpfer; es hat gezwungene Rekruten; es hat Menschen, deren ganze Familien äußerst engagiert sind und das schon seit Jahren”, sagt Pearson.
“Es ist schwer zu akzeptieren, dass die Story diese Komplexität – einschließlich der Rolle von Männern und Frauen – ist, weil wir es einfacher haben wollen, und das ist es nicht.”
oa / ag

Contraintes ou engagées ? Les femmes kamikazes de Boko Haram VERSION FRANCAISE par IRIN — LIRE
25.04.2016 http://www.irinnews.org/fr/node/256092 par Obi Anyadike , Editor-at-Large

Les femmes kamikazes sont devenues l’arme emblématique du groupe djihadiste nigérian Boko Haram.
Le phénomène des femmes kamikazes n’est pas nouveau. Il a été observé dans d’autres conflits récents – de la Tchétchénie à l’Irak, du Pakistan à la Palestine, de la Syrie au Sri Lanka – mais jamais elles n’ont été aussi nombreuses qu’avec l’insurrection de Boko Haram.
D’après les chercheurs Elizabeth Pearson et Jacob Zenn, plus de 200 femmes kamikazes se sont fait exploser depuis juin 2014, faisant plus de 1 000 morts au Nigeria et un nombre croissant de victimes au Cameroun voisin.
Il semblerait qu’au départ, l’utilisation de femmes ait été motivée par leur capacité à accéder plus facilement aux marchés et autres lieux publics sans éveiller les soupçons – mais ce n’est plus le cas aujourd’hui. Le quartier général de la Défense nigériane a averti le mois dernier que les femmes kamikazes se déguisaient désormais en hommes pour échapper aux contrôles de sécurité. 
« Les gens sont inquiets. La plupart des kamikazes sont des femmes âgées de 10 à 20 ans et quelques », a dit à IRIN Suleiman Aliyu, directeur d’école à Maiduguri, une ville du nord-est du pays. « Certains prétendent qu’une façon de les identifier est d’observer si elles ont une bosse au niveau du ventre. Quand c’est le cas, elles se font arrêter et on leur demande de lever les mains en l’air, ou de s’accroupir. Puis elles explosent. »
« Profondément insignifiantes »
Le recours aux kamikazes est souvent perçu comme une tactique de la dernière chance, marquant le passage à une guerre asymétrique suite à une défaite sur le champ de bataille traditionnel.
Mais à l’époque où la première femme s’est fait exploser – à un poste de contrôle à l’extérieur de baraquements militaires à Gombe, au nord du pays – Boko Haram détenait de larges pans du territoire, et l’armée nigériane était en mauvaise posture.
Ce qui rend ce conflit si remarquable est le fait que les femmes constituent une ressource abondante et soient considérées comme « profondément insignifiantes », a dit Ryan Cummings, analyste en chef des questions de sécurité pour l’Afrique auprès de l’entreprise de gestion des crises red24.
Enlever des femmes fait partie de longue date de la stratégie de Boko Haram. Cela a commencé après que le gouvernement nigérian eut arrêté les femmes des commandants de Boko Haram, y compris celle de son chef, Abubakar Shekau. Sa revanche – à compter de 2013 – a d’abord consisté à enlever des femmes chrétiennes pour les exploiter sexuellement et les contraindre à se convertir. Les femmes musulmanes étaient généralement relâchées ; tous les hommes étaient assassinés.
Il semblerait que cette différenciation ne soit plus de mise. Femmes et fillettes sont désormais enlevées sans distinction de religion. Violées sous couvert de faux mariages, leur exploitation sert à renforcer la cohésion parmi les combattants et à terroriser les populations, ont dit les chercheurs Mia Bloom et Hilary Matfess.
L’ampleur connue du phénomène – les plus de 270 jeunes filles enlevées à Chibok en 2014 et les 400 femmes et enfants de Damasak l’année dernière – ne concerne que les cas les plus médiatisés.
Contraintes ou engagées ?
Nous avons tendance à voir les femmes kamikazes comme nécessairement contraintes – comme ne pouvant pas agir de leur propre chef. De nombreuses preuves viennent étayer ce point de vue. Des fillettes, trop jeunes pour qu’il s’agisse d’une décision éclairée, ont été contraintes à mourir en martyr. Certaines d’entre elles auraient même été déclenchées à distance par leurs complices masculins.
Cependant, il a également été fait état de femmes jouant un rôle actif au sein du mouvement – pas simplement des femmes manipulées ou trompées servant de chair à canon.
Mme Pearson souligne qu’en 2014, une prétendue « aile féminine » de recruteurs et d’espions a été démantelée ; on sait que des femmes ont servi à faire passer des armes ; d’autres auraient ouvert le feu sur des soldats nigérians venus les libérer ; et des femmes captives se seraient  portées volontaires pour la réalisation d’attentats suicides.
« À mon avis, Boko Haram doit bénéficier de nombreux soutiens féminins, actifs et passifs, depuis ses débuts et aujourd’hui encore », a dit Alex Thurston du Programme d’études africaines de l’université de Georgetown, à IRIN. « Boko Haram n’aurait pas pu fonctionner sans cela. »
Il est facile d’imaginer que l’ensemble de facteurs poussant les hommes à s’enrôler – revanche vis-à-vis des excès des forces de sécurité, argent pour la famille et promesse d’une récompense spirituelle en échange d’un sinistre cadeau – peut également amener les femmes à jouer un rôle plus direct.
Mais bien que certaines femmes puissent être idéologiquement favorables à un djihad violent, « on trouve moins de preuves de cet engagement chez les femmes kamikazes », a écrit Mme Pearson.
Mmes Bloom et Matfess s’interrogent : une radicalisation sincère est-elle possible chez ces femmes persécutées ? « Les femmes appartenant à l’entourage des insurgés partagent-elles l’idéologie et les mêmes objectifs que les hommes, ou souffrent-elles d’un trauma grave entraînant une forme de “syndrome de Stockholm” ? »
La même question se pose pour les jeunes hommes kidnappés et contraints à se battre : les raisons derrière de telles décisions sont toujours complexes.
« Je ne pense pas qu’il existe une réponse tranchée [à ces questions], ni que nous soyons proches de la trouver », a dit Mme Pearson à IRIN.
Les informations que l’on a sur les femmes kamikazes nous proviennent presque exclusivement de la presse. La plupart du temps nous ne savons presque rien de ces femmes, pas même leur nom ou leur âge. Les seules exceptions concernent les rares femmes ayant abandonné leur mission, ou s’étant faites arrêtées avant d’atteindre leurs cibles
Marchandises
Cela en dit long sur la manière dont Boko Haram considère ses femmes kamikazes.
« Elles ne laissent aucune vidéo, leurs attaques ne sont pas revendiquées, elles n’accèdent pas à la gloire », a écrit Mme Pearson. « Ces femmes et ces jeunes filles ont majoritairement frappé des marchés, des dépôts de bus et des rassemblements civils, plutôt que des cibles plus honorifiques. »
Dans l’idéologie de Boko Haram, les hommes sont des combattants ultra masculins, et les femmes sont des travailleuses domestiques. Lorsque Abubakar Shekau fait référence aux femmes, s’est souvent comme à des symboles ou à des marchandises : l’honneur perdu de Boko Haram du fait des mauvais traitements infligés à « leurs » femmes musulmanes, et la promesse glaçante que les lycéennes de Chibok seraient « vendues » au marché.
Les fondements idéologiques de Boko Haram sont fragiles – surtout sous Shekau, fait remarquer M. Cummings. À l’intérieur du califat autoproclamé que contrôlait l’insurrection, il semblerait que la vie rurale ait suivi son cours normal. Aucune administration radicale n’a été imposée, et il semblerait qu’il n’y ait pas eu la moindre tentative de justification des actions les plus extrêmes du groupe – notamment l’utilisation de femmes et d’enfants kamikazes.
« Une telle approche souligne l’absence d’intérêt qu’avait Boko Haram à rallier des soutiens locaux », souligne Mme Pearson. Plutôt qu’une approbation locale, Shekau cherchait à s’attirer la reconnaissance du prétendu État islamique et de son chef Abu Bakr al-Baghdadi, à qui il a prêté allégeance en 2015, a-t-elle suggéré.
Mais alors que l’État islamique dispose d’une base de données de ses combattants lui permettant de contacter leur famille lorsque ces derniers meurent en martyr, Boko Haram est bien moins organisé.
« Boko Haram, ce sont des criminels opportunistes ; des combattants idéologiques ; des recrues forcées ; et des personnes dont les familles entières sont profondément engagées, et ce depuis des années », a dit Mme Pearson.
« Cette complexité – y compris le rôle des hommes et des femmes – est difficile à accepter. Nous voudrions que ça soit plus simple, et ça ne l’est pas. »
oa/ag-xq/amz 

Coerced or committed? Boko Haram’s female suicide bombers ENGLISH VERSION by IRIN — READ
25.04.2016 by http://www.irinnews.org/in-depth/boko-haram by By Obi Anyadike , Editor-at-Large

The female suicide bomber has become the signature weapon of the Nigerian jihadist group, Boko Haram.
Women have strapped explosives to their bodies in other recent conflicts – from Chechnya to Iraq, from Pakistan to Palestine, from Syria to Sri Lanka – but never at such a rate as in the Boko Haram insurgency.
According to researchers Elizabeth Pearson and Jacob Zenn, more than 200 women suicide bombers have blown themselves up since June 2014, killing more than 1,000 people in Nigeria, and increasingly in neigbouring Cameroon.
Whereas women seemed to have been initially used because they could more easily slip into markets and public places without arousing suspicion, that is no longer the case. Nigerian Defence Headquarters warned last month that female bombers were now disguising themselves as men to evade security.
“People are worried. Most suicide bombers are women aged 10 to 20-something,” Suleiman Aliyu, a headmaster in the northeastern city of Maiduguri told IRIN. “People say one way to identify them is if they have a bulge on their tummy. When you see that, they are stopped and asked to raise up their hands, or squat. Then they explode.”
“Extremely dispensable”
The use of suicide bombers is often seen as a tactic of last resort, a switch to “asymmetrical warfare” after defeat on the conventional battlefield.
But the first woman to blow herself up, at a checkpoint outside an army barracks in the northern city of Gombe, was at a stage in the conflict where Boko Haram held large swathes of territory and the Nigerian military was on the back foot.
What makes this conflict so remarkable is that women are a plentiful resource and viewed as “extremely dispensable”, says Ryan Cummings, chief security analyst for Africa at the crisis management firm red24.
Abducting women is a longstanding Boko Haram strategy. It emerged in the wake of the Nigerian government’s arrest of the wives of Boko Haram commanders, including the group’s leader Abubakar Shekau. His revenge – beginning in 2013 – initially focused on the kidnapping of Christian women, their sexual exploitation and forced conversion. Muslim women were usually freed; all men were killed.
There seems to be little distinction now. Women and girls are abducted regardless of religion. Raped under the pretext of sham marriages, their abuse is used to build cohesion among the fighters and spread fear in the community, say researchers Mia Bloom and Hilary Matfess.
The 270 plus Chibok girls abducted in 2014 and the 400 women and children taken from Damasak last year are just the well-known cases.
Coerced or committed?
We seem to automatically regard female bombers as coerced – that they cannot act out of their own volition. There is certainly enough evidence to support that view. Young girls, too young for it to be an informed decision, have been dragooned into martyrdom. There have also been reports that some have been remotely detonated by their male accomplices.
But there are cases where women have been active members of the movement – not just cannon fodder, manipulated and fooled.
Pearson points out that in 2014 an alleged “female wing” of recruiters and spies was arrested; women are known to have smuggled weapons; there have been reports of Nigerian soldiers coming under fire from women as they attempted their rescue; and of captive women volunteering for suicide missions.
“It seems to me from the early days of Boko Haram and on, there must be many active and passive women supporters,” Alex Thurston of the African Studies Programme at Georgetown University told IRIN. “Boko Haram couldn’t have functioned without that.”
It’s easy to imagine that the same mix of factors that has motivated male recruits – revenge for security forces excesses, money for the family, and the promise of a spiritual reward in exchange for a grim, disadvantaged present – can also influence women to play a more direct role.
But while some women might be ideologically committed to violent jihad, “there is less evidence of this commitment amongst female suicide bombers,” Pearson wrote.
Bloom and Matfess raise the question of whether women who are victimised can ever be genuinely radicalised. “Whether women related to the insurgents might share the same ideology, goals, and purpose as the men, or whether the women are suffering from severe trauma, causing a form of ‘Stockholm Syndrome’.”
The same question can also be asked of young men who are captured and coerced into fighting: the reasons for such decisions are always complex.
“I don’t think it’s clear cut, and I don’t think we’re any closer to finding out,” Pearson told IRIN.
The data on female suicide bombers comes almost exclusively from press reports. Most of the time we know next to nothing about these women, not even their names or ages. The only exceptions are the few who abandoned their missions or were caught before they reached their intended targets.
Commodities
And that speaks volumes about how Boko Haram regards its female bombers.
“They have left no videos; their attacks are not claimed; they have no glory,” wrote Pearson. “Women and girls have predominantly struck markets, bus depots and civilian gatherings, rather than higher value targets.”
Boko Haram’s ideology casts men as hyper-masculine fighters, and women as domestic helpers. Shekau’s references to women have often been in terms of symbols and commodities: Boko Haram’s honour lost over the mistreatment of “their” Muslim women; the chilling promise that the Chibok girls would be “sold” in the market.   
The ideological underpinnings of Boko Haram – particularly under Shekau – are weak, notes Cummings. In the self-declared caliphate that the insurgency controlled, it seemed rural life carried on as normal. No new radical administration was imposed, nor apparently was there any attempt to justify the most extreme actions of the group, including the use of women and child bombers.
“Such an approach underlines Boko Haram’s lack of interest in rallying local support,” Pearson points out. She suggests that rather than domestic approval, Shekau has looked to win the appreciation of so-called Islamic State and its leader Abu Bakr al-Baghdadi, to whom he pledged allegiance in 2015.
But whereas IS has a database of its fighters, it can contact loves ones when they are martyred, Boko Haram is organisationally far looser.
“Boko Haram has criminal opportunistic elements; it has ideological fighters; it has forced recruits; it has people whose whole families are utterly committed and have been for years,” says Pearson.
“It’s difficult to accept that this complexity – including the role of men and women – is the story, because we want it to be more simple, and it’s not.”
oa/ag

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Du kannst Dich nicht ewig hinter Deinem Niqab verstecken Unsere Übersetzung LESEN
Veröffentlicht am: 2015.02.12 10.56 Uhr ET von Karim Akouche, Autor

Man wird mich niemals auspeitschen für das Schreiben dieses Textes. Raif Badawi wurde für sein Bloggen zu 1000 Peitschenhieben und 10 Jahren Gefängnis verurteilt.

An diese Frau, die sich geweigert hat ihren Niqab zu entfernen, um eine kanadische Staatsbürgerin zu werden und an die Richter des Bundesgerichts von Kanada, die ihr Recht gegeben haben.

Hole Dir Deine Schere. Zerschneide Deinen Niqab. Zeige Dein Gesicht. Du kannst es nicht auf ewig verstecken. Deine Haut ist blass. Sie braucht Sonne. Deine Augen brauchen Licht. Deine Lungen brauchen Sauerstoff. Eine Pflanze kann nicht in der Dunkelheit gedeihen. Wie Sie, um zu leben, musst auch Du durch jede Pore atmen.
Ich habe Mitleid mit dir. Du lebst die Hölle. Wenn es heiß ist, erstickst Du. Du kannst dieses Leichentuch nicht tragen. Das ist unfair. Das ist kriminell. Befreie Dich. Gehe Risiken ein. Wehr Dich gegen Deine Chefs. Beschuldigen sie. Schleppe sie vor das Gericht des gesunden Menschenverstandes. Für einmal entscheide Du Deine Geste. Sag mir nicht, du bist frei, eine Unterworfene zu sein. Enttäusche mich nicht. Sei nicht wie diese hörigen Frauen, die ein Oxymoron (Widerspruch in sich) fordern. Deren “islamischer” Feminismus ist ein Irrweg.
Hole Dir Deine Schere. Schneide Deinen Niqab auseinander. Wirf ihn in das Feuer. Werde wiedergeboren unter einem anderen Kleidungsstück, das Dich in Wert setzet. Ein Gesicht ist wichtig. Dein Gesicht ist Deine Identität. Deine Identität bist Du. Du, du bist nicht die anderen. Du, du bist nicht das Kollektiv. Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft ist nicht ausreichend, um zu existieren. Du bist einzigartig. Du hast Deine eigenen Augen. Du hast Dein eigenes Haar. Du hast Deinen eigenen Teint. Du hast Deinen eigenen Atem.

Seit Deiner Kindheit hat man Dich in ein ambulantes Gefängnis gesteckt. Durch einen Zaun schaust Du auf Dein verwelkendes Leben. Sie haben Dir die Flügel festgenagelt. Sie haben aus Dir einen Vogel im Käfig gemacht. Du wurdest zum Gehorsam gewöhnt. Dir wurden Grenzen auferlegt. Deine Bewegungen wurden beschränkt. Deine Grenzlinien wurden gezeichnet. Sie haben Dein Gewissen geformt. Man hat Deine Neuronen abgewägt. Man hat Dein Vokabular entwickelt. Das einzige Wort, das Du zu wiederholen gelernt hast, ist “Ja”.
Du bejahst andauernd. Du sagst ja zum Vater. Ja zum Sohn. Du sagst ja zum Ehemann. Du sagst ja zu Traditionen. Ja zu Religion. Du sagst ja zum Propheten. Ja zu Tyrannen. Ja zur Mühsal. Du sagst ja zur Angst. Du sagst ja zu Folter. Ja zu Armut. Ja zu Schmerzen.
Du sagst ja zu allem. Außer zu Dir. Du vergisst Dich in einer Ecke. Du sagst nein zu Deinem Fleisch. Du sagst nein zu Deinem Geist. Du sagst nein zu Deiner Freiheit. Nein zu Deinen Träumen. Du sagst nein zur Hoffnung.
Ich verstehe Deine Dienstbarkeit. Du bist nicht verantwortlich. Man hat Dich vorbereitet, zu gehorchen. Seit jeh her denken Männer an Deiner Stelle. Erniedrigen die Religiösen Dich. Unterdrückt Dich die Politik. Die Dealer der Männlichkeit verkaufen Dich. Du hast nicht das Recht, Dich in schöner Kleidung zu zeigen. Du hast nicht das Recht, Deine Kurven zeigen.

Man hat aus Deinem Körper eine Schande gemacht. Aus Deinem Lächeln eine Maskerade. Aus Deiner Schönheit ein Sakrileg.
Du sollst Deine Wünsche verschließen. Deine Talente verschließen. Deine Wunden. Du sollst Deine Revolten verschließen. Es ist wie es ist. Dies ist „Mektoub“. Es steht in der Heiligen Schrift geschrieben. Es ist in den Suren gesagt. Es ist in die Verfassung gestempelt.
Ach, ihr Code der Schande! Ach, ihr Familienbuch mit Platz für vier Ehefrauen! Und warum Tutoren? Richter? Imame? Und Sitten? Und der Stamm? Und das Jungfernhäutchen? Und Keuschheit? Und das Verbrechen der Ehre? Und Steinigung? So viele Worte, die aus dem Wörterbuch zu streichen wären.

Du musst Dich unsichtbar machen, wenn Deine Meister da sind. Zuhören, wenn sie predigen. Deinen Kopf beugen, wenn sie Dich beschimpfen. Sie sind mächtig. Sie haben einen dichten Bart. Wie Schwerter sind ihre Worte scharf. Sie verletzen. Sie töten.
Deine Meister haben Peitschen. Sie haben Steine. Sie haben die Macht. Die Religion. Die Scharia. Sie haben Gott. Sie haben den Teufel. Sie haben die Mythen. Sie haben die Legenden.
Sei mutig. Hol Dir Deine Schere. Zerschneide Deinen Niqab. Mach Deine Haare frei. Lasse sie auf Deine Schultern fließen. Zeige Deine Wangen. Creme sie ein. Betone Deine Lippen. Zeichne Deine Wimpern nach. Trage eine Hose. Einen Rock. Ein Kleid. Schuhe mit Absätzen. Oder Turnschuhe. Oder Stiefel. Trage, was Dir gefällt. Auch wenn es seltsam oder wenn es aus der Mode ist. Verfüge über Deinen Körper.

Deine Hände sind Deine Hände. Deine Füße sind Deine Füße. Deine Brüste Deine Brüste. Dein Herz ist Dein Herz. Dein Bauch ist Dein Bauch. Dein Gehirn ist Dein Gehirn. Du bist du. Du bist nicht das Eigentum der Männer, und auch nicht Gottes.
Sei Frau. Sei aufmüpfig, hartnäckig. Sei stark. Sei zerbrechlich. Richte Deine Augen überall hin. Entferne die Scheuklappen, die Deine Sicht blockieren. Weine, wenn Du traurig bist. Lache, wenn du glücklich bist. Führe Deine Schritte dahin, wo es Dich verzaubert.
Die Zeit rennt. Niemand kann sie stoppen. Die Natur explodiert. Lärm mischt sich mit Farben. Die Tiere schreien. Die Bienen summen. Flüsse gurgeln. Die Sonne ist stur. Die Räder drehen sich. Es riecht nach Asphalt. Es riecht nach Wut. Es riecht nach Salz. Es riecht nach Blut. Es riecht nach Verlangen. Es riecht nach Anarchie. Das Leben ist in der Luft. Der Tod ist in der Erde.
Strecke Deine Hand aus und hole Blumen und Sterne. Setze sie in Töpfe. Hänge sie an die Wände. Lege sie auf Straßen. Schenke sie Kindern. Öffne Deinen Mund und phantasiere.
Sage Gedichte auf von Taslima Nasrin. Vierzeiler von Omar Khayyam. Trinke Wein, wenn Du es magst. Rauche, wenn Du es wünschst. Mach Liebe, wenn Du es willst. Gib den Unterdrückern einen Tritt. Schwinge Deine Hüften. Tanze Salsa. Tanze Polka. Spiele mit Deinem Körper. Zeige Deine Fähigkeiten. Das Leben ist ein Spiel. Spielen ist ein unschuldiges Verb.
Wie leicht Du bist ohne Niqab! Wie mutig ohne Deine Meister! Wie schön Du bist ohne Deinen Schal.
Sei trunken. Schlag Deine Flügel. Steige über die Wolken. Schwebe wie eine Taube.
Geh bis zur Grenze Deiner Freiheit.
FACEBOOKPAGE KARIM AKOUCHE

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Tu ne peux pas te cacher éternellement derrière ton niqab ORIGINAL par Karim Akouche LIRE
Publication: 12/02/2015 22:56 EST, par Karim Akouche , Écrivain

On ne me fouettera jamais pour avoir écrit ce texte. Raif Badawi, lui, a été condamné à 1000 coups de fouet et 10 ans prison pour avoir blogué.

À cette femme qui a refusé d’enlever son niqab pour devenir citoyenne canadienne et aux juges de la Cour fédérale du Canada qui lui ont donné raison.

Sors tes ciseaux. Déchire ton niqab. Montre ton visage. Tu ne peux pas le cacher éternellement. Ta peau est livide. Elle a besoin de soleil. Tes yeux ont besoin de lumière. Tes poumons ont besoin d’oxygène. La plante ne s’épanouit pas dans l’obscurité. Comme toi, pour vivre, elle doit respirer par tous ses pores.
Je te plains. Tu vis l’enfer. Quand c’est la canicule, tu étouffes. Tu ne peux pas porter ce linceul. C’est injuste. C’est criminel. Libère-toi. Prends des risques. Affronte tes chefs. Accuse-les. Traîne-les devant le tribunal du bon sens. Pour une fois, décide de ton geste. Ne me dis pas que tu es libre d’être soumise. Ne me déçois pas. Ne fais pas comme ces femmes liges qui revendiquent un oxymore. Leur féminisme « islamique » est une aberration.
Sors tes ciseaux. Découpe ton niqab en morceaux. Jette-le dans le feu. Renais sous un autre habit qui te mettra en valeur. Un visage, c’est important. Ton visage, c’est ton identité. Ton identité, c’est toi. Toi, tu n’es pas les autres. Toi, tu n’es pas le collectif. Appartenir à une communauté ne suffit pas pour exister. Tu es singulière. Tu as tes propres prunelles. Tu as ta propre chevelure. Tu as ton propre teint. Tu as ton propre souffle.
C’est depuis l’enfance qu’on t’a mise dans une prison ambulante. Tu regardes ta vie se faner derrière un grillage. On t’a cloué les ailes. On a fait de toi un oiseau en cage. On t’a habituée à l’obéissance. On t’a imposé des bornes. On a limité tes mouvements. On a tracé tes frontières. On a façonné ta conscience. On a soupesé tes neurones. On a conçu ton vocabulaire. Le seul mot qu’on t’ait appris à répéter, c’est « oui ».
Tu acquiesces tout le temps. Tu dis oui au père. Tu dis oui au fils. Tu dis oui au mari. Tu dis oui aux traditions. Tu dis oui à la religion. Tu dis oui au prophète. Tu dis oui aux caïds. Tu dis oui aux corvées. Tu dis oui à la peur. Tu dis oui à la torture. Tu dis oui à la pauvreté. Tu dis oui à la douleur.
Tu dis oui à tout. Sauf à toi. Tu t’oublies dans un coin. Tu dis non à ta chair. Tu dis non à ton esprit. Tu dis non à ta liberté. Tu dis non à tes rêves. Tu dis non à l’espoir.
Je comprends ta servitude. Tu n’en es pas responsable. On t’a préparé à obéir. Depuis toujours les hommes pensent à ta place. Les religieux te rabaissent. Les politiques t’oppressent. Les marchands de virilité te bradent. Tu n’as pas le droit de montrer tes atours. Tu n’as pas le droit de montrer tes courbes.

On a fait de ton corps une honte. On a fait de ton sourire une mascarade. On a fait de ta beauté un sacrilège.
Tu dois taire tes désirs. Tu dois taire tes talents. Tu dois taire tes blessures. Tu dois taire tes révoltes. C’est comme ça. C’est mektoub. C’est écrit dans le Livre saint. C’est dit dans les sourates. C’est estampillé dans la constitution.
Ah, leur code de l’infamie ! Ah, leur livret de famille avec l’espace réservé aux quatre épouses ! Et pourquoi des tuteurs ? Des juges ? Des imams ? Et les us ? Et la tribu ? Et l’hymen ? Et la chasteté ? Et le crime d’honneur ? Et la lapidation ? Tant de termes qu’il faudrait arracher du dictionnaire.

Tu dois t’effacer quand tes maîtres sont là. Tu dois écouter quand ils prêchent. Tu dois baisser la tête quand ils te grondent. Ils sont puissants. Ils ont la barbe drue. Comme des sabres, leurs mots sont tranchants. Ils blessent. Ils tuent.
Tes maîtres ont des fouets. Ils ont des pierres. Ils ont le pouvoir. Ils ont la religion. Ils ont la charia. Ils ont Dieu. Ils ont le diable. Ils ont les mythes. Ils ont les légendes.
Sois courageuse. Sors tes ciseaux. Déchire ton niqab. Défais tes cheveux. Laisse-les cascader sur tes épaules. Montre tes joues. Embaume-les de crème. Souligne tes lèvres. Redessine tes cils. Mets un pantalon. Mets une jupe. Mets une robe. Chausse des talons. Ou des baskets. Ou des bottines. Mets ce qui te plaît. Peu importe si c’est étrange ou si c’est passé de mode. Dispose comme tu veux de ton corps.

Tes mains sont tes mains. Tes pieds sont tes pieds. Tes seins sont tes seins. Ton cœur est ton cœur. Ton ventre est ton ventre. Ton cerveau est ton cerveau. Tu es à toi. Tu n’es la propriété ni de l’homme, ni du Seigneur.
Sois femme. Sois indocile. Sois forte. Sois fragile. Pose tes yeux partout. Enlève les œillères qui te bouchent la vue. Pleure quand tu as du chagrin. Ris quand tu es joyeuse. Guide tes pas où cela t’enchante.
Le temps cavale. Personne ne peut l’arrêter. La nature explose. Les vacarmes se mélangent aux couleurs. Les bêtes gueulent. Les abeilles vrombissent. Les rivières gémissent. Le soleil est têtu. Les roues tournent. Ça sent le bitume. Ça sent la rage. Ça sent le sel. Ça sent le sang. Ça sent le désir. Ça sent l’anarchie. Il y a la vie dans l’air. Il y a la mort dans la terre.
Tends la main et cueille fleurs et étoiles. Mets-les dans des pots. Colle-les sur les murs. Dépose-les sur les routes. Offre-les aux enfants. Ouvre ta bouche et divague.
Dis les poèmes de Taslima Nasreen. Dis les quatrains d’Omar Khayyâm. Bois si tu aimes le vin. Fume si tu le désires. Fais l’amour si tu en as envie. Donne un coup de pied aux oppresseurs. Déhanche-toi. Danse la salsa. Danse la polka. Joue avec ton corps. Montre tes prouesses. Vivre est un jeu. Jouer est un verbe innocent.
Que tu es légère sans ton niqab. Que tu es brave sans tes maîtres. Que tu es belle sans ton foulard.
Sois ivre. Bats tes ailes. Surpasse les nuages. Plane comme une colombe.
Va jusqu’au bout de ta liberté.

FACEBOOKPAGE KARIM AKOUCHE

You can not hide forever behind your niqab Our Translation READ
´Published: 02/12/2015 10:56 p.m. ET, by Karim Akouche, Writer

They will never whip me for writing this text. Raif Badawi, he, was sentenced to 1,000 lashes and 10 years imprisonment for having blogged.

To this woman who refused to remove her niqab to become a Canadian citizen and to the judges of the Federal Court of Canada who have agreed.

Get out your scissors. Tear your niqab. Show your face. You can not hide forever. Your skin is pale. It needs sun. Your eyes need light. Your lungs need oxygen. The plant does not flourish in the dark. Like you, to live, it must breathe through every pore.
I pity you. You’re living hell. When it’s the heat, you suffocate. You can not wear that shroud. It’s unfair. This is criminal. Free yourself. Take risks. Challenge your leaders. Accuse them. Train them in the court of common sense. For once, decide yourself your gesture. Do not tell me you’re free to be submitted. Do not disappoint me. Do not do as the liege women who claim an oxymoron. Their “Islamic” Feminism is an aberration.
Get out your scissors. Cut your niqab apart. Throw it in the fire. Reborn under another garment that will put you in value. A face is important. Your face is your identity. Your identity is you. You, you’re not others. You, you’re not the collective. Belonging to a community is not sufficient to exist. You are unique. You have your own eyes. You have your own hair. You have your own complexion. You have your own breath.

It’s since childhood that they put you in a walking prison. You watch your life fading behind a fence. They nailed your wings. They made you a caged bird. They accustomed you to obedience. You were imposed limits. Restricted your movements. Your borders were plotted. They shaped your conscience. They weighed your neurons. They have designed your vocabulary. The only word that you have learned to repeat, is “yes.”
You acquiesce all the time. You say yes to the father. You say yes to the son. You say yes to the husband. You say yes to traditions. You say yes to religion. You say yes to the prophet. You say yes to bullies. You say yes to chores. You say yes to fear. You say yes to torture. You say yes to poverty. You say yes to pain.
You say yes to everything. Except to you. You forget you in a corner. You say no to your flesh. You say no to your mind. You say no to your freedom. You say no to your dreams. You say no to hope.
I understand your servitude. You are not responsible. You were prepared to obey. Historically men think in your place. Religious put you down. Political oppress you. The virility dealers are selling you. You do not have the right to show your attire. You do not have the right to show your curves.

They made a shame of your body. Of your smile a masquerade. A sacrilege of your beauty.
You have to shut your desires. You have to shut your talents. You have to shut your wounds. You have to shut your revolts. It’s like that. This is mektoub. It is written in the Holy Book. It is said in the suras. It is stamped in the constitution.
Ah, their code of infamy! Ah, their family book with space for four wives! And why tutors? Judges? Imams? And traditions? And the tribe? And the hymen? And chastity? And the crime of honor? And stoning? So many words that should be cancelled in the dictionary.
On a fait de ton corps une honte. On a fait de ton sourire une mascarade. On a fait de ta beauté un sacrilège.

You have to clear when your masters are there. You have to listen when they preach. You have to bow your head when they scold you. They are powerful. They have a thick beard. As swords, their words are sharp. They hurt. They kill.
Your masters have whips. They have stones. They have the power. The religion. The Sharia. They have God. They have the devil. They have the myths. They have the legends.
Be brave. Get out your scissors. Tear your niqab. Defeat your hair. Let it cascade on your shoulders. Show your cheeks. Waft them with cream. Emphasize your lips. Redraw your eyelashes. Put pants. Put a skirt. Put a dress. Shoe heels. Or sneakers. Or boots. Put what you like. Even if it’s strange or if it is out of fashion. Dispose of your body as you want.

Your hands are your hands. Your feet are your feet. Your breasts are your breasts. Your heart is your heart. Your belly is your belly. Your brain is your brain. You are you. You’re not the property of man, nor of the Lord.
Be woman. Be stubborn. Be strong. Be fragile. Put your eyes everywhere. Take off the blinders that block your sight. Cry when you grief. Laugh when you’re happy. Guide your footsteps where that enchants you.
The time runs. Nobody can stop it. The nature explodes. The din mix the colors. The beasts shout. The bees hum. Rivers groan. The sun is stubborn. The wheels turn. It smells of bitumen. It smells rabies. It smells of salt. It smells blood. It smells desire. It smells anarchy. There is life in the air. There is death in the earth.
Reach out and pick flowers and stars. Put them in pots. Stick them on the walls. Put them on the roads. Offer them to children. Open your mouth and wander.
Recite poems of Taslima Nasrin. Say Khayyam quatrains of Omar. Drink if you love wine. Smoke if you wish. Make love if you want it. Give a kick to the oppressors. Sway down. Dance the salsa. Dance the polka. Play with your body. Show your prowess. Life is a game. To play is an innocent verb.
How light you are without your niqab! How brave without your masters. How beautiful you are without your scarf.
Be drunk. Spread your wings and fly. Exceed the clouds. Flat like a dove.
Go up to the end of your freedom.

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Warum verschleiern Männer sich nicht? Unsere Übersetzung LESEN
Warum sind denn Männer nicht auch verlockende Objekte, die es der kopflosen Begierde der Frauen zu entziehen gilt? Das ist eine gute Frage. Hind Aleryani, jemenitische Journalistin und Schriftstellerin stellt sie, mit Provokation und Humor, in ihrem Blog (auf Arabisch).

Von Hind Aleryani
mit freundlicher Genehmigung von Hind Aleryani (übersetzt aus dem Englischen ins Französische von Sylvie Braibant, aus dem Französischen ins Deutsche von aramata)

Früher spielten wir immer im Garten meiner Tante, als wir noch jünger waren … Mädchen und Jungen, es gab keinen Unterschied … wir wuchsen zusammen auf … wir maßen im Rennen, wir spielten, lachten … manchmal hauten wir uns, immer aus Spaß … wir sahen zusammen fern … wir weinten, wenn die Comicfilme traurig endeten … wir wurden ein wenig älter … wir fingen an, zusammen zu studieren … wir bedrohten uns gegenseitig, uns beim Professor anzuschwärzen … wir machten uns über uns selbst lustig … wir lachten aus vollem Herzen …
Und so vergingen die Tage …

Meine Cousine und ich, wir schauen dem Fenster … wir schauen auf den Garten, wo unsere Cousins ​​und ihre Freunde spielen … es ist der Garten, wo wir früher zusammen gespielt haben … sie waren unsere Freunde zu der Zeit … es waren die Jungen, mit denen wir gespielt haben … was ist passiert? Warum sind wir Gefangene zu Hause, während sie draußen Ball spielen, so frei … was haben wir getan? Sind wir zu schnell alt geworden? Haben unsere Körper haben sich verändert? Sind wir solche verlockenden Objekte geworden, dass wir dem Blickfeld entzogen werden müssen? Sind das denn nicht diese Jungen, die wir seit unserer Kindheit kannten? Was hat sich geändert? Warum sind wir Fremde geworden? Warum muss ich mich verstecken, wenn ich nur ihre Stimmen höre? Nur, weil die Klangfarbe dieser Stimmen sich verändert hat? Sind wir darum keine Freunde mehr? Sollen wir anders miteinander umgehen? Anders als gestern? Wir fingen an, uns vorsichtig und scheu zu verhalten, bevor wir redeten … wir hörten auf, mit den anderen zu spielen … Meine Cousine und ich begannen also, unsere Freizeit mit mexikanischen Serien vor dem Fernseher zu verbringen beobachten, als ob wir bereits unsere 50 erreicht hätten.
Und so vergingen die Tage.

Ich bin in der Schule … wir lernen, warum eine Frau sich verschleiern muss … ihre Haare verkörpern die Verlockung … ihre Augenbrauen verkörpern die Verlockung … Ich erinnere mich an meinen Lieblingssänger … seine Augen sind auch schön … sein Haar ist schön … warum verschleiert er sich nicht? Ich stelle mir diese Frage, und ich finde keine Antwort … Ich erinnere mich, dass ich in der Pubertät aus dem Garten mit seinen Spielen verbannt wurde … während meine Freunde … waren sie nicht auch in der Pubertät? Warum mussten sie denn nicht im Haus bleiben? Auch hier habe ich keine Antwort gefunden …
Und so vergingen die Tage …

Ich höre das immer wieder … “Eine Frau ist ein Schatz, die in einer Schatulle (d.h. verschleiert) aufzubewahren ist” … und manchmal sagt man sogar, dass die Frau eine Süßigkeit ist und “wenn Sie das Bonbonpapier (d.h. den Schleier) entfernen, setzen sich die Fliegen drauf” … ich sehe fern und da ist mein Lieblingssänger, ich bin so verknallt in sein weiches, seidiges und gut gebürstetes Haar, das ihn elegant umfließt … seine Arme sind nackt … seine Brust ist nackt … warum ist dieses Objekt der reinen Verlockung nicht verschleiert? Warum ist es nicht zu Hause unter Verschluss? Warum werden die Frauen nicht von ihm verlockt? Einige werden sagen, dass eine Frau sich so etwas nicht ansehen sollte… sollten die Männer dann nicht auch den Blick senken, sobald sie ein weibliches “Objekt der Verlockung” sehen? Ich kann die Antwort nicht finden …
Und so vergingen die Tage …

Ich bin an der Uni … Ich sehe Leute ein kleines religiöses Buch verteilen … “Verlockungen einer Frau” … Ihr Haar … ihre Füße … ihre Augen, “und eine Frau muss eines ihrer Augen verbergen, da beide zusammen zu verlockend sind” … Ich schwöre, das habe ich in diesem Buch gelesen! … als ob es nichts anderes zu tun gäbe in dieser Welt, als eine Frau nach der anderen zu überprüfen, um zu sehen, wie weit sie Objekt der Verlockung ist … Ich beschloss, die Blicke der Männer zu beobachten … Ich will wissen, welche Frauen ihre Blicke anziehen mit ihrer Art, so verlockend zu sein … vor mir geht eine Frau, die ganz in eine schwarze Abaya (langen schwarzen Schal) gehüllt ist … aha! … Ich sehe, dass dies ein Objekt der Verlockung ist … Ich beobachte weiter … vor mir geht eine Frau, die in eine bauschige Abaya gehüllt ist, mit unbedecktem Gesicht … der Junge starrt sie an … aha! So ist ihr Gesicht auch ein Aufruf zur Verlockung … eine dritte Frau geht vor mir … ihr Gesicht ist verschleiert und sie trägt einen große Abaya, von Kopf bis Fuß … der Mann sieht sie an! Hallo? Ich verstehe nicht … was sollte so verlockend sein an einer schwarzen Abaya? Keine Augen, keine Füße … Wodurch wird denn dieser Mann angezogen? In diesem Moment wird mir klar, dass die Kleidung nichts damit zu tun hat … die Männer werden uns bei jeder Gelegenheit anstarren… aber er mit seinen breiten Schultern, seinen Haaren, seinen Augen und Lippen, wird nicht als ein Objekt der Verlockung angesehen, selbst wenn alle Frauen der Welt ihn begehrten … Er ist ein Mann … er muss sich nicht zu Hause verstecken … niemand sagt, er sei ein Juwel … in diesem Moment möchte ich kein Juwel sein. Ich möchte ein freier Mann sein …
Und so vergingen die Tage …

Ich bin in einem westlichen Land … Frauen gehen um mich herum zu Fuß … eine trägt Hosen … eine andere einen kurzen Rock … eine andere sogar Shorts … Männer und Frauen laufen nebeneinander … es ist seltsam … niemand blickt zudringlich … warum sehe ich nicht die betonten Blicke der Männer meines Landes? Diese Blicke, die die Frauen ausziehen … diese Blicke, die ich hasse … die, die mich sogar mich hassen lassen, auf die Erde gekommen zu sein, als Frau geboren zu sein … diese Blicke, die mir meine Menschlichkeit leugnen … warum sehe ich sie hier nicht? Alle Frauen sind gut angezogen … warum sehe ich in diesem Fall keine solchen Blicke, wo sie doch so attraktiv sind? Ich sehe eine Frau laufen und lachen … ich erinnere mich, dass mir in der Pubertät das Recht zu laufen verwehrt war … ich erinnere mich an das Fenster meiner Tante … ich erinnere mich, ein verlockendes Objekt gewesen zu sein, das es zu bedecken galt … ich erinnere mich an einen Mann meines Landes, weiß gekleidet, während ich ganz in schwarz gehen musste… ich fragte mich, warum müssen Männer nicht in schwarz gekleidet sein? Warum verhüllen Männer nicht ihr Gesicht? Und ich konnte keine Antwort finden
Und so vergehen die Tage …

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Pourquoi donc les hommes ne se voilent-ils pas? Traduction LIRE
C’est une bonne question : pourquoi donc les hommes ne seraient-ils pas eux aussi des objets de tentation qu’il faudrait soustraire au désir affolant des femmes ? Hind Aleryani, journaliste et écrivaine yéménite la pose, avec provocation et humour, dans son blog (en arabe).
27.02.2013 à 13:15 par Hind Aleryani
avec l’aimable autorisation de Hind Aleryani (traduit de l’anglais par Sylvie Braibant)

Nous avions l’habitude de jouer dans le jardin de ma tante, quand nous étions plus jeunes… filles et garçons, il n’y avait pas de différence… nous grandissions ensemble… nous avions l’habitude de nous mesurer à la course, de jouer, de rire… quelquefois nous nous battions, toujours pour rire… nous regardions la télévision ensemble… pleurions lorsque les dessins animés se terminaient mal… nous sommes devenus un peu plus vieux… nous avons commencé à étudier ensemble… nous nous menacions les uns les autres de nous dénoncer auprès du professeur… nous nous moquions de nous mêmes… nous avons ri de tout notre cœur…
Et ainsi les jours passaient…

Ma cousine et moi, nous regardons par la fenêtre… nous regardons vers le jardin où nos cousins et leurs camarades jouent… c’est le jardin où nous jouions auparavant ensemble… ils étaient nos amis en ce temps là… c’étaient les garçons avec lesquels nous jouions… qu’est-il arrivé ? Pourquoi sommes-nous prisonnières à la maison, alors qu’ils jouent au ballon dehors, si libres… qu’avons nous fait ? Avons nous vieilli trop vite ? Nos corps ont-ils changé ? Sommes nous devenues de tels objets de tentation qu’ils nécessitent d’être mis à l’abri des regards ? Ne sont-ils pourtant pas ces garçons que nous connaissions depuis notre plus tendre enfance ? Qu’est ce qui a changé ? Pourquoi sommes nous devenus des étrangers ? Pourquoi dois-je courir me cacher dès que j’entends leurs voix ? Est-ce juste parce que le timbre de ces voix a changé ? Est-ce pour cela que nous ne sommes plus amis ? Sommes nous supposer agir autrement les uns avec les autres ? Autrement qu’hier ? Nous avons commencé à nous comporter avec précaution et timidité avant de nous parler… nous avons arrêté de jouer avec L’Autre… Ma cousine et moi avons alors commencé à passer nos loisirs à regarder des séries mexicaines, comme si nous avions déjà atteint nos 50 ans.
Et ainsi les jours passaient.

Je suis à l’école… nous apprenons pourquoi une femme doit se voiler… ses cheveux incarnent la tentation… ses sourcils incarnent la tentation… je me rappelle mon chanteur préféré… ses yeux sont beaux aussi… ses cheveux sont beaux … pourquoi ne se voile-t-il pas ? Je me pose cette question et je ne trouve pas de réponse… Je me rappelle que je fus bannie du jardin et de ses jeux à la puberté… alors que pas mes amis garçons… n’étaient-ils pas dans leur puberté eux aussi ? Pourquoi ne devaient-ils pas rester à la maison alors ? Là non plus, je n’ai pas trouvé la réponse…
Et ainsi les jours passaient…

J’entends cela en permanence… « Une femme est un bijou à garder dans un écrin (i.e. voilée) »… et parfois, on dit même que la femme est une sucrerie « si vous retirez le papier de bonbon (i.e. le voile), les mouches se mettent à tournoyer autour »… je regarde la télévision et je tombe sur mon chanteur préféré, je suis si fan de sa chevelure douce, soyeuse et bien brossée, flottant autour de lui avec élégance… ses bras son nus… sa poitrine est nue… pourquoi cet objet de pure tentation n’est-il pas voilé ? Pourquoi n’est il pas enfermé chez lui ? Pourquoi les femmes ne sont-elles pas tentées par lui ? Certains diront qu’une femme ne doit pas regarder ça… alors les hommes ne devraient-ils pas eux aussi baisser les yeux à la vue d’une femelle « objet de tentation » ? Je ne peux pas trouver la réponse…
Et ainsi les jours passaient…

Je suis à l’université… Je vois des personnes distribuer un petit livre religieux… « Tentations d’une femme »… Ses cheveux… ses pieds… ses yeux, et « ainsi, une femme doit cacher l’un de ses yeux, puisque les deux ensemble sont trop tentants »…  Je jure que c’est ce que j’ai lu dans ce livre !… c’est comme s’il n’y avait rien d’autre à faire dans ce monde, qu’à scruter une femme après l’autre, pour voir jusqu’où elle est objet de tentation… J’ai décidé d’observer le regard des hommes… Je veux savoir quelles sont les femmes qui attirent leur regard par leur façon d’être si tentantes… devant moi marche une femme entièrement couverte d’une Abaya noire (long châle noir)… aha !… je vois que c’est un objet de tentation… je continue de regarder… devant moi marche une femme vêtue d’une Abaya bouffante, le visage découvert… le garçon la dévisage… aha ! Alors son visage est lui aussi un appel à la tentation… une troisième femme marche devant moi… le visage voilé et elle porte une large Abaya, des pieds à la tête… l’homme la regarde ! Heu ? Je ne comprends pas… qu’il y a-t-il de si tentant dans une Abaya noire ? Pas d’yeux, pas de pieds… Par quoi est donc attiré cet homme ? A ce moment, je réalise que les vêtements n’ont rien à voir avec… les hommes vont se fixer sur nous dans toutes les occasions… mais lui avec ses larges épaules, ses cheveux, ses yeux et ses lèvres, n’est pas considéré comme un objet de tentation quand bien même toutes les femmes du monde le convoiteraient… c’est un homme… il ne doit pas se cacher chez lui… personne ne dit que c’est un bijou… à ce moment je souhaiterais ne pas être un bijou. Je souhaiterais être un homme libre…
Et ainsi les jours passaient…

Je me trouve dans un pays occidental… les femmes marchent autour de moi… l’une porte des pantalons… une autre une jupe courte… une autre encore des shorts… hommes et femmes avancent côte à côte… c’est étrange… aucun ne regarde avec insistance… pourquoi ne vois-je donc pas les regards appuyés des hommes de mon pays ? Ces regards qui déshabillent les femmes… ces regards que je déteste… ceux-là même qui me font haïr d’être venue sur terre, haïr d’être née femme… ces regards qui me nient mon humanité… pourquoi ne les vois-je pas ici ? Toutes les femmes sont bien habillées… pourquoi dans ce cas je n’aperçois aucun de ces regards, alors qu’elles sont si attirantes ? Je vois une femme courir et rire… je me rappelle ne plus avoir eu le droit de courir à la puberté… je me rappelle la fenêtre de ma tante… je me rappelle avoir été un objet de tentation à couvrir… je me rappelle un homme de mon pays vêtu de blanc alors que moi je devais aller tout en noir… je me demandais, pourquoi les hommes ne doivent-ils pas être habillés en noir ? Pourquoi les hommes ne se voilent-ils pas le visage ? Et je ne pouvais pas trouver la réponse
Et ainsi les jours passent…

Why don’t men cover their faces? ORIGINAL by Hind Aleryani READ
Women’s rights Yemeni blogger and journalist @HindAleryani tells her intimate story about what’s feminine and masculine in the Middle East.

Hind Aleryani Last updated: April 29, 2013
We used to play at my aunt’s garden when we were younger…girls and boys, there was no difference… we grew up together… we used to race, play, laugh… sometimes we would fight playfully… we used to watch TV together… cry at the end of sad cartoons together… we grew a bit older… we began to study for our classes together… whenever we’d fight we used to threaten the other that we’d tell on them to the teacher… we used to play practical jokes on one another… we’d laugh with all our hearts…
And so the days went by…

My cousin and I are staring outside the window… we are looking at the garden where my male cousin and his friends are playing… this is the garden where we used to play together… they used to be our friends once upon a time… these are the boys we used to play with… what happened? Why are we prisoners at home, while they play ball outside with all freedom… what did we do? Did we grow older? Did our bodies change? Did we become an object of temptation that needs to be covered from people’s eyes? Aren’t those the boys we knew since we were children? What changed? Why are we strangers? Why do I run and hide whenever I hear one of their voices? Is it just because the pitch of his voice changed? Is that why we aren’t friends anymore? Are we supposed to act differently towards one another? Different to how we acted just yesterday? We started to act shy and anxious whenever we’d speak… we stopped playing with one another… My cousin and I began spending our spare time watching Mexican soap operas, as if we were in our 50s…
And so the days went by…

I am at school…we are learning about what a woman should cover… her hair is temptation… her eyebrows are temptation… I remembered my favorite male singer… his eyes were beautiful too… his hair is beautiful… why doesn’t he veil? I asked myself this question, however, I couldn’t find the answer… I remembered that I was banned from playing in the garden because I hit puberty… however, my male friends weren’t… didn’t they hit puberty too? Why weren’t they imprisoned at home? I also couldn’t find the answer…
And so the days went by…

I hear it all the time… “A woman is a jewel that needs to be protected (i.e. covered)”… and sometimes it is even said that a woman is like candy “if you remove the wrapper (i.e. the cover) the flies will swarm around her”… I turn on the TV and find that favorite male singer that I am so fond of brushing his soft silky hair and flaunting his handsomeness… his arms are bare… his chest is bare… why isn’t this object of temptation covered? Why isn’t he imprisoned at home? Why aren’t women tempted by him? Some might claim that a woman shouldn’t look at this… then shouldn’t men shield their gaze when looking at a tempting female “object”? I couldn’t find the answer…
And so the days went by…

I am at university… I see some people distributing a small religious book… “Temptations of a Woman”…Her hair… her feet… her eyes, and “thus, a woman must cover one of her eyes as both of them together are tempting”…I swear this is what I read in this book!… it’s as if there is nothing left in this world to talk about and scrutinize other than a woman and how she is a temptation…I decided to observe men’s looks…I wanted to know which women would attract men with her temptation… in front of me walks a woman wearing a tight Abaya (long black cover)… aha!.. I found her… she is an object of temptation… I continue watching… in front of me walks a woman with a baggy Abaya, however, with an uncovered face…the man stares at her… aha! So her face is also a temptation… a third woman walks in front of me… her face is covered and she is wearing a baggy Abaya from top to toe… the man is staring at her! Huh? I don’t understand… what is so tempting about a black Abaya? No eyes, no feet… What is this man staring at? At that moment I realized that clothing has nothing to do with it… men would stare on all occasions… however, he, with his broad shoulders and his hair, eyes and lips isn’t considered an object of temptation, even if all the women in the world started at him… he is a man…he shouldn’t hide in his home… no one calls him a jewel… at that moment I wished I wasn’t a jewel. I wished to be a free man…
And so the days went by…

I am in a Western country… women are walking around me…one is wearing pants… the other is wearing a short skirt…another wears shorts…men and women are walking side by side… it is strange… no one is staring… why don’t I see the looks of men I saw in my country? Those looks that made a woman feel naked… those looks that I hated… the ones that made me hate being on this earth, and hate being born a woman… those looks that deny me my humanity…why don’t I see those looks here? All the women are dressed up… why don’t I see those looks even though all the women are attractive here? I saw one women run and laugh… I remembered that I wasn’t allowed to run once I hit puberty… I remembered my aunt’s window… I remembered I was an object of temptation that must be covered… I remembered that a man in my country wears white, while I am covered in black… I asked myself, why don’t men wear black? Why don’t men cover their faces? And I couldn’t find the answer…
And so the days go by…

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Why men don’t….?
why men dont

Zerstörte Mausoleen TIMBUKTU: UNESCO ruft IStGH/ ICC Den Haag – Mausolées detruits à Toumbouctou (MALI): Unesco réfère au CPI

deutsch – francais – english
“UNESCO refers insurgent destruction of Mali mausoleums to ICC”
Das von Islamisten zerstörte Mausoleum des muslimischen Heiligen Alpha Moya in TimbuktuDas von Islamisten zerstörte Mausoleum des muslimischen Heiligen Alpha Moya in Timbuktu
afp.com

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DEUTSCH LESEN
UNESCO: Mali ein Fall für Den Haag
19.07.2015 Deutsche Welle http://www.dw.com/en/unesco/t-17965273
Die UN-Organisation will die von Islamisten verursachte Zerstörung von Mausoleen in Timbuktu als Kriegsverbrechen ahnden lassen. Das hat UNESCO-Chefin Bokova bei einem Besuch in Mali bekräftigt.
Die von Islamisten im malischen Timbuktu angerichteten Zerstörungen sollen nach dem Willen der UN-Organisation für Wissenschaft, Bildung und Kultur (UNESCO) schon bald den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) beschäftigen. Sie habe vor zwei Monaten die IStGH-Anklägerin getroffen und sie gehe davon aus, dass “sie schnell vorankomme”, sagte UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova bei einem Besuch von rekonstruierten Mausoleen in Timbuktu. Die Zerstörung kulturellen Erbes sei nach der Haager Konvention ein “Kriegsverbrechen”. Bokova hält sich seit Freitag in Mali auf.
Bokova: Rekonstruktion der Stätten Teil des Friedensprozesses
Durch den Wiederaufbau der Mausoleen könne die UNESCO den Friedensprozess in Mali und die Wiederherstellung der Identität Timbuktus begleiten, sagte Bokova. Acht der Stätten seien bereits rekonstruiert, die übrigen würden bis zum Jahresende fertig. Auch für die anderen Kulturgüter gebe es Hilfe, insbesondere nannte sie ebenfalls in Mitleidenschaft gezogene wertvolle Manuskripte und Moscheen in der Stadt. Bislang seien drei von den erforderlichen elf Millionen Dollar (rund zehn Millionen Euro) aufgebracht.
Insgesamt 16 Mausoleen zerstört
Mali war durch einen Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt worden. Islamisten und Tuareg-Rebellen nutzten das dadurch entstandene Machtvakuum, um den Norden des Landes in ihre Gewalt zu bringen. Die Islamisten setzten sich durch und herrschten mit harter Hand, bis sie im Januar 2013 durch eine französische Militärintervention aus den wichtigsten Städten vertrieben wurden. In Timbuktu richteten die Islamisten schwere Schäden an, sie zerstörten 16 der imposanten Mausoleen Timbuktus für muslimische Heilige.
sti/nin (afp)

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FRANCAIS LIRE
Mali: l’Unesco saisi la CPI pour la destruction des mausolées de Tombouctou
AFP le 19/07/2015 à 10:21
L’Unesco a saisi la Cour pénale internationale (CPI) au sujet des destructions des mausolées de Tombouctou par les jihadistes lorsqu’ils occupaient le nord du Mali (2012-2013), a annoncé samedi la directrice générale de l’institution venue visiter des mausolées reconstruits.
“L’Unesco a saisi la Cour pénale internationale au sujet de ceux qui ont détruit les mausolées. (…) J’ai rencontré il y a deux mois la procureure, et je crois qu’elle avance rapidement et j’espère qu’elle sera prête pour présenter le cas devant la CPI”, a déclaré Irina Bokova devant la presse, sans entrer dans les détails.
“Détruire un patrimoine culturel est considéré comme +un crime de guerre+ selon la convention de La Haye”, a ajouté la directrice générale de l’Unesco.
Arrivée vendredi au Mali, Mme Bokova s’est rendue samedi à Tombouctou, dans le nord.
“Nous avons pu voir ce samedi à Tombouctou les mausolées reconstruits grâce au concours de l’Unesco. Huit mausolées ont été reconstruits et les autres le seront avant la fin de l’année”, a-t-elle dit au cours d’une conférence de presse à Bamako.
“C’est par la reconstruction des mausolées que nous pourrons accompagner les accords de paix et restaurer l’identité de la ville. (…) Nous allons également aider à la rénovation d’autres richesses du patrimoine culturel de Tombouctou”, a-t-elle poursuivi. Elle a notamment cité les manuscrits de Tombouctou et des mosquées de la ville.
Trois millions de dollars sur les 11 millions nécessaires pour mener à bien ces travaux de rénovation sont déjà mobilisés, a-t-elle précisé.
A Tombouctou, Mme Bokova a également visité des bibliothèques et des mosquées, avant de rencontrer notamment des autorités religieuses et des associations de jeunes.
Au cours de sa visite dans le nord, la directrice générale de l’Unesco était accompagnée par plusieurs ministres maliens, des diplomates européens, ainsi que par le représentant spécial adjoint de la mission de l’ONU au Mali, Arnauld Akodjènou.
Avant de quitter samedi le Mali, elle a été reçue en audience par le président Ibrahim Boubacar Keïta.
© 2015 AFP.
ENGLISH READ
UNESCO refers insurgent destruction of Mali mausoleums to ICC
19.07.2015, Deutsche Welle (en) – http://www.dw.com/en/world-heritage/t-18559697
After a visit to Timbuktu in Mali, the head of the UN’s cultural organization has reported the destruction of ancient shrines by militant fighters to the International Criminal Court. Sixteen shrines were destroyed.
During the takeover of northern Mali by al Qaeda linked fighters, UNESCO World Heritage listed ancient mausoleums were destroyed in 2012.
Sixteen shrines to Muslim saints in Timbuktu were wrecked. They dated back to the 15th and 16th centuries when the city was an economic, intellectual and spiritual center.
“UNESCO has involved the International Criminal Court with the destruction of the mausoleums,” Irina Bokova, the organisation’s general director, told reporters at the end of a visit to Timbuktu.
Bokova said the destruction of cultural heritage was considered a war crime under the UN’s 1954 Hague Convention.
“Two months ago I met the prosecutor and I believe they are progressing rapidly, and I hope they will be ready to present the case before the ICC,” Bokova added. She did not outline the charges that could be brought.
UNESCO, the Malian government and other international organizations began rebuilding Timbuktu after the 2013 French-led military operation which drove the militants out of the city.
“It is through the reconstruction of mausoleums that we can accompany the peace agreements and restore the identity of the city… We will also help renovate other riches of Timbuktu cultural heritage,” Bokova told reporters.
While many manuscripts were lost or destroyed, hundreds of thousands were taken to Bamako in 2012 for their protection. They are being classified and digital records made of them.
The entire project is expected to take four years and cost $11 million (10 million euros). The World Bank, the EU, Switzerland and the US Agency for International Development have so far contributed $3 million.
jm/gsw (Lusa, AFP)

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Scharia: 9 Todesurteile wegen Gotteslästerung in NIGERIA – charia: 9 peines capitales pour blasphème

Nigeria: neun Personen wegen Blasphemie zum Tode verurteilt
2015.06.26 um 17:00 Uhr AFP –
Neun Menschen wurden in Nigeria im Norden des Landes unter der Scharia – dem koranischen Gesetz — wegen Blasphemie zum Tode verurteilt, sagten am Freitag ein Schreiber und der Chef der Religionspolizei. Das Hohe Gericht der Scharia in Kano, der größten Stadt im Norden Nigerias, verurteilte Abdul Aminu Nyass, einen Sufi Prediger, und acht seiner Anhänger zu Tode für deren Kritik am Propheten Mohammed. Seine Kommentare, im vergangenen Monat während einer religiösen Zeremonie ausgesprochen, hatten dann zu Gewalt in der Stadt geführt.
AUF DEUTSCH (VON MIR VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITERLESEN UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Nigeria: 9 personnes condamnées à mort pour blasphème
26.06.2015 à 17:00 – AFP
Neuf personnes ont été condamnées à mort pour blasphème au Nigeria, en application de la charia –la loi coranique– en vigueur dans le nord du pays, ont déclaré vendredi un greffier et le patron de la police religieuse. La Haute cour de la charia de Kano, la ville la plus peuplée du nord du Nigeria, a condamné Aminu Abdul Nyass, un prêcheur soufi et huit de ses adeptes à la peine capitale pour avoir critiqué le prophète Mahomet.

Entrée d'un tribunal islamique à Katsina au Nigeria, le 25 septembre 2003
Eingang eines islamischen Gerichts in Katsina, Nigeria
Entrée d’un tribunal islamique à Katsina au Nigeria, le 25 septembre 2003
afp.com – Pius Utomi Ekpei

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BOKO HARAMs falsche historische Bezüge – les fausses références historiques

Zwei Artikel – Deux articles / Dossier Part II
Capture d'écran d'une vidéo diffusée par Boko Haram le 24 août 2014
Screenshot Boko Haram Chef Abubakar Shekau proklamiert “islamisches Kalifat” in Gwoza, Nigeria
Capture d’écran d’une vidéo diffusée par Boko Haram le 24 août 2014, où le chef du groupe islamique, Abubakar Shekau, déclare créer un “califat islamique” à Gwoza, au Nigeria
afp.com –

Zweiter Eintrag eines weiterlaufenden Blogdossiers zu Boko Haram, dessen Inhalt Sie => hier (morgen) einsehen können. Eine Zusammenfassung der hunderte Elemente aus dem Afrikanews Archiv No1 2009-2014 in Form einer Timeline erscheint auch darin, Ende April.

Deuxième élément d’un Dossier thematique Boko Haram en continu, dont vous trouverez le contenu => ici (demain). Une ligne de temps 2009 – 2014 (extraite du contenu du Blog No1) y figurera aussi, en fin d’avril.

Die deutschen Texte sind, wenn nicht aus anderen Quellen, von mir verbesserte google-Übersetzungen der französischen AFP-Depeschen.

Kapitel per Klick Öffnen/Schließen – Ouvrir/ Fermer en cliquant sur les tîtres

Boko Haram: Aufstand auf dem Gebiet eines ehemaligen islamischen Reiches LESEN
Boko Haram: Aufstand auf dem Gebiet eines ehemaligen islamischen Reiches
2015.02.27 11:00 – Von Benjamin SIMON – AFP
Die von Boko Haram in eine Krise gestürzten Gebiete südlich des Tschadsees beheimateten früher ein mächtiges und tausendjähriges islamisches Reich, auf das die nigerianischen Aufständischen sich mehrere Male bezogen, um ihrem Kampf eine historische Legitimität zu geben.
Aber nach mehreren von AFP befragten Experten funktioniert diese selbsterklärte Verbindung zum renommierten Reich Kanem-Bornu nicht bei der lokalen Bevölkerung, der ersten Opfer der weit verbreiteten Missbräuche der Aufständischen.
Wenn die Grenzen des Reiches von Kanem-Bornu auch schon immer schwankten zwischen seiner Entstehung im neunten Jahrhundert und seinem Sturz in den 1890er Jahren, so umfasste das Reich in seiner Blütezeit den Nordosten Nigerias sowie Teile der aktuellen Staaten Kamerun , Tschad und Niger.
Boko Haram, die sagen, dass sie kämpfen, um einen islamischen Staat in Nigeria zu schaffen, hattten ihre Angriffe zunächst auf Kamerun und kürzlich auf Tschad und Niger ausgedehnt.
Die am stärksten von der Gewalt betroffenen Menschen sind Kanuri, eine Etnie, die das Kanem-Bornu Reich geführt hatte und in den vier derzeit von Boko Haram angegriffenen Ländern lebt.
Bei mehreren Gelegenheiten hat Boko Haram laut Spezialisten versucht, ihre Angriffe auf als “nicht-islamisch” qualifizierte Ziele zu rechtfertigen mit Inanspruchnahme des Vor-Kolonialreiches, das die später von den Europäern gezogenen Grenzen transzendierte.
Dieser Verweis auf das Empire “zieht überhaupt nicht” bei den Kanuri, den Opfern der Massaker und Entführungen von Boko Haram, die damit alle Glaubwürdigkeit verloren haben, sagte Professor Sidiqque Mohammed von der nigerianischen Universität Ahmadu Bello.
Die sukzessiven Führer von Boko Haram “haben keinen Sinn für Geschichte”, betont er.
– Das “Großreich” –
Im Laufe seiner Geschichte setzte sich das Reich Kanem-Bornu durch als ein wichtiges Zentrum für Islamische Studien, das arabische Besucher aus weit über die Sahel hinaus anzog, sagt Vincent Hiribarren, Professor am King ‘s College London und Autor des demnächst erscheinenden Buches “A History of Borno.”
“Das ist etwas, auf das die Kanuri sehr stolz” sind, die oft an “das große Reich” erinnern, das seinen bemerkenswerten Zusammenhalt aus der Hingabe an den Islam zog, sagt Hiribarren.
Eine weitere Quelle des Stolzes ist die anhaltnde Unabhängigkeit des Königreichs angesichts des Wachsen des benachbarten Kalifats, das von Ousmane Dan Fodio, einem verehrten Imam, Schriftsteller und Dschihadisten des neunzehnten Jahrhunderts, gegründet worden war.
Mit dem Bau eines der größten westafrikanischen Reiche, das seinen Sitz in der Stadt Sokoto hatte, eroberte Dan Fodio den Großteil des heutigen Nord-Nigeria und Gebiete in den Nachbarländern.
Aber der Versuch, Kanem-Bornu zu stürzen, wurde schließlich von den Truppen des Großreichs, vor allem von Kanuri, zusammen geschlagen.
Nach Ansicht von Experten wiegt dieser Machtkampf heute noch in den schwierigen Beziehungen zwischen den Kanuri und den anderen beiden großen ethnischen Gruppen in dem Rest von Nord-Nigeria, der Hausa und Fulani.
Diese Rivalität erschwert ein wenig mehr den Versuch, die jüngste Rhetorik von Boko Haram zu entschlüsseln. In einer Video-Übertragung am 17. Februar, erwähnte der Führer der Boko Haram, Abubakar Shekau, der auch Kanuri sein will, Dan Fodio begeistert. …
– ‘Glorreiche Geschichte “-
Doch nach Mr. Hiribarren und anderen Spezialisten liegen die historischen Bezüge der Gruppe in der Regel auf dem Kanem-Bornu Reich. Der Gründer von Boko Haram, Mohammed Yusuf, der im Jahr 2009 von den nigerianischen Sicherheitskräften exekutiert wurde, bezog sich auf das Reich in seinen Predigten, um die ideologische Ablehnung des nigerianischen Staates zu rechtfertigen.
“Wiederaneignung einer glorreichen Vergangenheit” für Hiribarren, Wunsch, eine “historische Legitimität” zu erlangen, für Yan St-Pierre, Sicherheitsexperte und Leiter der Consulting-Gruppe Mosecon.
Aber nach ihm erlebte der Aufstand ein “ideologischer Rückgang” seit ihrer Gründung im Jahr 2002 und die Verwendung von historischen Referenzen hat jetzt vermutlich begrenzte Wirkung.
Die Bewegung, die in den Anfängen bei den Bewohnern rekrutierte, die von ihren Lebensbedingungen enttäuscht waren und ein Gefühl der Verlassenheit von der nigerianischen Bundesregierung hatten, wandelte sich den letzten fünf Jahren in einen blutigen Aufstand gegen Zivilisten und verwendet sogar junge Mädchen für die Selbstmordanschläge.
In ähnlicher Weise ist die Idee, dass Shekau und seine Stellvertreter das verlorene Imperium zu rehabilitieren versuchen, völlig unterlaufen durch mehrere Mordversuche gegen sein Erbe, Umar Garbai El-Kanemi, derzeit Leiter des Emirats Borno und drittwichtigster der islamischen Geistlichen im Land.
Die Angriffe im Tschad, Kamerun und Niger haben nach Mr. St. Pierre, mehr mit Vergeltungsmaßnahmen gegen das Engagement dieser Länder zu tun, den Aufstand neben Nigeria zu be kämpfen, als mit der Wiederherstellung des Reiches.
Für Herrn Hiribarren bedeutet die Ausweitung des Konflikts, dass Aufständische immer mehr ein umfangreiches Netzwerk der Kanuri konfrontieren, “eine kulturelle Gemeinschaft von Menschen, die die gleiche Sprache sprechen und im selben Reich waren.”
“Zieht Boko Haram Nutzen aus dieser Situation? Ich bin mir nicht so sicher”, sagte der Professor.
© 2015 AFP
KURZ: Boko Haram verkündete “Kalifat” im Nordosten Nigerias LESEN
Boko Haram verkündete “Kalifat” im Nordosten Nigerias 
24. August 2014, 18:38 http://derstandard.at/r2173/Nigeria
In Video stellte Islamistenchef Herrschaftsanspruch auf Stadt Gwoza
Abuja – Die Islamistengruppe Boko Haram hat in einem neuen Video ein Islamisches Kalifat in einer von ihr eroberten Stadt im Nordosten Nigerias ausgerufen. Nach dem Sieg seiner Kämpfer in Gwoza habe die Stadt im Bundesstaat Borno “nichts mehr mit Nigeria zu tun”, sagte Boko-Haram-Führer Abubakar Shekau in dem fast einstündigen Video, das am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP vorlag.
Gwoza sei nun “Teil des Islamischen Kalifats”, sagte Shekau. “Wir werden die Stadt nicht verlassen. Wir sind gekommen, um zu bleiben”, fügte ein weiterer Kämpfer der Islamistengruppe in dem Video hinzu. Der Islamistenführer wird von den USA als Terrorist gesucht, für Hinweise auf ihn sind sieben Millionen Dollar (5,3 Millionen Euro) Belohnung ausgesetzt.
Gwoza war UNO-Vertretern zufolge in diesem Monat von Boko-Haram-Kämpfer erobert worden, die nigerianische Armee bereitet nach eigenen Angaben die Rückeroberung der Stadt vor. Auch weitere Ortschaften rings um Gwoza im Süden von Borno sollen von Boko Haram kontrolliert werden. Am Samstag hatte die Polizei gemeldet, nach einem Angriff auf ein Ausbildungszentrum bei Gwoza würden 35 Polizisten vermisst. Die islamistische Sekte soll auch weite Teile im Norden des Bundesstaates Borno kontrollieren. Wie groß ihr Einflussgebiet genau ist, ist von unabhängiger Seite nicht zu sagen.
Boko Haram kämpft seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit 2009 tötete sie bei Anschlägen und Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen mehr als 10.000 Menschen. Im April machte Boko Haram Schlagzeilen mit der Entführung von 276 Mädchen aus einer Schule, von denen die meisten noch immer vermisst sind. (APA, 24.8.2014)
Boko Haram, l’insurrection sur les terres d’un ancien empire islamique LIRE
Boko Haram, l’insurrection sur les terres d’un ancien empire islamique
27.02.2015 à 11:00 – Par Benjamin SIMON – AFP
Les territoires plongés dans la crise par Boko Haram, au sud du Lac Tchad, abritaient auparavant un empire islamique puissant et millénaire, auquel les insurgés nigérians se sont référés à plusieurs reprises pour donner à leur combat une légitimité historique.
Mais selon plusieurs spécialistes interrogés par l’AFP, cette filiation autoproclamée au prestigieux empire de Kanem-Bornou est inopérante auprès des populations locales, premières victimes des exactions à grande échelle des insurgés.
Si les frontières de l’empire de Kanem-Bornou ont sans cesse fluctué, entre son émergence au IXe siècle et sa chute dans les années 1890, le royaume englobait à son apogée le nord-est du Nigeria, ainsi que des portions des actuels Cameroun, Tchad et Niger.
Boko Haram, qui affirme se battre pour créer un État islamique au Nigeria, a étendu ses attaques au Cameroun et, ces dernières semaines, pour la première fois au Tchad et au Niger.
Les populations les plus touchées par ces violences sont des Kanouri, ethnie qui dirigea l’empire de Kanem-Bornou, implantée dans les quatre pays actuellement visés par Boko Haram.
A plusieurs reprises, selon les spécialistes, Boko Haram a tenté, pour justifier ses attaques sur des cibles qualifiées de “non-islamiques”, de se réclamer de cet empire pré-colonial qui transcendait les frontières dessinées plus tard par les Européens.
Cette référence à l’empire “ne prendra pas du tout” chez les Kanouri, victimes de massacres et d’enlèvements perpétrés par Boko Haram qui a, de ce fait, perdu toute crédibilité, estime le professeur Sidiqque Mohammed, de l’université nigériane Ahmadu Bello.
Les chefs successifs de Boko Haram “n’ont aucun sens de l’histoire”, assène-t-il.
– Le ‘grand empire’ –
Au fil de son histoire, l’empire de Kanem-Bornou s’imposa comme un important centre d’études islamiques attirant des visiteurs arabes venus de loin, de l’autre côté du Sahel, rappelle Vincent Hiribarren, professeur au King’s College de Londres et auteur du livre à paraître: “Une histoire de Borno”.
“C’est quelque chose dont sont très fiers” les Kanouri, qui évoquent souvent “le grand empire” qui puisa dans la dévotion à l’islam sa remarquable cohésion, explique M. Hiribarren.
Autre source de fierté, l’indépendance continue du royaume face à l’avancée du califat voisin fondé par Ousmane Dan Fodio, imam, écrivain et jihadiste vénéré du XIXe siècle.
En bâtissant l’un des plus grands empires d’Afrique de l’Ouest, dont le siège était établi dans la ville de Sokoto, Dan Fodio conquit la plus grande partie du nord de l’actuel Nigeria, ainsi que des territoires dans les pays voisins.
Mais la tentative de renverser Kanem-Bornou fut in fine mise en échec par les forces de l’empire, essentiellement composées de Kanouri.
Selon les spécialistes, cette lutte de pouvoir pèse encore sur les relations, difficiles, entre les Kanouri et les deux autres ethnies majoritaires dans le reste du Nord nigérian, les Haoussa et les Fulani.
Cette rivalité complique un peu plus toute tentative de décryptage de la rhétorique récente de Boko Haram. Dans une vidéo diffusée le 17 février, le leader de Boko Haram, Abubakar Shekau, qui serait lui-même Kanouri, faisait mention de Dan Fodio de façon élogieuse…
– ‘Passé glorieux’ –
Reste que, selon M. Hiribarren et d’autres spécialistes, les références historiques avérées du groupe se portent plus souvent sur l’empire de Kanem-Bornou. Le fondateur de Boko Haram, Mohammed Yusuf, exécuté en 2009 par les forces de sécurité nigérianes, invoquait l’empire dans ses sermons pour justifier le rejet idéologique de l’État nigérian.
“Réappropriation d’un passé glorieux” pour Hiribarren, volonté de s’auréoler d’une “légitimité historique” pour Yan St-Pierre, analyste en sécurité et responsable du groupe de consultants Mosecon.
Mais selon ce dernier, l’insurrection a connu un “déclin idéologique” depuis sa création en 2002 et le recours aux références historiques a probablement des effets limités à présent.
Le mouvement, qui recruta à ses débuts parmi des habitants révoltés par leurs conditions de vie et un sentiment d’abandon par l’État fédéral nigérian, s’est transformé ces cinq dernières années en une rébellion sanglante, ciblant les civils qu’elle prétendait défendre et allant jusqu’à utiliser des jeunes filles pour mener des attaques-suicides.
De même, l’idée que Shekau et ses adjoints lutteraient pour la réhabilitation de l’empire disparu est mise à mal par les multiples tentatives d’élimination de son héritier, Umar Garbai El-Kanemi, actuellement à la tête de l’émirat de Borno et considéré comme le troisième dignitaire islamique le plus important du pays.
Quant aux attaques au Tchad, au Cameroun et au Niger, elles ont, selon M. St-Pierre, plus à voir avec des mesures de rétorsion contre l’engagement de ces pays à combattre l’insurrection aux côtés du Nigeria qu’à la restauration de l’empire.
Pour M. Hiribarren, l’extension du conflit signifie que les insurgés se confrontent un peu plus au vaste réseau des Kanouri, “une communauté culturelle de personnes qui parlent la même langue et faisaient partie du même royaume”.
“Est-ce que Boko Haram tire profit de cette situation? Je n’en suis pas si sûr”, glisse le professeur.
© 2015 AFP
Nigeria: Boko Haram place sous le règne du “califat islamique” une ville du nord-est LIRE
Nigeria: Boko Haram place sous le règne du “califat islamique” une ville du nord-est
Kano (Nigeria) (AFP) – 24.08.2014 18:28 – Par Aminu ABUBAKAR
Le chef de Boko Haram, Abubakar Shekau, a placé sous le règne du “califat islamique” une ville du nord-est du Nigeria prise par le groupe islamique armé, selon une vidéo obtenue dimanche par l’AFP. “Merci à Allah qui a donné à nos frères la victoire à Gwoza”, qui fait désormais “partie du califat islamique”, déclare Shekau dans une vidéo de 52 minutes.
Boko Haram, qui mène une insurrection armée depuis cinq ans, principalement dans le nord-est défavorisé du Nigeria, s’est fait connaître du monde entier en y enlevant plus de 200 lycéennes (dont on est toujours sans nouvelles) en avril à Chibok. Ce kidnapping avait suscité une indignation et un mouvement de soutien planétaires.
L’armée nigériane a très vite réagi dimanche après-midi, rejetant la proclamation de Boko Haram.
“Cette proclamation est vide de sens. La souveraineté et l’intégrité territoriale de l’Etat nigérian sont intactes”, a déclaré dans un communiqué le porte-parole des armées, Chris Olukolade.
Dans une précédente vidéo diffusée le 13 juillet, Abubakar Shekau avait apporté son soutien au chef de l’Etat islamique Abou Bakr Al-Baghdadi, qui contrôle de larges pans de territoires en Irak et en Syrie et a été proclamé par son groupe “calife” de tous les musulmans.
Mais Shekau ne mentionne pas Al-Baghdadi dans sa dernière vidéo de ce dimanche, et n’explique pas plus précisément s’il se range sous la bannière d’Al-Baghdadi ou s’il évoque un nouveau califat au Nigeria.
Au XIXe siècle, dans une région couvrant le nord de l’actuel Nigeria, avait existé le puissant califat de Sokoto, indépendant de l’Empire ottoman.
– “Nous sommes venus pour rester” –
Les liens idéologiques, financiers et militaires de Boko Haram avec d’autres mouvements jihadistes sont mal connus. Selon les experts, seuls des liens avec Al-Qaïda au Maghreb islamique (AQMI) sont avérés.
Dans cette nouvelle vidéo tournée en plein air, Shekau s’exprime alternativement en arabe et en haoussa, principale langue du nord du Nigeria.
Habillé d’un treillis militaire, de bottes noires, Kalachnikov sur l’épaule, il est flanqué de cinq hommes masqués et armés. Derrière eux, trois véhicules tout-terrains, avec à l’arrière plan des arbres et de la végétation, sans qu’il soit possible de localiser l’endroit.
“Ils appellent (ce pays) le Nigeria”. “Nous sommes dans le califat islamique. Nous n’avons rien à faire avec le Nigeria”, déclare Shekau, qualifié de “terroriste à l’échelle mondiale” par les Etats-Unis qui ont mis à prix sa tête pour 7 millions de dollars.
“Nous n’allons pas quitter la ville (de Gwoza). Nous sommes venus pour rester”, affirme plus loin dans la vidéo un autre militant, non-identifié.
Après le monologue de 25 minutes de Shekau, la vidéo montre des scènes de tirs et de combats, puis des scènes atroces d’exécution, similaires à celles vues sur des vidéos de l’Etat islamique diffusées ces dernières semaines.
– Une stratégie de conquête –
La stratégie de Boko Haram a évolué, passant de la guérilla à une logique de conquête de territoires, selon plusieurs analystes.
Selon l’agence humanitaire des Nations unies (Ocha), Boko Haram s’est emparé début août de Gwoza, dans l’Etat de Borno.
Depuis avril, le groupe radical s’est emparé de nombreuses localités et contrôle des zones entières du nord-est du pays d’où l’armée a disparu, selon les témoignages d’habitants, de responsables de la sécurité et d’experts.
L’insurrection armée de Boko Haram, et sa répression féroce par l’armée nigériane, ont fait plus de 10.000 morts depuis 2009, selon des estimations. Quelque 4.000 personnes ont été tuées depuis début 2014 d’après Amnesty international, et 650.000 chassées de leurs foyers selon l’ONU.
Outre les régions isolées et pauvres du nord-est du Nigeria, des grandes villes comme Kano (nord) et Jos (centre), ainsi que la capitale fédérale Abuja (centre) ont été touchées par des attentats de Boko Haram.
L’armée nigériane, pourtant dotée d’un budget conséquent de 4,5 milliards d’euros par an, grâce aux revenus du pétrole dont le pays est le premier producteur en Afrique, s’est montrée jusqu’à présent incapable d’enrayer l’insurrection islamiste, en raison, selon des experts, de la corruption et de la désorganisation qui la minent.
Les soldats se plaignent d’être sous-équipés et mal armés face à Boko Haram. Une mutinerie a même éclaté cette semaine dans une base de Maiduguri, la capitale de l’Etat de Borno où est né le groupe islamiste.
© 2014 AFP