Un bureau de vote à Magadi, au Kenya

Wahlen Kenia 2017: Vier Hintergrundreportagen – Betrug, Gewalt 2007 – Portrait Kenyatta

Kenya, élections / 4 reportages
TOP-PHOTO afp.com by ROBERTO SCHMIDT: Ein Wahllokal in Magadi, Kenia
Un bureau de vote à Magadi, au Kenya, le 27 décembre 2007

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Wahlergebnis und Wahlfolgen => siehe unten in Kommentar #2
Résultat et suites => voir ci-dessous commentaires #1

1. Kenyatta, der Multimillionen-Erbe, der Präsident wurde LESEN
2017.08.05 10:00 – AFP
Kenia’s Präsident Uhuru Kenyatta, der Hoffnungen hat, am Dienstag für eine zweite fünfjährige Amtszeit wiedergewählt zu werden, ist in erster Linie der Erbe des Gründungsvaters der Nation und der Vertreter der Eliten des Landes.
Uhuru, 55, ein in den USA ausgebildeter Multi-Millionär, wurde im Jahr 2013 zum Präsidenten gewählt, ein halbes Jahrhundert nach seinem Vater Jomo Kenyatta, dem ersten Staatschef (1964-1978) des unabhängigen Kenia.
Als ein Führer der Kikuyu-Gemeinschaft hatte er ein Bündnis mit seinem Stellvertreter William Ruto, einem Kalenjin, gegründet, welches vergessen ließ, dass die beiden ethnischen Gruppen während Gewalt nach den Wahlen von 2007-2008 (mehr als 1.100 Tote) sich blutig bekämpft hatten.
Beide Männer wurden durch den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) für ihre Rolle in der Gewalt mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit belastet, dann später rehabilitiert aus Mangel an Beweisen und nach dem Rückzug vieler Zeugen.
Im Jahr 2013 hatten sie geschickt diese Anklage in politische Trümpfe umgemünzt, indem sie viele Wähler davon überzeugten, dass sie Opfer eines „neokolonialen“ Gerichts waren.
Charismatisch und modern für die einen, dilettantischer Erbe für die anderen, verbrachte Kenyatta einen guten Teil seines Mandates damit, sich von Anschuldigungen des ICC zu befreien, die viele westliche Länder dazu führten, sich von ihm abwenden.
Nach der Verfahrenseinstellung gegen Ende 2014 ist Kenia wieder salonfähig worden. Es begrüßte US-Präsident Barack Obama und Papst Franziskus sowie eine Reihe von internationalen Veranstaltungen und Konferenzen.
– Finanzimperium –
Seine erste Amtszeit hat zu großen Infrastrukturprojekten geführt, unter anderem der neuen Eisenbahnlinie zwischen der Hauptstadt Nairobi und dem Hafen von Mombasa Port (im Südosten) am Indischen Ozean, und zu einem starken Wirtschaftswachstum. Aber die öffentliche Verschuldung hat sich erhöht, wie auch die Ungleichheit.
Der Terrorismus ist eine ständige Bedrohung gwesen, mit tödlichen Angriffen durch somalische militante Shebab-Islamisten, wie gegen die Westgate Mall in Nairobi im Jahr 2013 oder gegen die Universität von Garissa (Osten) im Jahr 2015.
Uhuru ( „Freiheit“ in Swahilisprache) ist das zweite Kind und erster Sohn des Paares von Jomo Kenyatta und dessen vierter Frau „Mama“ Ngina. Er wurde am 26. Oktober 1961 geboren, ein paar Monate nach der Freilassung senes Vaters, der fast ein Jahrzehnt lang von der britischen Kolonialmacht gefangen gehalten worden war.

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Das Finanzimperium der Familie Kenyatta, eine der reichsten in Afrika, schließt den Milchkonzern Brookside, die CBA Bank (Commercial Bank of Africa), die Mediengruppe Mediamax und eine Gruppe von Luxus-Hotels ein.
Sie ist vor allem der größte Großgrundbesitzer in Kenia, an der Spitze von mehr als 200.000 Hektar Land, die von Jomo zum Zeitpunkt der Unabhängigkeit gekauft worden waren, mithilfs eines Land-Transfer-Programmes zu niedrigen Preisen, von dem nach Ansicht von Kritikern allem ein paar Privilegierte profitiert hatten.
Im Jahr 2011 schätzte das Forbes-Magazin den Reichtum Uhuru’s auf 500 Mio. Dollar. Aber trotz seiner elitären Ausbildung bleibt nahe an den Menschen, zögert nicht, zu Jugendlichen in Umgangssprache zu sprechen oder ein paar Tanzschritte zu skizzieren.
– Schlacht zwischen Dynastien –
Sein Ruf aus seiner Jugend als Partylöwe war nie wirklich verschwunden. „Kenyatta’s handicaps sind mindestens so wichtig wie seine Stärke. Er trinkt zu viel und ist kein Workaholic“, schrieb Mitte 2009 der US-Botschafter in Nairobi in einem von WikiLeaks veröffentlichten Telegramm. Durch tiefe Taschen unter den Augen beschwerter Blick, verheiratet, Vater von drei Kindern… Uhuru verdankt seinen Aufstieg allerdings nicht seinem Vater, der starb als er Teenager war, sondern dessen Nachfolger, dem Autokraten Daniel arap Moi (1978 -2002).
Dieser fördert ihn zum Kandidaten seiner Kanu-Partei in den 2002er Präsidentschaftswahlen und weckte damit den Zorn der Getreuen der ehemaligen Einheitspartei. Geschlagen, wurde er dann der Führer der Opposition, bevor er bei den Präsidentschaftswahlen vom 27. Dezember 2007 gegenüber Raila Odinga die Wiederwahl von Mwai Kibaki unterstützte.
Der knappe Sieg von Kibaki wurde bestritten und führte zu politischen und ethnischen Tötungen.
Nach der Vereinbarung zur Machtteilung, die die Gewalt beendete, wurde er stellvertretender und Finanzminister der Koalitionsregierung von Odinga.
Letzterer ist wieder sein Gegner, wie im Jahr 2013, als er seinen Sieg vor Gericht anfocht. Aber Odinga kann diesmal auf einer hinter ihm vereinigte Opposition zählen, und beide Seiten liegen in den Umfragen Kopf an Kopf.
Raila, 72, ist der Sohn von Oginga Odinga, der nach der Unabhängigkeit kurz Vizepräsident war, bevor er von Jomo Kenyatta von der Macht entfernt wurde. Und diese Wahl wird wohl die letzte Schlacht zwischen diesen beiden großen kenianischen Dynastien sein.
© 2017 AFP

2. Kenia: 10 Jahre des Leidens für die Opfer der Gewalt 2007 LESEN
08.04.2017 um 10:00 Uhr – Von Cyril BELAUD – AFP
In einem Tal des Rift Valley hat Peninah Wahito ein winziges Stückchen Land besetzt. Zehn Jahre nach der Gewalt nach den Wahlen, in denen sie ihren Mann verlor, wartet die 53 Jahre alte Kenianerin immer noch darauf, richtig umgesiedelt zu werden.
Mit ein paar Dutzend anderer Familien lebt Peninah in einer um drei alte Lagerhallen gebauten illegalen Siedlung inmitten von Maisfeldern in der Gemeinde Njoro, etwa 25 km abseits der Stadt Nakuru im mittleren Westen von Kenia.
Diese Mitglieder der Kikuyu-Ethnie waren aus ihren Ländereien im nördlichen Rift Valley von der politischen und ethnischen Gewalt nach den Präsidentschaftswahlen vom Dezember 2007 vertrieben worden.
Peninah verlor ihren Mann in den Auseinandersetzungen insbesondere zwischen den rivalisierenden ethnischen Gruppen Kikuyu und Kalenjin: innerhalb von zwei Monaten gab es 1.100 Tote und insgesamt 600.000 Verschobene.
Nach den ersten Ausschreitungen im Januar 2008 musste sie aus dem landwirtschaftlichen Betrieb, in dem sie arbeitete, fliehen. Beim Versuch, in Nakuru Zuflucht zu nehmen, verlor sie ihren Mann.
„Wir sind dort in einen Hinterhalt geraten, eine große Menschenmenge war plötzlich vor uns“, erinnert sich Peninah, die als einzigen Schutz drei Zelte unter einem Blechdach hat, in einem kleinen, mit Stöcken abgegrenzten Hof.
„Mein Mann wurde mit Pfeilen angegriffen, einen erhielt er in den Arm, einen anderen in den Magen und zwei weitere in den Rücken“, erzählt, mit großen Schwierigkeiten, ihre Tränen zurückzuhalten, diese Mutter von zehn Kindern. Fünf von ihnen gehen noch zur Schuleund leben bei ihr während der Ferien.
– Mangelnde Transparenz –
Peninah hat wie durch ein Wunder überlebt. Aber ihre Probleme waren damit noch nicht beendet. Sie hat sicherlich teilweise am Entschädigungs- und Umsiedlungprogramm der damaligen Regierung aus dem Jahr 2008 teilheben können.
Sie erhielt 35.000 Schilling (280 Euro), bevor sie Zuflucht im Lager Pipeline in der Nähe von Nakuru fand. Sie widmete diesen Betrag im Wesentlichen der Schulbildung ihrer Kinder.

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Die Regierung kaufte dann ein 450 Hektar großes Gelände in Njoro, das rund 2.000 Menschen beherbergen sollte. Aber die Verteilung von Land wird seit Jahren von einem Rechtsstreit um Land-Eigentum blockiert.
Peninah ist seit 2013 in Njoro Landbesetzerin, um zu versuchen, den Prozess zu beschleunigen. Jetzt leidet sie an einer Lungenentzündung und sieht kein Ende des Tunnels mehr. „Es war eine Erfahrung des Leidens“, sagte sie gegenüber AFP.
Von Anfang an wurde das Kompensationsprogramm der Regierung für seine mangelnde Transparenz kritisiert. Und Zehntausende von Opfern, die Zuflucht in ihrer Familie genommen hatten und nicht in Lagern, warten noch auf eine Entschädigung.
Im März 2015 versprach Präsident Uhuru Kenyatta, 10 Milliarden Schilling (81 Millionen Euro) für die von den verschiedenen Episoden der Gewalt (einschließlich derer vor 2007) Verschobenen zu entsperren. Aber die Regierung hat nie erklärt, wie und womit sie diesen Fonds schaffen würde.
– ‚Es ist die Hölle geworden‘ –
Im Vorfeld allgemeinen Wahlen vom 8. August hat die Regierung Entschädigungen für Vertriebene dieser oder jener Region ausbezahlt, eine undurchsichtige Praxis, die die Bitterkeit von denen akzentuiert hat, die davon nicht profitiert haben.
An diese Wahlen denken, lässt Peninah schaudern, auch wenn sie nicht direkt bedroht fühlt, wo sie heute lebt. „Es kann nur Angst machen, wenn Sie die Erklärungen der Politiker im Radio hören“, sagt sie.
Sie weiß zu gut, wie sich die Dinge schnell ändern können. „Wir hatten davor noch nie eine solche Gewalt gesehen. Nur im Fernsehen“, stellt sie fest bei ihrer Erinnerung an die Ereignisse von vor zehn Jahren.
„Ich sah dann, wie jemand mit Macheten zerhackt wurde, mein Mann angegriffen wurde, sah einen Pfeil in den Kopf einer Frau landen und sie sterben. Ich selbst hatte einen offenen Schädel durch einen Stein“.
„Man hätte nie gedacht, dass sie (Kalenjin) uns etwas antun würden. Wir hatten gemeinsam gegessen, zusammen gearbeite, aber in zwei Tagen war es die Hölle geworden und alles ging in Rauch auf einschließlich der Nahrung und der Häuser“.
Peninah wird ihr Misstrauen gegenüber der Politik überwinden, um wählen zu gehen. Und ganz gleich, wer gewinnt, Präsident Kenyatta oder sein Hauptgegner Raila Odinga. Der Schlüssel für sie ist, dass alles friedlich bleibt. „Die Kenianer sollten sich nur auf eine Person einigen, uns zu führen.“
© 2017 AFP

3. Kenia, das Land, wo die Toten wählen können LESEN
10.00 2017.08.01 – Von Nicolas DELAUNAY – AFP
„In Kenia sag man, dass die Toten zur Wahl wiederkommen und dann wieder in ihre Gräber zurückkehren“, frotzelt George Morara, stellvertretender Vorsitzender der Kenianischen Nationalen Menschenrechtekommission.
Zehn Jahre nach der schlimmsten Nachwahl-Gewalttätigkeit in der Geschichte des Landes (1100 Tote), angetrieben von Streitigkeiten um das Ergebnis, werden die Kenianer am 8. August gebeten, ihren Präsidenten, Abgeordnete und Gouverneure zu wählen. Und nach Herrn Morara sind diese Wahlen, wie die vorherigen, nicht immun gegen verschiedene Unregelmäßigkeiten.
Verjagen, einschüchtern, kaufen
Sicherstellen, dass bestimmte Gruppen der Wähler nicht mitstimmen, ist eine pragmatische Strategie, und Anfang Juli dokumentierte Human Rights Watch Fälle von Einschüchterung im Bereich Naivasha (Mitte).
Viele Beobachter zeigten sich in letzter Zeit auch besorgt über die Gewalt in den Landkreisen Laikipia und Baringo im Rift Valley, die Verdrängungen der Bevölkerung verursachte. Einige verweisen auf politische Spielereien, weil die Vertriebenen jetzt weit von dem Wahlbüro sind, in dem sie registriert sind.
Ein weiterer Trick ist „Miete“ von Personalausweisen während der Wahlen. „Jemandes Ausweis haben ist die Garantie, dass diese Person nicht abstimmen kann“, sagte George Morara: es gäbe in Kenia viele arme Menschen ist, für die „1.000 Schilling (9 Euro ) ausreichend sind.”
Sich an der richtigen Stelle registrieren lassen
Ein Wähler hat keine Verpflichtung, sich in dem Bezirk registrieren zu lassen, in dem er lebt, eine Regel, die das Potential hat, die Wahl der Gouverneure und Abgeordnete zu beeinflussen.
„In einigen Wahlkreisen ist die Wählerregistrierungsrate ungewöhnlich hoch“, sagt Kelly Lusuli von der Kenianischen Menschenrechtskommission (KHRC). „Wir befürchten, dass manche Kandidaten die Wähler bezahlen, dass sie in einen anderen Wahlkreis gehen.“
Technologie
Kenia hat im Jahr 2013 ein elektronisches System mit Fingerabdruckerkennung eingeführt, um sicherzustellen, dass nur registrierte Menschen abstimmen, und die elektronische Übermittlung der Ergebnisse einer Umfrage soll die Manipulationen beim Transport der Wahlergebnisse verhindern.

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Die Verwendung eines elektronischen System bedeutet aber auch, dass die Ergebnisse gehackt werden können, um sie zu ändern oder einfach unbrauchbar zu machen, sagen Analysten. Ein großer Systemausfall im Jahr 2013 hatte die Wahlkommission gezwungen, in ein manuelles System zu wechseln.
Nic Cheeseman, Afrika-Politik-Professor an der University of Birmingham, ist jedoch der Ansicht, dass eine viel einfachere Regelung existiert. „Der lokale Wahlleiter kann hier auch eine Ausrede finden, um die biometrischen zu verwenden Kits nicht, weil seines fehlerhaft oder die Batterie leer sei.“
Die Toten wählen lassen
Sobald das elektronische System vom Kurs abgekommen ist, existieren mehrere Methoden, um die Wahlurnen mit illegalen Stimmzetteln zu füllen, unter anderem durch Abstimmung im Namen von Verstorbenen, deren Namen im Wählerregister immer noch enthalten sind.
Eine Anfang Juni veröffentlichte Prüfung durch KPMG ergab eine auf mehr als eine Million Menschen geschätzte potenzielle Zahl von Verstorbenen in schlampig geführten Registern. Nur ein kleiner Teil von ihnen ist seither entfernt worden.
Im Jahr 2013 gewann Präsident Uhuru Kenyatta die Wahl mit etwa 800.000 Stimmen Vorsprung.
„Es ist auch möglich, Stimmzettel im Namen von Personen zu füllen, die nicht zur Wahl gekommen sind,“ sagt ein afrikanischer Diplomat unter der Bedingung der Anonymität. „Man erwartet das Ende des Tages, schaut auf andere Umfrageergebnisse und passt auf subtile Weise die erforderliche Anzahl von Stimmen an.“
Beobachter merken an, dass in der Vergangenheit Wahlurnen manchmal derb mit während des Tages nicht benutzten Stimmzetteln gefüllt wurden, ohne dass die Täter des Betrugs sich auch nur um das Geringste um Unstimmigkeiten mit der Anwesenheitsliste scherten. Und in den letzten Wochen hat die Wahlkommission einige Kandidaten beschuldigt, mehr Stimmzettel als nötig gedruckt zu haben.
Bastionen
Die Wahlen werden von Tausenden von lokalen und ausländischen Beobachtern überwacht werden, aber sie können nicht in jedem der fast 41.000 Wahllokale dabei sein.
„In den Bastionen der Kandidaten gibt es Wahllokale in dem alle Wahlhelfer für ihre Sache gewonnen werden“, sagt Kelly Lusuli. Und die durch die gegnerischen Parteien geschickten Kontrolleure, um die Wahlen in diesen Bastionen zu überwachen, können gekauft oder eingeschüchtert werden.
Im Jahr 2013, sagt Herr Lusuli, war die Wahlbeteiligung an manchen Orten höher als 100%, was die von der Opposition eingeschaltete Justiz nicht daran hinderte, die Wahl zu bestätigen. „Man annulliert keine Wahl einfach nur so. Voraussetzung ist, dass die Justiz glaubt, dass die Manipulationen schwerer wogen als der Wille des Volkes.“
© 2017 AFP

4. In Kenia „kann das BIP nicht gegessen werden“ LESEN
11.00 2017.08.02 – Von Nicolas DELAUNAY – AFP
Das Timing war perfekt. Zwei Monate vor einer möglichen zweiten Amtszeit am 8. August startete Präsident Uhuru Kenyatta das größte Projekt in der Geschichte des Landes, eine hochmoderne Eisenbahnstrecke zwischen Nairobi und dem Hafen von Mombasa, wie eine Fahne seines Mandates.
Aber während die Fanfaren tönten, wurde auch ein anderes Ereignis zum Symbol: eine Nahrungsmittelkrise sah den Preis von Maismehl explodieren, einem Grundnahrungsmittel der meisten Kenianer, und verursachte das Murren der ärmsten Bürger.
„Auf der einen Seite gibt es das Kenia, das um den Preis von Verschuldung die dynamischste Wirtschaft in Ostafrika bleibt“, sagte Francis Mwangi, Analyst bei der Standard Investment Bank. „Auf der anderen Seite gibt es das Kenia, das vom Wachstum fast nichts hat.“
Das schwankte zwischen 5,4 und 5,9% seit 2013, angetrieben vom Konsum von mehr und mehr Haushalten und von öffentliche Investitionen, aber die wirtschaftliche Bilanz von Mr. Kenyatta, die als einer der Höhepunkte seiner vier Jahre angesehen wird, muss nuanziert betrachtet werden.

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An der Spitze eines Landes atypischen Profils in Afrika – relativ wenigen natürlichen Ressourcen, aber die Stabilität, wirtschaftliche Dynamik und herausragende Dienstleistungsbranche – der Präsident vor allem für die Entwicklung der Infrastruktur gelobt wird, geplant einige vor seiner Ankunft .
Neben der Eisenbahn von Nairobi zum größten ostafrikanischen Hafen, wurden im ganzen Land Flughäfen, Straßen und Brücken gebaut, die Stromproduktion erhöht, unter anderem durch Wind und Geothermie, und der Bau eines neuen Hafens in Lamu (Osten) begann.
– Zwanghaftes Unternehmertum –
Äthiopien, mit seiner Bevölkerung von 100 Millionen – zweimal Kenia – und seinen billigen Arbeitskräften, hat nunmehr das größte BIP von Ostafrika, aber der größte Tee-Exporteur der Welt bleibt das wichtigste kommerzielle Zentrum der Region.
Wie so oft in Afrika ist die Landwirtschaft der größte Arbeitgeber im Land, aber Kenia unterscheidet sich von seinen regionalen Rivalen durch qualifiziertere Arbeitskräfte, besseres Internet und ein fast zwanghaftes unternehmerisches Denken.
Der durch den Angriff auf das Westgate Shopping- Zentrum betroffene Tourismussektor (in Nairobi, 67 Todesfälle im Jahr 2013) nahm seinen Marsch nach vorne wieder auf, während allgemein „das Geschäftsklima sich verbessert hat“, sagt auch Armando Morales, Vertreter des Internationalen Währungsfonds in Kenia.
Nur eben, dass der kenianische Präsident sich in erster Linie in der Kontinuität seiner Vorgänger eingeschrieben hat und während seiner Amtszeit von sehr niedrigen Ölpreisen profitierte, temperieren Analysten.
Laut Winnie Mitulah, Spezialistin für Entwicklungsfragen an der Universität von Nairobi, hat mancherorts die Dezentralisierung der Budgets und wichtiger Kompetenzen dazu geführt, die Gesundheits-Infrastruktur und den Bau von Brunnen und Staudämmen zu verbessern.
Unvermeidliche Folge des massiven Ausbaus der Infrastruktur: die Schulden haben sich unter Kenyatta auch um mehr als zehn Punkte erhöht und überschreiten 50% des BIP. Das besorgt, vor allem, weil sie großteils aus China kontraktiert wurden, unter schlechten Bedingungen.
„Ich denke, dass Kenia investieren musste“, behauptet jedoch Aly Khan Satchu, Kenia-Analyst. „Aber von jetzt an geht es darum, die nächsten Investitionen richtig zu staffeln.“ „Der nächste Schritt dann ist es, die Vorteile der Investitionen zu ernten.“
– Endemische Korruption –
Beobachter sprechen auch nur ungern über Wirtschaft, ohne die weitgehend negative Bilanz Kenyatta’s im Kampf gegen die weit verbreitete Korruption in Kenia zu erwähnen. „Sehen Sie, wo Kenia steht und stellen Sie sich vor, wo es stünde ohne all dieses Geld, das einfach so verschwindet“, bedauert Mr. Satchu.
Schließlich, und das ist vielleicht der Hauptkritikpunkt an der Administration Kenyatta’s, ist das Wachstum nicht ausreichend den Armen zugute gekommen, sagte Francis Mwangi. Vor allem, wo Kenia nicht über eine bedeutende Fertigungsindustrie verfügt, die viele Arbeitsplätze schaffen könnte.
Und als Kenia Ende 2016 bis Anfang 2017 eine Dürre traf, symbolisierte die folgende Nahrungsmittelkrise in den Augen vieler dieses Gefühl. Die Ernten waren schlechter und der Preis vieler Lebensmittel hatte zugenommen, vor allem der von Maismehl.
Die Behörden wurden von Spekulationen der Produzenten kalt erwischt. Ergebnis: auf der Höhe der Krise im Mai kostete das Paket von zwei Kilo Mehl bis zu 180 Schilling (1,5 Euro), bis zu 50% gegenüber dem Vorjahr.
Im Vorfeld der Wahlen haben mehrere Umfragen die Lebenshaltungskosten als die Sorge Nummer eins der Kenianer identifiziert, die jetzt auch einen in Afrika oft gehörten Spruch aufsagen: “Das BIP kann man nicht essen!” © 2017 AFP

1. Kenyatta, l’héritier multi-millionnaire devenu président LIRE
05.08.2017 à 10:00 – AFP
Le président kényan Uhuru Kenyatta, qui espère être réélu mardi pour un second mandat de cinq ans, est avant tout l’héritier du père fondateur de la nation et le représentant des élites du pays.
Uhuru, 55 ans, un multi-millionnaire éduqué aux États-Unis, avait été élu président en 2013, un demi-siècle après son père Jomo Kenyatta, le premier chef d’État (1964-1978) du Kenya indépendant.
Chef de file de la communauté kikuyu, il avait noué une alliance avec son vice-président William Ruto, un Kalenjin, qui avait fait oublier que les deux ethnies s’étaient entretuées lors des violences post-électorales de 2007-2008 (plus de 1.100 morts).
Les deux hommes avaient été inculpés de crimes contre l’humanité par la Cour pénale internationale (CPI) pour leur rôle dans ces violences, avant d’être plus tard exonérés, faute de preuves et après la rétractation de nombreux témoins.
En 2013, ils avaient habilement transformé cette inculpation en atout politique, en convainquant nombre d’électeurs qu’ils étaient victimes d’un tribunal “néo-colonial”.
Charismatique et moderne pour les uns, héritier dilettante pour les autres, Kenyatta a passé une bonne partie de son mandat à se dépêtrer des accusations de la CPI, qui avaient amené de nombreux pays occidentaux à se détourner de lui.
Après l’abandon des poursuites à son encontre fin 2014, le Kenya est redevenu fréquentable. Il a accueilli le président américain Barack Obama puis le pape François, et toute une série d’événements internationaux et de conférences.
– Empire financier –
Ce premier mandat a débouché sur de grands projets d’infrastructures, dont la nouvelle ligne ferroviaire entre la capitale Nairobi et le port de Mombasa (sud-est) sur l’océan Indien, et une solide croissance économique. Mais la dette publique s’est accrue, comme les inégalités.
Le terrorisme a été une menace constante avec les attaques meurtrières des militants islamistes somaliens shebab contre le centre commercial Westgate à Nairobi en 2013 et contre l’université de Garissa (est) en 2015.
Uhuru (“liberté” en swahili) est le deuxième enfant et premier fils du couple formé par Jomo Kenyatta et sa quatrième épouse “Mama” Ngina. Il est né le 26 octobre 1961, quelques mois après la libération de son père, emprisonné pendant près de dix ans par le pouvoir colonial britannique.
L’empire financier de la famille Kenyatta, une des plus riches d’Afrique, comprend notamment l’entreprise laitière Brookside, la banque CBA (Commercial Bank of Africa), le groupe de média Mediamax et un groupe d’hôtels de luxe.
Elle est surtout le principal propriétaire terrien du Kenya, à la tête de plus de 200.000 hectares de terres achetées par Jomo au moment de l’indépendance, via un programme de transfert foncier à bas prix qui, selon ses détracteurs, a surtout profité à quelques privilégiés.
En 2011, le magazine Forbes avait estimé la fortune d’Uhuru à 500 millions de dollars (423 millions d’euros). Mais malgré son éducation élitiste, il reste proche des gens, n’hésitant pas à parler aux jeunes en argot ou à esquisser quelques pas de danse.
– Bataille entre dynasties –
La réputation de fêtard de sa jeunesse n’a jamais vraiment disparu. “Les handicaps de Kenyatta sont au moins aussi importants que ses forces. Il boit trop et n’est pas un bourreau de travail”, écrivait mi-2009 l’ambassadeur américain à Nairobi dans un télégramme publié par Wikileaks.
Regard alourdi par de profondes poches sous les yeux, marié et père de trois enfants, Uhuru ne doit pas son ascension à son père, mort alors qu’il était adolescent, mais au successeur de ce dernier, l’autocrate Daniel arap Moi (1978-2002).
Celui-ci le propulse candidat de la Kanu à la présidentielle de 2002, suscitant l’ire des caciques de l’ex-parti unique. Battu, il devient le chef de l’opposition, avant de soutenir la réélection de Mwai Kibaki à la présidentielle du 27 décembre 2007, face à Raila Odinga.
La courte victoire de Kibaki est contestée et débouche sur des tueries politico-ethniques qu’on le soupçonne à l’époque d’avoir alimentées en mobilisant le gang criminel kikuyu des Mungiki contre des communautés rivales.
Après l’accord de partage du pouvoir qui a mis fin aux violences, il devient vice-Premier ministre et ministre des Finances du gouvernement de coalition formé par Odinga.
Ce dernier est à nouveau son adversaire, comme en 2013 lorsqu’il avait contesté sa victoire en justice. Mais Odinga peut compter cette fois-ci sur une opposition unie derrière lui et les deux camps sont donnés au coude à coude par les sondages.
Raila, 72 ans, est le fils de Jaramogi Oginga Odinga, lequel fut brièvement vice-président après l’indépendance avant d’être écarté du pouvoir par Jomo Kenyatta. Et cette élection s’annonce comme la dernière bataille entre ces deux grandes dynasties kényanes.
© 2017 AFP
2. Kenya, le pays où les morts peuvent voter LIRE
01.08.2017 à 10:00 – Par Nicolas DELAUNAY – AFP
“Au Kenya, on raconte que les morts reviennent pour voter, puis s’en retournent dans leurs tombes”, explique amèrement George Morara, vice-président de la Commission nationale kényane pour les droits de l’Homme.
Dix ans après les pires violences électorales de l’histoire du pays (1.100 morts), alimentées par des contestations du résultat, les Kényans sont appelés à élire leur président, députés et gouverneurs le 8 août. Et selon M. Morara, ces élections, comme les précédentes, ne sont pas à l’abri de diverses irrégularités.
Chasser, intimider, acheter
S’assurer que des groupes d’électeurs ne votent pas est une stratégie des plus pragmatiques, et début juillet, Human Rights Watch assurait avoir documenté des cas d’intimidation dans la région de Naivasha (centre).
De nombreux observateurs se sont également inquiétés dernièrement de violences dans les comtés de Laikipia et Baringo, dans la vallée du Rift, ayant provoqué des déplacements de population. Certains évoquent des manigances politiques, car les déplacés sont désormais loin des bureaux où ils sont inscrits.
Un autre stratagème consiste à “louer” des cartes d’identité pendant les élections. “Avoir la carte d’identité de quelqu’un, c’est la garantie que cette personne ne peut pas aller voter”, note George Morara, selon lequel il y a au Kenya beaucoup de gens pauvres pour qui “1.000 shillings (9 euros) suffisent”.
S’inscrire au bon endroit
Un électeur n’a aucunement l’obligation de s’inscrire dans la circonscription dans laquelle il habite, une règle qui offre la possibilité d’influencer l’élection des gouverneurs ou des députés.
“Dans certaines circonscriptions, le taux d’enregistrement des électeurs est anormalement élevé”, constate Kelly Lusuli, de la Commission kényane des droits de l’Homme (KHRC). “Nous craignons que certains payent des électeurs pour aller s’inscrire dans une autre circonscription que la leur.”
La technologie
Le Kenya a introduit en 2013 un système électronique prévoyant une reconnaissance des empreintes digitales, pour s’assurer que seules les personnes enregistrées puissent voter, et la transmission électronique devant témoins du résultat d’un bureau de vote, afin d’éviter que le messager chargé de transmettre le document ne le modifie.
L’utilisation d’un système électronique implique qu’il peut être piraté, afin de modifier les résultats ou simplement le rendre inutilisable, estiment les analystes, rappelant qu’en 2013, une défaillance majeure du système avait contraint la Commission électorale à basculer sur un système manuel.
Nic Cheeseman, professeur de politique africaine à l’université de Birmingham, estime toutefois qu’un stratagème bien plus simple existe. “Le chef du bureau peut très bien trouver une excuse pour ne pas utiliser les kits biométriques, dire que le sien est défectueux ou que sa batterie est vide”.
Faire voter les morts
Une fois le système électronique hors course, plusieurs méthodes existent pour remplir les urnes de bulletins illégaux, notamment en votant au nom de défunts dont les noms figurent encore par erreur sur le registre des électeurs.
Un audit par la société KPMG, publié début juin et évoquant des manquements dans l’enregistrement des décès, a estimé à plus d’un million le nombre potentiel de défunts se trouvant encore sur le registre. Seule une petite partie d’entre eux a depuis été retirée.
En 2013, le président Uhuru Kenyatta avait gagné l’élection avec environ 800.000 voix d’avance.
“Il est également possible de remplir des bulletins au nom de ceux qui ne sont pas venus voter”, soutient un diplomate africain sous couvert d’anonymat. “On attend la fin de la journée, on regarde les résultats d’autres bureaux de vote et on ajuste subtilement en fonction du nombre de votes nécessaires”.
Par le passé, notent les observateurs, les urnes étaient parfois grossièrement remplies de bulletins qui n’avaient pas été utilisés pendant la journée, sans que les auteurs de la fraude ne se soucient d’incohérences avec la liste d’émargement. Et ces dernières semaines, la Commission électorale a été accusée par certains candidats d’avoir imprimé bien plus de bulletins que nécessaire.
Les bastions
Les élections seront surveillées par des milliers d’observateurs, locaux et étrangers, mais ils ne peuvent pas être présents dans chacun des près de 41.000 bureaux de vote du pays.
“Dans les bastions des candidats, il y a des bureaux de vote où tous les assesseurs sont acquis à leur cause”, souligne Kelly Lusuli. Quant aux agents envoyés par les partis adverses pour surveiller le déroulement des élections dans ces bastions, ils peuvent être achetés, ou intimidés.
En 2013, souligne M. Lusuli, le taux de participation a été par endroits supérieur à 100%, ce qui n’a pas empêché la justice, saisie par l’opposition, de valider l’élection. “On n’annule pas une élection juste comme cela. La condition, c’est que la justice estime que les irrégularités ont pesé plus lourd que la volonté du peuple.”
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3. Kenya: 10 ans de souffrances pour les victimes des violences de 2007 LIRE
04.08.2017 à 10:00 – Par Cyril BELAUD – AFP
Au creux d’un vallon de la vallée du Rift, Peninah Wahito squatte un minuscule lopin de terre. Dix ans après les violences post-électorales dans lesquelles elle a perdu son mari, cette Kényane attend toujours, à 53 ans, d’être convenablement relogée.
Avec quelques dizaines d’autres familles, Peninah habite un campement illégal construit autour de trois vieux hangars au milieu de champs de maïs dans la commune de Njoro, à environ 25 km de la ville de Nakuru, dans le centre-ouest du Kenya.
Ces membres de l’ethnie kikuyu avaient été chassés des terres qu’ils occupaient dans le nord de la vallée du Rift par les violences politico-ethniques ayant suivi l’élection présidentielle de décembre 2007.
Peninah a perdu son époux dans ces affrontements qui avaient notamment opposé les Kikuyu à l’ethnie rivale des Kalenjin, et fait en deux mois plus de 1.100 morts et 600.000 déplacés au total.
Après les premières exactions en janvier 2008, elle avait dû fuir l’exploitation de sisal dans laquelle elle travaillait. C’est en tentant de se mettre à l’abri à Nakuru qu’elle a perdu son mari.
“Nous sommes tombés dans une embuscade, il y avait une large foule devant nous”, se rappelle Peninah qui, pour tout abri, dispose de trois tentes surmontées d’un toit en tôle, dans un petit enclos démarqué par des bouts de bois.
“Mon mari a été attaqué par des flèches, il en reçu une dans le bras, une autre dans l’estomac et deux de plus dans le dos”, enchaîne, en retenant à grand-peine ses pleurs, cette mère de dix enfants, dont les cinq encore scolarisés vivent avec elle pendant les vacances.
– Manque de transparence –
Peninah en a réchappé miraculeusement. Mais ses déboires ne se sont pas arrêtés là. Elle a certes partiellement bénéficié du programme de dédommagement et de réinstallation mis en place dès 2008 par le gouvernement de l’époque.
Elle a reçu 35.000 shillings (280 euros), avant de trouver refuge dans le camp de Pipeline, aux environs de Nakuru. Elle a consacré cette somme essentiellement à payer l’éducation de ses enfants.
Le gouvernement a ensuite racheté un terrain de 450 hectares à Njoro, prévu pour abriter quelque 2.000 personnes. Mais la répartition des parcelles est bloquée depuis des années par un litige judiciaire portant sur la propriété du terrain.
Peninah squatte depuis 2013 à Njoro pour tenter d’accélérer le processus. Souffrant maintenant d’une pneumonie, elle se désespère de voir un jour le bout du tunnel. “Ça a été une expérience de souffrance”, raconte-t-elle à l’AFP.
Dès le départ, le processus gouvernemental de dédommagement a été critiqué pour son manque de transparence. Et des dizaines de milliers de victimes qui avaient trouvé refuge dans leur famille et non dans des camps, attendent toujours une quelconque indemnisation.
En mars 2015, le président Uhuru Kenyatta avait promis de débloquer 10 milliards de shillings (81 millions d’euros) pour les personnes déplacées par les différents épisodes de violences (dont ceux précédant 2007). Mais le gouvernement n’a jamais expliqué comment il allait créer ce fond.
– ‘C’est devenu l’enfer’ –
A l’approche des élections générales du 8 août, les pouvoirs publics ont accordé des dédommagements aux déplacés de telle ou telle région, une pratique opaque qui a encore accentué la rancoeur de ceux qui n’en ont pas bénéficié.
Penser à ces élections donne froid dans le dos à Peninah, même si elle ne se sent pas directement menacée là où elle habite désormais. “Il ne peut y avoir que de la peur quand vous entendez les déclarations des hommes politiques à la radio”, confie-t-elle.
Elle sait trop bien combien les choses peuvent basculer rapidement. “Nous n’avions jamais connu une telle violence avant. On voyait ça seulement à la télévision”, observe-t-elle en repensant aux événements d’il y a dix ans.
“J’ai vu quelqu’un être découpé à la machette, mon mari être attaqué, j’ai vu une flèche atterrir dans la tête d’une femme et elle en est morte. Moi-même, j’ai eu le crâne ouvert par une pierre”, dit-elle.
“Vous n’auriez jamais imaginé qu’ils (les Kalenjin) nous feraient quoi que ce soit. Nous avions l’habitude de manger ensemble, travailler ensemble, mais en deux jours c’est devenu l’enfer et tout est parti en fumée, y compris la nourriture et les maisons”, ajoute-t-elle.
Peninah surmontera sa défiance envers la politique pour aller voter. Et peu importe qui l’emporte du président Kenyatta ou de son principal opposant Raila Odinga. L’essentiel pour elle est que la paix soit au rendez-vous. “Les Kényans devraient juste s’accorder sur une personne pour nous diriger”.
© 2017 AFP
4. Au Kenya, “le PIB, ça ne se mange pas” LIRE
02.08.2017 à 11:00 – Par Nicolas DELAUNAY – AFP
Le timing était parfait. Deux mois avant de briguer un second mandat le 8 août, le président kényan Uhuru Kenyatta a inauguré le plus grand projet de l’histoire du pays, une ligne ferroviaire ultra-moderne reliant Nairobi au port de Mombasa, brandie comme étendard de son mandat.
Mais alors que les fanfares s’époumonaient, un autre évènement venait lui aussi de s’ériger en symbole: une crise alimentaire ayant vu exploser le prix de la farine de maïs, nourriture de base d’une majorité de Kényans, et provoquant dans son sillage la grogne des citoyens les plus pauvres.
“D’un côté, il y a le Kenya qui se développe, quitte à s’endetter, et qui reste l’économie la plus dynamique d’Afrique de l’Est”, souligne Francis Mwangi, analyste pour la Standard Investment Bank. “De l’autre côté, il y a le Kenya qui bénéficie à peine de la croissance”.
Cette dernière a bien oscillé entre 5,4 et 5,9% depuis 2013, portée par la consommation de ménages de plus en plus nombreux et les investissements publics, mais le bilan économique de M. Kenyatta, considéré comme un des points forts de son mandat de quatre ans, doit être nuancé.
A la tête d’un pays au profil atypique en Afrique – relativement peu de ressources naturelles, mais une stabilité, un dynamisme économique et une industrie des services remarquables – le président est surtout salué pour le développement des infrastructures, certaines en projet avant son arrivée.
Outre le train reliant Nairobi au plus important port d’Afrique de l’Est, des aéroports, des routes et des ponts ont été construits à travers le pays, la production électrique a augmenté, notamment grâce à l’éolien et la géothermie, et la construction d’un nouveau port à Lamu (est) a débuté.
– Entrepreneuriat compulsif –
L’Ethiopie, avec sa population de 100 millions d’habitants – deux fois le Kenya – et sa main d’œuvre bon marché, a désormais le PIB le plus important d’Afrique de l’Est, mais le premier exportateur mondial de thé reste bien la principale plateforme commerciale de la région.
Comme souvent en Afrique, l’agriculture est le premier employeur du pays, mais le Kenya se démarque de ses rivaux régionaux par une population active plus qualifiée, un meilleur réseau internet et une mentalité entrepreneuriale quasi compulsive.
Le secteur touristique, affecté par l’attaque du centre commercial Westgate de Nairobi (67 morts en 2013), a repris sa marche en avant, tandis que “le climat pour les affaires s’est amélioré”, remarque également Armando Morales, représentant du Fonds monétaire international au Kenya.
Sauf que le président kényan s’est inscrit avant tout dans la continuité de ses prédécesseurs, et a notamment bénéficié durant son mandat de prix pétroliers très bas, tempèrent les analystes.
Selon Winnie Mitulah, spécialiste des questions de développement à l’université de Nairobi, c’est la décentralisation d’importants budgets et compétences qui a mené par endroits à l’amélioration des infrastructures de santé ou la construction de puits et barrages.
Conséquence inévitable du développement massif d’infrastructures, la dette a par ailleurs augmenté de plus de dix points sous Kenyatta pour dépasser les 50% du PIB, et inquiète, notamment parce qu’elle a été contractée pour des parts importantes auprès de la Chine, à des conditions peu avantageuses.
“Je pense que le Kenya se devait d’investir”, soutient toutefois Aly-Khan Satchu, analyste kényan. “Mais à partir de maintenant, il s’agit d’échelonner correctement les prochains investissements”. “Il s’agira ensuite de récolter les bénéfices des investissements réalisés”.
– Corruption endémique –
Les observateurs rechignent par ailleurs à parler économie sans évoquer le bilan largement négatif de M. Kenyatta dans la lutte contre une corruption endémique au Kenya. “Regardez où le Kenya se trouve, et imaginez où il se trouverait sans tout cet argent qui disparaît”, peste M. Satchu.
Enfin, et c’est peut-être le principal reproche adressé à l’administration Kenyatta, la croissance n’a pas bénéficié suffisamment aux pauvres, estime Francis Mwangi. Surtout que le Kenya ne dispose pas d’une industrie manufacturière importante, qui permettrait de générer de nombreux emplois.
Et lorsqu’une sécheresse est venue frapper le Kenya fin 2016-début 2017, la crise alimentaire qui a suivi a symbolisé pour beaucoup ce sentiment. Les récoltes ont été moins bonnes et le prix de nombreux aliments a augmenté, en particulier celui de la farine de maïs.
Les autorités ont été prises de court sur fond de spéculation des producteurs. Résultat: au plus fort de cette crise, en mai, le paquet de deux kilos de farine pouvait être vendu jusqu’à 180 shillings (1,5 euro), soit jusqu’à 50% de plus qu’un an plus tôt.
A l’approche des élections, plusieurs sondages d’opinion ont identifié le coût de la vie comme la préoccupation numéro un des Kényans, qui reprennent désormais à l’envi une rengaine maintes fois entendue en Afrique: “le PIB, ça ne se mange pas!”
© 2017 AFP

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One thought on “Wahlen Kenia 2017: Vier Hintergrundreportagen – Betrug, Gewalt 2007 – Portrait Kenyatta”

  1. 1. Präsidentenwahl in Kenia – Ein angekündigter Sieg
    Der Wahlsieg von Präsident Kenyatta scheint ausgemacht. Die kenianische Menschenrechtskommission und die Opposition zweifeln ihn an.
    http://www.taz.de/Praesidentenwahl-in-Kenia/!5433597/

    2. Proteste nach der Wahl in Kenia – Schüsse auf Demonstranten
    Die Opposition erkennt den offiziellen Wahlsieg Kenyattas nicht an. Es kommt zu gewaltsamen Protesten. Polizeikugeln verletzen zwei Menschen tödlich.
    http://www.taz.de/Proteste-nach-der-Wahl-in-Kenia/!5439439/

    3. Wütende Proteste von Anhängern der Opposition in Kenia
    12. August 2017, 10:15
    Plünderungen und Ausschreitungen – Polizei setzte Tränengas ein – Verletzte und Tote http://derstandard.at/2000062591051/Wuetende-Proteste-von-Anhaengern-der-Opposition-in-Kenia

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