Tag Archives: Vergangenheitsbewältigung

Bilanz Prozess Habré in SENEGAL/ TSCHAD – Bilan procès Habré

Habré: ein “historischer” Prozess, mit Wendungen glasiert
2015.12.19 17:00 – Von Malick Rokhy BA und Stéphane YAS in N’Djamena – AFP
Mit Hüben von Brillanz interpunktiert, wurde diese Woche die erste Phase des Prozesses des abgesetzten tschadischen Präsidenten Hissène Habré in Dakar (Senegal) von einem afrikanischen Sondergericht für “Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen” abgeschlossen, vor den Plädoyers und dem Urteil im Jahr 2016. Dieses neue Verfahren vor den Außerordentlichen Afrikanischen Gerichtskammern (EAC) – das weltweit erste, in dem ein ehemaliges Staatsoberhaupt für angebliche Verletzungen der Menschenrechte vor ein Gericht in einem anderen Land gebracht wird – soll auch Afrika erlauben zu zeigen, dass es in der Lage ist, gegen die Straflosigkeit zu kämpfen.
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Habré: un procès “historique” émaillé de rebondissements
19.12.2015 à 17:00 – Par Malick Rokhy BA avec Stéphane YAS à N’DJAMENA – AFP
Jalonnée de coups d’éclat, la première phase du procès du président tchadien déchu Hissène Habré, jugé à Dakar par un tribunal spécial africain pour “crimes contre l’humanité et crimes de guerre”, s’est achevée cette semaine, avant les plaidoiries et le verdict en 2016.

Hissène Habré, mit Gewalt ins Gericht geführt, 20. Juli 2015 in Dakar
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TUNESIEN: 5 Jahre nach der Revolution, Ernüchterung in SIDI BOUZID – cinq ans après la révolution, la désillusion

Tunesien: in Sidi Bouzid, fünf Jahre nach der Revolution, verwurzelt sich Ernüchterung
2015.12.16 16:30 – Von Ines BEL AIBA – AFP
Ein riesiges Porträt von Mohamed Bouazizi überblickt das Zentrum von Sidi Bouzid, wo dieses Symbol der Revolution in Tunesien sich am 17. Dezember 2010 geopfert hatte. Aber fünf Jahre später hat der Stolz dem Ärger den Weg freigegeben, angeheizt von sozialer Misere und Dschihad-Bedrohung. “Die Revolution? Das ist, was sie mir gebracht hat”, scherzt Nessim, 20, und zeigt seine leeren Taschen, unter dem Gelächter seiner Freunde. “Die Studien führen zu nichts mehr. Dann haben Sie die Wahl zwischen berufsbildenden Kursen oder Maurer werden. In beiden Fällen werden Sie immer von der Gesellschaft verachtet”, sagt der junge Mann, der nun eine Fortbildung in Kälte- und Klimatechnik verfolgt.
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Tunisie: à Sidi Bouzid, cinq ans après la révolution, la désillusion s’enracine
16.12.2015 à 16:30 – Par Inès BEL AIBA – AFP
Un portrait géant de Mohamed Bouazizi surplombe le centre de Sidi Bouzid, où l’icône de la révolution tunisienne s’était immolée le 17 décembre 2010. Mais cinq ans après, la fierté a laissé la place au ressentiment, alimenté par la misère sociale et la menace jihadiste.

Ein riesiges Porträt von Mohamed Bouazizi angezeigt im Zentrum von Sidi Bouzid, Tunesien, 17. Dezember 2013
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Burkina: Straße nach ermordetem Oppositionellem getauft – une avenue de Ouagadougou baptisée au nom du journaliste assassiné Norbert Zongo

Burkina: eine Allee in Ouagadougou auf den Namen des ermordeten Journalisten Norbert Zongo getauft
2015.12.14 um 04:00 Uhr – AFP
Eine große Allee von Ouagadougou, wo der Journalist Norbert Zongo am Tag seiner Ermordung im Dezember 1998 entlangging, wurde in Anwesenheit von Ministerpräsident Isaac Gangs Zida und Präsident Roch Marc Kaboré umbenannt.
Im Oktober 2014, unter dem Regime des kurz darauf vom Volk gestürzten Präsidenten Blaise Compaoré, wurde der investigative Journalist und Herausgeber der Wochenzeitung L’Independent Norbert Zongo mit drei Begleitern in seinem Fahrzeug etwa100 km südlich von Ouagadougou verkohlt gefunden.

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Burkina: une avenue de Ouagadougou baptisée au nom du journaliste assassiné Norbert Zongo
14.12.2015 à 04:00 – AFP
Une grande avenue de Ouagadougou, que le journaliste Norbert Zongo avait empruntée le jour de son assassinat en décembre 1998, a été rebaptisée en présence du Premier ministre de transition Isaac Zida et du président élu Marc Roch Christian Kaboré. Journaliste d’investigation et directeur de publication de l’hebdomadaire L’Indépendant, Norbert Zongo a été retrouvé mort calciné avec trois de ses compagnons dans son véhicule à 100 km au sud de Ouagadougou, sous le régime du président Blaise Compaoré renversé en octobre 2014 après 27 au pouvoir.

13. Dezember 2014: Tausende von Menschen marschieren in Ouagadougou in Erinnerung an Norbert Zongo, einem im Jahr 1998 unter dem Regime des gestürzten Präsidenten Blaise Compaoré ermordeten Journalisten
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Aktion/Namibia: Deutschland soll Herero und Nama für kolonialen Genozid und Landraub entschädigen

Pressemitteilung des NGO-Bündnisses “Völkermord verjährt nicht!” – 25.03.2015
Deutschland soll Herero und Nama für kolonialen Genozid und Landraub entschädigen
Übergabe einer Herero-Petition an das Auswärtige Amt und an deutsche Botschaften weltweit. Launch der deutsch-namibischen Website www.genocide-namibia.net zum Völkermord 1904-08

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GAMBIA: 50 JAHRE UNABHÄNGIGKEIT, 20 JAHRE TERRORREGIME v JAMMEH – Gambie: 50 ans indépendant, 20 ans de dictature atroce

Mini-Dossier – Viel Hintergrund und Geschichte / Bilan en détails
Des personnes manifestent devant l'ambassade de Gambie à Dakar, le 30 août 2012
“Yammeh, Mörder, Paranoiker, Gefahr für die Region”
Demonstration vor der gambischen Botschaft in Dakar, Senegal, 30 August 2012
Des personnes manifestent devant l’ambassade de Gambie à Dakar, le 30 août 2012
Foto (c) AFP – by Seyllou

Portrait eines der übelsten afrikanische Regime. Armes, von der Welt vergessenes Volk –
d’un des régimes des plus abominables en Afrique, et d’un peuple oublié par le monde.

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Gambia: Das Land feiert 50 Jahre Unabhängigkeit LESEN
2015.02.18 20.30 Uhr – AFP
Gambia feierte Mittwoch den fünfzigsten Jahrestag der Unabhängigkeit in der Gegenwart von drei afrikanischen Staatschefs. Die Festlichkeiten waren getrübt durch Vorwürfe der Menschenrechtsverletzungen an Präsident Yahya Jammeh, fast zwei Monate nach einem gescheiterten Putsch .
Nur die Präsidenten Mauretaniens Mohamed Ould Abdel Aziz, John Dramani Mahama aus Ghana und aus Guinea-Bissau José Mario Vaz machten die Reise, wie auch der Vizepräsident von Nigeria und der Ministerpräsident von Senegal.
In einer Rede im Stadion von Bakau in der Nähe von Banjul verurteilte Präsident Jammeh hat Kolonialismus als “ein System der Ausbeutung von Rohstoffen und afrikanischen Märkten.”
Er erinnerte “mit Stolz und Würde, dass die kolonisierten Völker, die Afrikaner im Allgemeinen, entschlossen waren, ihn zu stoppen”. Dann ehrte er die ersten gambischen Führer und zögerte nicht, Präsident Dawda Jawara zu zitieren, den er im Jahr 1994 durch einen Staatsstreich gestürzt hatte.
Jammeh versprach bis in “2020 Bildung für alle in Gambia, auf allen Ebenen der Bildung, einschließlich der Universität.”
Präsident Jammeh, der diese ehemalige britische Kolonie, die fast vollständig vom Senegal umschlossen ist, seit 1994 ohne Machtteilung beherrscht, hatte zuvor die Feierlichkeiten mit einer Parade der Sicherheitskräfte und Studenten eröffnet.
Die Veranstaltungen werden bis zum 26. Mai dauern Sie werden mit der Einweihung eines neuen Sitzes des Parlaments, Jugendtreffen und Frauen, Sportturnieren, Lesungen von Gedichten und Hymnen weitergehen.
Diese Feste finden weniger als zwei Monate nach einem vereitelten Putschversuch in Banjul statt.
Am 30. Dezember 2014 hatte die Präsidentengarde einen Angriff von bewaffneten Männern vor dem Präsidentenpalast in Banjul zurückgeschlagen, welcher von vor allem in den Vereinigten Staaten exilierten Regimegegnern geführt worden war, während Präsident Jammeh in Dubai auf Reisen war.
Seitdem wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen. Die Sicherheitskräfte haben laut Verfechtern der Menschenrechte die Belästigungen der Familien und Freunde der mutmaßlichen Täter des Putschversuches vervielfacht.
Die gambischen Sicherheitskräfte haben seit Beginn des Jahres mindestens 30 Menschen festgenommen, sagte Amnesty International in einem kürzlich veröffentlichten Bericht.
Yahya Jammeh sagte, er wolle “ein Exempel statuieren”, nach dem Angriff auf den Präsidentenpalast und versprach, die Führer “loszuwerden, einen nach dem anderen, bis zum letzten.”
– “Brutale Unterdrückung” –
Der fünfzigste Jahrestag wird gefeiert, während die gambische Regierung zahlreicher Missbräuche beschuldigt wird, insbesondere Verschwindenlassen, Folter und Unterdrückung der Presse.
Einer der wichtigsten Gegner, Ousainou Darboe, sagte am Mittwoch gegenüber AFP, dass es in Gambia “Rückschlag für die Menschenrechte” gab seit der Machtübernahme von Präsident Jammeh. “Dies ist mit Sicherheit eines der Dinge, die wir verbessern müssen” in den kommenden Jahren.
“Die Rechte auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit unterliegen strengen Beschränkungen. Die Regierung hält eine strenge Kontrolle über die Medien, und Journalisten und Menschenrechtsaktivisten werden weiterhin willkürlich festgenommen und inhaftiert, und oft sind sie dann verschwunden”, sagt Bericht von Amnesty.
Der Präsident “Jammeh kann außerhalb des Landes komisch erscheinen, aber innerhalb bringt seine brutale Unterdrückung niemanden zum Lächeln. Nur wenige Menschen wagen, offen in Bezug auf die Rechte zu sprechen, das Land ist eines der schlimmsten in Afrika in Bezug auf Menschenrechte”, sagte Graeme Reid, ein Beamter der Organisation Human Rights Watch.
Yahya Jammeh, ein Berufssoldat aus einer Bauernfamilie im Westen, pflegt das Image eines praktizierenden Muslim und will mit mit mystischen Kräfte ausgestattet sein. Das Land von 1,8 Millionen Einwohnern empfängt jährlich rund 50.000 Touristen, vor allem aus dem Vereinigten Königreich.
Jammeh greift darüber hinaus regelmäßig Homosexuelle an. So hat er im Oktober 2014 ein neues Gesetz geschaffen mit einem neuen Verbrechen der “verschlimmerten Homosexualität”, die strafbar mit lebenslangen Haftstrafen ist, nach HRW.
© 2015 AFP
Was feiern? Bilanz und Meinung von Fatou Jagne Senghor LESEN
Das Gambia der 50 Jahre “Unabhängigkeit” … 20 Jahre des Terrors und der Rechtlosigkeit: was feiern?
Orig.: http://www.maliweb.net/international/la-gambie-50-ans-dindependance-20-ans-de-terreur-et-de-non-droit-que-celebrer-821812.html
Die Autorin ist Direktorin Westafrika der NGO http://www.article19.org
Gambia feiert heute seine 50 Jahre Beitritt zur internationalen Souveränität. Diese Unabhängigkeit wird bei weitem noch nicht in Harmonie und Freude gefeiert in einem Moment wo das Land zerschlagen ist, zerbrochen und verdunkelt durch die in den letzten 20 Jahren erlebten Verfolgungen, die fast niemand verschont hatten.
Offiziere, Mütter, Richter, Anwälte, Minister, Imame, Abgeordnete, Journalisten, Oppositionspolitiker, Unternehmer haben reihum unter den Schrecken des Regimes gelitten: physische und psychische Gewalt, Inhaftierung, Beschlagnahmung von Besitz und Reisedokumenten, Verschwindenlassen, Morde und Aberhunderte von Exilanten. Eine wenig glänzende Bilanz!
Gambia lebt seit zwanzig (20) Jahren unter einem vom Präsidenten der Republik und der politischen Polizei orchestrierten System des Terrors.

Der Mangel an Informationen hält die Menschen in einem Anschein von Gleichgültigkeit.
In einem Land, wo niemand verschont wird, wo alles zu willkürlichen Festnahmen, Inhaftierungen und sogar zum Tod oder gewaltsamem Verschwinden führen kann, ist äußerste Vorsicht die Regel.
In einem Land, in dem die Medien mundtot sind: Die Radiosender sind gezwungen, zu unterhalten und nicht-politische Informationen zu geben, um die Menschen aus den wirklichen Anliegen des Landes fernzuhalten. Keiner der lokalen Rundfunksender in Banjul hat das Recht, Nachrichten zu senden, den Menschen eine Stimme zu geben, und noch weniger, das Regime zu kritisieren. Alle sind gezwungen, mit dem staatlichen Rundfunk synchronisiert zu übertragen und die bereinigte Information, Propaganda des Obersten Führers, zu verstärken! Diese Tatsache rechtfertigt die Selbstzensur, die die gambische Medien auszeichnet. Das Internet wird überwacht und kritische Informationsseiten aus der Diaspora sind blockiert. Es gibt nur ein paar Neugierige, die ein wenig mutig auf gesperrten Seiten surfen und versuchen, einen Hauch frischer Informationen und damit Anteil an Perspektiven von Exil- Gambiern zu bekommen wagen. Aber diese Informationen erreichen nicht die Massen, die stets besorgt über ihre Sicherheit und das tägliche Überleben sind.

Ja, so informieren sich die Gambier 2015 von innen über ihr Land!
Die meisten Menschen wissen nicht, was wirklich passiert in ihrm eigenen Land. Der Blackout und die Sperre des Informationssystems erlauben dem Regime sich zu verewigen, auch weiterhin im Verborgenen und in extremer Grausamkeit schwere und massive Menschenrechtsverletzungen zu betreiben. Hinzu kommen unterirdische Praktiken, um dem ganzen Volk verstehen zu geben, dass das ganze Land abgehört wird. Dieser Trick hat die Bevölkerungen gelähmt, die, ohne viel herausfinden zu wollen, sich zur Vorsicht entscheiden und politische Themen zu vermeiden bzw. welche als solche wahrgenommen werden könnten.

Der Abstieg in die Hölle
Seit der Machtübernahme hatte das Jammeh Regime die Option der Unterdrückung übernommen. Er suspendierte dann die Verfassung, um per Dekret zu regieren, totale Macht für ihn. Beim Kontakt mit General Sani Abacha lernte er von ihm, bis zu den drakonischen Verordnungen, die der General genutzt hatte, um sein Volk und die Gegner zu unterdrücken. Es sind diejenigen Dekrete, die den kompromettierten nigerianischen Richtern erlaubten, die Hinrichtung von Ken Wiwa Sara und den Tod von Moshood Abiola im Gefängnis zu legitimieren, Medien zu schließen und Menschenrechtsaktivisten zu verfolgen. Das Regime von Banjul hatte den Nutzens solcher Erlasse verstanden und zögerte nicht, um technische Assistenz von juristischen Söldnern zu ersuchen, um ihm helfen, das System zu sperren und alleine zu regieren, in Terror und Brutalität.
Der Übergang zwischen 1994 und 1996 erlaubte Präsident Jammeh, die Macht zu konsolidieren und den Raum um ihn zu leeren von einigen seiner anfänglichenVerbündeten, die im Laufe der Jahre ermordet wurden, während die Glücklichen nur ins Abseits gedrängt wurden.
Der erste Versuch des Verfassungsgremiums, in der Verfassung eine Obergrenze für die Mandate des Präsidenten zu setzen, wurde mit einer Handbewegung vom Meister aus Banjul und seinen “revolutionären” Kohorten weggewischt. Gerade er posierte als ein „ganz anderer“ Militär. Er versprach, nicht an der Macht zu bleiben und nie die Diktatur einzuführen. Er nahm schließlich das Land als Geisel. Wer hat noch gesagt, dass die Macht verrückt macht, und dass absolute Macht absolut verrückt macht?
Nach und nach griff das Regime die Eliten an, drückte sie ins Zwangsexil und zwang sie, ein Mitspracherecht bei der Leitung des Landes nicht mehr zu haben. Gambia hat mehr als ein Drittel seiner qualifizierten Arbeitskräfte verloren. Was für ein großes Elend für einem Land, das diese zum Wachsen benötigt!
Das Muster ist klassisch: Entlassung, politische und soziale Quarantäne, wirtschaftliche Strangulierung, teuflische Denunziationen, kriminelle Einschüchterung und körperlicher Angriffe. So wurde das System aufgebaut und verwies die Opposition und alle Gegenstimmen, die ihn in seinem Geschäft für den Bau eines unterworfenen Landes stören könnten.
In den 2000er Jahren fühlte man den Widerstand der Bevölkerung durch die Wahlergebnisse von Gegnern, vor allem während der Wahl 2001. Das Regime beschleunigte dann Reformen, um den Weg für die Möglichkeit einer Änderung durch die Wahlurne zu verbauen, und es beeinträchtigte den geplanten Dezentralisierungsprozess für lokales Regieren mit mehr Autonomie für die Menschen, um Unternehmen zu verwalten. All wurde dies auf dem Rücken von schweigenden Menschen gemacht und wurde von den vielen Änderungen an der Verfassung legitimiert, in Bedingungen, die nicht obskurer sein könnten. Alle Institutionen, ob religiös, lokale, Legislative und Judikative sind unter der strengen Kontrolle des Regimes.
Unterdessen begann das durch die Anwälte des Palastes ausgedachte Projekt einer Staatspartei. Man änderte die Regeln in der Wahl insbesondere der örtlichen Führer und die Rolle des Volkes und beschränke alle Möglichkeiten für unabhängige Expression .Um die Bevölkerung der pro-oppositionellen Gebiete zu bestrafen, wurden ihnen schamlos staatliche Programme vorenthalten. Die Botschaft war klar und der Präsident wird ständig unverblümt daran erinnern, dass Entwicklung nur den Menschen in Gebieten, die für ihn stimmen, zukommt.
Im April 2000 wurden während der friedlichen Demonstrationen von Schülern aus Protest gegen die Übergriffe der Sicherheitskräfte gegen ihre Kameraden ein Dutzend von ihnen erschossen, andere verletzt, gefoltert und eingesperrt. Die Prozesse, die diesem Vorfall folgte, waren ein “echter Test”, dessen Preis die Richter bezahlten, die die Freilassung inhaftierter Studenten verlangten und Überprüfung der Fälle von anderen Opfern wagten. Seitdem wurde die so genannte Organisation der freien Schüler und Studenten aufgelöst. Die Universität ist unter Beobachtung und die ist Chefsache des Präsidenten. Man versteht den Schmerz der Lehrer, ihren Unterricht für die Prinzipien der akademischen Freiheit einzustellen.

Seitdem ist viel Wasser unter der Brücke geflossen und die Repression verstärkt.
Zwischen 2004 und 2009 erlebten Journalisten und Bevölkerung ungestraft gebliebene Jahre der Not und Gewalt: Mord an Deyda Hydara, Verschwindenlassen von Ebrima Manneh, Verhaftungen und Folter von Journalisten, Plünderung und Liquidationen von Pressemedien, Kampagnen gegen Hexerei mit vielen Demütigungen und Todesfällen im Zusammenhang mit einer Bevölkerung, die gezwungen wurde, Tränke zu trinken für die “Heilung” gegen AIDS und andere Krankheiten. Mit der Katastrophe und dem Abstieg in die Hölle für die Menschen, die mit HIV leben. Und die Liste geht weiter!
Das Jahr 2012 war das der Offenbarung der Natur der mutwilligen Grausamkeit der gambischen Regierung mit der willkürlichen und extralegalen Hinrichtung von neun Gefangenen unter unmenschlichen Bedingungen, die die Welt schockierte. Aber diese Tat ist nur der sichtbare Teil des Eisbergs. Wie viele Personen wurden vermisst? Was ist passiert mit den 44 hingerichteten Ghanaern, den Säuberungen in der Armee, den vielen Fälle von Menschen, darunter auch Zivilisten, die während der Haft ums Leben kamen, etc?

Warum diese peinliche Stille zu Gambia?
Die Geschichte weiss sich zu wiederholen und die Menschen zögern, um die Konsequenzen zu ziehen. Vielleicht können das ICC oder eine Wahrheitskommission eines Tages Licht auf diese Grausamkeiten lenken!
Für diese Getöteten, Verschwundenen, Freiheitsberaubten, für die Familien, die ihre Lieben nicht in ihrem eigenen Land begraben konnten, für die gezwungenen Exilanten, die unter prekären Bedingungen leben, für alle Opfer von 20 Jahren der Unterdrückung hat das Feiern der 50 Jahre Unabhängigkeit keine Bedeutung in diesen Bedingungen, wo die Freiheit jeden Tag mit Füßen getreten wird.
Von Fatou Jagne Senghor

Repression in Gambia – Diktatur abseits der Weltöffentlichkeit Aus NZZ – Lesen
Fabian Urech, Dakar 20.1.2015, 06:25 Uhr http://www.nzz.ch/international/
Der gambische Präsident Yahya Jammeh wirft Regimegegner und Homosexuelle ins Gefängnis und lässt systematisch foltern. International erregen die Missstände kaum Aufmerksamkeit; zu unbedeutend scheint das ressourcenarme westafrikanische Land.
Knapp dreihundert Kilometer oder eine Tagesreise per Bus liegen zwischen der gambischen Hauptstadt Banjul und Dakar in Senegal. Esther, eine 25-jährige Gambierin, kannte die Strecke von früheren Fahrten. Doch als sie vor drei Monaten in Banjul frühmorgens den ersten Bus bestieg, wusste sie, dass sie dieses Mal nicht zurückkehren würde. «Ich hatte keine Wahl», sagt sie mit ernstem Blick. Sie sei von einem Bekannten bei der Polizei am Vorabend vor einer Razzia gewarnt worden. «Wäre ich nicht sofort nach Dakar geflohen, sässe ich nun im Gefängnis – wohl lebenslänglich». Esther, die ihren wirklichen Namen nicht preiszugeben wagt, ist lesbisch. Nach einer Gesetzesreform durch Gambias Präsident Yahya Jammeh vom letzten Oktober gilt dies als Schwerverbrechen. Das homophobe Gesetz sieht dafür eine lebenslange Haftstrafe vor.
Hatz gegen Homosexuelle
Esther weiss, was sie im Gefängnis erwartet hätte: «Freundinnen von mir wurden gefoltert, um die Namen anderer Homosexueller zu erpressen.» Auch ihr Name gelangte auf eine Liste des gefürchteten gambischen Nachrichtendienstes NIA. Was das bedeutet, erfuhr sie drei Wochen nach ihrer Abreise. Ihre Nachbarn in Banjul wurden von NIA-Offizieren bedroht. «Man hat sie beschuldigt, mich zu verstecken.»
Nach Angaben von François Patuel, der für Amnesty International die Menschenrechtslage in Gambia beobachtet, sind seit dem Inkrafttreten des verschärften Homosexuellen-Gesetzes mindestens 14 Personen verhaftet worden. Patuel spricht von einer «sehr gut organisierten Verhaftungswelle» und bestätigt, dass die Inhaftierten regelmässig gefoltert würden: «Geständnisse werden häufig unter Gewaltanwendung abgerungen, zu einem eigentlichen Prozess kommt es selten.»
Der Franzose weist ferner darauf hin, dass sich die Lage seit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes zwar verschärft hat, Homosexualität in Gambia aber schon vorher unter Strafe gestanden hatte. Bereits 2008 forderte Präsident Jammeh alle Schwulen und Lesben auf, das Land unverzüglich zu verlassen. 2013 bezeichnete er Homosexuelle in einer Rede vor der Uno-Generalversammlung als «tödlicher als alle Naturkatastrophen zusammen» und kündigte später an, diese zu «bekämpfen wie Malariamücken».
«Ein Klima der Angst»
Dabei ist die Hetze gegen Schwule und Lesben nur ein Spiegel der seit langem desaströsen allgemeinen Menschenrechtslage in Gambia. Laut Amnesty International kommt es immer wieder zu willkürlichen Verhaftungen und Inhaftierungen, Oppositionelle werden systematisch überwacht, die Haftbedingungen sind derart miserabel, dass regelmässig Inhaftierte sterben. Westafrikanische Menschenrechtsorganisationen haben in den vergangenen Jahren sehr detailliert Dutzende von Fällen spurlos verschwundener Gambier dokumentiert.
Besonders resolut geht der Präsident, der sich vor zwanzig Jahren an die Macht putschte, gegen Journalisten und kritische Stimmen aus der Bürgergesellschaft vor. «Für Jammeh genügt manchmal ein falsches Wort, um jemanden zum Schweigen zu bringen», erklärt Fatou Senghor von der in Dakar ansässigen Menschenrechtsorganisation Article 19. Eine unabhängige Nachrichtenberichterstattung sei unter dem diktatorischen Regime nicht möglich, selbst das Internet werde überwacht, internationale Nachrichtenportale seien gesperrt. «Jammeh hat ein Klima der Angst geschaffen, die Menschen fürchten sich selbst im Privaten, den Präsidenten zu kritisieren.» Senghor weist ferner darauf hin, dass sich die Lage in den letzten Jahren deutlich verschlechtert hat. Und während sich Jammeh am Anfang seiner Präsidentschaft noch um den Anschein von Gewaltentrennung und demokratischen Institutionen bemühte, werden die Allmacht des Präsidenten sowie Einschränkungen bei der Pressefreiheit zunehmend auch gesetzlich verankert. Bisher blieben diese gravierenden Missstände ausserhalb Westafrikas aber weitgehend unbeachtet. Zu unbedeutend ist die ressourcenarme ehemalige britische Kolonie mit knapp zwei Millionen Einwohnern. «Gambia hat kein Öl und ist nicht von strategischem Interesse», unterstreicht François Patuel von Amnesty International.
In westlichen Medien taucht Jammeh meist höchstens als Karikatur eines afrikanischen Diktators auf. Etwa, wenn er wieder einmal behauptete, Aids oder Ebola durch Handauflegen heilen zu können. Oder wenn er mit geisselnden Worten den Austritt Gambias aus dem «neokolonialen» Commonwealth-Bündnis verkündet oder mit homophoben Parolen von sich reden macht. Dabei wird oft übersehen, wie gefährlich der wirre Diktator ist – und welch ausgeklügeltes Repressionssystem er in den letzten Jahren etabliert hat.
Auch der unlängst veröffentlichte Vorbericht des Gambia-Besuchs zweier Uno-Sonderberichterstatter im vergangenen Oktober sorgte ausserhalb Westafrikas kaum für Aufsehen. Dabei liest sich der Bericht wie ein idealtypischer Beschrieb einer Schreckensherrschaft, die für den Machterhalt vor keinem Greuel zurückschreckt. Die Sonderberichterstatter schreiben von aussergerichtlichen Hinrichtungen von Oppositionellen, Menschenrechtsaktivisten und Journalisten. Folter wird als «regelmässige Praxis» des gambischen Nachrichtendienstes beschrieben: «Zu den verbreiteten Foltermethoden gehören Elektroschocks, harte Schläge, Sauerstoffentzug und Verbrennungen mit heissen Flüssigkeiten.»
Eingefrorene Hilfszahlungen
Auch im Rahmen der periodischen Prüfung der Menschenrechtslage in Gambia durch den Uno-Menschenrechtsrat vor drei Monaten äusserten viele Länderdelegationen harsche Kritik am Jammeh-Regime. Die Missstände veranlassten die EU immerhin, ihre Entwicklungshilfezahlungen an Banjul vorläufig einzufrieren. Die EU ist mit Zuwendungen von jährlich rund 30 Millionen Franken der grösste Geber des bettelarmen und stark von Hilfszahlungen abhängigen Gambia. Auch die USA kündigten im Dezember an, Gambia von ihrem wirtschaftlichen Förderprogramm für afrikanische Staaten auszuschliessen.
Bis jetzt scheint dies den Präsidenten allerdings kaum zu beeindrucken. Vielmehr nimmt er die Kritik des Westens zum Anlass, seine antiimperialistischen Parolen noch zu verschärfen. Seine Gleichgültigkeit dürfte indes auch damit zusammenhängen, dass verschiedene Staaten aus dem Mittleren Osten bereit scheinen, in die Lücke zu springen. Es ist kaum Zufall, dass Jammeh im Dezember just nach seiner Rückkehr von einem Staatsbesuch in Katar verlauten liess, Gambia werde mit der EU und anderen fremden Mächten nicht länger einen Dialog zum Thema Homosexualität führen. Um gegen «satanische Schwule und Lesben» vorzugehen, würde er auch auf Entwicklungshilfe aus Europa und Amerika verzichten.
Nach einem gescheiterten Putschversuch gegen Jammeh Ende 2014 – einer von mehreren in den letzten Jahren – deutet derweil einiges darauf hin, dass die Repressionen noch zunehmen. Anfang Januar kam es in Gambia zu einer neuerlichen Welle von willkürlichen Verhaftungen angeblicher Regimekritiker und von deren Familien. Jammeh kündigte an, dass «jene, die mein Land anzugreifen wagen, alle sterben werden». Gleichzeitig fordern die gut vernetzten gambischen Diaspora-Organisationen mit zunehmendem Nachdruck seinen Rücktritt. Solche Forderungen dürften in Banjul vorläufig aber ohne Wirkung verhallen. Jammeh verkündete bereits 2011, er werde, so es Gott wolle, für eine Milliarde Jahre Präsident bleiben.
Fabian Urech ist Stipendiat des Mercator-Kollegs und arbeitet als Berater für das senegalesische Ministerium für gute Regierungsführung in Dakar.
Gambie: le pays fête 50 ans d’indépendance LIRE
18.02.2015 à 20:30 – AFP
La Gambie célébrait mercredi le cinquantième anniversaire de son indépendance en présence de trois chefs d’Etat, des festivités ternies par des accusations de violations des droits de l’Homme contre le président Yahya Jammeh, près de deux mois après un coup d’Etat manqué. Seuls les présidents de Mauritanie Mohamed Ould Abdel Aziz, du Ghana John Dramani Mahama et de Guinée-Bissau José Mario Vaz ont fait le déplacement, ainsi que le vice-président du Nigeria et le Premier ministre du Sénégal, a constaté l’AFP.
Der tyrannische Präsident von Gambia, Yahya Jammeh, zeigt sich öffentlich kaum je ohne seine Gebetskette. (Bild: Rebecca Blackwell / AP)
Dans un discours prononcé au stade de Bakau, près de Banjul, le président Jammeh a dénoncé la colonisation comme “un système d’exploitation des matières premières et des marchés africains”.
Il a rappelé “avec fierté et dignité que les peuples colonisés, les Africains en général, étaient déterminés à y mettre fin”, avant de rendre hommage aux premiers dirigeants gambiens, n’hésitant pas à citer le président Dawda Jawara, qu’il a renversé en 1994 par un coup d’Etat.
M. Jammeh a promis “en 2020 l’éducation pour tous en Gambie, à tous les niveaux d’enseignement, y compris l’université”.
Le président Jammeh qui, depuis 1994, dirige sans partage cette ex-colonie britannique presque totalement enclavée dans le Sénégal, avait auparavant lancé les festivités par un défilé des forces de sécurité et d’élèves.
Les manifestations vont durer jusqu’au 26 mai. Elles seront marquées mercredi par l’inauguration d’un nouveau siège du Parlement, des rassemblements de jeunes et de femmes, des tournois sportifs, des récitals de poèmes et de chants religieux.
Ces festivités sont organisées moins de deux mois après une tentative de coup d’Etat déjouée à Banjul.
Le 30 décembre 2014, la garde présidentielle avait repoussé un assaut d’hommes armés contre le palais présidentiel à Banjul, dirigés par des opposants gambiens établis notamment aux Etats-Unis, alors que le président Jammeh était en voyage à Dubaï.
Depuis lors, plusieurs arrestations ont eu lieu. Les forces de sécurité ont multiplié le harcèlement des familles et des proches des auteurs présumés de la tentative de putsch, selon des défenseurs des droits de l’Homme.
Les forces de sécurité gambiennes ont arrêté au moins 30 personnes depuis le début de l’année, a indiqué Amnesty International dans un récent rapport.
Yahya Jammeh avait déclaré vouloir “faire un exemple” après l’attaque contre son palais présidentiel, promettant de se “débarrasser” des meneurs “un par un, jusqu’au dernier”.
– “Répression brutale” –
Le cinquantenaire est célébré alors que le régime gambien est accusé de nombreux abus dont des disparitions forcées, des actes de torture et une répression de la presse.
Un des principaux opposants, Ousainou Darboe, a affirmé mercredi à l’AFP qu’il y avait en Gambie “un recul des droits humains” depuis l’arrivée au pouvoir du président Jammeh. “C’est certainement un des aspects que nous devons améliorer” durant les prochaines années.
“Les droits à la liberté d’expression et de réunion sont sérieusement entravés. Le gouvernement garde un contrôle serré sur les médias et les journalistes et les défenseurs des droits de l’Homme continuent d’être arbitrairement arrêtés et détenus, et sont victimes de disparitions forcées”, affirme Amnesty dans son rapport.
Le président “Jammeh peut apparaître drôle à l’extérieur du pays mais à l’intérieur sa répression brutale ne fait pas sourire. Peu de personnes osent ouvertement s’exprimer dans le pays, un des pires en Afrique en matière de droits de l’Homme”, a indiqué Graeme Reid, un responsable de l’organisation Human Rights Watch.
Yahya Jammeh, militaire de carrière issu d’une famille paysanne de l’ouest du pays, cultive l’image d’un président musulman pratiquant et doté de pouvoirs mystiques, dans ce pays de 1,8 million d’habitants qui accueille chaque année quelque 50.000 touristes, venus essentiellement du Royaume-Uni.
M. Jammeh s’attaque en outre régulièrement aux homosexuels. Il a ainsi promulgué en octobre 2014 une nouvelle loi instaurant le crime “d’homosexualité aggravée”, qui est passible de la prison à vie, selon HRW.
© 2015 AFP
Que célébrer? Bilan et opinion, par Fatou Jagne Senghore LIRE
La Gambie 50 ans «d’indépendance»… 20 ans de terreur et de non droit: que célébrer?
By Fatou Jagne Senghore 20.02.2015 http://www.maliweb.net/international/
Fatou Jagne Senghor est responsable Afrique-Ouest dans l’ONG www.article19.org
La Gambie célèbre aujourd’hui ses 50 ans d’accession à la souveraineté internationale. Cette indépendance loin d’être célébrée dans la concorde et la joie se tient au moment où le pays est meurtri, divisé et assombri par les persécutions vécues ces 20 dernières années et qui n’ont épargnées presque personne.
Des officiers de l’armée, des mères de familles, des juges, avocats, ministres, imams, parlementaires, journalistes, opposants politiques, hommes d’affaires ont tour à tour subi les affres du régime: violences physiques et psychologiques, emprisonnements, confiscations de biens et de titres de voyage, disparitions forcées, meurtres et des centaines d’exilés. Un bilan peut reluisant !
La Gambie vit depuis (20) vingt ans sous un système de terreur orchestré par le Président de la République et sa police politique.

Le déficit d’informations maintient les populations dans un semblant d’indifférence.

Dans un pays où personne n’est épargné, où tout peut conduire à l’arrestation arbitraire, à la prison ferme et même à la mort ou à la disparition forcée, l’extrême  prudence devient la règle.
Dans un pays où les médias sont muselés: les radios sont contraintes de distraire et de donner des informations non politiques comme pour éloigner les populations des réelles préoccupations du pays. Toutes les radios locales émettant de Banjul n’ont pas le droit de faire de l’information, de donner la voix aux populations et encore moins de critiquer le régime. Elles sont toutes obligées de synchroniser avec la radio d’Etat pour transmettre et amplifier l’information aseptisée, la propagande du Chef suprême! Cet état de fait justifie l’autocensure qui caractérise les médias Gambiens. L’internet est surveillé et les sites d’information critiques au régime émanant de la diaspora sont bloqués. Il y a juste quelques curieux qui osent un peu essayer de braver les interdictions en surfant  discrètement sur les sites prohibés afin d’avoir une bouffée d’informations et partager ainsi les perspectives des gambiens de l’extérieur. Seulement, ces informations n’arrivent pas aux masses, encore préoccupées par leur sécurité et leur survie quotidiennes.
Oui, en 2015 voilà comment les Gambiens de l’intérieur s’informent sur leur pays !
La plupart des populations ne sait pas ce qui se passe réellement dans son propre pays. Le blackout et le verrouillage du système de l’information ont permis au régime de se perpétuer, de continuer à opérer dans le secret et de commettre dans une extrême atrocité des violations graves et massives des droits humains. A cela s’ajoute des pratiques souterraines pour faire comprendre au peuple entier que tout le pays est sur écoute téléphonique. Cette astuce a tétanisé les populations, qui sans trop chercher à savoir, ont décidé d’opter pour la prudence en évitant les questions  politiques ou qui pourraient être perçues comme telles.

La descente aux enfers
Dès la prise de pouvoir, le régime de Jammeh avait pris l’option de la répression. Il avait alors suspendu la Constitution pour gouverner par décret, ce qui lui donnait tous les pouvoirs. Au contact du Général Sani Abacha, il avait appris de lui, allant jusqu’à copier les décrets liberticides que le Général utilisait pour réprimer son peuple et ses opposants. Ce sont ces décrets qui ont permis aux juges nigérians compromis de légitimer l’exécution de Ken Sara Wiwa, d’entrainer la mort de Moshood Abiola en prison, de fermer des organes de presse et de traquer les militants des droits humains. Le régime de Banjul ayant bien compris l’utilité de tels décrets, n’avait pas hésité à demander l’assistante technique de juristes mercenaires pour l’aider à verrouiller le système et gouverner sans partage dans la terreur et la brutalité.
La transition vécue entre 1994 et 1996 a permis au président Jammeh de consolider son pouvoir et de faire le vide autour de lui  certains de ses alliés du début sont éliminés au fil des années tandis que les plus chanceux sont mis à l’écart.
La première tentative par le corps constituant qui avait proposé d’inclure dans la Constitution une limite pour le mandat du Président a été rejetée d’un revers de la main par le maître de Banjul et sa cohorte de «révolutionnaires». Celui-là même qui se faisait passer pour un militaire différent. Il avait promis de ne pas rester au pouvoir et de ne jamais instaurer de dictature. Il a fini par prendre le pays en otage. Qui disait que le pouvoir rend fou et que le pouvoir absolu rend absolument fou ?
Progressivement, le régime s’est attaqué à l’élite en la poussant à l’exil forcé et en l’obligeant ainsi à ne plus avoir son mot à dire sur la marche du pays. La Gambie a perdu plus du 1/ 3 de ses ressources humaines qualifiées. Quel énorme gâchis pour un pays qui a besoin de se développer!
Le schéma est classique: limogeage, mise en quarantaine politique et sociale, asphyxie économique, dénonciations vicieuses, intimidations judiciaires et attaques physiques. Voilà comment le régime s’est construit et a écarté l’opposition et toutes les voix dissidentes qui pourraient le gêner dans son entreprise de construction d’un pays soumis.
Dans les années 2000, sentant les résistances des populations à travers le score des opposants, surtout lors de l’élection de 2001, le régime a accéléré les réformes pour barrer la route à toute possibilité de changement par les urnes et freiné le processus de décentralisation des collectivités locales qui prévoyait de donner plus d’autonomie aux populations pour gérer les affaires locales.Tout ceci s’est fait sur le dos des populations silencieuses et a été légitimé par les changements multiples de la Constitution dans des conditions on ne peut plus obscures. Toutes les institutions, qu’elles soient religieuses, locales, législatives et judiciaires sont sous le contrôle strict du régime.
Pendant ce temps, le projet d’un Etat-parti se concoctait par l’entremise des juristes du palais qui ont commencé à changer les règles du jeu et à limiter le rôle des populations dans les choix des dirigeants notamment locaux, à renforcer les lois régressives pour museler toutes les possibilités d’expression indépendante .Dans le but de les punir, les populations des zones favorables aux opposants ont été privées de manière éhontée des programmes de l’Etat. Le message était clair et le Président y va constamment pour rappeler sans détours que le développement ne se limitera qu’aux populations des zones qui votent pour lui.
En avril 2000, lors de manifestations pacifiques des élèves qui protestaient contre les abus des forces de l’ordre à l’encontre de leurs camarades, une douzaine d’entre eux a été tuée par balles, d’autres blessés, torturés et emprisonnés. Les procès qui ont suivi cet incident ont été un «real test», les juges qui ont osé demander la libération des élèves emprisonnés et d’examiner les cas des autres victimes en ont payé le prix.  Depuis, l’organisation dite des élèves et étudiants libres a été dissoute. L’université est sous haute surveillance et le Chef de l’Etat  « himself » en est le Président. On comprend bien la peine éprouvée par les enseignants pour dispenser leurs cours dans le respect des libertés académiques.
 
Depuis, beaucoup d’eau a coulé sous les ponts et la répression renforcée.
Entre 2004 et 2009 les journalistes et les populations ont vécu des années de détresse et de violences encore restées impunies: meurtre de Deyda Hydara, disparition forcée d’Ebrima Manneh, arrestations et tortures de journalistes, saccages et liquidations d’organes de presse, campagnes contre la sorcellerie avec son lot d’humiliations et de morts avec des populations forcées à boire des potions, trouvaille du«remède» contre le SIDA et les autres maladies avec le désastre et la descente aux enfers des personnes vivant avec le VIH.Et la liste continue !
 L’année 2012 a été celle de la révélation de la nature de la brutalité gratuite exercée par le régime gambien, avec l’exécution arbitraire et extrajudiciaire de 9 prisonniers dans des conditions inhumaines qui a choqué le monde entier. Mais cet acte, n’est que la face visible de l’iceberg. Combien de personnes ont été portées disparues? Que s’est-il passé avec les 44 ghanéens exécutés, les purges dans l’armée, les nombreux cas de personnes dont des civils tués pendant les détentions, etc?
Pourquoi  ce silence dérangeant sur la Gambie?
L’histoire sait se répéter et les hommes peinent à en tirer les conséquences. Peut-être que la CPI ou une Commission vérité pourront un jour éclairer les lanternes sur ces atrocités!
Aux personnes tuées, portées disparues, privées de liberté, aux familles privées d’enterrer leurs proches dans leur propre patrie, aux exilés forcés qui vivent dans la précarité, à toutes les victimes des 20 ans de la répression, célébrer 50ans d’indépendance n’a point de sens dans ces conditions où la liberté est piétinée chaque jour.

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=> DE+FR Rubrik GAMBIA in Afrikanews Archiv No1 2010-2014, ~ 30 posts