Tag Archives: Vergangenheitsbewältigung

Togo, Vergangenheitsbewältigung: Erinnerung an politische Gewalt 2005

Togo: cérémonies de “purification” en mémoire des violences politiques

Togo: „Reinigungs“-Zeremonien in Erinnerung an politische Gewalt
23/06/2017 19:00 – AFP
Für die „Förderung des Geistes der Befriedung“ und „Toleranz“ nach der politischen Gewalt in der jüngeren Geschichte des Landes, vor allem im Jahr 2005, werden in Togo vom 03-09 Juli „Reinigungs“-Zeremonien stattfinden, so die Regierung am Freitag. Diese Zeremonien werden auch „einen Beitrag leisten zur Konsolidierung des Klimas vor dem Reparaturprogramm (Entschädigung) für die Opfer“, wurde in den staatlichen Medien verlesen……
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Togo: cérémonies de “purification” en mémoire des violences politiques
23.06.2017 à 19:00 – AFP
Des cérémonies de “purification” se dérouleront au Togo du 3 au 9 juillet pour “promouvoir l’esprit d’apaisement” et de “tolérance”, après les violences politiques commises dans l’histoire récente du pays, notamment en 2005, a indiqué vendredi le gouvernement.

Togolesische Soldaten patrouillieren durch die Straßen von Lomé nach den Ergebnissen der Präsidentschaftswahlen, 7. Februar 2005 – PHOTO afp.com by PIUS UTOMI EKPEI
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Südafrika: Justiz blickt endlich auf dunkle Seiten der Apartheid

Afrique du Sud: la justice rouvre un dossier sombre de l’apartheid

Südafrika: Wiedereröffnung einer dunklen Akte der Apartheid durch die Justiz
10.00 Uhr 24/06/2017 – Von Philippe ALFROY – AFP
Es ist ein Dossier aus einer anderen Zeit, dessen Wahrheit lange auf dem Altar der Post-Apartheid Versöhnung geopfert worden ist. Fast ein halbes Jahrhundert nach der Tat wird die südafrikanische Justiz es dennoch wieder öffnen, auf die Gefahr hin, die Wunden der Vergangenheit wiederzubeleben. Der Aktivist der illegalen Kommunistischen Partei (SACP) Ahmed Timol, 30, wurde am Abend des 22. Oktober 1971 in Johannesburg verhaftet. Nach fünf Tagen Haft wurde er für tot erklärt, als Opfer eines Sturzes aus dem zehnten Stock des Polizeihauptquartiers.
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Afrique du Sud: la justice rouvre un dossier sombre de l’apartheid
24.06.2017 à 10:00 – Par Philippe ALFROY – AFP
C’est un dossier criminel d’un autre temps, dont la vérité a été longtemps sacrifiée sur l’autel de la réconciliation post-apartheid. Près d’un demi-siècle après les faits, la justice sud-africaine va pourtant le rouvrir, au risque de raviver des blessures du passé.

Ahmed Timol, Anti-Apartheid-Aktivist, starb plötzlich in Haft bei der südafrikanischen Polizei in Oktober 1971
Imtiaz Cajee montre le 25 mai 2017 à Pretoria une photo de son oncle, Ahmed Timol, militant anti-apartheid, mort brutalement pendant sa détention par la police sud-africaine en octobre 1971
afp.com – GIANLUIGI GUERCIA

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Nigeria: Calabar, vom Sklavenhandel gestern zur Migrantenschleuserei heute

Calabar, des marchés d’esclaves au trafic de migrants

Calabar, von den Sklavenmärkten zum Menschenschmuggel
05.31.2017 um 14:00 Uhr – Von Célia LEBUR – AFP
Sie reisen Tausende von Kilometern von Westafrika nach Calabar im südlichem Nigeria, wo ein klappriges Boot sie zu einem „besseren Leben“ führen soll. Diese Migranten überqueren dann aber nicht das Mittelmeer. Ihr Ziel ist nicht Europa, sondern eines der ölreichen afrikanisches Länder…..
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Calabar, des marchés d’esclaves au trafic de migrants
31.05.2017 à 14:00 – Par Célia LEBUR – AFP
Ils parcourent des milliers de kilomètres d’Afrique de l’ouest jusqu’à Calabar, dans le sud du Nigeria, où une embarcation de fortune les conduira vers une “vie meilleure”. Ces migrants-là ne traversent pas la Méditerranée. Leur objectif n’est pas l’Europe, mais les riches pays pétroliers africains.

Schiff mit Warentransport zwischen Calabar und Oron in Nigeria, 1968 – PHOTO afp.com by Colin HAYNES
Des civils déchargent un navire qui transporte des marchandises entre Calabar et Oron au Nigeria, le 9 septembre 1968

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Südafrika, Apartheid: Die vergessenen Söldner aus Angola

Afrique du Sud, apartheid: les mercenaires oubliés de l’Angola
ALL PHOTOS afp.com by MUJAHID SAFODIEN: In Pomfret in der Kalahari-Wüste, Südafrika
À Pomfret, dans le désert de Kalahari, en Afrique du Sud, le 13 février 2017

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Deutscher Text: Von mir verbesserte Google-Übersetzung

1. In Südafrika, die vergessenen Soldaten der Apartheid LESEN
10.00 22/05/2017 – von Pierre DONADIEU – AFP
Geplünderte Häuser, entkernte Geschäfte, verlassenenes Krankenhaus: die ehemalige Militärbasis von Pomfret sieht aus wie ein Kriegsgebiet. Angolanische Soldaten leben hier immer noch, von Südafrika, für das sie unter der Apartheid gekämpft hatten, vergessen.
Hier in der Kalahari-Wüste brennt die Sonne des südlichen Sommers den Teer der Hauptstraße klumpig. Nur der Spaziergang der wenigen Einwohner, die ein paar Worte in portugiesischer Sprache austauschen, unterbricht die Stille dieses Dorf, das ein Geist wurde.
Es gibt keinen Strom und Wasser fließt nicht mehr in Pomfret, das aber immer noch 3000 Einwohner hat.
Der Angolaner Jose Lourenco, 69, ist einer von ihnen. In den 1980er Jahren kämpfte er im Auftrag der südafrikanischen Armee in Angola gegen sein eigenes Land, im Bataillon 32, einer Einheit in der Frontlinie des Kampfes von Südafrika gegen seine Nachbarn.
„Wir hatten vor niemandem Angst, es war das beste Bataillon der Welt“, sagt er, im Hof ​​von seinem kleinen Haus sitzend, einem der wenigen, die in Pomfret noch stehen.
Damals war Nelson Mandela auf Robben Island inhaftiert, das weiße rassistische Regime in Pretoria an der Macht noch fest verankert, und seine Armee nutzte angolanische Söldner, um das feindliche marxistische Regime in Luanda zu bekämpfen.
„Es gab keine Apartheid im 32. Wo die Weißen tranken, tranken wir. Wo die Weißen schliefen, schliefen wir“, sagt Jose Lourenco und zeigt auf das Bild mit dem Emblem des Büffels, dem Symbol seiner Einheit, auf seiner Küchenwand.
– Demobilisierung –
„Wir haben den Angolanern Essen, Geld, Kleidung und eine Zukunft gegeben. Im Gegenzug gaben sie uns ihr Wissen über das Terrain“, erinnert sich General Gert Nel, der ehemalige Leiter des Bataillons, mit seinem felsigen Afrikaans-Akzent. “Es war eine Win-Win-Situation.”
Am Ende des Kalten Krieges endet der Konflikt zwischen den beiden Nachbarn. Südafrika verspricht seinen angolanischen Rekruten, sie in seine Armee zu integrieren.

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…. für jung:

Ihre ersten Jahre in Pomfret sind eher sanft. „Hier war der Club, wo die Unteroffiziere ihre Partys organisierten. Es gab sogar einen Ballsaal“, zeigt Makamba Tchimoco, Sohn eines Veteranen, vor einem jetzt zerfallenen Komplex.
Aber ab dem Fall der Apartheid desillusionieren sich die Soldaten der „32“.
Im Jahre 1993 wird das Bataillon aufgelöst und viele seiner Soldaten verlassen Pomfret. Viele Angolaner bevorzugen, im Austausch für eine Abfindung von 30.000 Euro auf die Uniform zu verzichten.
Nach und nach werden ihre Familien in andere Teile des Landes verlegt und die Basis Pomfret fällt langsam in Vergessenheit.
– Versprechen und Armdrücken –
In den 2000er Jahren gab die Regierung des African National Congress (ANC) ihre Absicht bekannt, sie definitiv zu schließen und ihre Bewohner umzusiedeln. Aber ein harter Kern weigert sich zu gehen.
„Wir kamen hier mit vielen Versprechen an. Dann wollte die neue Regierung uns gehen sehen und hat uns im Stich gelassen. Warum sollte man von zu Hause fortgehen?“, protestiert Mr. Lourenco.
Das Armdrücken mit den Behörden beginnt.
Die Polizei verläßt das Dorf, die Häuser werden geplündert, das Krankenhaus durchwühlt, und der Soldatenfriedhof überwuchert mit hohem Gras. Wasser fließt nicht mehr als einmal pro Woche aus denWasserhähnen. Und im Jahr 2014, der Gnadenstoß: der Strom wird abgeschaltet.
„Die Schwierigkeit für Pomfret ist, dass die nächste Stadt 200 km weg ist. Es gibt keine Infrastruktur, kein Wasser, keinen Strom, und das in der Kalahari, und es gibt keine Wirtschaft“, klagt ein ehemaliger südafrikanischer Soldat der “ 32“, der anonym zu bleiben vorzieht.
Nur eine Schule arbeitet nach wie vor und ermöglicht es den Kindern, bis zum Niveau des Abiturs zu lernen. „Wie lange werden sie dort bleiben?“, sorgt sich ein anderer Afrikaaners der „32“ im Ruhestand, auch er anonym.
Er hält jedoch seine angolanischen Waffenbrüder weitgehend verantwortlich für ihre Situation. „Das Geld, das sie erhalten haben, sollte ihnen ermöglichen, Häuser zu kaufen und zu gehen“, sagt er, „es ist ihre Verantwortung, nicht die der Regierung.“
– Bestrafung –
Bei Jose Lourenco ist die Zeit stehen geblieben. Er lebt in der Nostalgie einer verlorenen Vergangenheit, zerrissen zwischen seinem Land, wo er immer noch als ein Verräter betrachtet wird, und einem neuen Südafrika, das sehr verschieden ist von dem, für das er kämpfte.
„Die Regierung muss uns sagen, was wir Böses getan haben“, regt der ehemalige Militär sich auf. „Warum bestrafen sie uns so? Lasst sie kommen und uns die Wahrheit sagen!“
„Ich wurde in Angola geboren. Mein Herz will wieder dorthin gehen, aber ich kämpfte gegen mein Land, also kann ich nicht“, bedauert er.
„Die Angolaner sagen, wir haben sie getötet, der ANC denkt, dass wir damals ihre Kämpfer getötet haben. Was können wir tun?“, fragt Alexander Joaquim, ein ehemaliger Sergeant von heute 74 Jahren.
Im von fast allem beraubten Pomfret sind die Tage lang.
„Mir fehlen viele Dinge hier, ich kann nicht einmal meine Hausaufgaben machen, wenn es Nacht wird. Dableiben ist nutzlos. Nach der High School sollte ich gehen“, seufzt Antonio Isaac, 18, geboren in Pomfret.
Trotz dieser erbärmlichen Bedingungen klammern sich einige noch an dieses Dorf, das vielleicht in Trümmern liegt, aber Hüter so vieler Erinnerungen ist. „Wir wollen es nicht verlassen, weil hier die Geschichte unserer Väter liegt“, schließt Tchimoco Makamba.
© 2017 AFP

2. PHOTOS – VIDEO WATCH
Video en francais:

Schule – école:

Ex-Sportclub:

Ex-Ballsaal:

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…. für jung:

1. En Afrique du Sud, les soldats oubliés de l’apartheid LIRE
22.05.2017 à 10:00 – Par Pierre DONADIEU – AFP 
Maisons pillées, magasin éventré, hôpital abandonné: l’ancienne base militaire de Pomfret ressemble à une zone de guerre. Des soldats angolais y vivent toujours, oubliés de l’Afrique du Sud pour laquelle ils ont combattu sous le régime de l’apartheid.
Dans le désert du Kalahari, le soleil de l’été austral brûle le goudron défoncé de la rue principale. Seul le passage de rares habitants qui échangent quelques mots en langue portugaise vient rompre la torpeur de ce village devenu fantôme.
L’électricité est coupée et l’eau n’y coule plus mais Pomfret compte encore 3.000 habitants.
L’Angolais Jose Lourenco, 69 ans, est l’un d’eux. Dans les années 1980, il a combattu en Angola contre son propre pays pour le compte de l’armée sud-africaine, au sein du Bataillon 32, une unité engagée en première ligne du combat de l’Afrique du Sud contre ses voisins.
“On n’avait peur de personne, on était le meilleur bataillon du monde”, assure-t-il, assis dans la cour de sa petite maison, l’une des rares encore debout à Pomfret.
A l’époque, Nelson Mandela est détenu à Robben Island, le régime raciste blanc est encore solidement installé au pouvoir à Pretoria et son armée utilise des mercenaires angolais pour combattre le régime marxiste ennemi de Luanda.
“Il n’y avait pas d’apartheid au +32+. Là où les Blancs buvaient, on buvait. Là où les Blancs dormaient, on dormait”, explique Jose Lourenco en montrant un insigne à l’effigie du buffle, le symbole de son unité, sur le mur de sa cuisine.
– Démobilisation –
“On donnait aux Angolais de la nourriture, de l’argent, des vêtements et un avenir. En échange, ils nous apportaient leur connaissance du terrain”, se souvient avec son accent afrikaans rocailleux le général Gert Nel, ancien chef du bataillon. “C’était une situation gagnant-gagnant”.
A la fin de la Guerre froide, le conflit entre les deux voisins cesse. L’Afrique du Sud promet à ses recrues angolaises de les incorporer dans son armée.
Leurs premières années à Pomfret sont plutôt douces. “Ici, c’était le club où les gradés organisaient leurs soirées. Il y avait même une salle de bal”, montre Makamba Tchimoco, fils d’un ancien combattant, devant un complexe aujourd’hui en ruines.
Mais dès la chute de l’apartheid, les soldats du “32” déchantent.
En 1993, le bataillon est démantelé et nombre de ses soldats quittent Pomfret. Beaucoup d’Angolais préfèrent abandonner l’uniforme en échange d’un pécule de 30.000 euros.
Petit à petit, leurs familles sont relogées dans d’autres parties du pays et la base de Pomfret tombe lentement en désuétude.
– Promesses et bras de fer –
Dans les années 2000, le gouvernement du Congrès national africain (ANC) annonce son intention de la fermer définitivement et d’en déplacer les habitants. Mais un noyau dur refuse de partir.
“On est arrivés ici avec beaucoup de promesses. Puis le nouveau gouvernement a voulu qu’on parte et nous a laissé tomber. Pourquoi devrait-on partir de chez nous?”, s’insurge M. Lourenco.
Le bras de fer s’engage alors avec les autorités.
La police quitte le village, les maisons sont pillées, l’hôpital saccagé, le cimetière militaire envahi par les hautes herbes. L’eau ne coule plus qu’une fois par semaine aux robinets. Et en 2014, c’est le coup de grâce: l’électricité est coupée.
“La difficulté pour Pomfret, c’est que la première ville est à 200 km. Il n’y a aucune infrastructure, pas d’eau, pas d’électricité, tout ça dans le Kalahari, et il n’y a aucune économie”, regrette un ancien soldat sud-africain du “32”, qui préfère rester anonyme.
Seule une école fonctionne encore et permet aux enfants d’étudier jusqu’au niveau du bac. “Combien de temps vont-ils pouvoir rester là-bas?”, s’inquiète un autre retraité afrikaner du “32” qui refuse de donner son nom.
Lui juge toutefois ses frères d’armes angolais largement responsables de leur situation. “L’argent qu’ils ont reçu aurait dû leur permettre d’acheter des maisons et de partir”, dit-il, “c’est leur responsabilité, pas celle du gouvernement”.
– Punition –
Chez Jose Lourenco, le temps s’est arrêté. Il vit dans la nostalgie d’un passé perdu, tiraillé entre son pays, où il reste considéré comme un traître, et une nouvelle Afrique du Sud bien différente de celle pour laquelle il s’est battu.
“Le gouvernement doit nous dire ce qu’on a fait de mal”, s’emporte l’ancien militaire. “Pourquoi ils nous punissent comme ça? Qu’ils viennent nous dire la vérité!”
“Je suis né en Angola. Mon coeur a envie de retourner là-bas, mais je me suis battu contre mon pays donc je ne peux pas”, regrette t-il.
“Les Angolais disent qu’on les a tués, l’ANC pense qu’on a tué leurs combattants à l’époque. Qu’est ce qu’on peut faire ?”, s’interroge Alexander Joaquim, un ex-sergent de 74 ans.
Dans Pomfret privé de tout ou presque, les journées sont longues.
“Il me manque plein de choses ici, je ne peux même pas faire mes devoirs quand la nuit tombe. Rester, c’est inutile. Après le bac, je devrai partir”, soupire Antonio Isaac, 18 ans, né à Pomfret.
Malgré ces conditions de vie déplorables, certains s’accrochent encore à ce village peut-être en ruines, mais gardien de tant de leurs souvenirs. “On ne veut pas partir car c’est ici que se trouve l’histoire de nos pères”, conclut Makamba Tchimoco.
© 2017 AFP

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Biafra gestern und heute: 50 Jahre Unabhängigkeitserklärung und Krieg / IPOB, Nnamdi Kanu

Minidossier deutsch & francais / + Photos
Biafra: 50 ans indépendance et guerre

TOP-PHOTO afp.com: Verhungernde Kinder posieren in einem Flüchtlingslager bei Aba, am 06. August 1968 während des Biafra-Krieges.
Des enfants affamés posent dans un camp de réfugiés près d’Aba, le 6 août 1968 pendant la guerre de Biafra.

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Deutsche Texte: Von mir verbesserte Google-Übersetzungen

1. Fünfzigster Jahrestag des Biafra-Krieges zwischen Frustration und Hoffnung LESEN
05.28.2017 um 14:00 Uhr – Von Célia LEBUR – AFP
Nigeria erinnert Dienstag in einem angespannten Klima den Jahrestag der Ausrufung der Unabhängigkeit von Biafra (Süd-Ost), Schauplatz eines schrecklichen Bürgerkriegs von 1967 bis 1970, und wo separatistische Ansprüche fünfzig Jahre später wieder auftauchen.
Die wichtigsten separatistischen Gruppen, die Bewegung für die indigene Bevölkerung von Biafra (Ipob) und die Bewegung für die Verwirklichung des souveränen Staates von Biafra (MASSOB) haben zu einem toten Tag aufgerufen und die Menschen aufgefordert, „zu Hause zu bleiben“, um der Gründung der Republik Biafra am 30. Mai 1967 zu gedenken.
Viele befürchten Gewaltausbrüche und die nigerianischen Sicherheitskräfte sind auf „Alarmstufe Rot“ in den heißen Punkten des ehemaligen Biafra wie Aba (Bundesstaat Abia) und Onitsha (Bundesstaat Anambra), wo Demonstrationen sich im vergangenen Jahr in Blutvergießen verwandelten.
Nach drei Jahren Krieg und mehr als einer Million Toten legten die biafrischen Soldaten, zehnmal weniger an Zahl und Ausrüstung als das Bundesheer, 1970 ihre Waffen nieder und verabschiedeten sich von ihren Träumen der Sezession.
Aber 50 Jahre später bleibt die Geschichte von Biafra ein äußerst sensibles Thema in Nigeria.
„Nigeria hat seit dem Ende des Krieges nichts für uns getan. Wir haben keine Straßen, keine Infrastruktur, keine Arbeit“, sagte John Ahaneku, ein Aktivist von 48 Jahren, gegenüber AFP. „Es ist Zeit, zu beenden was unsere Vorfahren begannen.“
Die Frustrationen Igbo – der ethnischen Mehrheit im Südosten – sind über Jahrzehnte gewachsen. In den langen Jahren der Militärherrschaft, die dem Krieg folgte, fühlten sie sich von der wirtschaftlichen und politischen Macht ausgeschlossen, dominiert von den Hausa-Fulani und den Yoruba, den beiden anderen wichtigsten ethnischen Gruppen des Landes. Erst nach der Rückkehr zur Demokratie im Jahr 1999 sind die separatistischen Bestrebungen nach und nach wieder aufgetaucht.
Die derzeitigen Hauptseparatistengruppen fordern ein Referendum zur Selbstbestimmung.

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Sie werfen dem ehemaligen General Muhammadu Buhari, ein Muslim aus dem Norden und Nigeria’s Präsident seit 2015, vor, ihre Meinungsfreiheit heftig zu unterdrücken.
Die Verhaftung und Inhaftierung Ende 2015 des Ipob-Führers Nnamdi Kanu wegen Verrat war ein Wendepunkt. Amnesty International hat die nigerianischen Sicherheitskräfte beschuldigt, im vergangenen Jahr „mindestens 150 Mitglieder und Unterstützer“ von Ipob getötet zu haben – was Abuja rundweg dementiert.
Mindestens 60 von ihnen wurden während der Gedenkfeiern des Bürgerkriegs in Biafra am 30. Mai 2016 in Onitsha getötet, laut der NGO.
– Autonomistische Solidarität –
Am Donnerstag warnte Vizepräsident Yemi Osinbajo vor dem Risiko der Explosion in einem Land mit fast 250 ethnischen Gruppen, zwischen einem muslimischen Norden und einem christlichen Süden geteilt.
Der fünfzigste Jahrestag der Ausrufung der Unabhängigkeit von Biafra ist „die Möglichkeit, eine individuelle und kollektive Selbstbetrachtung zu führen“, sagte er.
„Einige deuten heute darauf hin, dass wir zu den ethnischen Nationalitäten, aus denen Nigeria gebildet wird, zurückkehren müssen“, sagte er. „Offensichtlich liegt unsere Stärke aber in unserer Vielfalt, sind wir zusammen besser als auseinander.“
Die Behörden in Abuja stehen heute vor einer Vielzahl von mehr oder weniger heftigen separatistischen Forderungen, die die Einheit des Landes bedrohen.
In der Ölregion des Niger-Deltas – das Teil des unabhängigen Biafra zu Beginn des Krieges war – hat die Sabotage von bewaffneten Rebellengruppen im Jahr 2016 die Produktion des schwarzen Goldes beschnitten und die Wirtschaft des westafrikanischen Riesen stark beeinträchtigt.
Trotz unterschiedlicher Interessen bekundeten pro-Biafra Gruppen und Delta-Rebellen öffentlich ihre gegenseitige Solidarität in ihrem Kampf.
Nach Einschätzung von Experten ist die Repression gegen Unabhängigkeits-Demonstrationen nicht die richtige Antwort und führte zu einer weiteren Radikalisierung der Jugend im Südosten.
Laut einer im Mai von der Londoner Beratungsfirma SBM-Intelligence durchgeführten Feldstudie „gibt es im Süden und Südosten wachsende Unterstützung für ein unabhängiges Biafra.“
Insgesamt 42% der Befragten fordern eine Wiederbelebung von Biafra, während fast die Hälfte (49,3%) ihre Zukunft in einem vereinten Nigeria sehen, sofern „Föderalismus“ herrscht.
„Man kann eine Ideologie nicht mit einer Waffe töten“, sagt Don Okereke, Chef der Beratungsfirma in Sicherheitsfragen Holistic Security Background Checks.
© 2017 AFP

Drei Jahre Unabhängigkeit
Die Republik Biafra: Am 30. Mai 1967 rief der Militär­gouverneur Chukwuemeka Odumegwu Ojukwu von der Volksgruppe der Igbo im erdölreichen Südosten von Nigeria die Republik Biafra aus.
Die Vorgeschichte: In Nigeria war es zu Ausschreitungen zwischen christlichen Igbo und muslimischen Haussa gekommen; es gab Zehntausende Todesopfer.
Der Krieg: Am 6. Juli 1967 ­griffen nigerianischen Truppen Biafra an, bei Luftangriffen setzten sie auch Napalm ein. Es wurde eine Blockade über Biafra verhängt, die den Hungertod vieler Igbo zur Folge hatte. Der Krieg endete im Januar 1970 mit der Kapitulation Biafras. Bis zu 2,5 Mio. Menschen sind umgekommen.
Die Hilfe: 1968 gründete Tilman Zülch in Hamburg gemeinsam mit Klaus Guerke die „Aktion: Biafra Hilfe“, aus der später die „Gesellschaft für bedrohte Völker“ hervorgegangen ist.

2. Der Biafra Krieg: eine schmerzhafte Seite in der Geschichte von Nigeria Chronik – LESEN
05.28.2017 um 14:00 Uhr – von Antoinette CHALABY-Moualla – AFP
Am 30. Mai 1967 spaltet sich das Igbo-Land im Südosten Nigerias ab. Weniger als drei Jahre später und um den Preis einer rücksichtslosen Blockade und mehr als einer Million, meist an Hunger und Krankheit Gestorbenen, ist die „Republik Biafra“ von der Landkarte weg.
– Sezession des reichen Biafra –
Am 30. Mai 1967 verkündete der Militärgouverneur von Ost-Nigeria, Odumegwu Ojukwu, die „Unabhängige Republik Biafra“, zwei Tage nach der Entscheidung des Staatschefs Yakubu Gowon, die Föderation in 12 Staaten zu zerteilen, davon drei für den Südosten Nigerias mit den Ölreserven des Landes.
Biafra, weniger als 10% des nigerianischen Territoriums, hatte damals 14 Millionen Einwohner von den 55 des Verbundes. Die Bevölkerung, vor allem Christen, bestand zu zwei Dritteln aus Igbo (Ethnie).
Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1960 hatte das Land es geschafft, seine Einheit innerhalb einer Föderation zu bewahren. Aber die Igbo fühlten sich aus dem sozio-politischen Leben ausgeschlossen, und auch von den beiden anderen wichtigsten ethnischen Gruppen, den Hausa-Fulani (Norden) und den Yoruba (Südwesten), verfolgt.
Im Januar 1966 hatte Nigeriae seinen ersten, von einem Igbo geführten, Putsch erlebt. Dem folgte im Juli ein Gegenputsch aus dem Norden. Massaker an Igbos fanden im Norden statt, und fast zwei Millionen Igbo kehrten als Flüchtlinge in ihre Region zurück.
Seit der Ankündigung der Ausrufung der „Republik Biafra“ finden Jubeldemonstrationen in der abtrünnigen Provinz statt.
Aber die Bundesregierung kann diese Trennung nicht akzeptieren: Der Osten der Region ist reich an landwirtschaftlichen Ressourcen, Bergbau und vor allem an Öl.
– Luftangriffe und Blockade –
Yakubu Gowon verordnet die allgemeine Mobilmachung und qualifiziert die Ausrufung des Staates Biafra als einen „Akt der Rebellion“, der „zerquetscht“ werden müsse. Bundesbehörden und Militär legen eine Blockade gegen Nigerias Südosten auf.
Am 6. Juli 1967 beginnt die Armee eine allgemeine Offensive. Die erste Bombardierung aus der Luft findet statt. Im Oktober nimmt der „Bund“ Enugu, die Hauptstadt von Biafra, ein und dann den Hafen von Calabar. Onitsha und Port Harcourt werden in den ersten Monaten des Jahres 1968 eingenommen.
Der Umfang des Konflikts geht über die Grenzen des Landes hinaus. Großbritannien, die Sowjetunion und die Organisation der Afrikanischen Einheit (OAU, die zukünftige Afrikanische Union) kollaborieren mit der Bundesregierung, während nur wenige afrikanische Länder und Frankreich Biafra unterstützen.
– Humanitäres Drama –
Am 3. Juli 1968 schätzt ein Vertreter des Roten Kreuzes die Zahl der Menschen, die von dem Konflikt betroffen sind, auf zwischen acht und zwölf Millionen. Ihm zufolge sterben in Biafra jeden Tag zweihundert Menschen an Hunger.
Im August erzählt ein Sondergesandter von AFP: „Man meint, eine Parade von Geistern zu sehen, dünn und leise und in ihre grauen Lumpen gewickelt (…) Fast alle sind Frauen und alt. Es gibt nicht mehr viele Kinder in Biafra (…).

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Die Flüchtlinge, die den Lärm der Bundesgeschütze entfliehen, sind hungrig. Die Schlinge wird immer enger. ”
Ende August spricht er über eine Million neuen Flüchtlingen vor den Bundestruppen in 15 Tagen. „Eine Person stirbt jede Viertelstunde. Die Flüchtlinge sterben an Hunger und Erschöpfung“, schrieb er.
Die Hungersnot wird mediatisiert. Die Bilder von Kindern in Not mit durch Unterernährung und Rachitis aufgeblähten Bäuchen schockieren.
Eine Handvoll entschlossener französischer Ärzte, die für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) arbeiten (dabei der zukünftige französische Minister Bernard Kouchner), entscheidet, nunmehr weder Konventionen noch politische Grenzen zu respektieren und im Namen der Humanität zu intervenieren. Sie werden am Ende des Jahres 1971 die NGO Ärzte ohne Grenzen erschaffen.
– Das Ressentiment –
Im August-September 1968 startet die Armee eine Großoffensive und nimmt mehrere Städte, darunter Aba, ein. Im März-April 1969 fällt die neue biafrische Hauptstadt Umuahia in die Hände der Armee.
Nach Razzien der „Rebellen“ gegen die Ölquellen verstärkt der „Bund“ seine Blockade und verbietet Flüge des Internationalen Roten Kreuzes. Nur die christlichen Kirchen und das Französische Rote Kreuz unternehmen weiterhin ihre humanitären Flüge, unter zunehmend gefährlichen Bedingungen.
Anfang Januar 1970 startet das Bundesheer seinen letzten Angriff.
Am 15. Januar endet der Alptraum: Biafra existiert nicht mehr. Ojukwu floh am 11. Januar in die Elfenbeinküste und sein Stellvertreter Philip Effiong formalisierte am selben Morgen in Lagos die Übergabe von Biafra an General Gowon.
Das „vereinte Nigeria“ nimmt seinen Platz ein. „Kein Sieger, keine Besiegten“, sagt General Gowon, der die nationale Aussöhnung befürwortet. Allerdings schafft der Konflikt eine große Verstimmung zwischen dem Südosten und dem Rest des Landes, und wird ein großes Tabu im kollektiven Gedächtnis bleiben.
Der Osten nimmt seinen Platz in der Föderation wieder ein, aber der Bürgerkrieg gab der Armee beträchtliches Gewicht, deren Putsche das politische Leben bis 199 interpunktieren werden.
© 2017 AFP

3. Nnamdi Kanu, die neue Stimme des pro-Biafra Separatismus Portrait – LESEN
2017.05.29 um 14:00 Uhr – Von Célia LEBUR Patrick Brisibe Warri – AFP
Das Gefängnis hat seinen Kampf in Nigeria nicht berührt. Stattdessen gab es dem lange falsch verstandenen jungen Führer der Biafranischen Unabhängigkeit Nnamdi Kanu einen Namen. Und brachte ihn auf die Vorderseite der politischen Bühne.
Mit langsamen Schritt schreitet er durch den Hof der Familie in seiner Heimatstadt Umuahia (Südosten Nigerias), dieser von einer Schar von Anhängern in den rot-schwarz-grünen Farben der Biafra-Flagge gefeierte „Retter“. Er trägt die Insignien eines traditionellen Chefs.
„Ich bin entschlossener denn je“, verkündet leise der Führer der Unabhängigkeitsbewegung für indigene Völker von Biafra (Ipob), der nach 18 Monaten hinter Gittern Ende April auf Kaution freigelassen wurde.
Noch unter der Anklage des „Verrats“ stehend, scheint er sich nicht um die Bedingungen zu scheren, die ihm vom Gericht bei seinem Ausgang auferlegt wurden: förmliches Verbot, mit der Presse zu sprechen und in Versammlungen von mehr als 10 teilnehmenden Menschen.
Keine Frage für ihn, bei der Annäherung des Stichtags zu schweigen, dem fünfzigsten Jahrestag der Ausrufung der Unabhängigkeit von Biafra.
Sein Ziel? Der „zivile Ungehorsam“ bis zu einem Referendum über die Selbstbestimmung für die Region. Er fordert auf zu „absolutem Boykott“ aller Wahlen.
Nach dem Tod von über einer Million Menschen und einem gescheiterten Aufstand wurde Biafra schließlich in Nigeria reintegriert, diesem regelmäßig von interkommunalen Spannungen erschütterten ethnischen und religiösen Mosaik von fast 200 Millionen Menschen.
Aber im Igbo Gebiet hat sich der Traum von Unabhängigkeit nie wirklich zerstreut, angetrieben durch das Gefühl, von der nigerianischen Regierung liegen gelassen worden zu sein.
Im Gegenzug strömen Veteranen und junge Aktivisten abwechselnd herein, um die Redetalente des Vierzigerjährigen mit runden Gläsern zu hören, der die Frage aufgeworfen hatte. Im Wohnzimmer, wo er empfängt, zeigt ein eine ganze Wand bedeckendes Gemälde den verlorenen Sohn in Kampfhaltung.
Der Führer prangert durcheinander die „Tötungen“ und „Vergewaltigungen“ an, die die Igbo von den Sicherheitskräften erlitten, die „vorsätzliche Politik“ unter der Präsidentschaft des muslimischen Muhammadu Buhari, die sein Volk „verarmen lässt“.
Seine Kindheit verbrachte er in Umuahia, der ehemaligen Hauptstadt des unabhängigen Biafra, nur wenige Meter weg vom ehemaligen Bunker der Biafra-Kräfte. Sie ist wahrscheinlich nicht ohne Bezug zu seinem politischen Engagement.
Er wurde während des Krieges gerade mal geboren – er weigert sich, sein Alter anzugeben – aber der Älteste in einer Familie von fünf Kindern wird sehr jung von Geschichten seines Vater bewegt, der logistisch den Widerstand unterstützt hatte.
– Verlorener Stamm Israels –
Den meisten Nigerianern noch vor zwei Jahren unbekannt, hatte der Unabhängigkeitsaktivist seine virulenten Hetzreden gegen die Zentralregierung lange von London aus gehalten, wo er am Ende seines Studiums ansiedelt und den Piratensender Radio Biafra im Jahr 2009 gründet.

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Er arbeitet in Immobilien und geht nachts auf Sendung in seinem Radio. Er trat zeitweise einer anderen separatistischen Gruppe bei, der Bewegung für die Verwirklichung des souveränen Staates Biafra (MASSOB), deren Tür er zuschlagen und die Ipob im Jahr 2013 gründen wird.
Kanu überquert die rote Linie, als er offen zu den Waffen ruft, zwei Jahre später auf dem Igbo World Congress in Los Angeles: „Wir brauchen Waffen, und wir brauchen Kugeln (…) Wenn wir (die Schaffung von) Biafra nicht bekommen, wird jeder sterben. ”
Er wurde im Oktober 2015 bei einem Besuch in Nigeria in seinem Hotel festgenommen.
Diese Verhaftung war „unangemessen und nicht gerechtfertigt“, sagte der nigerianische Politologe Fred Anibeze. „Er benutzte die Sache von Biafra verwendet, um einfache Werbung für Radio Biafra zu bekommen, und das stärkte den Halbgott, der er seit seiner Freilassung geworden ist“, sagte er gegenüber AFP.
Seine Haft löste den Zorn der Igbo aus, und mehrere Demonstrationen für seine Freilassung verwandelten sich in ein Blutbad.
Nach Angaben von Amnesty International haben die nigerianischen Sicherheitskräfte „mindestens 150 Mitglieder und Anhänger der pro-Biafra Ipob-Organisation“ im Laufe des Jahres 2016 getötet, was Abuja im Block abstreitet.
Kanu verkörpert „die Bestrebungen einer neuen Generation, militanter und radikaler“ als die Älteren, die den Krieg erlebt haben, versichert Don Okereke, Security Analyst. „Er sagt den Menschen genau das, was sie hören wollen.“
Wenn es auch schwierig ist, ihre Mobilisierungsfähigkeit im Südosten des Landes genau zu kennen, haben seine Anhänger seit seiner Freilassung fast einen Kult um seine Person gemacht. Und man muss sagen, dass Kanu, permanent von einem beeindruckenden Sicherheitsdienst geschützt, der jeden seiner Besucher gründlich durchsucht, die Legende unterhält.
Religion ist allgegenwärtig in den Reden von ihm, jetzt trägt er den Tallit (Tallit) und hält den Sabbat ein. Es begann alles mit einer „Offenbarungs Vision“ während einer Reise nach Jerusalem: Igbo – die überwiegende Mehrheit von ihnen sind Christen – stammen tatsächlich von einem verlorenen Stamm Israels ab.
Biafra ist das „gelobte Land“, das Wiederzuerrichten er sich die Aufgabe gab. Und in Ipob trägt man nun die Kippa.
© 2017 AFP

4. 50 Jahre Unabhängigkeitserklärung – Der Traum von Biafra Reportage aus taz.de —
LESEN
30.05.2017 – Von Katrin Gänsler – http://www.taz.de/Politik/Afrika/!p4621/
Im Südosten Nigerias lebt die Idee von einem eigenen Staat wieder auf. Nnamdi Kanu wird als zukünftiger Präsident eines neuen Staates verehrt.

ENUGU/UMUAHIA taz | Ozor Onyebuchi hat einen seiner besten Anzüge aus dem Schrank geholt. Die frisch gebügelte Hose und die Leinenjacke leuchten schick in einem hellen Blauton. Bis vor wenigen Minuten hat Onyebuchi, der in der südostnigerianischen Stadt Enugu als Manager für ein Tagungszentrum arbeitet, noch kurze Jeans und ein schwarzes T-Shirt getragen. Jetzt hält er Handy, Notizbuch und Kugelschreiber in der Hand und nickt: „Ich bin fertig. Von mir aus können wir fahren.“
Er wirkt ein wenig aufgeregt, da sich vor einer halben Stunde eine unerwartete Möglichkeit geboten hatte. Onyebuchi wird Nnamdi Kanu treffen, den bekanntesten Befürworter eines unabhängigen Staats Biafra, der von Oktober 2015 bis April 2017 im Gefängnis saß. Nur gegen hohe Auflagen kam er vor gut vier Wochen auf freien Fuß. Eine Auflage lautet, dass er Journalisten keine Interviews geben darf. Einem Gespräch stimmt er trotzdem, ohne zu zögern, zu. Onyebuchi, der Politikwissenschaften und Internationale Beziehungen studiert hat, kommt mit.
Die Fahrt von Enugu in die Stadt Umuahia verläuft meist schweigend. Die Straße, die bis in die Ölmetropole Port Harcourt führt, gilt als einigermaßen gut. In Wahrheit ist sie an vielen Stellen eine Schlaglochpiste, die nur selten vierspurig ist. Der Himmel ist wolkenverhangen. Onyebuchi sagt nicht explizit, was er von Nnamdi Kanu und seiner Bewegung „Indigenous People of Biafra“ (IPOB) hält. Doch die Biafra-Idee fasziniert ihn wie viele junge Nigerianer aus der ­ethnischen Gruppe der Igbo, die die Region im Südosten besiedeln. „Anfangs war ich unsicher, aber jetzt redet jeder über Biafra“, sagt er irgendwann knapp. Geht man durch Onyebuchis Heimatstadt Enugu und spricht vor allem mit jungen Menschen, so scheinen Begeisterung und Interesse tatsächlich immer größer zu ­werden.
In Zeiten, in denen in der ganzen Welt wieder stärker über Nationalismus diskutiert wird, wollen auch die Biafra-Anhänger wieder einen eigen Staat: Biafra. Auch Onyebuchi sagt: „Wenn es in ein paar Monaten ein Referendum geben würde, dann würde ich durchaus für die Unabhängigkeit stimmen.“ Genau vor 50 Jahren war es schon einmal so weit. Biafra spaltete sich von Nigeria ab, die Igbo gründeten ihren eigenen Staat. Im anschließenden Sezzessionskrieg starben bis zu 2,5 Millionen Menschen. Vor allem die Bilder von hungernden Kindern entsetzten damals die Welt.
Überall sitzen Biafra-­Unterstützer
Vom Grauen des Kriegs spricht in Umuahia niemand mehr. Es ist die Hauptstadt des Bundesstaates Abia und wurde, nachdem Enugu von der nigeria­nischen Armee eingenommen worden war, auch Biafras letzte Hauptstadt. Ein Zentrum gibt es ebenso wenig wie auffällige Gebäude. Dennoch hat sich die Stadt einen Namen gemacht, da Nnamdi Kanus Elternhaus an einer ruhigen Seitenstraße steht. Seit er vorläufig aus der Haft entlassen wurde, ist es zu seinem Unterschlupf geworden.
Die Mauern, die das Grundstück umgeben, sind hoch, Wachmänner stehen vor der Tür. „Handys ausschalten“, blafft einer. Emmanuel Kanu, Nnamdis jüngerer Bruder, tut sie mit einer Handbewegung ab und führt uns über den Innenhof in das Haupthaus. Überall sitzen Biafra-­Unterstützer. Einige haben Flaggen in den Nationalfarben Rot, Schwarz und Grün mitgebracht, andere tragen ähnliche T-Shirts. Ozor Onyebuchi schaut nach rechts und links, sagt aber nichts. Trotzdem scheint er jede Bewegung zu registrieren.

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Es dauert ein wenig, bis die vorherigen Besucher aufbrechen und Emmanuel Kanu uns zum Empfangszimmer seines Bruders vorausgeht. Nnamdi Kanu sitzt zurückgelehnt in einem großen Sessel mit breiten Armlehnen. Hinter ihm steht ein Selbstporträt, das ihn in Uniform und als Staatschef eines Landes zeigt, das es nur für seine Anhänger gibt. Nicht zu Unrecht nennen ihn einige seiner Anhänger „Messias“ oder „Prophet“. Nnamdi Kanu macht seinen Sessel zum Thron. Ozor Onyebuchi hat sein Notizbuch aufgeschlagen und wartet darauf, eine Antwort auf seine drängendste Frage zu bekommen: Gibt es einen Plan für die weitere Entwicklung von Biafra?
Der Messias redet ruhig und eloquent
Kanu galt lange als laut und arrogant. Nun präsentiert er sich als ruhiger und eloquenter Redner. Er ist Direktor von Radio Biafra, einem Onlinesender mit Sitz in London. Als er im Oktober 2015 nach Nigeria reiste, wurde er in Lagos vom Geheimdienst verhaftet, der ihm eine kriminelle Verschwörung, Zugehörigkeit zu einer illegalen Organisation und Einschüchterung zur Last legte. Seitdem ist es immer wieder zu Polizeieinsätzen gegen Pro-Biafra-Demonstranten gekommen, was unter anderem die Menschenrechtsorganisation Amnesty Interna­tio­nal angeprangert hat.
Aus seiner Gefängniszeit habe er noch immer ein paar Gesundheitsprobleme. Allerdings hätten die langen Monate eines gezeigt: „Mich hat das Gefängnis nicht davon abgehalten, IPOB zu führen.“ Tatsächlich war die Bewegung lange aus der öffentlichen Diskussion verschwunden und tauchte erst 2015 wieder auf. Dazu beigetragen, so interpretieren es die Biafra-Anhänger, habe ausgerechnet Präsident Muhammadu Buhari, der Muslim aus dem Norden. Sein Ansatz, Unabhängigkeitsforderungen mithilfe von Polizeieinsätzen einzudämmen, hat der Bewegung mehr genutzt als geschadet.
Nach fast versöhnlichen Worten redet sich Kanu in Fahrt. Mit seinen ausladenden Gesten versucht er, dem Gesagten Nachdruck zu verleihen. Es ist die Ungleichheit zwischen Nord und Süd, die Nigeria für ihn und seine Anhänger untragbar macht. „In Nigeria gibt es eine systematische Unterdrückung von Menschen aus Biafra. Das Leben ist nicht mehr lebenswert.“ Weder flucht Kanu noch wird seine Stimme laut. Vielmehr wirkt er wie ein Pastor, von denen es in Nigeria unzählige gibt und die sich riesiger Gefolgschaften erfreuen.
Boko Haram scheint geschwächt
Irgendwann werden Aussagen zu Anschuldigungen, und Kanu fängt an, mit der Angst seiner Anhänger zu spielen. Ein beliebtes Bild ist das des brutalen, unzivilisierten Muslims aus dem Norden, der Andersgläubige tötet. Bis heute heißt es hinter vorgehaltener Hand mitunter, dass die Entführung der einst 276 Schülerinnen von Chibok durch die Terrorgruppe Boko Haram wahrscheinlich nur ein politisches Komplott war, um den damaligen christlichen Präsidenten Goodluck Jonathan zu schwächen. In seiner Amtszeit konnte sich die Miliz ungehindert im Nordosten Nigerias ausbreiten. Heute scheint es, als wäre sie sehr geschwächt. Allerdings hatten die Kämpfe im Nordosten zur Folge, dass die Landwirtschaft in der Region über Jahre brachlag, was zu akuter Nahrungsknappheit geführt hat. Rund 5 Millionen Menschen können sich derzeit nicht ausreichend ernähren.
„Hast du solche Straßen, die wir haben, mal in Deutschland gesehen?“, fragt Nnamdi Kanu ein paar Minuten später. Ein paar Zuhörer nicken, seufzen leicht und denken an die vielen Schlaglöcher. Schlechte Infrastruktur und Marginalisierung sind weitere Reizthemen. Dazu kommt, dass seit der Unabhängigkeit 1960 nie ein Igbo Präsident wurde und wichtige politische Ämter mit „Northerners“ – Menschen aus dem Norden – besetzt würden.
Ozor Onyebuchi macht sich ein paar Notizen und hört sehr aufmerksam zu. Nach 20 Minuten ist das Treffen vorbei, da schon die nächsten Besucher warten. Der junge Mann bittet um ein Foto mit Nnamdi Kanu. Eilig werden zahlreiche Smartphones aus den Taschen gekramt und verwackelte Bilder gemacht. Zum Schluss kann Onye­buchi doch noch seine drängendste Frage loswerden: „Gibt es eigentlich einen Fahrplan, wie es nun politisch und wirtschaftlich weitergehen soll?“ Kanu antwortet bereit­willig, ohne konkret zu werden. Die Antwort ist so höflich wie schwammig.
Sehen, wie er wirklich ist
Es geht an den Wachmännern vorbei zum Auto und nach Enugu. Die Stimmung ist ausgelassen, und Onyebuchi wirkt erleichtert. Der Ausflug hat sich gelohnt. „Ich wollte sehen, wie er wirklich ist. Nnamdi Kanu ist ernsthaft und weiß, was er will“, lobt der junge Mann den IPOB-Anführer. Dennoch bleibt auch Enttäuschung zurück. Er sitzt auf dem Beifahrersitz und dreht sich zum Gespräch nach hinten um. „Nnamdi Kanu hat nur gesagt, dass die weitere Vorgehensweise für Wirtschaft und Politik noch bekannt gegeben wird. Dabei ist das doch der Kern.“ Mit einem Mal ist es ihm zu viel Gerede über Identität und Zugehörigkeit. „Das wissen wir doch alles schon. Aber um einen Staat zu führen, gehört noch viel mehr dazu.“
Bisher gibt es keine verlässlichen Angaben darüber, wie viele Menschen eine Unabhängigkeit überhaupt unterstützen würden. Außerhalb Biafras will kaum jemand etwas davon wissen. Spricht man darüber, wird meist nur eine abfällige Handbewegung gemacht, wie um eine Fliege zu verscheuchen.

5. PHOTOS WATCH
3 PHOTOS -Mitglieder der Bewegung für die indigene Bevölkerung von Biafra (Ipob) feiern Schabbat, 27. Mai 2017 in Umuahia, Nigeria – AFP FOTO / STEFAN HEUNIS
Des membres du Mouvement pour les peuples indigènes du Biafra (Ipob) fêtent Shabbat, le 27 mai 2017 à Umuahia, au Nigeria


Zivilisten fliehen aus Aba nach Umuahia, der neuen Hauptstadt der Republik Biafra, 28. August 1968 — AFP FOTO / Francois Mazure
Des civils fuient Aba pour se rendre à Umuahia, la nouvelle capitale de la République du Biafra, le 28 août 1968

Soldaten der nigerianischen Bundesarmee auf Patrouille in der Nähe des zerstörten Gefängnisses von Calabar, nachdem sie die Stadt den Biafra -Rebellen genommen hatten, 16. November 1967 – AFP FOTO / Colin HAYNES
Des soldats de l’armée fédérale du Nigeria patrouillent près de la prison détruite de Calabar, après avoir pris la ville aux rebelles du Biafra, le 16 novembre 1967

Der Militärgouverneur von Ost-Nigeria, Odumegwu Ojukwu (l), verkündet die „unabhängige Republik Biafra“, 30. Mai 1967 – AFP FOTO /
Le gouverneur militaire du Nigeria oriental, Odumegwu Ojukwu (g), proclame la “République indépendante du Biafra”, le 30 mai 1967

Aus Biafra evakuierte Kinder in einem vom Internationalen Roten Kreuz und der Hilfsorganisation „Terre des Hommes“ gecharterten Flugzeug Richtung Libreville in Gabun, 2. Oktober 1968 — AFP FOTO / Francois Mazure
Des enfants évacués du Biafra assis dans un avion, affrété par la Croix-Rouge internationale et l’organisation humanitaire “Terre des hommes”, qui les emmènent à Libreville, au Gabon, le 2 octobre 1968

Junge Miliz-Frauen der Zivilverteidigung paradieren während ihrer militärischen Ausbildung, am 17. August 1967 in Enugu – AFP FOTO / Colin HAYNES
Des jeunes miliciennes de la défense civile défilent lors d’une formation militaire, le 17 août 1967 à Enugu

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1. Cinquantenaire de la guerre du Biafra entre frustration et espoir LIRE
28.05.2017 à 14:00 – Par Célia LEBUR – AFP
Le Nigeria commémore mardi dans un climat tendu l’anniversaire de la proclamation d’indépendance du Biafra (sud-est), théâtre d’une terrible guerre civile de 1967 à 1970 et où les revendications sécessionnistes refont surface cinquante ans plus tard.
Les principaux groupes indépendantistes, le Mouvement pour les peuples indigènes du Biafra (Ipob) et le Mouvement pour la réalisation de l’Etat souverain du Biafra (Massob) ont prévu une journée morte, appelant la population à “rester chez soi” pour commémorer la création de la République du Biafra, le 30 mai 1967.
Beaucoup craignent des éruptions de violences et les forces de l’ordre nigérianes seront en “alerte rouge” dans les points chauds de l’ex-Biafra, comme Aba (Etat d’Abia) et Onitsha (Etat d’Anambra) où des manifestations ont tourné au bain de sang l’an dernier.
Après trois années de guerre et plus d’un million de morts, les soldats biafrais, dix fois moins nombreux et équipés que l’armée fédérale, ont déposé les armes en 1970 et dit adieu à leurs rêves de sécession.
Mais cinquante ans plus tard, l’histoire du Biafra reste un sujet extrêmement sensible au Nigeria.
“Le Nigeria n’a rien fait pour nous depuis la fin de la guerre. Nous n’avons ni routes, ni infrastructures, ni travail”, affirme à l’AFP John Ahaneku, un militant de 48 ans. “Il est temps d’achever ce que nos pères ont commencé”.
Les frustrations des Igbo – majoritaires dans le sud-est – ont grandi au fil des décennies. Durant les longues années de régimes militaires qui ont suivi la guerre, ils se sont sentis exclus du pouvoir économique et politique, dominé par les Haoussa-Foulani et les Yorouba, les deux autres principaux groupes ethniques du pays. Ce n’est qu’après le retour à la démocratie, en 1999, que les aspirations sécessionnistes ont peu à peu refait surface.
Les principaux groupes indépendantistes actuels réclament la tenue d’un référendum d’autodétermination.
Ils accusent l’ancien général Muhammadu Buhari, musulman originaire du nord élu président en 2015, de réprimer violemment leur liberté d’expression.
L’arrestation et l’incarcération fin 2015 du leader de l’Ipob, Nnamdi Kanu pour trahison a constitué un tournant. Amnesty International a accusé les forces de sécurité nigérianes d’avoir tué “au moins 150 membres et partisans” de l’Ipob au cours de l’année dernière – ce qu’Abuja nie en bloc.
Au moins 60 d’entre eux ont été tués lors des commémorations de la guerre civile du Biafra le 30 mai 2016 à Onitsha, selon l’ONG.
– Solidarités autonomistes –
Jeudi, le vice-président Yemi Osinbajo a mis en garde contre les risques d’éclatement, dans un pays composé de près de 250 groupes ethniques, et divisé entre un nord musulman et un sud chrétien.
Le cinquantenaire de la proclamation d’indépendance du Biafra est “l’occasion de mener une instrospection individuelle et collective” a-t-il affirmé.
“Certain suggèrent aujourd’hui que nous devons revenir aux nationalités ethniques à partir desquelles s’est formé le Nigeria”, a-t-il dit. “De toute évidence, notre force se trouve dans notre diversité, nous sommes meilleurs ensemble que séparés”.
Les autorités d’Abuja sont aujourd’hui confrontées à une multitude de revendications autonomistes plus ou moins violentes qui menacent l’unité du pays.
Dans la région pétrolifère du Delta du Niger – qui faisait partie du Biafra indépendant au début de la guerre – les sabotages de groupes rebelles armés ont fait chuter en 2016 la production d’or noir, impactant lourdement l’économie du géant ouest-africain.
Malgré des intérêts divergents, groupes pro-Biafra et rebelles du Delta ont publiquement exprimé leur solidarité réciproque dans la lutte qu’ils mènent.
Vendredi, la police nationale a dénoncé les “manifestations prévues” mardi, “les consignes visant à fermer les marchés et à restreindre illégalement la circulation” par les groupes indépendantistes, appelant les Nigérians à les ignorer.
Les forces de l’ordre “n’hésiteront pas à traiter fermement tout groupe et ses soutiens qui tenteront de perturber la paix”, a prévenu un porte-parole de la police, Jimoh O. Moshood.
Selon des spécialistes, la répression opposée jusque-là aux manifestations indépendantistes n’est pas la bonne réponse et a eu pour conséquence de radicaliser davantage la jeunesse du sud-est.
Une étude de terrain menée en mai par la société de conseil SBM Intelligence, basée à Londres, a montré qu'”il y avait un soutien croissant pour un Biafra (indépendant) dans les régions du sud et du sud-est”.
Au total, 42% des personnes interrogées appellent de leurs voeux la renaissance du Biafra, tandis que près de la moitié (49,3%) voient leur avenir dans un Nigeria uni, mais à condition de pratiquer un “vrai fédéralisme”.
“Vous ne pouvez pas tuer une idéologie avec une arme”, souligne Don Okereke, qui dirige le cabinet de consultance en sécurité Holistic Security Background Checks.
© 2017 AFP
2. La guerre du Biafra: une page douloureuse de l’histoire du Nigeria Chronologie – LIRE
28.05.2017 à 14:00 – Par Antoinette CHALABY-MOUALLA – AFP
Le 30 mai 1967, le pays igbo, dans le sud-est du Nigeria, fait sécession. Moins de trois ans plus tard et au prix d’un impitoyable blocus et plus d’un million de morts, principalement de famine et de maladies, la “République du Biafra” est rayée de la carte.
– Sécession du riche Biafra –
Le 30 mai 1967, le gouverneur militaire du Nigeria oriental, Odumegwu Ojukwu, proclame la “République indépendante du Biafra”, deux jours après la décision du chef de l’Etat Yakubu Gowon de diviser la fédération en 12 Etats dont trois pour le sud-est du Nigeria, réserve pétrolière du pays.
Le Biafra, moins de 10% du territoire nigérian, compte alors 14 millions d’habitants sur les 55 de la fédération. Sa population, en majorité chrétienne, est composée aux deux tiers d’Igbo.
Depuis son indépendance en 1960, le pays était parvenu à préserver son unité au sein d’une fédération. Mais les Igbo se sentent exclus de la vie socio-politique, et même persécutés par les deux autres principales ethnies, les Haoussa-Foulani (nord) et les Yorouba (sud-ouest).
En janvier 1966, le Nigeria avait connu son premier coup d’Etat, mené par un Igbo, suivi, en juillet, par un contrecoup nordiste. Des massacres d’Igbo ont lieu dans le Nord, et près de deux millions de réfugiés regagnent leur région.
Dès l’annonce de la proclamation de la “République du Biafra”, des manifestations de liesse populaire ont lieu dans la province sécessionniste.
Mais le gouvernement fédéral ne peut accepter cette séparation: l’Est est la région la plus riche en ressources agricoles, minières, et avant tout pétrolières.
– Bombardements aériens et blocus –
Yakubu Gowon annonce la mobilisation générale et qualifie la proclamation de l’Etat du Biafra d'”acte de rébellion”, qui sera “écrasé”. Les autorités militaires fédérales mettent en place un blocus contre le Nigeria du sud-est.
Le 6 juillet 1967, l’armée déclenche une offensive générale. Les premiers bombardements de l’aviation commencent. En octobre, les “fédéraux” prennent Enugu, capitale du Biafra, puis le port de Calabar. Onitsha et Port Harcourt seront repris dans les premiers mois de 1968.
La portée du conflit dépasse les frontières du pays. La Grande-Bretagne, l’Union soviétique et l’Organisation de l’unité africaine (OUA, future Union africaine) s’allient au gouvernement fédéral, alors que seuls quelques pays africains et la France soutiennent le Biafra.
– Drame humanitaire –
Le 3 juillet 1968, un représentant de la Croix-Rouge estime entre huit et douze millions le nombre de personnes affectées par le conflit. Selon lui, deux cents personnes meurent de faim chaque jour au Biafra.
En août, un envoyé spécial de l’AFP raconte: “On croirait voir défiler des fantômes, maigres et silencieux drapés dans leurs loques grises (…). Presque tous sont des femmes et des vieillards. Il n’y a plus beaucoup d’enfants au Biafra (…). Les réfugiés vont le ventre creux, fuyant le bruit des canons des fédéraux. L’étau se resserre”.
Fin août, il parle d’un million de nouveaux réfugiés en quinze jours après l’avance des troupes fédérales. “Une personne meurt tous les quarts d’heure. Les réfugiés meurent de faim et d’épuisement”, écrit-il.
La famine va être médiatisée. Les photos d’enfants en détresse, de ventres ballonnés par la malnutrition et le rachitisme, choquent.
Une poignée de médecins français déterminés, travaillant pour le Comité international de la Croix-Rouge (CICR), dont le futur ministre français Bernard Kouchner, décident de ne plus respecter ni conventions ni frontières politiques, pour intervenir au nom de l’humanitaire. Ils crééront fin 1971 Médecins sans frontières.
– Ressentiment –
En août-septembre 1968, l’armée lance une importante offensive et reprend plusieurs villes, dont Aba. En mars-avril 1969, la nouvelle capitale biafraise, Umuahia, tombe aux mains de l’armée.
Après des raids des “rebelles” contre les puits de pétrole, les “fédéraux” renforcent leur blocus puis interdisent les vols de la Croix-Rouge internationale. Seules les églises chrétiennes et la Croix-Rouge française continuent leurs vols humanitaires dans des conditions de plus en plus périlleuses.
Début janvier 1970, l’armée fédérale lance son dernier assaut.
Le 15 janvier, le cauchemar prend fin: le Biafra n’existe plus. Ojukwu a fui le 11 janvier en Côte d’Ivoire, et son second, Philip Effiong, a officialisé le matin même à Lagos la reddition du Biafra auprès du général Gowon, reddition acquise depuis trois jours.
Le “Nigeria uni” reprend sa place. “Pas de vainqueur, ni de vaincu”, déclare le général Gowon, qui prône la réconciliation nationale. Toutefois, le conflit crée un immense ressentiment entre le sud-est et le reste du pays, et restera un grand tabou dans la mémoire collective.
L’Est reprend sa place dans la Fédération, mais la guerre civile a donné un poids considérable à l’armée, dont les coups d’Etat vont ponctuer la vie politique jusqu’en 1999.
© 2017 AFP
3. Nnamdi Kanu, la nouvelle voix de l’indépendantisme pro-Biafra Portrait – LIRE
29.05.2017 à 14:00 – Par Célia LEBUR, Patrick BRISIBE à Warri – AFP
La prison n’a entamé en rien son combat au Nigeria. Elle a plutôt donné un nom au jeune leader indépendantiste biafrais Nnamdi Kanu, longtemps méconnu. Et l’a propulsé sur le devant de la scène politique.
Le pas lent, il s’avance dans la cour familiale de sa ville natale, Umuahia (sud-est du Nigeria), acclamé en “sauveur” par une foule de partisans aux couleurs rouge-noir-vert du drapeau biafrais. Lui a revêtu les oripeaux d’un chef traditionnel.
“Je suis plus déterminé que jamais”, annonce tranquillement à l’AFP le chef de file du mouvement indépendantiste pour les peuples indigènes du Biafra (Ipob), libéré sous caution fin avril après dix-mois derrière les barreaux.
Encore sous le coup d’accusations de “trahison”, il semble n’avoir que faire des conditions qui lui ont été imposées par la justice à sa sortie : interdiction formelle de parler à la presse et de participer à des rassemblements de plus de 10 personnes.
Pas question pour lui de rester silencieux à l’approche de la date clé: le cinquantenaire mardi de la proclamation de l’indépendance du Biafra, région déshéritée du sud-est du Nigeria qui fut le théâtre d’une sanglante guerre civile entre 1967 et 1970.
Son objectif ? La “désobéissance civile” jusqu’à l’organisation d’un référendum d’autodétermination pour la région. Il appelle pour cela au “boycott absolu” de toutes les élections.
Après la mort de plus d’un million de personnes et l’échec d’une rébellion à bout de souffle, le Biafra avait fini par réintégrer le Nigeria, mosaïque ethnique et religieuse de près de 200 millions d’habitants régulièrement secouée par des tensions intercommunautaires.
Mais en territoire igbo, le rêve d’indépendance ne s’est jamais vraiment dissipé, alimenté par le sentiment d’abandon du pouvoir nigérian.
A tour de rôle, vétérans et jeunes militants se pressent pour écouter les talents d’orateur du quadragénaire aux lunettes rondes qui a ressuscité la cause. Dans le salon où il reçoit, une peinture grandeur nature recouvrant tout un mur représente le fils prodigue dans une posture martiale.
Le leader dénonce pêle-mêle les “tueries” et les “viols” dont sont victimes les Igbos de la part des forces de sécurité, la “politique délibérée” menée par le président musulman Muhammadu Buhari “pour appauvrir” son peuple.
Son enfance passée à Umuahia, ancienne capitale du Biafra indépendant, à quelques mètres de l’ancien bunker des forces armées biafraises, n’est sans doute pas étrangère à son engagement politique.
Il était à peine né durant la guerre – il refuse de donner son âge – mais l’aîné d’une fratrie de cinq enfants est bercé très jeune par les récits de son père, qui a soutenu logistiquement la résistance.
– Tribu perdue d’Israël –
Inconnu de la plupart des Nigérians il y a encore deux ans, le militant indépendantiste a longtemps lancé ses diatribes virulentes à l’encontre du pouvoir central depuis Londres, où il s’installe à la fin de ses études, et crée la station pirate Radio Biafra en 2009.
Il travaille dans l’immobilier et milite la nuit sur les ondes de sa radio. Il rejoint pour un temps un autre groupe indépendantiste, le Mouvement pour la réalisation de l’Etat souverain du Biafra (Massob), dont il claquera la porte pour fonder l’Ipob en 2013.
Kanu franchit la ligne rouge lorsqu’il appelle ouvertement à prendre les armes deux ans plus tard, au Congrès mondial Igbo à Los Angeles: “Nous avons besoin d’armes et nous avons besoin de balles (…) Si nous n’obtenons pas (la création du) Biafra, tout le monde devra mourir”.
Il est arrêté à son hôtel en octobre 2015, lors d’une visite au Nigeria.
Cette arrestation était “inappropriée et injustifiée”, estime le politologue et universitaire nigérian Fred Anibeze. “Il utilisait la cause du Biafra pour se faire de la publicité facile via la diffusion de Radio Biafra et ça a renforcé le demi-dieu qu’il est devenu depuis sa sortie”, affirme-t-il à l’AFP.
Son incarcération provoquent la colère des Igbos et plusieurs manifestations organisées pour réclamer sa libération tournent au bain de sang.
Selon Amnesty International, les forces de sécurité nigérianes ont tué “au moins 150 membres et partisans de l’organisation pro-Biafra Ipob” au cours de l’année 2016, ce qu’Abuja nie en bloc.
Kanu incarne “les aspirations d’une nouvelle génération plus militante, plus radicale” que ses aînés qui ont déjà connu la guerre, assure Don Okereke, analyste en sécurité. “Il dit aux gens exactement ce qu’ils ont envie d’entendre”.
S’il est difficile de connaitre avec précision sa capacité de mobilisation dans le sud-est du pays, ses fidèles vouent quasiment un culte à sa personne depuis sa sortie. Il faut dire que Kanu entretient la légende, en permanence protégé par un impressionnant service de sécurité, qui fouille minutieusement chacun de ses visiteurs.
La religion est omniprésente dans les discours de celui qui porte désormais le talit (le châle de prière juif) et observe le shabbat. Tout est parti d’une “vision révélatrice” lors d’un voyage à Jérusalem: les Igbo – dont l’immense majorité sont chrétiens – descendent en fait d’une tribu perdue d’Israël.
Le Biafra est la “terre promise” qu’il s’est donné pour mission de rétablir. Et à l’Ipob, on porte désormais la kippa.
© 2017 AFP

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Mitglieder der separatistischen Bewegung für indigene Völker von Biafra (Ipob) mit dem Tallit (jüdischen Gebetsschal) vor dem Haus ihres Führers Nmandi Kanu, in Umuahai, 27. Mai 2017 – AFP FOTO / STEFAN HEUNIS
Des membres du mouvement indépendantiste pour les peuples indigènes du Biafra (Ipob)portant le Talit (châle de prières juif) devant la maison de leur chef Nmandi Kanu, à Umuahai, le 27 mai 2017

Burkina Faso: Prozess gegen letzte Compaoré-Regierung ausgesetzt

Burkina: suspension du procès du dernier gouvernement Compaoré
TOP-PHOTO afp.com by Ahmed OUOBA: Prozess des ehemaligen Burkinabeer Präsidenten Blaise Compaoré und mehrerer Mitglieder der letzten Regierung
Procès de l’ex-président burkinabè Blaise compaoré et de plusieurs membres de son dernier gouvernement, le 27 avril 2017 à Ouagadougou

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1. Burkina: Aussetzung des Prozesses der letzten Regierung Compaoré LESEN
15/05/2017 20:00 – AFP
Das Hohe Gericht von Burkina Faso beschloss am Montag, den Prozess gegen wegen ihrer angeblichen Beteiligung an der Unterdrückung des Volksaufstandes von Oktober 2014 angeklagten 34 Minister der letzten Regierung von Blaise Compaoré auszusetzen, dies nach einem Anruf des Verfassungsrates seitens der Verteidigung.
„Für eine gute Verwaltung der Justiz ist es notwendig, das Verfahren auszusetzen, bis die Entscheidung des Verfassungsrats vorliegt“, sagte der Präsident der Haute cour de Justice Mathieu Bebrigda Ouédraogo.
Nach ihrem Verlassen der Anhörung letzte Woche, nach der Weigerung des High Court of Justice, den Verfassungsrat über die Verfassungswidrigkeit bestimmter Rechtsvorschriften es zu befragen, machten die Verteidiger ihre Rückkehr zum Prozess davon abhängig.
Die 34 Minister der letzten Regierung Compaore werden seit April strafverfolgt für „Mitschuld an vorsätzlichem Totschlag und vorsätzlicher Verletzung“ durch „Teilnahme im außerordentlichen Ministerrat am 29. Oktober 2014 , in dem sie sich entschieden, die Armee gegen die Demonstranten einzusetzen“. Demonstranten gegen die Verfassungsänderung, die Compaore für eine weitere Amtszeit zu kandidieren erlauben sollte.

© 2017 AFP

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2. Burkina: Die Zivilgesellschaft fordert „die Verurteilung des ganzen Compaoré Regimes“ LESEN
20/05/2017 20:00 – AFP
Zehn Burkinabeer Organisationen der Zivilgesellschaft haben am Samstag aufgerufen, „das ganze Regime“ des gestürzten Präsidenten Blaise Compaoré zu richten, dies an einem „Tag gegen die Straflosigkeit für Gewaltverbrechen und Wirtschaftskriminalität.“
Gestürzt durch einen Volksaufstand im Oktober 2014, steht die letzte Regierung von Blaise Compaoré vor Gericht am High Court für die Unterdrückung der Demonstranten mit dreißig Tote und über 600 Verletzten.
Mindestens fünf Minister der letzten Regierung wurden auch belastet mit „ Unterschlagung von öffentlichen Mitteln“, „unerlaubter Bereicherung“ oder „Unterschlagung“.
„Für uns geht es nicht nur darum, die letzte Regierung vom Compaoré Regime zu richten. Wir müssen alle, von der ersten bis zur letzten Regierung des Compaoré Regimes, richten“, sagte der Präsident der Burkinabeer Bewegung für Menschen- und Völkerrechte, Chrysogone Zougmoré.
Herr Zougmoré erinnerte an das frühere Urteil über das ganze Regime des ersten Präsidenten von Burkina Faso, Maurice Yaméogo, nachdem der im Jahr 1966 von einer friedlichen Demonstration gestürzt worden war.

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Roch Marc Christian Kaboré, aktueller Staatschef und ehemaliger Unterstützer einer Verfassungsänderung pro Blaise Compaore , während er Chef der Nationalversammlung war, machte dann seine mea culpa, nach Beitritt zur Opposition im Januar 2014 mit anderen Baronen des Regimes, darunter Salif Diallo, ehemalige rechte Hand Compaores, mit dem er auch die Volksbewegung für den Fortschritt (MPP, an der Macht) gründete.
„Wenn die Justiz drei Jahre nach dem Volksaufstand und fast eineinhalb Jahre nach der Machtübernahme der MPP und ihrer Verbündeten sich noch nicht über einige dieser symbolträchtigen Gerichtsakten ausgesprochen hat, kann gefolgert werden, dass die derzeitigen Machthaber etwas zum Schämen haben“, sagte der Sprecher der Komitees zur Verteidigung und Vertiefung der Errungenschaften des Volksaufstands, Elie Tarpaga.
„Wir erwarten konkrete Entscheidungen zur Zufriedenheit der Berechtigten“, sagte Herr Zougmoré.
„Während das Volk Gerechtigkeit fordert, sind in den Lagern der Macht und der Opposition Manöver im Gang, um Ausgangstüren unter dem Namen der ‘nationalen Versöhnung’ zu finden“, prangert Elie Tarpaga an.
„Bedingung für Versöhnung sind Wahrheit über Gewaltverbrechen und Wirtschaftskriminalität und insbesondere Gerechtigkeit“, einschließlich der emblematischen Fälle wie Norbert Zongo (Journalist, ermordet 1998), Dabo Boukary (Student, im Jahr 1990 zu Tode gefoltert), Thomas Sankara (früherer im 1987er Putsch getöteter Präsident)“, sagt Chrysogone Zougmoré.
Am Freitag demonstrierten mehrere hundert Menschen vor dem Gerichtsgebäude, um „Wahrheit und Gerechtigkeit“ für Dabo Boukary zu verlangen.
© 2017 AFP

1. Burkina: suspension du procès du dernier gouvernement Compaoré LIRE
15.05.2017 à 20:00 – AFP 
La Haute cour de Justice du Burkina Faso, qui juge 34 ministres du dernier gouvernement de Blaise Compaoré pour leur implication présumée dans la répression de l’insurrection populaire d’octobre 2014, a décidé lundi de suspendre le procès, après une saisine du Conseil constitutionnel par la défense.
“Pour une bonne administration de la justice, il y a lieu de sursoir à statuer jusqu’à la décision du Conseil constitutionnel, faisant par ailleurs droit aux conclusions formulées (par la défense)”, a déclaré le président de la Haute cour de Justice Mathieu Bebrigda Ouédraogo.
Après avoir quitté l’audience la semaine dernière, suite au refus de la Haute cour de Justice de saisir le Conseil constitutionnel sur l’inconstitutionnalité de certaines dispositions légales la régissant, les avocats de la défense ont effectué leur retour au procès munis de décharges de saisine du Conseil constitutionnel.
“Nous avons apporté la preuve de cette saisine (du Conseil constitutionnel) devant la Haute cour de Justice qui en a tiré les conséquences en droit et décidé de sursoir à statuer, a expliqué Me Odilon Abdoul Gouba, avocat commis d’office, se disant “satisfait”.
Les 34 ministres du dernier gouvernement Compaoré sont poursuivis depuis le 27 avril pour “complicité d’homicide volontaire et blessures volontaires” pour avoir participé “au Conseil extraordinaire des ministres du 29 octobre 2014 au cours duquel ils ont décidé de (faire appel à) l’armée pour réprimer les manifestants” contre la modification de la Constitution qui devait permettre à Compaoré de briguer un nouveau mandat.
Le “beau Blaise”, resté 27 ans au pouvoir, est cité à comparaitre, pas en tant que président, mais en tant que ministre de la Défense, portefeuille sur lequel il gardait la haute main. Mais il ne sera pas dans le box des accusés puisqu’il vit en exil à Abidjan depuis sa fuite.
Créée en 1995 sous le régime de Blaise Compaoré dont elle s’apprête à juger le dernier gouvernement, la Haute cour de Justice, restée inactive jusque-là, est la seule juridiction habilitée à juger le chef de l’Etat et des ministres pour des faits commis dans l’exercice de leurs fonctions.
Cette juridiction qui se réunit pour la première fois de son histoire a été réactivée en avril 2015, avec le renouvellement de ses neuf membres, nommés pour trois d’entre eux par le président de la Cour de cassation et six par le Parlement.
© 2017 AFP
2. Burkina: la société civile appelle à “juger tout le régime Compaoré” LIRE
20.05.2017 à 20:00 – AFP 
Une dizaine d’organisations de la société civile burkinabè ont appelé samedi à “juger tout le régime” du président déchu Blaise Compaoré lors d’une “journée de dénonciation de l’impunité des crimes de sang et des crimes économiques”.
Renversé par une insurrection populaire en octobre 2014, le dernier gouvernement de Blaise Compaoré est jugé devant la Haute cour de justice pour la répression des manifestants qui avait fait une trentaine de morts et plus de 600 blessés.
Au moins cinq ministres du dernier gouvernement sont également poursuivis pour “détournements de deniers publics”, “enrichissement illicite” ou “malversations financières”.
“Pour nous il ne s’agit pas de juger seulement le dernier gouvernement du régime Compaoré. Il faut juger du premier au dernier gouvernement du régime Compaoré”, depuis son accession au pouvoir en août 1987 jusqu’à sa chute, a déclaré le président du Mouvement burkinabè des droits de l’homme et des peuples, Chrysogone Zougmoré.
M. Zougmoré a rappelé le précédent du jugement de l’ensemble du régime du premier président du Burkina Faso, Maurice Yaméogo, après qu’il eut été renversé en 1966 par une manifestation pacifique.
Chantre d’une modification de la Constitution pour permettre à Blaise Compaore de se maintenir au pouvoir, alors qu’il était à la tête de l’assemblée nationale, Roch Marc Christian Kaboré, actuel chef de l’Etat, avait ensuite fait son mea culpa après avoir rejoint l’opposition en janvier 2014, avec d’autres barons du régime, dont Salif Diallo, un ex-bras droit de Blaise Compaoré, avec qui il a créé le Mouvement du peuple pour le progrès (MPP, au pouvoir).
“Si trois ans après l’insurrection populaire et près d’un an et demi après l’arrivée au pouvoir du MPP et alliés, la justice n’est pas encore dite sur certains de ces dossiers judiciaires emblématiques, on peut en conclure que les tenants du pouvoir actuel ont des choses à se reprocher”, a relevé le porte-parole des comités de défense et d’approfondissement des acquis de l’insurrection populaire, Elie Tarpaga.
“Nous attendons des jugements concrets pour la satisfaction des ayants droit”, a indiqué M. Zougmoré.
“Alors que le peuple réclame justice, des manœuvres sont en cours dans les camps du pouvoir et de l’opposition pour trouver des portes de sortie sous l’appellation +réconciliation nationale+”, a dénoncé Elie Tarpaga.
“Pour qu’il y ait réconciliation il faut qu’il y ait vérité sur les crimes de sang et les crimes économiques et surtout qu’il y ait la justice”, notamment sur les “dossiers emblématiques tels que Norbert Zongo (journaliste assassiné en 1998), Dabo Boukary (étudiant torturé à mort en 1990), Thomas Sankara (ancien président tué lors du putsch de 1987)”, a estimé Chrysogone Zougmoré.
Vendredi, plusieurs centaines de personnes avaient manifesté devant le palais de justice pour réclamer “vérité et justice” pour Dabo Boukary.
© 2017 AFP

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